DE3509247C2 - - Google Patents
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- G01R31/2801—Testing of printed circuits, backplanes, motherboards, hybrid circuits or carriers for multichip packages [MCP]
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Testeinrichtung mit auf einem
Träger angebrachten Prüfspitzen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine gedruckte Schaltungskarte läßt sich mit einem Test
gerät testen, wobei Schaltungspunkten der zu testenden
Karte Testsignale zugeführt werden und die sich ergebenden
Zustände an den Schaltungsknoten analysiert werden. Ein
als sogenanntes In-Circuit-Testverfahren bezeichnetes Test
verfahren benutzt Prüfspitzen oder -sonden, mit denen
die Schaltungspunkte der zu testenden Schaltungskarte
berührt werden, ferner werden Signale an diese Schaltungs
punkte gegeben, um die Zustände oder Bedingungen eines
gegebenen Elementes auf der Schaltungskarte zu beeinflussen
(typischerweise sind es die mit den Anschlüssen des
betreffenden Elementes verbundenen Schaltungspunkte), die
resultierenden Signale werden analysiert, und danach wird
ein anderes Element auf der Schaltungskarte getestet, indem
Signale einer anderen Gruppe von Schaltungspunkten auf
der zu prüfenden Schaltungskarte zugeführt werden, usw.
Aus Kostengründen wird typischerweise eine begrenzte Anzahl
von Testkanälen mit einer großen Anzahl von Testsonden
oder Prüfspitzen über eine Relaismultiplexschaltung
verbunden, die so verdrahtet ist, daß jede Prüfspitze über
zwei Relais an einen oder zwei Testkanäle angeschlossen
werden kann. Die Relais werden so betrieben, daß sie einen
Testkanal zu einer Zeit immer nur mit einer Prüfspitze ver
binden, und die gesamte Anzahl von Testkanälen sowie die
Gesamtzahl von Prüfspitzen werden üblicherweise in Gruppen
unterteilt. Derartige Testeinrichtungen sind aus den Veröffent
lungen James J. Faran, Jr., "Methods of Assignment of Nodes to
Pins for Multiplexed Testers", 1982, IEEE Test Conference und
Michael W. Schraeder, "Multiplexed measuring devices reduce
in-circuit-test expenses", EDN, 12.Mai 1982, bekannt.
Bei einer der von J.J. Faran beschriebenen Relaismultiplex
schaltungen hat jede Gruppe zwei Testkanäle, die über 32 Relais
mit allen 16 Prüfspitzen in der Gruppe verbunden werden können.
Es können also nur zwei Prüfspitzen der Gruppe gleichzeitig
angeschlossen werden, ohne sich zu stören. Bei diesem Multi
plexer hat jede Gruppe einen einzigen (eigenen) Satz von zwei
Testkanälen.
Bei einer aus der EP O 1 03 353 A2 bekannten Relaismultiplex
schaltung wird eine begrenzte Anzahl von Kanälen mit den Prüf
spitzen verbunden, wobei jeder Prüfspitzenschaltungspunkt einer
Gruppe stets mit demselben Kanal oder denselben Kanälen, wenn es
mehrere sind, verbunden sind. Dabei besteht eine große Wahr
scheinlichkeit für eine gegenseitige Störung oder Beeinflussung
der Testkanäle. Die Möglichkeit gegenseitiger Störungen kann
auch verringert werden durch Vergrößerung der Anzahl von Relais
zur Vergrößerung der "Tiefe", also der Anzahl von Testkanälen,
die mit jeder Prüfspitze verbindbar sind. Im Extremfall, wo
jeder Kanal mit jeder Prüfspitze verbunden werden kann, würde
man sämtliche Kanäle und beliebige Prüfspitzen ohne gegen
seitige Störung benutzen können. Die Anzahl von Relais wäre
jedoch gleich der Anzahl von Kanälen mal der Anzahl von Prüf
spitzen, so daß man beispielsweise 100 000 Relais brauchte,
um 100 Prüfkanäle mit 1000 Prüfspitzen verbinden zu können.
Weiter ist aus der EP 00 30 723 B1 eine Testeinrichtung bekannt,
bei der eine Anzahl von Prüfspitzen über eine Anzahl von Multi
plexschaltungen, die der Anzahl der Prüfspitzen entspricht,
mit einer Anzahl von Testkanälen verbunden sind. Auch hier ist
also die Anzahl der Relais in allen Multiplexschaltungen gleich
der Anzahl von Kanälen mal der Anzahl von Prüfspitzen, so daß
ein entsprechend großer Schaltungsaufwand notwendig ist.
Unter Zugrundelegung eines Standes der Technik, wie er aus den
oben angegebenen Veröffentlichungen von J.J. Faran und
M.W. Schraeder bekannt ist, besteht die Aufgabe der Erfindung
darin, eine derartige Testeinrichtung mit einer Relaismultiplex
schaltung so weiterzubilden, daß bei geringer Wahrscheinlichkeit
für gegenseitige Störungen und ohne Vergrößerung der Anzahl der
Relais eine begrenzte Anzahl von Testkanälen mit einer großen
Anzahl von Prüfspitzen verbindbar ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Testeinrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen gekennzeichnet.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß eine begrenzte
Anzahl von Testkanälen über eine Relaismultiplexschaltung mit
einer großen Anzahl von Prüfspitzen bei geringerer Stör
möglichkeit verbunden werden kann, ohne daß die Anzahl von
Relais pro Prüfspitze vergrößert werden müßte, wenn man
jede Prüfspitze mit einer einzigen Kombination von Testkanälen
innerhalb der Gruppe verbindbar macht.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
sind zwei Kanäle pro Prüfspitze vorgesehen;
sind mindestens einige der Kanäle in mehr als einer Gruppe enthalten;
sind P Prüfspitzen und C Kanäle innerhalb mindestens eines Teils einer Gruppe über Relais in voll kombinierbarer Weise angeschlossen; es wird also jede mögliche Kombination von C Kanälen benutzt, und P = C!/D!(C-D)!, wobei D gleich der "Tiefe" ist;
sind die Prüfspitzen einem bestimmten Element auf einer zu prüfenden Schaltungskarte zugeordnet, so daß jeder Kanal nicht mehr benutzt wird als die "Tiefe" und eine Prüfspitze einem Element zugeordnet ist, das nicht benutzt wird.
sind mindestens einige der Kanäle in mehr als einer Gruppe enthalten;
sind P Prüfspitzen und C Kanäle innerhalb mindestens eines Teils einer Gruppe über Relais in voll kombinierbarer Weise angeschlossen; es wird also jede mögliche Kombination von C Kanälen benutzt, und P = C!/D!(C-D)!, wobei D gleich der "Tiefe" ist;
sind die Prüfspitzen einem bestimmten Element auf einer zu prüfenden Schaltungskarte zugeordnet, so daß jeder Kanal nicht mehr benutzt wird als die "Tiefe" und eine Prüfspitze einem Element zugeordnet ist, das nicht benutzt wird.
Ein weiterer Grundgedanke der Erfindung ist, daß dann, wenn
eine Gruppe von Testkanal-Schaltungspunkten, Prüfspitzenschal
tungspunkten und Relais einer Relaismultiplexschaltung weniger
als jede mögliche einzige Kombination von Kanalschaltungs
punkten enthalten soll, indem man die Anzahl der mit jedem
Kanalschaltungspunkt verbindbaren Prüfspitzenschaltungs
punkte in der Gruppe im wesentlichen gleich macht, die
Kanäle besser ausgenutzt werden und die Möglichkeit gegen
seitiger Störungen geringer werden.
Bei bevorzugten Ausführungsformen kann die Anzahl von Prüf
spitzenschaltungspunkten, die mit jedem Kanalschaltungs
punkt verbunden werden können, um nicht mehr als 1 variieren
(es ist am meisten zu bevorzugen, wenn die Anzahl der
Prüfspitzenschaltungspunkte pro Kanal gleich ist) und die
Anzahl der Relais pro Kanal beträgt 2.
Nachfolgend seien Aufbau und Betriebsweise einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung näher erläutert. In den beiliegen
den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 ein Funktionsblockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Relaismultiplexschaltung, die mit einer zu testenden
gedruckten Schaltungskarte sowie Ansteuer- und Detektor
schaltungen für die Testkanäle verbunden ist;
Fig. 2 ein Funktionsblockschaltbild einer Kanalansteuer-
und Detektorschaltung;
Fig. 3 ein Verdrahtungsschema zur Veranschaulichung der
Schaltung der Relais zwischen den Kanalschaltungs
punkten und den Prüfspitzenschaltungspunkten in der
Relaismultiplexschaltung;
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Relais in der
Relaismultiplexschaltung;
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht einer im Test be
findlichen Schaltungskarte, die durch Prüfspitzen
kontaktiert wird, welche mit bestimmten Prüfspitzen
schaltungsknoten der Relaismultiplexschaltung ver
bunden sind und
Fig. 6 ein Diagramm zur Veranschaulichung des Verfahrens
der Zuordnung von Kanalkombinationen zu Testprüf
spitzen und unter Test befindlichen Bauelementen.
Die in Fig. 1 dargestellte Relaismultiplexschaltung 10
hat 126 Prüfspitzenschaltungspunkte 12, die über 126 Prüf
spitzenleitungen 15 mit einer zu prüfenden gedruckten
Schaltungskarte 13 verbunden sind, und 12 Testkanal-
Schaltungspunkte 14, die über Kanalleitungen 18 mit 12
Kanalansteuer- und Detektorschaltungen 16 für die Kanäle A
bis L verbunden sind. Die Kanalschaltungspunkte 14 sind
mit den Prüfspitzenschaltungspunkten 12 über Relais im
Multiplexer 10 verbunden, die durch eine Relaissteuer
schaltung 20 betätigt werden. Die Kanalansteuer- und
Detektorschaltungen 16 und die Relaissteuerschaltung 20
sind über eine Sammelleitung 24 mit einem Teststeuergerät
22 verbunden.
Fig. 2 zeigt eine Kanalansteuer- und Detektorschaltung 16,
die eine Ansteuerschaltung 26 und eine Detektorschaltung
28 enthält, welche parallel an einen Schalter 29 angeschlos
sen sind, der mit der Kanalleitung 18 verbunden ist. Fer
ner enthält sie einen Schalter 30 zum Verbinden der Lei
tung 18 mit einer Analogsignalleitung 31. Die Analogsignal
leitung 31, die Ansteuerschaltung 26 und der Detektor 28
sind alle mit der Sammelleitung 24 verbunden.
Aus Fig. 3, welche die Verdrahtung der Relaismultiplex
schaltung 10 zeigt, sieht man, daß es zwei Gruppen 32, 34
von Prüfspitzenschaltungspunkten 12 und Kanalschaltungs
punkten 14 gibt. Die Gruppe 32 enthält die mit 1 bis 66
bezeichneten Prüfspitzenschaltungspunkte, und die Gruppe
24 enthält die mit 67 bis 126 bezeichneten Prüfspitzen
schaltungspunkte. Innerhalb jeder Gruppe kann jeder Prüf
spitzenschaltungspunkt 12 mit einer einzigen Kombina
tion von zwei Kanalschaltungspunkten 14 über zwei Relais
36 (einfache A-Relais) verbunden werden. Wie Fig. 4 zeigt,
läßt sich über jedes Relais 36 ein Kanalschaltungspunkt
14 mit einem Prüfspitzenschaltungspunkt 12 über einen
Arbeitskontakt 38 verbinden, welcher sich durch TTL-Signale
von der Ansteuerschaltung 20 (über nicht veranschaulichte
Mittel) betätigen läßt. In der Gruppe 32 oder der Gruppe
34 kann eine Verbindung zwischen irgend einem Prüfspitzen
schaltungspunkt und irgend einem Kanalschaltungspunkt der
Gruppe mit irgend einem anderen Prüfspitzenschaltungspunkt
oder Kanalschaltungspunkt der Gruppe über mehrere oder
auch ein einziges betätigtes Relais hergestellt werden.
Beim typischen Betrieb wäre jedoch jeweils zu einer Zeit
jeder Kanalschaltungspunkt mit nicht mehr als einem Prüf
spitzenschaltungspunkt verbunden, und jeder Prüfspitzen
schaltungspunkt wäre nicht mit mehr als einem Kanalschaltungs
punkt verbunden.
In der Gruppe 32 sind die Kombinationen der Kanalschal
tungspunkte 14 den Prüfspitzenschaltungspunkten 12 voll
kombinierbar zugeordnet; Fig. 3 veranschaulicht also jeg
liche mögliche einzelne Kombination von zwei der zwölf
Kanäle A bis L. Damit ist die Gesamtanzahl der Prüfspitzen
schaltungspunkte (66) gleich C!/D!/(C-D)!, wobei C gleich
der Kanalzahl (12) und D gleich der "Tiefe" (2) ist. In
der Gruppe 32 kann jeder Kanal mit 11 Prüfspitzenschal
tungspunkten verbunden werden.
Die Zuordnung der einzigartigen Kombinationen von zwei
Kanalschaltungspunkten für die Prüfspitzenschaltungspunkte
in der Gruppe 34 stimmt überein mit derjenigen in der Grup
pe 32 mit der Ausnahme, daß es in der Gruppe 34 keine Kom
binationen gibt, die denjenigen für die Prüfspitzenschal
tungspunkte 21, 25, 33, 38, 48 und 56 entsprechen (daher
können die Kanalkombinationen in der Gruppe 34 nicht voll
kombiniert werden). Diese sechs Kombinationen sind nicht
verdoppelt worden, weil nur 126 (und nicht 132) Prüf
spitzenschaltungspunkte in der Relaismultiplexschaltung
10 benutzt werden. Ein X in Fig. 3 deutet an, daß in der
Gruppe 34 eine in der Gruppe 32 benutzte Kombination fehlt.
Diese Kombinationen wurden herausgenommen, weil jeder
Kanal A bis L einmal repräsentiert ist, so daß in der Grup
pe 34 jedem der zwölf Kanäle A bis L zehn Prüfspitzen
schaltungspunkte zugeordnet sind anstatt daß beispielsweise
einem Kanal neun und einem anderen elf Prüfspitzenschal
tungspunkte zugeordnet sind. Diese gleichmäßige Verteilung
der Prüfspitzen auf die Kanäle reduziert gegenseitige
Störungen wie es bei der Notwendigkeit, daß jeder Prüf
spitzenschaltungspunkt in einer Gruppe mit einer einzigen
Kombination von Kanalschaltungspunkten verbindbar sein
soll, der Fall wäre, was nachstehend noch erläutert wird.
Aus Fig. 5 sieht man, daß die gerade geprüfte gedruckte
Schaltungskarte 13 mehrere elektronische Elemente 40 ent
hält. Wie in Fig. 5 für ein einziges Element 40 etwas
schematisch veranschaulicht ist, werden die Schaltungs
punkt 42 an den Zuleitungen zum Element 40 von unter Feder
druck stehenden Prüfspitzen 44 kontaktiert, die mit den
angegebenen elf Prüfspitzenschaltungspunkten 12 (diejeni
gen mit den Nummern 1, 3, 6, 10, 15, 21, 28, 36, 45, 55, 66)
verbunden sind. Ferner sieht man aus Fig. 3, daß die ange
gebenen elf Prüfspitzenschaltungspunkte und ein weiterer
Prüfspitzenschaltungspunkt 12, der mit 56 bezeichnet ist,
so ausgewählt sind, daß jeder Kanal nicht mehr als zweimal
benutzt worden ist; all diese Kanäle können zum Testen des
Elementes 40 ohne gegenseitige Beeinflussung benutzt wer
den.
Es sei nun die Betriebsweise erläutert. Wenn die zu prüfen
de gedruckte Schaltungskarte 13 mehr als 40 Elemente und
42 Schaltungspunkte hat, die von den zwölf Kanälen A bis
L angesteuert werden können, und 126 Prüfspitzen mit der
Relaismultiplexschaltung 10 verbunden sind, dann werden
zusätzliche Gruppen von zwölf Kanalansteuer- und Detektor
schaltungen 16, Relaismultiplexschaltungen 10 und Relais
steuerschaltungen 20 vorgesehen und über eine Sammellei
tung 24 mit dem Teststeuergerät 22 verbunden.
An einer Halterung sind Prüfspitzen 44 so angebracht, daß
sie alle Schaltungspunkte 42 der zu prüfenden Schaltungs
karte 13 kontaktieren. Bei der Verdrahtung der Prüfspitzen
44 mit den Prüfspitzenschaltungspunkten 12 sind letztere
so zugeordnet, daß jeder Kanal nicht mehr als zweimal in
den Kanalkombinationen benutzt wird, welche den mit einem
einzigen Element 40 verbundenen Prüfspitzenschaltungspunk
ten zugeordnet sind. Ein dem Bauelement 40 zugeordneter
Prüfspitzenschaltungspunkt wird anfänglich nicht verdrah
tet, sondern bleibt in Reserve.
Für die Zuordnung der Prüfspitzenschaltungspunkte kann
das Diagramm der Kombinationen nach Fig. 6 herangezogen
werden. Ordnet man beispielsweise Prüfspitzenschaltungs
punkte den in Fig. 5 verdrahtet gezeichneten Prüfspitzen
44 zu, dann nimmt man die Kanalkombinationsgruppe 46 heraus,
um Kombinationen zu erhalten, bei denen jeder Kanal nur
zweimal benutzt wird, und man bezieht sich auf Fig. 3 zur
Identifizierung der Nummern der entsprechenden Prüf
spitzenschaltungspunkte mit diesen Kombinationen. Eine
nicht benutzte Kombination der Gruppe 46 ist die Kombina
tion der Kanäle A und L, also die Kombination für den Prüf
spitzenschaltungspunkt 56. Wenn man nur elf Prüfspitzen
in einer Kanalkombinationsgruppe benutzt, dann kann man
jeden Kanal freihalten zur Benutzung durch jegliche ver
bleibende Prüfspitze, um ohne gegenseitige Störungen spä
tere Änderungsanweisungen erfüllen zu können, welche die
Schaltungspunkte 42 betreffen würden und ein Vorsehen einer
weiteren Prüfspitze am Element 40 erforderlich machen wür
den.
Beim Verdrahten weiterer Prüfspitzenschaltungspunkte 12
mit Prüfspitzen 44 für weitere Elemente 40 kann man die
Prüfspitzenschaltungspunkte, die den Kanalkombinations
gruppen 48 bis 54 (Fig. 6) zugeordnet sind, zur Identifi
zierung der Prüfspitzenschaltungspunkte benutzen, so daß
für jedes Element 40 jeder Kanal mehr als zweimal benutzt
wird.
Stellt man diese Verdrahtungsverbindungen zwischen Test
spitze und Testspitzenschaltungspunkt her, dann bestehen
weniger gegenseitige Störungsmöglichkeiten (daß also ein
Kanal gleichzeitig mit mehr als einer Testspitze verbunden
sein müßte), als bei bekannten Relaismultiplexschaltungen
mit vergleichbarer Anzahl von Kanälen und Relais, weil die
Prüfspitzenschaltungspunkte 12 innerhalb der Gruppe 32
oder 34 mit den einzigartigen oder speziellen Kombinatio
nen der Kanalschaltungspunkte 14 verbindbar sind. Es
besteht eine geringere Möglichkeit, daß beide Kanäle für
einen Prüfspitzenschaltungspunkt 12 durch andere Prüf
spitzenschaltungspunkte benutzt werden müßten als wenn bei
spielsweise 16 Prüfspitzenschaltungspunkte 12 alle mit
denselben Zwei-Kanal-Schaltungspunkten 14 verbindbar wären.
Die verschiedenen Elemente 40 auf der zu prüfenden Schal
tungskarte 13 werden getestet, indem man Eingangssignale
an die Prüfspitzen 44 legt, welche in Kontakt mit denjeni
gen Schaltungspunkten 42 auf der Schaltungskarte 13 stehen,
die elektrisch mit den Zuleitungen des betreffenden Ele
mentes 40 verbunden sind, während andere Elemente 40 auf
der Karte nicht benutzt werden, und bei Zuführung geeigne
ter Signale fühlt man die resultierenden Zustände an die
sen Schaltungspunkten ab. Beim Testen einzelner Elemente
40 werden ausgewählte Kanäle A bis L mit ausgewählten
Prüfspitzen 44 verbunden durch Aktivierung geeigneter
Relais 36 über die Ansteuerschaltung 20, welche über die
Sammelleitung 24 die Relaisansteuersignale liefert. Das
Teststeuergerät 22 liefert auch Teststeuersignale über
die Leitung 24 zur Betätigung der Kanalansteuerschaltungen
26, damit Testeingangssignale geliefert werden, und der
Detektoren 28 zum Abfühlen der Testausgangssignale, wenn
der Schalter 29 geschlossen und der Schalter 30 offen ist.
Bei geschlossenem Schalter 30 werden den Prüfspitzen 44
Analogsignale zugeführt. Die Testausgangssignale werden
dem Teststeuergerät 22 zugeführt und mit erwarteten Aus
gangssignalen verglichen. Nachdem ein Element getestet wor
den ist, wird ein anderes Element 40 auf der Schaltungs
karte getestet durch Aktivierung eines anderen Satzes von
Prüfspitzen 44 usw.
Innerhalb des Bereichs der beiliegenden Ansprüche liegen
auch andere Ausführungsformen der Erfindung. Wenn beispiels
weise weniger als 60 Prüfspitzen in der Gruppe 34 benutzt
werden, dann werden zusätzliche Kanalkombinationen heraus
genommen, so daß die Anzahl der Prüfspitzen pro Kanal für
alle Kanäle dieselbe ist. Wenn beispielsweise zwischen
sieben und zwölf der 66 insgesamt möglichen Kombinationen
nicht benutzt würden (wenn man also zwischen 54 und 59
Prüfspitzen haben möchte), dann würde jeder Kanal nicht
mehr als zweimal in den Kombinationen repräsentiert, wel
cher aus dem in Gruppe 32 dargestellten voll kombinier
baren Satz entfernt sind. (In diesem Falle gäbe es für
jeden Kanal zehn oder elf Prüfspitzen pro Kanal). Würde
man zwischen dreizehn und achtzehn der insgesamt 66 nicht
benutzen, dann würde jeder Kanal nicht mehr als dreimal
in den Kombinationen repräsentiert, welche aus dem voll
kombinierbaren Satz herausgenommen sind (in diesem Falle
gäbe es pro Kanal neun oder zehn Prüfspitzen), usw. Diese
im wesentlichen gleichförmige Anzahl von Prüfspitzen für
jeden Kanal führt zu einer effizienten Ausnutzung der
Kanäle und Relais unter Vermeidung gegenseitiger Beein
flussungen; wenn man beispielsweise Prüfspitzenschaltungs
punkte mit den Nummern 1 bis 60 benutzt, würde der Kanal
L nur mit fünf Prüfspitzen zu verbinden sein, während
die anderen Kanäle mit elf oder zehn Prüfspitzen verbun
den werden könnten, so daß der Kanal L nicht effizient
ausgenutzt wird. Während in einigen Fällen die Prüfspitzen
pro Kanal für jeden Kanal um mehr als eine variieren und
dies noch akzeptierbar wäre, sollten vorzugsweise die Prüf
spitzen pro Kanal für jeden Kanal einer Gruppe um nicht
mehr als 1 unterschiedlich sein, und bevorzugterweise soll
te für alle Kanäle die gleiche Anzahl benutzt werden.
Das Diagramm nach Fig. 6 läßt sich heranziehen zur Identi
fizierung von Kanalkombinationen, welche aus dem voll
kombinierbaren Satz zu entfernen sind. In Fig. 6 sind die
66 speziellen Kanalkombinationen für zwölf Kanäle A bis L
und "Tiefe" von 2 unterteilt in fünf Gruppen 46 bis 54 von
zwölf Kanalkombinationen und eine Gruppe 56 von sechs
Kanalkombinationen. In der Gruppe 56 wird jeder Kanal nur
einmal repräsentiert, und in jeder der Gruppen 46 bis 54
wird jeder Kanal zweimal repräsentiert. Wenn man somit
zwischen 60 und 65 Prüfspitzen benutzen will, könnte man
die Kanalkombinationen der Gruppe 56 zur Entfernung aus
wählen (die sechs in der Gruppe 34 nicht benutzten Kombi
nationen sind unterschiedlich, jedoch äquivalent denjeni
gen in der Gruppe 56). Wollte man zwischen 54 und 59
Prüfspitzen benutzen, dann könnte man die Kombinationen
jeder der Gruppen 46 bis 54 zur Herausnahme auswählen.
Wollte man zwischen 48 und 53 Prüfspitzen benutzen, dann
könnte man die Kombinationen der Gruppe 56 und irgend
eine der Gruppen 46 bis 54 zur Herausnahme auswählen usw.
Auch wenn man eine zweite Gruppe benutzt, um zusätzliche
Prüfspitzen an Kanäle anzuschließen, die bereits in einer
ersten Gruppe mit einem voll kombinierbaren Satz von
Kanalkombinationen enthalten sind, könnte man den neuen
Prüfspitzen Kanäle zuordnen, so daß die Anzahl von Prüf
spitzen pro Kanal in der zweiten Gruppe im wesentlichen
gleichförmig ist. Auf diese Weise wären die Werte der
Gesamtprüfspitzen pro Kanal im wesentlichen gleichförmig
und man erhielte eine effiziente Kanalausnutzung und die
Möglichkeit gegenseitiger Beeinflussungen würden ver
ringert.
Die hier beschriebenen Grundsätze können auch auf "Tiefen"
angewendet werden, die größer als 2 sind, und auf andere
Anzahlen von Kanälen in einer Gruppe.
Claims (13)
1. Testeinrichtung mit auf einem Träger angebrachten Prüf
spitzen, die räumlich so angeordnet sind, daß sie Schaltungs
punkte einer zu prüfenden gedruckten Schaltung (13) kontaktieren,
mit Testkanälen und einer Relaismultiplexschaltung (10) zur wahl
weisen Verbindung der Kanäle mit ausgewählten Prüfspitzen (44),
deren Anzahl größer ist als die der Kanäle, wobei die Relais
multiplexschaltung (10) Kanalschaltungspunkte (14) zur Verbindung
mit den Kanälen und Prüfspitzenschaltungspunkte (12) zur Ver
bindung mit den Prüfspitzen (44), sowie Relais enthält, welche
so verdrahtet sind, daß wahlweise mindestens einige der Prüf
spitzenschaltungspunkte (12) mit mindestens zwei Kanälen ver
bindbar sind, mindestens einige der Prüfspitzenschaltungspunkte (12),
der Kanalschaltungspunkte (14) und der Relais in einer Gruppe so
organisiert sind, daß eine Verbindung zwischen irgendeinem
Prüfspitzenschaltungspunkt (12) oder irgendeinem Kanalschaltungs
punkt (14) der Gruppe mit irgendeinem anderen Prüfspitzen
schaltungspunkt (12) oder Kanalschaltungspunkt (14) der Gruppe
über mehrere betätigte oder ein einziges betätigtes Relais
möglich ist, und wobei die Anzahl der Prüfspitzenschaltungs
punkte in der Gruppe größer ist als die Anzahl der Kanal
schaltungspunkte der Gruppe,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Prüfspitzenschaltungspunkt (12) der Gruppe mit einer
einzigen speziellen Kombination von Kanalschaltungspunkten (14)
in der Gruppe verbindbar ist.
2. Testeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die speziellen Kombinationen der Kanalschaltungspunkte (14)
in der Gruppe voll kombinierbar sind.
3. Testeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die speziellen Kombinationen der Kanalschaltungspunkte (14)
in der Gruppe weniger als den voll kombinierbaren Satz von
Kombinationen enthalten.
4. Testeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens einige der Kanäle mit mehr als
einer Gruppe verbindbar sind.
5. Testeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfspitzenschaltungspunkte (12)
mit den Prüfspitzen (44) für Schaltungspunkte für ein bestimmtes
elektronisches Bauelement auf der gedruckten Schaltungskarte
verbunden sind und Kanalkombinationen zugeordnet haben, derart,
daß jeder Kanal in der Gruppe in den zugehörigen Kombinationen
nicht öfter repräsentiert ist als die Anzahl der Relais pro
Prüfspitze (44), und daß Kanäle in den zugehörigen Kombinationen
in geringerer als der Anzahl von Relais pro Prüfspitze repräsen
tiert sind, um Konstruktionsänderungen der zu prüfenden Schal
tung ohne gegenseitige Beeinflussungen zu ermöglichen.
6. Testeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die speziellen Kombinationen der Kanalschaltungspunkte (14)
in der Gruppe weniger als den voll kombinierbaren Satz von
Kombinationen enthält, und daß die Anzahl der mit jedem Kanal
der Gruppe verbindbaren Prüfspitzen (44) im wesentlichen gleich
ist, um die Kanale effizienter auszunutzen und die Möglichkeit
gegenseitiger Beeinflussungen zu verringern.
7. Testeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der an jeden Kanalschaltungspunkt (14) anschließ
baren Prüfspitzenschaltungspunkte (12) innerhalb einer Gruppe
um nicht mehr als 1 variiert.
8. Testeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der mit jedem Kanalschaltungspunkt (14)
verbindbaren Prüfspitzenschaltungspunkte (12) gleich ist.
9. Testeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige der Prüfspitzen
schaltungspunkte (12), Kanalschaltungspunkte (14) und Relais
in einer zweiten Gruppe organisiert sind, daß die Anzahl der
mit jedem Kanal in der zweiten Gruppe verbindbaren Prüf
spitzen (44) im wesentlichen gleich ist, um die Kanäle im Sinne
einer Reduzierung der Möglichkeit gegenseitiger Beeinflussungen
effizienter auszunutzen.
10. Testeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die speziellen Kombinationen der Kanalschaltungspunkte (14)
in der ersten Gruppe voll kombinierbar sind.
11. Testeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Prüfspitzenschaltungspunkte (12) der
zweiten Gruppe, die mit jedem Kanalschaltungspunkt der zweiten
Gruppe verbindbar sind, in der zweiten Gruppe um nicht mehr als 1
variiert.
12. Testeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der mit jedem Kanalschaltungspunkt (14) der
zweiten Gruppe verbindbaren Prüfspitzenschaltungspunkte (12)
der zweiten Gruppe die gleiche ist.
13. Testeinrichtung nach Anspruch 1 oder 6 oder 12 , dadurch
gekennzeichnet, daß pro Prüfspitze (44) zwei Kanalschaltungs
punkte (14) vorgesehen sind.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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