DE3522708C2 - - Google Patents

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DE3522708C2
DE3522708C2 DE3522708A DE3522708A DE3522708C2 DE 3522708 C2 DE3522708 C2 DE 3522708C2 DE 3522708 A DE3522708 A DE 3522708A DE 3522708 A DE3522708 A DE 3522708A DE 3522708 C2 DE3522708 C2 DE 3522708C2
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leiterplatten-Ver­ binder mit einem Verbinderkörper, dessen Deckenwand-Ab­ schnitt, Rückwand-Abschnitt, Bodenwand-Abschnitt und Leiste einen Innenraum begrenzen, der durch eine Anzahl unterein­ ander parallel und quer zu diesen Wandabschnitten ausgerich­ tete Innenwände in eine Anzahl Abteile zur Aufnahme je eines im wesentlichen U-förmigen Federkontaktes unterteilt ist, der einen gebogenen Basisabschnitt, einen ersten Schenkel mit einem ersten, elastisch abgebogenen Kontaktabschnitt und einen zweiten Schenkel mit einem zweiten elastisch abgeboge­ nen Kontaktabschnitt aufweist, wobei jeder in ein Abteil eingesetzte Federkontakt zwischen Rückwand-Abschnitt und Leiste lose gehalten ist. Der erfindungsgemäße Leiterplat­ ten-Verbinder dient zum Verbinden von wenigstens zwei Lei­ terplatten und ist besonders geeignet für den Einsatz bei einer automatisierten Großserienherstellung.
Ein Leiterplatten-Verbinder der genannten Art läßt sich im wesentlichen der DE-OS 27 04 595 entnehmen. Mit einem ein­ zigen, hier offenbarten U-förmigen Federkontaktabschnitt kann lediglich eine einzige Leiterplatte kontaktiert wer­ den. Diese Leiterplatte wird in den vom U-förmigen Feder­ kontakt umschlossenen Hohlraum eingesetzt. Zum Kontaktieren von zwei getrennten Leiterplatten wird mit dieser Druck­ schrift ein spezieller Federkontakt vorgeschlagen, der zwei, elektrisch leitend miteinander verbundene U-förmige Feder­ kontaktabschnitte aufweist.
Die US-PS 34 92 538 offenbart ein lösbares Leiterplatten- Verbindersystem zum Kontaktieren mehrerer Leiterplatten. Hier wird jede einzelne Leiterplatte von je einem einzelnen U-förmigen Federkontakt kontaktiert. Die voneinander ge­ trennten U-förmigen Federkontakte sind über Flachkabel elektrisch leitend miteinander verbunden. Es ist nicht mög­ lich, mit einem einzigen U-förmigen Federkontakt zwei ge­ trennte Leiterplatten zu kontaktieren.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einem gattungsgemäßen Leiterplatten-Verbinder der genannten Art mit einfachen Mitteln einen festen Sitz des Federkon­ taktes vorzusehen und mit einem einzigen U-förmigen Feder­ kontakt zwei getrennt voneinander am Verbinderkörper ange­ brachte Leiterplatten zu kontaktieren.
Ausgehend von einem Leiterplatten-Verbinder mit den oben an­ gegebenen Merkmalen ist die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe dadurch gekennzeichnet, daß jeder in ein Abteil ein­ gesetzte Federkontakt zwischen Deckenwand-Abschnitt und Bodenwand-Abschnitt unter elastischer Verformung zusammen­ gedrückt eingesetzt ist; und die beiden elastisch abgebo­ genen Kontaktabschnitte in Kontakt mit Abschnitten von zwei verschiedenen Leiterplatten bringbar sind, nachdem diese beiden Leiterplatten - getrennt voneinander - benachbart zum Deckenwand-Abschnitt bzw. zum Bodenwand-Abschnitt des Ver­ binderkörpers angebracht worden sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfin­ dungsgemäßen Leiterplatten-Verbinders ergeben sich aus den Unteransprüchen.
So kann vorzugsweise vorgesehen sein, daß am Verbinderkörper wenigstens ein Anlageabschnitt für eine Kante einer Leiter­ platte bzw. Karte angeformt ist. Mit dieser Ausführungsform kann wenigstens eine Leiterplatte im Sinne einer Steckver­ bindung an diesem Leiterplatten-Verbinder angebracht werden.
Weiterhin können vorzugsweise am Verbinderkörper wenigstens zwei Löcher zum Einsetzen von Schrauben, Stiften, Paßstiften oder dergleichen ausgebildet sein. Zweckmäßigerweise sind am Verbinderkörper zusätzlich wenigstens zwei Paßstifte ange­ bracht oder angeformt, so daß wenigstens eine Leiterplatte im Sinne einer Schraubverbindung mittels Schraube und Mut­ ter an diesem Leiterplatten-Verbinder anbringbar ist.
Vorzugsweise ist wenigstens ein Schenkel der im wesentlichen U-förmigen Federkontakte derart ausgebildet, bearbeitet bzw. eingestellt, damit ein bestimmter, vorgegebener Kontaktdruck gegenüber der zu verbindenden Leiterplatte erhalten wird.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind eine Anzahl Verbinderkörper zu einem Stapel zusammengesteckt, um mit einem solchen Leiterplatten-Verbinder-Stapel drei oder mehr Leiterplatten miteinander zu verbinden.
Zum Zusammenbau des erfindungsgemäßen Leiterplatten-Ver­ binders ist es lediglich erforderlich, die Anzahl Feder­ kontakte einfach in den vorgeformten Verbindungskörper einzusetzen. Zum Verbinden von zwei Leiterplatten mittels eines solchen erfindungsgemäßen Leiterplatten-Verbinders können die Leiterplatten einfach im Sinne einer Steckver­ bindung oder im Sinne einer Schraubverbindung am Verbinder angebracht werden, ohne daß Lötarbeiten erforderlich sind.
Weitere Vorteile, Besonderheiten und Merkmale des erfin­ dungsgemäßen Leiterplatten-Verbinders ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen; es zeigt:
Fig. 1 in schematischer Querschnittsdarstellung eine beispielhafte Ausführungsform eines bekannten Leiterplatten-Verbinders;
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung einen erfin­ dungsgemäßen Leiterplatten-Verbinder, wobei sämtliche Federkontakte und einige wie die Zähne eines Kammes parallel im Abstand zu­ einander angeordnete Wände weggelassen sind, um das Verständnis des Innenaufbaus des Ver­ binderkörpers zu erleichtern;
Fig. 3 in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine erste Ausführungsform eines erfindungsge­ mäßen Leiterplatten-Verbinders, wobei eine erste Leiterplatte nach Art einer Steckverbindung am Verbinder angebracht ist, und eine zweite Leiterplatte nach Art einer Schraubverbindung am Verbinder angebracht ist;
Fig. 4 in schematischer Querschnittsdarstellung eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leiterplatten-Verbinders, wobei die beiden Leiterplatten nach Art einer Steckverbindung am Leiterplatten-Verbinder angebracht sind;
Fig. 5 in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine dritte Ausführungsform eines erfindungs­ gemäßen Leiterplatten-Verbinders, wobei die beiden Leiterplatten über eine Schraubverbin­ dung am Leiterplatten-Verbinder angebracht sind; und
Fig. 6 in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine vierte Ausführungsform eines erfindungs­ gemäßen Leiterplatten-Verbinders, wobei drei Leiterplatten nach Art einer Steckverbindung am Leiterplatten-Verbinder angebracht sind.
Nachstehend wird die Erfindung mehr im einzelnen anhand be­ vorzugter Ausführungsformen mit Bezugnahme auf die Figuren erläutert, wobei sich in den verschiedenen Figuren gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche Merkmale beziehen. Zum besseren Verständnis wird nachstehend zuerst - mit Be­ zugnahme auf Fig. 1 - ein bekannter Leiterplatten-Verbinder erläutert.
Zum bekannten Leiterplatten-Verbinder nach Fig. 1 gehört ein Verbinderkörper 1 aus einem elektrisch isolierenden Material wie etwa Kunstharz oder Kunststoff; ferner ist eine Anzahl Federkontakte 2 vorhanden, die in Längsrichtung innerhalb dieses Verbinderkörpers 2 angeordnet sind.
Die Federkontakte 2 sind im Preßsitz am Verbinderkörper 1 befestigt, wobei die Federkontakte 2 durch Bohrungen 3 ge­ führt sind, die im Boden des Verbinderkörpers 1 ausgespart sind; nach einer alternativen Ausführungsform können die Federkontakte 2 bereits bei der Herstellung des Verbinder­ körpers in einer Spritzgußform eingeschlossen werden. Weil die Anzahl der Federkontakte 2 relativ groß ist, anderer­ seits die Abmessungen der Federkontakte 2 relativ klein sind, läßt sich das Einsetzen der Federkontakte in vorgege­ benen Bohrungen, oder das Einschließen in das Verbinder­ körpermaterial bei der gemeinsamen Herstellung im Rahmen einer automatisierten Fertigung nicht einfach realisieren.
Um mit einem solchen vorbekannten Verbinder zwei getrennte Leiterplatten miteinander zu verbinden, wird - wie darge­ stellt - eine erste Leiterplatte A nach Art einer Steckver­ bindung zwischen die Federkontakte 2 eingesetzt. In diesem Falle liegt jeder Kontakt 2 unter dem Federdruck der Kon­ taktfeder an einem - nicht dargestellten - Kontaktabschnitt an, der auf jeder Hauptfläche der Leiterplatte bzw. der ge­ druckten Schaltung A ausgebildet ist. Die Verbindung bzw. der Anschluß einer zweiten Leiterplatte B erfolgt dadurch, daß die Endabschnitte 2 a jeder Kontaktfeder 2 an einem - nicht dargestellten - Kontaktabschnitt angelötet werden, der auf einer Hauptfläche oder auf beiden Hauptflächen der anderen Leiterplatte B 1 oder B 2 ausgebildet ist. Sofern - wie dargestellt - die zweite Leiterplatte B 1 parallel zur ersten Leiterplatte A ausgerichtet ist, muß der Endabschnitt 2 a des Federkontaktes 2 zusätzlich unter einem rechten Winkel abgebogen werden. Sofern andererseits - wie darge­ stellt - die zweite Leiterplatte B 2 senkrecht zur ersten Leiterplatte A angeordnet werden soll, wird der gerade Federkontaktabschnitt 2 b unter Beibehaltung seiner geraden Ausrichtung am Kontaktabschnitt der zweiten Leiterplatte B 2 angelötet. Obwohl in Fig. 1 nicht dargestellt, ist es er­ forderlich, durch geeignete Abstützelemente am Leiterplat­ ten-Verbinder für eine Halterung bzw. Abstützung der zweiten Leiterplatten B 1 oder B 2 zu sorgen.
Aus obiger Erläuterung folgt ohne weiteres, daß bereits der Zusammenbau des vorbekannten Leiterplatten-Verbinders selbst aufwendig ist; darüber hinaus ist das Verbinden einer ersten Leiterplatte mit einer zweiten Leiterplatte mittels dieses vorbekannten Leiterplatten-Verbinders recht aufwendig. Ins­ besondere dann, wenn einige Leiterplatten im Rahmen einer automatisierten Serienfertigung miteinander verbunden werden sollen, läßt sich dies mit dem vorbekannten Verbinder nur schwerlich und/oder mit erheblichem Aufwand verwirklichen.
Mit Bezugnahme auf Fig. 2 wird nachstehend eine erste Aus­ führungsform eines erfindungsgemäßen Leiterplatten-Verbin­ ders erläutert.
Fig. 2 zeigt einen Verbinderkörper 10 aus Kunststoff, der in einem Formgebungsverfahren, beispielsweise im Spritzguß, erhalten worden ist. Aus Gründen einer einfacheren und über­ sichtlicheren Darstellung des Innenaufbaus sind einige, wie die Zähne eines Kammes parallel und im Abstand zueinander angeordnete Wände weggelassen. Zu diesem Verbinderkörper 10 gehört ein Basisabschnitt 11, an dem eine Anzahl Innenwände 12 angeformt ist, die wie die Zähne eines Kammes parallel im Abstand zueinander angeordnet sind. Zwischen benachbarten Innenwänden 12 werden Abteile 12 a zur Aufnahme einer Anzahl Federkontakte gebildet. Weiterhin ist am Verbinderkörper 10 ein Anlageabschnitt 13 angeformt, so daß eine Nut zur Auf­ nahme und Anlage einer Kante einer Leiterplatte nach Art einer Steckverbindung geschaffen wird. Ein Rückwand-Ab­ schnitt 14 bildet einen ersten Federkontakt-Anschlag, eine Leiste 15 bildet einen zweiten Federkontakt-Anschlag; ein Bodenwand-Abschnitt 16 bildet eine erste Federkontakt- Stütze; und ein Decken-Abschnitt 17 bildet eine zweite Fe­ derkontakt-Stütze (welche in Fig. 2 nicht, dagegen in Fig. 3 dargestellt ist). Weiterhin sind am Basisabschnitt 11 zwei Bohrungen 18 zur Aufnahme von Schraubbolzen, Stiften, Paß­ stiften oder dergleichen ausgespart; schließlich sind am Basisabschnitt 11 zwei Paßstifte 19 angeformt oder ange­ bracht.
Nachstehend wird mit Bezugnahme auf Fig. 3 insbesondere die Ausbildung eines Federkontaktes erläutert. Der mit Fig. 3 dargestellte Federkontakt 20 hat eine im wesentlichen U-för­ mige Gestalt. Zu diesem Federkontakt 20 gehört ein bogen­ förmiger Basisabschnitt 20 c, ein erster Schenkel mit einem ersten, elastisch abgebogenen Kontaktabschnitt 20 a und ein zweiter Schenkel mit einem zweiten, elastisch abgebogenen Kontaktabschnitt 20 b.
Es ist eine Anzahl solcher, im wesentlichen U-förmiger Fe­ derkontakte 20 vorgesehen, und jeweils ein Federkontakt 20 ist in ein Abteil 12 a eingesetzt, das zwischen zwei benach­ barten Innenwänden 12 des Verbinderkörpers 10 gebildet ist.
Das Einsetzen der einzelnen Federkontakte 20 in die Feder­ kontakt-Abteile 12 a kann einzeln nacheinander oder gleich­ zeitig mittels eines geeigneten Automaten erfolgen. Nachdem jeder Federkontakt 20 in sein Federkontakt-Abteil 12 a ein­ gesetzt ist, wird der runde bzw. bogenförmige Abschnitt 20 c lose von dem Rückwand-Abschnitt 14 gehalten; weiterhin wird das Ende 20 d des einen Schenkels lose von der Leiste 15 ge­ halten; andererseits werden die beiden Schenkelabschnitte des Federkontaktes 20 benachbart zu dessen gebogenem Ab­ schnitt 20 c zwischen dem Bodenwand-Abschnitt 16 und dem Deckenwand-Abschnitt 17 zusammendrückend abgestützt. Mit anderen Worten ausgedrückt, jeder Federkontakt 20 ist in seinem Federkontaktabteil 12 a so untergebracht, daß je ein Rückwand-Abschnitt 14 und ein Abschnitt der Leiste 15 jeden Federkontakt 20 in dessen nicht-elastisch verformbarer Längsrichtung lose halten, und ein Bodenwand-Abschnitt und zwei andere Innenwandabschnitte 16 und ein Deckenwand-Ab­ schnitt 17 den Federkontakt benachbart zu dessen bogenför­ miger Basis in dessen elastisch verformbarer Seitenrichtung zusammendrückend abstützen, wobei die beiden freien Enden jedes Federkontaktes unabhängig voneinander in Kontakt mit Kontaktabschnitten bzw. Kontaktflächen der beiden getrenn­ ten Leiterplatten bringbar sind, wenn diese beiden Leiter­ platten - getrennt voneinander - an den beiden Seiten bzw. Hauptflächen des Verbinderkörpers angebracht werden.
Unter weiterer Bezugnahme auf Fig. 3 wird nachstehend die Anwendung eines solchen erfindungsgemäßen Leiterplatten- Verbinders erläutert. Eine erste Leiterplatte A wird in die Nut eingesetzt, die sich unterhalb des Anlageabschnittes 13 befindet; diese erste Leiterplatte A wird nach Art einer Steckverbindung gehalten, und der erste Kontaktabschnitt 20 a des Federkontaktes 20 liegt an einer geeigneten - nicht dar­ gestellten - Kontaktfläche an, die an der ersten Leiter­ platte A ausgebildet ist. Eine zweite Leiterplatte B wird an einer Seite bzw. Hauptfläche des Basisabschnittes 11 zur Anlage gebracht, wobei ein von der Unterseite des Basis­ abschnittes 11 abstehender Paßstift 19 in eine Führungs­ bohrung B 1 eingesetzt wird, die in der zweiten Leiter­ platte B ausgespart ist. Daraufhin wird die zweite Leiter­ platte B fest an dieser Hauptfläche des Basisabschnittes 11 befestigt, was mittels eines Satzes von Schrauben erfolgen kann, die in passend ausgerichtete Bohrungen 18 eingeführt und dort mittels einer Mutter festgelegt werden (Mutter und Schrauben sind in den Fig. 2 und 3 nicht dargestellt). Nach Festlegung der zweiten Leiterplatte B am Verbinderkörper 10 liegt der zweite Kontaktabschnitt 20 b des Federkontaktes 20 an einem entsprechenden - nicht dargestellten - Kontakt­ abschnitt an, der an der zweiten Leiterplatte B ausgebildet ist.
Trotz des außerordentlich einfachen Aufbaues und der leicht zu bewerkstelligenden Anordnung der Federkontakte 20 inner­ halb des Verbinderkörpers 10 kann der Kontaktdruck der Kontaktabschnitte 20 a und 20 b dadurch eingestellt werden, daß die Abmessungen der Federkontakte an die Art der Be­ schichtung angepaßt werden. Dient zum Beispiel eine dünne Goldauflage als Außenschicht des Federkontaktes 20, so wird vorzugsweise eine Erhöhung des Kontaktdruckes dieses Feder­ kontaktes 20 gegenüber der Leiterplatte vorgesehen, weil Gold eine harte Kontaktfläche liefert. Sofern andererseits die Außenfläche des Federkontaktes 20 aus einer Zinnbe­ schichtung besteht, wird vorzugsweise ein geringerer Kon­ taktdruck vorgesehen, weil Zinn relativ weich ist. Die Änderung bzw. Festlegung des Kontaktdruckes kann durch entsprechende Wahl der Abmessungen (Länge, Breite und Dicke) des Federkontaktes 20 erfolgen. Andererseits ist es am ein­ fachsten und zweckmäßigsten, den Kontaktdruck durch Längen­ änderung des Federkontaktes 20 einzustellen.
Die Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfin­ dungsgemäßen Leiterplatten-Verbinders. Als Leiterplatten kommen beispielsweise gedruckte Schaltungen in Betracht. Bei dieser Ausführungsform weist der Verbinderkörper 10 einen ersten Anlageabschnitt 13 A für eine Kante einer ersten Leiterplatte A auf, und einen zweiten Anlageabschnitt 13 B für eine Kante einer zweiten Leiterplatte B; ersichtlich ersetzt der zweite Anlageabschnitt B die oben mit Bezugnahme auf Fig. 3 erläuterte Befestigung der zweiten Leiterplatte B mittels Mutter und Schrauben. Ferner entfällt der Paßstift 19 und die Paßbohrung 18. Darüber hinaus entspricht der Auf­ bau und die Wirkung dieser Ausführungsform der bereits oben erläuterten ersten Ausführungsform, so daß sich eine detail­ lierte Beschreibung erübrigt. Bei der Anwendung dieser zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leiterplat­ ten-Verbinders wird sowohl die erste Leiterplatte A wie die zweite Leiterplatte B nach Art einer Steckverbindung am Leiterplatten-Verbinder gehalten.
Wie dargestellt, sind bei dieser zweiten Ausführungsform die beiden Nuten zur Aufnahme der Kantenabschnitte der beiden Leiterplatten A und B in diametral gegenüberliegender An­ ordnung am Verbinderkörper 10 ausgespart. Deshalb befinden sich die beiden, miteinander zu verbindenden Leiterplatten A und B an den gegenüberliegenden Seiten des Verbinders und erstrecken sich in entgegengesetzte Richtungen. Anderer­ seits wäre es auch möglich, die beiden Nuten parallel zu­ einander und in die gleiche Richtung zeigend in gegenüber­ liegenden Abschnitten am Verbinderkörper 10 auszusparen. In einem solchen Falle befinden sich die miteinander verbunde­ nen Leiterplatten A und B an gegenüberliegenden Seiten des Leiterplatten-Verbinders und erstrecken sich in die gleiche Richtung.
Die Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform eines erfin­ dungsgemäßen Leiterplatten-Verbinders. In dieser Ausfüh­ rungsform sind am Verbinderkörper 10 - anstelle der oder des Anlageabschnitte(s) - zwei paarweise angeordnete Paßstifte 19 A und 19 B an jeder Hauptfläche angeformt. Weiterhin sind - nicht dargestellte - Bohrungen zur Aufnahme von Schraub­ bolzen zur Festlegung der Leiterplatten ausgespart. Bei der Anwendung dieses Leiterplatten-Verbinders wird sowohl die erste Leiterplatte A wie die zweite Leiterplatte B über eine Schraubverbindung am Leiterplatten-Verbinder festgelegt, nachdem durch Eingriff der Paßstifte 19 A und 19 B in ent­ sprechende Führungsbohrungen A 1 und B 1 in den Leiterplatten A und B die passende Ausrichtung der Leiterplatten A, B gegenüber dem Leiterplatten-Verbinder gewährleistet ist.
Die Fig. 6 zeigt eine vierte Ausführungsform eines erfin­ dungsgemäßen Leiterplatten-Verbinders. In dieser Ausfüh­ rungsform weist der Verbinderkörper 10 einen ersten, mittig angeordneten Anlageabschnitt 13 A zur Anlage und Aufnahme eines Kantenabschnittes einer ersten Leiterplatte A auf. Ferner ist im Abstand zu diesem ersten mittigen Anlageab­ schnitt 13 A ein zweiter, oberer Anlageabschnitt 13 B zur Anlage und Aufnahme eines Kantenabschnittes einer zweiten Leiterplatte C ausgebildet; ferner ist im Abstand zum mit­ tigen Anlageabschnitt 13 A ein dritter unterer Anlageab­ schnitt 13 C angeformt zur Anlage und Aufnahme des Kanten­ abschnittes einer dritten Leiterplatte B. Sämtliche Leiter­ platten A, B und C werden nach Art einer Steckverbindung gehalten; deshalb sind Bohrungen zur Aufnahme von Befesti­ gungsschrauben und/oder Paßstiften nicht erforderlich. Zur Anwendung wird eine erste Leiterplatte A in die mittig an­ geordnete Nut des ersten Anlageabschnittes 13 A eingesetzt; weiter wird der Kantenabschnitt einer zweiten Leiterplatte C in die obere Nut des oberen Anlageabschnittes 13 B einge­ setzt; schließlich wird der Kantenabschnitt einer dritten Leiterplatte B in die untere Nut des unteren Anlageabschnit­ tes 13 C eingesetzt.
Bei dieser Ausführungsform zeigt die mittige Nut in eine Richtung, und die beiden anderen Nuten des oberen und unte­ ren Anlageabschnittes 13 B, 13 C zeigen in die entgegenge­ setzte Richtung. Nachdem sämtliche Leiterplatten A, B und C in die entsprechenden Nuten gesteckt worden sind, erstreckt sich folglich die erste Leiterplatte A in eine Richtung, und die anderen Leiterplatten B und C erstrecken sich in die entgegengesetzte Richtung an den gegenüberliegenden Seiten des Leiterplatten-Verbinders. Andererseits wäre es auch mög­ lich, auch die obere Nut und die untere Nut im Verbinderkör­ per parallel und in gleicher Richtung zur mittigen Nut aus­ zubilden. In diesem Falle würden sich alle drei Leiterplat­ ten A, B und C in der gleichen Richtung erstrecken, nachdem sie am Leiterplatten-Verbinder angebracht worden sind.
In den oben erläuterten Ausführungsformen 1 bis 4 ist jede Leiterplatte A, B oder C als eine einzige Platte beschrieben worden. Es wäre jedoch auch möglich, die jeweiligen Leiter­ platten A, B und/oder C in eine Anzahl Platten bzw. Schich­ ten zu unterteilen. Zum Beispiel wäre es, in der Ausführ­ ungsform nach Fig. 3 möglich, die beiden verschiedenen Lei­ terplatten A 1 und A 2 in der gleichen Ebene anzuordnen, so daß sie in der gleichen Ebene in Eingriff mit dem Leiter­ platten-Verbinder kommen; darüber hinaus könnten zwei ver­ schiedene Leiterplatten B 1 und B 2 in der gleichen Ebene an­ geordnet werden, und in dieser Ebene in Eingriff mit dem Leiterplatten-Verbinder kommen.

Claims (5)

1. Ein Leiterplatten-Verbinder mit einem Verbinderkörper (10),
dessen Deckenwand-Abschnitt (17), Rückwand-Abschnitt (14), Bodenwand-Abschnitt (16) und Leiste (15) einen Innenraum begrenzen, der durch eine Anzahl untereinander parallel und quer zu diesen Wandabschnitten ausgerichtete Innenwände (12) in eine Anzahl Abteile (12 a) zur Aufnahme je eines, im wesentlichen U-förmigen Federkontaktes (20) unterteilt ist,
der einen gebogenen Basisabschnitt (20 c),
einen ersten Schenkel mit einem ersten, elastisch abgebo­ genen Kontaktabschnitt (20 a) und einen zweiten Schenkel mit einem zweiten elastisch abgebogenen Kontaktabschnitt (20 b) aufweist, wobei jeder in ein Abteil (12 a) einge­ setzte Federkontakt (20) zwischen Rückwand-Abschnitt (14) und Leiste (15) lose gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder in ein Abteil (12 a) eingesetzte Federkontakt (20) zwischen Deckenwand-Abschnitt (17) und Bodenwand-Ab­ schnitt (16) unter elastischer Verformung zusammenge­ drückt eingesetzt ist;
und die beiden elastisch abgebogenen Kontaktabschnitte (20 a, 20 b) in Kontakt mit Abschnitten von zwei verschie­ denen Leiterplatten (A, B) bringbar sind, nachdem diese beiden Leiterplatten - getrennt voneinander - benachbart zum Deckenwand-Abschnitt (12) bzw. zum Bodenwand-Ab­ schnitt (16) des Verbinderkörpers (10) angebracht worden sind.
2. Der Leiterplatten-Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Verbinderkörper (10) wenigstens ein Anlageabschnitt (13) für eine Kante einer Leiterplatte bzw. Karte (A) angeformt ist, so daß wenigstens eine Leiterplatte im Sinne einer Steckverbindung an diesem Leiterplatten- Verbinder anbringbar ist.
3. Der Leiterplatten-Verbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
am Verbinderkörper (10) wenigstens zwei Löcher (18) zum Einsetzen von Schrauben, Stiften, Paßstiften oder der­ gleichen ausgebildet sind; und
am Verbinderkörper (10) zusätzlich wenigstens zwei Paß­ stifte (19) angebracht oder angeformt sind, so daß wenig­ stens eine Leiterplatte im Sinne einer Schraubverbindung mittels Schraube und Mutter an diesem Leiterplatten-Ver­ binder anbringbar ist.
4. Der Leiterplatten-Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Schenkel der im wesentlichen U-förmigen Federkontakte (20) derart ausgebildet, bearbeitet bzw. eingestellt ist, damit ein bestimmter, vorgegebener Kontaktdruck gegenüber der zu verbindenden Leiterplatte erhalten wird.
5. Der Leiterplatten-Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl Verbinderkörper (10) zu einem Stapel zusam­ mengesteckt sind, um mit einem solchen Leiterplatten- Verbinder-Stapel drei oder mehr Leiterplatten miteinander zu verbinden.
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