DE341300C - Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad - Google Patents

Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad

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DE341300C
DE341300C DE1920341300D DE341300DD DE341300C DE 341300 C DE341300 C DE 341300C DE 1920341300 D DE1920341300 D DE 1920341300D DE 341300D D DE341300D D DE 341300DD DE 341300 C DE341300 C DE 341300C
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    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating
    • H05B3/0014Devices wherein the heating current flows through particular resistances

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Description

AUSGEGEBEN AM 4. OKTOBER 1921
DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21h GRUPPE 7
Allgememe Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin.
Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1920 ab.
■Es ist erwünscht, das elektrische Salzbad auch zur Erwärmung von Schmiedestücken auf Schmiedetemperatur zwecks weiterer Bearbeitung durch Schmieden, Pressen, Drücken usw. zu verwenden. Diese Verwendung des Salzbades hat viele Vorteile, die im wesentlichen darin bestehen, idaß eine bedeutende Kohle- oder Koksmenge gespart wird, vor allem aber, daß eine äußerst gleichmäßige Erwärmung des Schmfedegutes sowie \rermei-
dung von Zunderbildung an demselben erreicht wird. Auch der Umstand, daß eine Überhitzung oder Untererwärmung· im Salzbade bei richtiger Temperatureinstellung ausgeschlossen ist, ist äußerst wichtig, da erstere ein Verbrennen der Stücke, letztere ein Rissigwerden des Schmiedegutes zur Folge hat. Ein erheblicher Übelstand bei der unmittelbaren Erwärmung des Schmiede-Stückes im elektrischen Salzbad besteht jedoch darin, daß auf der Oberfläche der Schmiedestücke selbst bei sehr dünnflüssiger Salzschmelze stets eine dünne Salzschicht haftenbleibt. Trotzdem dieser Salzüberzug den Vorteil besitzt, daß das betreffende Schmiedestück auch beim Herausnehmen aus dem SaIz-• bade vor Oxydation bewahrt wird, hat er aber den großen Nachteil, .'daß die Oberfläche des Schmiedegutes schlüpfrig wird, soi daß die Bearbeitung, die an dem glühenden Schmiedestück vorgenommen werden soll, sehr erschwert wird. Außerdem liegt aber die Gefahr nahe, daß dieses Salz beim Schmieden oder Pressen in das Eisen eindringt und dieses dadurch, infolge der hygroskopischen Eigenschaft des Salzes, später leicht zum Rosten neigt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad, das alle obengenannten Vorteile aufweist, den erheblichen Übelstand der auf dem Eisen haftenden SaIz-. schicht aber behebt. Dies wird im wesentlichen auf folgende Weise erreicht: Das Schmiedegut wird nicht unmittelbar in das Salzbad eingetaucht oder eingelegt, sondern wird in ein Gefäß oder einen Topf, z. B. aus Eisen, gelegt, wobei die Hitze des Salzbades nur mittelbar, nämlich auf dem Wege über den Topf, das Schmiedegut erreicht. Würde man das Glühgut nun aber direkt in den in das Salzbad eingetauchten Eisentopf hineinlegen, so würde das Schmiedegut unter Spannung stehen, was aber mit Rücksicht auf das Bedienungspersonal auch vermieden werden kann. Man könnte z. B. das Schmiedegut mittels einer Vorrichtung in den Topf hineinhängen, so daß es nicht mit dem Topf in Berührung kommt, wobei seine Erwärmung nur durch Wärmestrahlung erfolgen würde. Vorteilhafter wäre aber, den Topf mit einer elektrisch nicht leitenden Masse, z. B. Schamotte, zu umgeben oder auszukleiden, so daß man bei dieser Anordnung das Schmiadegut ohne weiteres in den Topf hineinstellen könnte. Der gleiche Zweck würde auoh bei Anwendung eines bloßen Schamottetopfes erreicht werden. Bei diesem Verfahren würde das Schmiedegut mit (der Luft in Verbindung stehen; dadurch würde einerseits, da die Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, die Erwärmung langsamer vor sich gehen, anderseits die Zunderung des Schmieidegutes durch den hinzutretenden Sauerstoff nicht unerheblich sein. Gemäß der Erfindung wird daher der Topf mit einer Masse ausgefüllt, die durch die Hitze des Salzbades zum Glühen kommt, und in welche das Schmiedegut je nach seiner äußeren Form eingesteckt oder eingebettet wird.
Läßt man die Isolierung des Topfes, wie beispielsweise erwähnt, durch Schamotte fort, so würde auch der elektrische Strom selbst direkt zur Erwärmung der den Topf anfüllenden Masse und des Schmiedegutes verwendet werden. Für die Masse, mit der der Topf angefüllt werden soll, kommt besonders Kohlegrieß, Kohlegrießasche oder eine andere kohlehaltige Masse in Betracht. Eine derartige Masse weist also einen negativen Widerstand'stemperaturkoeffizienten auf. Da die Spannung, die hierbei an dem Glühgut vorhanden ist, nur einige Volt beträgt, ist sie für das Bedienungspersonal völlig gefahrlos.
Der Topf oder das Gefäß darf nur so tief £ in das Salzbad eingetaucht werden, daß sein oberer Rand sich über der Flüssigkeitsoberfläche befindet, damit das Glühgut und die den Topf anfüllende Masse nicht mit dem Salzbad in Berührung kommt. ί
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. 61 ist das Salzbad, in welches der Topf T eingetaucht wird. Der Topf T wird mit Kohlegrieß oder Kohlegrießasche K angefüllt und das Glühgut G je nach £ seiner äußeren Form in den Kohlegrieß eingesteckt oder eingebettet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum mittelbaren Erhitzen 1 von Metallteilen im elektrischen Salzbad, dadurch gekennzeichnet, daß die zu erhitzenden Gegenstände in einen Topf oder ein sonstiges Gefäß, welches mit einem stromleitenden Mittel von nega- 1 tivem Widerstandskoeffizienten, insbesondere Kohlegrieß oder Kohlegrießasche gefüllt ist, gesteckt oder gebettet werden, und daß dieses Gefäß nur so weit in das Salzbad eingetaucht wird, daß sich der obere j. Rand des Gefäßes über der Flüssigkeitsoberfläche befindet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920341300D 1920-10-08 1920-10-08 Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad Expired DE341300C (de)

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