DE3421141C2 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
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- F41G7/30—Command link guidance systems
- F41G7/301—Details
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Flugkörper-Identifikationssystem mit
einem Markierungsstrahler zur Steuerung des Flugkörpers von einer
Bodenlenkanlage aus, wobei zur Identifizierung wellenlängenabhängige
CCD-Sesoren für mehrere Wellenlängenbereiche verwendet werden.
Durch die DE-OS 31 24 716 ist eine Anordnung zur mehrspektralen Abbil
dung von Zielen bekanntgeworden, bei dem eine Optik auf einem ladungs
gekoppelten Halbleiterelement die Zielpunkte abbildet und jedes dieser
Halbleiterelemente mit einer Vielzahl von Einzeldetektoren ausgestattet
ist, die jeweils in zwei Teilbereiche zusammengefaßt sind, die für
unterschiedliche Wellenlängen empfindlich sind, wobei die Ausgangssigna
le jedes Einzeldetektors einer Ladungstransferschaltung (CCD-Bereich)
zugeführt werden. Alle bisher bekannten Flugkörper-Identifikationssyste
me verwenden als Markierungslichtquelle sogenannte Glühstrahler, die
abgesehen von der Begrenzung der Reichweite und der starken Erwärmung im
Heckteil des Flugkörpers auch den Nachteil haben, daß keine Identifi
zierbarkeit gegen andere Störlichtquellen gegeben ist.
Durch die US-PS 42 47 059 ist ein automatisches Flugkörper-Tracking- und
Führungssystem bekanntgeworden, bei dem eine Infrarotsignatur verwendet
wird. Dies setzt jedoch voraus, daß der Operateur bei diversen IR-Strah
lungen eine Schutzbrille trägt. Wesentlich aber ist, daß diese Strahlung
zu den sogenannten "Planckschen" Strahlen zählt und im Wellenbereich von
800 bis 900 mm eine nur geringfügige Abhängigkeit der Emission von der
Wellenlänge zeigt, eine spektrale Identifikation ist hier nicht gegeben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flugkörper-
Identifikationssystem der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem
eine sichere Lenkung von Flugkörpern über große Entfernungen durch eine
spektrale und zeitcodierte Identifizierung und Verfolgung ermöglicht
wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil
des Anspruchs 1 niedergelegten Maßnahmen gelöst. In
den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen
angegeben und in der nachfolgenden Beschreibung wird
die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert
und in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 den Aufbau des Markierungsstrahlers im Flugkör
per,
Fig. 2 das Flugkörper-Ortungssystem mit Spektral- und
Zeit-Identifikation in einem Blockschaltbild.
Die in Fig. 1 gezeigte schematische Darstellung eines
Flugkörpers 10, der von einer Bodenlenkanlage 20 ge
steuert wird, weist eine von einem Zeitcodegenerator
16 und einem Blitzimpulsgenerator 15 gesteuerte Licht
quelle 11 auf, die als sogenannte Xenon- oder Kryp
ton-Kurzbogen-Entladungslampe ausgebildet ist, d. h.
eine Edelgas-Hochdrucklampe (bevorzugt Kurzbogen),
die gepulst betrieben wird. Bei diesen Lampen wird et
wa die Hälfte der gesamten emittierten Strahlung als
Linienstrahlung abgegeben, die beispielsweise bei Xe
non-Lampen im Bereich zwischen ca. 820 bis 840 nm und
ca. 880 bis 900 nm liegt und bei Bedarf die Strahlung
im sichtbaren Bereich durch zusätzliche Absorptions
filter eliminiert wird. Das Licht dieser Lampe wird
nun beispielsweise mit Hilfe eines aus einem Hohlspie
gel 12 und einer Linse 13 bestehenden optischen Sy
stems gebündelt und in einem kleinen Raumwinkel ϕ -
dem Abstrahlwinkel - zur Flugkörper-Bodenlenkanlage
20 abgestrahlt.
Der Abstrahlwinkel ist entweder fest oder er ändert
sich nach einer vorgegebenen Funktion abhängig von
der Flugkörper-Entfernung zur Erzielung größerer Flug
körper-Reichweiten. Das optische System zur Bündelung
ist entweder starr im Flugkörper angeordnet oder es
entfaltet sich während dessen Fluges. Die Lichtab
strahlung erfolgt nun
- a) gepulst mit konstanter mittlerer Strahlungslei stung,
- b) gepulst mit konstanter mittlerer Impulsrate, je doch mit flugkörperentfernungsabhängiger Impulslei stung,
- c) gepulst mit konstanter mittlerer Impulsleitung, jedoch mit flugkörperentfernungsabhängiger Impuls rate.
Um nun die Identifizierung des Flugkörpers unter ei
ner Vielzahl von verschiedenen Lichtquellen absolut
sicher zu gewährleisten, sind einzeln oder in Kombi
nation, eine spektrale und eine zeitliche Identifika
tion in der Bodenlenkanlage 20 vorgesehen.
Im Gegensatz zu den Glühstrahlern (Planck'sche Strah
ler), wie beispielsweise das Sonnenlicht, brennendes
Material, Leuchtsätze etc. - die im Wellenlängenbe
reich zwischen 800 bis 900 nm nur eine geringfügige
Abhängigkeit der Emission von der Wellenlänge zeigen,
besitzt die Strahlung einer Edelgas-Hochdrucklampe
- hier im Beispiel eine Xenon-Kurzbogenlampe 11 - ei
ne Strahlung, deren Hauptmaxima bei ca. 820 nm und
880 nm liegen und ein starkes Minimum bei ca. 850 nm
aufweist. Bei der spektralen Identifikation wird die
Strahlung I max der Lichtquellen im Wellenlängenbe
reich eines der beiden Hauptmaxima und die Strahlung
I min im Bereich des Minimums bestimmt. Durch eine ein
fache Auswertearithmetik-Differenz-, Quotientenbil
dung etc., läßt sich ein Objekt mit Xenon-Strahlung
also leicht und zuverlässig von Objekten Planck'scher
Strahlung trennen bzw. unterscheiden, es ist also ei
ne einwandfreie spektrale Identifikation erreicht.
Bei der zeitlichen Identifikation sieht die Erfindung
vor, daß der Flugkörper 10 von der Bodenlenkanlage
20 lediglich von einer elektronischen Kamera verfolgt
wird. In der gezeichneten Ausführungsform wird diese
Kamera durch CCD-Flächenarrays dargestellt, deren Pho
tosensoren eine Integrationszeit pro Bild aufweisen,
die groß gegen die Blitzzeit des Flugkörper-Markie
rungsstrahlers ist. Typische Werte für die Integra
tionszeit liegen bei 40 msec und für die Blitzzeit
bei 1 msec. Um nun den Flugkörper sicher zu verfolgen
ist es erforderlich, daß pro Bild mindestens ein
Lichtblitz registriert wird, wobei es zunächst zur
Bilderzeugung gleichgültig ist, wann dieser Lich
blitz registriert wird, beispielsweise zu Beginn, in
der Mitte oder gegen Ende der Integrationszeit. Die
ser Freiheitsgrad wird nun beim zeitlichen Identifi
kationsverfahren ausgenützt, wobei der Flugkörper 10
zu beliebig vorprogrammierten Zeitpunkten Lichtblitze
aussendet. Dieser Zeitcode ist sowohl dem Flugkörper
als auch der Bodenlenkanlage 20 bekannt, d. h. in ih
nen gespeichert. In der Bodenlenkanlage 20 wird je
weils nur das Licht innerhalb der schmalen Zeitfen
ster der Breiten von den Sensoren 26, 27, 28 regi
striert. Die Zeitfenster werden entweder mit mechani
schen Mitteln - beispielsweise Blenden - oder elektro
nischen Mitteln - wie beispielsweise elektronischen
Verschlüssen in Form von gepulst betriebenen Bildver
stärkern oder Flüssigkristall-Blenden - realisiert.
Zur eindeutigen Identifikation des Flugkörpers ist
es daher nur mehr erforderlich, in der Bodenlenkanla
ge 20 zu überprüfen, ob das von einer Lichtquelle
emittierte Licht zu den vereinbarten Zeitpunkten ge
mäß des Zeitcodes aufgetreten ist oder auch zwischen
den definierten Zeitfenstern. Im ersten Fall handelt
es sich um den gesuchten Flugkörper, im letzteren um
eine Störlichtquelle.
Die Fig. 2 der Zeichnung zeigt nun ein Ausführungs
beispiel einer Bodenlenkanlage für den Flugkörper,
deren Ortungssystem als Spektral- und Zeit-Identifika
tionssystem ausgebildet ist. Wie vorstehend schon aus
geführt, liefert eine Xenon-Kurzbogen-Entladungslampe
11 im Flugkörper 10 Lichtblitze 21 im Takt des Zeit
codegenerators 16. Die Entladungslampe 11 ist zwi
schen einem Hohlspiegel 12 und einer Linse 13 gela
gert, wodurch der Lichtblitz 21 gebündet wird (Ab
strahlwinkel ϕ). Eine Positioniereinheit 14 verändert
diesen Abstrahlwinkel in Abhängigkeit von der Flug
körper-Lenkanlagenentfernung. Beim Abschuß eines Flug
körpers werden die Zeitcodegeneratoren 16 des Flugkör
pers 29 und der Bodenlenkanlage 20 synchronisiert.
Mit Hilfe der Eingangsoptik 22 der Bodenlenkanlage
20 wird das Gebiet, in dem sich der Flugkörper 10 be
wegt, samt allen Störlichtquellen auf drei Sensoren
26, 27, 28 gleichzeitig abgebildet. Diese Sensoren
bestehen in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel aus
einem Bildverstärker (Microkanalplatte MCP) mit daran
angekoppeltem CCD-Sensor. Die MCP hat dabei nur die
Funktion eines schnellen optischen Verschlusses.
Durch Anlegen einer Spannung aus den MCP-Treibern 30,
31 werden die MCP funktionsfähig gemacht, während das
angekoppelte CCD-Glied die innerhalb dieser Zeit auf
die MCP fallende Lichtstrahlung 21 registriert.
Den Filtern 24 und 25 sind Strahlteiler 23 a, b, c
zugeordnet. Hierbei ist das Filter 24 im Spektralbe
reich der Strahlungsmaxima der Blitzlicht-Linienstrah
lung 21 durchlässig und zeigt bei anderen Strahlungen
eine hohe Absorption. Das Filter 25 ist so gewählt,
daß er eine hohe Durchlässigkeit im Bereich des Emis
sionsminimums zwischen den Emissionsmaxima der Blitz
lichtlampenstrahlung 21 hat, während es in den übri
gen Fällen undurchlässig ist.
Vom MCP-Driver 31 werden zu den Zeitpunkten t i der
erwarteten Lichtblitze nur die MCP-CCD-Sensoren 27
und 28 eingeschaltet, der Sensor 26 jedoch ausgeschal
tet. In den Zeitintervallen, in denen keine Lichtlbit
ze vom Flugkörper zu erwarten sind, ist es umgekehrt,
da ist der Sensor 26 eingeschaltet und 27, 28 ausge
schaltet. Alle drei Sensoren 26, 27, 28 werden paral
lel ausgelesen und deren Signale verstärkt und zur
Flugkörper-Identifikation verarbeitet, beispielsweise
logarithmiert. Hierzu dient die Auswerteeinheit 40,
die in einem Blockschaltbild schematisch skizziert
ist. Handelt es sich nun bei einem registrierten
Lichtpunkt um den Flugkörper 10, dann gilt für das
Ausgangssignal am Subtrahierer 1 B - A » 0 und im
Fall eines Planck'schen Störstrahlers B - A ≅ 0. Der Diskri
minator 1 erzeugt ein digitales Ausgangssignal und
zwar "1" für die Flugkörperstrahlung und "0" für
Planck'sche Strahlung.
Um nun den Flugkörper sicher von fremder Xenon-Stör
strahlung zu unterscheiden, erzeugt der Subtrahierer
2 ein Ausgangssignal A-B, wobei folgende Beziehung
gilt:
A-B ≅ 0 wenn Strahlung außerhalb der de
finierten Zeitintervalle regi
striert wurde,
A-B « 0 für den Flugkörper
A-B « 0 für den Flugkörper
Der Diskriminator 2 erzeugt ein digitales Ausgangssig
nal und zwar "1" für den Flugkörper bei korrektem
Zeitcode und "0" bei Störstrahlung bzw. bei inkorrek
tem Zeitcode.
Mit Hilfe des UND-Gatters und des Video-Schalters wird
aus dem Bild des MCP-CCD-Sensors 27 ein Videosignal
zur Weiterverarbeitung erzeugt, bei dem alle Lichtquel
len, die nicht im vereinbarten Zeitcode gesendet haben
und deren Strahlung nicht der spektralen Charakteri
stik der Blitzlichtstrahlung entsprachen, augeblen
det. Damit ist ein Höchstmaß an Störsicherheit zur
Flugkörper-Identifizierung erreicht und dies bei größ
ter Flugkörper-Reichweite und mit geringstem Energie
verbrauch des Flugkörper-Markierungsstrahlers.
Die Anzahl der Sensoren 26, 27, 28 kann nun auf einen
einzigen Sensor reduziert werden, wenn ein solcher ent
sprechend der Patentanmeldung 31 19 184.3 verwendet
wird und die Aufnahme der Bilder in den beiden Spek
tralbereichen im Zeitmultiplexverfahren durchgeführt
werden, wobei für das jeweilige Bild ein digitaler
Bildspeicher verwendet wird.
Claims (6)
1. Flugkörper-Identifikationssystem mit einem Markierungsstrahler,
der mit einer Edelgas-Hochdrucklampe versehen ist, zur Steuerung des
Flugkörpers von einer Bodenlenkanlage aus, wobei zur Identifizierung des
Flugkörpers wellenlängenabhängige CCD-Sensoren für mehrere Wellenlängen
bereiche verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Flugkör
per-Markierungsstrahler mittels eines Zeitcodegenerators (16, 29) und
eines Blitzimpulsgenerators (15) programm- bzw. zeitgesteuerte Licht
blitze (21) über ein optisches System zur Lichtbündelung (12, 13, 14)
abstrahlt, wobei in der Bodenlenkanlage (20) zur Flugkörperverfolgung
eine elektronische Kamera (CCD-Flächenarray) angeordnet ist und zur
Flugkörper-Identifikation der Eingangsoptik (22) drei aus einem Bildver
stärker und einem daran angekoppelten CCD-Sensor gebildete Empfangssen
soren (26, 27, 28) zugeordnet sind.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Photosensoren der elektronischen Kamera eine Integrationszeit pro Bild
aufweisen, die groß gegen die Blitzzeit des Flugkörper-Markierungsstrah
lers ist.
3. System nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Edelgas-Hochdrucklampe (11) eine Xenon-Kurzbogen-Entladungslampe
verwendet wird.
4. System nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das optische System zur Lichtbündelung aus einem Hohlspiegel (12)
und einer Linse (13) sowie einer Positioniereinheit (14) besteht.
5. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Identifikation in der Bodenlenkanlage (20) der
Eingangsoptik ein im Spektralbereich der Strahlungsmaxima der Blitzlam
pen-Linienstrahlung durchlässiger Filter (24) und ein im Bereich des
zwischen den Emissionsmaxima liegenden Emissionsminimums durchlässiger
Filter (25) zugeordnet ist.
6. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Flugkörper-Identifikation in der Bodenlenkanla
ge (20) die Bildverstärker als elektrooptische Verschlüsse verwendet
werden, die zeitsynchron zu den programm- bzw. zeitgesteuerten Licht
blitzen des Flugkörpers geöffnet bzw. geschlossen werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19843421141 DE3421141A1 (de) | 1984-06-07 | 1984-06-07 | Flugkoerper-identifikationssystem |
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| DE19843421141 DE3421141A1 (de) | 1984-06-07 | 1984-06-07 | Flugkoerper-identifikationssystem |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3421141A1 DE3421141A1 (de) | 1988-12-01 |
| DE3421141C2 true DE3421141C2 (de) | 1989-04-20 |
Family
ID=6237785
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843421141 Granted DE3421141A1 (de) | 1984-06-07 | 1984-06-07 | Flugkoerper-identifikationssystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3421141A1 (de) |
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-
1984
- 1984-06-07 DE DE19843421141 patent/DE3421141A1/de active Granted
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|---|---|
| DE3421141A1 (de) | 1988-12-01 |
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