DE3404920C2 - - Google Patents
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- A42B3/00—Helmets; Helmet covers ; Other protective head coverings
- A42B3/04—Parts, details or accessories of helmets
- A42B3/18—Face protection devices
- A42B3/22—Visors
- A42B3/221—Attaching visors to helmet shells, e.g. on motorcycle helmets
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Helm, insbesondere für
Sportzwecke, mit einem durch Scharniere an den Helmseiten
wänden befestigten Visier, mit im Kinnbereich des Helms an
geordneten Belüftungsöffnungen und mit einem am unteren Rand
des Helms angebrachten Luftabweise-Kragen.
Bei einem derartigen aus dem DE-GM
82 29 801 bekanntgewordenen Helm ist selbst bei Vorsehen des
Luftabweise-Kragens zum Abdichten gegen Zugluft infolge der
besonderen Belüftungseinrichtung auch im geschlossenen Zu
stand des Visiers eine Luftströmung auf der Innenseite des
Visiers sichergestellt, um in jedem Fall ein Beschlagen des
Visiers zu verhindern.
Bei dem vorbekannten Helm ergibt sich jedoch zum einen die
Schwierigkeit, daß die Belüftungseinrichtung ständig wirksam
ist, selbst wenn sie - beispielsweise bei teilweise geöffne
tem Visier - zur Beschlagverhinderung gar nicht notwendig ist
und daß auf der anderen Seite ein einfaches Unwirksammachen
des Luftabweise-Kragens nicht möglich ist, wenn dieser auf
grund der Fahr- und Temperaturvoraussetzungen nicht erforder
lich wäre. Darüber hinaus ergeben sich in manchen Fällen auch
Schwierigkeiten mit der gewünschten Luftströmung auf der
Innenseite des Visiers, da nicht immer ein einfaches Abfließen
der durch die Belüftungsöffnungen eintretenden Luft sicher
gestellt ist, so daß auf diese Weise auch die Strömung an
der Visierinnenseite entlang häufig gar nicht im gewünschten
Maß eintreten kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Helm
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß ein
bündiges Anliegen des Visiers an der Helmkalotte und damit ein
relativ luftdichter Helmraum erzielt wird, der trotzdem durch
Belüftungsmöglichkeiten in jeder Visierstellung ausreichend
belüftbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß
der Helm eine zur Anlenkung des zumindest längs seiner Ober
kante bündig an einen Helmausschnitt anschließenden Visiers
dienende, zur Helmoberfläche im wesentlichen radiale Bogen
führung für ein zwischen den Grenzstellungen des Visiers
darin bewegliches mit dem Visier verbundenes Gleitstück der
art aufweist, daß der Krümmungsmittelpunkt der Bogenführung
im wesentlichen mit dem Krümmungsmittelpunkt des Abschnitts
der Helmoberfläche, auf welcher der obere Rand des Visiers
beim Verstellen dicht gleitet, zusammenfällt, daß die Be
lüftungsschlitze durch einen Schieber zumindest teilweise
verschließbar sind, daß im Bereich der Seitenkanten des Vi
siers Ausnehmungen zum Abzug der Luft aus dem Inneren des
Helms vorgesehen sind und daß der Luftabweise-Kragen federnd
und in sich elastisch ausgebildet und zwischen zwei Stellun
gen verschwenkbar ist, in deren erster der Kragen an dem
Hals des Trägers des Helms anliegt, während er in der zwei
ten Stellung an die Innenwand des Helms angeklappt ist.
Trotz der bündigen Anlage des Visiers an der Helmschale ist
durch die besondere Anlenkung des Visiers eine einfache Be
wegung durch Hochschwenken des Visiers möglich, ohne daß
zunächst ein Vorziehen oder sonst ein schwieriger Bewegungs
ablauf zur Visierbetätigung erforderlich ist. Die Verschließ
barkeit der Belüftungsöffnungen, noch dazu ergänzt durch ge
sonderte Abzugsöffnungen für die Belüftungsluft, um ein opti
males Überströmen der Visierinnenseite zu erreichen, er
möglicht eine vielseitigere Anpassung an die jeweiligen Fahr-
und Wetterbedingungen. Schließlich ist es durch die ein
fache Einklappbarkeit des Luftabweise-Kragens möglich, selbst
bei aufgesetztem Helm diesen Luftabweise-Kragen in eine an
die Innenseite des Helms angeklappte Freigabestellung zu
bewegen, so daß dann Luft auch über den unteren Rand des
Kragens eindringen und zur Kühlung beitragen kann, wobei
gleichwohl in diesen Fällen das Visier und die Belüftungs
öffnungen geschlossen sein könnten, da durch die Entlüftungs
öffnungen eine Spülluftbestreichung der Innenseite des Vi
siers immer sichergestellt ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteran
sprüchen beschrieben.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der Zeichnung an einigen Beispielen
näher erläutert werden. Dabei zeigt
Fig. 1 die Vorderansicht des kompletten Helms gemäß der
Erfindung;
Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht des Helms nach
Fig. 1, teilweise geschnitten;
Fig. 3 eine Detaildarstellung der Anlenkung des Visiers an
den Helm;
Fig. 4 einen Schnitt durch das Gelenk nach Fig. 3;
Fig. 5 entsprechend der Darstellung in Fig. 3 die geome
trischen Einzelheiten der Anlenkung des Visiers an
dem Helm;
Fig. 6 die abgebrochene Darstellung einer abgewandelten
Ausführungsform der Anlenkung des Visiers an dem
Helm, nachdem einige Teile entfernt sind;
Fig. 7 einen Längsschnitt durch Einzelteile der Fig. 6 und
Fig. 8 einen vertikalen Schnitt einer abgewandelten Aus
führungsform der Anlenkung nach den Fig. 6 und 7.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung ist der Helm
selbst oder sein Körper mit A bezeichnet. Er ist in an sich
bekannter Weise mit einer vorderen Sichtöffnung versehen, deren
Kante A 1 zur bündigen Aufnahme des Randes des Visiers B eingelassen
ist, wobei das Visier B an dem Helm A durch Scharniere C be
festigt ist, die Gegenstand der Erfindung sind.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist der Helm
körper A an seiner vorderen unteren Wand mit einer Belüf
tungseinrichtung D versehen, die dazu dient, das Helminnere
zu belüften, um ein Beschlagen des Visiers B zu verhindern.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 5 wird nun eines der
beiden Scharniere C beschrieben, die zur Anlenkung des
Visiers B an dem Helm A dienen.
Die Scharniereinrichtung C weist ein Gleitstück 10 auf, welches
sich gleitend in einer in den Seitenwänden des Helms A ange
ordneten gebogenen Führung 12 bewegt und die im folgenden be
schriebenen Merkmale aufweist.
Diese gekrümmte Führung wird in der üblichen Praxis durch un
mittelbare Formgebung in den Seitenwänden des Helms A herge
stellt oder dadurch, daß entsprechende Formstücke 14 (s. Fig.
3 u. 4) je in einer Ausnehmung 16 der Seitenwand angeordnet
sind, die Zapfen 18 mit elastischem Kopf aufweisen, die in
Bohrungen 20 an dem Boden der Ausnehmung einschnappen.
Das Gleitstück 10 weist in seinem Mittelteil einen polygona
len vorspringenden Teil 22 mit einer Ausnehmung 24 auf, die
entweder ein Schraubgewinde oder eine Hinterschneidung auf
weist, um das Visier B mittels eines Schraubzapfens 25 od. dgl.
zu halten, wobei das Visier B durch das Gleitstück 10 festge
halten wird.
Gegebenenfalls kann das Visier dadurch an dem Gleitstück 10 befestigt
werden, daß zwischen die in Eingriff stehenden Flächen dieser
Teile eine elastisch nachgiebige Dichtung eingebracht wird,
die eine Winkelbewegung der Teile zueinander erlaubt.
Das Gleitstück 10 ist an seinem hinteren Ende mit einer Raste, z. B. einem
radial gerichteten Zahn 26 (s. Fig. 3) versehen, der in eine
von mehreren Gegenrasten 28 in einer der Seiten 30 der gebogenen
Führung 12 eingreift.
Der radial gerichtete Zahn 26 ist entsprechend federnd, z. B.
kann er aus elastischem Werkstoff bestehen, um dadurch die
Unterkante des Visiers B in Abstand von der Kante A 1 zu halten,
der die Frontöffnung des Helms A begrenzt.
Der von diesen beiden Kanten gebildete Abstand erzeugt bei
fahrendem Fahrzeug einen Luftstrom über die Innenfläche des
Visiers B, welcher ein Beschlagen des Visiers B verhindert
und außerdem eine wirksame Belüftung des Inneren des Helms
bewirkt.
Offensichtlich wird die Anbringung des Visiers B in ihrer
Endstellung erreicht durch geeignete Anschläge zwischen dem
Gleitstück 10 und der Bogenführung 12, so daß dann, wenn
das Visier B aufgeklappt ist, das Gleitstück 10 an dem Vor
derrand mit einem dem Zahn 26 ähnlichen Zahn versehen ist,
der an der Vorderkante des Gleitstücks 10 ausgebildet ist
und mit einer Gegenraste 32 in der bogenförmigen Führung 12
zusammenwirkt.
Andererseits wird das Visier B zusätzlich zu möglichen An
schlägen zwischen dem Gleitstück 10 und der bogenförmigen
Führung 12 vornehmlich durch die geometrischen Merkmale der
gebogenen Führung 12 in seiner abgesenkten Position gehal
ten, um ein festes Anliegen des Randes des Visiers B an dem Boden der
Kante A 1 der Helmöffnung herbeizu
führen.
Gemäß der Erfindung ist der Rand des Visiers B, insbesondere
der obere Rand, mit einer elastischen Dichtung 34 versehen.
Ist das Visier angehoben, liegt die Dichtung an der äußeren
Oberfläche A 2 des Helms A an, wodurch das Eindringen von Wasser
in das Innere des Helms und an die Innenfläche des Visiers B
verhindert wird.
Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist der untere Rand des
Visiers B im mittleren Bereich mit einem vorspringenden
Teil 36 versehen, das als Angriffsfläche für
die Finger des Trägers dient, wenn dieser das Visier ergreift
und anhebt und es in der gewünschten Winkelstellung arretiert.
Diese Bewegung kann außerdem durch flexible abstehende Hand
habungen bewirkt werden, die an einer perforierten Lasche 38
an der Rückseite des Gleitstücks 10 angebracht sind.
Wie ausgeführt, gleitet die Oberkante, insbesondere die ela
stische Dichtung 34, beim Hochschwenken des Visiers B auf der
Oberfläche A 2 des Helms und haftet an dieser an. Dadurch wird
das Visier in der gewünschten Position gehalten und zugleich
ein Eindringen von Wasser in das Innere des Helms verhindert.
In der heruntergeschwenkten Stellung, in welcher die Umfangs
kante des Visiers an dem Boden der Kante A 1 der
Helmöffnung elastisch anliegt, erfolgt die Halterung dadurch,
daß der Führung 12 entweder eine entsprechende Krümmung ge
geben wird oder durch die Anordnung der Führung in einer
entsprechenden Position gegenüber der Krümmung des vorderen
Oberteils A 2 des Helms A, indem der Bereich A 2 in der Bewe
gungsbahn des Visiers B liegt. Diese Einzelheiten ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit Fig. 5.
In dieser Figur sind die Einzelteile des in den Fig. 1 bis 4
erläuterten Scharniers C mit den gleichen Bezugszeichen ver
sehen.
Mit 12 ist die Bogenführung für das Gleitstück 10 be
zeichnet, und die Mittelpunkte der Ausnehmungen des in seinen
Endstellungen befindlichen Gleitstücks bei abgesenktem oder
angehobenem Visier B tragen die Bezeichnungen 24-24′.
In Fig. 5 bedeutet R den Krümmungsradius der gebogenen Füh
rung 12, dessen Mittelpunkt 0 mit dem Mittelpunkt der idealen
Scharnierachse des Visiers B zusammenfällt. Dieser Mittel
punkt 0 ist zugleich der Mittelpunkt des Kreises mit Radius R 1
des gekrümmten Abschnitts A 2 des Helms A in Fig. 5, wobei der
Radius R 1 zur Vereinfachung der Darstellung gegenüber den tat
sächlichen Gegebenheiten reduziert dargestellt ist. Der Mittel
punkt O 1 des Kreises mit Radius R 1 befindet sich auf einem Kreis mit
Radius R 2, auf welchem verschiedene Mittelpunkte unterschiedlicher Kreise
liegen, die das tatsächliche Profil des hier in Betracht
kommenden Abschnitts A 2 des Helms A bestimmen, wobei in diesem Fall
der Radius R 2 mit dem mittleren Radius der verschiedenen
Radien der Krümmung des Helms A korrespondiert.
In der Praxis variiert der die Krümmung der Führung 12
bestimmende Radius R zwischen 1/2 bis 1/10 des mittleren
Radius R 1 der Radien der Krümmungen des Abschnitts A 2 an der
vorderen oberen Wand des Helms A.
Der Mittelpunkt O kann dann mit dem Mittelpunkt O 1
des Kreises mit mittlerem Radius R 1 zusammenfallen, wenn dieser Radius
horizontal verläuft. Andererseits befindet sich der Mittel
punkt O in Abstand von dem Radius R 2 des Kreises
auf dem mindestens drei der Mittelpunkte der den
Abschnitt A 2 bildenden Kreises liegen. Auf diese Weise
kann die Größe des Radius R 2 zwischen 0 und 1/2 des mittleren
Radius R 1 betragen.
In der Praxis beträgt der Radius R der gebogenen Führung 12
zwischen 15 und 60 mm, vorzugsweise zwischen 20 und 40 mm, und
der Mittelpunkt O befindet sich in einem Abstand zwischen
90 und 130 mm von dem Abschnitt A 2 der Helmoberfläche.
Die Bogenführung 12 beschreibt einen Winkel α 1 + α 2
von 40 bis 100°. Dieser Winkel α 1 + α 2 ist durch
eine vertikale Linie durch den Mittelpunkt O des Kurven
radius R der Bogenführung 12 in zwei Winkel α 1 und α 2
unterteilt, so daß die Enden der Bogenführung 12 aufwärts
gerichtet sind.
Insbesondere muß der Winkel α 2 derart bemessen sein, daß
das hintere Ende der gebogenen Führung 12 eine aufwärts geführte Rich
tung aufweist, wodurch auf den Rand des Visiers B, insbesondere
dessen Unterkante, eine Zugkraft wirksam ist, die ein stän
diges Anliegen an der Kante A 1 der Öffnung des Helms A bewirkt.
Dieses Ergebnis erlangt man durch entsprechende Formgebung
des Endteils der gebogenen Führung 12, um ein Anliegen der
Kante des Visiers B an dem Boden der Kante A 1 zu
gewährleisten.
Das Anliegen der elastischen Dichtung 34 an der Fläche A 2 des
Helms während des Verschwenkens des Visiers wird außerdem
durch die der das Visier B bildenden dünnen Scheibe innewohnen
den Elastizität sichergestellt.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine vorteilhafte Variante der Ausbil
dung des Scharniers C des Visiers B, die dem oben beschriebe
nen Erfindungskonzept entspricht. Bei dieser Abwandlung ist
das Visier B an jedem seiner Enden mit gebogenen Ansätzen 40
versehen, deren geometrische Charakteristika bereits in Verbin
dung mit dem Scharnier C nach den Fig. 2 und 4 berücksichtigt
worden sind.
Der einzelne gekrümmte Ansatz 40 verläuft gleitend in der
gebogenen Führung 12 a in einer von dem Helm A gehaltenen
Platte 14 a in einer im folgenden beschriebenen Weise.
Der gekrümmte Ansatz 40 ist in seinem Mittelteil mit einer ge
bogenen Nut 42 versehen, in welchen ein vorstehender
Ansatz 10 a eingreift, der von einem Verschluß in Gestalt einer Gegenplatte 44 gehalten wird,
die gemeinsam mit den entsprechenden Teilen
durch Nieten 46 an dem Helm A befestigt ist
und dadurch die gekrümmte Fläche 40 mit dem Visier B in einer
Gleitverbindung hält.
Bei dieser Ausführungsform wird das Visier B ebenfalls in den
verschiedenen Stellungen sowohl durch den
Ansatz 10 a und durch die geometrische Anordnung der ver
schiedenen Teile gehalten, die das soeben erläuterte Scharnier C
bilden.
Die Abwandlung nach Fig. 8 entspricht im wesentlichen
derjenigen des Scharniers C, welches soeben betrachtet wurde.
Das Visier B trägt einen Ansatz 10 b aus elastischem Werkstoff,
der unter Reibung in einer gebogenen Nut 12 b in der Seitenwand
des Helms gleitet und dessen Gestalt der in Fig. 5 wiedergege
benen entspricht.
Das Visier B mit elastischen Ansatz 10 b ist an der Wand des
Helmes A durch einen Verschluß 44 b befestigt, welcher seiner
seits mittels Schrauben od. dgl. an dieser Wand befestigt ist.
Bei dieser abgewandelten Ausführungsform wird die Winkel
stellung des Visiers B durch die Reibung des elastischen An
satzes 10 b gegenüber der Wand der Nut 12 b erreicht.
Selbstverständlich kann ggf. die Nut mit paarweise angeordneten
Spitzen oder Zacken versehen sein, die in entsprechenden Winkel
stellungen in den Wänden der Nut 12 b und im Ansatz 10 b angeord
net sein können.
Diese Elemente der Erfindung, nämlich der Ansatz 10 b und die ge
krümmte Nut 12 können in entsprechender Weise sowohl zwischen
dem Verschluß 44 b und dem Visier B und zwischen diesem und dem
Verschluß 44 b, d. h. zwischen einem festen Teil des Helms A und
einem zum Visier B gehörenden beweglichen Teil angeordnet sein.
Wie bereits festgestellt, ist der in der Zeichnung wiedergegebe
ne Helm A mit Lüftungselementen D versehen, die mit den von den
Rändern des Visiers B gebildeten Teilen und der Vorderöffnung A
des Helms kombiniert sind, um eine innere Belüftung des Helms A
zu vervollständigen.
Die Verwendung eines doppelten Belüftungssystems ist erforder
lich wegen der besonderen Struktur des Helms, die darin besteht, daß
dessen untere Öffnung praktisch vollständig verschließbar
ist, z. B. durch Kragen oder ähnliche Elemente, die von einem
oder mehreren an der Basis des Helms angelenkten Segmenten ge
bildet sind und den Hals des Trägers umgeben, welches später noch
beschrieben wird.
In den Fig. 1 und 2 ist der Helm A an der vorderen unteren
Wand A 3 mit einer Kammer 50 versehen, die durch Schlitze 52
mit der Außenseite in Verbindung steht. Diese Schlitze sind
in jener Wand A 3 angeordnet und können durch einen Schieber 54
mehr oder weniger abgedeckt werden, der durch einen Knopf 55
verschiebbar an der Rückseite der Wand A 3 des Helms A gehalten
ist.
Die Kammer 50 ist innenseitig des Helms durch eine Wand 56
begrenzt, die durch entsprechende Formgebung am Bodenteil der
Kante A 1 der Helmöffnung ausgebildet ist. Ein Schlitz 58 bildet
eine Öffnung, zum Innenraum des Helmes A.
Der Schlitz 58 erfaßt
im wesentlichen die gesamte Innenfläche des Visiers B. Wenn
das Visier abgesenkt ist, strömt ein Luftstrom von unten nach
oben über die Innenfläche des Visiers, und entweicht durch
Ausnehmungen 60, die
im wesentlichen durch Platten an dem seitlichen Ende des Visiers B
gebildet sind.
Es ist offensichtlich, daß der beim Anheben des Visiers gebil
dete Belüftungsschlitz die Belüftung sowohl des Unterteils, als
auch des Hinterteils des Helmes verbessert, insbesondere wenn
dieser, an seinem Bodenteil durch einen
Kragen verschlossen wird.
In Fig. 2 ist ein angeformter
Kragen 62 vorgesehen, der sich von der Bodenkante der Helmöffnung abwärts
erstreckt. Dieser Kragen 62 wird an der Kante der unteren Helm
öffnung durch einen flexiblen Streifen 64 gehalten, der so an
geordnet ist, daß er ein Verschwenken des Kragens um etwa 180°
gestattet.
Auf diese Weise kann der Kragen 62 infolge ihrer kegeligen
Form zwei stabile Stellungen einnehmen. In der ersten Stellung
ist sie gekippt und liegt der Fläche der Wand 56 an,
wie dies Fig. 2 erkennen läßt.
Dies ermöglicht es dem Benutzer den Helm von seinem Kopf ab
zunehmen oder ihn anzulegen.
Ist der Kragen 62 andererseits in seine andere Stellung 62′
verbracht worden, d. h. er ist nach unten gerichtet, befindet
sich das freie Ende des Kragens nahe des Halses des Benutzers
oder liegt diesem an und bildet im wesentlichen einen Ver
schluß der unteren Helmöffnung. In der nach unten gerichteten
Stellung leitet der Kragen den Luftstrom ab, der bei fahrendem
Fahrzeug auf den Fahrer einwirkt.
Die Merkmale der Form und Abmessungen des Kragens 62 können in
Abhängigkeit von den Erfordernissen verändert werden, beispiels
weise kann er aus zwei oder mehreren Segmenten be
stehen, die getrennt geklappt werden können, so daß sie ebenso
an die Rückseite der unteren Helmöffnung angelangt werden
können.
Der Kragen 62 kann durch die Wand 56 bewegbar
gehalten werden, beispielsweise mittels Knöpfen, Haken, Leit
scharnieren od. dgl., um ohne Schwierigkeiten einen Ersatz zu
bewirken.
Selbstverständlich können an dem erfindungsgemäßen
Scharnierelement C auch Abänderungen in Abhängigkeit von den
speziellen Merkmalen des geschilderten Helms vorgesehen wer
den, so z. B. können die Gleitflächen zwischen dem Gleitstück 10
und der gebogenen Führung 12 angerauht oder mit Riefen ver
sehen sein, um eine sichere Raststellung des Visiers zu erhalten.
Selbstverständlich entfernen sich diese Abänderungen nicht von
dem Grundgedanken der Erfindung.
Claims (11)
1. Helm, insbesondere für Sportzwecke, mit einem durch Schar
niere an den Helmseitenwänden befestigten Visier, mit im
Kinnbereich des Helms angeordneten Belüftungsöffnungen und
mit einem am unteren Rand des Helms angebrachten Luftabweise-
Kragen, dadurch gekennzeichnet, daß der Helm (A) eine zur
Anlenkung des zumindest längs seiner Oberkante bündig an
einen Helmausschnitt anschließenden Visiers (B) dienende,
zur Helmoberfläche (2) im wesentlichen radiale Bogenführung
(12) für ein zwischen den Grenzstellungen des Visiers (B)
darin bewegliches mit dem Visier (B) verbundenes Gleit
stück (10) derart aufweist, daß der Krümmungsmittelpunkt (0)
der Bogenführung (12) im wesentlichen mit dem Krümmungsmit
telpunkt des Abschnitts (A 2) der Helmoberfläche, auf welcher
der obere Rand des Visiers (B) beim Verstellen dicht glei
tet, zusammenfällt, daß die Belüftungsschlitze (52) durch
einen Schieber (54) zumindest teilweise verschließbar sind,
daß im Bereich der Seitenkanten des Visiers (B) Aus
nehmungen (60) zum Abzug der Luft aus dem Inneren des Helms (A)
vorgesehen sind und daß der Luftabweise-Kragen (62) fe
dernd und in sich elastisch ausgebildet und zwischen zwei
Stellungen verschwenkbar ist, in deren erster der Kragen (62)
an dem Hals des Trägers des Helms anliegt, während er in
der zweiten Stellung an die Innenwand (56) des Helms angeklappt
ist.
2. Helm nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das Visier (B)
in seiner Schließ- oder unteren Stellung haltende elastisch
nachgiebige Rasten (26) und Gegenrasten (28).
3. Helm nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bogenführung (12) einen Winkel (a 1 + α 2) von
40 bis 100° beschreibt und der mittlere Kurvenradius (R)
der Bogenführung (12) im wesentlichen einem Wert von 1/10 bis
1/2 des Radius (R 1) des von der Visierbewegung betroffenen
mittleren oberen Abschnitts (A 2) der Oberfläche des Helms (A) entspricht.
4. Helm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der von
der Bogenführung (12) begrenzte Winkel (α 1 + a 2) durch
eine vertikale Linie durch den Mittelpunkt (0) des Kurven
radius (R) dieser Bogenführung (12) in zwei Winkel (α 1
und a 2) derart unterteilt wird, daß die Enden der Bogen
führung (12) jeweils aufwärts gerichtet sind.
5. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß das Gleitstück (10) mit Drehscharnier-Halteele
menten (22, 25) zur festen Halterung des entsprechenden
Endes des Visiers (B) während dessen Schwenkbewegung ver
sehen ist.
6. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen der Bogenführung (12) und/oder dem Gleit
stück (10) Reibungselemente angeordnet sind, um das Visier B
in jeder Zwischenstellung zwischen den Grenzstellungen
zu halten.
7. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Bogenführung (12) mit mehreren Gegenrasten (28,
32) versehen ist, um das Visier B auch in nur teilweise ange
hobenen Positionen unter Bildung eines Belüftungsschlitzes
zu halten.
8. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastische Gleitstück (10) an dem Visier B oder an
der Wand des Helms (A) befestigt ist, während die Bogenfüh
rung (12) an der Seitenwand des Helms (A) oder an dem
Visier B angeordnet ist.
9. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet
durch einen gebogenen Ansatz (40) an dem Ende des Visiers
(B), der in der Bogenführung (12 a) in der Seitenwand des
Helms geführt ist, wobei ein an der Seitenwand des Helms
befestigter Verschluß (44) zur Führung und Halterung des
Ansatzes (40) des Visiers während dessen Schwenkbewegungen
vorgesehen ist.
10. Helm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der an
dem Visier (B) befestigte bogenförmige Ansatz (40) mit
einer vorzugsweise ebenfalls gebogenen Nut (42) versehen
ist, in die ein Ansatz (10 a) eingreift, der an der Helm
wand befestigt ist und als Anschlag für die Bewegung des
Visiers dient.
11. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeich
net, daß an der Rückseite der Helm-Vorderwand (A 3) mindestens
eine Kammer (50) vorgesehen ist, die mit der Außenseite
durch die Schlitze ( 52) in der Vorderwand (A 3) in Verbindung
steht und mit ihrem oberen Ende bis zur Unterkante (A 1) der
Sichtöffnung des Helms reicht und in einen Schlitz
(58) mit Auslässen in die innere untere Fläche des Visiers
(B) des Helms ausläuft, um dadurch einen Luftstrom an der
Innenseite des Helms zum Vermeiden eines Beschlagens des
Visiers zu erzeugen.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19843404920 Granted DE3404920A1 (de) | 1983-02-14 | 1984-02-11 | Helm mit schwenkbarem visier, insbesondere fuer sportzwecke |
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