DE329084C - Magnetkompass - Google Patents

Magnetkompass

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DE329084C
DE329084C DE1919329084D DE329084DD DE329084C DE 329084 C DE329084 C DE 329084C DE 1919329084 D DE1919329084 D DE 1919329084D DE 329084D D DE329084D D DE 329084DD DE 329084 C DE329084 C DE 329084C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/04Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles
    • G01C17/10Comparing observed direction with north indication
    • G01C17/12Comparing observed direction with north indication by sighting means, e.g. for surveyors' compasses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Drawing Aids And Blackboards (AREA)

Description

  • magnetkompaß. Die Erfindung .betrifft einen. Magnetkompaß mit einem festen Richtkreis und einem dazu konzentrischen, drehbaren Richtkreis, wobei weiter ein Lineal vorgesehen ist, dias um dieselbe Achse drehbar ist wie der drehbare Richtkreis.
  • Derartige Magnetkompasse sind an sich schon bekannt. Der vorliegende Magrietkompaß unterscheidet sich aber von ihnen dadurch, daß die Drehung des Lineals selbsttätig eine Drehung .des drehbaren Richtkreises um den .gleichen Winkel, aber in entgegengesetzter Richtung, bewirkt. Eine solche selbsttätigeWirkung .der Drehung des Lineals auf den Richtkreis war bis jetzt noch nicht bekannt.
  • Weitere Unterschiede sind die, daß der Boden des Gehäuses durchsichtig ist; und daß eine Richtlinie vom-Nullpunkt biis zu dem mit i 8o° bezeichneten Teilpunkt des festen Teilkreises. gezogen ist, wobei ari dem Gehäuse vor dem Nullpunkt des festen Teilkreises ein Zeiger befestigt ist. -Bekannt ist allerdings auch schon, an Stelle der Richtlinie einen Querstab zu verwenden, aber bei dieser bekannten Einrichtung handelt es sich nur um ein Instrument, durch das auf einem Blatt die .Winkel und Entfernungen angezeigt werden. Es handelt.sich dort überhaupt nicht um einen. Magnetkompaß, eine Magnetnadel fehlt vollkommen.
  • Die Anwendungsmöglichkeit des Apparates nach der Erfindung ist infolgedessen eine erbeblich ,größere als die bei den bekannten Einrichtungen.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
  • Fig. i zeigt .die Vorrichtung in einer Ansicht von oben.
  • Fig. 2 ist ein . Schnitt in größerem Maßstab nach der Linie II-II von Fig. i.
  • Fig. 3 ist eine Seitenansicht mit zum Teil weggebrochenem Gehäuse, Fig. q. und 5 veranschaulichen schematisch zwei verschiedene Fälle der Anwendung des Instrumentes.
  • Der Kompaß hat wie alle bekannten Magnetkompasse eine Magnetnadel E, die auf einem Zapfen e gelagert ist, der in der Mitte eines Gehäuses G befestigt ist. Im Gehäuse ist eine ringförmige Gradeinteilung F vorgesehen: Zu diesen bekannten Einrichtungen treten nach der Erfindung noch folgende: Ein beweglicher Teilkreis H ist konzentrisch zu dem festen Teilkreis F in einer über dem letzteren liegenden Ebene .derart angeordnet, daß in der Ansicht von oben die Teilung des Kreises. H die- des Kreises F umgibt. Der Boden G1 des Gehäuses ist aus Glas hergestellt und trägt eine Richtlinie X_ (Fig, i), die vom Nullpunkt des Teilkreises F bis zu dem gegenüberliegenden Teilpunkt von i8o° reicht. Von dem Gehäuse G springt ein Zeiger I derart vor; daß sich die Teilungen des beweglichen Teilkreises H unter ihm wegbewegen. Der Zeiger fällt mit .dem Nullpunkt der festen Teilung F zusammen.
  • Der Teilkreis H ist durch ein Getriebe mit einem eine Alhidade bildenden Lineal J verbunden, das sich mit seinem Ende j um einen Zapfen K drehen kann, der eine auf dein Glasboden G1 des Gehäuses befestigte Verlängerung des Magnetnadelzäpfens e bildet. Das Lineal J ist auf der Oberseite mit einem Zahnkranz L verbunden, "der in einer Aussparung g des Gehäuses G umläuft und dessen Verzahnung mit den Zähnen von Zahnrädern :1T in Eingriff steht, deren Achsen m im Gehäuse gelagert sind. Diese Zahnräder greifen ihrerseits wieder in eine Verzahnun- 1a am Umfang des Teilkreises H.
  • Hält man das Gehäuse G mit der Hand fest, so kann man durch Bewegen des Lineals ./ den Teilkreis II- um denselben Winkel in entgegengesetzter Richtung drehen. Das Lineal J hat in der Richtung seiner Längsachse eine Marke J1, die sich bei der erwähnten Bewegung vor dem Teilkreis F bewegt. Außerdem ist das Lineal mit zwei oder mehreren Teilungen versehen, die die Entfernungen in verschiedenen Maßstäben- angeben. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel trägt das Lineal zwei Teilungen im Maßstab von i : 8oooo und i : iooooo. Es ist in seiner Längsrichtung geschlitzt,. so .daß man innerhalb dieses Schlitzes mit einem Bleistift eine Linie ziehen kann, wenn-:das Instru- I ment auf ein Blatt Papier aufgesetzt wird.
  • Dreht man das Lineal beispielsweise auf den Teilstrich 45° des festen Teilkreises F, so verschiebt sich der Nullpunkt des beweglichen Teilkreises H selbsttätig in entgegengesetztem Sinne um 45°, und der Teilpunkt 45 dieses Kreises H steht dann vor dem Ende der Richtlinie X. Der Winkel- zwischen der Längsrichtung des Lineals J und der Richtknie X ist also stets gleich dem Winkel zwischen der Richtlinie und dem Nullpunkt des beweglichen Richtkreises H.
  • Der beschriebene Ma:gnetkompaß gestattet bei Tag und bei Nacht die schnelle Ausführung von Aufnahmen, ohne daß ein Anvisieren im Gelände nötig wäre, da man stets auf einem Gelände vorgehen kann, ,das man j in Gestalt von Richtplänen oder von Landkarten vor sich hat. Das Instrument ist für Infanterieoffiziere bestimmt und ermöglicht ihnen, am Schluß des Tages . nach einem Kampf schnell die eingenommenen Stellungen aufzunehmen und der Kommandostelle eine sehr genaue Skizze davon zu liefern. Die Kommandostellen, die Nachrichtenoffiziere, Pionieroffiziere und alle Stäbe werden das Instrument häufig und täglich anzuwenden haben. Es gestattet insbesondere die folgenden Aufgaben schnell zu lösen: i. Berechnung eines Marschrichtungswinkels. Will man von einem Punkt A der Karte (Fig. .4) nach einem Punkt B marschieren, so genügt es, :den Mittelpunkt des Kompasses auf den Punkt A zu setzen, die Richtlinie X parallel zum Meridian 0 der Karte zu richten und alsdann das Lineal J zu drehen, bis es durch den Punkt B geht. Man liest alsdann den Winkel a an dem festen Teilkreis F mit Hilfe der Marke 11 ab. a. In einer gegebenen Richtung zu marschieren. Bei der vorstehenden Aufgabe wurde der Marschwinkel selbsttätig angezeigt.. Dabei hat sich der Nullpunkt des beweglichen Teilkre is#; s II um den Winkel v., z. B. also um 45', nach links verschoben. Hält man nun das Instrument in einer solchen Lage fest, daß die Richtlinie vom Beschauer geradeaus zeigt, der sich auf dem Abmarschpunkt befindet, und dreht man sich dann um sich selbst, bis die Magnetnadel auf die Deklinationsmarke P des beweglichen Teilkreises zeigt, so schaut man jetzt in die beim Marsch zu verfolgende Richtung und kann beim Marschieren diese Richtung einhalten, wenn man dafür sorgt, daß die Richtlinie X immer geradeaus zeigt und die Magnetnadel auf dem Deklinationsstrich stehen bleibt. Man kann statt dessen aber auch, sobald man die @ richtige Marschrichtung hat, einen Punkt im Gelände als Richtungspunkt benutzen. 3. Berechnung der Richtung, in .der man marschiert_ Marschiert man auf dein Gelände in einer unbekannten-Richtung und will . diese bestimmen, so hält man das Instrument so, daß die Richtlinie X in der Marschrichtung geradeaus zeigt. Alsdann dreht man das Lineal so lange, bis die Deklinationsmarke.unter .die-Magnetnadel tritt, worauf man den Winkel der Marschrichtung ari der Marke J1. ablesen kann. Kennt man seinen Standort, so genügt es, die Karte zu Hilfe zu nehmen und den Köinpaß mit der Richtlinie X pärällel zürn Meridian derart auf die Karte aufzusetzen, daß der Mittelpunkt des Kompasses sich mit dem Standort deckt. Zieht.man dann mit einem Bleistift einen Strich an dem Lineal entlang, so erhält man auf der Karte die Marschrichtung und kann feststellen, wohin man sich bewegt. q.. Aufnahme einer- Grabenknie. Ist der Verlauf einer Grabenlinie A-B-C-D (Fig.5) aufzunehmen, so bereitet man auf einer Tafel einen. mit einem Quadratnetz versehenen Papierbogen vor. Alsdann setzt man die Kompaßmitte auf den Punkt A, den man als den Ausgangspunkt feststellt, und richtet die -Richtlinie X parallel zur Nord-Süd-Linie, die als Meridian für die auszuführende Skizze dient. . Alsdann, stellt man sich mit dem 'Gesicht in @d'er Richtung nach dem Punkt-B und bringt die Deklinationsmarke P unter- die blaue Spitze der Magnetnadel. Das Lineal zeigt alsdann die Richtung des Grabenstückes A-B und man braucht am Lineal nur eine Linie mit Hilfe eines Bleistiftes zu ziehen. Man geht dann vorwärts, bis die Magnetnadel nicht mehr auf die Deklinationsmarke zeigt, indem man zur Feststellung der Länge des Grabenstückes A-B seine Schritte zählt. Diese Länge wird dann auf den verminderten Maßstab des Lineals übertragen. Ist man in B angekommen, wo der Graben seine Richtung ändert, so wiederholt man die beschriebene Handhabung im Hinblick auf den Punkt .C und schließlich in diesem im Hinblick auf den Punkt D.
  • Es ist ersichtlich, daß es in keinem Falle nötig ist, die Zeichenplatte zu neigen oder irgendeine Visierung vorzunehmen, und daß man mit Hilfe des beschriebenen Kompasses lediglich durch Abschreiten Aufnahmen in unterirdischen Gängen und. bei Nacht- machen kann. 5. Abstecken einer auf .der harte aufgezeichneten Grabenlinie im Gelände.
  • Diese Aufgabe, die der vorhergehenden entgegengesetzt ist und meistens nachts. ausgeführt werden muß, läßt sich mit Hilfe des beschriebenen Kornpasses besonders leicht lösen. Zunächst nimmt man mit dein Kompaß auf der Karte die Richtung und die Länge -der Elemente A-B, B-C, C-D auf und vermerkt diese Größen auf einem Notizzettel. Dann begibt man sich an den Punkt A des-Geländes und marschiert von hier mit Hilfe des Kompasses in der Richtung A-B auf die festgestellte Länge. Die zum Abstecken kommandierten Mannschaften folgen und stecken beispielsweise alle 5 m einen Pfahl in die Erde. Ist man im Punkt B angekommen, so erteilt man dem Lineal des Kompasses die neue Richtung nach C und geht in derselben Weise vor wie vorher.
  • Es ist einleuchtend, daß man nach gleichen Grundsätzen auch den Verlauf von Straßen, Eisenbahnen u. dgl. abstecken kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Magnetkompaß mit in der Mitte eines Gehäuses beweglich ,gelagerter Magnetnadel, dadurch gekeninzeichnet, d'aß konzentrisch zu einem im Gehäuse festen Richtkreis (F) ein .drehbarer Richtkreis (H) angeordnet und mit einem Lineal (I) derart gekuppelt ist, daß er durch eine Winkelbewegung des Lineals um die Kompaßmitte um den gleichen Winkel in entgegengesetzter Richtung bei jeder Drehung .des Lineals um die zentrale Achse des Apparates verdreht wird,- und däß ferner eine Richtlinie (X) auf dem durchsichtigen Boden des Gehäuses vorn Nullpunkt bis zu dem mit z8o° bezeichneten Teilpunkt des festen Teilkreises (F) gezogen ist, vor dessen Nullpunkt am Gehäuse ein 'Zeiger (1) befestigt ist:
DE1919329084D 1917-08-20 1919-02-14 Magnetkompass Expired DE329084C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR329084X 1917-08-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE329084C true DE329084C (de) 1920-11-15

Family

ID=8890747

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919329084D Expired DE329084C (de) 1917-08-20 1919-02-14 Magnetkompass

Country Status (1)

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DE (1) DE329084C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750084C (de) * 1939-02-04 1944-12-12 Orientierungskompass

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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