DE3315517C2 - Transparentes Zwischenoriginalblatt - Google Patents

Transparentes Zwischenoriginalblatt

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DE3315517C2
DE3315517C2 DE3315517A DE3315517A DE3315517C2 DE 3315517 C2 DE3315517 C2 DE 3315517C2 DE 3315517 A DE3315517 A DE 3315517A DE 3315517 A DE3315517 A DE 3315517A DE 3315517 C2 DE3315517 C2 DE 3315517C2
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Abstract

Transparent-Zwischenoriginalblatt aus einem Grundmaterial, das durch Imprägnieren mit einem Transparenzmittel, das 1) ein Polyetherpolyol mit zwei bis acht endständigen Hy droxylgruppen, 2) ein Alkanolaminharz, 3) ein Diisocyanat oder Polyixocyanat und 4) Sucroseacetatisobutyrat enthält, und anschließend Polymerisationshärtung des Transparenzmittels transparent gemacht worden ist. Gegebenenfalls kann auf das derart behandelte Grundmaterial eine zweite Schicht aufgetragen werden, die zumindest einen Formaldehydfänger und ein Bindemittel enthält.

Description

und daß das Zwischenoriginalblatt eine zweite Schicht aufweist, die einem Formaldehydfänger, ein Bindemittel und ein Netzmittel enthält.
Die Erfindung betrifft ein transparentes Zwischenoriginalblatt, das als Zeichenblatt oder als Original verwendet werden kann, welches durch Diazotypie vervielfältigt werden kann. Die Zwlschenoriginalbllder können darauf durch Beschriften, z. B. mit Bleistift, oder nach herkömmlichen Kopierverfahren erzeugt werden, z. B. durch Diazotypie, Sllberhalogenld-Photographle oder ein elektrophotographisches Kopierverfahren.
Zwtschenorlginalblätter für die genannten Anwendungsbereiche sollen im allgemeinen die folgenden Eigenschaften aufweisen:
(1) Hohe Transparenz; (2) hohe Papierfestigkeit, d.h. Zugfestigkeit, Falzbeständigkeit und Zerreißfestigkeit, (3) kein Reißen beim Falzen; (4) hohe Dimensionsstabilität, ohne Rollen oder Wellenbildung; (5) leichtes Korrigieren, Ergänzen und Radleren von Originalbildern; (6) Beibehaltung der erforderlichen Transparenz während der Lagerung ohne Verfärben, z. B. Gilben.
Zusätzlich werden bei Zwlschenorlglnalblättern, auf denen Originalbilder mit Normalpapierkopierern erzeugt werden, die folgenden Anforderungen gestellt:
1) Gute Toneraufnahmefähigkeit;
2) Leichtes Konigieren oder vollständiges Entfernen von Tonerblldetn ohne Trübung mit einem Retuschiermittel;
3) Keine Geruchsbelästigung;
4) Hitzebeständigkeit;
5) glatter Transport durch die Kopiermaschine ohne Doppeleinzug, Papierstau oder dgl.;
6) keine Beeinträchtigung des Aufladens des Photoleiters der Kopiermaschine und
7) keine Verschmutzung der Fixlerwalzen der Kopiermaschine.
Herkömmliche Zwischenoriginalblätter lassen sich In die folgenden vier Kategorien einteilen:
Gruppe A
Durchpauspapiere, hergestellt aus natürlichen Cellulosefasem In Form einer dicken Halbstoffsuspension oder entsprechende Papiere, die zusätzlich mit polymeren Substanzen behandelt worden sind;
Gruppe B
Papiere, die duich Imprägnieren von Durchpauspapieren, die opaker sind als die der Gruppe A, mit Ölen, We'chmachern, flüssigen Paraffinen oder dgl. erhalten werden;
Gruppe C
Kunststoffolien mit verschiedenen Oberflächenbehandlungen;
Gruppe D
Bo η. die durch Wärmebehandlung von Papieren aus einem Gemisch von synthetischen Pulpen auf Basis von thermoplastischen Kunstharzen und natürlichen Cellulosepulpen transparent gemacht worden sind.
Keine dieser Typen hat sich jedoch hinsichtlich der Kombination der oben genannten Anforderungen als zufriedenstellend erwiesen.
Zwischenoriginalblätter der Gruppe A werden am meisten verwendet. Sie unterliegen jedoch stark dem Einfluß von Feuchtigkeit, so daß sie leicht rollen, wellen und schlechte Dimensionsstabilität haben. Ferner
zeigen sie schlechte Wasserbeständigkeit und niedrige Papierfestigkeit.
Zwischenorlginalblätter der Gruppe B zeigen bessere Dimensionsstabilität und Wasserbeständigkeit als die Blätter der Gruppe A, jedoch erfolgt eine Migration der Transparentiermittel während längerer Lagerung oder bei Wärmeeinwirkung in einer Kopiermaschine, wodurch die Originalbilder verschwimmen. Außerdem sind sie im allgemeinen schlechter beschriftbar und weniger transparent als die Materialien der Gruppe A und brechen leicht beim Falzen oder Knittern.
Die aus Kunststoffollen bestehenden Zwischenoriginalblätter der Gruppe C besitzen überlegene Transparenz und Dimensionsstabilität, jedoch sind sie mit Bleistift und Tinte schlecht beschriftbar. Ferner nehmen sie Beschichtungsflüssigkeiten schlecht an und sind relativ teuer.
Die Zwischenorlglnalblätter der Gruppe D zeigen ebenfalls ausgezeichnete Dimensionsstabilität, jedoch enthalten sie aufgrund der heterogenen Verteilung der synthetischen und natürlichen Pulpe stets opake Flecke, die eine ungleichmäßige Transparenz bewirken. Die Blätter sind auch schlecht beschriftbar und kostspielig.
Papier Ist ein Fasermaterial mit vielen Leerräumen zwischen den Fasern, die einfallendes Licht streuen. Ein bekanntes physikalisches Verfahren zum Transparentmachen von Papier besteht darin, die Leerräume zwischen den Fasern mit einem Transparentiermittel auszufüllen, das einen Identischen oder sehr ähnlichen Brechungsindex wie die Papierfasern hat. Verwendet man ein niedrig-schmelzendes flüssiges oder festes Material als Transparentiermittel, so treten insbesondere die vorstehend für Blätter der Gruppe B genannten Probleme auf. Verwendet man andererseits ein Polymermaterial mit hohem Schmelzpunkt als Transparentiermittel. so kann dieses nicht vollständig in das Papier eindringen, und eine gute und homogene Transparentausrüstung läßt sich nur schwer erzielen.
Derzeit werden als Transparentiermittel Materialien von relativ niedrigem Molekulargewicht untersucht, die durch Behandeln mit einem Katalysator, Wärme oder UV-Licht nach dem Eindringen in das Grundpapier gehärtet werden können. Materialien dieser Art sind z. B. reaktive Harze, Oligomere und monomere Substanzen, insbesondere hitzehärtbare Harze, wie Phenolharze, Harnstoffharze, Melaminharze und/oder Alkydharze.
Die Hitzehärtung dieser Transparentlermluel erfolgt jedoch langsam und obwohl sie durch Erhöhen der Härtungstemperatur oder Zusatz eines sauren Katalysators etwas erhöht werden kann, ist keines von beiden bevorzugt, da das Grundmaterial angegriffen wird. Außerdem sind aus diesen hitzehärtbaren Harzen hergestellte Blätter steif, haben niedrige Papierfestigkeit, zerreißen leicht und entwickeln unangenehme Gerüche beim Erwärmen.
IN der JP-OS 52 46 113 Ist ein anderes Verfahren beschrieben, bei dem ein Ollgomer mit einer Isocyanatgruppe als Transparentiermlitel verwendet wird. Die JP-AS 51 36 367 beschreibt die Verwendung eines Polyisocyanate in Kombination mit einem Polyesterpolyol als Transparentiermittel. In beiden Fällen entsteht jedoch beim leichten Erwärmen In dem Papier ein Polymer, z. B. ein Polyurethan, und die nach diesen Methoden erhaltenen Blätter gilben leicht und absorbieren Feuchtigkeit, so daß sie einrollen. Derartige Blätter sind für Normalpapierkopierer nicht geeignet.
Aus der JP-OS 48 98 111 ist ein Transparentiermittel In Form eines Gemisches aus einem veretherten Amlnoharz und Sucroseacetatlsobutyrat bekannt. Mit diesem Mittel transparent gemachte Zwischenoriginalblätter sind aufgrund ihrer geringen Papierfestigkeit, Insbesondere schlechten Zugfestigkeit, für Normalpapierkopierer nicht verwendbar und entwickeln beim leichten Erwärmen unangenehme Gerüche.
Aus der DE-AS 12 14 989 ist ein Transparentiermittel bekannt, das ein Polyisocyanat und ein Polyethertriol enthält. Da die Polymerisation dieser Komponenten bereits bei Raumtemperatur abläuft, ist die Topfzeit des Transparentiermlttels außerordentlich kurz, und damit transparent gemachte ZwischenorlginalblStter nehmen einen schmutzig-gelben Farbton an. Außerdem hat das Transparentlennlttel hygroskopische Eigenschaften, so daß sich damit transparent gemachte Materlallen bei hohen Temperaturen wellen und z. B. für die Übertragung von Toner-Bildern ungeeignet sind.
In der GB-PS 10 12 120 Ist ein Verfahren zum Transparentieren von Papier und Papierprodukten bzw. zum F.rzcugen von Wasserzeichen in diesen Produkten beschrieben, bei dem man das Papier mit einer flüssigen Lösung behandelt, die Sucroseacetatbutyrat oder -isobutyrat enthält. Bei Verwendung von Transparentiermitteln, die Sucroseacetatisobutyrat als Hauptbestandteil enthalten, läßt sich jedoch nur eine beschränkte Transparenz erzielen, da das behandelte Material nicht ausreichend mit dem Harz Imprägniert wird. Außerdem bilden sich beim Falten des transparent gemachten Materials weiße Faltungslinien und dieses Ist auch nicht mit wäßrigen Tinten beschriftbar, da das Transparentiermittel hydrophobe Eigenschaften hat.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein transparentes Zwlschenoriglnalblatt bereitzustellen, das mit einem verbesserten Transparentiermittel Imprägniert worden ist und das neben hoher Transparenz hohe Papierfestigkeit, verbesserte Beständigkeit gegen Brechen beim Knittern und ausgezeichnete Dimensionsstabilität sowie Roll- und Wellbeständigkeit aufweist, leicht korrigiert, radiert, ergänzt und bedruckt werden kann, für Kopiermaschinen, z. B. Normalpapierkopierer, geeignet ist und dabei keine unangenehmen Gerüche entwickelt.
Gegenstand der Erfindung ist ein transparentes Zwlschenoriglnalblatt aus einem Grundmaterial, das mit einem polymeren Transparentiermittel aus einem Polyetherpolyol und einem Polylsocyanai imprägniert ist und das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Transparentiermittel
1) bezogen auf 100 Gew.-Teile eines durch Additionsreaktion von Propylenoxid und/oder Ethylenoxid erhaltenen Polyetherpolyols mit 2 bis 8 endständigen Hydroxylgruppen,
2) 20 bis 100 Gew.-Teile eines Alkanolaminharzes,
3) 2 bis 50 Gew.-Teile eines Diisocyanates oder Polyisocyanates und <>?
4) 10 bis 60 Gew.-Teile Sucroseacetatlsobutyrat enthält, und daß das Zwischenoriginalblau eine zweite Schicht aufweist, die einen Formaldehydfänger, ein Bindemittel und ein Netzmittel enthält.
Die erste Komponente, d. h. das Polyetherpolyol, das durch Additionsreaktion von Propylenoxid oder Ethylenoxid allein oder in Kombination erhalten wird, bildet durch Reaktion mit dem lsocyanat ein lineares oder vernetztes Polyurethan und zusätzlich durch Reaktion mit dem Alkanolaminharz ein Polymer mit Net/werkstruktur. Es können beliebige Polyetherpolyolderivate verwendet werden, die als Ausgangsmaterialien zur Hersteilung von Urethanharzen angewandt werden. Beispiele für Polyetherpolyole mit 2 bis S Hydroxylgruppen an den Molekülenden sind Polyethylenglykol, Polypropylen?lykol, Polyethylen-polypropylenglykol und Polyole, die durch Additionsreaktion von Ethylenoxid oder Propylenoxid mit Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit, Saccharose oder ar-Methylglykosid erhalten werden. Aromatische Polyphenole, wie Bisphenol A, können ebenfalls verwendet wenden. Diese Polyetherpolyole werden geeignet gewählt, wobei mindestens die folgenden
ίο beiden Faktoren (i) und (ii) berücksichtigt werden sollten: (I) die Colöslichkeit mit einem angewandten Lösungsmittel, die von (a) der Struktur jedes Polyols, d. h. der Art der monomeren Dreiringverbindung, die als Ausgangsmateiial zur Herstellung des Polyols durch Ringöffnungspolymerisation der monomeren Verbindung verwendet wird, und (b) von dem Polymerisationsgrad abhängt, und (ii) die Flexibilität des durch Reaktion des Polyols mit dem Diisocyanat oder Polyisocyanat (3) entstehenden Urethanpolymers.
Beispiele für die als zweite Komponente verwendeten Alkanolaminharze sind Harnstoffharze, Melaminharze, Guanaminharze und dgl. allein oder in Kombination. Zur Herstellung von modifizierten Alkanolharzen können niedere Alkohole, wie Methanol, bis zu höheren Alkoholen, wie Octanol, verwendet werden. Im Hinblick auf verbesserte Penetration in das Papier, Härtungseigenschaften, Stabilität, Colöslichkeit, Flexibilität, Festigkeit, Feuchtigkeitsbesiändigkeit und Wirtschaftlichkeit sind jedoch Alkohole mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen für die Modifizierung der Alkanolharze bevorzugt.
Der Methylol- und Ethergruppengehalt der Aminharze liegt in einem Bereich, der keine Probleme hinsichtlich der Colöslichkeit, Härtung und Stabilität hervorruft. Bevorzugte Bereiche sind:
für Melaminharze: 3 bis 5 Methylolgruppen und 1 bis 3 Ethergruppen pro Melamingruppe;
für Harnstoff- und
Guanaminhsrzc: i bis 3 Methyloigruppen und 0,5 bis 2 Ethergruppen pro Harnstoff- bzw. Guanamln-
gruppe.
Im Hinblick auf das Eindringen in das Papier beträgt das Molekulargewicht vorzugsweise weniger als 1000.
Erfindungsgemäß werden Aminharze nicht nur deswegen verwendet, weil sie gegenüber hitzehärtbaren Harzen, wie Phenolharzen, Epoxidharzen und ungesättigten Polyesteiharzen, überlegene Härtungseigenschaften und Stabilität aufweisen, so daß die Blätter leichter transparent gemacht werden können, sondern auch aufgrund ihrer geringen Färbung, guten Wltterungs- und Gilbbeständigkeit sowie hohen Transparenz gegenüber nahem Ultraviolettlicht. Durch geeignete Wahl der Zusammensetzung des Aminharzes und seinem Mlschungsverhältnis mit dem Polyetherpolyol lassen sich je nach Wunsch hochflexible bis steife Materialien erhalten. Jedoch muß das Mischungsverhältnis innerhalb eines bestimmten Bereiches gehalten werden, wie nachstehend erläutert wird, um ein Blocken und eine Migration des Transparentlermittels nach dem Härten sowie ein Verteilen der Originalbiider zu verhindern und die Lösungsmittelbeständigkeit, Papierfestigkeit und Beschrlftbarkeit zu verbessern.
Als dritte Komponente, d. h. als Diisocyanat oder Polyisocyanat, eignen sich z. B. Diisocyanate, wie Toluylendiisocyanat. Diphenylmethan^^'-dlisocyanat, Naphthylendilsocyanat, Toluidindiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat, Isophorondiisocyanat. Dlcyclohexyldilsocyanat, Xylylendlisocyanal und Lysindilsocyanat allein oder in Kombination. Hinsichtlich der Toxizltät und Haltbarkelt sind jedoch handelsübliche Polyoladdukte von Dlisocyanaten sowie handelsübliche Dlisocyanatpolymere bevorzugt. Als dritte Komponente können auch Blockisocyanate, die als Addukte bei Verwendung von Verbindungen mit aktivem Wasserstoff, wie Phenol, primären Alkoholen oder Caprolactam, entstehen, verwendet werden. Um das Gilben zu begrenzen, können Hexamethylendllsocyanat. Xylylendiisocyanat oder ihre Polymere selektiv eingesetzt werden.
Aliphatüxhe Diisocyanate sind im allgemeinen weniger reaktiv als aromatische Diisocyanate und dies sollte bei der Auswahl der Verbindungen berücksichtigt werden. Insbesondere in Systemen, in denen ein saurer Katalysator angewandt wird, kann sich die Viskosität bei Verwendung eines aromatischen Polyisocyanats In Abhängigkeit von der Zusatzmenge an saurem Katalysator erhöhen, und das Blatt kann unbrauchbar sein, da es aufgrund der Bildung von Komplexen zu einer Farbbildung kommt.
Als vierte Komponente, d. h. als Sucroseacetatisobutyrat. kann z. B. ein solches mit einem Molekulargewicht von 832 bis 856 und einem Siedepunkt von 288° C verwendet werden.
Hinsichtlich der Mischungsverhältnisse der beschriebenen Komponenten richtet sich die Menge der zweiten Komponente nach dem Verwendungszweck des Zwischenoriginalblatts und der Art des TransparenUermittels. Gewöhnlich verwendet man jedoch mehr als 20, vorzugsweise mehr als 25 Gewichtstelle und weniger als 100 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der ersten Komponente (Polyetherpolyol). Bei Verwendung der zweiten Komponente in einer Menge von weniger als 20 Gewichtsteilen Ist die Härtungsreaktion nicht vollständig, selbst wenn man die Menge des sauren Katalysators erhöht, was zu einer Migration des Transparentlermittels und geringerer Lösungsmittelbeständigkeit führt. Ein höherer Anteil der zweiten Komponente ergibt ein steifes und festes Zwischenoriginalblatt. In einem etwas höheren Bereich (etwa 30 bis 40 Gewichtstelle) werden verbesserte Eigenschaften hinsichtlich des Brechens beim Knittern sowie des Elnrollens und Wellens erzielt. Wird jedoch die zweite Komponente In einer Menge von mehr als 100 Oew!entstellen verwendet, so reißt das erhaltene Zwischenorlglnalblatt leicht und es erfolgt eine Geruchsentwicklung, die für Normalpapierkopierer nicht tolerierbar ist.
Der Anteil der dritten Komponente (Diisocyanat oder Polyisocyanat) beträgt 2 oder mehr Gewichtsieile, vorzugsweise mehr als 5 Gewichtstelle, und nicht mehr als 50 Gewichtsteile pro 100 Gewichtstelle der ersten
Komponente (Polyetherpolyol). Der Zusatz der drltien Komponente hat folgende Effekte:
a) Bessere Aufnahme von wasserlöslicher Tinte helm Beschriften und Bedrucken sowie bessere Trocknung;
b) Knltterbestündigkelt;
c) Höhere Papierfestigkeit, insbesondere gegen Knittern, Ziehen und Bruch, sowie verbesserte Festigkeit nach dem Erhitzen und Haltbarkeit;
d) verbessertes, glanzfreies Aussehen des Transparentb!?.ues.
Transparentlermittel, die die dritte Komponente enthalten, zeigen somit ausgezeichnete Eigenschaften im Vergleich zu jenen, die nur die erste und zweite Komponente enthalten. Wenn die dritte Komponente in einer Menge von weniger als 2 Gewichtstellen verwendet wird, lassen sich die genannten Effekte nicht erzielen. Verwendet man andererseits mehr als 50 Gewichtsteile, wird die Polymerisation der aktiven Isocyanatgruppen durch den sauren Katalysator gefördert, wodurch die Lagerbeständigkeit der Flüssigkeit aufgrund von Schaumbildung und hoher Viskosität beeinträchtigt wird. Es Ist dann nicht nur schwierig, die Herstellung in stabiler Weise durchzuführen, sondern das erhaltene Zwlschenorlglnalblatt neigt auch zum Einrollen, so daß der Einzug während des Kopierens erschwert wird. Ein derartiges Zwischenorlginalblatt kann nicht In Normaipaplerkopierern eingesetzt werden.
Die vierte Komponente (Sucroseacetatlsobutyrat) wird In einer Menge von 10 bis 60 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtstelle der ersten Komponente (Polyetherpolyol) verwendet. Verwendet man weniger als 10 Gewichtstelle, so hat das erhaltene Blatt ungenügende Papierfestigkeit, z. B. Zerreiß-, Knitter- und Bruchbeständigkeit, und setzt wie Im Falle des Polyetherpolyols während des Flxlerens in einem Normalpapierkopierer aggressive Gerüche frei. Eine Sucroseactatisobutyratmenge von mehr als 60 Gewichtstellen hat einen negativen Einfluß auf den Einzug des Zwlschenorlglnalblatts In Normalpapierkoplerern und zwar aufgrund der relativ hohen Viskosität von Sucroseacetat. Ferner dringt Sucroseacetatisobutyrat schlechter in Papier ein als Polyole und Alkanolaminharze, so daß es nach dem Imprägnieren auf der Oberfläche zurückbleiben kann. Derartige Blätter glänzen stark und sind schlecht oder nicht beschriftbar oder mit wasserlöslicher Tinte retuschierbar, da die Tinte durch das auf die Oberfläche des Zwlschenorlglnalblatts zurückbleibende Sucroseacetat abgestoßen wird.
Die Bedingungen der Härtungsreaktion zwischen den drei Komponenten hängen ab von der jeweiligen Formulierung des Transparentlermittels, der Menge des sauren Katalysators und den Trocknungs- und Wärmebehandlungsbedingungen nach dem Auftragen des Transparentiermittels auf das Grundmaterial. Im Gegensatz zu herkömmlichen Transparentlermitteln sind jedoch Im allgemeinen keine strengen Härtungsbedingungen notwendig. Ausreichend Ist ein höchstens I- bis 2minütlges Erhitzen auf 12O0C oder eine äquivalente Wärmebehandlung. Es bestehe daher nicht die Gefahr einer Beschädigung des Grundmaterials. Außerdem gestattet die Verwendung der ersten Komponente die Durchführung der Härtung bei Raumtemperatur während 1 bis 5 Tagen, wenn ein optimales Verhältnis von saurem Katalysator und Transparentlermittel gewählt wird.
Beispiele für saure Katalysatoren sind p-ToluolsuIfonsäure, Monobutylphosphat. Carbonsäureester, wie Dlmethyloxalat, und Säureanhydride, wie Maleinsäure- und Phthalsäureanhydrid. Diese sauren Katalysatoren können vorher auf das Grundmaterial aufgetragen werden, jedoch sind sie vorzugsweise In Kombination mit dem Transparentiermaterlal in einem Lösungsmittel enthalten und werden dann auf das Grundmaterial aufgebracht. Die Menge des sauren Katalysators richtet sich nach dem gewählten Lösungsmittel. Bei Verwendung von polaren Lösungsmitteln, wie Wasser oder Alkoholen, beträgt die Katalysatormenge vorzugsweise etwa 10 bis 35 Gewichtsteile pro 100 Gewichtstelle der ersten Komponente. Bei Verwendung von nicht-polaren Lösungsmitteln, z. B. aromatischen Kohlenwasserstoffen, beträgt die bevorzugte Menge etwa 7 bis 25 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der ersten Komponente. Bei unvollständiger Härtung erfolgt eine Migration des Transparentiermittels. wodurch nicht nur die Bildqualität durch Verteilen der Bilder beeinträchtigt, sondern auch ein Klecksen der wasserlöslichen Tinte verursacht wird. Es ist daher notwendig, eine vollständige Härtung zu bewirken. Liegt die Menge des sauren Katalysators unterhalb des genannten Bereichs, erfolgt keine vollständige Härtung, sofern nicht eine Härtungstemperatur von mehr als 150° C angewandt wird. Bei Temperaturen von mehr als 150° C nimmt jedoch die Festigkeit des Grundmaterials beträchtlich ab. Verwendet man den sauren Katalysator in einer Menge oberhalb des genannten Bereiches, so nimmt die Stabilität des Transparentiermittels deutlich ab, und das Zwischenorlginalblatt wird brüchig und gilbt aufgrund des überschüssigen Katalysators nach dem Auftragen auf das Grundmaterial, wodurch die Haltbarkeit beeinträchtigt v.'!rd.
Als organische Lösungsmittel können beliebige Lösungsmittel, die das Transparentiermittel lösen, allein oder in Kombination verwendet werden, z. B. Ketone, wie Methylethylketon und Methyllsobutylketon, und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol oder Toluol. Insbesondere im Falle des erfindungsgemäßen Transparentiermittels hat sich gezeigt, daß die Polarität des Lösungsmittels einen großen Einfluß auf die Papierfestigkeit, den Oberflächenglanz und zeitliche Änderungen der Viskosität der Transparentiermittellösung ausübt. Bei Verwendung von polaren Lösungsmitteln, wie Alkoholen, ist die zeltliche Änderung der Viskosität der Transparentiermittel flüssigkeit gering, und die Flüssigkeit Ist stabiler als im Falle von aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Toluol und Ketonen, wie Methylisobutylketon, obwohl die ersteren aktive, mit Isocyanatgruppen reaktive Gruppen enthalten. Das im erstgenannten Fall erhaltene Zwischer.eriginaiblait weist jedoch im Vergleich zum letztgenannten Fall eine geringere Papierfestigkeit, insbesondere Zerreißfestigkeit und Bruchfestigkeit, auf. Trocknet man das erstere zum Härten mit einem Trockner, wird außerdem die Oberfläche glänzend, wodurch nicht nur das Aussehen beeinträchtigt wird, sondern auch Probleme hinsichtlich des Beschriften mit wasserlöslichen Tinten und Siegeins mit wasserlöslichen Stempelfarben hervorgerufen werden.
Bei Verwendung von nicht-polaren Lösungsmitteln, wie Toluol, ist zwar die zeitliche Änderung der Viskosität des Transparentiermittels etwas größer als im Falle von Alkoholen, jedoch ist der Unterschied für die praktische Anwendung nicht signifikant, und das erhaltene Blatt zeigt ausgezeichnete Papierfestigkeit und Oberflächen-
glänz. Bei Verwendung von Ketonen, wie Methyllsobutylketon, werden Eigenschaften zwischen denen von Alkoholen und aromatischen Kohlenwasserstoffen erzielt. Es Ist daher zweckmäßig, als Lösungsmittel zum Lösen aller Komponenten des Transparentlermittels ein Gemisch aus polaren und unpolaren Lösungsmitteln In einem geeigneten Verhältnis zu wählen.
Beim Mischen des Transparentlermittels wird vorzugsweise z. B. die folgende Reihenfolge angewandt, da ein Isocyanat und ein saurer Katalysator vorhanden sind. Zunächst werden die erste Komponente (Polyetherpolyol) und die zweite Komponente (Alkanolaminharz) dem Lösungsmittel zugemischt, worauf man den sauren Katalysator zusetzt und nach dem Rühren die dritte Komponente (Isocyanat) zugibt. Die vierte Komponente (Sucroseacetatlsobutyrat) kann in einem beliebigen Stadium zugegeben werden. Vermischt man das Isocyanat und den
ίο sauren Katalysator direkt, so entstehen schnell Gelniederschläge. Gibt man andererseits den sauren Katalysator und das Isocyanat zu der ersten Komponente (Polyetherpolyol) vor dem Vermischen mit der zweiten Komponente (Alkanolaminharz). so setzt eine abrupte exotherme Reaktion ein. Vorzugsweise stellt man deshalb zunächst ein Gemisch aus Polyetherpolyol, Alkanolaminharz, Sucroseacetatisobutyrat und Lösungsmittel her und gibt dann langsam unter Rühren den sauren Katalysator und das Isocyanat zu.
Zusammen mit den genannten Komponenten können gegebenenfalls Hllfsstoffe, z. B. Weichmacher, Permeiermittel, Antistatikmittel, Füllstoffe, Färbemittel und Gleitmittel, verwendet werden. Außerdem kann nach der Transparentausrüstung ein zweiter Harzüberzug auf eine oder beide Seiten des Zwischenorlginalblattes aufgebracht werden.
Als Grundmaterialien eignen sich z. B. Papier, Gewebe, Vliesstoffe und andere herkömmliche Materialien.
Vorzugswelse verwendet man Qualitätspapier mit einem Grundgewicht von 20 bis 100 g/m2.
Das Aufbringen des Transparentiermittels auf das Grundmaterial kann z. B. durch Tauch-Abquetsch-Beschichtung, Luftbürsten-, Glasrakel-, Drahtstab- und Walzenbeschichtung erfolgen. Zum Entfernen des Lösungsmiteis ist es ausreichend, mit Kaltluft oder Warmluft von 50° C oder darunter zu trocknen, und es ist nicht notwendig, das Material auf hohe Temperaturen zu erhitzen.
Die Menge des des Transparentiermittels sollte so gewählt werden, daß dieses etwa 5 bis 80%, vorzugsweise etwa 10 bis 50%, des Grundmaterials nach dem Trocknen ausmacht. Beim Trocknen mit Warmluft von mehr als 50° C erfolgt die Häriung zu schnell, um ein vollständig homogenes Eindringen des Transparentiermittels In das Grundmaterial zu ermöglichen, und die Oberfläche des erhaltenen Zwischenorlginalblatts ist deshalb stark glänzend, so daß die Beschrlftbarkeit mit Bleistift und Tinte sowie die Transparenz beeinträchtigt werden. Im allgemeinen wird das Material nach dem Trocknen bei Raumtemperatur gereift, um eine vollständige Härtung zu bewirken. Die Härtung kann einfach dadurch erfolgen, daß man das Transparentlermittel und den sauren Katalysator 1 bis 5 Tage beläßt. Gewöhnlich 1st es jedoch ausreichend, 1 bis 2 Minuten auf höchstens 120° C mit HlITa des Trockners einer Beschickungsvorrichtung oder einer geeigneten Wärmequelle zu erhitzen oder eine äquivalente Wärmebehandlung durchzuführen. Beim Härten unter Druckanwendung erhält man ein Zwischenoriglnalblatt von ausgezeichneter Transparenz.
Nach dem Härten kann auch eine Superkalandrierbehandlung durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Transparentlermittel enthält Materialien von relativ niedrigem Molekulargewicht, die ein gutes Eindringen in das Grundmaterial ermöglichen und dieses gleichmäßig transparent machen. Ferner verleiht es das Aussehen eines Durchpauspapiers ohne glänzende Oberfläche, wie sie herkömmliche Materialien aufweisen. Nach dem Härten des TransparentiermittelE bestehen keine Probleme hinsichtlich der Migration und des Vertellens der Origlnalblider und das mit dem erfindungsgemäßen Transparentlermittel transparent gemachte Zwischenorlglnalblatl zeigt Vorteile hinsichtlich der Dimenslonsstabllltät, Wärmebeständigkeil, Korrigierbarkeit von Tonerbildern, hohe Papierfestigkeit und Abwesenheit von Trübungen an Falzltnlen.
Aufgrund der Anwesenheit eines Alkanolamlnharzes als zweiter Komponente kann durch freigesetzten Formaldehyd etwas Geruch entstehen. Außerdem erhält man zwar durch die Härtung ein ausgezeichnet transparentes Grundmaterial von guter Lichtbeständigkeit und Dimensionsstabilität, jedoch kann es erwünscht sein, die Beschriftbarkelt mit Bleistift und Tinte oder Tusche, Insbesondere wasserlöslicher Tinte und herkömmlichen Markierungsfarben, zu verbessern, und die Trocknungsgeschwindigkeit dieser Tinten zu erhöhen. In dieser Hinsicht wurde gefunden, daß die genannten Ziele erreicht werden können, wenn man nach der beschriebenen Transparentausrüstung eine zweite Schicht aus einem Formaldehydfänger, einem Bindemittel und einem Netzmittel auf die Oberfläche des Zwischenorlginalblatts aufbringt.
Als Formaldehydfänger eignen sich Aminogruppen enthaltende organische Verbindungen, wie Harnstoff und Thioharnstoff, sowie anorganische Verbindungen, wie Natriumsulfit. Der Formaldehydfänger dient dazu, den In dem Alkanolaminharz enthaltenen freien Formaldehyd abzufangen und dadurch den unangenehmen Formaldehydgeruch zu verringern, der insbesondere in der Bildfixierungsstufe von Normalpapierkopierern entsteht.
Als Bindemittel eignen sich z. B. die folgenden bekannten Verbindungen: wasserlösliche Polymermaterialien, wie Stärke, Gelatine, Polyvinylalkohol (PVA) und Cellulosederivate, wie Ethylceliulose, Celluloseacetatisobutyrat und Carboxymethylcellulose. Ferner können Acryl- und Vinylharze verwendet werden, die relativ starke Filme bilden.
Die Anwendung der genannten wasserlöslichen Harze hat den Zweck, insbesondere die Aufnahmefähigkeit für wasserlösliche Tinten zu erhöhen. Im Falle von PVA werden bekanntlich die Löslichkeit In kaltem und heißem Wasser, die Viskosität der wäßrigen Lösung, die Filmfestigkeit, Filmelastizität, Wasserbeständigkeit sowie Lösungsmittelbeständigkeit vom Polymerisations- und Verselfungsgrad beeinflußt. Bei der Auswahl der Materialien sollten daher diese Faktoren ausreichend berücksichtigt werden.
(ö Zusätzlich kann ein hitzehärtbares Harz verwendet werden. Geeignete hitzehärtbare Harze sind z. B. Copolymere von (a) ethylenisch ungesättigten Monomeren, die eine Reaktive funktionell Gruppe enthalten, und (b) einem oder mehreren Acryl- oder anderen Vlnylmonomeren, die keine derartige reaktive funktionell Gruppe aufweisen.
Ethylenisch ungesättigte Monomere, die eine reaktive funktionell Gruppe enthalten, sind z. B. Monomere mit Carboxylgruppen, wie Acryl- und Methacrylsäure, Monomere mit Epoxidgruppen, wie Glycidylacrylat und -methacrylat. Monomere mit Aminogruppen, wie Acrylamid und Methacrylamid, Verbindungen mit Methylolgruppen oder Alkylmethylolgruppen, wie Methylolacrylamld, und Monomere mit Hydroxylgruppen, wie Hydroxyalkylacrylat.
Als Acryl- oder andere Vinylmonomere, die keine reaktive funktionell Gruppe aufweisen, eignen sich z. B. Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat, Methylmethacrylat, Vinylchlorid und Vinylacetat.
Copolymere, die die genannten funktioneilen Monomere enthalten, sind z. B. selche mit selbst-verbruckenden Eigenschaften und solche, die mit einem Härter, z. B. einem Aminharz Epoxidharz oder lsocyanatharz, verbrückt werden. Harze vom selbst-verbrückenden Typ sind z. B. im Falle von Emulsionssystemen Acrylharze, wie Styrol-Ethylacrylat-Methylolacrylamld-Copolymere, Styrol-Butylacrylat-Methylolamin-Copolymere und denaturierte Styrol-Butadien-Copolymere.
Harze vom selbst-vernetzenden Typ sind z. B. Im Falle von Lösungsmittelsystemen Polymere, die durch Intermolekulare Vernetzung entstehen, wobei Metalle, wie Zink, Eisen, Nickel, Κλ^λ1' Kupfer. Calcium. Barium, Mangan, Aluminium, Lithium oder Natrium, in die genannten funktionell^· Monorrere eingeführt werden. Die selbst-vernetzenden Harze zeigen ausgezeichnete Ölbeständigkelt und werden von organischen Lösungsmitteln nicht angegriffen, so daß sie die Retuschlerbarkeit verbessern.
Als Netzmittel können verschiedene herkömmliche kationische, anionische oder nicht-lonogene Tenside verwendet werden. Die nachstehenden Netzmittel sind besonders geeignet. Die Verwendung dieser Netzmittel hat den Zweck, daß sie aufgrund ihrer hydrophilen Eigenschaften die Beschrlftbarkeit mit wasserlöslichen Tinten verbessern, das Abfangen von Formaldehyd begünstigen, da der Formaldehydfänger bei Zusatz der Netzmittel leichter In das Grundmaterial eindringt, und ein gleichmäßiges Auftragen einer zweiten Schicht auf die Oberfläche des Transparent-Zwischenoriginals ermöglichen, indem die Oberflächenspannung der Beschichtungslösung auf weniger als 0,04 N/m, vorzugsweise 0.02 bis 0,03 N/m, gesenkt wird, wenn eine wasserlösliche oder emulsionsartige Beschichtungsflüssigkelt angewandt wird.
Herkömmliche Tenside sind jedoch aufgrund von Nebeneffekten, z. B. geringer Wasserbeständigkeit und Schaumentwicklung, im allgemeinen nicht bevorzugt. Intensive Untersuchungen über Netzmittel haben jedoch gezeigt, daß tertiäre Alkohole mit einer Intramolekularen Acetylenbindung und nlcht-ionogene Tenside vom tert.-Alkohol-Ethylenoxid-Addukt-Typ besonders geeignet sind. Sie zeigen ausgezeichnete Mischbarkeit mit Bindemitteln, gute Antischaumwirkung und ergeben beim Kopieren mit einem Normalpapierkopierer klare Bilder.
Bei Verwendung in wäßrigen Systemen werden die genannten Tenside innerhalb Ihrer Löslichkeitsgrenze eingesetzt.
Charakteristische Eigenschaften, die bei Verwendung von nicht-ionogenen Tensiden in Form von tertiären Alkoholen mit einer Acetylenbindung oder tert.-Alkohol-Ethylenoxld-Addukten erzielt werden, sind verringerte Viskosität, stabilere Viskosität und beträchtliche Antischaumwtrkung während der Herstellung des Zwischenoriglnalblatts. In den fertigen Zwischenoriglnalblättern wird der elektrische Widerstand verringert, es erfolgt keine Abnahme der Bilddichte oder der Weißfleckbildung, und bei hoher Feuchtigkeit ist keine Beeinträchtigung der Fixlerbarkeit von Tonerbildern zu beobachten.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Netzmlttei sind nicht auf die vorstehend genannten Materialien beschränkt, sondern es können z. B. auch nicht-lonogene Tenside vom Ester-, Ether-, Alkylphenole Sorbitanester-, Polyoxyethylen-Sorbitanester- und Silicon-Glykol-Copolymer-Typ, anionische Tenside vom Fettsäureselfen- und Alkylsulfat-Typ und kationische Tenside vom Aminsalz-, Methyl- und Benzyl-Typ angewandt werden. Art und Menge sollten Im Hinblick auf Permeabilität, Co-Löslichkelt mit dem Bindemittel. Stabilität, Schäumeigenschaften und schädliche Wirkungen von Rest-Tenslden geeignet gewählt werden.
Hinsichtlich der Auftragmenge jeder der genannten Komponenten hängt die Menge des Formaldehydfängers von der Art des Alkanolaminharzes und der Formulierung ab, beträgt jedoch gewöhnlich mehr als 0,5 g/m2 und vorzugsweise etwa 1,0-3,0 g/m2. Bei Verwendung von größeren Mengen wird die Transparenz des Zwischenoriglnalblatts verringert, wie bei Verwendung von Harnstoff gilbt es bei längerer Lagerung und das Papier wird brüchig. Es sollte deshalb die minimal erforderliche Menge angewandt werden.
Bei den Bindemitteln sind im allgemeinen mehr als etwa 0,1 g/m1, vorzugsweise mehr als etwa 0,3 g/m2, ausreichend.
Bei den Netzmittelr werden gewöhnlich etwa 0,1 bis 0,3 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile des Lösungsmittels angewandt. Die Minimalmenge sollte unter Berücksichtigung der Art des Netzmittels, seiner Verteilung und Permeabilität ermittelt werden, während die Maximalmenge Im Hinblick auf die Wasserbeständigkeit, Klebrigkeit und die Konsistenz stimmt.
Die genannten Komponenten werden In einem Lösungsmittel dlspergiert, das befähigt ist, sie zu lösen, und dann auf die Oberfläche des Grundmaterials aufgetragen. Als Lösungsmittel eignen sich z. B. Wasser, Alkohole, Ketone, Ester und aromatische Kohlenwasserstoffe einzeln oder in Kombination. Ferner können erfindungsgemäß gegebenenfalls herkömmliche Hllfsstoffe angewandt werden, z. B. Füllstoffe, Gleitmittel, Färbemittel und Antischaummittel.
Das Auftragen des Sekundärüberzugs erfolgt nach herkömmlichen Methoden, z. B. durch Umkehrwalzen-, Gravur-, Luftbürsten- und Drahtstabbeschichtung. Das Trocknen kann schnell in einem Trockner erfolgen.
Das erhaltene Zwischenoriginalblatt hat ausgezeichnete Dimensionsstabilität, Wasserbeständigkeit, Bedruckbarkelt, Radlerbarkelt, Tonerblld-Fixlerbarkeit, Retuschlerbarkeit und Beschriftbarkeit und Ist hervorragend zum Zeichnen, Entwerfen und Kopieren geeignet. Insbesondere als Zwischenoriginalblatt für Normalpapierkopierer.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Alle Teile beziehen sich auf das Gewicht, sofern nichts anderes angegeben ist.
Beispiel 1
Eine Kombinationspulpe aus 20 Teilen Nadelholzpulpe und 80 Teilen Laubbaumpulpe wird auf eine Freeness (kanadischer Standard) von 350 cms zerkleinert und auf übliche Welse zu einem Papierblatt mit einem Grundgewicht von 55 g/m! verarbeitet. Dieses Grundpapier wird mit dem folgenden Transparentlermittel Imprägniert. Nach Abstreifen von überschüssigem Transparenzmittel mit einem Drahtstab wird 2 Minuten bei 40° C getrocknet und gewalzt.
Transparentiermittel Teile
Erste Komponente: Polyethertriol vom Polyethylenoxid-Addukt-Typ 90
Zweite Komponente: Hexamethoxymethylolmelamin 40
Dritte Komponente: Diisocyanatpolymer (Festgehalt 75%) 10
Vierte Komponente: Sucroseacetatisobutyrat (Fesigehail 90%) 20
Katalysator: p-Toluolsulfonsäure (Festgehalt 60%) 12
J0 Lösungsmittel: Xylol 50
Methanol 40
Das imprägnierte Papier wird 2 Tage gereift und dann 2 Minuten auf 120°C erhitzt. Das erhaltene, mit dem Transparentiermittel in einer Menge von 17 g/m2 Imprägnierte Zwischenorlglnalblatt hat eine Opazität von 35%, eine Falzbeständigkeil MD von mehr als 1000 x, eine Bruchbeständigkeit von 3,53 105 Pa, eine Zugfestigkeit CD von 36 · 10~3 N und zeigt ausgezeichnete Dimenslonsstabllltät, Tonerbild-Retuschlerbarkelt und Falz-Trübungsbeständigkeit. Diese Eigenschaften werden nach den folgenden japanischen Standards ermittelt: Opazität (JIS P 8138), Falzbeständigkeit (JIS P 8115), Bruchbeständigkeit (JIS P 8112) und Zugfestigkeit (JIS P 8116).
Anschließend wird auf beide Seiten des Grundpapiers mit einem Drahtstab die folgende zweite Beschlch-.v > tungsflüsslgkeit aufgetragen. Durch Trocknen des Papiers in einem Trockner erhält man ein erfindungsgemäßes Zwischenorlglnalblatt Nr. 1 mit einem zweiten Überzug in einer Menge von 1,8 g/m2.
Zweite Beschichtungsflüssigkeit Teile
Harnstoff 6
Polyvinylalkohol 2
Tensid auf Basis eines teil. Alkohols mit Azetylenbindung 0,2
Wasser 80
Das erhaltene Zwischenoriginalblatt Nr. 1 zeigt ausgezeichnete Dirnensionsstabilität, Tonerbild-Retuschierbarkelt und FaIz-Trübungsbeständigkeit. Seine Aufnahmefähigkeit für wasserlösliche Tinte ist ausgezeichnet, Stempelabdrücke sind sehr klar und beim Kopieren in einem Normalpapierkopierer erfolgt praktisch keine Geruchsentwicklung.
Beispiel 2
Das in Beispiel 1 angewandte Grundpapier wird mit dem folgenden Transparentiermittel (Festgehalt 50%) imprägniert:
Transparentiermittel Teile
Erste Komponente: Polyetherdiol vom Polyethylenoxid-Addukt-Typ 90
Zweite Komponente: methyl-ethyl-alkyliertes Methylolmelamin 40
Dritte Komponente: Diisocyanat-Polyol-Addukte 12
Vierte Komponente: Sucroseacetatisobutyrat 10
Katalysator: p-Toluolsulfonsäure 15
Toluol 90
Die Trockenauftragsmenge des Transparentiermittels beträgt 16 g/m2. Nach dem Stehenlassen während 2 Tagen und Nächten wird das erhaltene Orignialblatt 1 Minute auf 120° C erhitzt.
Anschließend trägt man auf die Oberfläche des erhaltenen Zwischenoriginalblatts mit einer Luftbürste die folgende zweite Beschichtungsflüssigkeit auf und trocknet dann, wobei ein erfindungsgemäßes Zwischenoriginalblatt Nr. 2 mit einer Trockenauftragsmenge der zweiten Schicht von 2,2 g/m2 erhalten wird.
Zweite Beschichtungsflüssigkeit Teile
Thiohamstof 8
Stärke 3
Modifiziertes Styrol-Butadien-Copolymer 5
tert. Alkolhol-Ethylenoxid-Addukt 0,3
Wasser 100
Das erhaltene Zwischenoriginalblatt zeigt ähnliche Eigenschaften wie das Blatt von Beispiel 1. Bei Herstellung von Tonerbildem mit einem Normalpapierkopierer wird eine ausgezeichnete Toneraufnahme festgestellt.
Beispiel 3
Auf die Oberfläche eines mit dem Transparenr.ermittel von Beispiel 2 transparent gemachten Grundmaterials wird mit einem Drahtstab die folgende zweite Bc^chichtungslösung aufgetragen und dann getrocknet, wobei ein erfindungsgemäßes Zwischenoriginalblatt mit einer Auftragsmenge von 1,5 g/m2 erhalten wird.
Zweite Beschichtungsflüssigkeit Teile 20'
Harnstoff 5
Vinyl-Copolymer 3
Tensid auf Basis eines tert. Alkohols mit Acetylenbindung 0,2
Methylcellosolve 80
Das erhaltene Zwischenoriginalblatt Nr. 3 zeigt ähnliche Eigenschaften wie das Blatt Nr. 1 von Beispiel 1. Bei der Herstellung von Tonerbildern mit einem Normalpapierkopierer wird eine ausgezeichnete Toneraufnahme J° festgestellt. Bei hoher Feuchtigkeit erfolgt keine Abnahme der Bilddichte oder ein Bleichen und das Zwischenoriginalblatt zeigt ausgezeichnete Tonerbild-Fixlerbarkeit.
B e i s ρ I e 1 4 JS
Das Grundmaterial von Beispiel 1 wird mit dem folgenden Transpareniiermittel (Festgehalt 50%) imprägniert:
Transparenzmittel Teile
!Erste Komponente: Polyetherdiol vom Polyethylenoxid-Addukt/Ethylen-
oxid-Addukt-Typ 90
Zweite Komponente: methyl-ethyl-alkyliertes Benzoguanamin-Harz 45 4J
Dritte Komponente: Diisocyanatpolymer 10
Vierte Komponente: Sueroxacetatiosbutyrat 20
Katalysator: p-Toluolsulfonsäure 15
Ethanol 100
Das Transparentlermittel wird In einer Auftragmenge von 16 g/m2 angewandt. Das transparent gemachte Grundpapier wird 2 Tage und Nächte bei Raumtemperatur stehengelassen und dann 1 Minute auf 130°C erhitzt.
Anschließend trägt man auf die Oberfläche des Grundpapiers mit einem Drahtstab die folgende zweite Beschichtungsflüssigkeit auf und erhält nach dem Trocknen ein erflndungsgemäßes Zwlschenorlglnalblatt Nr. mit einer Trockenauftragsmenge der zweiten Beschichtungsflüssigkeit von 1,6 g/m2.
Zweite Beschichtungsflüssigkeit Teile
Harnstoff 6
Polyvinylalkohol 2
Acryl-Copolymer 3
Silicon 0,1
Wasser 80
Das erhaltene Zwlschenoriginalblatt Nr. 4 ist wie Im Fall von Beispiel 1 für die Praxis geeignet. Bei der Herstellung von Tonerbildern mit einem Nonnalpapierkoplerer wird eine ausgezeichnete und gleichmäßige Toneraufnahme festgestellt.
10

Claims (2)

Patentanspruch: Transparentes Zwischenoriginalblatt aus einem Grundmaterial, das mit einem polymeren Transpareniler- = mittel aus einem Polyetherpolyol und einem Polylsocyanai imprägniert ist, dadurch gekennzeichnet. B daß das Transparentlermittel ■
1) bezogen auf 100 Gew.-Teile eines durch Additionsreaktion von Propylenoxid und/oder Ethylenoxid erhaltenen Polyetherpolyols mit 2 bis 8 endständigen Hydroxylgruppen.
2) 20 bis 100 Gew.-Teile eines Alkanolaminharzes,
ίο 3) 2 bis 50 Gew.-Teile eines Diisocyanates oder Polyisocyanates und
4) 10 bis 60 Gew.-Teile Sucroseacetatisobutyrat enthält,
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