DE3339033C2 - Kontrollvorrichtung für ein an einer Fahrzeugradnabe befestigbares Instrument zur Registrierung der vom Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke - Google Patents
Kontrollvorrichtung für ein an einer Fahrzeugradnabe befestigbares Instrument zur Registrierung der vom Fahrzeug zurückgelegten WegstreckeInfo
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Abstract
Eine Kontrollvorrichtung für ein an der Nabe eines Fahrzeugrades befestigtes Instrument (10) zur Registrierung der vom Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke enthält ein Zählwerk mit mehreren Zifferrädern (25), einen Abstempelungsmechanismus (29, 30) für Stempelkarten, Mittel (14) für den Vorschub von Zifferrädern des Zählwerkes als Funktion der zurückgelegten Wegstrecke, und ein Pendel, dessen Schwingungsachse mit der Radachse zusammenfällt, und das dadurch, daß es im wesentlichen stillsteht, eine Relativbewegung in Beziehung zum Registrierinstrument bewirkt. Diese Bewegung wird ausgenutzt, um über eine Übersetzungseinrichtung (12) das Mittel für den Vorschub der Zifferräder des Zählwerkes anzutreiben. Das Mittel für den Vorschub der Zifferräder des Zählwerkes schließt einen Vorschubhaken (14) ein, der bleibend verformt wird, wenn Zifferräder des Zählwerkes blockiert sind, und dabei bleibendes Schließen eines ersten elektrischen Kontaktes (14b-34) bewirkt. Ein bewegliches Glied (18) in der Übersetzungseinrichtung (12) ist mit wenigstens einem Signalansatz (49) versehen, der bei Bewegungsübertragung der Übersetzungseinrichtung abwechselnd einen zweiten elektrischen Kontakt (33-34) öffnet und schließt. Ferner sind Mittel (34, 35) zum Abfühlen des Zustandes der elektrischen Kontakte angeordnet, um schnelles Feststellen zu ermöglichen, ob das Registrierinstrument auf die vorgesehene Weise arbeitet.
Description
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet
daß das Kontaktarmglied (31) schwenkbar gelagert ist und eine Nase (3IaJ aufweist die zur
Anlage gegen die Signalansätze (49) auf dem Planetenrad (18) kommt sowie einen Arm (31c), der die
Kontaktfeder (33) zur Anlage gegen das Kontaktglied (34) betätigt wenn das Kontaktirmglied (31)
von einem Signalansatz (49) geschwenkt wi. d.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß die Nase (3ia)des Kontaktarmgliedes
(31) durch einen Schlitz (50) in das Ringritzel (17) hineinragt
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet daß das Kontaktarmglied (31) mit
einem abgebogenen Teil (316J versehen ist das sich zwischen der Nase (31aj und dem Arm (3Ic^ erstreckt
und gegen einen beweglichen Auskupplungsarm (40) anliegt der die Nase (3IaJ des Kontaktanngliedes
(31) beim Fahren des Fahrzeuges von der Bewegungsbahn der Signalansätze (49) entfernt hält
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß der Auskupplungsarm (40) das Kontaktarmglied
(31) in solcher Lage hält daß die vom Kontaktarmglied (31) betätigte Kontaktfeder (33)
gegen das Kontaktglied (34) anliegt
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet daß der Auskupplungsarm (40) verschiebbar
gelagert und durch einen Exzenter (39) verschiebbar ist, der auf einer drehbaren Welle (37)
angeordnet ist
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Abdeckplatte (36) versehen
ist, die auf der drehbaren Welle (37) befestigt ist so daß die Abdeckplatte (36) zwischen zwei Lagen
drehbar ist, wobei in einer Lage (Fahrlage) die Teile der Kontrollvorrichtung geschützt unter der Abdeckplatte
(36) liegen, und der Auskupplungsarm (40) die Nase (31a,) des Konta· tarmgliedes (31) von
der Bewegungsbahn des Signalansatzes (49) entfernt hält, und in der zweiten Lage (Kontroll- und Ableselage)
die Kontaktabfühlglieder (34,35) und der Abstempelungsmechanismus
(29,30) freigelegt sind sowie der Auskupplungsarm (40) vom Kontaktarmglied
(31) entfernt ist
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontrollvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei solchen Kontrollvorrichtungen ist es wünschenswert, unbefugte Eingriffe zwecks Beeinflussung der
Wegstreckenmessung noch schwerer zu machen bzw. eine einfache und sichere Kontrolle darüber zu ermöglichen,
daß die Kontrollvorrichtung keinen Eingriffsversuchen ausgesetzt war.
Bei einer in DD-PS 1 25 094 beschriebenen und dargestellten Kontrollvorrichtung ist eine Triebachse, auf
der mit Ziffernräder zusammenwirkende Übertragungsritzel gelagert sind, derart radial federnd angeordnet,
daß bei einer Manipulation am Zählwerk die Triebachse radial verschoben wird, wodurch das Zählwerk
außer Betrieb gesetzt wird. Die erfolgte Manipulation und die dadurch herbeigeführte Außerbetriebsetzung
des Zählwerks ist nur mittelbar bei der Abstempelung zu erkennen, und zwar dadurch, daß gewisse Ziffern
nicht gedruckt werden.
Diese bekannte Ausgestaltung hat sich in der Praxis bewährt, jedoch ist sie aus folgenden Gründen noch
verbesserungsbedürftig. Eine erfolgte Manipulation ist dann von einer späteren Feststellung ausgeschlossen,
wenn es gelingt, die Triebachse wieder in ihre Ursprungliehe
Lage zurückzuschieben. Da bei der bekannten Ausgestaltung die Triebsachse zwischen zwei ausfederbaren
Schenkeln angeordnet 'st, erscheint dies nicht unmöglich.
Außerdem läßt sich bei der bekannten Ausgestaltung eine Manipulation an der Übersetzungseinrichtung
nicht feststellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontrollvorrichtung
der eingangs bezeichneten Art so auszugestalten, daß eine Manipulation am Zählwerk nicht
wieder beseitigt werden kann und auch eine Manipulation an der Obersetzungseinrichtung festgestellt werden
kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmale gelöst. Bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung wirii das Vorschubglied bei einer Manipulation am Zählwerk in Fc rm einer
Blockierung der Zifferräder bleibend verformt, so daß schon hierdurch eine Vertuschung der Manipulation
verhindert ist. Außerdem wird der Zustand einer Verformung Kontaktgliedern übertragen, die eine Feststellung
der Manipulation ohne eine optische Feststellung der Verformung ermöglichen, d. h, die Manipulation
kann auch ohne eine Demontage der Kontrollvorrichtung festgestellt werden. Darüber hinaus ermöglicht die
erfindungsgemäße Ausgestaltung mit einfachen Mitteln auch die Feststellung einer Manipulation an der Obersetzungseinrichtung,
die ebenfalls durch die Kontaktglieder angezeigt wird und deshalb ebenfalls ohne eine
Demontage der Kontrollvorrichtung feststellbar ist.
Es ist zwar aus US-PS 36 98 622 bekannt, bei Wegstreckenmessern mit Steuergeräten zur Ermittlung von
Zahlungsbeträgen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Tarife die ermittelten Werte durch Kontaktabfrage
abzurufer, jedoch handelt es sich bei dieser bekannten Ausgestaltung nicht um eine gattungsgemäße Kontrollvorrichtung.
Außerdem ist bei dem bekannten Wegstreckenmesser eine Manipulation in Form einer
Verstellung des Zählwerks oder eine Manipulation in Form einer Veränderung des Übersetzungsverhältnisses
nicht feststellbar. Ein aufgrund Manipulation verändertes Meßergebnis würde vielmehr unter Berücksichtigung
des gewählten Tarifs als reelles Meßergebnis gewertet werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Eine Auiiührungsform eier Erfindung in Form einer
Kontrollvorrichtung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben, wobei auch
weitere Vorteile mit verschiedenen Einzelkennzeichen der Erfindung angegeben werden.
F i g. 1 ist ein Querschnitt durch das Gehäuse des Wegstreckenmessers mit u. a. Pendel, Übersetzungseinrichtung,
Zählwerk und Antriebsmitteln für das Zählwerk.
Fig. 2 zeigt einen Vorschubhaken für den Vorschub
des Zählwerkes.
F i g. 3 zeigt den Vorschub des Zählwerkes.
Fig.4 zeigt die Konsequenz einer Sperrung eines
Zifferrades im Zählwerk bei Vorschub des Zählwerkes.
Fig. 5 zeigt ein Kontaktarmglied zur Kontrolle der
Funktion der Übersetzu irjseinrichtung.
Fig. 6 und 7 zeigen die Funktion des Kontaktarmgliedes.
Der in F i g. 1 gezeigte Wegstreckenmesser besteht aus einem Gehäuse 10, das an einem Fahrzeugrad befestigt
wird. Es umschließt ein Pendel 11, eine Obersetzungseinrichtung 12, ein Zählwerk 13 und Antriebsmittel
14 für den Vorschub des Zählwerks. Das Pendel enthält einen geschlossenen Raum 15 mit beweglichen Kugeln
16 und ist von der Art, wie es in der genannten Veröffentlichung beschrieben ist. Die Übersetzungseinrichtung
besteht aus einem Ringritzel 17 mit Innenzähnen, das starr mit dem Gehäuse verbunden ist, und zwei
Planetenrädern 18,19, sowie einer zwischen den Planetenrädern liegenden Exzenterscheibe 20. Das erste Planetenrad
18 lagert auf einem mit dem Pendel fest verbundenen Exzenter 21 und greift in die Zähne des Ringritzels
ein. Das zweite Planetenrad 19 greift ebenfalls in die Zähne des Ringritzels ein und lagert drehbar auf
einem als Exzenter ausgebildeten Mittenzapfen 22 auf der Exzenterscheibe 20. Die Planetenräder und die Exzenterscheibe
lagern auf einer gemeinsamen Welle 23, die am Boden des Gehäuses 10 beifügt ist. Auf der
Exzenterscheibe 20 ist ein Verbindungszapfen 24 angeordnet, der in das erste Planetenrad 18 so hineinragt
daß das erste Planetenrad 18 die Exzenterscheibe antreibt, die ihrerseits durch ihren Mittenzapfen 22 das
zweite Fianetenrad 19 antreibt.
Bei fahrendem Fahrzeug steht das Pendel 11 in Beziehung
zum Gehäuse 10 still. Das Gehäuse rotiert mit dem Rad, auf dem der Wegstreckenmesser befestigt ist. Die
Planetenräder 18,19 werden hierdurch veranlaßt sich zu drehen, wobei das zweite Planetenrad 19 mit einer in
Beziehung zum Ringritzel 17 wesentlich verminderten Geschwindigkeit rotiert und dabei über eine Triebscheibe
44 und das Antriebsmittel 14 das Zählwerk antreibt, was nachstehend näher erklärt werden wird.
Die Übersetzungseinrichtung ist von bekanntem Typ, und ihre Arbeitsweise wird deshalb hier nicht näher
beschrieben.
Das Zählwerk 13 enthält mehrere Zifferräder 25. die auf vorspringenden Absätzen mit Ziffern 26 versehen
sind. Zwischen den Zifferrädern sind Übertragungsräder 27 angeordnet, um ein darauffolgendes Zifferrad
einen Schritt weiterzudrehen, wenn ein vorhergehendes Zifferrad eine ganze Umdrehung gedreht worden ist. In
der Zeichnung sind nur ein Zifferrad und ein Übertragungsrad gezeigt. Das Zählwerk ist mit einem gezahnten
Rad 28 versehen, das mit dem Antriebsmittel 14 schrittweise weitergedreht wird, und das mit dem Zifferrad
verbunden ist, das bei Ablesung des Wegstreckenmessers die Ziffer mit der geringsten Bedeutung ergibt.
Anschließend an die Zifferräder ist eine Führungsschiene 29 für eine Ablesekarte und eine Hammervorrichtung,
die schematisch durch das Glied 30 angedeutet siiid, so angeordnet, daß eine schriftliche Registrierung
der Stellung des Zählwerks erhalten werden kann. Das Zählwerk mit der Ableseeinrichtung ist ebenfalls von
bekanntem Typ und bildet keinen Teil der Erfindung.
Die Kontrollvorrichtung gemäß der Erfindung enthält das Antriebsmittel 14 für den Vorschub des Zählwerks
und ein Kontaktarmglied 31, das auf einer Welle 32 schwenkbar gelagert ist und eine Kontaktfeder 33
betätigt. Das Antriebsmittel wie auch das Kontaktarmglied sind für Zusammenwirken mit einem elektrischen
Kontaktstift 34 angeordnet, dessen Spitze 35 der Anschlußkontakt für e'.ri Kontrollgerät ist. Das Antriebsmittel
14 besteht aus einem Vorschubhaken, der deutlicher in F i g. 2 gezeigt, und der mit einem Griffteil 14a
und einem Kontaktiinger 140 versehen ist.
Das Gehäuse 10 ist mit einem Deckel 36 versehen, der auf einer Welle 37 befestigt ist, die in im Gehäuse fest
angeordneten Trennwänden 38 und 38a schwenkbar gelagert ist. Der Deckel kann so gedreht werden, daß die
Führungsschiene 29 für eine Ablesekarte oder Stempelkarte freigelegt wird, wobei die Welle 37 gedreht wird
und dabei durch ein auf der Welle angeordnetes Exzenterteil 39 einen Auskupplungsarm 40 für das Kontaktarmglied
31 dreht. Dies wird später unter Bezugnahme auf die Fig. 5 —7 näher erklärt werden. Das Gehäuse
lagert nicht drehbar auf einer Halterung an einem Fahrzeugrad. Außerhalb der Wand 38a befindet sich ein
plombierbarer Spannring 10c, der den Mechanismus im Gehäuse 10 festhält.
Der in Fig.2 gezeigte Vorschubhaken besteht aus
einem länglichen Arm 14, der um eine im Gehäuse 10 befestigte Welle 42 schwenkbar gelagert ist. Der Arm
14 ist mit einem vorragenden Führungsteil 14c versehen, das eine im wesentlichen sektorförmige öffnung 14c/
aufweist. Diese öffnung ist für die Aufnahme eines Führungsstiftes
43 vorgesehen, der auf der Triebscheibe 44 befestigt ist. die neben dem zweiten Planetenrad 19 liegt
und von diesem mittels eines in das Planetenrad hineinragenden Zapfens 45 angetrieben wird, wie in F i g. 1
gezeigt ist. Der Arm 14 ist ferner mit einem Ende einer Schnappfeder 46 verbunden, deren anderes Ende in einer
Vertiefung in einem Glied 10a lagert. Die Glieder 10a und 106 sind zwei im Gehäuse angeordnete Halteprofile
für Komponenten und Teile.
Wenn das Fahrzeug fährt, veranlaßt das zweite Planetenrad 19 Drehung des Antriebsrades 44, wobei der
Führungsstift 43 sich kontinuierlich in einer kreisförmigen Bahn bewegt. Der Arm 14 des Vorschubhakens
wird dabei veranlaßt, eine hin- und hergehende Bewegung auszuführen, wobei die Vorwärtsbewegung in
Richtung des Pfeiles dazu angewendet wird, das gezahnte Rad 28 einen Schritt zu drehen. Der Arm 14 ist in F i g.
2 in der Lage gezeigt, die er einnimmt, wenn er das gezahnte Rad einen Schritt weitergedreht hat und zurückgeführt
werden soll, um das gezahnte Rad erneut einen Schritt vorzuschieben. Wenn der Führungsstift 43
sich im Uhrzeigersinn in Richtung des Pfeiles dreht, wird der Arm 14 in entgegengesetzter Richtung einwärts gedreht,
wobei die Schnappfeder 48 gespannt wird und dabei den Schnappunkt passiert, so daß der Arm in seiner
inneren Lage verbleibt, wenn der Führungsstift 43 wieder sich zur äußeren Lage des Armes 14 zu bewegen
beginnt. Während der Einwärtsbewegung des Armes 14 liegt der Führungsstift somit gegen die in Beziehung
zum Arm hintere Kante der öffnung 14c/ an. Wenn der Führungsstift 43 sich ein Stück in Richtung zur äußeren
Lage des Armes 14 bewegt hat, kommt er in Kontakt mit der in Beziehung zum Arm 14 vorderen Kante der
öffnung Hd und beginnt dabei, den Arm 14 zu dessen
äußerer Lage zu verschieben. Wenn der Schnappunkt der Feder 46 passiert wird, wechselt die Feder über zu
der in F i g. 2 gezeigten Lage und schiebt dabei den Arm 14 in einem deutlichen Arbeitshub zu der äußeren Lage,
wobei der Arm mittels seines Griffteiles 14a das gezahnte Rad 28 einen Schritt dreht. Dieser Vorgang wird kontinuierlich
wiederholt, solange das Fahrzeug sich bewegt.
Der schrittweise Vorschub des gezahnten Rades 28 ist in F i g. 3 dargestellt. Das Griffteil des Vorschubhakens
14 ist dort bereit in einen Zahn 28a am gezahnten Rad 28 einzugreifen. Wenn der Vorschubhaken sich in
Richtung des Pfeiles bewegt, verschiebt das Griffteil den Zahn 28a, so daß das gezahnte Rad sich einen
Schritt dreht, und eine neue Ziffer 26 zur Registrierungslage vorgeschoben wird. Der Vorschubhaken wird
danach zu der in der Figur gezeigten Lage zurückgeführt, so daß ein neuer Vorschubvorgang ausgeführt
werden kann. Dies ist die normale Funktion des Vorschubhakens, und der Kontaktfinger 146 des Vorschubhakens
kommt dabei nicht in Kontakt mit dem Kontaktstift 34. Das gezahnte Rad ist mit einer Rücklaufsperre
48 versehen.
Wenn das gezahnte Rad 28 oder eines der Zifferräder 25 gesperrt wurde, um zu verhindern, daß das Zählwerk
die vom Fahrzeug zurückgelegte Wegstrecke registriert, kann das Griffteil 14a des Vorschubhakens nicht
das gezahnte Rad den erforderlichen Schritt drehen. Das Griffteil ist so bemessen, daß es in einem solchen
Fall deformiert wird und danach seine ursprüngliche Form nicht wieder annimmt. Die Verformung ist also
bleibend, und sie hat zur Folge, daß der Kontaktfinger 146 des Vorschubhakens (in F i g. 3 abwärts) gebogen
wird und dabei mit dem Kontaktstift 34 in Kontakt kommt, so daß ein elektrischer Kontakt geschlossen
wird. Dies ist in F i g. 4 dargestellt. Diese Kontaktschließung läßt sich bei Besichtigung oder fliegender Kontrolle
leicht durch die zugängliche Spitze 35 des Kontaktstiftes 34 feststellen, da diese Kontaktschließung bleibend
ist.
Um auch die Arbeitsweise der Übersetzungseinrichtung kontrollieren zu können, ist das Kontaktarmglied
31 angeordnet. Wie bereits erwähnt wurde, ist es schwenkbar auf der Welle 32 gelagert und wird von
Absätzen 49 am ersten Planetenrad 18 gesteuert. Das Steuerende des Kontaktarmgliedes ist wie ein Blatt geformt
und ragt durch einen Schlitz 50 in das Ringritzel 17 hinein. Das andere Ende des Kontaktarmgliedes betätigt
die Kontaktfeder 33, die bei Schwenkung des Kontaktarmgliedes zur Anlage gegen den Kontaktstift
34 gebracht wird. Die Funktion des Kontaktarmgliedes geht deutlicher aus den F i g. 5—7 hervor.
In F i g. 5 sind das Kontaktarmglied 31 und das mit Ansätzen 49 versehene erste Planetenrad 18 schematisch
im Horizontalaufriß, von unten in F i g. 1 gesehen, gezeigt. Das Kontaktarmglied ist an einem Ende mit
einer blattförmigen Nase 31a versehen, die, wie vorstehend erwähnt, durch den schmalen Schlitz 50 in das
Ringritzel 17 hineinragt. Die Nase ragt in die Bewegungsbahn für die Ansätze hinein und wird deshalb von
diesen betätigt, so daß das Kontaktarmglied um die Lagerungswelle 32 geschwenkt wird. Das andere Ende des
Kontaktarmgliedes ist mit einem Schwanzteil 31c ausgebildet, das ein Ende der Kontaktfeder 33 betätigt, die
bei Schwenkung des Kontaktarmgliedes zur A.r'.Tge gegen
den Kontaktstift 34 gebracht wird, wie es in F i g. 6 dargestellt ist. Das andere Ende der Kontaktfeder 33 ist
mit dem Gehäuse 10 verbunden. Da das Planetenrad 18 auf einem Exzenter lagert, der in der Mitte des Ringritzels
rotiert, wandert der Kontaktpunkt des Planetenrades mit dem Ringritzel rund um das Ringritzel, wobei
das Planetenrad in entgegengesetzter Richtung zum Exzenter rotiert, wie es mit den Pfeilen angedeutet ist
Wenn der Kontaktpunkt des Planetenrades mit dem Ringritzel im wesentlichen diametral in Beziehung zur
Nase des Kontaktanngliedes liegt, passieren die Ansätze 49 an der Nase 31a in einer Bahn vorüber, die mit
Abstand zur Nase liegt. In diesem Fall betätigen die Ansätze die Nase nicht, und das Kontaktarmglied wird
dann natürlich nicht gedreht Durch Drehen des mil dem Wegstreckenmesser versehenen Fahrzeugrades einige
Umdrehungen, erhält man somit einen Kontaktschiieß-
7
verlauf, der ein bestimmtes Signalmuster ergibt. Dieses
Signalmuster kann leicht durch den Kontaktstifi 34 registriert
werden. Das Signalmuster hängt von der Anzahl Ansätze am Planeienrad 18 und dem Übersetzungsverhältnis
zwischen dem Ringritzel 17 und dem Planetenrad ab, d. h. von der Anzahl Zähne am Ringritzel und
Planetenrad. Durch Ablesen des Signalmusters läßt sich somit If cht feststellen, ob die Übersetzungseinrichtung
auf die vorgesehene Weise arbeitet.
In den Fig. 5—7 ist der in Fig. I nur schematisch
angedeutete Auskupplungsarm 40 ausführlicher gezeigt. Dieser Auskupplungsarm wird in seiner Längsrichtung
vom Exzenter 39 verschoben, der in eine Aus- / nehmung 40a im Auskupplungsarm eingreift. Der Aus- : ■■]
kupplungsarm wird zur Anlage gegen eine vorspringen- 15 i
de Kante 3Ii) am Kontaktarmglied verschoben, wenn ■:',
der Deckel 36 auf dem Gehäuse zu geschlossener Lage ■')
gedreht wird. Hierdurch wird die Nase 31a des Kontaktärrngiicdcs
von den Bcwcgungsbahncri der Ansätze 49
weg verschoben, und die Kontaktfeder 33 wird zur Anlage gegen den Kontaktstift 34 gebracht. Dies ist in
F i g. 7 dargestellt und bringt mehrere Vorteile mit sich. Erstens brauchen der Kontakt und das Kontaktarmglied
nicht während normalen Fahrens des Fahrzeuges zu arbeiten. Zweitens wird das Pendel nicht mit der
Arbeit belastet, die für die Schwenkbewegung des Kontaktarmgliedes erforderlich ist, sondern die Arbeit des :
Pendels kann voll für den Antrieb des Zählwerkes ausgenutzt werden. Drittens wird der elektrische Kontakt
während des Fahrens des Fahrzeuges geschlossen ge- 30 :;
halte:., wodurch die Kontaktflächen vor Oxidation und Verschmutzung geschützt werden, so daß die Kontaktflächen
bei Ausführung der Kontrolle nicht verschlissen und sauber sind.
Wenn auch nur eine Ausführungsform der Kontrollvorrichtung gemäß der Erfindung beschrieben und gezeigt
wurde, ist doch offensichtlich, daß innerhalb des VJ
Rahmens des Erfindungsgedankens viele Variationen 5T!
und Modifikationen denkbar sind. Die Griff- und Kon- i;
taktteile des Vorschubhakens können z. B. auf andere 40 ,'
Weise ausgebildet werden, und das Kontaktarmglied :; kann von Signalansätzen gesteuert werden, die auf ei- ^
nem anderen beweglichen Glied in der Übersetzungs- ji
einrichtung angeordnet sind. Das Kontaktschließen |j kann ferner an zwei verschiedenen Kontaktstiften ge- 45 4J
schehen und ggf. mittels Leuchtdioden angezeigt wer- y den. Cj
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
50
60
Claims (3)
1. Kontrollvorrichtung für ein an einer Fahrzeugradnabe befestigbares Instrument zur Registrierung
der vom Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke, das ein Zählwerk mit mehreren Zifferrädern, einen Abstempelungsmechanismus
für Stempelkarten, ein Mittel für den Vorschub der Zifferräder des Zählwerks
als Funktion der zurückgelegten Wegstrecke und einen Pendel aufweist, dessen Schwingungsachse
mit der Fahrzeugradachse zusammenfällt und welches dadurch, daß es im wesentlichen still steht,
eine Relativbewegung in Beziehung zum Registrierinstrument bewirkt, und die Relativbewegung dazu
ausnutzt, über eine Übersetzungseinrichtung das Mittel für den Vorschub der Zifferräder des Zählwerks
anzutreiben, wobei das Mittel für den Vorschub der Zifferräder des Zählwerks ein Vorschubglied
miteäiem Eingriffsteil aufweist, das in die Zähne
eines Rades eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubglied (14) bleibend
verformt wird wenn Zifferräder (25) blockiert sind, daß das Vorschubglied (14) ein Kontaktteil (\4b) aufweist,
das bei Verformung des Vorschubgliedes (14) zur Anlage gegen ein Kontaktglied (34) verschoben
wird, und daß ein bewegliches Glied (18) in der Obersetzungseinrichtung (12) vorhanden ist, das mit
wenigstens einem Signalansatz (49) versehen ist, der
bei Bewegungsübertragung der Übersetzungseinrichtung (1°.) abwechselnd einen zweiten elektrischen
Kontakt (33, 34) öffnet und schließt, und daß Mittel (34,35) zum Äbfflhlen des Zustandes der elektrischen
Kontakte angeordnet sind.
2. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubglied (14) aus einem
Arm besteht, das Eingriffsteil (Ha) durch eine hakenförmige Abbiegung des Armes gebildet ist und
das Kontaktteil (14ty durch einen vom Eingriffsteil (14a,) vorragenden Finger gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersetzungseinrichtung (12) ein
Ringritzel (17) mit innen angeordneten Zähnen, ferner ein erstes Planetenrad (18), das auf einem mit
dem Pendel (11) fest verbundenen Exzenter (21) gelagert ist und in das Ringritzel (17) eingreift, sowie
ein zweites Planetenrad (19) aufweist, das ebenfalls in das Ringritzel (17) eingreift und auf einem als
Exzenter ausgebildeten Mittenzapfen (22) einer zwischen den zwei Planetenrädern (18, 19) liegenden
Exzenterscheibe (20) drehbar gelagert ist, daß die Planetenräder (18, 19) und die Exzenterscheibe (20)
um eine gemeinsame Welle (23) gelagert sind, daß zwischen dem ersten Planetenrad (18) und der Exzenterscheibe
(20) ein Verbindungszapfen (24) so angeordnet ist, daß beim Fahren des Fahrzeuges das
erste Planetenrad (18) die Exzenterscheibe (20) antreibt, daß die Exzenterscheibe (20) ihrerseits das
zweite Planetenrad (19) antreibt, daß das zweite Planetenrad (19) die Vorschubmittel (44, 14) das Zählwerk
mit verminderter Geschwindigkeit antreibt, und daß das erste Planetenrad (18) längs seiner Peripherie
mit mehreren Signalansätzen (49) versehen ist, die mit einem beweglichen Kontaktarmglied (31)
so zusammenarbeiten, daß das Konlaktarmglied (31) h5
bei Anlage gegen einen Signalansatz (49) von diesem zu einer Lage verschoben wird, in der es eine Kontaktfeder
(33) zur Anlage gegen das Kontaktglied
(34) betätigt
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