DE349231C - Verfahren zur Herstellung von Negativen von Originalen, die ein Durchlichten nicht gestatten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Negativen von Originalen, die ein Durchlichten nicht gestattenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Negativen von Originalen, die ein Durchlichten nicht gestatten. Nach dein durch die Patentschrift 287214 bekannt gewordenen Verfahren war es bisher ohne Konterumdruck nur möglich, die Negative für den Druck auf der Offsetmaschine zu verwenden. Das Negativ wurde auf kleine Zink- oder Aluminiumplatten mittels des bekannten Chromateiweißverfahrens in Verbindung mit Druckfarbe kopiert. Die Schriften und Zeichnungen zeigten nun auf den kleinen Zink- bzw. Aluminiumplatten das richtig gesehene Bild, d. h. sie waren durch das Rechtsbild nur für den Druck auf der Offsetpresse nach Zusammenstellen der Abzüge von den kleinen Platten zu einem großen Umdruck geeignet. Wollte man die Auflage nun von der gewöhnlichen Steindruckpresse oder der Zinkdruckrotationspresse drucken, so mußte ein Konterumdruck eingeschaltet werden, um die Bilder oder Schriften im Spiegelbild erscheinen zu lassen. Durch den Umdruck und Konterumdruck verlieren aber die zu vervielfältigenden Originale wesentlich an Bildschärfe.
- Die Erfindung macht es möglich, die Negative so herzustellen, daß sie unmittelbar als Kopiervorlagen ohne Umdruck sowohl für die Steindruckmaschinenplatten als 'auch für die Offsetpresse zu verwenden sind. Das neue Verfahren besteht darin, daß man die weit unter l/... mm hauchdünne Chromatkolloidschicht auf eine Platte bringt, die mit einem Unterguß versehen ist: Nach dem Entwickeln und Lichtundurchlässiginachen der auf der Platte verbliebenen Schicht versieht man diese mit einem Gelatineüberguß, und nach erfolgtem Trocknen trennt man die ScJhicht von dem Schichtträger ab. Die abgezogene Schicht bzw. das Negativ ohne Glasplatte als Schichtträger wird nunmehr als Kopiervorlage für die Maschinenplatte benutzt.
- Hieraus ergeben sich folgende Vorteile: z. Man ist imstande, den zeitraubenden Umdruck der Metallplattenkopie auf Umdruckpapier und den nachherigen Umdruck auf die Offsetmaschinenplatte zu vermeiden. Man kann mit Hilfe der abgezogenen Negative unmittelbar auf die Maschinenplatte kopieren.
- 2: Durch Wegfall der Glasplatte als Schichtträger ist es möglich, das abgezogene Negativ rechts- und linksseitig als Kopiervorlage zu benutzen, so daß man nach Belieben Bild- oder Spiegelbild durch die Maschinenplatte kopieren kann, d. h. man kann das abgezogene Negativ sowohl für die Offsetmaschinenpresse als für die direkte Druckplatte oder den Druckstein verwenden.
- Eine technische Ausführungsform der Erfindung ist nachstehend angegeben. Man legt zwei ebeneGlasscheiben mit den für denÜberguß bestimmten Seiten nach außen übereinander und preßt sie mittels Klammern zusammen. Die Scheiben werden dann mit den vier Kanten in eine Kautschuklösung getaucht, so daß sieh auf den Scheiben ein 0,25 cm breiter Kautschukrand bildet, und die Schnittränder der beiden Glasplatten dabei mit einer feinen Gummihaut überspannt werden. Darauf wird die Doppelplatte in Bienenwachs, welches z. B. in Tetrachlorkohlenstoff aufgelöst ist, vollständig eingetaucht. Die Doppelplatte überzieht sich mit einer glatten glasklaren Wachschicht. Dann wird die getrocknete Doppelplatte in ein Gefäß, das drei Prozent Rollodium und einige Tropfen Rizinusöl enthält, getaucht und zum Trocknen aufgestellt. Nach dem Trocknen werden die Platten getrennt und mit einer Chromatkolloidlösung übergossen. Die -weitere Behandlung ist die der einfachen Glasplatte ohne Unterguß, wie in der Patentschrift 28724 beschrieben. Nacl dem Trocknen des entwickelten Bildes erfolgt ein Überguß mit wässeriger Gelatinelösung, der man einige Tropfen Glyzerin zufügt. Ist der Aufguß geschehen, so bringt man die Glasplatte auf eine kalte Unterlage und läßt die Gelatine schnell erstarren. Das Trocknen erfolgt mit warmer Luft. Die Negative können im trocknen Zustand retuschiert werden, soweit nicht eine Retusche auf der Metallplatte vorgezogen wird. Darauf durchschneidet man an den Kautschukrändern die Schicht und zieht das Negativ von der Glasplatte ab-. Die Negative werden dann auf die richtige Größe zugeschnitteri und auf einen lichtundurchlässigen Bogen schäblonenmäßig aufgeklebt. Man verfährt dabei wie der Umdrucker, schneidet sich den Greifer von dem Einteilungsbogen ab und, soweit es sich um Buchdruckwerke handelt, auch die einzelnen Seiten aus dem schwarzen Papier aus, leimt den ausgeschnittenen Bogen am besten auf eine ebenliegende von unten belichtete Glasplatte und klebt die beschnittenen Negative in die dazu bestimmten Fenster. Dieser Bogen wird dann auf die mit Chromatlösung übergossene Maschinenplatte gebracht und wie ein Umdruck unter Berücksichtigung des Greifers behandelt. Der Bogen mit den Negativseiten wird außerhalb der Bildfläche leicht an die Maschinenplatte geklebt und umgekehrt auf die Spiegelscheibe des Kopierral-unens gelegt. Nach dem Kopieren -werden die Negative abgenommen, rund,der Einteilungsbogen kann. -weiterbenutzt werden. Will man Offset- oder gewöhnliche Flachdruckmaschinen benutzen, so wählt man die Negative je nach der gewünschten Druckweise. Bei beiden Ausführungen gibt es originalgetreue Kopien mit den obenerwähnten Vorzügen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Negativen von Originalen, die ein Durchlichten nicht gestatten, als Kopiervorlagen für die Photolithographie, dadurch gekennzeichnet, daß die gefärbten Chromatkolloidnegative zwischen lichtdurchlässige dünne Schichten gebettet werden, welche nach der einen Seite das Abziehen von dem Schichtträger ermöglichen, nach der anderen Seite das Chromatkolloidrelief ausgleichen.
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Also Published As
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