DE344714C - Verfahren zur Oberflaechenhaertung von Eisen und kohlenstoffarmem Stahl durch unmittelbares Eintauchen in ein Salzbad - Google Patents

Verfahren zur Oberflaechenhaertung von Eisen und kohlenstoffarmem Stahl durch unmittelbares Eintauchen in ein Salzbad

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DE344714C
DE344714C DE1919344714D DE344714DD DE344714C DE 344714 C DE344714 C DE 344714C DE 1919344714 D DE1919344714 D DE 1919344714D DE 344714D D DE344714D D DE 344714DD DE 344714 C DE344714 C DE 344714C
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Description

  • Verfahren zur Oberflächenhärtung von Eisen und kohlenstoffarmein Stahl durch unmittelbares Eintauchen in ein Salzbad. Es ist bekannt, Gegenstände aus Eisen oder kohlenstoffarmem Stahl, z. B. Lagenspindeln, Lagerschalen, Gleitbahnen, Steuerungsteile, Zughaken, Köpfe von Autobereifungsbolzen, Teile von Schreib- und Nähmaschinen, Werkzeuge, z. B. Feilen, in der Weise oberflächlich zu härten (zementieren), daß auf die zu härtenden Teile der Oberfläche ein Klebestoff und die Härtemasse, z. B. durch Aufstreichen, aufgetragen werden-, worauf die zu härtenden Gegenstände in einem Muffelofen oder eingesetzt in Kästen, in einem beliebigen Glühofen geglüht und schließlich abgeschreckt werden. Versucht man, dieses Härteverfahren unter Benutzung eines elektrisch-behei2#dn.Sälzbadofens in der Weise auszuführen, daß die zu härtenden Gegenstände nach deiii A-afir--a--g#e.n. der Härtemasse unmittelbar in das flüssige Salzbad getaucht werden, so findet man, daß die Härtemasse, auch wenn sie, wie -üblich ist, ein Bindemittel enthält, leicht springt oder abbröckelt. Zur Vermeidung dieses Übelstandes wird teilweise so verfahren, daß man die mit der Härtemasse überzogenen Gegenstände mit einer aus mögliehst feuerbeständigem Material bestehenden Binde, die mit einem Härtemittel getränkt ist, umwickelt und auf die so vorbereiteten Gegenstände noch eine hitzebeständige Masse aufträgt.
  • Im Gegensatz hierzu wird gemäß der Erfindung das Abbröckeln der Härtemasse ohne Benutzung von Binden dadurch verhütet, daß die Härtemasse auf der Außenseite mit einer besonderen Bindemasse, bestehend aus einem Gemisch von Lehm und Sand ' welches mit Wasserglas überzogen oder getränkt wird, überzogen wird. Es erscheint dabei als wesentlich, daß auf bzw. in der als Schutzüberzug dienenden Bindemasse ein Stoff vorhanden ist, welcher, wie eben das Wasserglas, eine sehr zähe Masse von großer Bindekraft bilden kann und außerdem hitzebeständig ist, da sonst die Härtemasse leicht abbröckelt.
  • Die so vorbereiteten Teile werden auf Wärmeplatten getrocknet und sind dann zur Härtung fertig. Nachdem der Salzbadofen auf eine Temperatur von 85o bis goo' gebracht worden ist, werden die Teile an den über dem Ofen befindlichen Vorrichtungen mittels Haken oder Eisendraht aufgehängt. Teile, die nicht ohne weiteres aufgehängt werden können, werden hierzu mit Draht bewickelt oder in Drahtkörbe oder Siebe gelegt. Schwerere Maschinenteile werden mittels eines kleinen Drelikrans ein- und ausgebracht. Da die Härtedauer nun je nach der Größe des Stückes bzw. nach der gewünschten Stärke bzw. Tiefe der Zementationsschicht verschieden ist, können Teile, die nur eine kürzere Härtezeit gebrauchen, sofort durch andere ersetzt werden. Der Betrieb des Ofens ist daher ununterbrochen. Nach- Beendigung der Glühzeit werden die Teile aus dem Bade herausgenommen, die Lehmpackung wird abgeklopft, und die Teile werden in einem Bottich mit Wasser von bestimmter Temperatur abgeschreckt. Dünne Platten, z. B. elektrolytisch hergestellte eiserne Druckplatten, die auf der Druckfläcbe gehärtet werden sollen, müssen vor dem Abschrecken in besondere Eisenplatten mit drehbarein Rahmen eingespannt -werden, um ein Verziehen beim Ab- schrecken im Wasser zu vermeiden.
  • Durch die Bindemasse wird auch verhütet, daß die Härtemasse im Salzbad Kohlenstoff nach außen abgibt, so eaß man mit einer geringeren Menge der Härtemasse auskommt.
  • Es sei bemerkt, daß es bekannt ist, bei nur teilweise zu härtenden Gegenständen diejenigen Stellen, welche weich bleiben müssen, in Lehm einzupacken, um zu verhüten, -daß das Härtemittel mit diesen Stellen in Bcrührung kommt. Iin Gegensatz hierzu handelt es sich bei der Erfindung daruni, gerade die zu härtenden Stellen, auf welchen bereits das Härtemittel aufgetragen ist, noch mit der Lehm- oder anderen Bindemasse zu umgeben, um das Springen oder Abbröckeln der Härtemasse zu verhüten. Es können daneben auch die nicht zu härtenden Teile mit der Bindemasse umgeben sein, doch hat dies nichts mit dem Wesen der Erfindung zu tun. Gegenüber dem obenerwähnten, auf der Benutzung -Von Binden beruhenden Verfahren hat das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren den Vorteil größerer Billig' keit, da alle Gewebe, und zwar auch solche aus nicht feuerbeständigem Stoff, namentlich gegenwärtig sehr teuer sind, und da das neue Verfahren rascher ausführbar ist, also weniger Arbeitslohn erfordert. Außerdem hat aber das neue Verfahren den Vorteil, auch in solchen Fällen anwendbar zu sein, in welchen man Binden nicht oder nur schwierig benutzen kann, nämlich bei Gegenständen mit komplizierter Oberfläche, insbesondere mit konkaven Flächenstücken, z. B. bei kleinen Lagerschalen und -buchsen, Augen von Kettengliedern; Schiffchen von Nähmaschinen und überhaupt bei kleinen Teilen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRucia: Verfahren zur Oberflächenhärtung von Eisen und kohlenstoffaxmem Stahl durch unmittelbares Eintauchen in ein Salzbad, wobei auf den zu härtenden Stellen eine Härtemasse aufgetragen wird, deren Ab- bröckeln in dem Salzbade - durch einen Schutzüberzug verhütet wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Schutzüberzug aus einem Gemisch von Lehm und Sand besteht, der mit Wasserglas überzogen oder getränkt worden ist.
DE1919344714D 1919-07-05 1919-07-05 Verfahren zur Oberflaechenhaertung von Eisen und kohlenstoffarmem Stahl durch unmittelbares Eintauchen in ein Salzbad Expired DE344714C (de)

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