DE330943C - Ofenfutter fuer Kalkstickstoffoefen - Google Patents

Ofenfutter fuer Kalkstickstoffoefen

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DE330943C
DE330943C DE1919330943D DE330943DD DE330943C DE 330943 C DE330943 C DE 330943C DE 1919330943 D DE1919330943 D DE 1919330943D DE 330943D D DE330943D D DE 330943DD DE 330943 C DE330943 C DE 330943C
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calcium cyanamide
cement
ovens
lining
oven
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DE1919330943D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Ofenfutter für Kalkstickstofföfen. Es sind Ausfütterungen für Ofen verschiedenster Art, z. B. Eisenschm elz- oder Elektrostahlöfen bekannt, wo Schamottesteine, saure, halbschamottene oder halbsaure Steine, Kohlenstoffsteine und Kohlenstoffstampfmassen und Mörtel verwendet werden, denen etwas Quarz, Kiesel oder Quarzit beigemengt ist, um dem Schwinden des Futters entgegenzuwirken. Auch werden z. B. für Ofen zum Brennen von Zement Ofenfutter verwendet, die aus Zementbeton mit oder ohne Klinkeezusatz hergestellt sind.
  • Die Erfindung besteht darin, diese Stoffe, also Quarzit, Zement, Zementbeton irüt und ohne Klinkerzusatz für die Ausfütterung von Kalkstickstofföfen zu gebrauchen. Kalkstickstoff wird bekanntlich z. B. im Drehofen erzeugt, indem Calciumcarbid und Stickstoff darin bei gewisser Temperatur vereinigt werden.
  • Nun zeigte es sich, daß der Betrieb dieser Ofen erhebliche Störungen verursachte, da die Kalkstickstoffmasse an den Ofenwandungen anbäckt und die Ofen oft völlig zusetzt. Die Verwendung des zur Erzeugung von Kalkstickstoff bisher nicht vorgeschlagenen Futters aus Quarzit, Zement oder Zementbeton begegnet. nun diesem Übelstand. Dieser tritt zwar in Zementbrennöfen ebenfalls auf, hat aber hier andere Ursachen.
  • Zementrohstoffe sintern beim Brennen in sich und haften daher leicht an dem Ofenfutter, besonders dort, wo die Zementrohmasse 4eigig wird. Man sollte annehmen, daß deshalb gerade ein Ofenfutter, das die gleiche Zusammensetzung aufweist, wie der Zement, selbst das Anhaften begünstigen müßte, was aber nicht der Fall ist, wenigstens in vielen Fällen lange nicht in dem Maße, wie der Nachteil bei Verwendung gewöhnlichen Schamottefutters auftritt. Solches Schamottefutter wird bisher. allgemein in Kalkstickstofföfen benutzt.
  • Die Erfindung beruht nun in der Erkenntnis, daß ein Ofenfutter aus Quarzit, Zement oder Zementbeton mit oder ohne Klinkerbeimischung bei Kalkstickstofföfen das Anhaften der Masse in hohem Maße verringert. Hier ist der Kalkstickstoff wesentlich verschieden von der Futterzusammensetzung. Außerdem ist der Brennvorgang völlig anders, vornehmlich auch gegenüber den obengenannten Eisenschmelz- oder Elektrostahlöfen. Wird nämlich Calciumcarbid mit Stickstoff bei einer gewissen Temperatur vereinigt, braucht Wärme nur zur Einleitung des Vorganges zugeführt zu werden. Dann spielt dieser sich von selbst ohne weitere äußere Wärmezufuhr exothermisch, also wärmeerzeugend ab. Eine chemische Reaktion zwischen dem neuen Futter und der Kalkstickstoffmasse tritt nicht ein, weil Quarzit, Zement und Zementbeton keinen freien Ton enthalten und daher die Bildung von Calciumaluminosilicaten verhüten. Außerdem findet eine Reaktion zwischen Masse und Ofenfutter um so weniger statt, als im Gegensatz zu dem Brennvorgang bei Zement bei dem des Kalkstickstoffes, wie erwähnt, die äußere Wärmezufuhr wegfällt. Der exothermische Verlauf erfordert natürlich einen Aufwand mechanischer Arbeit, der nur aus der Reaktion der Kalkstickstoffmassen in sich selbst gedeckt werden kann. Das Ofenfutter der Erfindung kann hierfür keine Wärme liefern. Die Gefahr des Anbackens ist infolgedessen geringer, wenn solche Ofenfutter, verwendet werden, die nicht, wie Schamotte, aus Ton bestehen, also nicht chemische Reaktionen zwischen sich und der Masse hervorrufen. Diese vorteilhafte Eigenschaft haben aber Quarzit, Zement und Zementbeton.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH. Verwendung-eines Ofenfutters aus Quaxzit oder Zement oder Zementbeton mit oder ohne Beimischung von Zementklinkern für die Ofen zur Herstellung von Kalkstickstoff.
DE1919330943D 1919-09-06 1919-09-06 Ofenfutter fuer Kalkstickstoffoefen Expired DE330943C (de)

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