DE3424765C2 - Mikrocomputer - Google Patents
MikrocomputerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Mikrocomputer.
Mikrocomputer weisen im allgemeinen eine Zentral
einheit (CPU), einen Nur-Lesespeicher (ROM), einen Direktzu
griffsspeicher (RAM) und mehrere andere mehr oder weniger wahl
weise Funktionen, wie beispielsweise Eingangs-/Ausgangsele
mente, auf.
Für einige Anwendungsfälle, bei denen ein Mikrocomputer als
Verarbeitungs- und/oder Steuereinheit benutzt wird, ist es
notwendig, die Möglichkeit vorzusehen, einige gespeicherte In
formation aufrecht zu erhalten, wenn aus verschiedenen Grün
den oder Notwendigkeiten die Stromversorgung ausfällt.
Zu diesem Zweck wurden in letzter Zeit in dem Mikrocomputer
einige nichtflüchtige Speicherelemente, sogenannte EEPROMs
(electrically erasable programmable read-only memory), einge
setzt, welche bestimmt sind zum Speichern der aufrecht zu er
haltenden Information.
Die Benutzung von nichtflüchtigen Speichern vom EEPROM-Typ
führt jedoch zu einigen wesentlichen Beschränkungen.
- a) Bei jedem Speichern von neuen Daten ist es notwendig, daß der Mikrocomputer eine bestimmte Folge von Operationen aus führt zum Bewirken der Speicherung. Solche Operationen benö tigen eine bestimmte Ausführungszeit (typisch ungefähr 10 ms), wodurch die Geschwindigkeit begrenzt wird. Aus diesem Grunde muß der Mikrocomputer die Ausführung seines Befehlsprogramms langsamer durchführen und es ist ebenso nur möglich, in einer bestimmten Zeit nur eine bestimmte Informationsmenge zu spei chern.
- b) Da die nichtflüchtigen Speicherzellen nur eine begrenzte Zahl von Umsteuer-Zyklen ihres elektrischen Zustands (bei spielsweise 10 000 Zyklen) ausführen können, bewirkt die Spei cherung von Daten in den oben erwähnten Speicherzellen, falls sie während der normalen Ausführung des Programms stattfindet, d. h. ehe die durch die Stromzuführungsunterbrechung bewirkte Notwendigkeit auftritt, eine unerwünschte Alterung des Spei chers.
- c) Falls andererseits die von dem Mikrocomputer verarbeitete Information in dem nichtflüchtigen Speicher nur zum Zeitpunkt des Abschaltens gespeichert wird, um eine Geschwindigkeitsre duzierung des Mikrocomputers während des Normalbetriebs zu verhindern und gleichzeitig das Altern der Speicherzellen zu begrenzen, indem der elektrische Zustand nur dann geändert wird, wenn es notwendig ist, um die Information zu retten, dann ist es notwendig, den Ausfalls der Speisung zu erfassen und andererseits die Speisung mittels kapazitiver Elemente zu unterstützen für die zur Speicherung notwendige Zeit, d. h. für eine Zeit, die um so länger ist, je größer die Menge der zu speichernden Information ist. Dies führt zu größeren Kosten und beträchtlicher Komplizierung der Speisungsschaltung. Außerdem ist es immer notwendig, im Programm eine besondere Operationsfolge vorzusehen.
Aus der Zeitschrift "Elektroniker" (Nr. 12/1980, Seiten
EL11-EL15) ist ein nicht-flüchtiges RAM bekannt, das aus EEPROMs gebil
det ist und als Schattenspeicher zum Puffern eines regulären RAM
vorgesehen ist. Durch ein Steuersignal werden die Daten des RAM-
Teils in den nicht-flüchtigen Speicherteil übertragen.
Aus der US 4,207,615 ist andererseits eine nicht-flüchtige RAM-
Speicherzelle mit einer bistabilen Schaltung mit 2 alternativ
leitenden und nicht-leitenden Zweigen
bekannt, in der im Fall eines Stromausfalls Daten
nicht-flüchtig durch Anlegen einer höheren Spannung an beide
Zweige gesichert werden können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Mikrocomputer zu
schaffen, bei dem durch eine einfache Schaltung nicht-flüchtige
Speicherelemente die Speicherung von Information bei einem Aus
fall einer Stromversorgung oder bei separater Ansteuerung
ermöglichen, ohne daß die nicht-flüchtigen Speicherelemente un
nötigen Umsteuerzyklen ausgesetzt sind, und ohne unnötigen
Stromverbrauch.
Die Aufgabe wird durch den Mikrocomputer nach dem Patentanspruch
1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen be
schrieben.
Beim Ausfall der Stromversorgung des
Mikrocomputers und der dadurch ausgelösten
Programmierung des nicht-flüchtigen
Elements wird der leitende Zweig der bistabilen
Schaltung durch die entsprechende
Steuereinrichtung gesperrt, so daß die
Programmierung des nicht-flüchtigen
Elements ohne Stromverbrauch erfolgt.
Es ist leicht einzusehen, daß die Zufügung des nichtflüchti
gen RAM-Speichers mit automatischer Antwort auf die Abschal
tung der Speisung den Mikrocomputer in seiner normalen phy
sischen Struktur hält und die normale Programmentwicklung
beibehalten wird, wodurch auch Zyklusverlangsamungen und
frühe Alterung der nichtflüchtigen Zellen vermieden werden.
Gleichzeitig wird eine sofortige und automatische Speicherung
von Daten wenn nötig sichergestellt. Praktisch bleibt alles
ungeändert mit der Möglichkeit, die Information aufrecht zu
erhalten im Falle eines Abschaltens der Speisung (oder bei
einem anderen Ereignis mit ähnlicher Wirkung).
Es folgt die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand
der Figuren. Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 in allgemeiner und vereinfachter Darstellung einen
erfindungsgemäßen Mikrocomputer;
Fig. 2 zusätzliche Details des in dem oben erwähnten Mikro
computer enthaltenen nichtflüchtigen RAM-Speichers
und der jeweiligen Steuer- und Spannungsverviel
fachungsschaltungen;
und
Fig. 3 Schaltungsdetails eines Beispiels einer in dem oben
erwähnten nichtflüchtigen RAM-Speicher enthaltenen
nichtflüchtigen Speicherzelle.
In Fig. 1 werden in einer monolithisch integrierten Struktur
50, die symbolisch in zwei Teile 50a und 50b unterteilt ist,
zum Identifizieren des Standes der Technik und der Neuerung
die wesentlichen Teile des erfindungsgemäßen Mikrocompu
ters gezeigt.
Wie beim Stand der Technik weist er eine Zentraleinheit (CPU)
51, einen Nur-Lesespeicher (ROM) 52 und einen Direktzugriffs
speicher (RAM) 53 und weitere verschiedene Schaltungen und
Funktionen, die hier nicht im Detail beschrieben werden sol
len, auf.
Bei der Erfindung wird andererseits gegenüber dem Stand der
Technik ein nichtflüchtiger RAM-Speicher 54 mit zugehörigen
Steuerungs- und Spannungsvervielfacherschaltungen 55 zuge
fügt, aus denen eine hohe Spannung H erhalten werden kann,
welche zum Aufladen eines kapazitiven Elements, das im Falle
eines Ausfalls die Speisung vorübergehend aufrechterhalten
kann, benutzt werden kann. Eine durch ein äußeres Signal R
gesteuerte Reset-Logik 56 ist mit den Schaltungen 55 und der
Zentraleinheit 51 verbunden, um gemäß dem Signal R ihre Betä
tigung zu bewirken.
Weitere Details der durch das nichtflüchtige RAM 54, die
Vervielfachungs- und Steuerschaltungen 55 und die Reset-Logik
56 gebildeten zusätzlichen Anordnungen sind in Fig. 2 darge
stellt, in der das RAM 54 noch allgemein dargestellt ist,
aber bestehend aus einer Matrix von nichtflüchtigen RAM-Zellen
57 zusammengesetzt vorgestellt werden kann, an die die CPU
51 Adressensignale sendet und Datensignale durch jeweilige
Leitungen in sogenannten Bussen 58 und 59 sendet (oder
empfängt). Eine beispielhafte Ausführungsform der oben be
schriebenen Zellen wird später unter Bezug auf Fig. 3 be
schrieben.
Die Vervielfachungs- und Steuerschaltungen 55 weisen zwei
Schalter 60 und 61 auf, welche bei normalen Betriebszuständen
den Zellen 57 des Speichers 54 Speisespannungen Vcc und Vpp von
5 V bzw. 20 V zuführen, zum normalen Betrieb der
Zellen als RAM-Speicherelemente vom bistabilen Typ. Ge
steuert von der Logik 56 können diese Schalter jedoch die
Spannungen modifizieren, d. h. sie auf 20 V bzw. 0 V
bringen, zum Speichern von Daten in den Zellen des RAM 54 zum
Zeitpunkt des Ausfalls der Speisung. Der Schalter 60 wirkt
mit einem von der Logik 56 gesteuerten Spannungsvervielfacher
62 und mit einem Spannungsregler und einem Anstiegsratenbe
grenzer 63, der seinerseits von einem Spannungsvervielfacher
64, von dem das Signal H auch erhalten werden kann, gespeist
wird und von der Logik 56 gesteuert wird, zusammen zur Bil
dung des erwünschten Wertes von Vcc. Der Schalter 61 arbeitet
seinerseits mit einem Spannungsregler 65 zusammen, der von
einem Spannungsvervielfacher 66 gesteuert durch die Logik 56
gespeist wird. Dieser letztere wird seinerseits von der Span
nung Vpp gesteuert und liefert ein Signal S für die CPU 51.
Wie schon gesagt wurde, besteht das Speicher-RAM 54 aus einer
Matrix nichtfluchtiger Zellen 57. Diese letzteren sind vor
zugsweise wie in Fig. 3 gezeigt realisiert, d. h. vom Typ wie
in der DE 34 24 760 A1,
vom gleichen Anmelder wie die vor
liegende Anmeldung, beschrieben. Im folgenden werden deshalb
die RAM-Zellen 57 nur kurz beschrieben, da weitere Details
aus der oben erwähnten Anmeldung entnommen werden können.
In Fig. 3 ist eine RAM-Speicherzelle vom nichtflüchtigen Typ
gezeigt, die in MOS-Technologie ausgeführt ist.
Ihre Schaltung besteht im wesentlichen aus zwei Teilen A und
B, von denen der erste eine bistabile Schaltung mit nicht
flüchtigem Speicherelement definiert und der zweite vorge
sehen ist zur Kommutierung vom Zustand des normalen bistabi
len Betriebs (d. h. als statisches RAM) zu jenem der Speiche
rung der Information bezüglich des Zustands der bistabilen
Schaltung (auch "Programmieren" des nichtflüchtigen Elements
genannt) und dann auch zu jenem der Wiederherstellung der
gespeicherten Information.
Die bistabile Schaltung, d. h. der Teil A weist wie gewöhnlich
zwei miteinander verbundene Schaltungszweige auf zwischen
einer Versorgungsleitung V (gesteuert durch den Schalter
60 der Fig. 2) und Masse. Einer von ihnen weist eine Reihen
schaltung der Transistoren 3, 8 und 9 auf, wobei der zweite
vom "Verarmungs"-Typ ist und einen der Lasttransistoren der
bistabilen Schaltung bildet, während der dritte einen der
Treibertransistoren derselben Schaltung bildet. Der Transistor
3 arbeitet demgegenüber als Steuertransistor im Programmier
schritt, wie später noch erklärt werden soll. Der andere Zweig
der bistabilen Schaltung weist seinerseits eine Reihenschal
tung der Transistoren 4, 5, 7 und 11 auf, wobei der erste,
der dritte und der vierte jeweils den Transistoren 3, 8 und
9 des anderen Zweigs entsprechen, mit denen die Verbindung
vom bistabilen Typ realisiert ist durch die gekreuzten Ver
bindungen zwischen dem Gate des Transistors 9 und einem Schal
tungsknotenpunkt 16 zwischen den Transistoren 7 und 11 des
anderen Zweigs und zwischen dem Gate des Transistors 11 und
einem Schaltungsknotenpunkt 15 zwischen den Transistoren 8
und 9 des entgegengesetzten Zweigs. Es ist jedoch zu bemer
ken, daß die Länge des Transistors 7 ungefähr die Hälfte von
jener des Transistors 8 ist, so daß der oben erwähnte Tran
sistor 7 in seinem eigenen Zweig einen Strom vom doppelten
Wert verglichen mit dem anderen Zweig einzuprägen trachtet.
Außerdem ist der Transistor 11 länger als der Transistor 9,
so daß er bei gleicher "Gate"-Spannung und gleichem "Drain"-
Strom eher eine "Drain"-Spannung haben wird, die höher ist
als jene des Transistors 9. Diese Asymmetrie stört nicht das
Arbeiten der bistabilen Schaltung sondern beeinflußt ihre
Einstellung zum Zeitpunkt des Einschaltens, wie später noch
erklärt werden wird.
Der Transistor 5 vom "Anreicherungs"-Typ hat seinerseits am
"Drain"-Knotenpunkt 20 und dem "Source"-Knotenpunkt 19
parallelgeschaltet ein elektrisch programmierbares nichtflüch
tiges Speicherelement 6, welches beispielsweise dargestellt
ist als Typ mit schwebendem Gate 18 und Programmier-Gate 21,
die mit einem Zwischenknotenpunkt 17 zwischen den Transisto
ren 3 und 8 des gegenüberliegenden Schaltungszweiges verbun
den sind. Genauer gesagt kann das nichtflüchtige Speicherele
ment 6 beispielsweise betrachtet werden als aus einem Tran
sistor wie in der US-PS 4,203,158 beschrieben bestehend, der
auf der Anwesenheit einer sehr dünnen Schicht (100 Å) von
Siliziumoxid zwischen dem Drain 20 und dem "schwebenden Gate"
18 mit der Fähigkeit leitend zu werden und dann das "schwe
bende Gate" 18 (positiv oder negativ) aufzuladen, wenn sie
einem elektrischen Feld geeigneter Intensität ausgesetzt ist
(Fowler-Nordheim-Effekt) basiert. Vom Aufladen des "schwebenden
Gates" 18 hängt andererseits ab, ob das nichtflüchtige Ele
ment 6 mehr oder wenig in der Lage ist, den Transistor 5
kurzzuschließen, wobei später noch zu erklärende Wirkungen
auftreten. Wenn der Transistor 5 nicht kurzgeschlossen ist,
beeinflußt er jedoch nicht mit seinem Spannungsabfall den
bistabilen Betrieb, sondern erniedrigt nur den Pegel mit hoher
Spannung (logischer Pegel "Eins"), der am Knotenpunkt 16
herrscht.
Die Kommutierungssteuerung wird zu der bistabilen Schaltung
mittels "Bit-Leitungen" 22 und 23 (mit dem Bus 59 der Fig.
2 verbunden) durch jeweilige Transistoren 10 und 12, deren
Gatter durch eine Wortleitung 24 gesteuert werden, geführt.
Der Teil B oder der Programmier- oder Vorbereitungsteil der
RAM-Zelle weist seinerseits zwei Paare von parallel hinter
einander verbundenen Transistoren 1-2 und 13-14 zwischen den
Gattern der Transistoren 3 und 4 und einer Programmier- oder
Vorbereitungsleitung W gesteuert von dem Schalter 61 der Fig.
2 auf. Die Gatter der Transistoren 1 und 13 sind mit den
Gattern der jeweiligen Treibertransistoren 9 und 11 der bi
stabilen Schaltung verbunden. Die Transistoren 2 und 14 sind
vom "Anreicherungs"-Typ und ihre Gatter sind mit den jeweili
gen Drain-Elektroden verbunden.
Der Betrieb der nichtflüchtigen RAM-Zelle nach Fig. 3 und in
folgedessen allgemein der des nichtflüchtigen RAM-Speichers
54 nach Fig. 2 und des Mikrocomputers nach Fig. 1, die sie
enthalten, ist wie folgt:
Im Zustand des Normalbetriebs des Mikrocomputers ermöglicht
es die Logik 56 dem Schalter 61 an die Leitung W jeder der
Zellen 57 eine Spannung Vpp = 20 V zu legen, welche auf die
Gatter der Transistoren 3 und 4 mit einem Abfall von ungefähr
2 V infolge der Transistoren 2 und 14 (vom Anreicherungs
typ) transferiert wird. Die resultierende Spannung von 18 V
macht die Transistoren 3 und 4 außerordentlich leitend, so
daß sie in diesem Fall praktisch als Kurzschlüsse wirken und
dadurch mit der Leitung V (auf 5 V durch den Schalter 60 der
Fig. 2 mittels des Spannungsvervielfachers 62 gehalten, der
den Transfer von den 5 V der Zellen 67 leicht macht) die
Elektroden 21 und 20 des nichtflüchtigen Transistors 6 ver
binden. In diesem Zustand arbeitet die Schaltung als normale
bistabile Schaltung ohne, wie schon gesagt wurde, durch die
Anwesenheit des Transistors 5 beeinflußt zu werden.
Im Falle der Betätigung des Signals R, entweder infolge
eines Ausfalls der Speisung oder nachdem eine Steuerung der
selben Art ausgeführt wurde, bringt es im Gegensatz dazu die
folgende Betriebsart mit sich, welche die Information entspre
chend dem Zustand der bistabilen Schaltung speichert, d. h.
das nichtflüchtige Speicherelement 6 "programmiert". Der Ab
fall der Leitungsspeisung, als Signal R übermittelt, bewirkt
durch die Logik 56 und die Schalter 60 und 61 nach Fig. 2 den
entsprechenden Abfall auf 0 V der Spannung Vpp auf der Lei
tung W und unmittelbar danach den plötzlichen und progres
siven Anstieg der Spannung Vcc auf der Leitung V von 5 V auf
20 V. Genauer gesagt schaltet der Schalter 61 auf 0 V, während
der Block 66 gesperrt wird. Die Logik 56 erfaßt, ob die
Kommutierung aufgetreten ist, und steuert dann den Schalter 60
zum Ausüben des Einflusses der Blöcke 64, 63 um die Spannung
von 20 V, die vom Block 64 produziert wurde und vom Block 63
geregelt wird zu den Zellen 57 zu transferieren. Bei solch
einem Betriebsschritt regelt der Block 63 den Anstieg von
Vcc von 5 V auf 20 V, so daß er allmählich wird, damit die
nichtflüchtigen Elemente 6 der Zellen 57 nicht beschädigt
werden.
Gemäß dem elektrischen Zustand, in dem die bistabile Schaltung
ist (d. h. der Zweig 7-11 nichtleitend und infolgedessen der
Knotenpunkt 16 auf hohem Pegel und der Zweig 8-9 leitend und
infolgedessen der Knotenpunkt 15 auf niedrigem Pegel, oder um
gekehrt), hat einer der Transistoren 1-13 andererseits sein
Gatter auf hohem Pegel und der andere hat das Gatter auf nied
rigem Pegel, d. h., einer ist leitend und der andere ist nicht
leitend. Es folgt daraus, daß einer der Transistoren 3-4 das
Gatter mit Masse verbunden hat (Spannung O V der Leitung W)
über den leitenden der zwei Transistoren 1-13 und er ist
deshalb gesperrt, während der andere im wesentlichen sein
Gatter geladen hält (infolge der Gatter-Kapazität desselben
Transistors und infolge der dem jeweiligen Schaltungsknoten
punkt zugeordneten Diffusionskapazität) und deshalb leitet.
Die Transistoren 2 und 14 beeinflussen nicht dieses Verhalten,
da sie eine Gate-Source-Spannung gleich 0 V haben und als
Rückwärtsdioden arbeiten. Beide Zweige 3-8-9 und 4-7-11 sind
deshalb gesperrt und es tritt infolgedessen kein Stromver
brauch von der Leitung V, die nun auf ungefähr 20 V ist, auf.
In diesem Zustand läuft der Programmierbetrieb des nichtflüch
tigen Speicherelementes 6 wie folgt ab.
Falls zum Zeitpunkt des Ausfalls der Versorgungsspannung die
bistabile Schaltung in dem Zustand war, bei der der Zweig
4-7-11 gesperrt und der Zweig 3-8-9 leitend war, ist das
Programmier-Gate 21 des nichtflüchtigen Elements, das mit dem
Knotenpunkt 17 verbunden ist, auf Massepotential, während
das Potential der Drain-Elektrode 20 desselben nichtflüchti
gen Elementes mit dem Potential der Leitung V infolge der
durch den Transistor 4 durch Halten der Gate-Spannung des
Transistors auf hohem Wert hergestellten Leitung ansteigt.
Infolgedessen tritt ein Stromfluß von 20 nach 18 auf, der
das schwebende Gatter 18 positiv auflädt, falls das schwebende
Gatter des nichtflüchtigen Elements 6 vorher negativ geladen
war; falls andererseits das letztere schon positiv aufgeladen
war, bleibt alles wie vorher, d. h. es tritt kein Stromfluß
auf. Dies ist sehr wichtig, da es die Alterung des nichtflüch
tigen Elements begrenzt, welche jedesmal auftritt, wenn die
Art der Leitfähigkeit geändert werden muß mit nachfolgendem
Ladungsfluß durch die dünne Oxidschicht.
Falls andererseits zum Zeitpunkt des Ausfalls der Versorgungs
spannung die bistabile Schaltung in dem Zustand war mit dem
Zweig 4-7-11 leitend und dem Zweig 3-8-9 gesperrt, steigt
das Potential des Programmier-Gatters 21 des nichtflüchtigen
Elements 6 auf das Potential der Leitung V durch den Tran
sistor 3 (in solch einem Fall leitend), während der Drain
20 desselben nichtflüchtigen Elements auf Massepotential
durch die Transistoren 7 und 11 fällt. Infolgedessen lädt
sich das schwebende Gatter 18 negativ auf falls es nicht
schon geladen war durch Stromfluß zwischen demselben Gatter
18 und dem Drain 20.
Zusammengefaßt kann man sagen, daß gemäß dem Zustand der bi
stabilen Schaltung das nichtflüchtige Element 6 positiv oder
negativ auf dem schwebenden Gatter 18 auflädt ohne Stromver
brauch und ohne Ladungsänderung und Leitfähigkeitsänderung
(wie es andererseits auftreten würde falls es notwendig wäre,
den vorhergehenden Ladungszustand vorher zu annullieren).
An diesem Punkt haben das nichtflüchtige Element 6, die je
weilige Zelle 57 und schließlich das RAM 54 und der Mikro
computer 50 die Daten relativ zu dem vorher eingenommenen Zu
stand gespeichert.
Von dem von dem nichtflüchtigen Element 6 angenommenen La
dungszustand, d. h. von seiner Programmierung, als Funktion
des Zustands der bistabilen Schaltung, hängt andererseits
die Wiederherstellung desselben Zustands zum Zeitpunkt des
Einschaltens ab. Falls die Ladung auf dem schwebenden Gate
18 positiv ist, schließt das nichtflüchtige Element 6 den
Transistor 5 kurz, wodurch der Ladetransistor 7 einen höheren
Strom erhält, welcher kombiniert mit der größeren Länge (und
infolgedessen größeren Widerstand) des Transistors 11 be
wirkt, daß der Spannungspegel des Knotenpunktes 16 ansteigt
vor jenem des Knotenpunktes 15. Infolgedessen kehrt die bi
stabile Schaltung in ihren Anfangszustand mit dem Zweig 8-9
leitend und dem Zweig 7-11 gesperrt zurück. Falls andererseits
die im Programmierschritt auf dem schwebenden Gatter 18 ge
speicherte Ladung negativ ist, wird der Transistor 5 nicht
kurzgeschlossen durch den nichtflüchtigen Transistor 6 und
erlaubt durch Einschalten mit geringer Verzögerung (notwen
dig, damit die Spannung von dem Drain 20 zur Source 19 fließen
kann) der Spannung am Knotenpunkt 15 schneller anzusteigen
als jene am Knotenpunkt 16. Die bistabile Schaltung kehrt so
in den Ursprungszustand zurück mit dem Zweig 7-11 leitend
und dem Zweig 8-9 gesperrt. Aus dem vorhergehenden ist leicht
zu sehen, daß der erfindungsgemäße Mikrocomputer automatisch
und unmittelbar ohne besondere Programmänderungen die Daten
speicherung vornehmen kann im Falle eines Ausfalls der Spei
sung (oder bei einem anderen Ereignis mit gleicher Wirkung),
während er auf völlig normale Weise arbeitet gemäß dem vor
gegebenen Programm und mit maximaler Geschwindigkeit während
der normalen Datenverarbeitung. Es ist auch möglich, die
Speicherung nach dem Ausfall der Speisung vorzunehmen, wo
bei dafür die in einem auf geeignete Weise mit der Spannung H
vorgeladenen Kondensator gespeicherte Ladung benutzt wird
in Anbetracht dessen, daß nahezu kein Stromverbrauch bei den
nichtflüchtigen Speicherzellen 57 auftritt. Es soll hier auch
betont werden, daß die Alterung auf ein Minimum begrenzt wird,
da die Ladungsänderung des nichtflüchtigen Elements 6 der Zel
len 57 nur dann benötigt wird, wenn Daten gespeichert werden
und nur in dem Fall, daß sein vorhergehender Zustand ver
schieden ist von jenem in welchem danach gerufen wird.
Beim Einschalten andererseits wird alles wie zuvor wiederher
gestellt, d. h. alle Zellen 57 kehren in ihren vorigen Spei
cherzustand zurück.
Claims (9)
1. Mikrocomputer mit
einer CPU (51), einem nicht-flüchtigen RAM (54) und einer dem nicht-flüchtigen RAM (54) zugeordneten Steuerschaltung (55, 56), die als Reaktion auf einen Ausfall einer Stromversorgung des Mikrocomputers eine durch die Steuerschaltung an den nicht- flüchtigen RAM (54) angelegte Versorgungsspannung ändert,
wobei der nicht-flüchtige RAM (54) eine Mehrzahl von nicht- flüchtigen RAM-Zellen (57) aufweist, die jeweils als Reaktion auf eine Änderung der Versorgungsspannung, die durch die Steuer schaltung (55, 56) angelegt wird, Daten in der Zelle (57) speichern,
wobei jede der Zellen (57) eine bistabile Schaltung mit zwei miteinander verbundenen, alternativ leitenden und nicht-leitenden Zweigen (8, 9; 5, 7, 11) aufweist, von denen einer ein nicht- flüchtiges Element (6) aufweist, das beim Ausfall der Stromver sorgung in einen von zwei verschiedenen elektrischen Zuständen entsprechend dem augenblicklichen Zustand der bistabilen Schal tung programmiert und die Wiederherstellung des Zustands der bistabilen Schaltung beim nachfolgenden Einschalten der Stromversorgung bewirkt,
wobei für jeden Zweig der bistabilen Schaltung (A) jeweils eine Steuereinrichtung (1, 2, 3; 4, 13, 14) vorgesehen ist, die als Reaktion auf die Änderungen der Versorgungsspannung und den Zustand des entsprechenden anderen Zweigs der bistabilen Schal tung (A) den leitenden Zweig der bistabilen Schaltung zum nach folgenden Programmieren des nicht-flüchtigen Speicherelementes (6) automatisch sperrt, so daß kein Strom verbraucht wird.
einer CPU (51), einem nicht-flüchtigen RAM (54) und einer dem nicht-flüchtigen RAM (54) zugeordneten Steuerschaltung (55, 56), die als Reaktion auf einen Ausfall einer Stromversorgung des Mikrocomputers eine durch die Steuerschaltung an den nicht- flüchtigen RAM (54) angelegte Versorgungsspannung ändert,
wobei der nicht-flüchtige RAM (54) eine Mehrzahl von nicht- flüchtigen RAM-Zellen (57) aufweist, die jeweils als Reaktion auf eine Änderung der Versorgungsspannung, die durch die Steuer schaltung (55, 56) angelegt wird, Daten in der Zelle (57) speichern,
wobei jede der Zellen (57) eine bistabile Schaltung mit zwei miteinander verbundenen, alternativ leitenden und nicht-leitenden Zweigen (8, 9; 5, 7, 11) aufweist, von denen einer ein nicht- flüchtiges Element (6) aufweist, das beim Ausfall der Stromver sorgung in einen von zwei verschiedenen elektrischen Zuständen entsprechend dem augenblicklichen Zustand der bistabilen Schal tung programmiert und die Wiederherstellung des Zustands der bistabilen Schaltung beim nachfolgenden Einschalten der Stromversorgung bewirkt,
wobei für jeden Zweig der bistabilen Schaltung (A) jeweils eine Steuereinrichtung (1, 2, 3; 4, 13, 14) vorgesehen ist, die als Reaktion auf die Änderungen der Versorgungsspannung und den Zustand des entsprechenden anderen Zweigs der bistabilen Schal tung (A) den leitenden Zweig der bistabilen Schaltung zum nach folgenden Programmieren des nicht-flüchtigen Speicherelementes (6) automatisch sperrt, so daß kein Strom verbraucht wird.
2. Mikrocomputer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerschaltung (55, 56)
einen Spannungsvervielfacher (62, 64, 66) sowie einen Schalter
(60, 61) aufweist, und
ein Steuersignal zum Aktivieren des nicht-flüchtigen
Elements (6) mit dem Steuersignal
automatisch bei einem Ausfall der Stromversorgung
oder bei separater Ansteuerung der Steuerschaltung erzeugt.
3. Mikrocomputer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die RAM-Zellen (57) eine bistabile Schaltung mit 2 asymmetrisch aufge
bauten und miteinander und mit der Versorgungsspannung verbundenen,
alternativ leitenden und nicht leitenden Zweigen (8, 9; 5, 7, 11)
aufweist, von denen einer das nicht-flüchtige Element (6) aufweist.
4. Mikrocomputer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung einen ersten Transistor
(3, 4) aufweist, der zwischen einem jeweiligen Zweig der
bistabilen Schaltung und einer ersten Leitung (V) mit niedriger
Spannung, die vorübergehend auf eine höhere Spannung als Antwort auf
den Ausfall der Stromversorgung schaltbar ist, aufweist, wobei
das Gate des ersten Transistors (3, 4) mit einer zweiten Leitung (W)
auf höherem Potential, die auf Massepotential im Augenblick des Ausfalls
der Stromversorgung schalten kann, verbunden ist, und die
Verbindung einen zweiten Transistor (1, 13) aufweist, dessen Gate-
Spannung vom Zustand des jeweils gegenüberliegenden Zweigs der
bistabilen Schaltung abhängt.
5. Mikrocomputer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das nicht-flüchtige Element (6)
ein zwischen einem Programmier-Gate (21) sowie einem Source und
einem Drain liegendes schwebendes Gate (18) aufweist,
das Programmier-Gate (21) mit einem auf einem Zweig der bistabilen
Schaltung liegenden Schaltungsknoten (17) verbunden ist und
Source und Drain des nicht-flüchtigen Elements (6) parallel zu
Source und Drain eines als Diode geschalteten Transistors (5) in dem
Schaltungsknoten (17) gegenüberliegenden Zweig der bistabilen Schal
tung liegen.
6. Mikrocomputer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß
der Schalter (60, 61) der Steuerschaltung mit der ersten bzw. zweiten Leitung verbunden
ist und von einer Reset-Logik (56) gesteuert wird, die auf den Ausfall
der Stromversorgung oder die separate Ansteuerung reagiert.
7. Mikrocomputer nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (60, 61) mit
dem Spannungsvervielfacher (64, 66) und einem Spannungsregler
(63, 65) zur Erzeugung der an die Leitungen
angelegten Spannungen verbunden ist.
8. Mikrocomputer nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsregler für die
erste Leitung einen Spannungsanstiegsratenbegrenzer
(63) aufweist, der die Anstiegszeit von
der niedrigen Spannung auf die höhere Spannung als Antwort
auf den Ausfall der Versorgungsspannung
regelt.
9. Mikrocomputer nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung
(55) ein Signal hoher Spannung erzeugen
kann, welches zum Laden eines externen kapazitiven Elements benutzt wird,
womit eine Speise-Spannung für eine festgesetzte
Zeit nach dem Ausfall der Stromversorgung zum Aktivieren des
nicht-flüchtigen Elements (6) aufrechterhalten kann.
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