DE347537C - Verfahren zur Entwaesserung von OElen, Fetten oder anderen waesserigen Emulsionen mit Hilfe des elektrischen Stromes - Google Patents
Verfahren zur Entwaesserung von OElen, Fetten oder anderen waesserigen Emulsionen mit Hilfe des elektrischen StromesInfo
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Classifications
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- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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Description
- Verfahren zur Entwässerung von Ölen, Fetten oder anderen wässerigen Emulsionen mit Hilfe des elektrischen Stromes. ,Für viele Zwecke der Fett- und Mineralölindustrie ergibt sich oft die Notwendigkeit der Entwässerung von Ölen oder Fetten bzw. von wässerigen Emulsionen dieser Stoffe. Ein Erhitzen der feuchten Öle unter gewöhnlichem oder vermindertem Drucke führt zu vielen Unzuträglichkeiten, wie Spritzen, Bildung sehr lästiger Schäume usw. Diese Erscheinungen erschweren .die Entwässerung außerordentlich. Manchmal verbietet auch die chemische Natur der Öle ein zu hohes Erhitzen. Außerdem ist ;der Verbrauch an Heizmaterial bei diesem Verfahren nicht unbeträchtlich.
- Erfindungsgemäß wird nun eine sehr weitgehende Entwässerung dadurch in einfacher und bequemer Weise erzielt, daß man die zu entwässernden Öle oder Emulsionen der Einwirkung des elektrischen Stromes unter Anwendung von Diaphraagxnen bestimmten Ladecharakters unterwirft. Wie sich gezeigt hat, läßt sich so eine Entwässerung bis auf Bruchteile von Prozenten erreichen. Das neue Verfahren wird in der Art ausgeführt, daß die feuchten Öle oder deren wässerige Emulsionen in den einen von zwei durch ein Diaphrabma. getrennten Elektro.d'enräumen gebracht wird, während indem anderen Elektrodenraum elektrolythaltiges Wasser eingeführt wird. Bei Einschaltung des elektrischen Stromes wird dann das Wasser aus den Emulsionen osmotisch durch das Diaphragma in den benachbarten Elektrodenraum überführt. Je nachdem das Diaphragma elektropositiver oder elektronegativer Natur ist, findet eine anaphoretische oder kataphoretische Überführung statt.
- Die Zeichnung zeigt schematisch eine Ausführungsmöglichkeit der Erfindung. ,Das Gefäß G ist durch die Kathode K und die Anode A und das dazwischenliegende Diaphragma D in den K athodenraum k und den Anodenraum a unterteilt. Wird ein negatives Diaphragma D z. B. aus Ton zwischen den durchlässig auszubildenden Elektroden A, K verwendet, so wird die Ölemulsion im Anodenraum a und in den Kathodenraum k das ,durch irgendeinen Elektrolyten leitend gemachte Wasser eingefüllt. Unter der Einwirkung des an die Elektroden K und A gelegten elektrischen Stromes tritt ;das Wasser der Emulsion aus dem Raum a durch das Diaphragm'a D nach denn Raum k über. Der Flüssigkeitsspiegel im Raum k steigt unter entsprechendem Sinken des Flüssigkeitsspiegels im Raum a so lange, bis alles Wasser aus der Emulsion entfernt ist. Im Raum a bleibt das entwässerte Öl zurück.- Wählt man ein positives Diaphragma D, z. B. ein Chromlederdiaphragma, so tritt im Sinne einer Anaphorese die Überführung des Wassers nach ;der Anode ein. Die Emulsion ist in diesem Falle im Kathodenraum k und das elektrolythaltige Wasser im Anodenraum a vorzusehen.
- Die Entwässerung von Fetten "und mineralischen Ölen geht nach dem Verfahren der Erfindung sehr rasch vor sich und ist gleichzeitig praktisch restlos. Auch ist hierfür nur ein verhältnismäßig geringer Aufwand an elektrischer Leistung erforderlich. So war bei einem Versuch, bei :dem eine Emulsion von fettem Öl, Seife und Wasser unter Anwendung eines Tondiaphragmas und von Platinelektroden der Einwirkung eines Stromes von 30 Volt ausgesetzt wurde, die Emulsion nach kurzer Zeit durch starke Kataphorese entwässert.
- Das neue Verfahren kann sowohl bei Fetten und mineralischen Ölen wie auch bei neutral, alkalisch oder sauer reagierenden Emulsionen dieser Stoffe mit Vorteil verwendet werden. Die zu benutzenden Diaphragmen können aus organischem oder anorganischem Material, elektropositiven oder elektronegativen Charakters sein. Ebenso können die Elektroden auch aus beliebigem, geeigneten Stoff bestehen. Auch kann das Verfahren nach der Erfindung sowohl in der Kälte wie in der Wärme ausgeführt werden.
- Man hat die Anwendung des elektrischen Stromes zur Scheidung von Suspensionen bereits vorgeschlagen. So ist ein Verfahren von G o r d w i n und E 11 i s (vgl. Chemiker-Zeitung rgio, S. 724) bekannt geworden, bei welchem die Trennung der blpartikelchen einer Emulsion dadurch erreicht wird, daß das an der Anode gefällte hasische Eisenkarbonat mit den nach der Anode wandernden Ölteilchen in Kontakt kommt. Der wesentliche Vorgang jenes Verfahrens besteht also darin, daß kolloidales Eisenhydrat koagulierend auf die Emulsion -wirkt. Bei dem Verfahren nach der Erfindung dagegen findet die Entwässerung des Öles unter dem Einfluß des elektrischen Stromes und bei Anwesenheit eines geeigneten Diaphragmas in der Weise statt, @daß eine Überführung des Wassers, also eine Kataphorese, eintritt. Diese Wirkung ist von dem bei jenem älteren Verfahren sich abspielenden Vorgang grundsätzlich verschieden, da es sich im Falle der Erfindung uan eine kataphoretische Erscheinung, bei dem Verfahren von G o r d -w i n und E 11 i s :dagegen, um einen rein physikalisch-chemischen Prozeß handelt. Auch .die weiterhin bekannte Ausnutzung der elek= trostatischen Feldwirkung eines hochgespannten elektrischen Stromes zur Scheidung von Suspensionen ist von der lataphoretischen Wirkung des Verfahrens nach der Erfindung grundsätzlich verschieden.
- Ausführungsbeispiel. In ein Porzellangefäß, in welchem sich eine kreisförmig gebogene Platinkathode befindet, wird eine poröse Tonzelle eingesetzt, in welcher sich eine ebenfalls kreisförmig gebogene Platinanode befindet. Das äußere, weitere Gefäß wird mit Leitungswasser gefüllt. In die Tonzelle läßt man die zu behandelnde Emulsion einfließen. Diese Emulsion besteht aus sogenanntem Seifenfluß, Idas ist eine Emulsion eines vegetabilischen Öles in einer schwachen Seifenlösung. Zu Beginn des Versuches läßt man bei einer Spannung von etwa 6o bis 8o Volt,den elektrischen Strom durchgehen. Die Amperestärke beträgt z bis 2 Ampere. Das Niveau in der Zelle beginnt in dem Maße, als Wasser aus ,dem Anodenraum in den Kathodenraum wandert, zu sinken. In dem Maße, als das Niveau sinkt, läßt man neuen Seifenfluß zufließen. In dem Maße, als die Entwässerung fortschreitet, sinktnaturgemäß die Amperezahl, während die Voltzahl steigt. Das Ende der Reaktion wird durch Probenahme aus dem Diaphragma angezeigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entwässerung von Ölen, Fetten oder deren wässerigen Emulsionen mit Hilfe ,des elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, daß die Öle, Fette oder deren Emulsionen der Einwirkung des elektrischen Stromes unter Anwendung eines elektropositiven Diaphragmas im Kathodenraume und bei Anwendung eines elektronegativen Diaphragmas im Anodenraume unterworfen «erden.
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| DE1919347537D Expired DE347537C (de) | 1919-07-23 | 1919-07-23 | Verfahren zur Entwaesserung von OElen, Fetten oder anderen waesserigen Emulsionen mit Hilfe des elektrischen Stromes |
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1919
- 1919-07-23 DE DE1919347537D patent/DE347537C/de not_active Expired
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