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Diebstahlsicherungseinrichtung
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Die Erfindung betrifft eine Diebstahlsicherungseinrichtung für Verkaufsgegenstände
mit einer elektronischen Auswerteinrichtung, an die eine Mehrzahl von flexiblen
Leitungsschnüren mit jeweils an einem Verkaufsgegenstand befestigbaren Signalgeberkontakten
angeschlossen sind und die eine über zumindest einen Schloßschalter in eine Alarmstellung
und eine Entnahmestellung einstellbare Schaltung enthält, durch die in Alarmstellung
bei Lösen zumindest eines Signalgeberkontaktes von einem Verkaufsgegenstand eine
Alarmgabe über eine Alarmeinrichtung bewirkt wird und durch die in Entnahmestellung
erst beim Lösen von zumindest zwei Signalgeberkontakten von einem Verkaufsgegenstand
die Alarmgabe erfolgt.
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Eine solche Diebstahlsicherungseinrichtung ist in der DE-OS 28 54
434 beschrieben. Bei ihr werden vor allem Bekleidungsstücke durch Aufstecken von
an flexiblen
Leitungsschnüren angebrachten Kontaktklammern gesichert,
die zwischen den Klammerhälften Signalgeberkontakte aufweisen. Diese Signalgeberkontakte
liegen in einem Sicherungsstromkreis, der so ausgeführt ist, daß beim Abziehen einer
Kontaktklammer vom Verkaufsgegenstand in dem Sicherungsstromkreis eine Widerstandsänderung
bewirkt wird, die durch eine Auswerteinrichtung erfaßt wird und eine Alarmgabe über
eine Alarmeinrichtung erfolgen läßt. Für eine Gruppe von Signalgeberkontakten oder
für jeden Signalgeberkontakt sind jeweils Schloßschalter vorgesehen, mit denen die
Gruppe bzw. der einzelne Signalgeberkontakt überbrückt werden kann, ohne daß in
dem Sicherungsstromkreis eine Widerstandsänderung eintritt. Es kann dann in dem
überbrückten Bereich ein Verkaufsgegenstand nach Lösen des betreffenden Signalgeberkontaktes
entnommen werden, ohne daß eine Alarmgabe erfolgt. Die übrigen Signalgeberkontakte
werden hiervon jedoch nicht beeinflußt und lösen Alarm aus, sobald sie von einem
Verkaufsgegenstand abgezogen werden.
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Diese Sicherung wird noch durch einen überwachungsstromkreis ergänzt,
der so ausgebildet ist, daß bei gleichzeitiger Betätigung von mehr als einem Schalterschloß
in die Entnahmestellung eine Alarmgabe erfolgt, um so eine Entnahme mit Nachschlüsseln
zu vermeiden, wenn an einer Stelle schon entnommen wird und das Verkaufspersonal
dorthin abgelenkt ist. Damit nicht zufällig eine Doppelentnahme durch das Verkaufspersonal
selbst und damit ebenfalls eine Alarmgabe verursacht wird, wird mit Betätigung eines
Schloßschalters ein Aufmerksamkeitszeichen abgegeben, das das Verkaufspersonal vor
einer Doppelentnahme warnt.
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Schließlich ist parallel dazu noch ein Sabotagestrom-
kreis
vorgesehen, bei dem alle Leitungsschnüre in Reihe geschaltet sind. Wird dieser Stromkreis
beispielsweise durch Abschneiden einer Leitungsschnur unterbrochen, so erfolgt ebenfalls
Alarmgabe.
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Diese Diebstahlsicherungsanlage brachte zwar einen erheblichen Fortschritt,
was insbesondere die Diebstahlsicherheit betrifft. Allerdings ist sie sehr raumaufwendig,
so daß die Auswerteinrichtung in einer Alarmzentrale abseits von den zu sichernden
Gegenständen untergebracht werden mußte. Es besteht aber gerade ein Bedarf, einzelne
Verkaufsstände autark abzusichern, insbesondere um sie beweglich zu halten. Außerdem
ist die Schaltung relativ kompliziert, so daß Betriebsstörungen auftraten, die nur
schwer zu lokalisieren waren.
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Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Diebstahlsicherungseinrichtung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie wesentlich kompakter gestaltet
werden kann und weniger Störquellen aufweist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Auswerteinrichtung
zumindest einen Speicherbaustein zur Speicherung der beim Lösen von Signalgeberkontakten
von Verkaufsgegenständen auftretenden Spannungsänderung aufweist, wobei die Speicherausgänge
des bzw. der Speicherbaustein(e) in der Alarmstellung direkt und in der Entnahmestellung
über zumindest einen Zählerbaustein auf die Alarmeinrichtung geschaltet sind und
zwischen Zählerbaustein (en) und Speicherbaustein(en) zumindest ein Impulsgeber
zur Erzeugung eines für den bzw.
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die Zählerbaustein(e) zählbaren Spannungsimpulses bei jedem Speichervorgang
im Speicherbaustein vorgesehen ist.
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Die Auswerteinrichtung ist also vollelektronisch aus-
gebildet
und weist vorzugsweise IC-Bausteine auf, die die Schaltung stark vereinfachen sowie
kompakter und weniger störanfällig machen. Dabei dient der Speicherbaustein dazu,
selbst kurzzeitige Spannungsänderungen zu erfassen und so zu halten, daß eine dauernde
Spannungsabgabe in den Speicherausgängen entsteht. Diese Spannungsabgabe dient dabei
in Alarmstellung zur direkten Ansteuerung der Alarmeinrichtung. In der Entnahmestellung
des Schloßschalters wird die Spannungsabgabe im Impulsgeber in einen Spannungsimpuls
umgewandelt, der vom Zählerbaustein erfaßt wird. Beim ersten erfaßten Spannungsimpuls
geschieht dabei noch nichts, d. h. die Verbindung zur Alarmeinrichtung bleibt gesperrt,
so daß ohne Alarmgabe ein Verkaufsgegenstand nach Lösen des betreffenden Signalgeberkontaktes
entnommen werden kann. Erst der zweite Spannungsimpuls löst die Sperre zur Alarmeinrichtung,
so daß Alarmgabe erfolgt. Während eines Entnahmevorganges kann deshalb nicht ein
weiterer Verkaufsgegenstand ohne Alarmgabe entfernt werden.
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In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der bzw. die Speicherbaustein(e)
für jeden Signalgeberkontakt eine Speicherstelle und einen Speicherausgang aufweist
bzw. aufweisen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgeschlagen, daß jeder
Speicherausgang mit je einem Identifizierungszeichen, insbesonderem einem Leuchtzeichen,
verbunden ist, das dem zugehörigen Signalgeberkontakt räumlich zugeordnet ist. Dies
ist von besonderem Vorteil, da bei einer Ala-rmgabe sofort erkannt werden kann,
an welchem Signalgeberkontakt ein Diebstahlversuch unternommen worden ist, was zum
Auffinden der betreffenden Person wichtig ist. Zudem sind diese Identifizie-
rungszeichen
für die Fehlersuche nützlich. Schließlich können sie in der Entnahmestellung auch
die Funktion eines Aufmerksamkeitszeichens erfüllen, das davor warnt, daß gleichzeitig
eine Doppelentnahme mit der Folge der Alarmauslösung durchgeführt wird.
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Die Erfindung sieht ferner vor, daß die Speicherausgänge nach den
Abzweigungen für die Identifizierungszeichen Dioden zur Sicherung gegen Stromrückfluß
aufweisen und daß sie dann auf eine gemeinsame Zuführleitung zu der Alarmeinrichtung
geschaltet sind. Diese Anordnung verhindert, daß mehrere Identifizierungszeichen
gleichzeitig ansprechen, wenn ein Signalgeberkontakt von einem Verkaufsgegenstand
gelöst wird.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der bzw.
die Impulsgeber als Kondensatoren ausgebildet ist bzw. sind. Diese Kondensatoren
bewirken, daß die Spannungsabgabe an einem Speicherausgang infolge des Lösens eines
Signalgeberkontaktes von einem Verkaufsgegenstand in einen SpannungsimpuLs umgewandelt
wird, der von dem Zählerbaustein erfaßt werden kann. Erforderlichenfalls kann der
so erzeugte Spannungsimpuls durch eine Transistorschaltung verstärkt werden. Zusätzlich
sollte zwischen Impulsgeber(n) und Zählerbaustein ein Timerbaustein zur Umwandlung
der Spannungsimpulse in Rechteckimpulse angeordnet sein, da diese von dem Zählerbaustein
präziser erfaßt werden können.
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Zweckmäßigerweise ist bzw. sind der bzw.
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die Schloßschalter auch als Schalter zur Aufgabe einer Sperr- und
Löschspannung auf den Zählerbaustein in Alarmstellung ausgebildet. Auf diese Weise
wird der Zählerbaustein in Alarmstellung gesperrt und seine
Speicherstellen
für eine eventuelle Umschaltung in die Entnahmestellung gelöscht, damit er im letzteren
Fall auch von Anfang an zählt und nicht sofort eine Alarmgabe auslöst.
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Alternativ oder in Kombination dazu sollte(n) der bzw. die Schloßschalter
auch als Schalter zur Aufgabe eines Spannungsimpulses beim Umschalten von der Entnahmestellung
in die Alarmstellung zur Löschung des Speicherbausteines ausgebildet sein. Hierzu
genügt ein beim Umschalten durch einen Kondensator erzeugter und gegebenenfalls
durch einen Transistor verstärkter Spannungsimpuls, der sämtliche Speicher im Speicherbaustein
auf logisch Null stellt, so daß die Speicherausgänge keine Spannung mehr führen.
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Nach der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß in der Entnahmestellung,
zumindest jedoch nach Abnahme eines Signalgeberkontaktes von einem Verkaufsgegenstand
in der Entnahmestellung, ein optisches und/oder akustisches Aufmerksamkeitszeichen
angesteuert wird. Dies soll in erster Linie dazu dienen, dem Verkaufspersonal anzuzeigen,
daß gerade ein Entnahmevorgang stattfindet und deshalb in dem betreffenden Bereich
keine weitere Entnahme vorgenommen werden sollte. Es sollte dann so angeordnet sein,
daß es möglichst über den gesamten überwachten Bereich wahrnehmbar ist, wofür sich
insbesondere ein akustisches Aufmerksamkeitszeichen in Form eines Summers eignet.
Ein solches Aufmerksamkeitszeichen kann durchaus mit den vorerwähnten Identifizierungszeichen
kombiniert werden, die in erster Linie die Aufgabe haben, den alarmauslösenden Signalgeberkontakt
möglichst schnell aufzufinden.
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Zur Vereinfachung der Bedienung der erfindungsgemäßen
Diebstahlsicherungseinrichtung
sollte jeweils nur ein Schloßschalter für eine begrenzte Anzahl von räumlich beieinanderliegenden
Signalgeberkontakten vorgesehen sein. Es hat sich nämlich gezeigt, daß es aus Sicherheitsgründen
kein Nachteil ist, wenn eine solche begrenzte Anzahl von Signalgeberkontakten nur
von einem Schloßschalter gesteuert wird. Andererseits ist die Bedienung dann wesentlich
einfacher als wenn jeder Signalgeberkontakt durch einen Schloßschalter gesichert
wäre. Außerdem sind der schaltungstechnische Aufwand und die Störquellen erheblich
geringer.
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Wie schon bei der vorbekannten Diebstahlsicherungseinrichtung ist
es auch hier zweckmäßig, daß in jeder Leitungsschnur zusätzlich eine Sabotageleitung
verläuft, die mit der Alarmeinrichtung derart verbunden ist, daß bei ihrer Unterbrechung
Alarmgabe erfolgt.
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Sie soll sicherstellen, daß nicht unbemerkt eine Leitungsschnur durchgeschnitten
werden kann. Hierzu sollten die Sabotageleitungen aller Leitungsschnüre in Reihe
geschaltet sein.
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Schließlich ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der Speicherbaustein
als RS-Flip-Flop-Speicher ausgebildet ist, da sich solche Speicher für den vorliegenden
Zweck besonders gut eignen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels
näher veranschaulicht. Es zeigen: Figur 1 einen Verkaufsstand für Bekleidungsstücke,
aufgeteilt in mehrere Verkaufsregale; Figur 2 eine Teilansicht einer Gehäuseleiste
eines
Verkaufsregals mit einer Diebstahlsicherungseinrichtung und Figur 3 einen Schaltplan
für diese Diebstahlsicherungseinrichtung.
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Figur 1 zeigt einen Verkaufsstand 1 für Bekleidungsstücke, der aus
drei Verkaufsregalen 2, 3, 4 besteht.
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Diese Verkaufsregale 2, 3, 4 sind durch senkrecht stehende Regalbretter
5, 6, 7, 8 begrenzt, zwischen denen je eine Regalstange 9, 1o, 11 zum Aufhängen
der Bekleidungsstücke an Bügeln12 eingespannt sind.
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Oberhalb der Regalstangen 9, 1o, 11 ist jeweils eine Anzeigenleiste
13, 14, 15 angeordnet. Jede dieser Anzeigenleisten 13, 14, 15 weist eine Reihe von
nebeneinander angeordneten, beispielhaft mit den Ziffern 16, 17, 18 bezeichneten
Identifizierungsleuchten auf, die als Leuchtdioden ausgebildet sind.
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Oben auf den Verkaufsregalen 2, 3, 4 sind jeweils eine Alarmleuchte
19, 20, 21 und ein Alarmhorn 22, 23, 24 zusammengefaßt.
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Etwa auf halber Höhe der Verkaufsregale 2, 3, 4 verlaufen Gehäuseleisten
25, 26,.27, in denen jeweils die Diebstahlsicherungseinrichtüng untergebracht ist.
Am linken Ende der Gehäuseleisten 25, 26, 27 ist jeweils ein Schloßschalter 28,
29, 30 zur Steuerung der jeweiligen Diebstahlsicherungseinrichtung vorgesehen.
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Wie sich aus Figur 2 ergibt, ist die hier beispielhaft dargestellte
Gehäuseleiste 25 im Querschnitt rechteckig und an ihrer Oberseite mit einer Abdeckplatte
31
versehen, die etwas nach vorn übersteht. Die Unterseite weist
eine Vielzahl von Bohrungen auf, aus denen jeweils eine flexible, gewendelte Leitungsschnur
32, 33 heraushängt, von denen hier nur zwei dargestellt sind. Diese Leitungsschnüre
32, 33 sind so lang ausgebildet, daß das jeweilige Bekleidungsstück in gesichertem
Zustand anprobiert werden kann.
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An den freien Enden der Leitungsschnüre 32, 33 sind Kontaktklammern
34, 35 angeordnet, die zwischen ihren Klammerhälften hier nicht näher dargestellte
Kontaktschalter als Signalgeberkontakte einschließen, die so ausgebildet sind, daß
sie, wenn zwi-schen den Klammerhälften ein Gegenstand eingeklemmt wird, geöffnet,
ansonsten aber geschlossen sind. Bei geschlossenem Kontaktschalter, wie dies die
Figur 2 zeigt, erfolgt eine Alarmgabe. Damit dies nicht geschieht, wenn die Kontaktklammern
34, 35 keinen Verkaufsgegenstand zu sichern haben, werden sie für die Ruhestellung
auf den vorstehenden Teil der Abdeckplatte 31 aufgeklemmt.
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Figur 3 zeigt den Schaltplan für die Auswerteinrichtung des Verkaufsregals
2, wobei jedoch der übersichtlichkeit halber die Schaltung nur für drei Kontaktklammern
34, 35, 36 dargestellt ist.
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Die Kontaktklammern 34, 35, 36 sind parallel geschaltet und werden
von einem Netzteil 37 über die Zuleitung 38 mit fünf Volt Gleichspannung versorgt.
Jede Kontaktklammer 34, 35, 36 geht auf je einen Eingang eines RS-Flip-Flop-Speichers
39, wie er beispielsweise unter der Nummer 74 118 von der Firma Motorola als IC-Ba-ustein
angeboten wird. Dieser Speicher 33 erhält seine Versorgungsspannung ebenfalls von
dem Netzteil 37 über eine Zuleitung 40. Die Anzahl der
Eingänge
des Speichers 39 sowie der Anzahl der Speicher selbst bestimmen, wie viele Kontaktklammern
an eine Auswerteinrichtung angeschlossen werden können.
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In der Regel werden es mehr als die hier dargestellten drei Eingänge
sein. Gebräuchlich sind sechs Eingänge pro Speicher, wobei jeweils drei Speicher
parallel geschaltet werden. Damit können 18 Verkaufsgegenstände durch eine Diebstahlsicherungseinrichtung
gesichert werden.
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Jedem Eingang am Speicher 39 ist eine Ausgangsleitung 41, 42, 43 zugeordnet.
In jeder dieser Ausgangsleitungen 41, 42, 43 ist eine Diode 44, 45, 46 angeordnet.
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Anschließend gehen die Ausgangs leitungen 41, 42, 43 auf eine Sammelleitung
47, die auf eine daran anschliessende Alarmleitung 48 geschaltet werden kann.
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Von jedem der Ausgangsleitungen 41, 42, 43 gehen zwischen den Speicherausgängen
und den Dioden 44, 45, 46 je zwei Abzweigleitungen 49, 50, 51 bzw. 52, 53, 54 ab.
Die eine Gruppe von Abzweigleitungen 49, So, 51 ist mit den als Leuchtdioden ausgebildeten
Identifizierungsleuchten 16, 16', 16" verbunden, die an der Anzeigeleiste 13 des
Verkaufsregals 2 je einer Kontaktklammer 34, 35, 36 zugeordnet sind. In der zweiten
Gruppe weist jede Abzweigleitung 52, 53, 54 je einen Kondensator 55, 56, 57 auf.
Die Ausgänge der Kondensatoren 55, 56, 57 gehen auf eine einzige Sammelleitung 58,
die einen pnp-Transistor 59 steuert.
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Der Transistor 59 dient als Schalter und Verstärker in einer Zählleitung
60, die eine Diode 61, einen Timerbaustein 62 und einen Zählerbaustein 63 enthält.
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Timerbaustein 62 und Zählerbaustein 63 haben Versorgungseingänge 64,
65, über die sie mit der Versorgungs-
spannung beaufschlagt werden.
Außerdem ist parallel ein Arbeitswiderstand 66 und ein Begrenzungswiderstand 67
vorgesehen.
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Der Zählerbaustein 62 ist der von vielen Herstellern unter der Nummer
CT 4017 produzierte Dekadenzähler, der bei mehr als einem gezählten Spannungsimpuls
die Versorgungsspannung auf seine Ausgangs leitung 68 gibt, die auf die Alarmleitung
48 schaltbar ist. Der Timerbaustein 62 dient lediglich dazu, Zackenimpulse in Rechteckimpulse
aufzuarbeiten, damit der Zählerbaustein 63 hier die einzelnen Impulse sauber trennen
und zählen kann.
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Die Alarmleitung 48 steuert über ein Potentiometer 69 einen pnp-Transistor
70 an, der ein mit der Versorgungsspannung beaufschlagtes Relais 71 schaltet. Dies
betätigt gleichzeitig zwei Schalter 72, 73, wovon der eine in einem Stromkreis 74
zur Ansteuerung des Alarmhorns 22 und der andere in einem parallelen Stromkreis
75 zur Ansteuerung der Alarmleuchte 19 (Figur 1) liegen.
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Parallel zu den Stromkreisen, die von den Kontaktklammern 34, 35,
36 gesteuert werden, verläuft eine Sabotageleitung 76, die in Reihe durch alle Zuleitungsschnüre
geht, was hier durch die Widerstände 77, 78, 79 symbolisiert wird. über ein Potentiometer
80 wird ein pnp-Transistor 81 angesteuert, der in einer zweiten,über einen Arbeitswiderstand
82 gespeisten Alarmleitung 83 angeordnet ist, die zusätzlich durch eine Diode 84
gesichert ist. Normalerweise ist der Transistor 81 aufgrund der durch die Sabotageleitung
76 gehenden Versorgungsspannung geöffnet, so daß die über den Arbeitswiderstand
82 eingeleitete Versorgungsspannung
über den Transistor 81 abfließt.
Wird jedoch die Sabotageleitung 76 unterbrochen, beispielsweise indem eine Leitungsschnur
durchgeschnitten wird, so sperrt der Transistor 81 und die Versorgungsspannung geht
auf den Transistor 70, wodurch dieser öffnet und das Relais 71 die Schalter 72,
73 schließt. Es erfolgt dann Alarmgabe über das Alarmhorn 22 und die Alarmleuchte
19.
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Das Schaltschloß 28 ist ebenfalls mit der Versorgungsspannung beaufschlagt.
Es ist über eine Leitung 85 mit einem Relais 86 verbunden. Dieses Relais 86 betätigt
gleichzeitig einen ersten Schalter 87 und einen zweiten Schalter 88. Der erste Schalter
87 ist ein Wechselschalter, der die Alarmleitung 48 einmal mit der Sammelleitung
47 und einmal mit der Ausgangsleitung 68 des Zählerbausteins 63 verbindet. Der zweite
Schalter 88 ist ebenfalls als Wechselschalter ausgebildet. In der einen Stellung
schließt er den Stromkreis in einer mit Versorgungsspannung beaufschlagten Resetleitung
89, die dann den Zählerbaustein 53 mit einer Lösch- und Sperrspannung beaufschlagt,
die eine Löschung der Speicherplätze vornimmt und gleichzeitig den Zählerbaustein
63 gegen zu zählende Impulse absperrt. In der anderen Stellung betätigt der Schalter
88 einen Summer 90, der als Aufmerksamkeitszeichen dient.
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Von der Leitung 85 zweigt eine Steuerleitung 91 ab, die über einen
Kondensator 92 auf einen npn-Transistor 93 wirkt. Dieser ist einer vom Speicher
39 kommenden Resetleitung 94 angeordnet. Diese erhält über den Widerstand 95 die
Versorgungsspannung. Gleichzeitig bekommt die Steuerleitung 91 im Bereich zwischen
Kondensator 92 und Transistor 93 über einen hochohmigen Widerstand 96
ein
Pluspotential, das den Transistor 93 normalerweise sperrt.
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An das Netzteil 37 ist zusätzlich ein Notlaufakkumulator 97 angeschlossen,
der die Versorgung der Diebstahlsicherungseinrichtung bei einem Netzausfall aufrecht
erhält. Ansonsten wird er vom Netzteil 37 in geladenem Zustand gehalten.
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An den Anschluß Z des Netzteils 37 ist der im linken unteren Teil
der Figur 3 dargestellte überwachungsakkumulator 98 angeschlossen und wird von jenem
ebenfalls ständig im Ladezustand gehalten. über einen Schalter 99 wirkt der überwachungsakkumulator
98 auf das Alarmhorn 22. Normalerweise wird der Schalter 99 durch ein Relais loo
in der gezeigten offenen Stellung gehalten, wobei das Relais loo die Versorgungsspannung
an einem passenden Punkt innerhalb derAuswerteinrichtung abnimmt. Fällt diese Versorgungsspannung
zusammen, weil beispielsweise die Zuleitung zwischen Netzteil 37 und der Auswerteinrichtung
unterbrochen wird, so wird der überwachungsakkumulator 98 auf das Alarmhorn 22 geschaltet,
wodurch Alarm ausgelöst wird.
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Die vorbeschriebene Schaltung arbeitet wie folgt.
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Normalerweise befindet sich der Schloßschalter 28 in der gezeigten
Stellung A, der sogenannten Alarmstellung. Es ist dann geöffnet, so daß das Relais
86 spannungslos ist und sich demgemäß die Schalter 87, 88 in der ebenfalls gezeigten
Stellung befinden. Die Alarmleitung 48 ist dann mit der Sammelleitung 47 verbunden
und der Zählerbaustein 63 ist über die Resetleitung 83 mit einer Sperr- und Löschspannung
belegt.
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Die Kontaktklammern 34, 35, 36 hängen ordnungsgemäß
an
den Verkaufsgegenständen, so daß ihre Schaltkontakte geschlossen sind. Wird nun
einer der Kontaktklammern, beispielsweise die Kontaktklammer 34, von dem Verkaufsgegenstand
abgenommen, so öffnet sich der Schaltkontakt dieser Kontaktklammer 34, und der betreffende
Eingang am Speicher 39 wird spannungslos. Dabei genügt schon ein kurzer Spannungsabfall
im Zehntel Sekundenbereich, um die betreffende Flip-Flop-Schaltung im Speicher 33
ansprechen zu lassen und die Versorgungsspannung auf die zugehörige Ausgangsleitung
41 zu geben und dort zu halten. Ein schnelles Aufstecken der Kontaktklammer 34 auf
einen anderen Gegenstand oder ein Zurückstecken ist dann wirkungslos.
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über die Ausgangs leitung 41, die Diode 44, die Sammelleitung 47,
den Schalter 87 und die Alarmleitung 48 wird dann der Transistor 70 so angesteuert,
daß er öffnet. Das Relais 71 spricht dann an und schließt die Schalter 72, 73, so
daß Alarmhorn 22 und Alarmleuchte 19 angesteuert werden und Alarm geben.
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Gleichzeitig leuchtet die von der Ausgangsleitung 41 und von der Abzweigleitung
49 gespeiste Identifizierungsleuchte 16 auf, so daß mit einem Blick übersehen werden
kann, welche Kontaktklammer 28 abgezogen worden ist. Die beiden Dioden 45, 46 in
den beiden anderen Ausgangs leitungen 42, 43 verhindern dabei einen Rückfluß der
Versorgungsspannung über die Sammelleitung 47 und damit unter anderem auch ein Ansteuern
der übrigen Identifizierungsleuchten 16' bzw. 16''.
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Entsprechendes geschieht selbstverständlich, wenn eine der anderen
Kontaktklammern 35 bzw. 36 abge-
zogen wird.
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Die Alarmgabe kann abgestellt werden, indem der Schloßschalter 28
in die Stellung B gebracht wird.
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Dies hat zur Folge, daß das Relais 86 die beiden Schalter 87, 88 umstellt,
so daß die Verbindung zwischen der Sammelleitung 47 und der Alarmleitung 48 unterbrochen
wird. Der Transistor 70 enthält dann keine Basisspannung mehr, so daß er schließt
und das Relais 71 die Schalter 72, 73 wieder in die gezeigte, offene Stellung bringt,
wodurch die Alarmgabe unterbrochen wird. Anschließend wird der Schloßschalter 28
sofort wieder in die Stellung A gebracht, damit die Anlage wieder scharf gestellt
ist, die Schalter 87, 88 also wieder die gezeigte Stellung einnehmen. Gleichzeitig
wird der Speicher 39 gelöscht, so daß die Ausgangsleitungen 41, 42, 43 kein Spannungspotential
mehr erhalten, über die jetzt hergestellte Verbindung zwischen Sammelleitung 47
und Alarmleitung 48 also keine Ansteuerung des Alarmhorns 22 und der Alarmleuchte
19 mehr erfolgt. Dadurch,daß der Spannungsabfall in der Steuerleitung 91, erzeugt
durch die Betätigung des Schloßschalters 28, einen das positive Potential zwischen
Kondensator 92 und Transistor 93 überlagernden negativen Spannungsimpuls erzeugt,
werden Transistor 93 kurzzeitig geöffnet und damit die Speicherplätze im Speicher
39 wieder gelöscht, also in die ursprüngliche Schaltstellung gebracht.
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Soll nun ein Verkaufsgegenstand ohne Alarmauslösung entnommen werden,
so wird der Schloßschalter 28 in die Entnahmestellung B gebracht, so daß die Versorgungsspannung
über die Leitung 85 auf das Relais 86 wirkt. Beide Schalter 87, 88 werden umgelegt,
was zur Folge hat, daß nunmehr die vom Zählerbaustein 63 kom-
mende
Ausgangs leitung 68 mit der Alarmleitung 48 verbunden und diese von der Sammelleitung
47 getrennt wird, während die Resetleitung 89 geöffnet wird, der Zählerbaustein
63 also nicht mehr gesperrt ist. Gleichzeitig ertönt als Aufmerksamkeitszeichen
der Summer 90, der das Verkaufspersonal vor einer Doppelentnahme warnen soll.
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Wird nun eine Kontaktklammer, beispielsweise wieder die Kontaktklammer
34, vom Verkaufsgegenstand abgenommen, um diesen zu entnehmen, so wird der Speicher
39 - wie schon oben beschrieben - angesteuert und die Versorgungsspannung auf die
Ausgangsleitung 41 gegeben. Entsprechend leuchtet die Identifizierungsleuchte 16
auf. über die Abzweigleitung 52 wird der Kondensator 55 geladen, so daß in der Sammelleitung
58 ein Spannungsimpuls entsteht.
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Dieser wird durch den Transistor 59 verstärkt auf die Zählleitung
6o gegeben, in dem Timerbaustein 57 in einen Rechteckimpuls umgewandelt und dieser
dann im Zählerbaustein 63 gespeichert. Dieser erste Impuls ist noch ohne Wirkung,
d. h. die Ausgangsleitung 68 bleibt spannungslos.
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Wird nun eine zweite Kontaktklammer, beispielsweise die Kontaktklammer
29, von einem Verkaufsgegenstand abgezogen - aus welchen Gründen auch immer -, so
wird über den Speicher 33 auch die zugehörige Ausgangsleitung 42 mit Versorgungsspannung
beaufschlagt, wodurch auch die Identifizierungsleuchte 16' zum Aufleuchten gebracht
wird. Der Kondensator 56 in der Abzweigleitung 53 erzeugt in der Sammelleitung 58
einen weiteren Spannungsimpuls, der über den Transistor 59 auf die Zählleitung 60
übertragen wird und nach Aufbereitung durch den Timerbaustein 62
ebenfalls
im Zählerbaustein 63 gespeichert wird.
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Da dies jetzt der zweite Impuls ist, wird auf die Ausgangs leitung
68 Spannung gegeben, die über den Schalter 87, die Alarmleitung 48 und das Potentiometer
69 den Transistor 70 derart ansteuert, daß er öffnet. Das Relais 64 schließt dann
wieder über die Schalter 72, 73 die Stromkreise für das Alarmhorn 22 und die Alarmleuchte
19 mit der Folge, daß Alarm gegeben wird.
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Nach dem Entnahmevorgang bzw. zur Abstellung der Alarmgabe wird der
Schloßschalter 28 wieder in die Alarmstellung A gebracht. Die Schalter 87, 88 springen
dann wieder in die gezeigte Stellung, so daß die Sammelleitung 47 wieder an die
Alarmleitung 48 angeschlossen ist. Gleichzeitig wird der Zählerbaustein 63 wieder
mit der Lösch- und Sperrspannung beaufschlagt mit der Folge, daß seine Speicherplätze
wieder auf Null gestellt sind und er für Zählvorgänge gesperrt ist. Der Summer 9o
ist unterbrochen.
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Schließlich wird auch im Augenblick der Umschaltung der Speicher 39
auf die schon oben beschriebene Weise gelöscht.
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