DE325877C - Verfahren zum Beseitigen von Sprengfaeden aus Stickereistoffen - Google Patents

Verfahren zum Beseitigen von Sprengfaeden aus Stickereistoffen

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DE325877C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C13/00Shearing, clipping or cropping surfaces of textile fabrics; Pile cutting; Trimming seamed edges
    • D06C13/04Shearing lace or embroidery, e.g. cutting loose threads

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Beseitigen von Sprengfäden aus Stickereistoffen. DenGegenstand derErfindung bildet einverfahren zum Beseitigen von Sprengfäden aus Stickereistoffen. Gemäß der Erfindung wird der mit aufgeschnittenen Sprengfäden behaftete Stoff mit einem das Aufrichten der Sprengfäden bewirkenden Mittel behandelt und dann zwecks Abbrennens der Sprengfäden gesengt, wobei die Stoffgeschwindigkeit und die Größe der Sengflamme derart gewählt werden, daß das Abbrennen stückweise erfolgt, wonach die glühenden Sprengfadenteile abgelöscht werden.
  • In der Zeichnung ist die zur Ausfüihrung des Verfahrens gemäß der Erfindung dienende Vorrichtung in einigen beispielsweisen Ausführungsformen im Querschnitt dargestellt.
  • Der Stickereistoff I (Fig. I) geht über Leitwalzen 2 und 3 zu der durch das Handrad 4 einstellbaren, mit sehr harten Borsten ausgestatteten Bürste 5, gegenüber welcher die Walze 6 als Widerlager für den Stoff dient und unterhalb deren ein Schutzblech 7 angeordnet ist. 8 ist die Zuleitung für Brenngas, die durch die Leitungen g, Io 'und I I zu den einzelnen Brennerreihen I2 und I3 führt. I4 und 33 sind Leitwalzen und I5 eine einstellbare Bürste mit Widerlager I6 für den Stoff. I7 und I8 sind Leitwalzen. Ig ist eine Löschvorrichtung, welche beispielsweise aus einem W asserzerstäuber oder einer Dampfdüse besteht. 2o, 2I sind Quetschwalzen, die durch nicht dargestellte Mittel aneinandergepreßt werden, und 22, z3 Führungswalzen, von denen der Stoff über die Glättorgane 24, d. h. mnit Holz bekleidete gewölbte Flächen, geleitet wird, wobei er durch Druckwalzen 25 belastet wird, um zum Schluß zwischen den durch nicht dargestellte Mittel betätigten Stoffantriebswalzen 26, 27 hindurch zu der Stoffablegevorrichtung 28 geführt zu werden. 29, 30, 3I sind Schutzbleche, 32 ist ein Trog.
  • Die Arbeits- und Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist die folgende: Durch die Bürste 5 werden die auf der einen Seite des Stickereistoffes vorhandenen, aufgeschnittenen Sprengfäden aufgerichtet und durch die zwei Brennerreihen 12 abgesengt, wonach die auf der anderen Seite des Stoffes vorhandenen aufgeschnittenen Sprengfäden durch die Bürste 15 aufgerichtet und durdh die Erennerreihen 13 abgesengt werden. Da die Sprengfäden vori nicht unbeträchtlicher Länge sind, so wird hierbei nicht der ganze flottliegende Sprengfaden, sondern nur seine Spitze verkohlt bzw. angesengt und der- glühende Fadenteil dann durch-die Löschvorrichtung i9 abgelöscht. Die durch die Brennerreihen i2 angesengten und durch die Walze i6 wieder an den Stoff angedrückten glühenden Sprengfäden können bei der infolge der großen Geschwindigkeit des Stoffes kurzen Durchgangszeit von der Walze I6 bis zur Löschvorrichtung den Stoff nicht beschädigen. Die durch den vorbeigehenden feuchten Stoff auch stets feuchten Quetschwalzen 2o, 2I vervollständigen das Ablöschen der etwa noch glimmenden Sprengfadenteile und drücken ferner aus dem genäßten Stoff die Feuchtigkeit in den Trog 32 heraus. Bei einem zweiten Durchgang des Stoffes durch. die Vorrichtung werden die verkohlten Teile der Sprengfäden durch die Bürste I5 abgerieben unter gleichzeitiger Aufrichtung der Sprengfäden, wonach in beschriebener Weise ein weiteres Stück des Sprengfadens verkohlt wird, bis durch wiederholte Behandlung der ganze Sprengfaden beseitigt ist.
  • Es ist klar, daß die Vorrichtung auch in der Weise eingerichtet sein könnte, däß mehrere Gruppen, jede bestehend aus Aufrichtebürste, Brennerreilhe und Auslöschvorrichtung, hintereinanderangeordnetsein könnten. Anstatt der Aufrichtebürste läßt sich mit Vorteil ein Luftstrom anwenden, und es ist zug diesem Zwecke einer quer zur Laufrichtung des Stoffes verlaufende Luftleitung vorgesehen, welche annähernd auf ihrer ganzen Ausdehnung auf der dem Stoff zugekehrten Seite Luft, Preßluft oder Saugluft durchtreten läßt.
  • 3 (Fig. z) ist die Leitwalze, über welche der Stoff zu der Bürste 5 geführt wird, welche die z. B. auf der rechten Seite des Stoffes liegenden Sprengfäden aufrichten und evtl. die von einem vorhergehenden Abbrennen herrührenden angesengten Sprengfädenteile abreiben soll, bevor der Stoff zu den Brennerreihen I2 gelangt. An einer Stelle, nicht weit von der Bürste 5, ist eine sich über die ganze Breite des Stoffes erstreckende Luftleitung 34 vorgesehen, aus welcher eine uunterbrochene Reihe Düsen 35 bis nahe an den Stoff ausmündet. Jede Düsenöffnung weist für den Luftdurchtritt einen engen Spalt auf, dessen Längsrichtung quer zur Laufrichtung des Stoffes verläuft, und sämtliche Spalte zusammengenommen betragen annähernd die Länge der Luftleitung.
  • Nach dem Passieren der Brennerreihen Ia geht der Stoff zur Bürste I5, gegenüber welcher im Gegensatz zu der Bürste 5 keine Walze als Widerlager für den Stoff vorgesehen ist. Dagegen wird der Stoff beim Durchgang zwischen den Leitwalzen 33 und 36 durch eine Spannwalze 37 gegen die Bürste I5 angepreßt, um eine energischere Wirkung der Bürste zu erzielen. Der Zweck der Bürste I5 ist für die linke Seite des Stoffes derselbe, wie der der Bürste 5 für die rechte Seite des Stoffes.
  • Hinter der Bürste I5 ist eine Leitung 38 mit Düsen 39 von gleicher Beschaffenheit wie Leitung 30 mit den Düsen 35 angeordnet. Dann geht der Stoff zu den Brennerreihen I3 und dann zu dem Löscher I9.
  • Wird durch die Düsen 35 und 39 Preßluft gegen den Stoff gerichtet, so hat dieses zur Wirkung, daß bei einer gewissen Stärke des Preßluftstromes die aufgeschnittenen bzw. die bereits zum Teil abgesengten Sprengfäden mehr oder weniger aufgerichtet werden, so daß sie von dem Stoff in einigem Abstand freiliegen und von der Sengflamme gut gefaßt werden.
  • Wird anstatt Preßluft Saugluft verwendet, so hat dieses ebenfalls zur Wirkung, daß die Sprengfäden aufgerichtet werden, weil sich eine Luftströmung durch den Stoff hindurch einstellt.
  • Anstatt einer Reihe von Düsen könnte die Luftleitung einen einzigen engen, in der Längsrichtung der Leitung verlaufenden Spalt für den Luftdurchtritt aufweisen, wobei dieser Spalt auf der dem Stoff zugekehrten Seite.und annähernd auf der ganzen Ausdebnung der Leitung verläuft. Anstatt die Sprengfädenschlaufen in einer besonderen Schneidemaschine oder von Hand aufzutrennen und diese aufgetrennten Sprengfäden dann gemäß der Erfindung wegzusengen, kann mit Vorteil das Auftrennen der Schlaufen in der gleichen Operation, in welcher die aufgetrennten Sprengfäden weggesengt werden, bewirkt werden. Dieses Auftrenneh wird dadurch erreicht, daß die. Sprengfädenschlaufen vom Stoffe aufgerichtet und durch Sengflammen bewegt werden, welche den Faden der Schlaufen an .einer Stelle so weit verkohlen, daß er sich durch darauffolgendes Aufreiben an dieser Stelle trennen läßt, soweit er nicht bereits durch die Flamme ,getrennt wurde.
  • Mit 3 und 6 (Fig. 3) sind die Leitwalzen bezeichnet, über welche der Stickereistoff i zu dem Aufrichtemittel in Form einer Reihe von Düsen 35 geführt wird. Die Düsen 35 sind an eine Leitung 34 angeschlossen, welche sich über die ganze Breite des Stdffes i erstreckt. Die,Düsenöffnungen besitzen die Form eines engen Spaltes, dessen Längsrichtung quer zur Laufrichtung des Stoffes verläuft: An derLeitung 34 ist eine. Schiene 4o angelötet, welche mit ausgebogenem Teil 41 versehen ist und über die Düsenöffnung vorragt.
  • Die Leitung 34 ist mit einem Sauggebläse verbunden und die in die Düsenöffnungen hineingepreßte Luft hat die Wirkung, daß bei einer gewissen -Stärke des Saugluftstromes die auf der den Düsen zugekehrten Seite liegenden Sprengfädenschlaufen, wie in Fig.4 punktiert gezeigt, ausgebogen werden. Der Teil 41 der Schiene 40 verhindert dabei, daß der Stoff selbst durch den Luftstrom aus; gebogen wird und sich an die Düse anlegt. Gleich hinter der Düsenreihe folgt die Brennerreihe I2, durch deren Sengflamnmen die freigelegten Sprengfädenschlaufen bewegt werden, welche Sengflammen die Fäden der Schlaufen an einer Stelle verkohlen. Mittels einer weiteren Reihe von Düsen 35 und einer zweiten Reihe der Brenner I2 wird die gleiche Behandlung wiederholt, wobei die Sprengfädenschlaufen, welche, an einer Stelle durch die erste Brennerreihe nicht verkohlt wurden, durch die Sengflamnmen dieser zweiten Brennerreihe sicher verkohlt werden, während die etwa durch die Flammen getrennten Sprengfäden teilweise abgesengt werden. Die rotierende Bürste 42 hat den Zweck, die nur an einer Stelle verkohlten, aber noch nicht getrennten Sprengfädenschlaufen zu trennen, so daß freie Enden alsdann beim nächstfolgenden Durchgang durch die Vorrichtung abgesengt werden können. Auf diese Weise erfolgt das Auftrennen der Sprengfädenschlaufen in der gleichen Operation wie das Wegsengen der aufgetrennten Sprengfäden.
  • Nachdem der Stoff über die Leitwalzen 33 und -36 geführt ist, wobei er durch eine Spannwalze 37 gegen die Bürste I5 angepreßt wird, welch letztere somit die andere (z. B. linke) Stoffseite bearbeitet, wird diese letztere Seite der Einwirkung der Brenndüsen I3 unterworfen, welche die Sprengfädenschlaufen auf der linken Stoffseite an einer Stelle verkohlen. Die Düsenreihe 43 und die zweite Brennerreihe I3 arbeiten in gleicher Weise wie die Düsenreihe 35 und die zweite Brennerreihe I2 bei der rechten Stoffseite.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPR UCHE: I. Verfahren zur Beseitigung von Sprengfäden aus Stickereistoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der mit aufgetrennten Sprengfäden behaftete Stoff mit einem das Aufrichten der Sprengfäden bewirkenden Mittel behandelt und dann zwecks Abbrennens der Sprengfäden gesengt Wird, wobei die Stoffgeschwindigkeit und die Größe der Sengflamme derart gewählt werden, daß das Abbrennen stückweise erfolgt, wonach die glühenden Sprengfadenteile abgelöscht werden.
  2. 2. Verfahren nach .Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der gleichen Operation, in welcher die aufgetrennten Sprengfäden weggesengt werden, auch noch die Sprengfädenschlaufen aufgetrennt «-erden, was dadurch erzielt wird, .daß die Sprengfädenschlaufen vom Stoff aufgerichtet und durch Sengflarnmen bewegt werden, welche' den Faden der Schlaufen an einer Stelle so weit verkohlen, daß er sich durch darauffolgendes Aufreiben an dieser Stelle trennen läßt, soweit er nicht bereits durch die Flamme getrennt wurde.
  3. 3. Ver.fahrennachdenAnsprücheni und 2 ; dadurch gekennzeichnet, daß derStoff kurz vor dem Aufrichten der Sprengfäden durch ein Stützmittel gehalten wird, um zu verhindern, daß er durch einen das Aufrichten der Sprengfäden bewirkenden Saugluftstrom ausgebogen wird und sich an die Düse anlegt.
DE1919325877D 1918-06-08 1919-08-15 Verfahren zum Beseitigen von Sprengfaeden aus Stickereistoffen Expired DE325877C (de)

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