DE343065C - - Google Patents

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DE343065C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/10Isothiazolanthrones; Isoxazolanthrones; Isoselenazolanthrones

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Description

Das schwach gelbliche Anthrachinon-i-thiazol (Patentschrift 216306, Annalen 393, 192 und 393, 123)
Ν
besser Thiazolanthron zu nennen, liefert, wie gefunden wurde, in der Kalischmelze einen intensiv gelben Küpenfarbstoff, welcher sich vor demjenigen der Patentschrift 255641 durch wesentlich bessere Alkaliechtheit auszeichnet. Die unten beschriebenen Eigenschaften desselben deuten darauf hin, daß hierbei 2 Moleküle Thiazolanthron unter Wanderung von
ao 4 Atomen Wasserstoff zu einem hochmolekularen Gebilde zusammentreten, wobei an der Vereinigungsstelle neue Ringe entstehen, denen die Vertiefung der Farbe zuzuschreiben ist.
Auch die Substitutionsprodukte^des Thiazolanthrons sind zu dieser Farbstoffkondensation fähig. Die Schmelze wird zweckmäßig mit alkoholischen Zusätzen bei möglichst niedriger Temperatur ausgeführt, weil sonst der Thiazolring unter Ammoniakaustritt gespalten wird.
Beispiel I.
ι Teil Thiazolanthron, 4 Teile Ätzkalipulver, 2 Teile Amylalkohol werden unter Rühren langsam erhitzt, bis die Masse blauschwarz geworden ist. Man löst in Wässer, behandelt die Lösung mit Luft, bis das schwarze »Leukoderivat« in einen gelben Niederschlag verwandelt ist, filtriert, wäscht und trocknet.
Aus heißer Küpe liefert der Farbstoff blaue Färbungen auf Baumwolle, welche an der Luft in klares chlorechtes Gelb übergehen.
Die Analyse dieses Dithiazolanthrons liefert dieselben Zahlen für Schwefel und Stickstoff wie das Thiazolanthron. (Der geringe Mindergehalt an Wasserstoff macht sich nicht bemerkbar.) Vom Thiazolanthron unterscheidet sich der Farbstoff jedoch durch seine Schwerscnmelzbarkeit und Schwerlöslichkeit. Während Thiazolanthron in kaltem Benzol erheblich löslich ist, braucht Dithiazolanthron zur Lösung 1000 Teile kochenden Nitrobenzols und kristallisiert daraus schon in der Hitze wieder aus. In Schwefelsäure löst es sich orangerot.
Beispiel II.
27 Teile Ätzkalipulver werden in 16 Teile Methylalkohol eingetragen und die Auflösung durch Erwärmung unterstützt. Unter Rühren gibt man 7 Teile thiazolanthronsulfosaures Natron zu und erhitzt auf iio°, bis die gelbliche Farbe der Masse in grünliches Blauschwarz übergegangen ist. Man verdünnt mit Wasser, behandelt mit Luft, bis der Niederschlag reingelb geworden ist, saugt ab und trocknet.
Die erhaltene Dithiazolanthrondisulfosäure ist in Wasser löslich, färbt Wolle direkt und Baumwolle aus der blauen Küpe mit demselben Ton wie das Dithiazolantbron.
Das in diesem Beispiel verwendete thiazolanthronsulfosaure Natron wird bereitet durch Sulfieren von Thiazolanthron mit 3 Teilen 4oprozentigem Oleum bei 140 ° bis zur Wasserlöslichkeit, Verdünnen und^Aussalzen. Es ist ein gelbliches, leicht lösliches Kristallpulver.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen durch Verschmelzen von Thiazolanthron und seinen Substitutionsprodukten mit Alkalien.
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