DE3445986C2 - Verfahren und Vorrichtung für das Auftrennen eines Synthesegas-Flugaschegemisches - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung für das Auftrennen eines Synthesegas-FlugaschegemischesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung für
das Auftrennen eines Synthesegas-Flugaschegemisches.
Bei der Synthesegasherstellung über die unvollständige
Verbrennung von Steinkohle bildet sich oft Flugasche als
Nebenprodukt. Bevor das erhaltene Synthesegas zur Herstellung
organischer Verbindungen oder für andere Anwendungsmöglichkeiten
verwendet werden kann, muss die Flugasche abgeschieden werden.
Bekannt ist es, den grössten Teil des Synthesegases von der
Flugasche mit Hilfe eines Zykonabscheiders, eines oder mehrerer
Filter oder einer Kombination davon abzutrennen. Die Trennung nach
diesen Methoden ist jedoch nicht vollständig genug. Es bleibt immer
noch soviel Synthesegas, das nahezu vollständig aus CO und H2
besteht, in der Flugasche zurück, dass die Explosionsgefahr durch die
Anwesenheit von H2 in unmittelbarer Nähe der Flugasche erheblich ist
und dass durch die Anwesenheit von CO die Gesundheit von Personen,
die sich in unmittelbarer Nähe der Flugasche befinden, gefährdet
wird. Es ist daher wichtig, nahezu das gesamte Synthesegas
abzuscheiden, bevor die Flugasche mit der Atmosphäre in Berührung
kommen kann.
Es wurde nun gefunden, dass Synthesegas in einem derartigen
Ausmass von der Flugasche abgetrennt werden kann, dass Flugasche, die nach
der Auftrennung mit der Atmosphäre in Berührung kommt, keine oder
eine verringerte Explosions- und Gesundheitsgefahr infolge der
Anwesenheit von H2 bzw. CO in der Flugasche darstellt.
Die Erfindung betrifft deshalb ein Verfahren für das Auftrennen
eines Synthesegas-Flugaschegemisches, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
das Synthesegas-Flugaschegemisch mittels eines Trägergases in einen Ab
scheider eingespeist und dort mit einem Inertgas in Berührung gebracht
wird und anschließend die Flugasche und ein Synthesegas-Inertgasgemisch
unabhängig voneinander aus dem Abscheider abgeführt werden.
Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung für das
Trennen eines Synthesegas-Flugaschegemisches nach dem vorstehend
beschriebenen Verfahren, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet
ist, dass sie einen Abscheider umfasst, der mit einer Leitung für die
Zuführung des Synthesegas-Flugaschegemisches, einer Leitung für die
Zuführung des Inertgases, einer Leitung für die Abführung des
Inertgas-Synthesegasgemisches sowie einer Leitung für die Abführung
der Flugasche versehen ist, welche Leitungen mit Mitteln zum
Schliessen der Leitungen versehen sind, wobei die Leitung für die
Zuführung des Inertgases und die Leitung für die Abführung des
Inertgas-Synthesegasgemisches mit Mitteln versehen sind um das
Einströmen von Flugasche in die Leitungen zu verhindern oder zu
beschränken.
Obwohl die der Erfindung zugrundeliegende Problemstellung sich
bei der Herstellung von Synthesegas über die Kohlenvergasung ergab,
kann die Lösung des Problems allgemeinere Verwendung finden. Ein
Synthesegas-Flugaschegemisch, bei welchem Prozess es auch anfallen
möge, kann nach dem vorliegenden Verfahren derart getrennt werden,
dass das vorstehend beschriebene Ziel erreicht wird.
Unter einem Inertgas wird in diesem Zusammenhang ein Gas oder
Gasgemisch verstanden, das unter den Umständen, unter denen das
vorliegende Verfahren angewandt wird, keine Reaktion mit den während
des vorliegenden Verfahrens vorhandenen Komponenten eingeht. Obwohl
die Anwesenheit von CO und/oder H2 im Inertgas im Prinzip nicht
ausgeschlossen werden muss, ist deutlich, dass die Trennung eines
Synthesegas-Flugaschegemisches durch die Anwesenheit von CO und/oder
H2 im Inertgas nicht verbessert wird. Vorzugsweise enthält das
Inertgas deshalb kein CO und/oder H2. Innerhalb der vorstehend
gegebenen Definition eines Inertgases kann grundsätzlich jedes
Inertgas verwendet werden. Vorzugsweise wird jedoch ein Inertgas
verwendet, das - soweit es in der Flugasche zurückbleibt - keine
gesundheitliche und Explosionsgefahr mit sich bringt, wie N2 und CO2.
Das Synthesegas-Flugaschegemisch wird vorzugsweise bei einem
Druck von 0,5-30 bar und insbesondere bei Atmosphärendruck mit dem
Inertgas in Berührung gebracht, wobei die Temperatur innerhalb weiter
Grenzen, beispielsweise zwischen 0-200°C, schwanken kann.
Vorzugsweise ist die Temperatur gleich der Umgebungstemperatur.
Das Verfahren nach der Erfindung kann in kontinuierlichem, halb-
und diskontinuierlichem Betrieb angewandt werden. Vorzugsweise wird
das Synthesegas-Flugaschegemisch kontinuierlich mit dem Inertgas in
Berührung gebracht und werden Flugasche und Inertgas-Synthesegas
gemisch kontinuierlich abgeführt.
Das Synthesegas-Flugaschegemisch kann geeigneterweise so mit dem
Inertgas in Berührung gebracht werden, dass die Flugasche als
Festbett, bewegliche oder Wirbelschicht in Berührung mit dem Inertgas
gebracht wird. Vorzugsweise wird die Flugasche, wenn das Synthesegas-
Flugaschegemisch mit dem Inertgas in Berührung gebracht wird, in
fluidisierten Zustand gebracht und gehalten, wobei das Inertgas sehr
geeignet als Bewegungsmittel verwendet werden kann.
Nachdem ausreichend Synthesegas von der Flugasche abgetrennt
ist, kann die Flugasche weiterverarbeitet, gelagert, auf eine Deponie
verbracht und/oder transportiert werden.
Das abgeführte Inertgas-Synthesegasgemisch kann weiter
verarbeitet oder zur Verbrennung des vorhandenen CO und H2 einer
Fackelanlage zugeführt werden.
Falls grosse Synthesegasmengen von relativ kleinen
Flugaschemengen abgetrennt werden müssen, wird vorzugsweise vor
Anwendung des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung der grösste
Teil des Synthesegases in der vorstehend bereits genannten, bekannten
Art mit einem Zyklonabscheider, mit einem oder mehreren Filtern oder
einer Kombination davon von der Flugasche abgetrennt. Der Vorteil
hierbei ist, dass der grösste Teil des Synthesegases ohne Beimengung
von Inertgas vorliegt. Ausserdem ist die erforderliche Inertgasmenge
geringer. Vorabscheidung wird vorzugsweise bei einem Druck von 5-40 bar
ausgeführt.
Das Verfahren nach der Erfindung kann im Prinzip in jedem nach
dem Stand der Technik für das Trennen kleiner Stoffteilchen und Gase
bekannten Abscheider angewandt werden.
Eine geeignete Vorrichtung hierfür ist eine Vorrichtung, die
einen Abscheider umfasst, der mit einer Leitung für die Zuführung des
Synthesegas-Flugaschegemisches, einer Leitung für die Zuführung des
Inertgases, einer Leitung für die Abführung des Inertgas-Synthesegas
gemisches sowie einer Leitung für die Abführung der Flugasche
versehen ist; die Leitungen sind mit Mitteln zum Schliessen der
Leitungen versehen, wobei die Leitung für die Zuführung des
Inertgases und die Leitung für die Abführung des Inertgas-Synthese
gasgemisches mit Mitteln versehen sind, um das Einströmen von
Flugasche in die Leitungen zu verhindern oder zu beschränken.
Vorzugsweise schliessen die Leitung für die Zuführung des
Synthesegas-Flugaschegemisches sowie die Leitung für die Abführung
des Synthesegas-Inertgasgemisches an einer höher gelegenen Stelle und
die beiden anderen Leitungen an einer tiefer gelegenen Stelle an den
Abscheider an. Vorzugsweise schliesst die Leitung für die Abführung
von Flugasche an der Unterkante und die Leitung für die Abführung des
Inertgas-Synthesegasgemisches an der Oberkante des Abscheiders an den
Abscheider an. Die Anschlussstelle der beiden anderen Leitungen wird
innerhalb der vorstehend genannten Priorität durch Dimensionen und
Gestalt des Abscheiders sowie die gewünschte Prozessführung bestimmt.
Wie gesagt, kann das Verfahren nach der Erfindung in
kontinuierlichem, halb- und diskontinuierlichem Betrieb angewandt
werden.
Bei diskontinuierlicher Prozessführung werden Flugasche und
Synthesegas durch die Zuführungsleitung in den Abscheider
eingetragen, während die anderen Leitungen geschlossen sind. Danach
werden nacheinander die Leitung für die Zuführung von Flugasche und
Synthesegas geschlossen, die Leitung für die Zuführung von Inertgas
geöffnet, das Inertgas in den Abscheider eingeleitet, um den
Abscheider auf einen (bis auf 30 bar) erhöhten Druck zu bringen und
die Leitung für die Zuführung von Inertgas wieder geschlossen. Danach
wird, falls erwünscht nach einiger Zeit, die Leitung für die
Abführung von Synthese- und Inertgas geöffnet. Infolge des höheren
Druckes im Abscheider wird das Synthesegas-Inertgasgemisch den
Abscheider verlassen und wird abgeführt. Schliesslich werden
nacheinander die Leitung für die Abführung des Synthesegas-Inertgas
gemisches geschlossen, die Leitung für die Abführung der Flugasche
geöffnet und die Flugasche abgeführt. Falls erwünscht, kann die
Flugasche mit Hilfe eines Trägergases abgeführt werden, das
vorzugsweise das gleiche ist wie das Inertgas, bespielsweise N2 oder
CO2. Nach Schliessen der Leitung für die Abführung von Flugasche und
Öffnen der Leitung für die Zuführung des Flugasche-Synthesegas
gemisches kann das Verfahren nach der Erfindung mit einer neuen Menge
an Flugasche-Synthesegasgemisch wiederholt werden. Auch ist es
möglich, falls das Synthesegas in unzureichendem Masse von der
Flugasche abgetrennt worden ist, Flugasche und noch zurückgebliebenes
Synthesegas noch einmal oder mehrmals dem vorstehend beschriebenen
Verfahren zu unterwerfen. Dies kann auf zwei Wegen erfolgen. Erstens
können Flugasche und noch zurückgebliebenes Synthesegas statt aus dem
Abscheider abgeführt zu werden, mit dem Inertgas erneut im gleichen
Abscheider in Berührung gebracht werden. Zweitens können Flugasche
und noch zurückgebliebenes Synthesegas, nach Abführung aus dem
Abscheider in einen (oder mehrere) weiteren(weitere) Abscheider
gefördert werden, um dort erneut dem vorstehend beschriebenen
Verfahren unterworfen zu werden. Gewöhnlich wird es ausreichen, das
beschriebene Verfahren 10mal zu wiederholen; gute Resultate können
bereits bei 3-6maliger Widerholung erzielt werden.
Bei halbkontinuierlicher Prozessführung wird das Synthesegas-
Flugaschegemisch in den Abscheider eingeleitet, während die übrigen
Leitungen geschlossen sind. Nach Schliessen der Leitung für die
Zuführung des Synthesegas-Flugaschegemisches werden die Leitungen für
die Zuführung von Inertgas und die Abführung von Inert- und
Synthesegas geöffnet und wird kontinuierlich Inertgas durch die
Flugasche geleitet und das Inertgas-Synthesegasgemisch abgeführt, bis
genügend Synthesegas von der Flugasche abgetrennt ist. Nach
Schliessen der offenen Leitungen wird die Flugasche durch die dafür
vorgesehenen Leitungen abgeführt, eventuell mit Hilfe des bereits
genannten Trägergases.
Falls das Verfahren nach der Erfindung in kontinuierlichem
Betrieb angewandt wird, was, wie gesagt, den Vorzug verdient, werden
Inertgas und das Flugasche-Synthesegasgemisch gleichzeitig und
kontinuierlich in den Abscheider über die dafür vorgesehenen
Zuführungsleitungen eingetragen und Flugasche sowie Inertgas-
Synthesegasgemisch durch die dafür vorgesehenen Leitungen
kontinuierlich abgeführt. Die Geschwindigkeit, mit der Inertgas durch
den Abscheider geführt wird, kann innerhalb weiter Grenzen schwanken,
da sie unter anderem von der Geschwindigkeit, mit der Flugasche und
Synthesegas in den Abscheider eingeleitet werden, von der Synthese
gasmenge, die von der Flugasche abgetrennt werden muss, und von den
Dimensionen des Abscheiders abhängig ist.
Im Gegensatz zur diskontinuierlichen Prozessführung wird der
Druck bei halbkontinuierlichem und kontinuierlichem Betrieb konstant
gehalten.
Wird das Synthesegas-Flugaschegemisch mit dem Inertgas in
Berührung gebracht, kann die Flugasche, wie gesagt, als Festbett,
bewegliche oder Wirbelschicht mit dem Inertgas in Berührung gebracht
werden. Vorzugsweise wird eine Wirbelschicht verwendet, wobei der
Abscheider mit nach dem Stand der Technik für das Fluidisieren von
Stoffteilchen bekannten Mitteln versehen ist und wobei vorzugsweise
Inertgas verwendet wird, um die Flugasche in fluidisierten Zustand zu
bringen und zu halten.
Wie gesagt, wird ein Flugasche-Synthesegasgemisch, das relativ
viel Synthesegas enthält, bevor das Gemisch mit dem Inertgas in
Berührung gebracht wird, vorzugsweise einer Vorabscheidung
unterworfen. Vor der Vorabscheidung hat das Gemisch eine andere
Flugasche/Synthesegaszusammensetzung als danach, da bei dieser
Vorabscheidung ja der grösste Teil des Synthesegases abgeschieden
wird. Die Leitung für die Zuführung des Synthesegas-Flugasche
gemisches, die an den Abscheider anschliesst, muss, damit das bei der
Vorabscheidung erhaltene Synthesegas-Flugaschegemisch in den
Abscheider gefördert werden kann, mit der Vorabscheidungsvorrichtung,
d. h. einem Zyklonabscheider, einem oder mehreren Filtern oder einer
Kombination davon verbunden sein.
Die Vorabscheidung wird vorzugsweise bei einem Druck von 5-40 bar
ausgeführt. Da das Synthesegas-Flugaschegemisch mit dem Inertgas
bei niedrigerem Druck in Berührung gebracht wird, muss zuvor ein
Druckabbau vorgenommen werden. Der Abscheider nach der vorliegenden
Erfindung kann zu diesem Zweck mit nach dem Stand der Technik an sich
bekannten Mitteln zum Druckabbau im Abscheider versehen sein.
Vorzugsweise sind derartige Mittel in der Vorrichtung zwischen der
Vorabscheidung und dem Abscheider angeordnet. Mittel zum Druckabbau,
die verwendet werden können, sind beispielsweise ein - an sich
bekanntes - separates Gefäss, das für den Druckabbau geeignet ist,
oder ein langes - eventuell gewundenes - Rohr mit geringem
Durchmesser. Vorzugsweise wird ein separates Gefäss verwendet. Nach
dem Druckabbau wird das Synthesegas-Flugaschegemisch vorzugsweise mit
Hilfe von Trägergas über die Leitung für die Zuführung des Synthese
gas-Flugaschegemisches in den Abscheider eingeleitet.
Es ist ausserdem vorteilhaft, dass die Vorrichtung mit einem
Gefäss versehen ist, das für die Lagerung eines Flugasche-Synthesegas
gemisches geeignet ist; dieses Gefäss liegt zwischen den Mitteln zur
Bewirkung des Druckabbaus einerseits und dem Zyklonabscheider,
dem (den) Filter(n) oder einer Kombination davon andererseits und ist
mit ihnen verbunden.
Das Verfahren und die Vorrichtung nach der vorliegenden
Erfindung sind besonders für das Trennen von aus dem Kohlevergasungs
verfahren erhaltenen Flugasche-Synthesegasgemischen von Bedeutung.
Die vorliegende Erfindung wird anhand von Abb. 1 illustriert, in
der die bevorzugte Ausführungsform schematisch wiedergegeben ist, auf
die die Erfindung jedoch keineswegs beschränkt ist.
Aus der Vergasung von Steinkohle bei einem Druck von 5-40 bar
erhaltenes Synthesegas wird durch Leitung 1 zusammen mit der als
Nebenprodukt entstandenen Flugasche in Gefäss 2 gefördert, wo der
grösste Teil des Synthesegases durch einen Zyklonabscheider, einen
oder mehrere Filter oder eine Kombination davon, die schematisch
durch Gefäss 2 wiedergegeben ist (sind), in bekannter Weise von der
Flugasche abgetrennt wird. Das abgeschiedene Synthesegas wird zur
Weiterverarbeitung oder für andere Zwecke durch Leitung 3 abgeführt.
Die Flugasche wird zusammen mit dem zurückgebliebenen Synthesegas
durch Leitung 4 in den Sammler 5 eingeleitet. Gefäss 2 und Gefäss 5
werden auf dem gleichen Druck gehalten, wie dem Druck, bei dem die
Kohlevergasung ausgeführt wurde. Sobald eine ausreichende Menge des
Flugasche-Synthesegasgemisches im Sammler vorhanden ist, wird es
durch Leitung 6 in Gefäss 7 eingeleitet, wo der Druck auf
Atmosphärendruck reduziert wird. Anschliessend wird das Flugasche-
Synthesegasgemisch kontinuierlich durch Leitung 8 zusammen mit dem
Trägergas aus Leitung 9 in den Abscheider 10 gefördert. Abscheider 10
ist mit Mitteln versehen, um die Flugasche mit Hilfe eines
kontinuierlichen Stroms von Inertgas aus Leitung 11 in fluidisierten
Zustand zu bringen und zu halten. Synthesegas und Inertgas werden
durch Leitung 12 und die Flugasche wird durch Leitung 13
kontinuierlich abgeführt.
Die so erhaltene Flugasche kann ohne Explosions- oder Gesundheits
gefahr für Mensch und Tier infolge der Anwesenheit von H2 bzw. CO
verarbeitet, transportiert oder gelagert werden.
Nach der Vorabscheidung beträgt die Synthesegasmenge im
Synthesegas-Flugaschegemisch noch immer mindestens 10 Nl Synthesegas
je Kilogramm Flugasche. Bei Anwendung des Verfahrens nach der
Erfindung kann das auf weniger als 0.01 Nl Synthesegas je Kilogramm
Flugasche reduziert werden.
Claims (15)
1. Verfahren für das Auftrennen eines Synthesegas-Flugaschege
misches, dadurch gekennzeichnet, daß das Synthesegas-Flugasche
gemisch mittels eines Trägergases in einen Abscheider einge
speist und dort mit einem Inertgas in Berührung gebracht wird,
und daß anschließend die Flugasche und ein Inertgas-Synthese
gasgemisch unabhängig voneinander aus dem Abscheider abgeführt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Inertgas N2 oder CO2 ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Synthesegas-Flugaschegemisch mit dem Inertgas bei einem Druck von
0,5-30 bar in Berührung gebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Berührung bei Atmosphärendruck erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Synthesegas-Flugaschegemisch mit dem
Inertgas kontinuierlich in Berührung gebracht wird und die Flugasche
sowie das Inertgas-Synthesegasgemisch kontinuierlich abgeführt
werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Flugasche, wenn das Synthesegas-Flugasche
gemisch mit dem Inertgas in Berührung gebracht wird, in fluidisierten
Zustand gebracht und gehalten wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Flugasche mit Hilfe des Inertgases in fluidisierten Zustand gebracht
und gehalten wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch
gekennzeichnet, dass das Synthesegas-Flugaschegemisch, das mit dem
Inertgas in Berührung gebracht wird, aus einem Flugasche-Synthese
gasgemisch mit einer anderen Flugasche/Synthesegaszusammensetzung
erhalten ist, das einer Trennung mit Hilfe eines Zyklonabscheiders,
eines oder mehrerer Filter oder einer Kombination davon unterworfen
worden ist, wobei der grösste Teil des Synthesegases von der
Flugasche abgetrennt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das
Synthesegas-Flugaschegemisch, das mit dem Inertgas in Berührung
gebracht wird, dadurch erhalten ist, dass das Gemisch mit der anderen
Flugasche/Synthesegaszusammensetzung einer Trennung mit Hilfe eines
Zyklonabscheiders, eines oder mehrerer Filter oder einer Kombination
davon bei einem Druck von 5-40 bar unterworfen worden ist.
10. Vorrichtung für das Auftrennen eines Synthesegas-Flugaschegemisches
nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung einen Abscheider umfasst, der mit einer Leitung
für die Zuführung des Synthesegas-Flugaschegemisches, einer Leitung
für die Zuführung des Inertgases, einer Leitung für die Abführung des
Inertgas-Synthesegasgemisches und einer Leitung für die Abführung der
Flugasche ausgerüstet ist, welche Leitungen mit Mitteln zum
Schliessen der Leitungen versehen sind, wobei die Leitung für die
Zuführung von Inertgas und die Leitung für die Abführung des
Inertgas-Synthesegasgemisches mit Mitteln versehen sind, um das
Einströmen von Flugasche in die Leitungen zu verhindern oder zu
beschränken.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass die
Leitung für die Zuführung des Synthesegas-Flugaschegemisches und die
Leitung für die Abführung des Inertgas-Synthesegasgemisches an einer
höher gelegenen Stelle und dass die beiden anderen Leitungen an einer
tiefer gelegenen Stelle an den Abscheider anschliessen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abscheider mit Mitteln versehen ist, die die Flugasche in
fluidisierten Zustand bringen und halten können.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-12
dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung für die Zuführung des
Synthesegas-Flugaschegemisches mit einem Zyklonabscheider, einem oder
mehreren Filtern oder einer Kombination davon verbunden ist, der (die)
geeignet ist (sind), den grössten Teil des Synthesegases aus einem
Synthesegas-Flugaschegemisch mit einer anderen Flugasche/Synthese
gaszusammensetzung abzutrennen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorrichtung mit Mitteln versehen ist, die geeignet sind, einen
Druckabbau zu bewirken, wobei die Mittel zwischen dem
Abscheider einerseits und zwischen dem Zyklonabscheider, dem (den)
Filter(n) oder einer Kombination davon andererseits liegen und mit ihnen
verbunden sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorrichtung mit einem Gefäss versehen ist, das für die Lagerung eines
Flugasche-Synthesegasgemisches geeignet ist, wobei das Gefäss
zwischen den Mitteln für die Bewirkung des Druckabbaus
einerseits und zwischen dem Zyklon, dem (den) Filter(n) oder einer
Kombination davon andererseits liegt und mit ihnen verbunden ist.
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