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Nähmaschine mit Fadenabschneidevorrichtung. - Die Erfindung bezieht
sich auf eine Nähmaschine derjenigen Art, bei der in einem vollständigen Arbeitskreislauf
der Maschine Stiche nach einem vorbestimmten Muster erzeugt werden, und welche
mit einer Vorrichtung versehen ist, die die Fadenabschneidevorrichtung am Ende jedes
Arbeitskreislaufes- selbsttätig in Tätigkeit setzt. Die Erfindung besteht darin,
daß .die die Fadenabschneidevorrichtung in Tätigkeit setzende Vorrichtung nach Willkür
.des Arbeiters unwirksam gemacht werden kann, so daß die genannte Vorrichtung, wenn
sie nicht nach jedem Arbeitskreislauf wirksam wird, selbsttätig nach mehreren Arbeitskreisläufen-
zur Wirkung kommt. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß der Faden und die Gimpe
bis zur Vollendung einer zweiten oder mehrerer Nähperioden laicht abgeschnitten
wird. Dieses Legen der Gimpe in mehrfachen Windungen und deren Abschneiden erst
am Ende der letzten Nähperiode ist besonders beim Knopflochnähen in dehnbaren, lose
gewebten Stoffen, wie z. B. Strickwaren, sehr vorteilhaft.
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In der Zeichnung ist eine Knopflochnähmaschine als beispielsweise
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes durch Fig. i, 2 und 3 in einem Aufriß,
einer Rückansicht i_nd in einem Grundriß bei entfernter Arbeitsplatte dargestellt.
Fig. q, und 5 sind eine Teilansicht bzw. ein Teilschnitt und eine Unteransicht der
die FadenabschneidevorrichtungbeeinflussendenVorrichtungen. Fig.6 und -7 sind eine
Ober- und Unteransicht des das Fadenabschneide- und Klemmorgan tragenden Stoffklemmfußes.
Fig. 8 .ist ein Schaubild des fadenklemmenden Teilstückes der Schneide- und Klemmklinge.
Fig.9 ist ein Teilschnitt des mit der Schneide- und Klemmklinge versehenen Teiles
des Stoffklemmfußes mit dem Nadelfaden und der Gimpe, und Fig. io ist ein Ausriß
des Sperrhebels für die Stoßstange und der ihn betätigenden Vorrichtung.
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Die dargestellte Maschine besitzt eine auf und ab gehende und seitlich
bewegliche Nadel, eine Stoffklemme mit einer Vorschubvorrichtung, um der Stoffklemme
Bewegungen in der Längsrichtung des Knopflochschlitzes und quer dazu zu erteilen,
eine Gimpenführung, um eine Gimpe in die Knopflochnaht einzulegen, eine Anhaltevorrichtung
zum Abstellen der Stichbilde- und Vorschubvorrichtung und eine Knopflochschneidevörrichturig,
die bei Vollendung jedes Nähvorganges mit der Anhaltevorrichtung 'in Verbindung
gesetzt und von ihr in Tätigkeit gesetzt werden kann. Ferner ist .die Maschine mit
einer Einrichtung zum gleichzeitigen Abschneiden des. Nadelfadens und der Gimpe
versehen.
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i (Fig. i bis 3) bezeichnet die übliche Arbeitsplatte, 2 den hohlen
Ständer und 3 den Maschinenarm. Im Kopf q. ,des Armes 3 ist die Nadelstange 5 gelagert,
die mit einem in
der Schifl`chenbahn 7 beweglichen Schiffchen zusammenarbeitet.
Die Nadelstange erhält ihre Auf- und Abbewegungen von der die Los- und Festscheibe
9 und io tragenden Maschinenantriebswellen, auf der auch der Nok.-ken ii sitzt,
mit dem die längsverschiebbare, unter Federdruck stehende, in dem um der, Zapfen
14 schwingbaren Abstellhebel 13 gelagerte Stange 12 zusamemnarbeitet.
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Der Klemmfuß 15 der Stoffklemme besitzt eine Öffnung 16, die von einer
Rippe 17 mit gezahnter Unterfläche umgeben ist. Diese Fläche ruht gewöhnlich auf
der Stichplatte 18, welche von der in einer Führung der Arbeitsplatte verschiebbaren
Gleitplatte ig getragen wird. In einer Führung der Gleitplatte i9 ist die Gleitplatte
2o verschiebbar, welche eine die Stichplatte 18 einschließende Offnung2i besitzt
und mit der die Ansatzplatte 22 verbünden ist. An der Platte 22 (Fig. i und 2) ist
mittels des Zapfens 23 der gegabelte Klemmarm 24 angelenkt, dessen Gabelenden mittels
der Gewindestifte 25 mit dem Klemmfuß gelenkig verbunden sind (Fig. i bis 3). Die
um den sich von der Ansatzplatte 22 abhebenden Stift 27 gewundene Feder 26 drückt
den Klemmarm 24 hinunter.
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Unterhalb der Arbeitsplatte i ist auf der senkrechten Welle 28 die
mit den Kurvennuten 30 und 3 i versehene Vorschubscheibe 29 befestigt. In die Nut
3o greift die auf dem einen Arm des Winkelhebels 33 gelagerte Rolle 32. Der andere
Arm .des Hebels 33 ist durch den Lenker 34 mit der Gleitplatte 2o verbunden. In
die Nut 31 greift die Rolle 35 am .einen Arm des um den Zapfen 37 schwingbaren Hebels
36, dessen anderer Arm durch den Zapfen 38 (Fig. 3) mit der Gleitplatte i9 gelenkig
verbunden ist. Durch die beschriebenen Mittel erhält die Stoffklemme in bekannter
Weise Bewegungen in der Längs-und Querrichtung .des Knopflochschlitzes.
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Der Hebel 13 (Fig. i und, 2) wird durch die Feder 39 gewöhnlich in
der den Eingriff der Stange i2 mit dem Nocken i i herbeiführenden Richtung gedrückt.
Am Arm 40 des Hebels 13 ist eine Stange 41 angelenkt, welche durch eine Kette 42
mit einem nicht gezeichneten Fußtritt verbunden ist, um den Hebel 13 entgegen der
Feder 39 zu schwingen: Der eine Arm eines Sperrhebels 43 (Fig. 3) hält die Stange
41 durch Eingriff in deren unteren Teil in der gesenkten Stellung. Der andere Arm
des Sperrhebels liegt in der Bewegungsbahn des auf dem Umfang des Vorschubrades
29 angeordneten Ansatzes 44, der die Anhaltevorrichtung auslöst, um die Stichbilde-
und Vorschubvorrichtung stillzusetzen und die Betätigung des Knopflochschneidemessers
45 zu bewirken.
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Der die Führungsöse 47 füz die Gimpe trageinde Arm 46 hängt vom drehbaren
Träger ,¢8 herab, der als Zahnbogen ausgebildet .ist (Fig. 2). In den Zahnbogen
48 greift der Zahnbogen 49 der Sektorplatte 5o ein, welche von der Nutenscheibe
ioo betätigt wird, um die Gimpenführung in richtiger Stellung zur Nadel zu halten.
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Wie am besten aus Fig. 6, 7 und 9 ersichtlich ist, ist die Rippe 17
des Klemmfußes 15 an der einen Schmalseite und teilweise auch an der anliegenden
Längsseite bei 52 weggeschnitten, um die mittels Schrauben 54 befestigte und mit
einer gezahnten Rippe 55 versehene Platte 53 aufzunehmen. Die Platte 53 .besitzt
auf der oberen Fläche eine ' Aussparung, welche zusammen mit der unteren Fläche
des Klemmfußes 15 die aus den übereinanderliegenden Teilen 56 und 57 bestehende
Fadenschneide- und Klemmklinge aufnimmt.
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i Die Klingenteile 56 und 57 sind mittels einer Schraube 58 .in eine
Aussparung des Flansches 59 eines, Drehzapfens 6o gepreßt, der in einer Lagerbüchse
61 des Klemmfußes 15 .gelagert ist. Der Klingenteil 56 besitzt eine konkav gebogene,
unten ange-:schärfte Schneidekante (Fig. 9), welche mit. der oben zugeschärften,
am Ende der Nadeli öffnung 16 befindlichen Kante der Platte 53 zwecks Abschneidens
des Fadens zusammenarbeitet. Der über dem Teil 56 liegende Klemmteil
57 besitzt eine stumpfe Arbeitskante mit einem sich nach außen erweiternden
Ausschnitt 62 (Fig. 8)-und mit einem sich von letzterem quer über die Fadenklemmfläche
erstreckenden Kanal 63 von geringer Tiefe. Der-. Klingenteil 57 erfaßt den
Nadelfaden -und die Gimpe zusammen mit der einen Endfläche der Nadelöffnung 16 des
Stoffklemmfußes und drückt Faden und Gimpe zusammen. Die genannte Endfläche besitzt
eine abgesetzte Schulter 64 (Fig. 6 und 7), welche den Nadelfaden und die Gimpe
festhält, während die Klinge 56, 57 ihre -Arbeitsbewegung fortsetzt, um den Faden
in die Gimpe einzudrücken, bevor Faden und Gimpe zwischen den- wagerechten Flächen
des Klingenteiles 57 und dem Klemmfuß 15 eingeklemmt werden. Da die Platte 53 von
der Fadenabschneide- und Klemmstelle entfernt am Boden des Klemmfußes 15 befestigt
ist, vermag sie leicht nachzugeben, wodurch ein Zerdrücken des Fadens und der Gimpe
vermieden wird.
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Auf dem oberen Ende des Drehzapfens 6o sitzt der Kurbelarm 65 (Fig.
1, 2, 3, 6 und 7), der mit dem abwärts gekröpften Teil der Stoßstange 66 gelenkig
verbunden ist. Letztere ist in einer von dem Klemmarm 24 getragenen Winkelplatte
67 verschiebbar gelagert. Auf der Stoßstange 66 ist ein Stoßbund 68 befestigt, und
zwischen .diesem und
der Winkelplatte 67 ist eine weiche Unterlegscheibe
69 angeordnet. Gegen diese Scheibe wird der Bund 68 mittels einer einerseits an
der Winkelplatte 67 und anderseits an einem auf der Stange 66 befestigten Bund 71
angehängten Feder 70 gezogen. Die Feder 7o erteilt der Klinge 56, 57 durch
die Stange 66 Fadenschneide- und Klemmbewegungen und hält .diese Klinge nachgiebig
in ihrer Vorder-oder Klemmstellung, in der der Klingenteil 57 am Kopf einer der
zwischen der unteren Fläche des Klemmfußes 15 und der Platte 53 angeordneten Gewindestifte
72 (Fig. 3 und 7) anliegt.
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In das Gestell e (Fig. 2, 3 und 5) ist ein Gewindebolzen 73 geschraubt,
auf welchem der mit einer Bohrung und mit einer Hülse 75 versehene Gleitblock 74
sitzt. Auf dem abgesetzten Gewindeende des Bolzens 73 sitzt der Ansatz 76 eines
Lagerstückes 77, zwischen welchem und dem ihm zugekehrten Ende der Hülse 75 Scheiben
78 und 79 angeordnet sind, von denen die eine, 79, aus weichem Stoff, z. B. Filz,
besteht, um den durch die einerseits an einem Stift 81 des Blockes 74 und anderseits
an einem Zapfen 82 des Gestelles 2 angehängte Feder 8o bewirkten Druck der Hülse
75 aufzunehmen.
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In einem seitlichen Fortsatz 83 des Blokkes 74 ist eine Kopfschraube
84 (Fig. 3, 4 und 5) eingeschraubt, welche dem drehbaren. Hemmorgan 85 und dem mit
ihm mittels Stifte 87 (Fig. 6) verbundenen Schaltrad 86 als Lager dient. Das Organ
85 besitzt vier um je 9o° voneinander abstehende und aufwärts :gerichtete Ansätze
88, welche Stellungen einzunehmen vermögen, in denen sie im Bewegungsbereich des
Endes der Stoßstange 66 liegen, während in anderen Stellungen die Lücken zwischen
den Ansätzen dem genannten Ende gegenüberliegen, so daß bei fortgesetzter regelrechter
Drehung des Hemmorgans bei der Bewegung der Stoßstange 66 mit der Stoffklemme die
Stange durch einen Ansatz abwechselnd aufgehalten und unbeeinflußt gelassen wird.
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Gegenüber dem Fortsatz 83 besitzt der Block 74 einen Fortsatz 89 mit
scharf abgesetzter Schulter 89X, auf welche ein mittels einer Mutter 9i in einem
Flansch 92 einer lose auf der Welle 28 sitzenden Hülse 93 befestigter Kurbelstift
9o einwirkt. Die Hülse 93 tritt in den Hohlraum einer mittels einer Stellschraube
95 auf der Welle 28 befestigten und mit einem Flansch 96 versehenen Büchse 94, wobei
das abgesetzte untere Ende des- Kurbelstiftes 9o in eines .der an dem Flansch 96
in gleicher Entfernung von deren Achse angebrachten Löcher 97 (Fig. 3) tritt. -Die
Hülse 93 wird mittels Federn 98 hinuntergedrückt, welche zwischen den Böden
von in ersterer angebrachten Löchern und der mittels der Stellschraube ioi auf der
Welle 28 befestigten Nabe 99 der Nutenscheibe ioo eingesetzt sind.
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Bei der Drehung der Welle 28 in der Richtung des Pfeiles in Fig. 5
schlägt der Kurbelstift go gegen die Schulter 89X des Fortsatzes 89 ,des Blockes
74 und stößt den letzteren in der zum Zug der Feder 8o entgegengesetzten Richtung,
so daß das Organ 85, bei passender Einstellung mit einem Ansatz 88 auf die Stange
66 trifft und das durch die Sfange bewirkte Zurückgehen der Abschneide-und Klemmklinge
56, 57 vor der Abschneide-und Klemmbewegung einsetzt. Um den Block 74 gegen Kippen
um den Bolzen 73 zu sichern, ist mittels einer Schraube io2 eine abwärts gekröpfte
Platte 103 auf der Unterseite des Blockes befestigt, wobei der' Flansch 96
zwischen dieser Platte und dem Fortsatz 89 hindurchgeht.
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Das Lagerstück 77 trägt einen Achszapfen 104, auf welchem ein Klinkenhebel
gelagert ist, dessen einer Arm io5 "zum Eingriff mit dem Schaltrad 86 bestimmmt
und dessen anderer. Arm iö6 mittels einer Feder 107 mit einem Ösenstift io8
verbunden ist, welcher in ,den herabhängenden Arm iog eines Schwingorgans mit Nabe
iio geschraubt ist. Die Nabe i io sitzt auf der in Lagern 112 des Gestelles 2 gelagerten
Welle i i i (Fig. i).
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Der Arm io5 stützt sich gewöhnlich gegen einen vom Lagerstück 77 aufwärts
gerichteten Ansatz 7711 (Fig. 5), kann aber durch Bewegung des Armes io6 entgegen
der Feder 107 in die Federklemme 113 (Fig. i und 3), deren Fuß 114 mittels
der Schraube 115 am Gestell :2 befestigt ist, zurückgezogen werden. Bei der Drehung
des Kurbelstiftes go um die Welle. 28 hört sein Eingriff mit der Schulter 89X des
Fortsatzes 89 auf, wenn seine Kreisbahn das äußere Ende des Fortsatzes 89 kreuzt.
Alsdann zieht die Feder 8o den Block 74 in die Anfangsstellung zurück und bewirkt
den Eingriff des Schaltrades 86 mit .der Spitze des Klinkenhebelarmes io5, durch
welchen es eine Teildrehung erhält. Auf diese Weise werden abwechslungsweise ein
Ansatz 88 und eine Lücke .des Hemmorgans. 85 der Stoßstange 66 -dargeboten, so daß
die Fadenabschneide- und Klemmvorrichtung mit einer geringeren Frequenz als .die
je einer vollständigen Umdrehung der Welle 28 entsprechenden Nähperiode zur Einwirkung
auf den Nadelfaden und die Gimpe gebracht wird.
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Mittels einer Schraube 116 (Fig.5) ist eine federnde Sperrklinke 117
an dem Block 74 befestigt, welche durch elastischen Eingriff
in
die Zähne des- Schaltrades 86 ein Zurückdrehen des Hemmorgans 85 verhindert. Eine
mittels einer Schraube 118 am Boden des Fortsatzes 83 befestigte Feder iig besitzt
einen Arm iigx, welcher .auf die schrägen Flächen der Schaltradzähne drückt, um
zu bewirken, daß nach jeder Schaltbewegung des Schaltrades die radiale Fläche eines
Zahnes mit dem Ende der Sperrklinke 117 in Eingriff kommt, um die genaue
Einstellung des Hemmorgans 85 gegenüber der Stoßtange 66 zu sichern.
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Es ist ersichtlich, daß, wenn der Klinkephebel io5, io6 (Fig. 3) aus
der voll gezeichneten Stellung in die punktierte, unwirksame Stellung gedreht wird,
die durch den Stift go bewirkte Bewegung des Blockes 74 auf das Hemmorgan 85 wirkungslos
ist, und daß die Stellung, in welche das Organ 85 gebracht ist, ehe der Hebel
105, io6 in seine unwirksame Stellung überführt ist, dafür maßgebend ist,
ob die Fadenabschneidevorrichtung fortwährend unwirksam oder am Ende jeder Nähperiode
wirksam ist. Die Einsetzung des Stiftes go 'in eines der Löcher 97 des Flansches
96 (Fig. 3) bestimmt . die Zeitdauer seiner Einwirkung auf den Block und
damit den Zeitpunkt, in welchem das Hemmorgan 85 seinen Weg gegen die Stoffklemme
vollendet. ° Das hintere Ende der Stoßstange 66 (Fig. i, 3, 4,- 5 und io) besitzt
eine Abflachung und eine ,dieselbe scharf abgrenzende Schulter 66x, welche sich
gegen denjenigen Teil der Seitenfläche eines Sperrhebels i2o zu. legen vermag, welcher
einen Ausschnitt 121 mitbegrenzt. Letzterer bildet eine Schulter, welche sich auf
dem Oberteil der Stange 66 abstützen kann. Der Hebel 120 ist um einen Zapfen 122
drehbar, welcher von einem auf dem' Klemmhebel 24 befestigten Lagerstück 123 getragen
wird. Der Sperrhebel i2o besitzt einen aufwärts gerichteten Teil 1:24 mit einwärts
abgebogenem Ende 125 und, wird g °wöbnlich durch eine um den Kopf des Drehzapfens
122 gewundene Feder 126 abwärts gedrückt.
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Das Hebelende 125 ruht auf dem seitlichen Kurbelarm 127 (Fig.
i, 2, 3-und io), dessen Nahe 128 auf dem einen Ende der Schwingwelle i i
i befestigt ist. Auf dem anderen Ende dieser Welle ist mittels der Stellschraube
129 die Nabe 13o eines gebogenen Armes 131 befestigt, in dessen freies hülsenartiges
Ende i32 ein Plungerstift i33 und eine Feder 134 eingesetzt sind, deren eines Ende
sich gegen einen durchbrochenen Gewindedeckel 135 und deren anderes Ende sich gegen
einen auf .dem Stift 133 vorgesehenen Flansch stützt. Eine eindrseits an einen Stift
137 der Hülse 132 und anderseits an einen Stift 138, des Abstellhebels 13 angehüngte
Feder 136 zieht den Arm 13i abwärts.
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Der Plungerstift i33 ist zum Eingriff mit der oberen Fläche eines
auf der unter Federdruck stehenden Stange 12 befestigten Bundes 139 bestimmt, wenn
das obere Ende der Stange 12 unter -der Einwirkung des Nokkens i i beim Stillsetzen
der Hauptwelle seine achsiale Bewegung ausführt. Nachdem die Fadenabschneide- und
Klemmklinge bewegt worden ist und die Stange 66 durch den Hebel iao gesperrt worden
ist, wie in Fig. io in punktierten Linien angedeutet ist, bewirkt die Bewegungsübertragung
von der Stange 12 auf den Plungerstift 133 ein Schwingen des Armes
131 und ein Heben des Armes 127,
;welcher dadurch das Ende
125 des Sperr-' hebel.s i2o mithebt und letzteren von derStoßstange 66 auslöst,
wodurch der letzteren gestattet wird, unter der Einwirkung der Feder 7o der Klinge
56,57 eine Klemm- und Abschneidebewegung zu erteilen..
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Im Ruhezustande der ,Maschine befinden sich die verschiedenen Teile
in den in Fig. i bis 4 und g dargestellten Stellungen, wobei der Nadelfaden a und
die Gimpe b zwischen dem Boden der Quernut 63 des Klingen-' teiles 57 und der unteren
Fläche des Klemmfußes 15 (Fig. g) eingeklemmt sind. Nachdem der Stoff bei gehobenem
Klemmfuß in die Stoffklemme eingesetzt worden ist, wird der Abstellhebel 13 so gekippt,
daß er die Stange 12 von dem Nocken ii ausrückt und den Treibriemen von der Los-
auf die Festscheibe schiebt. Nun wird zunächst, wie üblich, die erste Seite des
Knopfloches genäht, wobei sich der Klemmfuß in der Längsrichtung des Knopflochschlitzes
(in Fig. i nach links) in seine vorderste Stellung bewegt. Hier macht er eine Bewegung
quer zum Knopfloch.schlitz und vollzieht dann seine Rückwärtsbewegung.
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Nachdem der erste Teil der Rückwärtsbewegung vollzogen ist, trifft
der Kurbel-Stift go bei seiner Umdrehung mit .der Vorschubwelle 28 auf den Fortsatz
89 (s. punktierte Linien in Fig. 5 rechts) und treibt das Hemmorgan 85 gegen
die Stoßstange 66, welche bei der Bewegung der Stoffklemme gegen das erstere geführt
wird. Wenn das Hemmorgan nun .so eingestellt ist, .daß eine Lücke zwischen den Ansätzen
88 für den ' Durchlaß der Stoßstange 66 dargeboten wird, bleibt letztere in ihrer
Anfangsstellung auf der Stoffklemme. Wenn danach der Stift go an der in Fig. 5 links
strichpunktiert gezeichneten Stelle vom Fortsatz 89 abgleitet, wird das Hemmorgan
85 durch die Feder 8o .in seine Anfangsstellung zurückgezogen. Beim-: Rückgang des
Hemmorgans 85 wird durch den . Eingriff des Schaltrades 86 mit dem
Klinkenhebelarm
105 eine solche Teildrehung des Rades 86 bewirkt, daß einer -der Ansätze 88 in Flucht
mit .der Stoßstange 66 .kommt.
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Bei Vollendung der ersten Stichgruppe wird die Anhaltevorrichtung
betätigt und der Sperrhebel i2o in die Ausrückstellung gebracht, wie in Fig. io
mit vollen Linien angedeutet; ,da jedoch die Stoßstange 66 vorher nicht betätigt
wurde, um .die Klemm- und Abschneideldinge zurückzubewegen und in der Feder 7o Kraft
aufzuspeichern, ist die Betätigung des Sperrhebels i2o zur Ausführung seiner Funktion
wirkungslos.
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Zur Erzeugung einer Überwendlichnaht mit eingelegter Gimpe auf der
vorher auf dem Stoff angebrachten Naht wird nun durch Ausrückung des Abstellhebels
die Maschine aufs neue angelassen, und es werden dadurch die Stichbilde- und V orschubv
orrichtung für eine zweite Stichgruppe in Tätigkeit gesetzt. Während der Bewegung
der Stoffklemme beim Wiederbenähen der zweiten Seite des Knopfloches bewegt sich
(las Organ 85 wieder gegen die Stoßstange, ihr diesmal einen Ansatz 88sdarbietend,
wie in vollen Linien in Fit'. 5 gezeigt ist. Bei den gleichzeitigen, iti entgegengesetzten
Richtungen erfolgenden Bewegungen des Organs 85 und der Stoffklemme wird der Stoßstange
66 eine mit Bezu- auf die Stoffklemme rasche Achsialbewegunt' erteilt, um die Abschneide-
und Klemm= klinge zurückzubewegen, wobei die Stoßstange mittels des unter Federdruck
stehenden Sperrhebels i2o in der zurückgezogenen Stellung gesperrt wird. Bei Vollendung
der zweiten Stichgruppe wird die Anhaltevorrichtung betätigt, um die Stichbilde-
und V orschubvorrichtung anzuhalten, und es wird der Sperrhebel i2o gehoben, wodurch
die Stoßstange frei wird, so daß sie unter der Wirkung der Feder 7o eine Fadenabschneide-
und Klenimbew9#gung der Klinge 56. 57 bewirken kann.
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Es ist von Wichtigkeit, daß am Anfang der Knopflochbenähung der Nadelfaden
und die Gimpe wenigstens für einige Stiche von der Kleinniklinge sicher festgehalten
werden. Es ist ferner notwendig, daß die Abschneide-und Klemmklinge, welche eine
Bewegung quer zur Nadelbahn hat, vor der Vollendung -der zweiten Seitenbenähung
zurückgezogen wird, tun ein Zusammenstoßen mit der Nadel zu vermeiden.
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Bei der Herstellung von langen oder mitteliriäßig langen Knopflöchern
kann die Zurückziehung der Klinge 56, 57 durch Auftreffen der Stoßstange 66 auf
einen in bezug auf die Bewegung der Stoffklemme .dauernd ortsfesten Anschlag bewirkt
werden; bei der Herstellung von sehr kurzen Knopflöchern muß jedoch Vorsorge zur
Sicherung einer raschen Zurückbewegung der Abschneide- und Klemmklinge getroffen
werden.
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Damit die Klinge 56, 57 bei allen Einstellungen der Maschine für Knopflöcher
verschiedener Länge annähernd dieselbe rückwärtige Stellung einnimmt, ist es erforderlich,
daß das Organ 85 in bezug auf die Stoffklemme dieselbe äußerste Stellung unveränderlich
einnimmt, in welcher der Fortsatz 89 vom Stift 9o frei wird, um auf die Stoßstange
66 dieselbe Wirkung auszuüben. Da die Geschwindigkeit der Stoffklemmenbewe-@ung
und daher auch der Stoßstange 66 entsprechend den Einstellungen für Knopflöcher
von verschiedener Länge in bezug auf die Geschwindigkeit des Vorschubrades 29 sich
verändert, ist es erforderlich, daß sich auch der Zeitpunkt der Bewegung des Organs
85 entsprechend ändert.
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Zu diesem Zweck kann der Stift 9o in irgendeines der Löcher 97 (Fig.
3) eingesetzt werden, deren jedes einer anderen Knopflochlänge entspricht. In der
Zeichnung ist der Stift 9o in das der größten Länge des Knopfloches entsprechende,
d. h...einer späten Bewegung des Organs 85 entsprechende Loch 97 eingesetzt. Zur
Einstellung der Maschine auf Knopflöcher kleiner oder mittlerer Länge wird der Stift
9o in das hinterste bzw. mittlere Loch 97 eingesetzt, wodurch die Einwirkung des
Organs 85 auf die Stange 66 mehr oder weniger früher einsetzt. Eine besondere Einstellung
des Stiftes 9o für jede Knopflochlänge ist offenbar nicht nötig_ , da die Größe
der Rückstoßbewegung der Stange 66 in gewissem begrenzten Umfange verändert werden
kann.
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Am Ende der Nähperiode werden der Nadelfaden a und die Gimpe b beim
ersten Erfaßtwerden durch den Klingenteil 57 durch Auftreffen auf die konvergierenden
Kanten der Aussparung 62 zusammengezogen und in das innere Ende der letzteren bewegt,
worauf sie in einer Stufe der Arbeitsbewegung der Klinge zwischen die Aussparung
62 und die am Ende des Klemmfußes i5 gebildete Schulter 6.4 (Fig. 7) eingezwängt
werden. Wenn die Klinge 56, 57 ihre Arbeitsbewegung fortsetzt, werden Faden und
Gimpe zusammengepreßt, wobei der härtere von beiden in den anderen hineingedrückt
wird, wie in Fig.9 gezeigt. In dieser Lage befinden sich Faden und Gimpe unterhalb
,des Bodens des Klemmfußes 15 und@werden zwischen demselben und dem Boden der Nut
63 des Klingenteiles 57 fest eingeklemmt. Annähernd gleichzeitig werden die unter
dem Teil 57 befindlichen Teile des Fadens und der Gimpe durch den Kling enteil
56 in Verbindung mit der scharfen Kante der Platte 53 abgeschnitten.
Es
ist ersichtlich, daß der Zeitraum zwischen den Fadenabschneidevorgängen durch Aus-
und Einrücken des Klinkenhebels i o5, i o6 von Hand, in und außer Arbeitsstellung
zum Schaltrad 86 oder durch Veränderung der Winkelabstände der Ansätze 88 vergrößert
werden kann.