DE328265C - Wachsmodelliergeraet fuer zahntechnische Zwecke - Google Patents
Wachsmodelliergeraet fuer zahntechnische ZweckeInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description
- Wachsmodelliergerät für zahntechnische Zwecke: Die für die Herstellung des Zahnersatzes notwendigen Wachsmodelle werden bekanntlich mittels eines aus Messer und Löffel bestehenden Modellierinstrumentes geformt. Das Messer bzw. der Löffel des Instrumentes müssen für den Gebrauch erhitzt werden, und zwar etwa auf die !dem Schmelzpunkt des Wachses entsprechende Temperatur. Die Erhitzung geschah bisher durch eine Gas-, Spiritus- o. dgl. Flamme unct konnte natürlich nur in Arbeitspausen vorgenommen werden. Gelingt es, diese Arbeitspausen entbehrlich zu machen, so kann die Modellierarbeit an sich beschleunigt und dadurch ein wesentlicher Fortschritt erreicht werden. 'Diese Aufgabe ist durch vorliegende Erfindung gelöst. Danach kommt ein Modelliergerät zur Verwendung, bei dem die notwendige Erwärmung des Modelliermessers bzw. -löffels durch einen elektrischen Widerstand. erfolgt, der hinter dem Messer bz-w. Löffel unter geeigneter Isolierung um den metallischen Messer- bzw. Löffelstiel gewunden ist. In Verbindung mit dieser Einrichtung findet für die zeitweilig notwendige Erwärmung einer ganzen Mod-ellierwachstafel ein Wärmerost Verwendung, der aus einem elektrischen Widerstand besteht, welcher seinerseits um einen Rahmen aus Isolierstoff gewunden ist und zweckmäßig gleichzeitig als Vorschaltwiderstand für das Modelliermesser bzw. den -löffel ' dient. Dadurch ist ein Modelliergerät geschaffen, das bei einfacher und zweckmäßiger Ausbildung alle diejenigen Arbeiten in einfachster und rascher Weise ermöglicht, die zur Herstellung der Wachsmodelle für den Zahnersatz erforderlich sind. Gleichzeitig ist damit der Vorteil verbunden, daß die übliche Gas- bz«-. Spiritusflamme entbehrlich wird, und man somit von der derzeitigen Knappheit dieser Brennstoffe unbeeinflußt ist.
- Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Fig. i und 2 zeigen das Modelliermesser bzw. den -löffel in Draufsicht und Seitenansicht bei abgenommenem Heft.
- Fig. 3 zeigt das vollständige Instrument nach Fig. i und 2 in Seitenansicht.
- Fig. 4 ist eine Einzeldarstellung.
- Fig. 5 läßt das gesamte Modelliergerät mit Wärmerost im Grundriß erkennen.
- Fig. 6 ist ein Aufriß desselben, teilweise im Schnitt, ohne Wärmerost.
- Das Modellierinstrument besteht, wie bekannt, aus einem Messer a und einem Löffel b. Beide können in üblicher Weise mit ihren Stielen zusammen in einem Stück geschmiedet sein. Sie haben ein den gemeinsamen Stiel umgebendes Heft c, so daß also Messer und Löffel auf entgegengesetzten Seiten über das Heft c vorstehen.
- Nach der Erfindung wird unmittelbar hinter dem Messer bzw. dem Löffel um den Stiel ein Isolierkörper d bzw. f gelegt und. um diese ein elektrischer Widerstand g bzw. h gewunden, der z. B. aus Nickelin bestehen kann. Die Widerstände können von einer geeigneten Stromquelle aus, am besten der Lichtleitung, mittels einer schmiegsamen Leitungslitze unter Strom gesetzt und damit erhitzt werden. Da der Modellierlöffel b am meisten, das, Messer a aber sgltener gebraucht wird, so
wird die Schaltung dabei zweckmäßig gemäß Fig. i und, :2 so getroffen, daß der Löffel- widerstand lz gewöhnlich unter Strom steht, während der Messerwiderstand' nach Belieben ein.- und ausgeschaltet werden kann. Zu die- sem Zwecke ist ein Ausschalter mit dem In- strument in Verbindung gebracht. Es sind drei Polplättchen i, i2, i3 unter dem Messer- heft vorgesehen, zu denen ein, jeweils zwei Pole überspannender Schiebekontakt k ge- hört. Dieser ragt mit einem Knopf k, nur wenig aus einem Längsschlitz m des Messer- heftes hervor, so daß die Verschiebung in leichter Weise möglich ist. Die Anordnung ist dabei, wie aus Fig. i ersichtlich, derart, daß beim Überbrücken der Pole i, und i2 nur die Widerstandsspirale k des Modellierlöffels eingeschaltet ist,-während beim Überbrücken der Pole i2 und i3 sowohl die Spirale g des Messers als auch diejenige (lz) des Löffels unter Strom stehen. Wie ersichtlich, kann man also die Messerspirale nach Belieben ein- und ausschalten. Für das Erwärmen ganzer Wachstafel- platten, das zeitweilig erforderlich wird, ist erfindungsgemäß ein Wärmerost vorgesehen (Fig.5). Dieser besteht aus einer Wider- standspirale x, die um einen Rahmen (oder auch eine Tafel) o aus Isolierstoffe, wie Schiefer, Porzellan usw. gewunden ist. Die Schaltung erfolgt dabei zweckmäßig, in der Weise, daß der Wärmerost gleichzeitig als Vorschaltwiderstand für .das Modellierinstru- mentdient, da die hohe Spannung der Licht- leitung für das Modellierinstrument nicht er- forderlich ist und aus Sicherheitsgründen für den das Gerät Benutzenden zweckmäßig ver- mindert wird. Modellierinstrument und; Wärmerost wer- den vorteilhaft zu einer Einheit vereinigt, wie sie in Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Danach finden Instrument und Rost auf einer gemein- samen Grundplatte p Anordnung, und zwar so,, daß neben dem auf der Grundplatte ruhenden Rost eine als selbsttätiger Belas- tungskontakt wirkende Stütze q für die Auf- nahme des Modellierinstrumentes bei Nicht- gebrauch vorgesehen ist. Die Anordnung ist dabei derart, daß ähnlich wie bei Tischtele- phonen der Strom beim Auflegen des Instru- mentes auf die Stütze q ausgeschaltet, beim Abheben desselben aber eingeschaltet wird, so daß sowohl der Rost als auch das Model- lierinstrument alsbald benutzungsbereit sind. Die Schaltung ist so gewählt, daß, wie aus Fig. 6 ersichtlich, der Strom, der durch Pol- klemme r zugeführt wird, zuerst die Wider- standspirale n des Wärmerostes passiert und dann zum Pol' s des Belastungskontaktes (Fig. 5) der Stütze q gelangt. Dieszr Kon- takt besteht. zweckmäßig aus einer Feder s, die für gewöhnlich von dem Gegenpol s, ge- trennt ist.' Für die Schließung des Feder- kontaktes s, ist ein'Nocken s3 vorgesehen, der an der in einer Führung d, auf und ab schieb- baren Stütze q des Modellierinstrumentes sitzt. Die Stütze steht unter der Wirkung einer Feder q2, die bestrebt ist, die Stütze stets anzuheben und damit den Kontakt s1 zu schließen. Die Spannung -der Feder ist aber nur so groß, daß sie von dem Gewicht des Mo- @d-ellier instrumentes überwunden wird, wenn es auf die Stütze gelegt wird. In diesem Falle wird der Nöcken s3 nach unten bewegt, so daß sich der Federkontakt s,.-Öffnet. Vom Pol s, des Federkontaktes führt die Leitung nach -dem Modellierinstrument, von dem sie dann zurück nach der Polklemme r, des Anschlusses geht. Die Wirkungsweise der neuen Einrichtung ist folgende: Wird. das Modellierinstrument zum Zwecke der Benutzung von der Stütze q abgehoben, so wirrt der Stromkreis durch den Belastungs- kontakt s1 selbsttätig geschlossen, wodurch der Strom nach Passieren des Vorschalt- widerstandes bzw. des Wärmerostes n »die Widerstandsspirale des Modellierlöffels b pas- siert. Diese wird! entsprechend erhitzt und überträgt die in ihr entstehende Wärme auf den Löffelstiel, von dem sie naturgemäß auf den Löffel b, durch Leitung übergeht. Die Verhältnisse können so gewählt werden, daß die Erhitzung des Löffels b gerade hinreichend ist, um die gewünschten Arbeiten damit ver- richten zu können. Wird das Messer a be- nötigt, so hat man den bisher auf die Pol- plättchen i, und i2 eingestellten Schiebekon- takt k lediglich auf %die Polplättchen i2 und i3 zu verschieben, worauf auch die Spirale g des Messers und dieses selbst erhitzt wird; Da während dieses ganzen Vorganges aauch der Wärmerost dauernd unter Strom steht, so kann derselbe jederzeit zur Erwärmung einer Wachstafel us:w. Verwendung finden. Es ist. ersichtlich, daß durch die neue Einrichtung die Modellierarbeiten. wesentlich gefördert und beschleunigt weiden, da nunmehr der Mo- dellierlöffel bzw. das -messer- sozusagen selbsttätig dauernd erhitzt werden, ohne daß man besondere arbeitsstörende Handhabungen zu diesem Zwecke verrichten muß.
Claims (1)
-
PATENTANSPRÜCHE: i. Wachsrnodelliergerät für zahntech- nische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung des Modellierinstru- mentes durch einen elektrischen Wider- stand (g, h) erfolgt, .der hinter dem Mo- delliermesser (a) bzw. dem Modellier- löffel (b) des Instrumentes unter geeigne- ter Isolierung um den metallischen Messer- bzw. Löffelstiel gewunden ist. a. Wachsmodelliergerät nachAnspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß als Vor- schaltwi@d'erstand. für das Modellierinstru- ment ein Wärmerost vorgesehen ist, der aus einem elektrischen Widerstand (n) be- steht, welcher um einen Rahmen. (o) aus Isolierstoff gewunden ist, und welcher zweckmäßig gleichzeitig für die zeitweilig notwendige Erwärmung einer ganzen Mo- dellierwachstafel dient. 3. Wachsmodelliergerät nach-Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das Model- lierinstrument und der Wärmerost in der Weise auf einer gemeinsamen Grund- glatte (p) vereinigt sind, das neben dem auf der Grundplatte liegenden Wärmerost eine als selbsttätig wirkender Belastungs- köntakt ausgebildete Stütze (q) für .das Modellierinstrument vorgesehen ist, die zur Aufnahme desselben beim Nichtge- brauch dient. q.. Wachsmod'elliergerät nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß für die Aus- schaltung des seltener .benötigten Model- liermessers (a) aus dem Stromkreis am Messergriff ein Ausschalter vorgesehen ist, dessen Schiebekontakt (h) aus einem Schlitz (m) des Messerheftes hervorsteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE328265T | 1919-08-07 |
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| DE328265C true DE328265C (de) | 1920-10-26 |
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Family Applications (1)
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| DE1919328265D Expired DE328265C (de) | 1919-08-07 | 1919-08-07 | Wachsmodelliergeraet fuer zahntechnische Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE328265C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004093716A1 (de) * | 2003-04-22 | 2004-11-04 | Furtwängler, Walter | Modelliervorrichtung |
-
1919
- 1919-08-07 DE DE1919328265D patent/DE328265C/de not_active Expired
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