DE342010C - Geruest fuer starre Luftschiffe - Google Patents

Geruest fuer starre Luftschiffe

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DE342010C
DE342010C DE1915342010D DE342010DD DE342010C DE 342010 C DE342010 C DE 342010C DE 1915342010 D DE1915342010 D DE 1915342010D DE 342010D D DE342010D D DE 342010DD DE 342010 C DE342010 C DE 342010C
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DE
Germany
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longitudinal
scaffolding
truss
trusses
nodes
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DE1915342010D
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English (en)
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Rod-Shaped Construction Members (AREA)

Description

  • Gerüst für starre Luftschiffe. Die vorliegende neue Bauart von Luftschiffgerüsten kennzeichnet sich gegenüber den bisherigen starren Typen dadurch, daß in die Seitenwände des Gerüstes brückenträgerartige Längsfachwerke für die Höhenfestigkeit eingebaut sind, die sich über die ganze Länge des Ballons oder nur über einen Teil desselben erstrecken. Zwecks Erzielung möglichst statischer Bestimmtheit dieser Längsträger sind hierbei die Längsglieder in den Decken-und Bodengerüsten sämtlich oder teilweise in gewissen Abständen, ähnlich wie bei den oberen Decks, von großen Dampfern unterteilt oder nachgiebig gestaltet.
  • Diese Bauart hat den Vorteil, daß sie einer sicheren und einfacheren Berechnung zugänglicher ist als die jetzigen meist vielfach statisch, unbestimmten Gerüstformen, und daß insbesondere die senkrecht wirkenden Biegungsmomente auf wenige und dafür kräftige Bauteile übertragen werden. Dadurch ist es möglich, eine größere Sicherheit in das ganze Gerüst zu legen und die erforderliche Materialmenge auf ein Mindestmaß herabzudrücken.
  • Der Einbau von solchen Fachwerkträgern in den Seitenwänden -läßt eine größere oder geringere Abweichung von der jetzt meist üblichen Kreisform der Gurtungen der Fachwerkquerringe, insbesondere von deren inneren Gurtung, als zweckmäßig erscheinen, um die Hauptdiagonalen der Längsfachwerke möglichst eben durchführen zu können. Diese Abweichung von der Kreisform ist im allgemeinen so vorgenommen, daß die in der Querrichtung gemessene Breite der Fachwerkringe bzw. die Entfernung von deren Gurtungen gegenüber den übrigen Ringteilen vergrößert ist.
  • Die Ober- und Untergurte der seitlichen Längsfachwerke können selbst wieder fachwerkartig in drei-, vier- oder mehreckiger Kastenform bzw. bei Anwendung von Rohren für die Gurte als Röhrenbündel ausgebildet werden. Die Längsglieder dieser Fachwerkgurte werden sämtlich oder teilweise in gewissen Abständen, z. B. an den Zellenenden, unierteilt, um bewegliche Knotenpunkte zur Schaffung einer vollkommenen statischen Bestimmtheit zu erreichen.
  • Die senkrechte Abstützung der Hauptgurtungen an deren Knotenpunkten kann entweder an beiden Zellenenden durch besondere Fachwerkstützen erfolgen, so daß geschlossene Rahmen für jede Zelle entstehen, oder aber es kann diese Abstützung einem in Fachwerkart durchgebildeten, für beide Zellenenden gemeinschaftlichen Gürtelring übertragen werden. Diese in üblicher Weise durch eine netzartige Verspannung in Form gehaltenen Gürtelringe können auch die Querabstützung der Hauptgurtungen an deren Knotenpunkten übernehmen. Außerdem können gegebenenfalls in Höhe der Hauptgurtungen noch fachwerkartige Querkastenträger eingebaut sein.
  • Abb. r und 2 zeigt ein schematisches Beispiel des neuen Ballongerüstes in Längsansicht und Querschnitt; Abb. 3 einen Knotenpunkt der Hauptgurtungen a in etwas größerem Maßstab, Abb. q. einen Stoß der übrigen Längsglieder des Gerüstes. Als Beispiel. für den Querschnitt des Gerüstes ist hierbei eine 0-Form mit geraden Seitenwänden bzw. geraden senkrechten Stützstreben c gewählt. Diese Form hat den Vorteil einer einfachen Herstellung, indem z. B. die je aus einem Bündel von vier Rohren b b angenommenen Hauptgurtungen a rechteckigen Umriß und die Stützfachwerke b b bzw. dd parallele Druckglieder erhalten, so daß dieselben gleichmäßig an der Übertragung der Druckkräfte teilnehmen.
  • Abb. 5 zeigt ein anderes Querschnittsbeispiel, bei welchem der äußere Gurt der senkrechten Stützfachwerke c c bzw. d d etwas geknickt ist, um eine der Kreisform sich nähernde äußere Ballonbegrenzung und keine zu großen Planflächen der äußeren Stoffwand c auf den Ballonseiten zu erhalten. Es ergibt sich hierbei allerding3 ein etwas größerer toter Zwischenraum zwischen Innenzelle und Außenhülle und etwas größerer äußerer Ballonquerschnitt. In diesem Beispiel ist angedeutet, wie etwa an den Zellenenden die oben erwähnten fachwerkartigen Querstützen zwischen die Hauptgurte a eingefügt sein können. In Abb. 6 ist die äußere Ballonbegrenzung vollkommen zur Kreisform bzw. zu einem in einem Kreis eingeschriebenen Vieleck geworden. Der Luftabfluß ist hierbei zwar besser als bei Abb. 2 und 5, dafür wird aber der tote Zwischenraum und Ballonquerschnitt noch größer.
  • In Abb. 7 ist eine weitere Querschnittsform dargestellt, bei welcher auch die innere Begrenzung in einem annähernden Kreis oder einer hochgestellten Ellipse derart eingeschrieben ist, daß sich auf den Seiten eine Verbreiterung des Gerüstes zwecks Unterbringung der Längsträger ergibt. Bei Wahl eines genauen Kreises für die innere Begrenzung kann die seitliche Verbreiterung auch dadurch erzielt werden, daß man als äußere Begrenzung eine flach gestellte Ellipse wählt.
  • Der Vorteil dieser letztgenannten Formen besteht darin, daß die inneren Gerüstteile mehr vom seitlichen Gasdruck entlastet sind, indem dann die Zelle selbst die Ringspannungen ganz oder zum größten Teil aufnimmt. Als ein Nachteil ist hier der Umstand-anzusehen, daß nunmehr auch die innere Gurtung der Stützfächwerke c c bzw. d d geknickt ist.
  • In den Abb. z bis 5 bedeuten f f bzw. g g die in kastenartiger Fachwerksform durchgebildeten ecken bzw: Bodenbinder an den Zellenenden. Mit den gleichfalls kastenartigen Stützfachwerken c c sind dieselben unter Vermittlung eines kurzen Abschnittes des Hauptträgerbündels zu einem geschlossenen Gürtelring vereinigt, der durch das Netzwerk h, i (Abb. ?,und q.) verspannt und in Form gehalten ist. -In ähnlicher Weise wie die Hauptbinder sind auch die Zwischenbinder k k und l L mit den seitlichen Stützfachwerken d d verbunden. Die Knotenpunkte, der Hauptgurtungen ca sind in dem Beispiel Abb. r bis 3 als ungefähr mit den Stiinebenen der Hauptgürtelringe zusammenfallend angenommen. Durch ein geeignetes schildartiges Bauglied m ist hierbei der Druckpunkt möglichst in die Mitte bzw. den Schwerpunkt des von' den Eckgliedern b b der Hauptgurtungen a gebildeten Parallelogrammes gelegt. In ähnlicher Weise werden durch ein solches kreuzförmiges Schild n auch die Eckglieder der anstoßenden Hauptgurtungen gefaßt. Durch diese zentrale Übertragung der Kräfte wird erreicht, daß die Einzelglieder b b möglichst gleichmäßig an der Belastung teilnehmen. Zwecks glatten Verlaufes dieser Einzelgurtungen können im Fal'e, daß für dieselben Rohre verwandt sind, deren Stoßfugen an den Knotenpunkten etwa durch ein eingeschobenes Rohrstück o (Abb. 3) verschieblich überbrückt sein.
  • In den Abb. x bis 7 .bezeichnen noch P die von den Knotenpunkten der Hauptgurtungen jeder Zelle ausgehenden diagonalen Hauptspannseile, y y bzw. s s und t t sind fachwerkartige Längssparren zur Verbindung der Gürtelringe c, f, g an den Zellenenden mit den Zwischenringen d, k, l an Decke, Boden und Seite des Ballons. u u sind Diagonalverspannungen für den seitlichen Windverband in den von den Haupt- und Zwischenbindern sowie den Längssparren v und s gebildeten äußeren oder inneren Feldern auf Boden ' und Decke. v sind die gasdichten Zellen, z (Abb.2) deren etwaige Tragnetze.
  • Die seitliche Festigkeit kann auch noch in der Weise erhöht werden, daß im Scheitel der Decken- und Bodengerüste besondere wagerecht liegende Fachwerkträger eingefügt werden. Um die statische Bestimmtheit der senkrechten Längsfachwerke nicht zu beeinträchtigen, müssen diese wagerechten Fachwerkträger innerhalb der Decken- und Bodengerüste etwas verschieblich gelagert oder mit denselben nachgiebig verbunden sein. . In Abb.8 ist diese Anordnung im Querschnitt schematisch dargestellt. Die Decken- und Bodengerüste können hierbei im allgemeinen im Quer- und Längsverband ebenso ausgeführt sein wie in den übrigen Abbildungen, jedoch ist entweder über oder innerhalb deren Gurtungen f, g ein besonderer Fachwerkträger angeordnet. In vorliegendem Beispiel können dessen seitliche Gurtungen jeweils z. B. aus zwei übereinanderliegenden Rohren w w bestehen, die durch besondere wagerechte O_uerstützenxx und durch Diagonalverspannungen zu einem Brückenträger vereinigt und in den Schellen yy längsverschieblich geführt sind. Natürlich kann diese Verschieblichkeit auch in anderer Weise bewirkt werden, z. B. durch federnde Verbindungsstücke usw. Außer durch die Diagonalverspannungen in den Feldern der Decken- und Bodengerüste oder durch besondere Träger nach Abb. 8 wird natürlich der seitliche Windverband noch durch die äußere Hülle e unterstützt.
  • Wie bereits erwähnt, sind die Längsglieder v und s in der Längsrichtung in gewissen Abständen, z. B. an den Endpunkten einiger Zellen, durchschnitten, wobei. die Stoßenden, wie etwa in Abb.4 nur für den äußeren Längssparren y angedeutet, durch ein auf einer Seite lose gelassenes Muffenrohrstück gegeneinandergeführt sein können.
  • Die vorliegende Bauweise ist selbstverständlich nicht an die gezeichneten Beispiele von verschiedenen Gerüstformen gebunden, sondern es kann der grundsätzliche Gedanke auch mit anderen Querschnittformen des Gerüstes und anderer Einzelgestaltung desselben in beliebig anderer Weise und in beliebigem Baustoff durchgeführt sein, ohne aus dem Rahmen der vorliegenden Neuerung zu fallen.

Claims (4)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE :. _. Gerüst für starre Luftschiffe mit Innenzellen und fa chwerkartigen " Ringspanten, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Ballonseiten brückenträgerartige Längsfachwerke für die Höhenfestigkeit eingebaut und zwecks Erzielung möglichst statischer Bestimmtheit dieser Längaträger die Längsglieder in den Decken- und Bodengerüsten sämtlich oder teilweise in gewissen Abständen unterteilt oder nachgiebig gestaltet sind.
  2. 2. Ausführung nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Ballonseiten bzw. den brückenträgerartigen Längsfachwerken die in der Querrichtung gemessene Breite der Fachwerkringe bzw. die Entfernung von ihren Gurtungen gegenüber den übrigen Ringteilen vergrößert ist.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die fachwerkartigen Ringspanten eine 0-förmige Gestalt besitzen, wobei entweder der innere und äußere .Ringgurt von dem einge- bzw. umschriebenen Kreis abweichend seitlich auf eine Strecke angenähert oder gleich der Höhe des Längsfachwerkes gerade verläuft oder aber nur der innere gerade verläuft, während die Knickpunkte des äußeren Ringgurtes angenähert oder genau in den umschriebenen Kreis des Gerüstquerschnitts fallen.
  4. 4. Ausführungsform nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die in gewissen Abständen in Knotenpunkten unterbrochenen Hauptgurte der seitlichen Längsfachwerke selbst wieder in Fachwerksart mit drei, vier oder mehr aus Profilstäben oder Röhren hergestellten Einzelgurtungen ausgeführt sind, wobei dieselben an den Unterbrechungsstellen bzw. Knotenpunkten durch schildartige Bauglieder mit gegenseitiger Punktstützung zusammengefaßt sein können.
DE1915342010D 1915-09-19 1915-09-19 Geruest fuer starre Luftschiffe Expired DE342010C (de)

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