DE3518436C2 - - Google Patents
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- H01M4/14—Electrodes for lead-acid accumulators
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- C25B11/02—Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by shape or form
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Description
Aus der US-PS 33 00 296 ist ein Verfahren zur Herstellung eines
leichten geschäumten Metalls bekannt. Zweck dieses Verfahrens
ist es, ein Material auf der Basis eines Metalls mit einem möglichst
geringen Gewicht herzustellen. In den Beispielen sind
daher in erster Linie Aluminium und in zweiter Linie Magnesium
angegeben. Im allgemeinen Teil der Beschreibung wird jedoch
auch Blei als Ausgangsmaterial erwähnt. Das in dieser Druckschrift
beschriebene Material hat geschlossene Poren, die
hauptsächlich mit einem Gas gefüllt sind. Aufgrund der Arbeitsweise
können sich jedoch noch kleine Partikel eines Trägermaterials
in den Zellen befinden. Diese leichten geschäumten Metalle
sollen verwendet werden als Trägermaterialien und als Wärmeisolatoren
bei erhöhten Temperaturen.
In der DE-OS 27 03 325 ist ein Lagerwerkstoff beschrieben, bestehend
aus einer auf eine metallische Stützschicht porös aufgesinterten
metallischen Trägerschicht, deren Poren mit einem
Duro- oder Thermoplast ausgefüllt sind.
Die US-Re. 28 470 betrifft ein Bahnmaterial aus Fasern aus
einem porösen Metall. Dieses Bahnmaterial kann u. a. zur Verstärkung
von schwachen bzw. weichen Matrixmaterialien angewandt
werden, wobei elastomere Kunststoffe, andere Metalle, Glas und
Keramikmaterialien erwähnt sind. In dieser Druckschrift findet
sich keinerlei Angabe darüber, was für Metalle zur Herstellung
des Bahnmaterials geeignet sind. Da angegeben ist, daß die Enden
der Fasern "gelockt", "ausgekehlt" oder "abgerissen" sein
sollen, kann es sich kaum um Fasern aus Blei oder einer Bleilegierung
handeln.
Die US-PS 42 51 608 betrifft Elektroden auf der Basis von korrosionsbeständigem
Stahl oder Titan, überzogen mit einer undurchlässigen
leitenden Schicht aus einem Harz, in dem leitende
Teilchen gleichmäßig verteilt sind, und gegebenenfalls einer
durch Elektroplattieren darauf abgeschiedenen Bleischicht.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Elektrodenmaterial zu entwickeln,
das als Anodenmaterial zur elektrolytischen Gewinnung
von Nichteisen-Metallen sowie als Elektrodenmaterial für Batterien
verwendet werden kann und zu einer Einsparung nicht nur an
Gewicht, sondern auch an den teilweise sehr teuren Legierungsmetallen
führt. Dabei sollen die mechanischen Eigenschaften des
Werkstoffs nicht schlechter sein das diejenigen des Metalls
bzw. der Metallegierung.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das im Hauptanspruch angegebene
Elektrodenmaterial. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Insbesondere besitzt das Elektrodenmaterial solche Eigenschaften
bezüglich Gewicht, mechanischer und chemischer Beständigkeit
sowie Alterungsbeständigkeit, daß es vorteilhafterweise
übliche Anoden zur elektrolytischen Gewinnung von Nichteisen-
Metallen ersetzen kann.
In den Elektrolysezellen zur Gewinnung von Nichteisen-Metallen
bestehen die Anoden aus einer flachen oder mit Löchern versehenen
Platte (Lochplatte) aus Pb-Ag und/oder -Ca-Legierung (enthaltend
0,7 bis 1 Gew.-% Ag und 0,1 bis 1 Gew.-% Ca) oder aus
Blei ohne Legierungselemente.
Das Material auf der Basis von Blei oder dessen Legierungen und
in Säuren oder Basen unlöslichen Harzen nach der Erfindung ermöglicht
es, Anoden mit gleicher Leistung herzustellen mit
einer geringeren Menge Pb-Ag und/oder -Ca-Legierung oder Blei
ohne Legierungselemente mit einer daraus resultierenden Verringerung
des Gewichts und der Kosten auch aufgrund des geringeren
Silberverbrauchs, wenn solches verwendet wird. Die erfindungsgemäß
hergestellten Anoden können innerhalb eines Temperaturbereichs
von -10 bis +80°C arbeiten.
Bezüglich der relativen Mengen an Metall (oder Metallegierung)
und Harz ist festzustellen, daß das Harz in dem Material in
einer Menge von 30 bis 90% des Gesamtvolumens vorhanden sein
kann, unabhängig von der Art des Metalls oder der Legierung und
somit auch im Falle von Blei oder dessen Legierungen, wie oben
erwähnt.
Das Harz ist besonders ein Epoxyharz und von den Epoxyharzen
ist besonders Araldit® zu erwähnen.
Das erfindungsgemäße Elektrodenmaterial wird in einer Reihe von
Stufen hergestellt, die die Herstellung eines porösen oder
schwammartigen Körpers aus dem geschmolzenen Metall oder der
geschmolzenen Legierung, die Verfestigung des porösen oder
schwammartigen Körpers und das Füllen der Hohlräume des
schwammartigen oder porösen Körpers mit dem flüssigen Harz und
anschließend die Überführung in den festen Zustand umfassen.
Der schwammartige Körper kann hergestellt werden nach an sich
bekannten Verfahren, z. B. im Falle von Blei durch Gießen des
geschmolzenen Bleis in eine Blockform, die Perlen von Natriumchlorid
enthält, Abkühlen des Ganzen und anschließendes Herauslösen
des Natriumchlorids mit Wasser unter Bildung von Hohlräumen.
Das schwammförmige Blei wird dann mit flüssigem Harz imprägniert
und das Ganze dann gehärtet.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Eine Anode aus einer porösen Bleiplatte, enthaltend 45 Vol.-%
Araldit D®, wurde in einer Elektrolysezelle zur Gewinnung von
Zink aus einer Zinksulfatlösung angewandt.
In einer Vergleichszelle wurde eine übliche Anode für den gleichen
Zweck verwendet. Diese Anorde bestand aus Blei, legiert mit
0,75 Gew.-% Silber.
In der Tabelle sind die für die verschiedenen Beispiele erhaltenen
Ergebnisse angegeben, wobei 2 die erfindungsgemäße Anode
und 1 die Vergleichsanode bezeichnet.
Die Zinksulfatlösung wurde kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit
von 0,4 l/h in die Elektrolysezelle eingespeist. Die
Lösung erhielt als Zusatz 0,02 g/l Leim.
Die Temperatur wurde auf etwa 27°C gehalten und die angewandte
Stromdichte betrug etwa 500 A/m². Die Versuche wurden einige
Monate lang durchgeführt, wobei man die folgenden Ergebnisse
erhielt.
Claims (5)
- . Elektrodenmaterial auf der Basis von porösem offenporigem oder schwammförmigem Blei oder einer entsprechenden Bleilegierung, bei dem die Poren mit einem bei Raumtemperatur festen Harz ausgefüllt sind.
- 2. Elektrodenmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleilegierung eine Legierung mit Ag und/oder Ca ist, wobei Silber und Calcium in Mengen von 0,7 bis 1% bzw. von 0,1 bis 1% vorliegen.
- 3. Elektrodenmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das bei Raumtemperatur feste Harz ein in Säure und/oder Basen unlösliches thermoplastisches Harz ist, das eine Kriechfestigkeit aufweist, die zumindest gleich ist derjenigen von Blei oder der Bleilegierung.
- 4. Elektrodenmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz ein Epoxyharz ist.
- 5. Elektrodenmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz in einer Menge von 30 bis 90% des Gesamtvolumens des Materials vorliegt.
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