DE331676C - Verfahren zur Herstellung einer stampfasphaltartigen Masse aus Bitumen und Mineral fuer Strassenbauzwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer stampfasphaltartigen Masse aus Bitumen und Mineral fuer Strassenbauzwecke

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DE331676C
DE331676C DE1919331676D DE331676DD DE331676C DE 331676 C DE331676 C DE 331676C DE 1919331676 D DE1919331676 D DE 1919331676D DE 331676D D DE331676D D DE 331676DD DE 331676 C DE331676 C DE 331676C
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bitumen
mineral
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asphalt
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TEERSTRASSENBAU M B H GES
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C7/00Coherent pavings made in situ
    • E01C7/08Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders
    • E01C7/18Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Structural Engineering (AREA)
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  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer stampfasphaltartigen Masse aus Bitumen und Mineral für Straßenbauzwecke. Zur Herstellung von Stampfasphalt oder stampfasphaltartigen Straßendegen wird bisher ein Material verwandt, welches sich, jedoch nur vereinzelt, in der richtigen Zusammensetztung von Bitumen und Mineral bereits natürlich fandet, oder es wird natürliches, aber zu bitumenarmes Material durch Zuschmelzen von reinem Asphalt oder künstlichem Bitumen angereichert. Die Vermischung erfolgt bisher in eire oder zwei Verfahrensabschnitten ausschließlich nach dem Geßichtspunkt, eine Masse von gewünschtem Bltumengehalt zu erlangen. Ziel der vorliegenden Erfindung ist demgegenüber, zunäehst ein pulverförmiges, nicht klebendes Material zu erlangen, welches auch unter Druck pulverförmig bleibt und infolgedessen versand- und lagerfähig ist und erst durch eine weitere Behandlung backend und einbaufähig wird. Dieseß soll gemäß der Erfindung dadurch erreicht werden, daß eine zur Erzielung der Klebkraft der Masse seichende Menge Bitrunen und das Mineral zunächst durcb Vermeiden tunlichst jeglichen Druckes beim Mischen zu einem nicbt klebenden Palver aufbereitet wird; dieses Zwischenprodukt, welches auch unter hohem Druck nicht klebend wird und infolgedessen lager-und versandfähig ist, wird durch ein nachtxäglicbss Kneten klebkräftig und hiermit stampf - und einbaufähig gemacht Das verschiedene Verhalten des Gemenges beim Mischen unter sorgfältiger Vermeidung von Druck und bei dem nachherigen Kneten läßt sich i dadurch erklären, daß bei den ersteren Vorgang, also bei dem reinen Aischprozeß, das Bitumen sich in den Zwischenräumen des Minerals und in der Hohlräumen des Minerals selbst einnistet,gleichsam vßn den Hohlräumen aufgesogen wird und in diesen sich feinst verteilt, so daß es keine oder nur ganz geringe Klebkraft ausüben kann, da es die Oberfläche der feinen Mineralteilchen nicht bzw. nur zu einem geringen Maß überzogen hat. Bei Ausübung von Druck, selbst starkem Druck, lagert sich Glas Bitumen nun nicht um, sondern es vermindern sich zwar die Hohlräume, das Bitumen aber bleibt in der Mischung gelagert, wie es liegt, und so erklärt sich, jener Auffassug zufolge, daß jenes Gemisch auch unter starkeng Druck nicht klebend wird. Wird jedoch eine Knetwirkung auf das Gemisch, sei es nach der Mischung oder gleichzeitig beim Mischen ausgeübt, so wird gemäß der vorliegenden Auffassung las Bitumen aus den Hohlräumen, je nach dem Maß der Knetwirkung mehr oder weniger, herausgedrückt, überzieht nunmehr in einem entsprechenden Maß die Oberfläcbe des Minerals und es vermag infolgedessen seine Klebkraft auf die Mineralteilchen auszuüben, wird also gleichsam »aktiv« ; auf jeden Fall hat sich gezeigt, daß die Klebkraft der Masse mit dem Maß des Knetens steigt; das Vexfabren hat infolgedessen auch ;noch die vorteilhafte Eigenschaft, die i<-lebkraft der Masse regeln zu können. .
  • Je feiner das Mineral isst, um so feiner <und gleichmäßiger läßt sich -das Bitumen zwischen dem Mineral verteilen, was günstig ist, da die feine Verteilung eine Ersparnis an Bitumen gegenüber einem Zustand des Bitumens ergibt, bei welchem dieses sich teilweise noch in kleinen Kluntern befindet. In feinstem Mineral von annähernd gleichem Korn befinden sich nun erfahrungsgemäß etwa 40 Prozent Zwischenräume, welche bei sorgsamstem Mischen theoretisch völlig mit Bitumen gefüllt verden könnten, so daß die Mischung also etwa 4o Prozent Bitumen enthält. Diese Masse würde für den vorliegenden Zweck jedoch nicht brauchbar sein, da sie durch Druck oder Temperaturerhöhung bereits klebkräftig werden würde. Will man also aus letzterem Grunde sowie aus wirtschaftlichen Gründen, d. h., um zwecks Ersparnis an Versandkosten eine an Bitumen hochkonzentrierte Mischung zu haben, über jenen Prozentsatz noch hinausgehen, so kommt es darauf an, nicht nur ein möglichst feines, sondern auch ein in sich hohlraumreiches, d. h. kapillarreiches Mineral zu verwenden. In die Kapillare kann nun, wie sich gezeigt hat, das Bitumen hineingebracht werden - worauf es im vorliegenden Fall auch ankommt, da ihm hierdurch seine Klebkraft mit genommen wird -, wenn beim Mischen, je nach der Art des Bitumens und des Minerals, eine jeweilig günstigste Temperatur innegehalten wird. Es hat sich nun ferner gezeigt, daß bei einem nachfolgenden Kneten des Gemisches, ohne daß einstweilen eine bestimmte Erklärung für diese Erscheinung gegeben werden könnte, das Bitumen aus den Kapillaren wieder heraustritt, so daß beispielsweise in Fällen, wo das dunkle Bitumen in den Kapillaren so verschwunden ist, daß es die Färbung des hellen Minerals kaum beeinflußt, die Mischung nach dem Kneten dunkel bzw. schwarz ist. Man kann auf diese Weise also zum Zweck des Versandes o. dgl. zunächst eine nicht backende konzentrierte Mischung herstellen, dieser am Ort der Verwendung die jeweilig höchstzulässige Mineralmenge beigeben und sie durch nachträgliches oder gleichzeitiges oder auch voraufgehendes Kneten klebkräftig und einbaufähig machen. Die an sich bekannte Maßnahme, erst ein hochbitumenreiches Gemisch herzustellen, welches nachher durch Mineralzusatz auf den jeweilig angängigen Bitumengehalt herabgesetzt wird, hat daher in dem vorliegenden Fall des getrennten Misch- und Knetprozesses eine besondere Bedeutung, da die beiden Verfahrensmaßnahmen zusammen in Wirklichkeit erst eine hochversandfähige, d. h. hochbitumenreiche und nicht backende Masse liefern. Kommt der wirtschaftliche Gesichtspunkt einer konzentrierten und infolgedessen den Versand verbilligenden Masse nicht oder weniger in Betracht, und verwendet man außerdem ein hochwertiges Bitumen, d. h. ein Bitumen von hohem Tropfpunkt und tiefem Erstarrungspunkt, so kann selbstverständlich auch ein groberes und weniger kapillarreiches Mineral verwandt werden.
  • Das Mischen von Bitumen und Mineral kann außer von Hand mittels Maschinen erfolgen, sofern diese derart eingerichtet sind, daß sie eine rein mischende, d. h. tunlichst jegliches Kneten und Drücken des Mischguts vermeidende Wirkung ausüben, welche also das Material tunlichst nur durcheinanderwerfen, wie z. B. umlaufende oder umlaufende und sich drehende Finger. Oder man zerstäubt den Teer fein durch Düsen und führt ihm im Gleich- oder Gegenstrom gleichfalls fein verteilt das Mineral entgegen. Dieses Mischen kann, je nach dem Fließpunkt des Bitumens kalt oder warm erfolgen.
  • Zum Kneten des Materials, welches gleichfalls kalt oder warm erfolgen kann, sind Kol-, lergänge, Schnecken, gebogene Wellen, Exzenter o. dgl. geeignet, welche also das Material umrühren ünd gleichzeitig drücken.
  • Um jene beiden Wirkungen, zunächst den Lh-halt einer pulverförmigen,' nicht klebenden Masse und sodann die klebkräftige, einbaufähige Masse zu erzielen, müssen jedoch -noch bezüglich des Mengenverhältnisses von Bitumen und Mineral die folgenden Bedingungen beachtet werden.
  • Die Mischung von Bitumen und Mineral soll einerseits so bitumenreich sein, daß die Mischung hinreichend Bitumen zum »Binden« des Minerals enthält, d. h. tunlichst nicht unter io Prozent Bitumen, da Mischungen von. geringerem Bitumengehalt, wie sich gezeigt hat, auch nach, stärkstem Kneten nicht bindefähig werden, weil, der vor liegendenAuffassung zufolge, ein Betrag von io Prozent Bitumen die untere Grenze ist, bei welcher die inneren Kräfte der Mässe, ihre Klebkraft, den äußeren Kräften, also dem Verkehrsdruck, noch das Gleichgewicht halten. je bitumenreicher die Mischung ist, um so beständiger ist sie gegenüber Atmosphäriien und deren chemischen und physikalischen Einflüssen; jedoch ist gemäß der Erfindung eine obere Grenze durch die Bedingung gegeben, daß die Mischung- auch nach der Kompression, also fertig aufgetragen und gestampft, stets noch einen gewissen Überschuß an Gesamthohlräumen einschließlich .der zunächst mit Luft oder Feuchtigkeit erfüllten, enthalten soll, dies zu dem Zweck, damit bei starkem Erwärmen der Decke durch die Sonnenbestrahlung das sich ausdehnende Bitumen stets noch Hohlräume vorfindet, in die es eintreten kann, während es im anderen Fall aus der Masse austritt, mit der Folge des bekannten »Schwitzens« und Klebrig-Weichwerdens der Decke. V Bezüglich des Mengenverbältnisses hat sich beispielsweise eine Mischung eines Minerals von z. B. 4o bis 45 Prozent Gesamthohlraum-Behalt mit etwa I2 Prozent Bitumen als geeignet erwiesen. Der in dem Gemisch verbleibende Hohlraum von 28 bis 33 Prozent, welcher in jenem Ausmaß beim Kneten im wesentlichen erhalten bleibt bzw. nach dem Kneten noch etwa jenen Prozentsatz betragen soll, wird nun durch das Stampfen um etwa 25 Prozent auf etwa 7 bis I2 Prozent vermindert, so daß die fertige Decke noch etwa 7 bis I2 Prozent theoretisch errechneten, d. b. etwaige Bruchfeuchtigkeit des Gesteins mitenthaltendem Hohlraum aufweist, welcher nach den vorliegenden Erfahrungen insoweit die Wetterbeständigkeit der Decke gewährleistet.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung einer stampfasphaltartigen Masse aus Bitumen und Mineral für Straßenbauzwecke u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Erzielung der Klebkraft der Masse reichende Menge Bitumen und das Mineral zunächst durch Vermeiden tunlichst jeglichen Druckes beim Mischen zu einem nicht klebenden Pülver aufbereitet und dieses erst durch nachträgliches Kneten klebkräftig gemacht wird, wodurch es starnpffähig wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,. daß die Bitumenmenge so bemessen wird, daß in der fertig gestampften Decke noch Hohlräume zur Aufnahme des bei Erwärmung der Decke sich ausdehnenden Bitumens vorhanden sind.
  3. 3. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Minerals dem Gemisch erst vor der Verwendung beigemischt wird, um ein nicht backendes konzentriertes Pulver versenden zu können.
DE1919331676D 1919-07-24 1919-07-24 Verfahren zur Herstellung einer stampfasphaltartigen Masse aus Bitumen und Mineral fuer Strassenbauzwecke Expired DE331676C (de)

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