DE3431966A1 - Ausgleichssystem - Google Patents
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Description
08. September 1983, Vereinigtes Königreich, Nr. 83 24103 ;
Die Erfindung bezieht sich auf ein Ausgleichssystem zum Ausgleichen
der Kräfte, die von einer Kolben- und Pleuel-Stangenanordnung, die mit einer Kurbelwelle verbunden isjt, erzeugt
werden. Dieses· Ausgleichssystem ist insbesondere beim Ausgleich der Hauptkräfte von Ein- und Zweizylindermaschinen anwendbar,
kann allerdings auch bei anderen Anwendungen von Nutzen eingesetzt
werden.
Die Verwendung von sich drehenden Ausgleichswellenpaaren zum Ausgleich der Haupt- und/oder Sekundärkräfte bei Verbrennungs-
kraftmaschinen ist allgemein bekannt. Die GB-PS 2 091 814 beschreibt ein solches System, bei dem
zwei Ausgleichswellen vorgesehen sind, die unterhalb der Kurbelwelle einer Maschine angeordnet sind und
die gegenläufig zueinander angetrieben werden. Beim Antrieb von zwei Ausgleichswellen treten allerdings
Probleme auf, insbesondere bei Ein- oder Zwei-Zylinder-Maschinen, wie sie bei Motorfahrzeugen verwendet werden.
So ist es ungünstig, die beiden Ausgleichswellen unterhalb der Kurbelwelle einer Kraftfahrzeugmaschine
anzuordnen, da ein Kraftfahrzeug eine Bodenfreiheit haben muß. Zusätzlich wird, da die Ausgleichswellen
exzentrische Ausgleichsgewichte tragen, das öl im Kurbelgehäuse aufgewühlt, wenn sich die Wellen drehen.
Es ist daher wünschenswert, die beiden Ausgleichswellen so zu positionieren, daß diese Probleme vermieden
werden. Daher ist es auch bekannt, die Ausgleichswellen oberhalb der Mittellinie der Kurbelwelle
anzuordnen. Da sich die beiden Ausgleichswellen in gegenläufiger Richtung drehen müssen, ist es bekannt,
eine Ausgleichswelle mittels einer Verzahnung anzutreiben und die andere Ausgleichswelle mittels
einer Kette über die Kurbelwelle. Es ist nicht möglich, ein Zahnrad an einer Ausgleichswelle mit einem Zahnrad
auf der anderen Ausgleichswelle kämmen zu lassen, da der Abstand zwischen ihnen zu groß ist. Hieraus
ist zu ersehen, daß der Antrieb von zwei gegenläufig drehenden Ausgleichswellen nur dadurch erreicht werden
kann, daß mehrere Zahnräder verwendet werden oder Zahnräder und Ketten, wobei beide Anordnungen zusätzliches
Gewicht mit sich bringen und die Kosten einer Maschine vergrößern.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Ausgleichssystem zu schaffen. Diese Aufgabe wird durch
die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung schafft ein Ausgleichssystem mit mindestens einer von einer Kurbelwelle angetriebenen
Ausgleichswelle, wobei die Kurbelwelle eine erste Verzahnung trägt, die mit einer zweiten Innenverzahnung
an einem Zwischenteil kämmt, so daß das Zwischenteil sich in gleicher Richtung wie die Kurbelwelle
dreht und wobei das Zwischenteil eine dritte Außenverzahnung trägt, die die mindestens eine Ausgleichswelle
antreibt.
Vorzugsweise kämmt die von dem Zwischenteil getragene dritte Außenverzahnung mit einer vierten Verzahnung,
die von einer der Ausgleichswellen gehalten wird und
mit einer fünften Verzahnung, 'die von feinem weiteren (zweiten) Zwischenteil getragen wird,,so daß die eine
Ausgleichswelle und das weitere Zwischenteil sich gegenläufig zur Kurbelwelle drehen, wobei die fünfte
Verzahnung mit einer sechsten^ von der weiteren Ausgleichswelle getragenen Verzahnung käitunt, so daß die
weitere Ausgleichswelle sich in gleicher Richtung wie die Kurbelwelle dreht.
Die fünfte Verzahnung des weiteren Zwischenteiles kann das Kupplungs- und Getriebe-Eingangszahnrad
einer Kraftfahrzeugmaschine sein. ;-
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles
im Zusammenhang mit der Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt:
Fig. T eine schematische Stirnansicht einer Kraftfahrzeugmaschine
mit der vorliegenden Erfindung, wobei die Ausgleichswellen-Antriebsverzahnung zusammen mit der Pleuelstange und
dem Kolben dargestellt ist; und
Fig. 2 eine Draufsicht auf Einzelteile der schematisch
in Fig. 1 dargestellten Maschine.
In den Figuren 1 und 2 wird eine Kurbelwelle 1 von einem Kolben 3 über eine Pleuelstange 2 angetrieben.
An die Kurbelwelle 1 ist ein Zahnrad 4 angebracht, das eine Innenverzahnung eines ersten Zwischenteiles
5 antreibt. Eine an dem Zwischenteil 5 angebrachte Außenverzahnung treibt ein Zahnrad 6 an, das an einer
Ausgleichswelle 11 angebracht ist, an welcher ein Ausgleichsgewicht 7 befestigt ist. Die Außenverzahnung
des Zwischenteiles 5 treibt auch eine Verzahnung an, die an einem zweiten Zwischenteil 8 angebracht ist,
das seinerseits ein Zahnrad 9 antreibt, das an einer
Ausgleichswelle 12 montiert ist, an welcher auch ein Ausgleichsgewicht (10) befestigt ist. Folglich drehen
sich die Kurbelwelle 1, das Zwischenteil 5 und das Ausgleichsgewicht 10 in einer Richtung, während das
Zwischenteil 8 und das Ausgleichsgewicht 7 sich in entgegengesetzter Richtung drehen. Mit dieser Anordnung
können die Hauptkräfte ausgeglichen werden, die von der Bewegung des Kolbens 3 und der Pleuelstange 2
herrühren.
Bei einer herkömmlichen Kraftfahrzeugmaschine ist das Zwischenteil 8 der Kupplungs- und Getriebeeingangsantrieb
und folglich ein existierendes Teil. Das Zwischenteil 5 mit der Innen- und Außenverzahnung wird
in einem Satz von Lagern gehalten; es ist zu erkennen, daß die beschriebene Anordnung eine kompakte Möglichkeit
für den Antrieb von zwei gegenläufig drehenden Ausgleichswellen zeigt, ohne daß eine Kombination von
Zahnrädern und Ketten erforderlich ist und ohne daß eine Kette von stirnverzahnten Rädern mit entsprechenden
Lagern benötigt wird.
In der Praxis wird man das Zwischenteil 5 mit der Innen- und Außenverzahnung aus zwei Teilen herstellen,
von denen eines die Innen- und Außenverzahnung trägt und das andere einen Flanschstutzen, der an das die
Innen- und Außenverzahnungen tragende Teil angebracht ist. Dies heißt, daß die Zahnräder bzw. Verzahnungen
mit Produktionsverfähren hergestellt werden können, d. h. die Innenverzahnung kann durch Räumen hergestellt
werden während die Außenverzahnung gefräst und
geschliffen werden kann und anschließend der Verzahnungsträger
an den Flanschstutzen mittels Schrauben oder Nieten oder Elektronenstrahlschweißen angebracht
wird. Die Verzahnung kann aus nitriertem Stahl oder aus durch Nitrieren gehärtetem Stahl hergestellt sein.
Es existieren Nitrierverfahren, die I. die "weiße" Schicht, die früher bei diesem Verfahren auftrat,
vermeiden, was bedeutet, daß diese Schicht nicht mühsam
entfernt werden muß. Damit kann das die Innen-
und Außenyerzahnung tragende Zwischenteil zu akzeptablen
Kosten hergestellt werden. j
Weiterhin sei darauf hingewiesen, daß, obwohl bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ,die Ausgleichswellen mit konstanter Winkelgeschwindigkeit drehen,
unter der Vorraussetzung einer konstanten Kurbelwellenwinkelgeschwindigkeit, die Winkelgeschwindigkeiten
der Ausgleichswellen sich relativ zu der der Kurbelwelle ändern können, wie beispielsweise bei der eingangs
erwähnten GB-PS 2 091 814 beschrieben.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Ausgleichswellen vorgesehen. Die vorliegende Erfindung
kann allerdings auch auf eine einzige Ausgleichswelle angewandt werden, die von den Verzahnungen 4,5
und 6 angetrieben wird. Der Vorteil der Verwendung von drei Verzahnungen 4, 5 und 6 anstelle einer einfachen
Anordnung mit zwei kämmenden Stirn-Zahnrädern, von denen eines auf der Kurbelwelle und das andere
auf der Ausgleichswelle angeordnet sind, liegt darin, daß aufgrund der relativen Durchmesser der Verzahnungen
die beiden Verzahnungsanordnungen zu einer Zahnrad-Oberflächegeschwindigkeit
führt, die etwa 27 % größer ist als die der Anordnung mit den drei Zahnrädern. Die Verwendung der drei Verzahnungen 4, 5
und 6 führt somit zu geringeren Zahnradgeräuschen. Dieser Vorteil der geringeren Zahnradgeräusche tritt
auch bei Ausführungsformen mit zwei Ausgleichswellen auf.
Claims (3)
- Popp, Sajda, v.Bülöw: Kräbal&: PartnerPatentanwälte · European Patent Attorneys München ■ Bremen*Popp. Sajda, v. Bülow, Hrabal & Partner, Postfach 8606 24, D-8000 MünchenAnmelder:NATIONAL RESEARCH DEVELOPMENT CORPORATION101 Newington Causeway,London, SE1 6BU
GroßbritannienDr. Eugen Popp Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing.Wolf E. Sajda Dipi.-Phys.Dr.Tarn v. Bülow Dipl.-Ing.. Dipi.-Winsch.-Ing.Dr. Ulrich Hrabal Dipi.-ctiem.Erich Bolte Dipl.-Ing.·BÜRO MÜNCHEN/MUNICH OFFICE:Widenmayerstraße 48 Postfach/P.O. Box 860624 D-8000 München 86 Telefon: (089) 222631 Telex: 5213222 epod Telekopierer: (089) 221721Ihr Zeichen Your ref.Ihr Schreiben vom Your letter ofUnser Zeichen Our ref.M^MAR-60-DEDatum Date30. August 1984 vB/haAusgleichssystemPriorität:08. September 1983, Vereinigtes Königreich, Nr. 83 24103Patentansprüche1 / Ausgleichssystem mit mindestens einer Ausgljeichswelle, die von einer Kurbelwelle angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbelwelle (1) ein erstes Zahnrad (4) trägt,, das mit einer zweiten Innenverzahnung, die von einem Zwischenteil (5) getragen ist, kämmt, so daß das Zwischenteil (5) sich in gleicher Richtung dreht wie die Kurbelwelle (1) und daß das Zwischenteil (5) eine dritte Außenverzahnung trägt, die die mindestens eine Ausgleichswelle (11) antreibt.343 Ί - 2. Ausgleichssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Ausgleichswellen (11, 12), die von der Kurbelwelle (1) angetrieben werden, wobei die dritte, von dem Zwischenteil (5) getragene Außenverzahnung mit einer vierten Verzahnung (6) kämmt, die von einer der Ausgleichswellen (12) getragen wird, sowie mit einer fünften Verzahnung, die von einem weiteren Zwischenteil (8) getragen wird, so daß die eine Ausgleichswelle (11) und das weitere Zwischenteil (8) in ent- gegengesetzter Richtung zur Kurbelwelle (1) drehen, während eine fünfte Verzahnung mit einer sechsten Verzahnung (9), die von der weiteren Ausgleichswelle (8) getragen wird, kämmt, so daß die weitere Ausgleichswelle (12) sich in gleicher Richtung dreht wie die Kurbelwelle (1).
- 3. Ausgleichssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die fünfte, von dem zweiten Zwischenteil (8) getragene Verzahnung das Kupplungs- und Getriebe-Eingangzahnrad einer Kraftfahrzeug-Verbrennungskraftmaschine ist.
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