DE3308424C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
- D06F39/00—Details of washing machines not specific to a single type of machines covered by groups D06F9/00 - D06F27/00
- D06F39/08—Liquid supply or discharge arrangements
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
- D06F58/00—Domestic laundry dryers
- D06F58/10—Drying cabinets or drying chambers having heating or ventilating means
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Detail Structures Of Washing Machines And Dryers (AREA)
Description
Die Erfindung geht aus von einer Trommelwaschmaschine mit einem Wasserzulauf,
einer Waschmitteleinspülvorrichtung, einem Abwasserablauf am Boden des
Laugenbehälters sowie einem Überlauf und einem unterhalb des Überlaufes
angeordneten Zulauf für die Spülflüssigkeit. Eine Vorrichtung dieser Art wird z. B.
in der österreichischen Patentschrift 2 05 444 beschrieben. Außerdem betrifft die
Erfindung ein spezielles Verfahren zum Betrieb der Waschvorrichtung.
In der pharmazeutischen und der elektronischen Industrie muß die Produktion
vielfach unter Steril- und/oder Reinraumbedingungen erfolgen. Ein besonderes
Problem stellt dabei die Bereitstellung von partikelarmer Arbeitskleidung für die in
solchen Betrieben beschäftigten Personen dar. Zur Reinigung von gebrauchter
Kleidung, z. B. Overalls und Kopfhauben, wurden bisher konventionelle
Haushaltswaschmaschinen benutzt, wobei die Wäsche den üblichen
Behandlungsstufen, Vorwäsche, Hauptwäsche, Spülen und Schleudern, unterzogen
wird. Anschließend wird die Wäsche in einem Trockenraum aufgehängt und nach
erfolgter Trocknung in Kunststoffbeutel eingetütet und darin gegebenenfalls
sterilisiert.
Bei systematischen Untersuchungen hat sich gezeigt, daß die solchermaßen
behandelte Wäsche nicht dem ASTM-Standard (American Society for Testing and
Materials) bezüglich der Partikel- und Faserzahl genügt. Es bestand daher die
Aufgabe, die Dekontaminationswäsche so zu verbessern, daß eine wesentliche
Verminderung der Partikel- und Faserzahl der gewaschenen Reinraumkleidung
erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine
Trommelwaschmaschine mit einem Wasserzulauf, einer
Waschmitteleinspülvorrichtung, einem Abwasserablauf am Boden des
Laugenbehalters sowie einem Überlauf unter einem unterhalb des Überlaufes
angeordneten Zulauf für die Spülflüssigkeit zur Dekontamination von
Reinraumkleidung verwendet wird. Vorzugsweise ist die zur Dekontamination
verwendete Trommelwaschmaschine mit einem im Spülflüssigkeitszulauf
angeordneten Durchflußmengenregler versehen. Auf diese Weise kann eine
bestimmte Durchflußrate während des Spülvorganges eingehalten werden.
Die zu reinigende Kleidung wird in der Waschmaschine zunächst der üblichen
Waschsequenz, Vorwäsche, Hauptwäsche, Spülen, Schleudern unterzogen.
Erfindungsgemäß erfolgt anschließend bei langsamer Trommelbewegung eine
gesonderte Dekontaminationsspülung mit voll entsalztem und partikelfreiem
Spülwasser, wobei die Durchflußrate des Spülwassers auf einen Wert im Bereich
von 2 bis 5 l/min, bezogen auf 1 kg Kleidung, eingestellt wird. Vorzugsweise wird
dabei die Trommel nur bis zu einem Füllgrad von 6 bis 9 kg, bezogen auf ein
Trommelvolumen von 100 l, mit der zu waschenden Reinraumkleidung beschickt.
Mit der Erfindung werden folgende Vorteile erzielt:
Aufgrund der neu eingeführten abschließenden Spülung mit speziell aufbereitetem Spülwasser wird eine hochwirksame Abscheidung von Partikeln und Fasern aus der Wäsche erreicht. Wichtig ist dabei, daß die Wäsche von unten her langsam geflutet wird (Flotation bei stillstehender oder sich leicht bewegender Trommel), so daß kein neuer Abrieb entstehen kann. Im gleichen Sinne wirkt sich der oben angesprochene niedrige Füllgrad der Maschine aus. Betreibt man die Waschmaschine wie üblich mit einem hohen Füllgrad ( 60%), so ergäben sich deutlich höhere Partikelzahlen. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, daß die erforderlichen Umrüstungen an vorhandenen Gewerbe-Waschmaschinen durchgeführt werden können und sich in vertretbaren Grenzen halten.
Aufgrund der neu eingeführten abschließenden Spülung mit speziell aufbereitetem Spülwasser wird eine hochwirksame Abscheidung von Partikeln und Fasern aus der Wäsche erreicht. Wichtig ist dabei, daß die Wäsche von unten her langsam geflutet wird (Flotation bei stillstehender oder sich leicht bewegender Trommel), so daß kein neuer Abrieb entstehen kann. Im gleichen Sinne wirkt sich der oben angesprochene niedrige Füllgrad der Maschine aus. Betreibt man die Waschmaschine wie üblich mit einem hohen Füllgrad ( 60%), so ergäben sich deutlich höhere Partikelzahlen. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, daß die erforderlichen Umrüstungen an vorhandenen Gewerbe-Waschmaschinen durchgeführt werden können und sich in vertretbaren Grenzen halten.
Darüber hinaus ist das erfindungsgemäße Verfahren von vornherein auf die
betriebliche Praxis zugeschnitten. Die einzelnen Schritte sind so aufeinander
abgestimmt, daß auch unter ergonomischen Gesichtspunkten ein optimaler
Arbeitsablauf gewährleistet ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles erläutert.
In einem Gehäuse 1 befindet sich ein
Laugenbottich 2 mit einer drehbaren Waschtrommel 3.
Das in einem Einspülbehälter
6 befindliche Waschmittel wird zu Beginn des Waschvorganges durch Leitungen
7 und 8 in den Laugenbottich 2 eingespült. Zu diesem Zweck ist die Leitung 7 über
Ventile 9 und 11 an einen Wasserzulauf 10 angeschlossen. Von dem Wasserzulauf 10 zweigt
über das Ventil 11 eine weitere Leitung 12 (Spülflüssigkeitszulauf) zum Boden des
Laugenbottichs 2 ab. Der Spülflüssigkeitszulauf 12 kann durch ein Ventil 13
geschlossen werden. Etwa in halber Höhe, d. h. ungefähr in der Mitte der Trommel 3,
ist ein Überlauf 14 für die Spülflüssigkeit angeordnet, der über eine Leitung 15 mit
einem Ausguß verbunden ist. Zum Abpumpen der Waschlauge aus
dem Laugenbottich 2 ist noch eine Verbindung zur Abflußleitung 15
vorgesehen. In diesem Verbindungsstück liegt ein Ventil 16 und eine Laugenpumpe
17. Durch den Spülflüssigkeitszulauf kann die Waschtrommel mit der darin
befindlichen Wäsche von unten her langsam mit voll entsalztem partikelfreiem
Spülwasser geflutet werden. Eine (nicht gezeichnete) Regelvorrichtung in der
Leitung 12 sorgt dafür, daß die Durchflußrate während der Spülung konstant bleibt.
Bei dieser Spülung sind die Ventile 9 und 16 geschlossen, die Ventile 11 und 13
offen. Durch den Überlauf 14 und den Ablauf 15 wird die Spülflüssigkeit
abgezogen.
Die 100 l fassende Waschtrommel 3 wurde mit 7 kg kontaminierter Wäsche gefüllt.
Dann wurde die Maschine in Gang gesetzt und das übliche Waschprogramm mit
Vorwäsche, Hauptwäsche, Spülen und Schleudern durchgeführt. Anschließend
erfolgte in einem gesonderten Arbeitsgang eine Dekontaminationsspülung mit voll
entsalztem, partikelfreiem Spülwasser, wobei die Waschtrommel, wie oben
beschrieben, von unten her langsam geflutet wurde. Die Spülwasserdurchflußrate
betrug 2,5 l/min und kg Kleidung. Insgesamt wurden 25 l Spülwasser pro kg
Kleidung bei der Dekontaminationsspülung verbraucht. Die Temperatur des
Spülwassers betrug 15°C. Die gereinigte feuchte Wäsche wurde anschließend unter
einem Laminar-Flow-Zelt unter einer gelinden Rüttelbewegung mit einer Frequenz
im Schall- oder Ultraschallbereich getrocknet. Nach der Trocknung wurden
Partikelmessungen durchgeführt. Die gereinigte und getrocknete Wäsche entsprach
voll den Reinheitsanforderungen des ASTM-Standards.
Claims (4)
1. Verwendung einer Trommelwaschmaschine mit einem Wasserzulauf, einer
Waschmitteleinspülvorrichtung, einem Abwasserablauf am Boden des
Laugenbehälters sowie einem Überlauf und einem unterhalb des Überlaufes
angeordneten Zulauf für Spülflüssigkeit zur Dekontamination von
Reinraumkleidung.
2. Trommelwaschmaschine nach Anspruch 1 zur Dekontamination von
Reinraumkleidung, dadurch gekennzeichnet, daß im Spülflüssigkeitszulauf (12) ein
Durchflußmengenregler angeordnet ist.
3. Verfahren zum Betrieb der Trommelwaschmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem in üblicher Weise durchgeführten
Vorwaschen, Klarwaschen, Spülen und Schleudern über den Spülflüssigkeitszulauf
(12) und den Überlauf (14) eine gesonderte Dekontaminationsspülung unter
langsamer Trommelbewegung mit voll entsalztem, partikelfreiem Spülwasser
durchgeführt wird, wobei die Durchflußrate des Spülwassers auf einen Wert im
Bereich von 2 bis 5 l/min, bezogen auf 1 kg Kleidung, eingestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel nur
bis zu einem Füllgrad von 6 bis 9 kg, bezogen auf ein Trommelvolumen von 100 l,
mit der zu waschenden Reinraumkleidung beschickt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833308424 DE3308424A1 (de) | 1983-03-09 | 1983-03-09 | Vorrichtung und verfahren zur dekontamination von reinraumkleidung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833308424 DE3308424A1 (de) | 1983-03-09 | 1983-03-09 | Vorrichtung und verfahren zur dekontamination von reinraumkleidung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3308424A1 DE3308424A1 (de) | 1984-09-13 |
| DE3308424C2 true DE3308424C2 (de) | 1993-04-29 |
Family
ID=6193001
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833308424 Granted DE3308424A1 (de) | 1983-03-09 | 1983-03-09 | Vorrichtung und verfahren zur dekontamination von reinraumkleidung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3308424A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006029478A1 (de) * | 2006-06-27 | 2008-01-03 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Verfahren zum Einbringen von Waschmitteln und Waschmaschine dafür |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR729214A (fr) * | 1932-01-04 | 1932-07-20 | L Hamm Ets | Perfectionnements aux machines à laver le linge |
| AT205444B (de) * | 1958-02-03 | 1959-09-25 | Metallwarenfabrik Josef Jesser | Waschmaschine |
-
1983
- 1983-03-09 DE DE19833308424 patent/DE3308424A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3308424A1 (de) | 1984-09-13 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SIRCH, EDGAR, DIPL.-ING., 5090 LEVERKUSEN, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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