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Fernzünd- und Löschvorrichtung für Gasbrenner. Es sind bereits Fernzünd-
und Löschvorrichturigen für Gasbrenner bekanntgeworden, bei denen ein zeitweiliger
auf einen Wasserverschluß wirkender Überdruck oder Unterdruck benützt wird, um die
Gasbrenner zu entzünden- oder auszulöschen. Bei- diesen taucht das Gasableitungsrohr
unmittelbar in die in einer ortsfesten Glocke befindliche Flüssigkeit.
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Dem Bekannten gegenüber liegt das Wesentliche der Erfindung,darin,
daß das Gasableitungsrohr mit seinem unteren Ende in eine in der inneren ortsfesten
Glocke befindlichen Schale mit Fiüesiglceitsverschluß eintaucht, so daß bei auftretendem
Überdruck der Inhalt der Schale durch das Gasableitungsrohr in einen äußeren Behälter
entleert werden und das Gas nach dem Entnahmebehälter und Brenner gelangen kann,
während bei auftretendem Unterdruck die steigende Verschlußflüssigkeit die Schale
füllt und das Gasableitungsrohr verschließt.
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Um die etwa in der Leitung auftretenden Druckschwankungen nicht bis
auf die Flamme fortzupflanzen, ist gemäß der Erfindung der Entnahmebehälter von
einem dritten Behälter umgeben, der unten gegen die arideren Behälter einen Flüssigkeitsverschluß
hät und oben mit der Luft verbunden ist.
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Ein anderer Weg zur Erreichung desselben Zweckes besteht erfindungsgemäß
darin, daß das Gasableitungsrohr verlängert und sein im Entnahmebehälter liegender
Endteil hakenförmig umgebogen ist und derart mit übereinanderliegenden Austrittsöffnungen
versehen ist, daß je nach der Verringerung oder Vergrößerung des Gasdruckes eine
größere oder geringere Anzahl dieser Öffnungen freigegeben wird, welche dem Gas
einen dein Druck umgekehrt proportionalen Durchtrittsquerschnitt bieten. Dieser
letztere Weg erweis sich noch als der einfachere, weil alsdann auf den dritten Behälter
verzichtet werden kann.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung.
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Die Fig. z zeigt die einfachste Ausführungsform.
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Die Fig. a und 3 sind Abänderungen, die dazu dienen, zufällige Druckansammlungen
oder Druckverluste auszugleichen.
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Gemäß Fig. z ist durch einen Behälter A in senkrechter Richtung ein
Rohr T geführt, welches an seinem unteren Ende auf die Gasentnahmestelle und an
seinem oberen Ende auf ein Rohr T1 aufgeschraubt ist, welches vom Deckel
B des Behälters A getragen wird. Dieses Rohr T1 ist mit einem Hahn
R versehen und.mit einem engen Rohr h, das als Dauerbrenner ,dient.
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Im Behälter A befindet sich eine Glocke C, die derart angeordnet ist,
d'aß die beiden Behälter am unteren Ende Verbindung haben. Am _oberen Teile der
Glocke C ist im Rohr T
eine Öffnung D vorhanden. Ein Rohr F_, dessen
unteres Ende in eine Schale E, endigt oder auch angelhakenartig umgebogen sein kann,
verbindet 'die oberen Räume -des Behälters A und der Glocke C.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung gestaltet sich folgendermaßen: Man
füllt den mit der Glocke C in Verbindung stehenden Behälter A bis zu einer bestimmten
Marke za mit Flüssigkeit, die in der Glocke C his zu der gleichen; Höhe ansteigt.
Wenn aber die Vorrichtung auf die Gasentnahmestelle aufgesetzt ist, so wird der
Gleichgewichtszustand durch den Druck des Gases auf die Flüssigkeit der Glocke C
gestört. Die Oberfläche n, der Flüssigkeit stellt sich daher tiefer als n in der
Glocke C und höher als n im Behälter A ein. Außerdem wird die in der Schale EI enthaltene
Flüssigkeit in gleicher Weise einem Druck ,ausgesetzt, sie steigt im Rohr E bis
zu einer gewissen Höhe ya, an, die von dem ausgeübten Druck und von den gegenseitigen
Durchmessern der Schale E, und des Ableitungsrohres E abhängt. Dieser Zustand ist
der Zustand der Ruhe. Hierbei kann das Gas nur durch das Rohr T und seine Verlängerung
T, hindurchstreichen, um durch. den Dauerbrenner h zu entweichen, der ständig brennt.
-Wünscht man nun den Brenner anzuzünden, so schickt man in die Leitung einen Überdruck,
der größer als das Gewicht der Flüssigkeitssäule im Rohre E ist, zu welchem ein
Kapillaritätskoeffizient hinzutritt, der vom Durchmesser des Rohres E abhängig ist.
Dieser Überdruck zerstört den Gleichgewichtszustand, die Oberfläche der Flüssigkeit
sinkt in; der Glocke C noch, weiter, und -zwar bis n2, steigt im Behälter A, und
das Wasser des Rohres E wird in den oberen Teil des Behälters A hineingetrieben.
Das Gas streicht durch das Rohr E hindurch und gleicht den Druck in der Glocke C
und dem Behälter A aus. Die Flüssigkeitsoberfläche stellt sich unter den, Rändern
der Schale El bei ia ein und das Gas fährt fort, in den oberen Teil von A zu entweichen.
Es durchsetzt die Rohre F und F, und entzündet sich beim Zusammentreffen mit dem
Zündfiämmchen von V. ,
Wünscht man die Gasflamme auszulöschen, so stellt man
einen Unterdruck in der Leitung her. Alsdann sucht der Druck auf Null zu kommen
und die Flüssigkeitsoberfläche nach n. Die Schale E, füllt sich, die Gaszufuhr wird
abgeschnitten, und der Brenner erlischt. Man beseitigt hierauf den Unterdruck und
stellt den gewöhnlichen Druck wieder her. Hierdurch kehrt die Flüssigkeit wieder.
nach n, in die ursprüngliche Stellung zurück. Die einzigen Bedingungen, um die Arbeitsweise
,der Vorrichtung zu sichern, sind daher erstens, daß der in die Leitung gesandte
Über-.druck größer ist als das Gewicht der -im Rohre E enthaltenen Flüssigkeitssäule,
und zweitens, daß die Oberflächen, der Flüssigkeit unterhalb des oberen Randes der
Schale E, liegt.
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Man kann die Vorrichtung durch die Länge des Rohres E, durch die Abmessungen
des Behälters EI und durch die Höhe des Flüssigkeitsspiegels regeln. Man kann außerdem
den Über- oder Unterdruck derart regeln, daß man von einer Anzahl in Reihe in dieselbe
Leitung geschalteter Brenner nur einen Teil entzündet oder auslöscht.
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Durch öffnen des Hahnes R und Entfernung eines nicht dargestellten
Stöpsels, welcher auf den Deckel B aufgeschraubt ist, kann der Druck auf. Null zurückgeführt
werden für die Prüfung und. die Regelung der Vorrichtung, ohne den den Brenner tragenden
Dekkel B abnehmen zu müssen.
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Es bietet nun bei der Ausführung gewisse Schwierigkeiten, die Öffnungen
der Rohre E und F so zu regeln, daß sie ein gleichmäßiges Brennen .der Flamme ergeben,
besonders wenn der Druck in d 1er Leitung nicht stets der gleiche ist.
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Die Einrichtung gemäß Fig.2 -gestattet nun, die Gasmenge, die durch
sie hindurchstreicht, dem Druck umgekehrt proportional zu machen.
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Das Rohr E ist an seinem äußeren Ende zurückgebogen, wie sich aus
der Zeichnung ergibt, und besitzt eine Anzahl Öffnungen E".
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Wenn man den Überdruck in die Leitung schickt, so stellt sich -die
Oberfläche der Flüssigkeit auf n2 ein und bedeckt dhese öffnungen E2. Hört der Überdruck
auf, so sucht die Flüssigkeit zur Marke n zurückzukehren, und die Öffnungen EZ werden
eine nach der anderen frei, wobei die Druckverringerung durch eine proportionale
Vergrößerung der Gasdurchtrittsmenge ausgeglichen wird. Wenn sich gegebenenfalls
der Druck ändert, so ändert sich in entsprechendem Sinne die Anzahl (der freigelegten
öffnungen EZ. Je mehr der Druck abnimmt, um so mehr vergrößert sich die Durchtrittsmenge
und umgekehrt. Die Einrichtung gemäß Fig. 3 führt zum selben Ziele.
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Durch eine Scheidewand ist der Behälter in zwei Teile geteilt, von
denen der Behälter AI bei A3 mit der äußeren Luft und der Behälter A2 mit dem Brenner
ixt Verbindung steht. .
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Vor dem Druckstoß befinden sich beide Behälter unter atmosphärischem
Druck, die Höhe der Flüssigkeitsoberfläche ist darin -die gleiche: Nach dem Druckstoß
hingegen,
wenn das Rohr E entleert ist, fällt die Flüssigkeit im
Behälter A2 und stellt sich unter der Wirkung des Gasdruckes -niedriger ein als
im Behälter A,. Tritt nun zufällig ein Überdruck ein, so weicht die Flüssigkeit
in :32 zurück und wird nach A, verdrängt. Es findet daher eine durch ein größeres
Volumen verursachte Entspannung des Gases statt. Wenn umgekehrt ein. Unterdruck
auftritt, so bewirkt die Flüssigkeitssäule von A im Behälter A2, daß ein kleineres
Volumen dem Gas dargeboten wird: Es findet daher immer ein Ausgleich der Flüssigkeit
-zwischen Al und A2 -statt, mit der Folge, däß die gegebenenfalls eintretenden Druckschwankungen
unschädlich gemacht werden.