DE341300C - Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad - Google Patents
Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen SalzbadInfo
- Publication number
- DE341300C DE341300C DE1920341300D DE341300DD DE341300C DE 341300 C DE341300 C DE 341300C DE 1920341300 D DE1920341300 D DE 1920341300D DE 341300D D DE341300D D DE 341300DD DE 341300 C DE341300 C DE 341300C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- salt bath
- pot
- metal parts
- indirect heating
- vessel
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 title claims description 22
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 title claims description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 5
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims description 4
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title claims description 4
- 239000003245 coal Substances 0.000 claims description 7
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 claims description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 2
- 238000005242 forging Methods 0.000 description 9
- 239000000463 material Substances 0.000 description 9
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 4
- 238000000137 annealing Methods 0.000 description 3
- 235000012054 meals Nutrition 0.000 description 3
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 3
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N iron(III) oxide Inorganic materials O=[Fe]O[Fe]=O JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 1
- 230000003647 oxidation Effects 0.000 description 1
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/0014—Devices wherein the heating current flows through particular resistances
Landscapes
- Forging (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 4. OKTOBER 1921
DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21h GRUPPE 7
Allgememe Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin.
Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1920 ab.
■Es ist erwünscht, das elektrische Salzbad auch zur Erwärmung von Schmiedestücken
auf Schmiedetemperatur zwecks weiterer Bearbeitung durch Schmieden, Pressen, Drücken
usw. zu verwenden. Diese Verwendung des Salzbades hat viele Vorteile, die im wesentlichen
darin bestehen, idaß eine bedeutende Kohle- oder Koksmenge gespart wird, vor
allem aber, daß eine äußerst gleichmäßige Erwärmung des Schmfedegutes sowie \rermei-
dung von Zunderbildung an demselben erreicht wird. Auch der Umstand, daß eine
Überhitzung oder Untererwärmung· im Salzbade bei richtiger Temperatureinstellung
ausgeschlossen ist, ist äußerst wichtig, da erstere ein Verbrennen der Stücke, letztere
ein Rissigwerden des Schmiedegutes zur Folge hat. Ein erheblicher Übelstand bei der
unmittelbaren Erwärmung des Schmiede-Stückes im elektrischen Salzbad besteht jedoch
darin, daß auf der Oberfläche der Schmiedestücke selbst bei sehr dünnflüssiger Salzschmelze
stets eine dünne Salzschicht haftenbleibt. Trotzdem dieser Salzüberzug den Vorteil
besitzt, daß das betreffende Schmiedestück auch beim Herausnehmen aus dem SaIz-•
bade vor Oxydation bewahrt wird, hat er aber den großen Nachteil, .'daß die Oberfläche des
Schmiedegutes schlüpfrig wird, soi daß die Bearbeitung, die an dem glühenden Schmiedestück
vorgenommen werden soll, sehr erschwert wird. Außerdem liegt aber die Gefahr nahe, daß dieses Salz beim Schmieden
oder Pressen in das Eisen eindringt und dieses dadurch, infolge der hygroskopischen
Eigenschaft des Salzes, später leicht zum Rosten neigt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen
im elektrischen Salzbad, das alle obengenannten Vorteile aufweist, den erheblichen
Übelstand der auf dem Eisen haftenden SaIz-. schicht aber behebt. Dies wird im wesentlichen
auf folgende Weise erreicht: Das Schmiedegut wird nicht unmittelbar in das Salzbad eingetaucht oder eingelegt, sondern
wird in ein Gefäß oder einen Topf, z. B. aus Eisen, gelegt, wobei die Hitze des Salzbades
nur mittelbar, nämlich auf dem Wege über den Topf, das Schmiedegut erreicht. Würde
man das Glühgut nun aber direkt in den in das Salzbad eingetauchten Eisentopf hineinlegen,
so würde das Schmiedegut unter Spannung stehen, was aber mit Rücksicht auf das Bedienungspersonal auch vermieden werden
kann. Man könnte z. B. das Schmiedegut mittels einer Vorrichtung in den Topf hineinhängen,
so daß es nicht mit dem Topf in Berührung kommt, wobei seine Erwärmung nur durch Wärmestrahlung erfolgen würde. Vorteilhafter
wäre aber, den Topf mit einer elektrisch nicht leitenden Masse, z. B. Schamotte,
zu umgeben oder auszukleiden, so daß man bei dieser Anordnung das Schmiadegut ohne
weiteres in den Topf hineinstellen könnte. Der gleiche Zweck würde auoh bei Anwendung
eines bloßen Schamottetopfes erreicht werden. Bei diesem Verfahren würde das Schmiedegut mit (der Luft in Verbindung
stehen; dadurch würde einerseits, da die Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, die Erwärmung
langsamer vor sich gehen, anderseits die Zunderung des Schmieidegutes durch den
hinzutretenden Sauerstoff nicht unerheblich sein. Gemäß der Erfindung wird daher der
Topf mit einer Masse ausgefüllt, die durch die Hitze des Salzbades zum Glühen kommt, und
in welche das Schmiedegut je nach seiner äußeren Form eingesteckt oder eingebettet
wird.
Läßt man die Isolierung des Topfes, wie beispielsweise erwähnt, durch Schamotte fort,
so würde auch der elektrische Strom selbst direkt zur Erwärmung der den Topf anfüllenden
Masse und des Schmiedegutes verwendet werden. Für die Masse, mit der der Topf angefüllt
werden soll, kommt besonders Kohlegrieß, Kohlegrießasche oder eine andere kohlehaltige
Masse in Betracht. Eine derartige Masse weist also einen negativen Widerstand'stemperaturkoeffizienten
auf. Da die Spannung, die hierbei an dem Glühgut vorhanden ist, nur einige Volt beträgt, ist sie für
das Bedienungspersonal völlig gefahrlos.
Der Topf oder das Gefäß darf nur so tief £ in das Salzbad eingetaucht werden, daß sein
oberer Rand sich über der Flüssigkeitsoberfläche befindet, damit das Glühgut und die den
Topf anfüllende Masse nicht mit dem Salzbad in Berührung kommt. ί
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. 61 ist das Salzbad,
in welches der Topf T eingetaucht wird. Der Topf T wird mit Kohlegrieß oder Kohlegrießasche
K angefüllt und das Glühgut G je nach £ seiner äußeren Form in den Kohlegrieß eingesteckt
oder eingebettet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum mittelbaren Erhitzen 1 von Metallteilen im elektrischen Salzbad, dadurch gekennzeichnet, daß die zu erhitzenden Gegenstände in einen Topf oder ein sonstiges Gefäß, welches mit einem stromleitenden Mittel von nega- 1 tivem Widerstandskoeffizienten, insbesondere Kohlegrieß oder Kohlegrießasche gefüllt ist, gesteckt oder gebettet werden, und daß dieses Gefäß nur so weit in das Salzbad eingetaucht wird, daß sich der obere j. Rand des Gefäßes über der Flüssigkeitsoberfläche befindet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE341300T | 1920-10-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE341300C true DE341300C (de) | 1921-10-04 |
Family
ID=6232863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920341300D Expired DE341300C (de) | 1920-10-08 | 1920-10-08 | Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE341300C (de) |
-
1920
- 1920-10-08 DE DE1920341300D patent/DE341300C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE341300C (de) | Verfahren zum mittelbaren Erhitzen von Metallteilen im elektrischen Salzbad | |
| DE443907C (de) | Masse fuer Elektroden, die erst in dem Ofen gebrannt werden, in dem sie verwendet werden | |
| DE545680C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von elektrisch schlecht leitenden Massen von elektrisch leitenden Koerpern | |
| DE495737C (de) | Vorrichtung zur Regelung des Backvorganges von Elektroden, die waehrend ihrer Anwendung im elektrischen Schmelzofen gebacken werden | |
| DE618262C (de) | Verfahren zum Anlassen von betriebsmaessig nach dem Elektrodenprinzip beheizten Salzbadoefen | |
| DE704921C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Anzuenden von Brennstoff | |
| DE189904C (de) | ||
| DE736464C (de) | Verfahren zum Aufarbeiten von Papier-Aluminiumfolien | |
| DE629709C (de) | Vorrichtung zum Anlassen von Salzbadoefen mittels nach Art von Tauchsiedern ausgebildeter Heizelemente | |
| DE422539C (de) | Sparkoch-, Brat- und Backvorrichtung mit abnehmbarer Isolierhaube | |
| DE440695C (de) | Verfahren zur Herstellung von Elektroden fuer elektrische OEfen | |
| DE2364329A1 (de) | Verfahren zur behandlung verchromter metallteile | |
| DE488929C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstgraphit durch elektrische Erhitzung kohlenstoffhaltiger Materialien | |
| DE490397C (de) | Verfahren zum Verkoken von Brennstoff in stehenden Retorten | |
| DE442256C (de) | Verfahren zur Darstellung von Essigsaeureanhydrid | |
| DE838337C (de) | Verfahren zur Herstellung von Heissleitern bestimmter elektrischer Charakeristik | |
| DE335246C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kohlenelektroden | |
| DE437019C (de) | Herstellung von Legierungskoerpern | |
| DE633694C (de) | Verfahren zur Beseitigung der Oberflaechenrissigkeit in Teilen, die bei der Warmverarbeitung ganz oder zonenweise auf Zug beansprucht werden | |
| DE466734C (de) | Verfahren zur Tiefporung beliebiger Holzarten und Farbanstriche | |
| DE307574C (de) | ||
| AT76144B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von flüssigen Kohlenwasserstoffen. | |
| DE219157C (de) | ||
| DE578044C (de) | Verfahren zum Schneiden von Papier, insbesondere von Zurichtungsausschnitten | |
| DE646389C (de) | Verfahren zum Erzeugen einer oertlichen reduzierenden Atmosphaere in elektrisch beheizten OEfen zum Brennen keramischen Gutes |