DE3346512C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorlagen-Zuführvorrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine solche
Vorlagen-Zuführvorrichtung ist bei Bilderzeugungsgeräten,
wie z. B. Kopiergeräten verwendbar.
Ein herkömmliches Kopiergerät ist mit einer Vorlagen-
Zuführvorrichtung versehen, welche Vorlagen automatisch
zum Vorlagenträger liefert und welche ein zwischen zwei
Rollen gespanntes Transportband aufweist, wobei die
eine Rolle durch einen Motor antreibbar ist, um das
Transportband die Vorlagen vom Vorlagenträger überführen
zu lassen. Diese bisherige Vorlagen-Zuführvorrichtung
verwendet als Antriebsmotor einen Kommutatormotor und
einen Induktionsmotor, wobei die Transportstrecke einer
Vorlage durch die Ansteuerzeit des Motors bestimmt wird.
Wenn eine Vorlage auf die Vorlagen-Zuführvorrichtung
aufgelegt ist und der Motor anläuft, wird insbesondere
in Zeitgeber betätigt; nach Ablauf einer vorgegebenen
Zeitspanne wird der Motor angehalten. Die Vorlage befindet
sich dann in einer vorgegebenen Lage auf dem
Vorlagenträger. Die auf die Vorlagen-Zuführvorrichtung
beim Vorlagentransport einwirkende Belastung varriert
jedoch mit der Dicke, der Papier-Güte und anderen Eigenschaften
der Vorlagen, wodurch Änderungen in der Belastung
des Motors eingeführt werden. Der Kommutatormotor
und der Induktionsmotor können sich kaum an diese
Laständerungen anpassen und sind daher einer Änderung
ihrer Drehzahl in Abhängigkeit von dieser Laständerung
unterworfen. Infolgedessen wird die Vorlage nicht in
Übereinstimmung mit der Vorgabezeit des Zeitgebers so
transportiert, daß sie in der richtigen Lage auf dem
Vorlagenträger zu liegen kommt.
Eine Vorlagen-Zuführvorrichtung der eingangs genannten
Art ist aus der DE-OS 32 13 770 bekannt. Diese Vorlagen-
Zuführvorrichtung hat einen Antriebsmotor, der
an eine Treiberstufe angeschlossen ist und auch ein
Transportband des zugehörigen Kopiergeräts antreibt,
das von einer Zentraleinheit gesteuert ist. Eine Zeitsteuerscheibe
ist derart mit dem Antriebsmotor verbunden,
daß sie mit diesem zusammen umläuft. Die Drehung
der Zeitsteuerscheibe wird mittels eines Detektors
mit einer Lichtschranke erfaßt, um damit die Betriebszeit
des Antriebsmotors zu ermitteln.
Der Antriebsmotor wird über eine etliche Taktperioden
entsprechende Zeitdauer für eine bestimmte Transportstrecke
angetrieben, wodurch eine Vorlage zu einer bestimmten
Stelle befördert und dort angehalten wird.
Das heißt, bei dieser bekannten Vorlagen-Zuführvorrichtung
wird die Zeitdauer erfaßt, während der der Motor angetrieben
wird, und wenn das Ende der Zeitdauer erreicht
ist, dann wird der Motor angehalten. Mit anderen
Worten, der Motor wird zeitabhängig gesteuert.
Weiterhin ist aus der DE-OS 29 08 182 eine Schritt
schaltmotoranordnung bekannt, die mit einer Ansteuereinrichtung
versehen ist, um einzeln die Motorphasen
so zu erregen, daß die Motorwelle um einen ausgewählten
Schritt einer vorbestimmten Anzahl von in gleichem
Winkelabstand angeordneten Schritten gedreht werden
kann. Diese bekannte Schrittschaltmotoranordnung hat
eine von der Motorwelle angetriebene Sensoranordnung,
die eine Anzahl von Stellungssignalen erzeugt, wobei
die Anzahl der Stellungssignale gleich der Anzahl der
Motorphasen ist. Dadurch sind die Stellungssignale
durch einen Winkel zwischen zwei benachbarten Schritten
der Motorwelle zueinander phasenverschoben. Ein
Haltedekodierer dekodiert die Stellungssignale und
steuert die Ansteuereinrichtung, um so die Motorwelle
in einer augenblicklichen Schrittstellung zu halten.
Im einzelnen ist bei dieser bekannten Schrittschaltmotoranordnung
eine Scheibe eines Wandlers von der
Welle eines Mehrphasen-Schrittschaltmotors angetrieben.
Der Wandler erzeugt abhängig von der Drehung der
Scheibe Ausgangssignale mit hohem bzw. niedrigem
Pegel. Die vom Wandler gelieferten Stellungssignale
werden an einen Sensorverstärker abgegeben, der wiederum
Ausgangssignale an einen Ansteuerungsdekodierer
und einen Haltedekodierer liefert. Die Ausgangssignale
des Haltedekodierers werden in eine Halteansteuereinrichtung
eingespeist, welche Signale an den
Motor anlegt, um die Welle in einer bestimmten Schrittstellung
zu halten.
Schließlich ist noch aus der DE-AS 21 32 783 eine Anordnung
zur Erzeugung des Taktes für die Aufzeichnung von
digitaler Information auf einem Datenträger bekannt. Der
Datenträger wird hier durch einen kollektorlosen Gleichstrommotor
angetrieben, und Hall-Generatoren dienen als
Dreh-Fühlereinrichtung für die Abgabe eines der Rotorstellung
des Motors genau entsprechenden Signals.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorlagen-
Zuführvorrichtung für ein Bilderzeugungsgerät
zu schaffen, mit welcher die Vorlagen stets in die
richtige Lage auf dem Vorlagenträger überführbar sind.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorlagen-Zuführvorrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß
durch die in dessen kennzeichnendem Teil enthaltenen
Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Patentansprüchen 2 bis 9.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Kopiergeräts,
das mit einer Vorlagen-Zuführvorrichtung
gemäß der Errfindung versehen ist,
Fig. 2 ein Blockschaltbild des Schaltungsaufbaus
der Vorlagen-Zuführvorrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 und 4 Darstellungen von Anzeigewiedergaben,
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht zur Darstellung
der Anordnung eines bürstenlosen
Motors,
Fig. 6 eine Vorderansicht des bürstenlosen Motors
nach Fig. 5,
Fig. 7 eine Darstellung zusammengeschalteter
Wicklungen des bürstenlosen Motors,
Fig. 8 Darstellungen des bürstenlosen Motors in
einem erregten Zustand,
Fig. 9 Spannungswellenformen von im bürstenlosen
Motor angeordneten Hall-Elementen,
Fig. 10 ein Schaltbild einer Motoransteuereinrichtung,
Fig. 11 ein Zeitsteuerdiagramm von Signalen in der
Motoransteuereinrichtung und
Fig. 12 ein Betriebszeitsteuerdiagramm für die
Vorlagen-Zuführvorrichtung.
Gemäß Fig. 1 ist auf der Oberseite eines Kopiergeräts
1 ein Vorlagenträger 2 in Form einer durchsichtigen
Glasscheibe vorgesehen, und am Vorlagenträger
2 ist eine im folgenden auch kurz als Vorlagenzuführer
bezeichnete Vorlagen-Zuführvorrichtung 3 abnehmbar
und frei verschwenkbar angeordnet. Unter dem Vorlagenträger
2 befindet sich eine Belichtungseinheit 10
mit einer Belichtungslampe 4 und Spiegeln 5, 6, 7, die
in Pfeilrichtung hin- und hergehend verschiebbar sind,
sowie einem Linsenblock 8 und einem Spiegel 9, die
in Richtung der optischen Achse bzw. des Strahlengangs
bewegbar sind. Eine auf dem Vorlagenträger 2 befindliche
Vorlage wird durch die Belichtungseinheit 2
abgetastet, um ein Vorlagenmuster auf der Mantelfläche
einer photoleitenden Trommel 11 abzubilden, die in
Richtung des Pfeils drehbar und durch eine Aufladeeinheit
12 aufladbar ist. Die aufgeladene Trommel 11
wird durch die Belichtungseinheit 10 in der Weise belichtet,
daß auf ihrer Mantelfläche ein Latentbild
ensteht, das mittels einer Entwicklungseinheit 13
zu einem Tonerbild entwickelt wird.
Weiterhin werden Kopierpapierblätter P jeweils einzeln
aus einer oberen oder unteren Papiervorrats-Kassette
14 bzw. 15 mittels einer Transportrolle 16 bzw. 17 abgenommen,
über eine Papierführungsstrecke 18 bzw. 19
zu zwei Ausricht- oder Klemmrollen 20 geführt und
durch letztere zu einem Bildübertragungsabschnitt 21
transportiert.
Die beiden Kassetten 14, 15 sind jeweils getrennt und
herausnehmbar in den rechten unteren Abschnitt des
Kopiergeräts 1 eingesetzt und an einer nicht dargestellten
Bedientafel wählbar. Das zum Bildübertragungsabschnitt
21 überführte Papier P wird an einer Übertragungs-
Aufladeeinheit 22 in innige Berührung mit
der Mantelfläche der photoleitenden Trommel 11 gebracht,
wobei unter der Wirkung der Aufladeeinheit 22
das auf der Trommel 11 erzeugte Tonerbild auf das
Papierblatt P übertragen wird. Nach dieser Tonerbildübertragung
wird das Papierblatt P mittels einer
Abstreif-Aufladeeinheit 23 von der Trommel 11 abgestreift
und auf einer Papiertransportstrecke 24 zu
zwei Anschmelz- bzw. Fixierwalzen 25 überführt. Durch
letztere wird das Tonerbild auf
dem Papierblatt P fixiert.
Das das fixierte Tonerbild tragende Papierblatt P
wird durch zwei Austragsrollen 26 in ein am linken
unteren Seitenabschnitt des Kopiergeräts 1 angebrachtes
Fach 27 ausgetragen. Die photoleitende
Trommel 11 wird durch eine Lösch-Aufladeeinheit 28
elektrisch gelöscht, durch eine Reinigungseinheit
29 von dem an ihrer Mantelfläche anhaftenden Resttoner
befreit und anschließend mittels einer Leuchtstofflampe
30 bestrahlt, um auf der Mantelfläche
verbliebendes Restladungsbild zu löschen. Ein Gebläse
31 dient zur Kühlung des Innenbereiches des Kopiergeräts
1.
Der Vorlagenzuführer 3 umfaßt einen Zuführteil 32
und einen Transportteil 33. Der Zuführteil 32 weist
ein Fach 34, auf dem Vorlagen D
gestapelt sind, einen Anschlag zum vorübergehenden
Zurückhalten der Vorlagen D, zwei Abnahmerollen 36
und zwei Klemmrollen
37 auf. Das Fach 34 ist um etwa 30° geneigt, so daß
die Vorlagen D unter ihrem Eigengewicht zum Rollenpaar
36 herabgleiten können. Der Anschlag 35 ist um
seinen Drehpunkt 35 a in den durch den Doppelpfeil angedeuteten
Richtungen verschwenkbar, und wenn er
unter das Fach 34 zurückgezogen wird, werden die
Vorlgagen D aus ihrem vorübergehend festgehaltenen
Zustand freigegeben. Der Anschlag 35 wiederholt seine
Schwenkbewegung periodisch, auch nach Freigabe einer
Vorlage D, um die Vorlagen D von der Unterseite her
in Schwingung zu versetzen und damit ihr Abnehmen
zu erleichtern. Das Abnahmerollenpaar 36 besteht aus
Rollen 36 a, 36 b, die (am Durchlaufspalt) entgegengesetzt
zueinander umlaufen, um damit die vereinzelte
Zuführung der Vorlagen D zu ermöglichen. Das Klemmrollenpaar
37 dient zur Überführung der abgenommenen
Vorlage D zum Transportteil 33 im richtigen Takt und
zur Beseitigung einer etwaigen Schrägstellung der
Vorlage D.
Der Transportteil 33 umfaßt Rollen 39 und 40, um die
ein Förderband 38 gespannt ist, Rollen 41, 42 und 43
zum Andrücken des Förderbands 38 gegen den Vorlagenträger
2, einen Anschlag 44, Austragrollen 45 und
ein Fach 46.
Der Anschlag 44 ist in Richtung des Doppelpfeils
um seinen Drehpunkt 44 a verschwenkbar und hält
normalerweise das Vorderende einer Vorlage D in dem
in Fig. 1 dargestellten Zustand. Wenn der Anschlag 44
durch ein Solenoid 47 nach unten geschwenkt wird, wird
die Vorlage D freigegeben.
Die Vorlagenzuführer 3 umfaßt weiterhin mehrere
Detektoren 48, 49 und 50. Der Detektor 48 erfaßt das
Vorhandensein der Vorlage D auf dem Fach 34, der
Detektor 49 überwacht die zuverlässige Zuführung der
Vorlage D zum Transportteil 33, und der Detektor 50
erfaßt die ausgegebene Vorlage D.
Wenn auf dem Fach 34 Vorlagen D gestapelt sind, wird
nach Einleitung des Kopierbetriebs das Solenoid 47
betätigt, so daß sich der Anschlag 44 unter den Vorlagenträger
2 zurückzieht, während das Förderband 38
anläuft und etwaige auf dem Vorlagenträger 2 verbliebene
Vorlagen austrägt.
Gleichzeitig wird ein Solenoid 35' betätigt, um den
Anschlag 35 unter das Fach 34 herabzubewegen, so daß
die Vorlagen D zum Abnahmerollenpaar 38 herabgleiten
können. Durch die beiden Abnahmerollen 36 werden die
Vorlagen zu den Klemmrollen 37 überführt,
welche in diesem Fall für eine bestimmte Zeitspanne
angehalten werden, in welcher die Vorlage D
durch die beiden Abnahmerollen 36 zu den Klemmrollen
37 zugeführt und dann am Vorderende bezüglich einer
etwaigen Schräglage korrigiert wird. Wenn die Klemmrollen
37 anzulaufen beginnen, wird eine Vorlage D
in den Transportteil 33 eingeführt.
Sobald die Klemmrollen 37 anzulaufen beginnen, werden
die beiden Abnahme- oder Zuführrollen 36 angehalten
und der Anschlag 44 in seine obere Stellung zurückgeführt.
Dabei dreht sich die Rolle 36 a in Vorlagenzuführrichtung,
während sich die Rolle 36 b in entgegengesetzter
Richtung dreht, so daß durch die zwischen
den Rollen 36 a und 36 b erzeugten Reibung die Vorlagen D
vereinzelt werden können. Die Vorlage D wird durch
das Förderband 38 transportiert, bis ihr vorderes Ende
am Anschlag 44 anstößt. Hierauf führt das Kopiergerät
1 einen Kopiervorgang mit der betreffenden Vorlage D
durch.
Nach dem Kopiervorgang wird das Solenoid 47 zum Zurückziehen
des Anschlags 44 betätigt, während das Förderband
38 zum Entfernen der Vorlage D vom Vorlagenträger
2 in Bewegung gesetzt wird. Die Vorlage D wird dann
über die Rollen 45 in das Fach 46 ausgegeben.
Während dieser Vorlagenausgabe wird die Vorlagenzuführung
durch die Abnahmerollen 36 wiederholt, sofern
der Detektor 48 das Vorhandensein von Vorlagen D auf
dem Fach 34 feststellt. Wenn der Detektor 50 die Ausgabe
der Vorlage D erfaßt, wird der Anschlag 44 in
seine die nächste Vorlage anhaltende Stellung zurückgebracht.
Wenn die Vorderkante der Vorlage mit dem Anschlag 44
in Berührung gelangt ist, läuft das Förderband 38
noch über eine bestimmte Strecke von der Stelle aus,
in welcher die Vorderkante der Vorlage D mit dem Anschlag
44 in Berührung gelangt ist,
weiter, um damit die Lage der Vorlage
zu korrigieren.
Der Vorlagenzuführer besitzt den in Fig. 2 dargestellten
Schaltungsaufbau. Insbesondere umfaßt er einen
Speicherteil 51 zur Speicherung des für die Durchführung
der einzelnen Operationen erforderlichen Betriebsprogramms
und eine Steuereinrichtung 52 zum fortlaufenden
Auslesen des im Speicherteil 51 gespeicherten
Programms zwecks Erzeugung der erforderlichen Steuersignale.
Als Speicherteil 51 dient ein Festwertspeicher,
in welchem ein Steuerprogramm abgespeichert ist, während
die Steuereinrichtung 52 durch einen Mikrorechner gebildet
ist. Die Steuereinrichtung 52 liefert ein Adressensignal ADR
zur Bezeichnung des im Speicherteil 51 abgespeicherten
Programms, wobei dem Signal ADR entsprechende Daten
PGR des Programms der Steuereinrichtung 52 eingegeben werden,
die ihrerseits ein Steuersignal entsprechend dem
Signal ADR an einen Eingabe/Ausgabeteil 53 und einen
Schnittstellenteil 54 anlegt. An den Eingabe/Ausgabeteil
53 sind das Solenoid 47,
die Detektoren 48, 49 und 50, ein Motor 55 über eine
Treiberstufe, ein Startschalter 56 und ein Detektor-
Schalter 57 zur Bestimmung, ob der Vorlagenzuführer aufgesetzt
worden ist oder nicht, angeschlossen. Der Motor
55 ist ein bürstenloser Motor, der in positiver Richtung
(Vorwärtsrichtung) und negativer Richtung (Rückwärtsrichtung)
drehbar ist. Bei der Vorwärts- oder Rückwärtsdrehung
des Motors 55 werden der Anschlag 35, die
beiden Abnahmerollen 36, die Klemmrollen 37, das
Förderband 38 und die Rollen 45 in Drehung versetzt.
Die Steuereinrichtung 52 bestimmt die Förderstrecke der
Vorlage D anhand des Drehwegs des Motors 55 nach Maßgabe
eines von einem ODER-Glied 98 (Fig. 10) einer
noch zu beschreibenden Motoransteuerschaltung
60 gelieferten Drehung-Meßsignals und
steuert den Motor 55 über die Motoransteuerschaltung
60 entsprechend dieser Bestimmung an. Genauer gesagt:
die Motoransteuerschaltung 60 führt den Motor 55
in Abhängigkeit von einem Signal zur Bezeichnung
seiner Drehrichtung und einem Signal zur Steuerung
seiner Drehung oder Drehzahl.
Der Startschalter 56 dient zur Einleitung des Kopierbetriebs
anstelle einer nicht dargestellten, am Kopiergerät
1 angeordneten Kopier-Drucktaste. Der andere
Schalter 57 dient zur Feststellung, ob der Vorlagenzuführer
3 mit seinem auf dem Vorlagenträger 2 aufliegenden
Förderband 38 geschlossen ist oder nicht.
Das Signal zur Bezeichnung der Drehrichtung des
Motors 55, das Signal zum Anhalten oder Antreiben
des Motors 55 und das Signal zur Bezeichnung des
EIN-AUS-Zustands des Solenoids 47 werden von der Steuereinrichtung
52 über den Eingabe/Ausgabeteil 53 geliefert.
Andererseits werden die Fühl- oder Meßsignale für die
Vorlage D von den Detektoren 48-50, ein Startsignal
vom Startschalter 56 und ein Vorlagenzuführer-Setzsignal
vom Detektor-Schalter 57 über den Eingabe/Ausgabeteil
53 der Steuereinrichtung 52 eingegeben.
Weiterhin werden ein Vorlagenzuführer-Setzsignal
DF-SET, ein Vorlagen-Setzsignal DOC-RDY, ein Startsignal
DF-KEY, ein Störungs- oder Stausignal DF-JAM
und ein Motorstopsignal MOT-STP vom Steuerteil 52
über den Schnittstellenteil 54 zu einer anderen
Steuereinrichtung (oder Mikrorechner) 100 im Kopiergerät 1
übertragen. Die Steuereinrichtung 100 des Kopiergeräts 1
entspricht der normalerweise für die Steuerung von
Kopiergeräten verwendeten Steuereinheit.
Das Signal DF-SET wird geliefert, solange der Detektor-
Schalter 57 feststellt, daß sich der Vorlagenzuführer
3 in einem betrieblichen Zustand befindet, wodurch
die Steuereinrichtung 100 des Kopiergeräts 1 veranlaßt wird,
ein Programm zur Ausführung einer Steuersequenz zu
wählen, in welcher der Vorlagenzuführer 3 eingeschlossen
ist.
Das Signal DOC-RGY bzw. DOC-RDY zeigt an, daß das
Vorhandensein von Vorlagen D auf dem Fach 34 durch
den Detektor 48 erfaßt worden ist. Wenn dieses Signal
der Steuereinrichtung 100 des Kopiergeräts 1 zugeliefert wird,
führt das Kopiergerät 1 seinen Kopiervorgang für die
im Vorlagenzuführer 3 befindliche Vorlage D durch.
Das Startsignal DF-KEY zeigt an, daß der Startschalter
56 zur Einleitung des Kopierbetriebs betätigt worden
ist. Das Störungs- oder Stausignal DF-JAM wird geliefert,
wenn im Vorlagenzuführer 3 ein Vorlagenstau
bzw. ein Steckenbleiben von Vorlagen aufgetreten ist,
beispielsweise dann, wenn der Detektor 49 während einer
bestimmten Zeitspanne ab dem Beginn der Drehung der
beiden Abnahmerollen 36 keine Vorlage erfaßt. Dieses
Signal DF-JAM wird von der Steuereinrichtung 52 geliefert, wenn
diese nach Empfang von Meßsignalen von den einzelnen
Detektoren 49 und 50 entscheidet, daß ein Steckenbleiben
bzw. eine Störung aufgetreten ist.
Das Signal MOT-STP zeigt den Betriebszustand des
Vorlagenzuführers 3 an und dient zur Einleitung des
Kopierbetriebs des Kopiergeräts 1.
Andererseits werden ein Vorlagen-Setzsignal DOC-SET,
ein Vorlagen-Einlegsignal DOC-IN und ein Vorlagen-
Ausgabesignal DOC-OUT vom Kopiergerät 1 über den
Schnittstellenteil 54 zur Steuereinrichtung 52 des Vorlagenzuführers
3 geliefert.
Das Signal DOC-SET ist vorgesehen, um die auf dem
Fach 34 befindlichen Vorlagen den beiden Zuführ-
bzw. Abnahmerollen 36 zuzuführen, während eine auf
dem Vorlagenträger befindliche Vorlage
ausgegeben wird. Das Signal DOC-IN dient zur
aufeinanderfolgenden Betätigung der beiden Abnahmerollen
36, der Klemmrollen 37 und des Förderbands 38
zur Zufuhr einer weiteren Vorlage auf den Vorlagenträger
2 bei gleichzeitiger Ausgabe der vorhergehenden,
noch auf dem Vorlagenträger 2 befindlichen Vorlage.
Das Signal DOC-OUT dient zum Austragen der auf dem
Vorlagenträger 2 verbliebenen Vorlage in das Fach 46.
Die Steuerzeitpunkte oder Takte, mit denen diese
Signale angelegt werden, sind folgende:
Das Signal DOC-SET wird geliefert, um den Anschlag
35 zurückzuziehen und die Vorlagen D zu den beiden
Abnahmerollen 36 zu überführen. Sofern das Signal
DOC-RDY anliegt, wird das Signal DOC-IN jedesmal dann
geliefert, wenn eine Vorlage durch eine neue Vorlage
ersetzt wird, so daß die einzelnen Vorlagen auf den
Vorlagenträger 2 aufgelegt werden können. Wenn das
Signal DOC-RDY nicht anliegt bzw. wenn der Detektor
48 keine Vorlage erfaßt, wird das Signal DOC-OUT
zum Ausgeben der Vorlage D geliefert.
Wenn das Signal DF-SET nicht anliegt, wird das Signal
DF-JAM geliefert; wenn im Kopiergerät 1 ein Fremdkörper
vorhanden ist oder ein abnormaler Zustand vorliegt,
wird der Kopierbetrieb beendet. Wenn die Ursache
für diese Betriebsunterbrechung beseitigt ist,
wird, sofern die vorherbestimmte Zahl von Kopien noch
nicht angefertigt worden ist, das Signal DOC-SET
geliefert, worauf wiederholt das Signal DOC-IN ge
liefert wird.
Das Kopiergerät 1 ist mit einem Anzeigeteil 58 versehen,
der graphische Darstellungen verschiedener
Betriebszustände wiedergibt. Gemäß den Fig. 3 und 4
wird eine Flüssigkristall-Anzeigetafel für den Anzeigeteil
58 verwendet, der als Anzeigesegmente ein Symbol
58 a für den Umriß des Kopiergeräts 1, ein Symbol 58 b
für die Papiervorrats-Kassetten 14 und 15, ein Symbol
58 c für die Anzeige eines betriebsbereiten Zustands
des Kopiergeräts 1, ein Symbol 58 d für aufgesetzten
Vorlagenzuführer 3 und ein Symbol 58 e zur Anzeige, daß
eine Transportstörung im Vorlagenzuführer 3 aufgetreten
ist, enthält. Das Symbol 58 d wird wiedergegeben,
wenn der Vorlagenzuführer 3 auf den Vorlagenträger 2
aufgesetzt ist. Das Symbol 58 e erscheint in Abhängigkeit
vom Signal DF-JAM.
Ein Stromversorgungsteil 59 erhält seinen Speisestrom
vom Kopiergerät 1, um die erforderlichen Spannungen
für Speicherteil 51, Steuereinrichtung 52, Eingabe/Ausgabeteil
53, Schnittstellenteil 54, Motor 55 und Solenoid
47 zu liefern.
Der Motor 55 ist ein bürstenloser Motor der in den
Fig. 5 und 6 dargestellten Art. Dabei ist ein mit
acht Polen magnetisierter Dauermagnet 61₁ um den Umfang
eines Läufers 61 herum angeordnet. Mit dem Läufer
61 ist eine sich mit ihm mitdrehende Welle 67 verbunden.
In zwölf Schlitze eines Ständers 63 sind
Phasenwicklungen 62₁, 62₂ und 62₃ eingesetzt, wobei
jeweils ein Satz von Phasenwicklungen 62₁-62₃ auf
die in Fig. 7 dargestellte Weise an ihrem einen Ende
und in ihrem Inneren in Sternschaltung zusammengeschaltet
sind. Aufgrund dieser Sternschaltung werden
die Phasenwicklungen 62₁-62₃ mit jeweils zwei Phasen
bzw. in jeder zweiten Phase erregt, so daß sechs
mit a-f bezeichnete Kombinationen gebildet werden.
Aufgrund dieser sechs Kombinationen von erregten
Phasen verschiebt sich der Erreger- oder Erregungspol
fortlaufend um jeweils einen Schlitz. Wenn die
Wicklungen insbesondere gemäß Fig. 8 in der Reihenfolge
von (A), (B), (C), (D), (E) und (F) erregt werden,
dreht sich der Läufer 61 um einen halben Schlitz in
einem Schritt und um 90° in einem Verlauf vom (A)-(F)
im Uhrzeigersinn aufgrund der Wechselwirkung zwischen
den Magnetfeldern der Wicklungen 62₁-62₃ und des
Dauermagneten 61₁. Wenn die Wicklungen entgegengesetzt
in der mit (F)-(A) gemäß Fig. 8 bezeichneten Reihenfolge
erregt werden, dreht sich der Läufer 61 entgegen
dem Uhrzeigersinn.
Der Ständer 63 enthält drei Hall-Elemente (oder
Stellungsdetektoren) 64, 65, 66, die in Abständen entsprechend
einem halben Schlitz-Abstand neben dem
Läufer 61 angeordnet. Die Hall-Elemente 64-66
erzeugen Wechselspannunen (oder Hall-Spannungen),
deren Phasen um 1/3 Perioden gegeneinander
verschoben sind (vgl. Fig. 9), wenn sich der Läufer 61
im Uhrzeigersinn dreht. Wenn die Hall-Elemente 64-66
Hall-Spannungen von vier Perioden erzeugen, beendet
der Läufer 61 eine Umdrehung. Genauer gesagt: die
Hall-Spannung einer Periode entspricht einer 90°-Drehung
des Läufers 61. Der Läufer 61 wird in Drehung versetzt,
indem in Abhängigkeit von den Hall-Spannungen die
Richtung geändert wird, in welcher die Wicklungen
62₁, 62₂, 62₃ erregt werden. Wenn sich der Läufer 61
im Uhrzeigersinn drehen soll, befindet er sich in
der Stellung entsprechend (F) gemäß Fig. 8, vorausgesetzt,
daß die Hall-Spannungen der Hall-Elemente 64,
65, 66 Minus, Null bzw. Plus betragen. Wenn die erregten
Phasen in der Richtung (a) gemäß Fig. 7 wechseln,
dreht sich der Läufer 61 über 15° im Uhrzeigersinn,
und er ist bestrebt, in der Stellung (A) gemäß Fig. 8
zu verweilen. Wenn der Läufer 61 diese Stellung erreicht,
ändern sich jedoch die Hall-Spannungen der
Hall-Elemente 64, 65, 66 auf Null, Minus bzw. Plus;
die erregten Phasen wechseln in Richtung (b) gemäß
Fig. 7, und der Läufer 61 dreht sich um 15° in die
Stellung (B) gemäß Fig. 8. Der Läufer 61 dreht sich
im Uhrzeigersinn, wenn die erregten Phasen fortlaufend
auf diese Weise wechseln, und zwar in Abhängigkeit von
den Hall-Spannungen.
Die Motoransteuerschaltung 60 besitzt
den Aufbau gemäß Fig. 10. Dabei werden insbesondere
Signale von den Hall-Elementen 64, 56 und 66 zu
Komparatoren 71, 72 bzw. 73 geliefert, die eine
Wellenformung der zugeführten Signale bewirken. Die
Ausgangssignale der Komparatoren 71-73 werden einer
Drehung-Wechselschaltung 74 zugeführt, welche die
Drehrichtung des Läufers 61 nach Maßgabe von durch
die Steuereinrichtung 52 gelieferten Signalen wählt und die
z. B. exklusive ODER-Glieder (EOR) 74₁, 74₂ und 74₃
aufweist. Die Ausgangssignale dieser Wechselschaltung
74, d. h. die Ausgangssignale der exklusiven ODER-Glieder
74₁-74₃, werden einer Strom-Wechsel- bzw. -Umschaltschaltung
75 zugeführt, die an ihren Ausgangsklemmen
75₁-75₆ Umschaltsignale für die Erregungsphasen
in Abhängigkeit von Ausgangssignalen
der Drehung-Wechselschaltung 74 liefert, wobei
diese Erregungsphasen-Umschaltsignale der folgenden
Tabelle I entsprechen. Die Komparatoren 71-73,
die Drehung-Wechselschaltung 74 und die Strom-Wechselschaltung
75 bilden einen Inverter- bzw. Wechselrichter-
Steuerteil 76.
Von den Ausgangsklemmen 75₁, 75₃ 75₅ der Strom-Wechselschaltung
75 werden Ausgangssignale zu den Schaltelementen
oder Basiselektroden von z. B. NPN-Transistoren
77, 78 bzw. 79 geliefert, deren Emitter mit dem
Kollektor eines NPN-Transistors 80 verbunden sind.
Letzterer schaltet durch und sperrt in Abhängigkeit
von den von der Steuereinrichtung 52 angelegten Signalen, um da
mit die Transistoren 77, 78 und 79 durchzuschalten
und zu sperren. Die Transistoren 77-79 werden zur
Bestimmung der Zeitspannen, während denen die Erregungsspannungen
an die Wicklungen 62₁-62₃ angelegt
werden, in Abhängigkeit vom Ausgangssignal der Strom-
Wechselschaltung 75 geschaltet. Insbesondere liefern
die Transistoren 77-79 in Abhängigkeit von den
von der Strom-Wechselschaltung 75 gelieferten Erregungsphasen-
Umschaltsignalen entsprechende Umschaltsignale
zum Transistor 80, der hierdurch durchgeschaltet
und gesperrt wird.
Erregungsphasen-Umschaltsignale von den Ausgangsklemmen
75₂, 75₄, 75₆ der Strom-Wechselschaltung 75 sowie
Ausgangssignale von den Kollektoren der Transistoren
77, 78 und 79 werden einem Transistor-Inverter bzw.
-Wechselrichter 81 zugeführt, welcher PNP-Transistoren
82, 83 und 84, NPN-Transistoren 85, 86 und 87 sowie
Dioden 88, 89, 90, 91, 92 und 93 umfaßt. Das Durchschalten
und Sperren der Transistoren 82-87 erfolgt
in Abhängigkeit von den ihnen zugelieferten Signalen,
so daß die Erregungsspannungen an die Wicklungen 62₁-62₃
angelegt werden können. Der Wechselrichter-Steuerteil
76 ist so mit dem Transistor-Wechselrichter 81
koordiniert, daß er einen Transistor-Wechselrichterabschnitt
oder -teil 94 bildet. Die Dioden 88-93
sollen die Transistoren 83-87 vor in den Wicklungen
62₁-62₃ erzeugten elektromotorischen Gegenkräften
schützen.
Die Ausgangssignale der Komparatoren 71-73 werden
jeweils an eine Eingangsklemme von UND-Gliedern 95, 96
bzw. 97 angelegt, während die Ausgangssignale der
Komparatoren 72, 73 und 71 den anderen Eingangsklemmen
der UND-Glieder 95, 96 bzw. 97 aufgeprägt werden.
Die Ausgangssignale der UND-Glieder 95-97 werden
einem ODER-Glied 98 eingespeist, dessen Ausgangssignal
als Drehung-Meßsignal der Steuereinrichtung 52 eingespeist
wird. Letztere bestimmt die Größe der Bewegung der
Vorlagen D durch Zählen der Ausgangsimpulse des
ODER-Glieds 98. Wenn der Motor 55 beispielsweise in
Vorwärtsrichtung läuft, werden die beiden Zuführ-
oder Abnahmerollen in Drehung versetzt. Wenn sich
der Motor 55 in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung
dreht, werden die beiden Klemmrollen 37 und das Förderband
38 angetrieben, der Anschlag 35 verschwenkt und
die Rollen 45 in Drehung versetzt. Diese Rückwärtsdrehung
des Motors 55 beginnt gemäß Fig. 12 nach
Maßgabe des Signals DOC-IN, wobei die Bewegungsgröße
der Vorlage zum Zeitpunkt bei dieser Rückwärtsdrehung
berechnet wird. Genauer gesagt: wenn Signale, die
von den Hall-Elementen 64-66 bei Rückwärtsdrehung
geliefert werden, an die Komparatoren 71, 72, 73 angelegt
werden, erzeugen letztere die Rechtecksignale
gemäß Fig. 11. Wenn die Ausgangssignale der Komparatoren
71-73 den UND-Gliedern 95, 96 bzw. 97 zugeführt
werden, liefern letztere Impulssignale bzw. Signalimpulse.
Wenn die Signalimpulse der UND-Glieder 95-97
dem ODER-Glied 98 eingespeist werden, erzeugt dieses
ein Impulssignal bzw. einen Signalimpuls, das bzw.
der aus den Signalimpulsen der UND-Glieder 95-97
zusammengesetzt ist. Wenn der Signalimpuls des ODER-
Glieds 98 der Steuereinrichtung 52 zugeführt wird, zählt diese
Impulse zur Berechnung der Bewegungsgröße der Vorlagen
anhand der gezählten Impulszahl. Wenn in diesem Fall
Impulse gezählt werden, die einer Periode der Hall-
Spannung entsprechen, entscheidet die Steuereinrichtung 52,
daß sich der Motor 55 um 90° gedreht hat. Nach bzw.
entsprechend dieser Drehung des Motors 55 werden die
beiden Klemmrollen 37 in Drehung versetzt, um eine
Vorlage D zum Vorlagenträger 2 zu überführen. Gleichzeitig
läuft das Förderband 38 zum Transportieren der
Vorlage D. Während dieses Vorgangs setzt die Steuereinrichtung
52 das Zählen der Ausgangsimpulse des ODER-Glieds
98 fort, um damit die Bewegungsgröße oder -strecke
der Vorlage D zu berechnen. Wenn während dieses Vorlagentransports
eine zusätzliche Belastung auf das
Förderband 38 ausgeübt und damit die Drehzahl
des Motors verringert wird, fallen
die Ausgangsfrequenzen der Hall-Elemente 64, 65 ab.
Infolgedessen berechnet die Steuereinrichtung 52 die Bewegungsgröße
der Vorlage D in Abhängigkeit von der
Drehzahlverringerung des Motors 55. Sobald die Bewegungsgröße
einen vorbestimmten Wert erreicht, beendet
die Steuereinrichtung 52 die Zufuhr des Signals MOT-STP (Zeitpunkt
T₁). Obgleich die Vorlage D zu diesem Zeitpunkt
den Anschlag 44 noch nicht erreicht hat, setzt nunmehr
ein Vorkopier- bzw. Kopiervorbereitungsvorgang ein.
Dabei werden insbesondere die Belichtungslampe 4 vorgewärmt
und die Zufuhr von Papier aus der betreffenden
Kassette 14 oder 15 eingeleitet. Wenn die Bewegungsgröße
oder -strecke die Größe erreicht, bei welcher
die Vorlage D zum Anschlag 44 transportiert worden
ist, hält die Steuereinrichtung 52 den Motor 55 an. Die Belichtungseinheit
tastet dabei die Vorlage D ab, und
der Kopiervorgang setzt ein. Letzterer ist beendet,
sobald eine vorgegebene Zeitspanne T₃ abgelaufen ist.
Wenn das Signal DOC-IN wiederum der Steuereinrichtung 52
zugeführt wird, wiederholt sich anschließend der
Vorlagentransportvorgang.
Es wird somit eine Vorlagen-Zuführvorrichtung
geschaffen, bei welcher ein bürstenloser
Motor als Antriebsmotor für den Vorlagenzuführmechanismus
benutzt wird und bei welcher ein Signal,
das der Drehungsgröße des Motors genau entspricht,
so erfaßt oder abgegriffen wird, daß anhand dieses
Signals die Bewegungsgröße oder -strecke einer Vorlage
bestimmt werden kann. Auch wenn eine in der Förderstrecke
der Vorlagen-Zuführvorrichtung auftretende
Last oder Belastung eine Änderung der Drehung des
Antriebsmotors bedingt, wird somit die Vorlage in
jedem Fall in die richtige Lage überführt.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die Hall-
Elemente in Abständen entsprechend einer halben Schlitzbreite
angeordnet, doch sind ihre Abstände nicht
hierauf beschränkt. Die Hall-Elemente können in beliebigen
anderen Abständen angeordnet sein, sofern sie
ein Signal mit der Wellenform gemäß Fig. 9 liefern.
Claims (10)
1. Vorlagen-Zuführvorrichtung, mit
- - einer durch einen Motor (55) angetriebenen und mit dem Motor (55) gekoppelten Vorlagen-Transporteinrichtung (32) zum Transportieren einer Vorlage zu einem Vorlagentisch,
- - einer Ansteuereinrichtung (94) zum Ansteuern des Motors (55) und
- - einer Steuereinrichtung (52) zum Steuern der Ansteuereinrichtung (94),
dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Motor ein bürstenloser Motor (55) ist, der einen Stator (63) mit einer Vielzahl von Nuten, in denen Phasenwicklungen (62) vorgesehen sind, und einen Rotor (61), der um den Stator (63) vorgesehen ist und einen Dauermagneten hat, aufweist,
- - eine Dreh-Fühlereinrichtung (64-66) als Kommutierungseinrichtung auf dem Stator (63) vorgesehen ist und ein Signal genau entsprechend der Größe der Drehung des Rotors (61) erzeugt, und
- - die Steuereinrichtung (52) die Größe der Bewegung der Vorlage mittels des Signals der Dreh-Fühlereinrichtung (64-66) bestimmt und die Ansteuereinrichtung (94) so steuert, daß diese den bürstenlosen Motor (55) an einem vorbestimmten Wert der Größe der Bewegung der Vorlage anhält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dreh-Fühlereinrichtung (64-66) mindestens ein
am bürstenlosen Motor (55) angeordnetes Hall-Element
(64) umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuereinrichtung (94) eine Erregungsphasen-
Umschalteinrichtung (76) zur Erzeugung mindestens
eines Umschaltsignals nach Maßgabe des Signals
von der Dreh-Fühlereinrichtung (64-66) und eine
Transistor-Wechselrichtereinheit (81) aufweist, die
durch die Umschaltsignale ein- und ausschaltbar ist,
um den Phasenwicklungen (62) des bürstenlosen Motors
Erregungsspannungen zuzuführen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuereinrichtung (94) Wellenformelemente
(71-73) zur Wellenformung des Ausgangssignals der
Dreh-Fühlereinrichtung (64-66), eine erste Schaltungseinheit
(74) zur Lieferung von Ausgangssignalen der
Wellenformelemente in Abhängigkeit von einem Steuersignal
der Steuereinrichtung (52), eine zweite Schaltungseinheit
(75) zur Lieferung von Umschaltsignalen
nach Maßgabe des Ausgangssignals der ersen Schaltungseinheit
(74) und eine Transistor-Wechselrichtereinheit
(81) umfaßt, die durch die Umschaltsignale ein- und
ausschaltbar ist, um den Phasenwicklungen (62) des
bürstenlosen Motors Erregungsspannungen zuzuführen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Schaltungseinheit (74) eine exklusive
ODER-Gliedanordnung (74₁-74₃) zur Abnahme des Ausgangssignals
von den Wellenformelementen (71-73) und
des Steuersignals der Steuereinrichtung ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transistor-Wechselrichtereinheit (81) mehrere
sequentiell mit den Phasenwicklungen (62₁-62₃)
verbundene Transistorkreise aufweist und daß jeder
Transistorkreis zwei Transistoren (82, 85; 83, 86;
84, 87) enthält, deren Kollektoren an eine der Phasenwicklungen
(62) angeschlossen sind und die durch
die Schaltsignale durchschaltbar und sperrbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transistor-Wechselrichtereinheit (81) durch
ein Stop-Signal von der Steuereinrichtung (52) abschaltbar
bzw. sperrbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (52) die Impulse des Signals
zählt, um den bürstenlosen Motor (55) anzuhalten,
wenn die Zahl der gezählten Impulse den vorbestimmten
Wert erreicht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dreh-Fühlereinrichtung (64-66) mehrere am
bürstenlosen Motor angeordnete Hall-Elemente (64-66)
umfaßt und daß Torsteuerelemente (95-97) für die UND-
Torsteuerung von jeweils zwei Ausgangssignalen der
Hall-Elemente vorgesehen sind, daß die Steuereinrichtung
(52) die Ausgangsimpulse der Torsteuerelemente
(95-97) zählt, um den bürstenlosen Motor (55)
anzuhalten, wenn die Zahl der gezählten Impulse
den vorbestimmten Wert erreicht.
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