DE3437509C2 - - Google Patents
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- G01R33/44—Arrangements or instruments for measuring magnetic variables involving magnetic resonance using nuclear magnetic resonance [NMR]
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Description
Die Erfindung betrifft ein Untersuchungsverfahren nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Vor der näheren Erläuterung der Erfindung sei das Prinzip
der kernmagnetischen Resonanz (oder KMR) kurz beschrieben.
Ein Atomkern besteht aus Protonen und Neutronen (nur
einem Proton im Fall von gewöhnlichem Wasserstoff), die
als mit dem Kernspin-Drehmoment rotierend angesehen
werden.
Fig. 1 veranschaulicht einen Atomkern aus Wasserstoff
(¹H). Wie in Fig. 1a gezeigt, besteht der Atomkern aus
einem Proton P, das entsprechend einer Spinquantenzahl
1/2 rotiert. Da das Proton P gemäß Fig. 1b eine positive
Ladung e⁺ aufweist, hat es ein magnetisches Moment
. Jeder Atomkern von Wasserstoff kann daher als
kleiner Magnet angesehen werden.
Fig. 2 veranschaulicht schematisch eine solche magnetische
Eigenschaft von Atomkernen. In einem ferromagnetischen
Material, wie Eisen, sind kleine, durch Atomkerne
dargestellte Magnete auf die in Fig. 2a gezeigte
Weise gleichmäßig orientiert, so daß die Atomkerne insgesamt
eine Magnetisierung zeigen. Im Fall von Wasserstoff
sind dagegen kleine Magnete wahllos gerichtet
(Fig. 2b), so daß insgesamt keine Magnetisierung besteht.
Wenn ein Stoff, wie Wasserstoff od. dgl., in ein statisches,
in der Richtung Z wirkendes Magnetfeld H₀ gebracht
wird, werden alle Atomkerne in der Richtung
H₀ orientiert. Anders ausgedrückt: die Kernenergieniveaus
sind in der Richtung Z quantisiert.
Fig. 3a zeigt, auf welche Weise die Atomkerne von Wasser
stoff in einem statischen Feld orientiert sind. Da die
Spinquantenzahl von Wasserstoff 1/2 ist, werden die
Energieniveaus gemäß Fig. 3b in zwei Energieniveaus
von -1/2 und +1/2 aufgeteilt, wobei sich die Energie
differenz ΔE dazwischen durch folgende Gleichung ausdrücken
läßt:
ΔE = γℏ H₀ (1)
mit: γ = gyromagnetisches Verhältnis
ℏ = h/2π
mit: ℏ = Plancksches Wirkungsquantum
Jeder Atomkern ist der Kraft
aufgrund des statischen Feldes unterworfen und rotiert
daher um die Achse Z in einer Präzessionsbewegung mit
einer Winkelgeschwindigkeit, die sich nach folgender
Gleichung bestimmt:
ω = γ H₀ (Larmor-Winkelgeschwindigkeit) (2)
Wenn das einer solchen Bewegung unterliegende System
einer elektromagnetischen Welle (normale
Hochfrequenzwelle) mit einer Frequenz entsprechend der
Winkelgeschwindigkeit ω unterworfen wird, so tritt
Resonanz auf, und der Atomkern absorbiert eine Energiemenge
entsprechend der Energiedifferenz ΔE gemäß Gleichung (1)
und wird dadurch auf das höhere Energieniveau
überführt. Unterschiedliche Arten von Atomkernen
mit Kernspin-Drehmomenten besitzen unterschiedliche
gyromagnetische Verhätnisse γ, so daß sie jeweils
auf verschiedenen Frequenzen in Resonanz sind.
Infolgedessen kann die Resonanz gewünschter Atomkerne
eines bestimmten Elements abgegriffen bzw. erfaßt werden.
Die vorhandene Menge an Atomkernen kann durch
Messung der Resonanzintensität bestimmt werden. Die
auf das höhere Energieniveau überführten Atomkerne
kehren nach Ablauf einer Zeitspanne, die durch eine
als "Relaxationszeit" bezeichnete Zeitkonstante bestimmt
wird, zum niedrigeren Energieniveau zurück.
Die Relaxationszeiten lassen sich in eine Spin-Gitter-
Relaxationszeit (Längs-Relaxationszeit) T₁ und eine
Spin-Spin-Relaxationszeit (Quer-Relaxationszeit) T₂
einteilen. Daten bezüglich einer Stoffverteilung können
durch Beobachtung der Relaxationszeiten gwonnen werden.
In Feststoffen sind die Spins im allgemeinen in
vorgegebenen Positionen über das Kristallgritter fixiert,
so daß die Spins wechselseitig zu wirken bestrebt sind.
Die Relaxationszeit T₂ ist daher kurz, und die durch
kernmagnetische Resonanz erzeugte Energie wird zunächst
gut durch das Spinsystem und dann das Gittersystem
abgegeben. Folglich ist die Zeit T₁ wesentlich länger
als die Zeit T₂. In Flüssigkeiten können sich die
Moleküle frei bewegen, und der Energieaustausch zwischen
Spins sowie zwischen Spins und dem Molekülsystem bzw.
"Gitter" findet im wesentlichen gleich leicht statt.
Die Zeiten T₁, T₂ sind daher einander ungefähr gleich.
Die Zeit T₁ ist insbesondere eine Zeitkonstante, die
von der Art der Kopplung oder Bindung der Verbindungsmoleküle
abhängt. Es ist bekannt, daß die Zeit T₁ bei
einem bösartigen Tumor sehr verschieden ist von der
Zeit T₁ bei normalem Gewebe.
Obgleich die kernmagnetische Resonanz (KMR) vorstehend
in bezug auf Wasserstoff-Atomkerne (¹H) beschrieben
ist, lassen sich dieselben Messungen auch für andere
Atomkerne mit Kernspin-Drehmoment durchführen,
etwa für Atomkerne von Phosphor (³¹P), Kohlenstoff (¹³C),
Natrium (²³Na), Fluor (¹⁹F), Sauerstoff (¹⁷O) und von
anderen Elementen.
Da, wie oben beschrieben, die Menge bestimmter vorhandener
Atomkerne und ihre Relaxationszeit gemessen
werden können, lassen sich verschiedene Arten von Unter
suchungen an einem zu untersuchenden Körper bzw. Unter
suchuntsobjekt durch Gewinnung verschiedener Einzelheiten
chemischer Informationen über bestimmte Atomkerne
in einem Stoff durchführen.
Es ist bereits ein KMR-Untersuchungsgerät entwickelt
worden, das nach demselben Prinzip arbeitet wie ein
rechnergestützer Röntgentomograph, nämlich
durch Anregung von Protonen in einem hypothetischen
Bereich eines Untersuchungsobjekts, Gewinnung eines
kernmagnetischen Resonanzsignals (KMR-Signals) entsprechend
jeder Projektion für zahlreiche Richtungen
quer durch den Körper bzw. das Objekt und Bestimmung
der Intensität des kernmagnetischen Resonanzsignals
in jeder Position des Körpers nach einem Rekonstruktionsverfahren.
Fig. 4 veranschaulicht Signalwellenformen zur Erläuterung
eines Untersuchungsverfahrens beim bisherigen Gerät.
Zunächst wird ein Untersuchungsobjekt einem Z-Gradient-
Magnetfeld Gz⁺ (Fig. 4b) und Hochfrequenzimpulsen
(90°-Impulsen) eines schmalen Frequenzspektrums (Fig. 4a)
ausgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt werden Protonen nur
in der Ebene angeregt, in welcher sich die Larmor-
Winkelgeschwindigkeit wie folgt bestimmt:
ω = γ (H₀ + ΔGz)
Die Richtung der Magnetisierung M verschiebt sich um
90° in Flucht mit der y′-Achse, ausgedrückt in einem
Koordinatensystem, wenn sie sich mit der Winkelge
schwindigkeit ω dreht (vergleiche Fig. 5a). Sodann werden
gemäß Fig. 4c und 4d ein x-Gradient-Magnetfeld Gx und
ein y-Gradient-Magnetfeld Gy angelegt, um ein zwei
dimensionales Gradientmagnetfeld zum Erfassen eines
kernmagnetischen Resonanzsignals oder KMR-Signals
(FID-Signal=Freiinduktionszerfallssignal) zu erzeugen.
Da sich die Magnetisierung M allmählich in den
Pfeilrichtungen in einer x′-y′-Ebene (Fig. 5b) zerstreut,
nimmt das KMR-Signal ab, bis es schließlich
nach Ablauf einer Zeit Ts gemäß Fig. 4e verschwunden
ist. Indem das so gewonnene KMR-Signal einer Fourierschen
Transformation unterworfen wird, wird eine Pojektion
erhalten, die senkrecht zu einem Gradientmagnetfeld
aus dem x-Gradientmagnetfeld Gx und dem y-Gradient
magnetfeld Gy liegt.
Nach Ablauf einer gegebenen Zeitspanne Td wird eine
nächste Sequenz auf dieselbe Weise, wie oben beschrieben,
wiederholt. In den aufeinanderfolgenden Sequenzen
werden Gx und Gy allmählich geändert. Auf diese Weise
können KMR-Signale in zahlreichen Richtungen über bzw.
durch den Untersuchungskörper für jeweilige Projektionen
gewonnen werden.
Beim beschriebenen bisherigen Gerät liegt die Zeit Ts,
in welcher das KMR-Signal vollständig verschwindet,
im Bereich von 10-20 ms, und die für den Übergang
auf eine folgende Sequenz nötige Zeit beträgt wegen
der Relaxationszeit T₁ etwa 1 s. Unter der Voraus
setzung, daß eine Körperschnittebene mit z. B. 128
Projektionen rekonstruiert werden soll, dauert die
Messung daher mindestens 2 min, was ein Hindernis für
eine schnellere Arbeitsweise bedeutet.
Zur Lösung dieses Problems könnte ein Hochgeschwindigkeit-
KMR-Abbildungsgerät unter Anwendung einer an sich
bekannten Technik (DEFT-Verfahren=Driven Equilibrium
Fourier Transform; vgl. Journal of the American Chemical
Society, 91 : 27, 31. Dezember 1969, S. 7784-7785),
die für ein KMR-Analysegerät vorgeschlagen wurde, gebaut
werden. Das DEFT-Verfahren ist jedoch für die Anwendung
auf ein KMR-Abbildungsgerät ungeeignet. Die
Anwendung des DEFT-Verfahrens bei einem KMR-Abbildungsgerät
ist in keiner verfügbaren Schrift beschrieben.
Das DEFT-Verfahren benutzt für Hochgeschwindigkeitsbetrieb
eine Impulsfolge, besteht aus
90° x . . . τ . . . 180° y . . . 90° - x . . . Td)n.
Bei der Durchführung
einer zweidimensionalen Abbildung mittels des
DEFT-Verfahrens regen 90°-Impulse Protonen in einer
bestimmten Schnitt- oder Scheibenebene
mit selektiver Erregung bei gleichzeitiger Anlegung
eines Gradientfelds an; dieses Vorgehen wirft keinerlei
Probleme auf.
180°-Impulse würden Protonen auf selektive und nicht
selektive Weise anregen.
Fig. 22 zeigt das mittels eines elektronischen Rechners
und unter Anwendung der Blochschen Gleichungen simulierte
Ergebnis einer Verteilung der Magnetisierungen
Mz auf der z-Achse unmittelbar vor dem ersten 90°-Impuls
in Richtung einer Schnitt- oder Scheibendicke. Der
90°-Impuls wird für selektive Anregung einer Gauß′schen
Modulation unterworfen. Das Ergebnis wurde unter Benutzung
des Mittelwerts T₁, T₂ und Tr=100 ms (Wieder
holungszeit) eines lebenden Körper berechnet. Mz wurde
vor Einleitung der Impulsfolge mit 1 vorausgesetzt und
besitzt eine Größe entsprechend einer KMR-Signalintensität.
(a) Im Fall von nicht-selektiven 180°-Impulsen beim
DEFT-Verfahren ist Mz außerhalb der Schnittebene ziemlich
klein, wie durch die strichpunktierte Linie A in Fig. 22
angegeben.
Allgemein angewandt wurde ein Mehrschnitt- oder -scheibenverfahren,
bei dem während der Wartezeit Td für eine
Impulsfolge identische Impulsfolgen aufeinanderfolgen
an mehrere andere Scheibenebenen angelegt
werden, und nachdem Mz eine Längsrelaxation Td
während dieser Zeitspanne unterworfen wurde, wird eine
Ansicht nächst der ersten Scheibenebene
erhalten. Dieses Verfahren ist als Quasi-Hoch
geschwindigkeitsverfahren wirksam, weil eine Verkleinerung
des KMR-Signals (Größe von Mz) verhindert
wird und gleichzeitig Daten für eine Vielzahl von
Ebenen gewonnen werden können. Das Mehrscheibenverfahren
bedingt jedoch, daß die Größe Mz außerhalb der
Scheibenebene groß ist, ohne durch Anregung in anderen
Scheibenebenen beeinflußt oder beeinträchtigt zu werden.
Das obige Erfordernis hat den Nachteil zur Folge, daß
das DEFT-Verfahren unter Benutzung nicht-selektiver
180°-Impulse beim Mehrscheibenverfahren nicht angewandt
werden kann, da die Größe Mz außerhalb der Scheibenebene
klein ist. Eine tatsächliche Scheibenkonfiguration
ist durch Mz gemäß Fig. 22, multipliziert mit
einer Scheibenformfunktion (Gauß′scher Art beim dargestellten
Beispiel), ausgedrückt und in Fig. 23 dargestellt.
(b) Mit selektiven 180°-Impulsen für das DEFT-Verfahren
ergeben sich keine Probleme, weil die Größe Mz
außerhalb der Scheibenebene groß ist, wie durch die
gestrichelte Linie B in Fig. 22 angegeben. Ungünstig
an der Scheibenform ist jedoch, daß sie gemäß Fig. 23
drei Spitzen bzw. Peaks aufweist. Dies beruht darauf,
daß bei der Anlegung der selektiv anregenden 180°-Impulse
die Magnetisierung M in einer Scheibengrenzfläche in
komplexer Weise wirkt und die Vektorrichtungen von M
zueinander verschieden werden läßt, mit dem Ergebnis,
daß das Signal verkleiner wird.
Aus den obigen Ausführungen geht hervor, daß das herkömmliche
DEFT-Verfahren in seiner gegebenen Form für
die Anwendung beim KMR-Abbildungsgerät ungeeignet ist.
In der GB-OS 20 52 753 ist ein kernmagnetisches System
beschrieben, bei dem eine Impulsfolge aus einem 90°-
Impuls, einem 180°-Impuls und einem 90°-Impuls an ein
Untersuchungsobjekt angelegt wird. Der 180°-Impuls wird
dabei unmittelbar nach dem ersten 90°-Impuls zum Ausgleich
von eventuell vorhandenen Inhomogenitäten angelegt.
Weiterhin beschreibt die DE-OS 27 16 492 ein Abbildungsverfahren,
bei dem ein Gradient-Magnetfeld verändert
wird, wenn ein erster 90°-Impuls und ein zweiter
90°-Impuls anliegen, um so aufgrund der Beziehung zwischen
diesen Impulsen die Lage der Stelle festzulegen,
von der ein kernmagnetisches Resonanzsignal ausgesandt
wird.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das eingangs
genannte Verfahren so zu verbessern, daß bei hohem
Rauschabstand die für die Abbildung einer Körperschnittebene
eines Untersuchungsobjektes erforderliche Zeit
vermindert werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Ober
begriff des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß durch
die in dessen kennzeichnendem Teil enthaltenen Merkmale
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
im Vergleich zum Stand der Technik anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Spins eines
Wasserstoffatoms,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines magnetischen Moments (Magnetmoments)
eines Wasserstoffatoms,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Art und
Weise, in der Atomkerne von Wasserstoff
in der Richtung eines angelegten oder einwirkenden
Magnetfelds orientiert werden,
Fig. 4 eine graphische Darstellung der Wellenformen
von für die kernmagnetische Resonanz- oder
KMR-Untersuchung angewandten Impulssignalen,
Fig. 5 eine Darstellung der Magnetisierung M auf
einem rotierenden Koordinatensystem,
Fig. 6 ein Blockschaltbild eines Untersuchungsgeräts
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 7 eine schematische Darstellung von Feld- und
Erregerwicklungen oder -spulen,
Fig. 8 ein detailliertes Blockschaltbild einer Steuer
einheit,
Fig. 9 ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der
Arbeitsweise der Steuereinheit,
Fig. 10 ein Blockschaltbild einer Torschaltung,
Fig. 11 eine graphische Darstellung von Signalwellenformen
und Magnetisierungsvektoren zur Erläuterung
einer Sequenz,
Fig. 12 eine graphische Darstellung der Beziehung
zwischen einer Wartezeit und einer Signalintensität,
Fig. 13 bis 17, 19, 20 und 24 bis 32 graphische Darstellungen
von Signalwellenformen bei anderen
Ausführungsformen der Erfindung,
Fig. 18 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
eines Mehrschnitt- bzw. Mehrscheibenverfahrens,
Fig. 21 eine graphische Darstellung der Art und Weise,
auf welche sich ein Magnetisierungsvektor bei
Einwirkung von 90°-, 180°- und 90°-Impulsen
anstelle von 180°-Impulsen bewegt,
Fig. 22 eine graphische Darstellung des rechnersimulierten
Ergebnisses aufeinanderfolgender Ausführungen
von Impulsfolgen und eines erreichten,
dynamisch ausgeglichenen Zustands
und
Fig. 23 eine graphische Darstellung einer KMR-Signal
intensität, nachdem ein erster 90°-Impuls und
ein z-Gradientfeld an die Größe Mz gemäß
Fig. 22 für selektive Anregung angelegt worden
sind.
Die Fig. 1 bis 5 sowie 22 und 23 sind eingangs bereits
erläutert worden.
Fig. 6 veranschaulicht in Blockschaltbildform ein Gerät
zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung.
Dabei wird ein gleichmäßiges statisches Mangetfeld H₀
in Z-Richtung durch eine statische Feldspule 1 erzeugt,
die durch eine Statikfeld-Steuerschaltung 2 mit geregelter
Gleichspannungsversorgung angesteuert wird.
Bevorzugt besitzt der von der statischen Feldspule 1
erzeugte Magnetfluß eine Dichte H₀ von etwa 0,1 T und
einen Gleichförmigkeitsgrad von 10-4 oder mehr.
Eine allgemein mit 3 bezeichnete Gradientfeldspule wird
durch eine Gradientfeld-Steuerschaltung 4 angesteuert.
Fig. 7a veranschaulicht eine repräsentative Anordnung
der Gradientfeldspule oder -wicklung 3. Die Gradientfeldspule
3 besteht aus einer z-Gradientfeldspule 31,
einer y-Gradientfeldspule 32 und einer nicht dargestellten
x-Gradientfeldspule, welche dieselbe Form besitzt
wie die z- und y-Spulen 32 bzw. 33 und unter
einem Winkel von 90° von letzteren beabstandet ist.
Die Gradientfeldspule 3 erzeugt ein Magnetfeld in derselben
Richtung wie das gleichförmige
statische Feld H₀ und mit linearen Gradienten in den
Richtungen der x-, y- und z-Achsen. Die Steuerschaltung
4 wird ihrerseits durch eine noch näher zu beschreibende
Steuereinheit 20 gesteuert.
Eine Errgerspule 5 legt Hochfrequenzimpulse als elektromagnetische
Welle an einen zu untersuchenden Körper
an und besitzt den in Fig. 7b schematisch dargestellten
Aufbau.
Ein Oszillator 6 erzeugt ein Signal mit einer Frequenz
(z. B. 42,6 MHz/T für Protonen) entsprechend einem kern
magnetischen Resonanz- oder KMR-Zustand für Atomkerne
und liefert das Augangssignal zur Erregerspule 5 über
eine noch zu beschreibende Torschaltung 30 unter der
Steuerung durch ein Signal von der Steuereinheit 20
sowie zu einem Leistungsverstärker 7. Ein vom Unter
suchungsobjekt kommendes kernmagnetisches
Resonanz- bzw. KMR-Signal wird von einer Detektorspule
8 mit einem der Erregerspule gemäß Fig. 7b identischen
Aufbau abgenommen, wobei die Detektorspule
8 unter einem Winkelabstand von 90° zur Erregerspule
5 angeordnet ist. Die Detektorspule 8 sollte vorzugsweise
möglichst dicht am Untersuchungsobjekt angeordnet
sein. Erforderlichenfalls kann die Detektorspule 8
gleichzeitig als Erregerspule 5 dienen.
Das Gerät enthält weiterhin einen Vorverstärker 9 zur
Verstärkung eines KMR-Signals (FID: freier Induktionszerfall)
von der Detektorspule 8, einen Phasendetektor
10, einen Wellenspeicher 11 zum Speichern eines phasenmodulierten
Wellenformsignals vom
Vorverstärker 9 und mit einem A/D-Wandler, einen elektronischen
Rechner 13 zur Abnahme eines Signals vom
Wellenspeicher 11 über eine Übertragungsleitung aus
einem optischen Faserstrang und zur Erzeugung eines
tomographischen Bilds durch Verarbeitung des empfangenen
Signals sowie eine Anzeigeeinheit 14, etwa einen Fernsehmonitor,
zur Wiedergabe des erzeugten tomographischen
Bilds. Die erforderliche Information wird von der Steuer
einheit 20 zum Rechner 13 über eine Signalleitung 21
übertragen.
Die Steuereinheit 20 vermag Signale (Analogsignale),
die für die Steuerung der Gradientfelder Gz, Gx, Gy
erforderlich sind, sowie Steuersignale (Digitalsignale)
zu liefern, die für das Aussenden der Hochfrequenzimpulse
und den Empfang der KMR-Signale nötig sind.
Fig. 8 veranschaulicht ein Beispiel für eine solche
Steuereinheit, die eine Hochgeschwindigkeitssteuerung
durchzuführen und die Steuersequenz sowie Analogwellenformen
ohne weiteres zu variieren vermag.
Die Steuereinheit gemäß Fig. 8 enthält eine
Schreibsteuerschaltung 221, um in Speicher Daten
einzuschreiben, die unmittelbar vor einer Steuerkonsole
210 und vom Rechner 13 über die Steuerkonsole 210 eingehen,
Wellenformspeicher 222, 225, 228 und 231 zum
Speichern von Wellenformdaten von x-, y- und z-Gradientsignalen
und eines Modulationssignals von der Schreib
steuerschaltung 221, Signalspeicher 223, 226,
229 und 232 zum Zwischenspeichern der Wellenformdaten
ausgänge von den Wellenformspeichern 222, 225, 228 bzw.
231, sowie D/A-Wandler 224, 227, 230 und 233 zum Umwandeln
der Ausgangssignale von den Signalspeichern
223, 226, 229 bzw. 232 in Analogsignale, die als x-,
y- und z-Gradientausgangssignal bzw. als Modulations
ausgangssignal dienen. Weiterhin enthält die Steuereinheit
Wellenformspeicher 234, 236, 238 und 240 zur
Speicherung von Daten von Steuersignalen, wie eines
A/D-Umwandlungssteuersignals, eines Übertragungstor-
Steuersignals, eines Empfangstor-Steuersignals und
eines Phasenwählsignals (zum Wählen eines von vier Hoch
frequenzimpulsen mit Differenzphasen bzw. unterschiedlichen
Phasen); weiter vorgesehen sind Signalspeicher
235, 237, 239 und 241 zum Zwischenspeichern der Daten
ausgangssignale von den Wellenformspeichern 234, 236,
238 bzw. 240 und zur Erzeugung eines A/D-Umwandlungs
steuersignals T₂, eines Übertragungstor-Steuersignals
S₂, eines Empfangstor-Steuersignals R₂ bzw. eines
Phasenwählsignals PS, eine Auslese- oder Lesesteuerschaltung
243 zum Auslesen der gespeicherten Signale
aus den Wellenformspeichern 222, 225, 228, 231, 234,
236, 238, 240 in die Signalspeicher 223, 226, 229, 232,
235, 237, 239 bzw. 241, ein Speicheradressenregister
242 zum Setzen bzw. Eingeben von Schreib/Lese-Startadressen
von der Steuerkonsole oder vom Rechner (im folgenden
beide einfach als Rechner bezeichnet), zum aufeinanderfolgenden
Inkrementieren der Adressen mit +1 von
den Schreib/Lese-Steuerschaltungen 43 und zum Ausgeben
der inkrementierten Adressen als Schreib/Leseadressen,
ein Ausgangszählsregister 244 zum Setzen einer vom
Rechner vorgegebenen Zahl von Ausgangsschritten oder
-stufen und zur Lieferungen eines ein Ausgabe-Ende angebenden
Signals zur Lesesteuerschaltung 243 sowie
einen Einschrittlängen-Impulsgenerator 245 zum Setzen
oder Vorgeben der zeitlichen Länge (einen Schritt lang)
eines vom Rechner vorgegebenen Schritts und zur Erzeugung
eines Impulses mit einer Schrittlänge.
Die vorstehend beschriebene Schaltungsanordnung arbeitet
wie folgt:
In der Einschreibbetriebsart werden vom Rechner gelieferte
Wellenformdaten in eine durch den Rechner bezeichnete
Adresse im Wellenformspeicher eingeschrieben.
Insbesondere wird dabei eine Schreibstartadresse im
Speicheradressenregister 242 gesetzt. Zusammen mit
einem Schreibbefehl vom Rechner gelieferte Daten werden
in die durch das Speicheradressenregister 242 bezeichnete
Adresse eingeschrieben, und zwar im Wellenformspeicher
(z. B. im Wellenformspeicher 222), der
durch die Schreibsteuerschaltung 221 gewählt worden
ist. Anschließend erhöht die Schreibsteuerschaltung
221 automatisch das Speicheradressenregister 242 um 1,
um eine nächste Speicheradresse für Dateneinschreibung
zu bezeichnen. Auf dieselbe Weise, wie vorstehend beschrieben,
werden auch Dateneinheiten
fortlaufend in die anderen Wellenformspeicher
eingeschrieben.
In der Lesebetriebsart werden die Speicher in Parallelanordnung
ausgelesen. Das Zeitsteuerdiagramm von Fig. 9
veranschaulicht die ausgelesenen Signalwellenformen.
Der Rechner setzt eine Lesestartadresse im Speicher
adressenregister 242, eine Leseschrittzahl im Ausgangs
zählregister 244 sowie eine Einschrittlänge (entsprechend
einer Zeitspanne pro Schritt beim Auslesen)
im Einschrittlängen-Impulsgenerator 245. Sodann werden
nach Maßgabe eines Lesestartbefehls vom Rechner
die in den Wellenformspeichern 222, 225, 228, 231, 234,
236, 238 und 240 gespeicherten Dateneinheiten gleichzeitig
ausgelesen und anschließend nach Maßgabe eines
den Signalspeichern von der Lesesteuerschaltung 42 zugeführten
Verriegelungs- oder Signalspeicherimpulses
in den Signalspeichern 223, 226, 229, 232, 235, 237,
239 bzw. 241 zwischengespeichert.
Das Speicheradressenregister 242 wird sodann
um 1 inkrementiert. Wenn das Ausgangszählregister
244 eine Ende-Signal abgibt, liefert die Lesesteuerschaltung
243 einen Löschimpuls zu den Signalspeichern
223, 226, 229, 235, 237, 239 und 241 zu Beendigung
des Lesevorgangs. Wenn vom Ausgangszählregister 244
kein Ende-Signal abgegeben wird, wird dieses Register
244 um 1 dekrementiert, und der Vorgang geht nach Abwarten
einer Zeitspanne eines Schrittes nach Maßgabe
eines Ausgangssignals vom genannten Impulsgenerator
245 auf einen folgenden Leseschritt über. Durch Wieder
holung der oben beschriebenen Vorgänge können die
Wellenformen gemäß Fig. 9 ausgelesen werden. Die x-,
y- und z-Gradientsignale x₂, y₂ bzw. z₂ sowie das
Modulationssignal M₂ sind Analogsignale, die durch
Umwandeln von Signalspeicher-Ausgangssignalen durch
die D/A-Wandler 224, 227, 230 bzw. 233 erhalten werden.
Das Modulationssignal M₂ wird zur Torschaltung
30 geliefert, während die x-, y- und z-Gradientsignale
zur Gradientfeld-Steuerschaltung 4 geleitet werden.
Da die Steuereinheit mit dem beschriebenen Aufbau ausschließlich
zugeordnete Hardware-Einheiten, wie Wellenformspeicher,
aufweist, kann sie eine große Zahl von
Dateneinheit mit hoher Geschwindigkeit auslesen. Da
die in den Wellenformspeichern gespeicherten Daten beliebig
umgeschrieben werden können, lassen sich beliebige,
gewünschte analoge und digitale Signalwellenformen
erzeugen. Durch Vorgabe einer geeigneten Lese
startadresse und einer geeigneten Leseschrittzahl kann
ohne weiteres ein Teil oder Abschnitt einer Signalwellenform
benutzt werden, wie dies in verschiedenen
tatsächlichen Anwendungsfällen der Fall ist.
Die Torschaltung 30 erzeugt auf ein Hochfrequenzsignal
vom Oszillator 6 vier Signale, die zu benachbarten
Signalen um 90° außer Phase sind, und sie wählt eines
der vier Signale auf der Grundlage eines Befehls von
der Steuereinheit 20 und moduliert das gewählte Signal
mit einem Hochfrequenz-Modulationssignal zwecks Erzeugung
eines Treiber- oder Ansteuersignals für die
Erregerspule 5. Die Torschaltung 30 ist in Fig. 10
näher veranschaulicht. Sie enthält einen 90°-Phasenschieber
311 zur Erzeugung zweier Signale, die zum
Hochfrequenzsignal um 0° und 90° außer Phase sind,
sowie 180°-Phasenschieber 312 und 313 zur jeweiligen
Erzeugung zweier Signale, die zu einem angelegten oder
eingespeisten Signal um 0° und 180° außer Phase sind.
Bei Einspeisung der beiden Ausgangssignale vom 90°-
Phasenschieber 311 in die 180°-Phasenschieber 312 und
313 erzeugen letztere Signale, die zum Hochfrequenzsignal
um 0°, 90°, 180° und 270° außer Phasen sind.
Diese vier Signale werden über Hochfrequenzschalter
(z. B. doppelt abgeglichene oder symmetrische Mischstufen)
314-317 zu einem Koppler 321 geliefert, der
die vier Signale kombiniert bzw. vereinigt. Die Hoch
frequenzschalter sind durch vier Ausgangssignale von
einer Dekodiertreiberstufe 320 getrennt aktivierbar.
Die vier Ausgangssignale (X, Y, -X, -Y) werden von der
Dekodiertreiberstufe 320 durch Dekodieren eines von
der Steuereinheit 20 gelieferten Phasenwählsignals PS
erzeugt. Zu jedem Zeitpunkt wird jeweils nur einer der
vier Ausgänge aktiviert, um einen entsprechenden Hoch
frequenzschalter durchzuschalten, während die anderen
drei Hochfrequenzschalter im Sperrzustand verbleiben.
Infolgedessen wird jeweils nur ein Ausgangssignal
an den Koppler 321 angelegt.
Ein Ausgangssignal vom Koppler 321 wird über einen Verstärker
322 einem Modulator 323 eingegeben, der ein
Ausgangssignal vom Verstärker 322 mit dem Hochfrequenz-
Modulationssignal (dessen Impulsdauer und Peak-Größe
den Rotatioinswinkel der Magnetisierung M bestimmt sind)
zu einem modulierten Ausgangssignal mit der Wellenform
gemäß Fig. 4a moduliert.
Die Torschaltung 30 mit dem beschriebenen Aufbau erzeugt
Hochfrequenzsignale mit Phasenunterschieden von
0°, 90°, 180° und 270° aus einem Hochfrequenzsignal,
und sie wählt eines der so erzeugten Signale und moduliert
das gewählte Signal mit einer gewünschten Wellenform
in einem geeigneten Takt.
Die Arbeitsweise des Geräts ist nachstehend
anhand von Fig. 11 näher erläutert.
1) Von der Steuerschaltung 2 wird ein Strom über die
statische Feldspule 1 geleitet, um ein statisches Feld
H₀ an ein Untersuchungsobjekt anzulegen, das sich in
einem aus den Spulen oder Wicklungen bestehenden zylindrischen
Körper befindet. Die Steuereinheit 20 steuert
die Steuerschaltung 4 an, um einen Strom über die
Gradientfeldspule (im vorliegenden Fall die z-Gradientfeldspule)
31 zu leiten und damit ein erstes Gradientfeld
zu erzeugen, d. h. ein z-Gradientfeld Gz⁺ gemäß
Fig. 11b.
Zu diesem Zeitpunkt t₀ sind die Richtungen der Magnetisierung
M im Zentrum einer Schnitt- oder Scheibenebene
(einem Bereich, in welchem sich die Magnetisierung M
bei Anlegung eines 90°-Impulses einwandfrei um 90°
dreht), an der Grenzfläche einer Schnitt- oder Scheibenebene
(einem Bereich, in welchem sich die Magnetisierung M
bei Anlegung eines 90°-Impulses um 90° und
bei Anlegung eines 180°-Impulses um 180° dreht, weil
Gz=0) und außerhalb einer Schnitt- oder Scheibenebene
(einem Bereich, in welchem die Magnetisierung M
einen einwirkenden 90°-Impuls nicht beeinflußt
wird und bei Anlegung eines 180°-Impulses ihre Richtung
umkehrt) sämtlich gleich einer positiven Richtung aufwärts
längs der Z-Achse (vergleiche Fig. 11f, 11g und 11h).
2) Unter dem Feld Gz⁺ wird eine Ebene (Schnitt- oder
Scheibenebene) des Untersuchungsobjekts
durch ein Hochfrequenzsignal (einen 90°x-Impuls gemäß
Fig. 11a) erregt, das durch Modulieren
des gewählten, von der Torschaltung 30 abgegebene
Signals der Phase 0° zu einer vorgeschriebenen
Form (z. B. Gauß′schen Form) erzeugt wurde. Von einem
Zeitpunkt t₁ an werden sodann die x- und y-Gradient
feldspulen 32 bzw. 33 erregt, um ein zweites Gradientfeld
(aus x- und y-Gradientfeldern Gx bzw. Gy) einer
vorgeschriebenen Größe anzulegen (vergleiche Fig. 11c und
11d).
Ein auf Gz⁺ gemäß Fig. 11b folgendes Wellenformsignal
Gz- dient dazu, KMR-Signale von verschiedenen Bereichen
des Untersuchungskörpers in an sich bekannter Weise
in Phase zu bringen.
Zum Zeitpunkt t₁, zu dem die Magnetfelder Gx und Gy
angelegt werden, besitzen die Magnetisierungen M die
Richtung bzw. Orientierung gemäß Fig. 11f, 11g und 11h.
Nach dem Zeitpunkt t₁ wird ein erstes KMR-Signal (auch
als "FID"-Signal bezeichnet) gemäß Fig. 11e durch die
Detektorspule 8 abgegriffen und über den Verstärker
9 zum Phasendetektor 10 geliefert. Das phasen
modulierte Signal wird dann im Wellenformspeicher
11 abgespeichert. Die gespeicherten Daten werden zu
einem passenden Zeitpunkt (mit zweckmäßigem Takt) durch
den Rechner 11 ausgelesen und einer Fourier′schen
Transformation unterworfen, um damit in ein Einzel-
Projektionssignal umgewandelt
zu werden.
3) Zum Zeitpunkt t₂ nach Ablauf einer Zeitspanne Ts1, in
welcher das FID- bzw. KMR-Signal nach dem Zeitpunkt
t₁ verschwindet, werden die x- und y-Gradientfeldspulen
entregt, und das Untersuchungsobjekt wird mittels eines
Hochfrequenzsignals angeregt, das durch Modulieren des
gewählten und von der Tor- oder Steuerschaltung 30 abgegebenen
Signals der Phase von 180° zu einer Rechteckwellenform
erzeugt wurde. Dies bedeutet, daß gemäß
Fig. 11a ausschließlich ein 180°-Impuls an das Unter
suchungsobjekt angelegt wird.
4) Nach Anlegeung des 180°x-Impulses werden ein zweites
Gradientfeld oder die Gradientfelder Gx, Gy mit derselben
Größe wie vorher angelegt. Zu diesem Zeitpunkt
t₃ rotiert die Magnetisierung M auf die in Fig. 11,
11g und 11h dargestellte Weise.
Nach dem Zeitpunkt t₃ beginnen sich die gesteuerten
Magnetisierungen M zu sammeln, und die Detektorspule
8 erfaßt ein zweites KMR-Signal (als "Echosignal" bezeichnet)
gemäß Fig. 11e. Das Echosignal besitzt eine
solche Signalwellenform, daß erstens und zweitens KMR-
Signal in bezug auf die mittleren Zeitpunkte t₂, t₃
in ihrer Form symmetrisch sind, vorausgesetzt, daß die
vor dem Zeitpunkt t₂ und nach dem Zeitpunkt t₃ einwirkenden
Felder Gx, Gy gleich sind und der Zustand
des Untersuchungsobjekts während dieser Zeitspanne unverändert
blieb.
5) Nach Ablauf einer Zeit (t₂-t₁) ab dem Zeitpunkt
t₃ wird die Anlegung der Felder Gx, Gy durch die Steuereinheit
20 unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt t₄ besitzt
die Magnetisierung M die dargestellte Richtung oder
Orientierung.
Nach dem Zeitpunkt t₄ werden die Felder Gz-, Gz⁺ angelegt,
und unter diesen Feldern wird ein 90°x-Impuls
an das Untersuchungsobjekt mit einem mit der Phase von
180° in der Torschaltung 30 auf dieselbe Weise wie der
erste 90°-Impuls modulierten Hochfrequenzsignal angelegt,
um die durch den ersten 90°-Impuls angeregte
Schnitt- oder Scheibenebene erneut anzuregen. Zum Zeitpunkt
t₅, zu dem die Anregung endet, sind die Richtungen
der Magnetisierungen M sämtlich auf die Richtung -Z
außerhalb der Scheibenebene und an deren Grenzfläche,
d. h. in allen Bereichen des Untersuchungsobjekts, ausgerichtet.
6) Nach Beendigung der Anlegung des Felds Gz⁺ wird das
Untersuchungsobjekt mittels
eines Hochfrequenzsignals angeregt, das durch Modulieren
des Signals der Phase 0° zu einer Rechteckwellenform
durch die Torschaltung 30 erzeugt wird (180°-
Impulsanregung). Wenn zum Zeitpunkt t₆ diese Anregung
oder Erregung abgeschlossen ist, sind die
Magnetisierungen M noch Anlegung des 180°-Impulses
im wesentlichen in der Richtung +Z orientiert, so daß nur eine
kurze Relaxationszeit Td erforderlich ist.
Am Zeitpunkt t₆ kehrt somit das Verfahren zum Zustand
zum Zeitpunkt t₀ zurück. Bei dem beschriebenen System
bleibt jedoch die dem Stoff innewohnende Spin-Spin-
Relaxation oder Querrelaxation bestehen, und die Magnetisierungen
M sind zum Zeitpunkt t₆ nicht vollständig
aufwärts gerichtet. Aus diesem Grund wird nach dem
Zeitpunkt t₆ eine Wartezeit Td vorgesehen, in welcher
abgewartet wird, bis die Magnetisierungen M voll bzw.
sämtlich aufwärts gerichtet sind, worauf eine Sequenz
abgeschlossen ist und die folgenden Sequenzen wiederholt
werden.
Aufgrund dieser Sequenz ist die
Wartezeit Td erheblich kürzer als beim bisherigen Gerät.
Diese Tatsache ist auch in Fig. 12 veranschaulicht.
Diese Kurven wurden unter den Bedinungen gewonnen,
daß das Weiße eines Eis (Längs-Relaxationszeit
T₁=693 ms, Quer-Relaxationszeit T₂=262 ms) als
Untersuchungsobjekt benutzt wurde und Ts1÷Ts2=30 ms
beträgt. Auf der waagerechten Achse der graphischen
Darstellung von Fig. 12 ist die Wartezeit Td, auf der
lotrechten Achse eine Signalamplitude nach Erreichen
eines eingeschwungenen Zustands
aufgetragen. Die gestrichelte Kurve A steht für Meßwerte
entsprechend theoretischen Werten, während die
ausgezogene Kurve B für Meßwerte gleich theoretischen
Werten beim vorliegenden Gerät steht. Aus Fig. 12
geht deutlich hervor, daß dieselbe Signalintensität
oder Amplitude in wesentlich kürzerer
Zeit (Td) erreicht werden kann.
Da das Verfahren mit einer wesentlich kürzeren Wartezeit
als im bisherigen Fall auf eine nächste Sequenz
übergehen kann, läßt sich die für die Abtastung aller
Ansichten erforderliche Zeitspanne entsprechend verkürzen.
Das Verfahren zum Rekonstruieren eines Bilds auf der
Grundlage der Sequenz bei der beschriebenen Ausführungsform
ist ein sogenanntes zweidimensionales Projektions-
Rekonstruktionsverfahren.
Während bei der beschrieben Ausführungsform Hoch
frequenzimpulse von 90x-180°-x-90°-X 180°x in
einer Sequenz angelegt werden, ist
wesentlich, daß die Magnetisierungen M mittels eines zweiten
90°-Impulses sämtlich abwärts und dann mittels eines
zweiten 180°-Impulses sämtlich aufwärts gerichtet werden
und verschiedene Phasenbeziehungen angewandt werden
können, beispielsweise die Sequenz der angelegten Impulse
von 90°x-180°x-90°x 180°C-x (ein 180°-Hoch
frequenzimpuls wird unter Heranziehung des Hochfrequenzsignals
der 90°-Phase erzeugt). (Diese Alternative
gilt auch für die im folgenden beschriebenen Verfahren).
Die Erfindung ist keineswegs auf die vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
auch auf die folgenden Verfahren oder Prozesse anwendbar.
1) Es kann entweder das erste KMR-Signal (FID-Signal)
oder das zweite KMR-Signal (Echosignal) benutzt und
einer Fourier′schen Transformation unterworfen werden.
Unter Verwendung des resultierenden Signals als Einzel-
Projektionsdaten wird ein Bild rekonstruiert.
2) Das erste kernmagnetische Resonanz- oder KMR-Signal
(FID-Signal) und das zweite KMR-Signal (Echosignal)
werden zur Verbesserung des Rauschabstands
gemittelt, und das so erhaltene
Signal wird zum Rekonstruieren eines Bilds benutzt.
Die Mittelwertbildung beim FID-Signal und Echosignal
sollte unter Berücksichtigung der Tatsache erfolgen,
daß diese Signale in bezug auf die zentralen Zeitpunkte
t₂, t₃ symmetrisch sind. Bezüglich der Hochfrequenz
impulssequenz von 90°x-180°-x-90°-x 180°x sind
das FID-Signal und das Echosignal zueinander um 180°
außer Phase, weshalb die Mittelwertbildung unter Be
rücksichtigung dieser Tatsache erfolgen sollte.
3) Vom ersten KMR-Signal (FID-Signal) und vom zweiten
KMR-Signal (Echosignal) werden getrennte Bilder gewonnen,
und ein Bild wird in T₂ (Spin-Spin-Relaxationszeit)
mittels Durchführung einer Rechenoperation zwischen
diesen beiden Bildern erzeugt. Da das Echosignal
im Vergleich zum FID-Signal einer Relaxation mit einer
Zeitkonstante von T₂ unterliegen, kann ein T₂-Bild anhand
der auf den betreffenden Signalen beruhenden Bilder
erzeugt werden.
4) Die Impulssequenz gemäß der Erfindung kann für einen Spin-
Verwindungs- oder Drehprozeß benutzt
werden, bei dem gemäß Fig. 13 Gradientfelder Gx, Gy
und Gz angelegt werden. Genauer gesagt: eine Einrichtung
zum Anlegen eines Gradientfelds wird während der
Periode Ts1 erregt, um ein zweites Gradientfeld (im
vorliegenden Fall Gx) in einer Richtung (im vorliegenden
Fall senkrecht dazu) unterschiedlich von derjenigen
eines ersten Gradientfelds (im vorliegenden Fall Gz)
zwecks Hervorbringung einer Phasenvariation anzulegen,
die Einrichtung wird erregt, um ein drittes Gradient
feld (im vorliegenden Fall Gy) in einer von den Richtungen
von erstem und zweitem Gradientfeld Gz bzw. Gx
verschiedenen Richtung anzulegen, wobei das dritte
Gradientfeld zwischen verschiedenen Polaritäten gy,
gy′ umgeschaltet wird, in der Periode Ts2 Felder in
derselben Richtung wie zweites und drittes Gradientfeld
Gx bzw. Gy in der Periode Ts1 angelegt werden,
die Intensität und/oder die Anlegungszeit des zweiten
Gradientfelds Gx zumindest in jeder Sequenz variiert
wird und ein Bild durch zweidimensionale Fourier′sche
Transformation auf der Grundlage eines erzeugten KMR-
Signals (das als Spin(wellen)echo und nicht als FID-
Signal beobachtet wird) erzeugt wird.
Die Intensität jedes Gradientfelds kann so variiert
werden, daß die Periode Ts1 oder Ts2 kürzer ist als
die jeweils andere Periode, wähend das Integral der
Intensität des Gradientfelds in den Perioden Ts1, Ts2
in bezug auf die Zeit aufrechterhalten wird, mit dem
Ergebnis, daß die Abtastzeit weiter verkürzt werden
kann. Jedes in der verkürzten Perioden oder Zeitspanne
erzeugte Spin-Echosignal wird ausgelassen, und nur die
in den anderen Perioden erzeugten Spin-Echosignale
werden beobachtet, d. h. abgegriffen.
5) Die Erfindung ist auf einen sogenannten zweidimensionalen
Fourier′schen Prozeß anwendbar, in welchem
die Gradientfeld Gx, Gy, Gz gemäß Fig. 14 angelegt
werden. Insbesondere wird dabei eine Einrichtung zur
Anlegung eines Gradientfelds während der Zeitspanne
Ts1 erregt oder aktiviert, um ein zweites Gradientfeld
in einer von der Richtung eines ersten Gradientfelds
verschiedenen (d. h. senkrecht dazu liegenden) Richtung
anzulegen und eine Phasenvariation einzuführen, die
Einrichtung wird zum Anlegen eines dritten Gradientfelds
in einer von den Richtungen von erstem und zweitem
Gradientfeld verschiedenen (d. h. senkrecht dazu
liegenden) Richtung erregt oder aktiviert, Felder werden
in der Perioden oder Zeitspanne Ts2 in derselben
Richtung wie zweites und drittes Gradientfeld in der
Periode Ts1 angelegt, Intensität und Anlegungszeit
des zweiten Gradientfelds Gx besitzen die für die Abbildung
erforderlichen Größen und ein Bild wird durch
zweidimensionale Fourier′sche Transformation auf der
Grundlage eines erzeugten KMR-Signals erzeugt.
6) Gemäß Fig. 15 kann der gestrichelt eingezeichnete
Folgeschritt (dargestellt ist beispielsweise der
PR-Prozeß) einer Umkehrerholung
sowohl zum vorstehend beschriebenen Prozeß (Fig. 11)
als auch zu den vorstehend unter 1) und 2) beschriebenen
Verfahren hinzugefügt werden. Bei jedem dieser Verfahren
wird das Untersuchungsobjekt durch einen zu
einer Rechteckwellenform modulierten 180°-Impuls zu
einem zweckmäßigen Zeitpunkt T′ vor der 90°-Impulsanregung
angeregt, und nach der Anlegeung des 180°-Impulses
wird an die Gradientfelder Gx, Gy, Z ein Homogenität-
Störimpuls angelegt, um etwaige ungünstige Auswirkungen
in Querrichtung zu verhindern, die durch eine Ungenauigkeit
des 180°-Impulses hervorgerufen werden können.
Die Aufprägung eines solchen Homogenität-Störimpulses
ist nicht unbedingt erforderlich, vielmehr kann dieser
Impuls weggelassen werden, wenn die ungünstigen Wirkungen
in Querrichtung nicht auftreten oder vernachlässigbar
sind. Während gemäß vorstehender Beschreibung
der angelegte oder aufgeprägte 180°-Impulse nicht ein
Gradientfeld für selektive Anlegung begleitet, d. h.
z. B. für nicht-selektive Anlegung, kann eine selektive
Anregung angewandt werden, bei welcher ein Gradientfeld
gleichzeitig mit einem 180°-Impuls eines schmalen
Frequenzspektrums angelegt wird.
7) Zur Verhinderung einer Erzeugung von überschüssigen
Signalen aufgrund eines Fehlers in der Größe eines
Erregungs- oder Anregungsimpulses können in der Sequenz
gemäß Fig. 16 Homogenität-Störimpulse in Perioden Hs1-Hs4
hinzugefügt werden.
Wenn gemäß Fig. 16 der erste 180°-Impuls ungenau ist,
wird eine Transversal- oder Querkomponente des Magne
tisierungsvektors erzeugt, die als Störsignal wirkt.
Demzufolge wird ein Homogenität-Störimpuls (für alle
Felder Gx, Gy, Gz) in der Periode Hs2 unmittelbar nach
dem ersten 180°-Impuls angelegt, um die Querkomponente
des Magnetisierungsvektors zu beseitigen. Beim Fehlen
dieses Störimpulses würde das KMR-Signal die in Fig. 16e
dargestellte gestrichelte Form besitzt. Da nur der
genannte Homogenität-Störimpuls noch eine Störung der
Bewegung des Magnetisierungsvektors erlaubt, wird ein
anderer Homogenitätsimpuls mit derselben Größe und
Zeitdauer wie der genannte Homogenität-Störimpuls unmittelbar
vor der Anlegung des ersten 180°-Impulses
(für alle Felder Gy, Gy, Gz) angelegt. Die Zeitspannen
oder Perioden Hs2, Hs1 werden jederzeit paarweise angewandt.
Zur Beseitung einer Querkomponente des Magnetisierungsvektors
aufgrund einer Ungenauigkeit des 90°-Impulses
oder anderen Ursachen wird ein Homogenität-Störimpuls
während der Periode Hs3 nach dem 90°-Impuls angelegt.
Zur Beseitigung einer Querkomponente des Magnetisierungsvektors
aufgrund einer Ungenauigkeit des 180°-Impulses
oder anderer Ursachen und zur Unterbrechung oder Aufhebung
der gegenseitigen Beziehung zwischen Ansichten
zwecks einwandfreier Beobachtung wird ein Homogenität-
Störimpuls in der Periode H₂₄ nach dem zweiten 180°-
Impuls angelegt.
Die Homogenität-Störimpulse in den Perioden Hs1, Hs2
sowie Hs3 und Hs4 brauchen nicht in der dargestellten
Kombination vorzuliegen, vielmehr braucht nur einer
vorhanden zu sein oder es können jeweils zwei dieser Impulse
kombiniert werden.
8) Die Zeitspannen Ts1 oder Ts2 können verkürzt werden.
Fig. 17 veranschaulicht ein Beispiel, wie die Zeit
spanne bzw. Periode Ts2 verkürzt wird. Bei diesem Beispiel
müssen folgende Beziehungen erfüllt sein:
gx1 · tm1 = gx2 · tm2
gy1 · tm1 = gy2 · tm2
gy1 · tm1 = gy2 · tm2
darin bedeuten:
tm1, tm2 = Anlegungszeit der Gradientfelder
gx1, gx2 = Intensität der Gradientfelder Gx
gy1, gy2 = Intensität der Gradientfelder Gy.
gx1, gx2 = Intensität der Gradientfelder Gx
gy1, gy2 = Intensität der Gradientfelder Gy.
Durch Verkürzung der Zeitspanne Ts2 kann eine etwaige
ungünstige Auswirkung der Größe T₂ des Stoffs (Magne
tisierungsvektor einer Quer-Relaxation aufgrund von
T₂ unterworfen) vermindert werden.
9) Unter Anwendung der Sequenz gemäß Fig. 11 kann
mindestens eine der Perioden Ts1, Ts2 und Td zur
Erzeugung mehrerer Bilder variiert werden, wobei zwischen
den Bildern einer Rechenoperation ausgeführt wird,
um ein Bild T₁, ein Bild T₂, ein Spindichtebild oder
ein Bild in Form einer Kombination aus diesen Bildern
zu erzeugen.
Beispielsweise genügt die Intensität V des FID-Signals
in der Sequenz gemäß Fig. 11 der folgenden Beziehung:
darin bedeutet: M = Spindichte.
Die Rechenoperation wird an einer Anzahl von Bildern
durchgeführt, die durch Änderung von Ts1, Ts2, Td erhalten
wurden.
10) Die Erfindung ist auch auf ein Mehrschnitt- bzw.
Mehrscheibenverfahren anwendbar, bei dem andere
Ebenen unter Heranziehung der Wartezeit Td zur Gewinnung
von Informationen der angeregten Ebenen angeregt
werden.
Fig. 19 veranschaulicht eine solche Sequenz, bei welcher
die Erfindung auf den zweidimensionalen PR-Prozeß angewandt
ist. In jeder Ansicht werden n Scheibenebenen
angeregt. Gemäß Fig. 18 werden n Scheibenebenen
A-W eines Objekts OBJ für eine erste Ansicht oder
Blickrichtung und n Scheibenebenen unter einem unter
schiedlichen Blickwinkel für eine zweite Ansicht angeregt.
Mit dieser Anordnung kann die scheinbare Arbeits
geschwindigkeit erhöht werden.
11) Das in Abhängigkeit vom 90°-Impuls angelegte Gradientfeld
Gz wird gemäß Fig. 20 mit hoher Geschwindigkeit
zwischen positiven und negativen Werten in
Schwingung versetzt, um ein Gradientfeld einer Recht
eckwellenform zu erzeugen.
Da der Magnetisierungsvektor nicht gestört ist (bzw.
in Richtung Z nicht außer Phase ist), keine Phasen
nachstellung erforderlich, und das FID-Signal
kann unmittelbar nach dem Aufprägen des 90°-Impulses
betrachtet bzw. gewonnen werden.
12) Jeder der 90°- und 180°-Impulse kann aus einer Vielzahl
von Einzelimpulsen bestehen.
Beispielsweise kann der 180°-x-Impuls durch eine
Kombination von drei 90°y-, 180°-x- und 90°y-Impulsen
oder eine Kombination von drei 90°-y-, 180°-x- und
90°-y-Impulsen ersetzt werden. Der 180°y-Impuls kann
durch eine Kombination aus drei 90°x-, 180°y- und 90°x-
Impulsen oder eine Kombination aus drei 90°-x-, 180°y-
und 90°-x-Impulsen ersetzt werden. Fig. 21 veranschaulicht
die Richtungen der Magnetisierungsvektoren
für den Fall, daß der 180°y-Impuls durch eine Kombination
aus drei 90°x-, 180°y- und 90°x-Impulsen ersetzt ist.
Die Fig. 21a bis 21d veranschaulichen Vektoren in einer
Schnitt- oder Scheibenebene, während die Fig. 21e bis
21h Vektoren außerhalb der Scheibenebene veranschaulichen.
Wie sich aus Fig. 21 ergibt, kann die Bewegung
des Magnetisierungsvektors außerhalb der Scheibenebene
einwandfrei eingestellt werden, weil die Längskomponente
genau rotiert.
Der Magnetisierungsvektor kann durch Verwendung von
vier 45°-y-, 90°x-, 90°y- und 45°x-Impulsen anstelle
des 90°x-Impulses genau dreht werden.
Fig. 24 veranschaulicht ein anderes Ausführungsbeispiel
unter Anwendung einer Sequenz gemäß der Erfindung.
Bei dieser Sequenz werden mehrere 180°-Impulse in bestimmten
Zeitabständen zwischen dem ersten 90°-Impuls
und dem zweiten 90°-Impuls angelegt. Der Vorgang ist
nachstehend im einzelnen beschrieben.
1) Von der Steuerschaltung 2 wird ein Strom durch die
statische Feldspule 1 geleitet, um ein statisches
Feld H₀ an ein im Zylinder der Spulen angeordnetes
Untersuchungsobjekt anzulegen. Unter diesen Bedinungen
wird die z-Gradientfeldspule 31 durch die Steuerschaltung
4 von der Steuereinheit 20 her mit einem Strom
beschickt, um ein erstes Gradientfeld (vorliegend das
z-Gradientfeld) und damit das z-Gradientfeld Gz⁺ gemäß
Fig. 24b anzulegen. Gleichzeitig wird ein erster 90°x-
Impuls gemäß Fig. 24a zum selektiven Erregen oder Anregen
des Untersuchungsobjekts angelegt.
2) Sodann wird anschließend an die Anlegung des Felds
Gz⁺ ein Gradientfeld Gz- angelegt, um die kernmagnetischen
Resonanz- oder KMR-Signale von verschiedenen
Bereichen des Untersuchungsobjekts in Phase miteinander
zu bringen. Die Anlegung des Felds Gz- endet zu
einem Zeitpunkt t₁.
3) Hierauf wird ein zweites Gradientfeld (bestehend
aus den Gradientfeldern Gx, Gy mit jeweiligen Größen
gx1, gy1) in einer vom ersten Gradientfeld verschiedenen
Richtung während einer Zeit tm1 angelegt.
4) Nach Ablauf einer Zeit Ts1 nach Anlegung des ersten
90°-Impulses wird das Untersuchungsobjekt mittels
eines Hochfrequenzimpulses angeregt, der durch Modulation
des gewählten, von der Torschaltung 30 abgegebenen
Signals der Phase von 180° zu einer Rechteck
wellenform erzeugt wurde.
Vor und nach dem 180°y-Impuls werden Homogenität-Störimpulse
gemäß Fig. 24b bis 24d für die Gradientfelder
Gx, Gy und Gz angelegt, um Störsignale zu unterdrücken,
die aufgrund einer Ungenauigkeit des 180°-Impulses entstehen
können.
Diese Zusätze x, y zu 90° bzw. 180° zeigen die Phase des
Hochfrequenzimpulses an; x und y sind um 90° außer
Phase zueinander.
5) Danach werden Gx und Gy gemäß Fig. 24c und 24d mit
g′x1 bzw. g′y1 gewählt, um auf diese Weise ein Spin
echosignal gemäß Fig. 24e zu erzeugen. Das Echosignal
besitzt die maximale Größe, wenn folgendes gilt:
gx1 × tm1 = g′x1 × t′m1
gy1 × tm1 = g′y1 × t′m1
gy1 × tm1 = g′y1 × t′m1
6) Hierauf werden Gx und Gy auf gx2 bzw. gy2 geändert,
und die unter 2) bis 4) beschriebenen Vorgänge werden
wiederholt. Zu diesem Zeitpunkt müssen die folgenden
Beziehungen erfüllt sein:
gxp × tmp = g′xp × t′mp
gyp × tmp = g′yp × t′mp
gyp × tmp = g′yp × t′mp
Der angehängte Index p=1, 2, . . . n gibt die Zahl
der 180°-Impulse zwischen erstem und zweitem 90°-Impuls
an (später noch näher zu beschreiben).
Es müssen die Bedinungen
gxp = g′x(p-1)
gyp = g′y(p-1)
gyp = g′y(p-1)
erfüllt sein, um die Größe der Gradientfelder am Peak
des Echosignals nicht zu ändern. Auf diese Weise können
Störsignale aufgrund des Umschaltens zwischen den
Gradientfeldern vermieden werden, so daß eine hohe
Bildgüte erzielt wird.
7) Nachdem eine vorbestimmte Zahl n von 180°-Impulsen
angelegt worden ist, wird der Magnetisierungsvektor
mit dem 90°-Impuls und Gz selektiv in eine negative
Richtung abwärts längs der Z-Achse, wenn n eine
ungerade Zahl ist und in positiver Richtung (aufwärts)
längs der Z-Achse, wenn n eine gerade Zahl ist, gerichtet,
und zwar zu dem Zeitpunkt, zu dem das Echosignal
am größten ist (wenn t′mn beendet ist).
8) Nur dann, wenn n eine ungerade Zahl ist, werden alle
Magnetisierungsvektoren mit 180°-x-Impuls aufwärts
gerichtet.
9) Anschließend werden Homogenität-Störimpulse für Gx,
Gy und Gz angelegt, um die Wechselbeziehung zwischen
der augenblicklichen Sequenz und einer nächsten Sequenz
auszuschalten.
10) Dieselbe Sequenz wird nach einer Wartezeit Td wiederholt.
In der obigen Sequenz werden die Zeitparameter Tsp,
T′sp und Td sowie n entsprechend dem jeweiligen Anwendungsfall
zweckmäßig gewählt.
Die Bewegungen der Magnetisierung M in der beschriebenen
Sequenz sind in den Fig. 25 und 26 im Zentrum
einer Schnitt- oder Scheibenebene, in welcher die Magnetisierung
M bei Anlegung des 90°-Impulses einwandfrei
über 90° rotiert, an der Grenzfläche einer Scheibenebene,
an welche die Magnetisierung M bei Anlegung
des 90°-Impulses über R° und bei Anlegung des 180°-
Impulses über 180° rotiert (weil Gz=0 gilt) und außerhalb
einer Scheibenebene dargestellt, wo die Magnetisierung
M durch Anlegung des 90°-Impulses nicht beeinflußt
wird und bei Anlegung des 180°-Impulses ihre
Richtung umkehrt.
Fig. 25 zeigt die Bewegungen der Magnetisierung M für
den Fall, daß n eine ungerade Zahl ist. Nachdem alle
Magnetisierungen mittels des letzten 90°-x-Impulses
abwärts gerichtet worden sind, werden sie mit dem 180°x-
Impuls aufwärts gerichtet. An der Grenzfläche der Scheibenebene
dreht sich die Magnetisierung M mit dem 90°-Impuls
nur über R° (0<R<90°). Da die Magnetisierung
einen Winkelversatz von R° gegenüber der negativen
Richtung längs der z-Achse unmittelbar vor dem zweiten
90°-Impuls besitzt, wird sie mit dem 180°-x-Impuls
aufwärts gerichtet.
Fig. 26 zeigt die Bewegungen der Magnetisierung M für
den Fall, daß n eine gerade Zahl ist. Da die Magnetisierung
einen Winkelversatz von R° gegenüber der
positiven Richtung längs der z-Achse unmittelbar vor
dem zweiten 90°-Impuls besitzt, kann sie mit dem 90°-x-
Impuls aufwärts gerichtet werden.
Das in der beschriebenen Sequenz erzeugte KMR-Signal
(Fig. 24e) wird vom Wellenspeicher abgegriffen
und die abgegriffenen Daten werden durch den Rechner
13 zum Rekonstruieren eines zweidimensionalen tomographischen
Bilds des Untersuchungsobjekts verarbeitet,
wobei dieses Bild dann auf der Anzeigeinheit 14 wiedergegeben
wird-
Die Erfindung ist auf
verschiedene andere Verfahren und Anordnungen,
wie nachstehend angegeben, anwendbar.
1) Gemäß Fig. 27 gilt n=2, gx1»g′x1, gy1»g′y1,
gx2«g′x2 und gy2«g′y2. Da die Signale in den
Perioden Ts1, Ts2 Einlüssen aufgrund des Hoch
frequenzimpulses und des Störsignals von Gx, Gy, Gz
unterliegen, werden nicht diese Signale, sondern
an ihrer Stelle die Signale an bzw. in den Perioden
T′s1, Ts2 benutzt. Da bei dieser Anordnung auf
grund der obigen Bedingungen tm1«t′m1 und tm2»t′m2
gelten, sind die Zeitspannen t′m1, tm2 lang,
so daß Signale mit gutem Rauschabstand abgegriffen werden
können.
2) Die Erfindung ist auch auf einen Spin-Verwindungs- oder Drehprozeß
anwendbar. Gemäß Fig. 28
werden gx1, . . . gxn unter Konstanthaltung von tmp
(p=1-n) von Zeit zu Zeit variiert, um ein KMR-
Signal zu messen.
3) Die Erfindung ist weiterhin auf einen Fourier′schen
Prozeß anwendbar. Gemäß Fig. 28 wird tmp unter
Konstanthaltung von gxp (p=1-n) von Zeit zu Zeit
variiert, oder gxp wird unter Konstantaltung vom tmp
von Zeit zu Zeit geändert.
Ein anderer Fourier′scher Prozeß, auf den die Erfindung
angewandt ist, ist in Fig. 31 dargestellt (wobei n
eine ungerade Zahl ist). Ein FID-Signal wird mit einer
durch ein Gx-Gradientfeld in der Periode Ts1 vorgegebenen
Phasenvariation oder -abweichung erhalten,
worauf ein Gx-Gradientfeld von g′x1 nach einem 180°-
Impuls angelegt wird, woraufhin ein erstes Echosignal
in einer Phase mit g′x im Vergleich zu derjenigen
des FID-Signals variiert (das Echosignal ist dem FID-
Signal äquivalent, dem eine Phasenänderung erteilt
wurde). In Abhänigkeit von der Anlegung eines Gx-
Gradientfelds von g′′x variiert sodann ein zweites
Echosignal in seiner Phase mit g′′x (das Echosignal ist
dem FID-Signal äqzivalent, dem eine Phasenvariation
erteilt wurde). g′x, g′′x, . . . können vor dem 180°-
Impuls angelegt werden, in welchem Fall die Vorzeichen
von g′x, g′′x, . . . umgekehrt werden müssen, um die genannte
Änderung oder Abweichung zu erreichen. Weiterhin
können g′x, g′′x, . . . gleichzeitig mit den Homogenität-
Störimpulsen vor und nach dem 180°-Impuls angelegt
werden. Wenn die Phasenabweichung nicht von Zeit zu
Zeit variiert zu werden braucht, werden g′x, g′′x, . . .
nicht angelegt. Nach Anlegung von n 180°-Impulsen
wird ein Gx-Gradientfeld gx angelegt, um die bisher
vorliegende Phasenabweichung aufzuheben.
Fig. 32 veranschaulicht ein Anwendungsbeispiel mit
n=2. Dabei müssen die folgenden Bedingungen erfüllt
sein:
gx1 × tm1 = g′x1 · t′m1
gx2 × tm2 = g′x2 · t′m2
gy1 × tm1 = g′x2 · t′m2
gx2 × tm2 = g′x2 · t′m2
gy1 × tm1 = g′x2 · t′m2
Zur Aufhebung von Unregelmäßigkeiten des statischen
Felds gilt:
Ts1 = T′s1
Ts2 = T′s2
Ts2 = T′s2
Zur Verhinderung dieser Intensität des Gradientfelds
bei Beobachtung oder Abnahme eines Echos muß folgende
Bedingungen erfüllt sein:
g′x1 = gx2
Gemäß Fig. 28, 31 und 32 heben sich die Wirkungen der
Anlegung der Gradientfelder Gx, Gy unmittelbar vor Anlegung
des zweiten 90°-Impulsen gegenseitig auf, und
die Magnetisierungvektoren sind, außer für T₂-Relaxation,
in Phase miteinander.
Die nach den beschriebenen Fourier′schen Prozessen gewonnenen
Daten werden einer zweidimensionalen Fourier′schen
Transformation zum Aufbau eines zweidimensionalen
Bilds unterworfen.
4) Die Erfindung ist weiterhin auf einen Echo-Planarprozeß
anwendbar. Fig. 29
veranschaulicht ein solches Verfahren, bei dem n eine
ungerade Zahl ist. Ein gewöhnlicher Echo-Planarprozeß
wird durch Umkehrung des Magnetfelds (z. B. Gy) durchgeführt.
Erfindungsgemäß wird dagegen der Echo-Planarprozeß
durch Anlegung eines 180°-Impulses realisiert.
Schließlich wird die Magnetisierung M zwangsweise aufwärts
gerichtet (mit 90°- und 180°-Impulsen, wenn n
eine ungerade Zahl ist, und mit einem 90°-Impuls für
den Fall, daß n eine gerade Zahl ist).
5) Die Erfindung ist auch auf einen in Fig. 30 dargestellten
selektiven Erregungs- oder Anregungsleitungsprozeß
anwendbar, bei dem n eine ungerade Zahl
ist.
6) Darüber hinaus ist die Erfindung auch auf einen Umkehr-
Erholungsprozeß
anwendbar, bei dem ein 180°-Impuls vor einer Impulsfolge
angelegt wird. Zur Vermeidung ungünstiger Auswirkungen
auf die Transversal- oder Querrichtung aufgrund
einer Ungenauigkeit des 180°-Impulses werden
Homogenität-Störimpulse für alle Felder Gx, Gy und Gz
angelegt. Auf derartige Störimpulse kann jedoch verzichtet
werden, wenn die ungünstigen Auswirkungen in
der Querrichtung nicht auftreten oder vernachlässigbar
sind.
Der Umkehr-Erholungsprozeß ist bei allen vorstehend
beschriebenen Prozessen bzw. Verfahren benutzbar, um
Bilder zu erhalten, in denen T₁ (Längs-Relaxationszeit)
hervorgehoben ist.
7) Bei den beschriebenen Verfahren bzw. Prozessen kann
der nicht-selektive 180°-Impuls aus einer Vielzahl
von Einzelimpulsen bestehen. Beispielsweise kann der
180°y-Impuls durch eine Reihe von 90°x-, 180°y- und
90°x-Impulsen zur Unterdrückung einer Ungenauigkeit
oder anderer Fehler der Impulsintensität ersetzt werden.
8) Ein Bild kann mittels Durchführung einer Zwischen
bild-Rechenoperation anhand eines Bilds T₁, eines
Bilds T₂, eines Spin-Dichtebilds sowie Kombinationen
davon erzeugt werden.
Beispielsweise genügt die Intensität V des FID-Signals
in der Sequenz gemäß Fig. 24 der folgenden Beziehung:
Darin bedeutet: M = Spindichte.
Die Rechenoperation erfolgt zwischen einer Anzahl von
Bildern, die durch Änderung von Ts1, T′s1, Td erhalten
wurden.
9) Schließlich ist die Erfindung auch auf einen Mehr
scheibenprozeß anwendbar, in welchem andere Ebenen
unter Heranziehung der Wartezeit Td zur Gewinnung von
Informationen von den angeregten Ebenen angeregt werden.
10) Die Phasenbeziehungen zwischen den Impulsen bei
den beschriebenen Verfahren bzw. Prozessen können
folgende sein:
90°x - 180°y - 180°y . . . -90°-x ( n: gerade Zahl)
90°x - 180°y - 180°y . . . -90°x 180°-x (n: ungerade Zahl)
90°x - 180°y - 180°y . . . -90°x 180°-x (n: ungerade Zahl)
sowie
90°x - (180°-x - 180°x)k . . . - 90°-x (n: gerade Zahl)
90°x - (180°-x - 180°x)k . . . - 90°x 180°-x (n: ungerade Zahl)
90°x - (180°-x - 180°x)k . . . - 90°x 180°-x (n: ungerade Zahl)
Es werden nach der Beobachtung oder Abnahme
einer Anzahl von Spinechos die Magnetisierungen
zwangsweise in einen thermischen Gleichgewichtszustand
zurückgeführt, und alle Magnetisierungen M werden aufwärts
(in positiver Richtung auf der z-Achse) gerichtet.
Demzufolge kann das Verfahren nach kurzer Wartezeit
Td auf eine nächste Operation übergehen, wodurch die
Gesamtabtastzeit verkürzt werden kann.
Die Erfindung ist auch insofern vorteilhaft, als zur
Gewährleistung einer höheren Bildgüte eine Anzahl
ähnlicher Dateneinheiten abgetastet und als Zeitreihen-
Dateneinheiten gemittelt oder nach der Umwandlung in
ein Bild gemittelt werden, und zwar sämtlich innerhalb
einer wesentlich kürzeren Zeit als beim bisherigen Gerät.
Die Erfindung bietet die folgenden Vorteile:
- 1) Da die Magnetisierung vor und nach dem nicht-selektiven 180°-Impuls zwischen "über einer xy-Ebene" und "unter der xy-Ebene" umgeschaltet wird, ist der Einfluß der Relaxation T₁ klein. Beispielsweise wird in Fig. 26 der Magnetisierungsvektor durch T₁ zwischen (den Zeiten) t₁ und t₂ aufwärts verschoben, um den Kegel gemäß Fig. 26c zu verengen, und durch T₁ zwischen den Zeiten t₃ und t₄ nach oben verschoben, um den Kegel gemäß Fig. 26c zu erweitern, so daß beide Kegel aufheben.
- 2) Durch die Anlegung der Homogenität-Störimpulse werden Magnetisierungskomponenten und die Wechselbeziehung zwischen Abtastungen beseitigt, so daß sich die Magnetisierung einwandfrei verschiebt und Störsignale reduziert werden.
- 3) Durch ausreichende Verkleinerung von sowohl Ts1 als auch T′s2 im Vergleich zu T′s1+Ts2) im Fall von n=2 sind die angelegten Signale keinerlei Störsignaleinfluß ausgesetzt. Das Ts1 und T′s2 kurz sind, kann ein KMR-Signal eines hohen Pegels erhalten werden.
- 4) Aufgrund der Anwendung einer Anzahl von Impulsen als 180°-Impuls können Intensitätsfehler unterdrückt werden, so daß eine einwandfreie Rotation der Magnetisierung möglich ist.
- 5) Ein einem vorgesehenen Zweck entsprechendes Bild kann durch Durchführung einer Zwischenbild-Rechen operation ohne weiteres erhalten werden.
- 6) Die scheinbare Betriebsgeschwindigkeit kann mittels eines Mehrscheibenprozesses erhöht werden.
Claims (10)
1. Untersuchungsverfahren unter Anwendung kernmagnetischer
Resonanz, bei dem Magnetfelder und Hochfrequenzimpulse
an die ein Gewebe eines Untersuchungs
objekts bildenden Atomkerne angelegt werden, um ein
Bild des Gewebes aufgrund erzeugter kernmagnetischer
Resonanzsignale zu rekonstruieren, wobei:
nacheinander ein erster 90°-Impuls, ein erster 180°-Impuls zur Drehung der Magnetisierung um 180° und ein zweiter 90°-Impuls angelegt werden,
ein Gradient-Magnetfeld (Gz) für eine selektive Anregung nur dann angelegt wird, wenn die ersten und zweiten 90°-Impulse anliegen, sowie Abtast-Magnetfelder (Gx, Gy) im Anschluß an das selektive Gradient-Magnetfeld (Gz) außer während des Anliegens des bzw. der 180°-Impulse angelegt werden, und Daten, die aus den kernmagnetischen Resonanzsignalen erhalten sind, die in der Zeitdauer zwischen dem ersten 90°-Impuls und dem zweiten 90°-Impuls erfaßt sind, zur Rekonstruktion des Bildes des Gewebes verwendet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
nacheinander ein erster 90°-Impuls, ein erster 180°-Impuls zur Drehung der Magnetisierung um 180° und ein zweiter 90°-Impuls angelegt werden,
ein Gradient-Magnetfeld (Gz) für eine selektive Anregung nur dann angelegt wird, wenn die ersten und zweiten 90°-Impulse anliegen, sowie Abtast-Magnetfelder (Gx, Gy) im Anschluß an das selektive Gradient-Magnetfeld (Gz) außer während des Anliegens des bzw. der 180°-Impulse angelegt werden, und Daten, die aus den kernmagnetischen Resonanzsignalen erhalten sind, die in der Zeitdauer zwischen dem ersten 90°-Impuls und dem zweiten 90°-Impuls erfaßt sind, zur Rekonstruktion des Bildes des Gewebes verwendet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - nacheinander der erste 90°-Impulse, der erste 180°- Impuls, der zweite 90°-Impuls nach n-maligem Anlegen des ersten 180°-Impulses, um die Magnetisierungen in der eine X-Y-Ebene bildenden Scheibenebene in die Z-Richtung eines statischen Magnetfeldes auszurichten, wenn n geradzahlig ist, und ein zweiter 180°-Impuls, der unmittelbar nach dem zweiten 90°-Impuls angelegt wird, um die Magnetisierungen in der Scheibenebene in die Z-Richtung auszurichten, wenn n ungeradzahlig ist, angelegt werden,
- - der zweite 90°-Impuls oder der zweite 180°-Impuls in seiner Phase zum ersten 90°-Impuls bzw. zum ersten 180°-Impuls um 180° gedreht ist, und
- - der erste 180°-Impuls eine durch die Abklingzeit des kernmagnetischen Resonanzsignales gegebenene Zeitdauer Ts1 nach dem ersten 90°-Impuls angelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlegungszeit der Gradient-Magnetfelder verändert
wird, sooft der ersten 180°-Impuls wiederholt
angelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Rekonstruktion eines Bildes mehrere in
jeder Impulsfolge abgegriffene kernmagnetische Resonanzsignale
verwendet werden und eine Spin-Spin-
Relaxationszeit durch einen Rechenprozeß visualisiert
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß weitere in der Richtung vom ersten Gradient-
Magnetfeld abweichende Gradient-Magnetfelder in der
Zeitdauer Ts1 ab der Anlegung des ersten 90°-Impulses
bis zur Anlegung des ersten 180°-Impulses
und in einer Zeitdauer Ts2 ab der Anlegung des
ersten 90°-Impulses angelegt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Impulsfolge das weitere Gradient-Magnetfeld
in seiner Richtung zwischen den Zeitdauern
Ts1 und Ts2 unverändert bleibt, jedoch in seiner
Stärke und Richtung auf für die Abbildung notwendigen
Werte eingestellt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß während einer Wartezeit jeder Impulsfolge eine
ähnliche Impulsfolge bezüglich anderer Scheibenebenen
angelegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß während des 90°-Impulses ein Gradient-Magnetfeld
anliegt, dessen Achse in die gleiche Richtung wie
diejenige des statischen Magnetfeldes gerichtet ist
und das mehrmals in positiver und negativer Richtung
oszilliert.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Anlegen der Magnetfelder ein Homogenitäts-
Störimpuls für jedes Gradient-Magnetfeld vor und
nach der Anlegung des ersten 180°-Impulses anliegt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Anlegen der Magnetfelder ein Störimpuls
während des Intervalles zwischen der Anlegung des
zweiten 90°-Impulses und der Anlegung des zweiten
180°-Impulses und/oder nach der Anlegung des zweiten
180°-Impulses anliegt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der180°-Impuls von zwei 90°-Impulsen auf jeder
Seite hiervon begleitet ist, deren Phasen zueinander
identisch sind, jedoch um 90° von derjenigen
des 180°-Impulses abweichen.
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