DE3271C - Verfahren zum Trocknen und Appretieren geleimter Garne, sowie die dazu angewandten Apparate - Google Patents

Verfahren zum Trocknen und Appretieren geleimter Garne, sowie die dazu angewandten Apparate

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DE3271C
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C. ANDERSON in Leeds (England)
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/04Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
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Description

1878.
CHRIST. ANDERSON in LEEDS (England).
Verfahren zum Trocknen und Appretiren geleimter Garne, sowie die dazu angewendeten
Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. Mai 1878 ab.
Die nachstehend beschriebene Erfindung bezieht sich auf die zum Trocknen der geleimten Garne angewendeten Apparate. Durch Anwendung dieser Apparate wird ein Zusammenkleben der einzelnen Garnfäden verhindert, wie dies der Fall ist, wenn das Garn erst in Strähne gehaspelt und nachher getrocknet wird.
In der beiliegenden Zeichnung sind die für meine Methode construirten Trockenapparate dargestellt.
Die Fig. ia, ι β und 2 stellen einen derartigen ApparatimLängsdurchschnitt, theilweisem Grundrifs und Ansicht dar. Wie aus den Fig. ia und 2 ersichtlich, besteht der Apparat aus einem grofsen cylindri sehen Gestell, welches mittelst eines geeigneten Vorgeleges um seine Axe r gedreht wird.
α und a1 sind die lose und feste Scheibe dieses Vorgeleges.
Die Stirnräder b und b', sowie die dazu gehörigen Getriebe, dienen zur Regulirung der Drehungsgeschwindigkeit des Apparates. Das Stirnrad c und Trieb i1 sind Uebersetzungsräder.
Der Trieb d dient zur Bewegung des mit dem konischen Zahnrade e unter sich verbundenen, aber auf der Welle r lose sitzenden Stirnrades dx.
Das cylindrische Gestell besteht aus mehreren (hier vier) Reifenkkkk, welche durch Speichen, die dazu gehörigen Naben und Schuhe j, radärtig auf der Hauptwelle r befestigt sind.
Auf diese Reifen k sind eine Anzahl Stäbe oder Latten kx in axialer Richtung befestigt, die zur Befestigung der eigentlichen Garnträger dienen.
Diese Garnträger bestehen, wie in dem unteren Theile der Fig. ia gezeigt, aus Riemen, die über passende Treibrollen g und Führungsrollen /2 laufen.
Diese Rollen g und h sind an den Enden der Stäbe kx angebracht und die darüber laufenden Riemen bilden dann endlose Bänder.
Die Riemen laufen bei Bewegung der Rollen auf der Aufsenseite der Stäbe k' hin und auf der inneren Seite zurück und bilden somit ihre Aufsenseiten die äufserste Fläche des Cylinders. Die mit konischen Rädern / combinirten Rollen g erhalten ihre Bewegung durch die an beiden Enden mit konischen Getrieben s und u versehenen Radialspindeln /, welche durch das Kegelrad e bewegt werden.
Bei der drehenden Bewegung des ganzen Apparates werden nun die Riemen eine stetige Bewegung in axialer Richtung machen, welche dadurch erzielt wird, dafs das durch d und d' bewegte Kegelrad e die Radialspindeln/ dreht.
Das Garn wird dadurch in spiralförmigen Windungen auf das Gestell gebracht. Es kann direct aus der Leimmischung auf das eine Ende der Walze gebracht und von dieser nach ein- oder mehrfacher Umwicklung auf der anderen Seite stetig abgenommen werden; nur ist dafür zu sorgen, dafs der Trocknungsprocefs vollständig beendigt ist.
Dieses Trocknen wird durch künstlich zugeführte Wärme in den Röhren i, Fig. ia, beschleunigt.
Das Festkleben des Garnes auf den Trägern wird durch gute Schmierung derselben verhindert.
Der nothwendige Geschwindigkeitsunterschied der Walze und der Rollen wird durch geeignete Räderübersetzung herbeigeführt.
Anstatt der Riementräger zur Erzeugung der nöthigen Verschiebung in der Richtung der Axe wende ich auch, wie im oberen Theile der Fig. ia und in Fig. ib im Grundrifs zu sehen ist, je ein Paar in passenden Führungen gehende Latten η und »' an, die durch zwei dazu angebrachte Excenter m m abwechselnd vor- und rückwärts bewegt werden. Diese Excenter m m sind ähnlich den konischen Rädern u an den Enden der Radialspindeln / befestigt, und werden durch die in die Riemen der Excenter eingreifenden Stifte χ und χ1 der Stäbe η und η1 letztere die beschriebene vor- und rückwärts gehende Bewegung machen.
Weiter werden die Latten η und n1 durch die Einwirkung der theils höheren, theils niedrigeren Böden der Excenter m auf die Stifte χ und x1 eine auf- und abwärts gehende Bewegung machen, so dafs, wenn die das Garn tragenden Latten η ihre Bewegung in der Richtung der Axe vollendet haben, sie sich senken und die Fäden auf die Latten «' auftragen,

Claims (3)

welche letztere unterdessen, durch die Excenter veranlagst, ;den entgegengesetzten Weg gemacht und sich am*Ende dieser Bewegung erhoben hatten. Hierdurch wird ebenso wie bei den Riementrägern eine fortwährendvorwärts gehende Bewegung des Fadens erzielt. Die Construction der Excenter sowie Anordnung der Stifte χ und xl ist bei m1 und m? in vergröfsertem Maafsstabe deutlich zu ersehen. ο o, Fig. ι A, sind Federn, welche die Stifte χ und χ1 der Stäbe η und η1 in Eingriff mit den Excentern halten. Zur Bewegung der Excenter auf der dem konischen Hauptrad e entgegengesetzten Seite der Walze sind die Querspindeln /, Fig. ia, nebst zugehörigen kleinen konischen Räderpaaren angebracht. Die Anzahl der Lattenpaare richtet sich ebenso wie jene der Riemen nach dem Durchmesser der Walze, und ist nur zu bemerken, dafs deren so viel angebracht sein müssen, um den Faden überall ordentlich zu stützen. Die Fig. 3 bis 6 sind Modifikationen dieser Trockenmethode. Der in den Fig. 3 und 4 in Längsdurchschnitt und Ansicht gezeigte Apparat besteht aus einer Reihe kreisförmiger Scheiben, a die mittlere dieser Scheiben, sowie die zur Aufnahme der Stabenden dienende Scheibe c sind auf der Welle d befestigt; die anderen Scheiben b b b sind verschiebbar. Concentrisch zur Welle d sind nun, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, eine Anzahl Stäbe so angeordnet, dafs, sobald die der Axe am nächsten befindliche Reihe der Stäbe mit Garn umwunden ist, die zweitgröfste Reihe aufgeschoben und dann umwunden wird u. s. w., bis die Stabreihen alle bedeckt sind. Dieser ganze Apparat wird dann in den Trockenraum gebracht. Die punktirten Linien in Fig. 5 zeigen die Stellung der Scheiben und Stäbe bei dem Anfange der Aufwindung. In Fig. 4 ist durch die punktirte Linie die Art der Aufwicklung des Garnfadens deutlich zu ersehen. Bei der in den Fig. 5 und 6 in Seitenansicht und Aufrifs gezeigten Modification des Trockenapparates wird das Garn über je zwei von einander getrennte bewegliche Stäbe b b gewunden. Diese Stäbe werden durch ein auf dem Rahmen d d schiebbares Gestell α α gehalten und es kann, sobald das eine Stäbepaar vollgewunden ist, stets ein neues ausgeführt werden. Der Garnfaden selbst geht über die zwischen den beiden Armen flfl angebrachten Rollen ff und wird, wie in Fig. 5 ersichtlich, von dem Stabe b festgehalten; bei Schwingung des Armepaares f1f1 nach der anderen Seite des Gestelles wird ein neues Stück Faden nachgezogen und dieses dort durch den anderen Stab b aufgefangen. ,; Der kleine Hebel q, an welchem diese Rollenführung Z1/1 befestigt ist, gestattet dieser bei der Schwingung eine aufwärts gehende Bewegung, damit die unteren Rollen/ an den nächstliegenden Stäben b b vorbei können. Selbstverständlich mufs nach Einführung eines neuen Stäbepaares, welches durch Hand oder Maschine geschehen kann, das Gestell α α auch um das entsprechende Stück heruntergeschoben werden. Bei dieser, wie auch der vorhergehenden Anordnung kann künstliche Wärme zur Beschleunigung des Trockenprocesses angewendet werden. Patenτ-Ansprüche: Die nach der von mir erfundenen Methode zum Trocknen und Appretiren geleimter Garne construirten Apparate iii ihrer Zusammensetzung und ihren Theilen, insbesondere
1. Die Anwendung eines drehbaren cylindrischen Gestelles, bei welchem die zur Bildung des spiralförmigen Fadenganges nothwendige Längsverschiebung auf der Oberfläche des Gestelles
a) durch Riemen oder endlose Bänder oder
b) durch zwei mittelst geeigneter Excenter abwechselnd hin- und herbewegter und auf- und abwärts gehobener Latten η und η' erzeugt wird.
2. Die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Anordnung fester und beweglicher Scheiben auf einer Welle d, wobei auf die coneentrisch zur Axe angeordneten verschiebbaren Stäbe die Garnfäden nach und nach erst auf die innere Stäbereihe und nach Einführung der nächstfolgenden auf diese gewickelt werden.
3. Die in den Fig. 5 und 6 gezeigte Anordnung beweglicher Stäbe in einem verschiebbaren Gestell α α, wobei das Garn durch die in den Schwunghebeln /'/' befestigten Rollen auf die durch Hand oder Maschine eingeführten Stäbe gelegt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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