DE3437254C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Plasmastrahleinrichtung zur Reinigung eines
leitfähigen Substrats von Verunreinigungen.
Plasmastrahleinrichtungen sind verwendet worden, um Überzüge
auf leitfähige Substrate aufzubringen. In derartigen Plasma
strahleinrichtungen wird ein Lichtbogen über einem Strom
eines Inertgases, beispielsweise einer Mischung von
Helium und Argon, aufrechterhalten. Der Lichtbogen ionisiert
und erhitzt das Inertgas, um eine Strömung aus ionisiertem
Gas oder Plasma zu erzeugen, das üblicherweise durch eine
Öffnung auf ein leitfähiges Werkstück gerichtet wird. Die
US-PS 31 79 783 beschreibt eine Plasmastrahleinrichtung,
bei der ein Pulver, mit dem die Oberfläche eines Werkstückes
zu überziehen ist, in den Plasmastrahl injiziert wird. Das
Werkstück wird in bezug auf die vordere Elektrode der Plas
mastrahleinrichtung auf einem positiven Potential gehalten,
um dazwischen einen Übertragungsbogen zu bilden, der einen
Aufprall des ionisierten Plasmastrahls und des mitgerissenen
Pulvers mit einer hohen Geschwindigkeit auf das Substrat er
zwingt. Das Substrat wird durch das aufprallende heiße Plas
ma, unterstützt durch den Übertragungsbogen, erhitzt. Das
Pulver wird durch sein Verweilen in dem heißen Plasma er
wärmt und geschmolzen, und die geschmolzenen Teilchen pral
len mit einer hohen Geschwindigkeit auf das erwärmte Sub
strat auf, um darauf einen Überzug zu bilden.
Die US-PS 31 79 783 beschreibt auch die Applikation von Hoch
spannungsimpulsen auf das Werkstück, um periodisch eine ener
getische Funkenentladung hervorzurufen, um die Oberfläche des
Substrats zu härten, das in dem beschriebenen Ausführungsbei
spiel ein weicher Stahl ist, der durch eine derartige Be
handlung gehärtet wird. Ferner wird dort die Verwendung um
gekehrter Polaritäten an einer von zwei Leistungseinspei
sungen und auch die Verwendung von Wechselstrom oder Wech
selstrom und Gleichstrom gemeinsam beschrieben, ohne daß ir
gendwelche Parameter oder Wirkungen davon beschrieben werden.
Die US-PS 41 62 389 beschreibt die Verwendung einer Ziel
kathode, um die Glattheit zu verbessern und das Eindringen
einer Schweißnaht zu vermindern. Dort wird eine Reinigung
in keiner Weise erwähnt.
Die US-PS 43 28 257 beschreibt eine Einrichtung und ein Ver
fahren, um ein Schutzmaterial auf ein Superlegierungs-Sub
strat aufzubringen, wie es beispielsweise in Lauf- oder Leit
schaufeln von Gasturbinen verwendet wird. Dem Plasmaüberzugs
verfahren, bei dem die angelegten Spannungen ein anodisches
Werkstück erzeugen, geht ein Reinigungsvorgang voran, bei
dem die angelegten Spannungen ein kathodisches Werkstück
erzeugen. Während der Reinigung wandern die Kathodenpunkte
an den Enden kleiner Bögen über die Oberfläche des Werk
stückes. Die Bewegung der Kathodenpunkte wird durch die
elektrischen und magnetischen Felder erzeugt, die durch die
Lichtbögen selbst, unterstützt durch komplexe Bewegung der
Plasmakanone und des Werkstücks, erzeugt werden, um vorzugs
weise Verunreinigungen von der Oberfläche derartiger Legie
rungen zu beseitigen.
Ohne die Theorie der Wirkungsweise der Einrichtung und des
Verfahrens gemäß der Erfindung genau zu kennen, wird ange
nommen, daß eine Oberflächenreinigung mit einem kathodischen
Werkstück auf der Tatsache beruht, daß die Oberflächenverun
reinigungen auf Superlegierungen, wie beispielsweise Interna
tional Nickellegierung IN738 und insbesondere den Oxiden
derartiger Superlegierungen, dünne isolierende Schichten
sind, die wesentliche dielektrische Konstanten aufweisen. Es
wird ferner angenommen, daß wenn ein elektrisches Feld aus
reichender Größe über derartige dünne Isolierschichten ange
legt wird, eine dielektrische Beanspruchung in den Ober
flächenverunreinigungen hervorgerufen wird, die ausreicht,
um einen Entladungsstrom durch Feldemission einzuleiten. Es
wird eine große Anzahl von Lichtbögen beobachtet, die in
Kathodenpunkten auf dem negativ geladenen Werkstück enden.
Theoretisch wenigstens sollte eine Bewegung der Kathoden
punkte, die durch die elektrischen und magnetischen Felder,
unterstützt durch die Relativbewegung von Plasmakanone und
Werkstück, selbst induziert wird, ausreichen, um die Bewe
gung der Lichtbögen und ihrer zugehörigen Kathodenpunkte
mit einer genügend hohen Geschwindigkeit über die Oberfläche
des Werkstückes aufrechtzuerhalten, damit, obwohl die Ver
unreinigungsschicht beseitigt und das darunterliegende me
tallische Substrat des Werkstückes gereinigt wird, die Be
wegung genügend schnell und genügend kontinuierlich ist,
um eine Überhitzung und daraus folgende Beschädigung des
Substrats zu verhindern.
Es wurde beobachtet, daß die Lichtbögen, die zur Reinigung
mit der Einrichtung und dem Verfahren gemäß der US-PS
43 28 257 verwendet wurden, gelegentlich eine übermäßige
Zeitdauer anhaften oder an einer Stelle verweilen und da
durch ein lokalisiertes Schmelzen und eine Überhitzung des
Substrats erzeugen. Dies kann zur Narbenbildung und zum
Verlust an Material und auch zu Beschädigungen verursachen
den hohen Temperaturen führen, insbesondere in der Nähe von
dünnen Abschnitten, wie beispielsweise der Hinterkante oder
Spitze einer Schaufel. Wenn eine Lichtbogenbeschädigung
während des Reinigungsprozesses vermutet wird, muß das
Werkstück manuell auf übermäßigen Materialverlust und/oder
Rißbildung untersucht werden. Wenn eine derartige Beschädi
gung aufgetreten ist, gibt es kaum eine andere Alternative,
als die Schaufel zu verschrotten. Da Schaufeln aus Super
legierungsmetallen teuere Gegenstände sind und da der Reini
gungsvorgang fast am Ende des Fertigungsgangs stattfindet,
wenn eine Schaufel eine wesentliche Investition an Arbeit
und Material darstellt, sind Mittel zum Vermindern oder
Eliminieren der Ausschuß bzw. Verschrottungsrate in die
ser späten Stufe in dem Fertigungsprozeß äußerst wünschens
wert.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine
Einrichtung zum Reinigen eines Substrats mit einer Plasma
bogenvorrichtung zu schaffen, mit der eine lokale Überhitzung
am Werkstück vermieden wird.
Weiterhin sollen ein Verfahren und eine Einrichtung zum Rei
nigen eines Substrats geschaffen werden, wobei der Strom
eines kathodischen Werkstückes zwischen einem Maximal- und
einem Minimalwert verändert wird, wodurch die Mobilität der
Kathodenpunkte auf dem Werkstück vergrößert wird.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine Ein
richtung zum Plasmastrahlreinigen eines Werkstückes geschaf
fen, die Mittel zum Erzeugen eines Plasmastrahls, der auf
Werkstück aufprallen kann, Mittel zum Erzeugen einer nega
tiven Spannung auf dem Werkstück, um einen Kathodenstrom
zwischen dem Werkstück und den Mitteln zum Erzeugen eines
Plasmastrahls aufrechtzuerhalten, und Mittel aufweist zum
cyclischen Verändern des Kathodenstroms bei einer Wiederho
lungsfrequenz zwischen einem ersten Stromwert, der eine Plas
mastrahlreinigung auf dem Werkstück ausführt, und einem zwei
ten, kleineren Stromwert, der die Bewegung der Kathodenpunk
te über eine Oberfläche des Werkstückes vergrößert, wodurch
eine verbesserte Reinigung mit einer verminderten Wahrschein
lichkeit für eine Beschädigung der Werkstückoberfläche er
reicht wird.
Weiterhin wird ein Verfahren für
eine Plasmastrahlreinigung von einem Werkstück geschaffen,
wobei ein auf ein Werkstück aufprallbarer Plasmastrahl er
zeugt wird, eine negative Spannung auf dem Werkstück erzeugt
wird, um einen Kathodenstrom in dem Werkstück aufrechtzuer
halten, und der Kathodenstrom cyclisch verändert wird bei
einer Wiederholungsfrequenz zwischen einem ersten Stromwert, der
die Plasmastrahlreinigung des Werkstückes ausführt, und
einem zweiten, kleineren Stromwert, der die Bewegung der
Kathodenpunkte über eine Oberfläche des Werkstückes vergrö
ßert, wodurch eine verbesserte Reinigung mit einer vermin
derten Wahrscheinlichkeit für eine Beschädigung der Werk
stückoberfläche erreicht wird.
Kurz gesagt, werden eine Einrichtung und
ein Verfahren geschaffen, wobei eine Spannung in einer Über
tragungslichtbogen-Leistungseinspeisung einer Plasmastrahl-
Reinigungseinrichtung verwendet wird, um einen kathodischen
Werkstückstrom zum Reinigen einer Oberfläche des Werkstücks
zu induzieren. Die angelegte Spannung wird cyclisch verän
dert zwischen wenigstens zwei negativen Werten, die zwei
Werte des Werkstückstroms induzieren. Die negativere Span
nung erzeugt einen großen Werkstückstrom und beseitigt di
elektrische Verunreinigungen von der Oberfläche des Werk
stückes. Die weniger negative Spannung hält einen Strom auf
recht, der klein genug ist, um eine verstärkte Bewegung des
Plasmastrahls über die Werkstückoberfläche zu gestatten, so
daß jeder Tendenz, daß die Kathodenpunkte auf dem Werkstück
während der Existenz der negativeren Spannung und des höhe
ren Stromes anhaften bzw. festkleben, entgegengewirkt wird.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
nähre erläutert.
Fig. 1 ist ein vereinfachtes Blockdiagramm von einer Plas
ma-Reinigungseinrichtung gemäß einem Ausführungsbei
spiel der Erfindung.
Fig. 2 ist ein Kurvenbild des Werkstückstroms über der Zeit
für die Plasma-Reinigungseinrichtung gemäß Fig. 1.
Plasmalichtbogen-Überzugseinrichtungen mit Reinigung bei um
gekehrter Polarität, wie es beispielsweise in der eingangs
genannten US-PS 43 28 257 beschrieben ist, sind allgemein
bekannt und im Handel erhältlich, beispielsweise von der
Electro-Plasma, Inc., Irvine, Kalifornien. Der interne Auf
bau und der normale Betrieb einer derartigen Einrichtung
brauchen hier nicht detailliert beschrieben zu werden, um
die vorliegende Erfindung auszuführen. Deshalb wird hier
die Beschreibung auf dasjenige beschränkt, was für ein Ver
ständnis der Erfindung notwendig ist, und die für unwesent
lich erachtete Beschreibung der übrigen Elemente, die all
gemein bekannt sind, ist weggelassen.
In Fig. 1 ist eine Plasmastrahl-Reinigungseinrichtung 10
gemäß der Erfindung gezeigt. Obwohl es in der Figur nicht
genau dargestellt ist und hier auch nicht ausführlich be
schrieben wird, kann die Plasmastrahl-Reinigungseinrichtung
10 auch Teil einer Plasmaüberzugs- oder Schweißeinrichtung
sein, die eine derartige Arbeit nach dem Reinigen des Werk
stückes ausführen kann. Eine Plasmakammer 12 weist üblicher
weise eine abdichtbare Kammer auf, deren Innendruck durch
eine Kammervakuumpumpe 14 gesteuert wird. Die Plasmakammer
12 kann eine Plasmakanone 13 und ein zu reinigendes Werk
stück (nicht gezeigt) enthalten. Eine Werkstück- und Plas
makanonen-Bewegungsteuerung 16 erzeugt üblicherweise eine
komplexe Bewegung der Plasmakanone 13 und des Werkstückes
sowohl als Translation als auch Rotation um eine oder mehrere
Achsen, um eine kontinuierlich wechselnde Lage zwischen der
Plasmakanone 13 und dem Werkstück darzustellen, um die
schnelle Wanderung der Kathodenpunkte während des Reinigens
zu fördern und eine gleichmäßige Überdeckung während des
Überziehens zu erzielen.
Die Plasmakanone 13 empfängt ein Inertgas, beispielsweise
eine Mischung von Helium und Argon, aus einer Plasmagasquel
le 18. Eine elektrische Entladung wird durch das Plasmagas,
das durch die Plasmakanone 13 strömt, aufrechterhalten, wo
bei Gleichspannung aus einer Plasmaleistungseinspeisung 20
verwendet wird. Die elektrische Entladung ionisiert das iner
te Gas, um einen Plasmastrahl zu erzeugen. Eine übliche Über
tragungslichtbogen-Leistungseinspeisung 22 legt normalerweise
eine positive Gleichspannung an das Werkstück in der Plas
makammer 12 während des Überziehens und eine negative Gleich
spannung an das Werkstück während des Reinigens an. Um das
Reinigen zu verbessern und das Anhaften der reinigenden
Lichtbögen für eine übermäßige Zeit wesentlich zu vermindern,
ist erfindungsgemäß ein Pulsierer 24 vorgesehen, der perio
disch die an das Werkstück angelegte negative Gleichspannung
zwischen wenigstens zwei Werten änderte so daß eine Änderung
in dem Werkstückstrom erreicht wird.
In Fig. 2 ist eine Kurve des Werkstückstroms über der Zeit
für ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Ein mini
maler Stromwert 28 variiert die zwischen dem Werkstück und
der Plasmakanone 13 angelegte Spannung, um eine Änderung
im Werkstückstrom zwischen einem maximalen Stromwert 26 und
einem minimalen Stromwert 28 zu erzeugen. Der maximale
Stromwert 26 kann etwa der gleiche wie der Strom sein, der
durch eine bekannte Gleichspannung-Übertragungslichbogen-
Leistungseinspeisung erzeugt wird. Der minimale Stromwert
28 ist als ein Wert gewählt, der klein genug ist, um die
Bewegung der Kathodenpunkte auf dem Werkstück zu fördern, um
ein Anhaften zu verhindern. Wenn eine Spannungsumkehr oder
Perioden mit einer Nullspannung, die die Beendigung eines
Stromflusses zur Folge haben würde, zwischen Maximalstrom
perioden zugelassen würden, würden wahrscheinlich Probleme
beim erneuten Beginn eines Stromflusses auftreten. Es wird
deshalb darauf hingewiesen, daß, obwohl der minimale Strom
wert 28 einen kleineren Wert als der maximale Stromwert 26
hat, der Strom durch das Plasma zu alle Zeiten aufrechter
halten wird, so daß Probleme bezüglich einer Lichtbogen
zündung nach einer stromlosen Periode vermieden werden.
Die steuerbaren Parameter, die die Qualität der ausgeführ
ten Reinigung und die Vermeidung von Beschädigungen am Werk
stück aufgrund eines anhaftenden Lichtbogens maßgeblich be
stimmen, sind die folgenden:
1. Maximaler Stromwert,
2. Minimaler Stromwert,
3. Tastverhältnis von maximalem zu minimalem Stromwert, 4. Frequenz der Pulsationen zwischen maximalen und minimalen Stromwerten,
5. Druck innerhalb der Plasmakammer,
6. Abstand der Plasmakanone vom Werkstück,
7. Bewegung der Plasmakanone und des Werkstücks während des Reinigens.
1. Maximaler Stromwert,
2. Minimaler Stromwert,
3. Tastverhältnis von maximalem zu minimalem Stromwert, 4. Frequenz der Pulsationen zwischen maximalen und minimalen Stromwerten,
5. Druck innerhalb der Plasmakammer,
6. Abstand der Plasmakanone vom Werkstück,
7. Bewegung der Plasmakanone und des Werkstücks während des Reinigens.
Im normalen Betrieb ist selbst beim ungepulsten Gleichstrom
betrieb ein Lichtbogenschmelzen ein relativ wenig auftreten
des Ereignis, obwohl es ein signifikantes Problem mit we
sentlichen öknomischen Konsequenzen darstellt, wenn es tat
sächlich auftritt. Für Versuchszwecke ist es zweckmäßig,
ein Werkstück mit einem dielektrischen Überzug eines Typs
zu überziehen, der die normalen Oberflächenverunreinigungen
simuliert, aber der eine große Anzahl von Lichtbogenpunkten
und auch ein umfangreiches Lichtbogenschmelzen bei unge
pulster Gleichstromreinigung garantiert. Ein Überzug aus
Magnesiumoxid (MgO) ist für diesen Zweck geeignet und ist
zusätzlich nützlich, da es ein Material ist, das auf eine
Oberfläche des Werkstücks als Teil eines Rißinspektions
verfahrens aufgebracht werden kann und nicht vollständig
beseitigt werden muß, bevor das Plasmalichtbogen-Reinigungs
verfahren durchgeführt wird. Mit einem derartigen Überzug
und einem ungepulsten Werkstück-Gleichstrom von etwa 140
Ampere wurden etwa 5 bis etwa 50 Lichtbogenschmelzstellen
pro 6,5 cm2 erzeugt. Es wurden etwa 15 bis
etwa 20 Kathodenpunkte auf dem Werkstück beobachtet. Zu
sätzlich betrug die Wanderungsgeschwindigkeit der Katho
denpunkte auf dem Werkstück etwa 3800 cm (1500 Zoll) pro
Sekunde auf relativ sauberen Zielflächen, wogegen sich ihre
Wanderungsgeschwindigkeit auf etwa 1900 bis 2540 cm (750
bis 1000 Zoll) pro Sekunde auf den überzogenen Flächen ver
langsamte.
Bei Verwendung von gepulstem Gleichstrom (Fig. 2) mit einem
maximalen Stromwert 26 von 140 Ampere und einem minimalen
Stromwert 28 von etwa 25% des maximalen Stromwerts 26,
und einem Tastverhältnis (Verhältnis des maximalen Strom
wertes 26 zum minimalen Stromwert 28) von 50% vergrößerte
sich die Anzahl der Kathodenpunkte auf dem Werkstück um
etwa 25%, und die Wanderungsgeschwindigkeit der Lichtbo
genpunkte nahm zu auf zwischen etwa 5000 und 10 000 cm
(2000 und 4000 Zoll) pro Sekunde, unabhängig vom Oberflä
chenzustand des Werkstücks. Die Reinigung wurde also ver
bessert, obwohl die Eingangsleistung vermindert wurde. Es
hat den Anschein, daß der verminderte Strom während des
minimalen Stromwerts 28 eine Lösung von irgendeiner ein
setzenden Anhaftungstendenz gestattet und zur Mobilität der
Kathodenfußpunkte beiträgt. Da die Tendenz für eine Licht
bogenbildung beim Fehlen einer dielektrischen Schicht ver
mindert ist, um sie durch Feldemission einzuleiten, ver
bessert die Vergrößerung der Anzahl und der Mobilität der
Kathodenpunkte das Reinigungsvermögen, während ein Anhaf
ten und eine daraus folgende Werkstückbeschädigung prak
tisch vermieden wird. Eine Werkstückbeschädigung wird wei
terhin dadurch vermindert, daß die durchschnittliche Ein
gangsleistung in das Werkzeug gesenkt wird. Es wurde gefun
den, daß die Senkung der durchschnittlichen Leistung für
eine Turbinenschaufel die mittlere Temperatur, die während
des Reinigens in den kritischen dünnen Abschnitten in den
Spatzen- und Hinterkantenbereichen erreicht werden, um etwa
17°C sinkt.
Beste Ergebnisse wurden in einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung mit einem Druck in der Plasmakammer 12 von etwa
403.10-3 bis etwa 53·10-3 bar (30 bis 40 Torr) erhalten.
Wenn das Tastverhältnis der gepulsten Gleichstromkurve über
etwa 85% hinaus erhöht wurde, scheint für die Kathoden
fußpunkte nicht genügend Zeit zu sein, sich während des
minimalen Stromwerts 28 zu lösen vor dem Einsetzen des
nächsten Maximalstromwerts 26. Dieser Zustand erzeugt ein
Anhaften und eine daraus folgende Beschädigung, die im we
sentlichen gleich derjenigen ist, die erfahrungsgemäß bei
einer zuvor beschriebenen ungepulsten Gleichstromreinigung
auftritt. Wenn das Tastverhältnis unter etwa 15% gesenkt
wurde, entsteht eine kleinere Anzahl von stärker betonten
Lichtbögen und eine schlechtere Reinigung. Bei kleinen Tast
verhältnissen scheint nicht genügend Zeit bei dem maximalen
Stromwert 26 zu bestehen, um das Werkstück richtig zu reini
gen. Somit scheint ein brauchbarer Betriebsbereich ein
Tastverhältnis von etwa 15 bis etwa 85% aufzuweisen, wo
bei das optimale Tastverhältnis in der Gegend von 50% liegt.
Ein Bereich von Pulswiederholungsfrequenzen für die gepul
ste Gleichstromkurve gemäß Fig. 2 von etwa 5 bis etwa 60
Pulsen pro Sekunde erzeugt eine vernünftige Mobilität der
Kathodenfußpunkte. Eine Pulswiederholungsfrequenz von etwa
10 Pulsen pro Sekunde sorgte für beste Reinigung bei einer
bestimmten Testapplikation.
Bei Anwendung für andere Werkstücke und/oder Plasmastrahl-
Reinigungsvorgängen können Änderungen notwendig sein im
Kammerdruck, Werkstückstrom, Maximalstromwert 26, dem Ver
hältnis des maximalen Stromwerts 26 zum minimalen Strom
wert 28, dem Tastverhältnis, der Pulswiederholungsfrequenz,
dem Abstand von Kanone zum Ziel oder in anderen Betriebs
bedingungen gegenüber denjenigen, die vorstehend beschrie
ben wurden. Derartige geänderte Parameter kann aber der
Fachmann ohne erfinderisches Zutun und ohne aufwendige
Experimente aufgrund der hier gegebenen Lehren finden.
Die Rechteckkurve gemäß Fig. 2 stellt nur ein Ausführungs
beispiel dar, und es können auch andere Kurvenformen ge
eignet sein. In einigen Anwendungsfällen können beispiels
weise auch trapezförmige, sinusförmige, sägezahnförmige
oder andere geeignete Kurven, die einen Werkstückstromfluß
aufrechterhalten, während der Werkstückstrom ausreichend
verändert wird, um die Kathodenpunktmobilität zu vergrößern
und die Anhaftung zu vermindern, für eine verbesserte Rei
nigung bei verminderter Werkstückbeschädigung sorgen.
Es wurde gefunden, daß die Bahn, der die Kathodenpunkte bei
Verwendung des gepulsten Gleichstroms gemäß der Erfindung
folgen, empfindlicher ist gegenüber der Geometrie des Werk
stückes als die Bahn, der die Kathodenpunkte bei Verwen
dung einer ungepulsten Gleichspannung folgen. Das bedeutet,
daß der Plasmastrahl einer wesentlich unterschiedlichen
Bahn über einem konkaven Abschnitt des Werkstückes folgt
als er es über einem konvexen Abschnitt tut. Für gewisse
Werkstückgeometrien kann es vorteilhaft sein, die Bahn der
Kathodenpunkte über gewissen Abschnitten des Werkstückes
enger zu steuern, indem ein ungepulster Gleichstrom verwen
det wird, während über dem Rest der Bahn die Reinigung ver
bessert und die Möglichkeit einer Beschädigung vermindert
wird durch Verwendung eines gepulsten Gleichstroms. Um eine
derartige Steuerung zu erreichen, kann der Pulsierer 24
selektiv ein- und ausgeschaltet werden, so daß, wenn er
ausgeschaltet ist, ungepulster Gleichstrom geliefert wird,
und wenn er eingeschaltet ist, gepulster Gleichstrom Anwen
dung findet.
Claims (16)
1. Einrichtung zur Plasmastrahlreinigung eines Werkstücks
mit einer Einrichtung zum Erzeugen eines Plasmastrahls
für einen Aufprall auf das Werkstück,
gekennzeichnet durch eine Einrichtung (22) zum
Erzeugen einer negativen Spannung auf dem Werkzeug,
die einen Kathodenstrom zwischen dem Werkstück und der
Einrichtung (13) zum Erzeugen des Plasmastrahls
aufrechterhält, und eine Einrichtung (24) zum
cyclischen Variieren des Kathodenstroms mit einer
Wiederholungsfrequenz zwischen einem ersten Stromwert
(26), der die Plasmastrahlreinigung des Werkzeugs
ausführt, und einem zweiten, kleineren Stromwert (28), in
der gleichen Richtung wie der erste Stromwert ohne
einen dazwischenliegenden Stromwert Null, der die
Bewegung des Plasmastrahls über eine Oberfläche des
Werkstücks verstärkt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Tastverhältnis des ersten zum zweiten Stromwerts etwa 15
bis etwa 85% beträgt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Tastverhältnis etwa 50% beträgt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Wiederholungsfrequenz etwa 5 bis etwa 60 Hz beträgt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Wiederholungsfrequenz etwa 10 Hz beträgt.
6. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Wiederholungsfrequenz derart gewählt ist, daß die Bewe
gung des Plasmastrahls über eine Oberfläche des Werk
stücks verstärkt ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Kurvenform der ersten und zweiten Stromwerte (26, 28)
eine gepulste Gleichstromkurve ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung (24) zum cyclischen Verändern Mittel enthält
zum Anlegen des ersten Stromwerts zum Reinigen gewählter
Flächen des Werkstückes derart, daß die Positionssteuer
barkeit des Plasmastrahls in den gewählten Flächen ver
bessert ist.
9. Verfahren zur Plasmastrahlreinigung eines Werkstückes,
auf das ein Plasmastrahl aufprallbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine negative Spannung auf dem Werkstück erzeugt wird, die
einen Kathodenstrom in dem Werkstück aufrechterhält, und
der Kathodenstrom cyclisch verändert wird mit einer
Wiederholungsfrequenz zwischen einem ersten Stromwert, der
die Plasmastrahlreinigung des Werkstückes ausführt, und
einem zweiten, kleineren Stromwert, in der gleichen
Richtung wie der erste Stromwert ohne einen
dazwischenliegenden Stromwert Null, der die Bewegung des
Plasmastrahls über eine Oberfläche des Werkstückes
verbessert.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beim
cyclischen Verändern ein Tastverhältnis des ersten zum
zweiten Stromwerts von etwa 15 bis etwa 85% aufrechter
halten wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß ein
Tastverhältnis von etwa 50% aufrechterhalten wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beim
cyclischen Verändern eine Wiederholungsfrequenz von etwa
5 bis etwa 60 Hz verwendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine
Wiederholungsfrequenz von etwa 10 Hz verwendet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beim
cyclischen Verändern eine Wiederholungsfrequenz mit
einem Wert verwendet wird, der die Bewegung des Plasma
strahls über eine Oberfläche des Werkstücks verbessert.
15. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beim
cyclischen Verändern eine Kurve der ersten und zweiten
Stromwerte erzeugt wird, die im wesentlichen eine pul
sierte Gleichstromkurve ist.
16. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beim
cyclischen Verändern der erste Stromwert zum Reinigen
gewählter Flächen des Werkstücks angelegt wird zum Ver
bessern der Positionssteuerbarkeit des Plasmastrahls
in den gewählten Flächen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/542,668 US4555612A (en) | 1983-10-17 | 1983-10-17 | Plasma jet cleaning apparatus and method |
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=24164796
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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