DE3524585C2 - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Die Erfindung betrifft das mit dem Anspruch 1 definierte
Hybridoma, das Verfahren zu dessen Herstellung gemäß
Anspruch 2 und dessen Verwendung gemäß Anspruch 6. Die
Ansprüche 3 bis 5 nennen Ausgestaltungen des erfindungs
gemäßen Verfahrens nach Anspruch 2.
Lactoferrin ist ein eisenbindendes Protein, das in nach
außen sekretierten Fluiden wie Milch und dergleichen
gefunden wird. Es ist nicht nur bei der Ernährung von
Kindern vom Ernährungsstandpunkt aus in hohem Maße
heilsam, sondern es besitzt auch die physiologische
Wirkung, daß es eine bakteriostatische Wirkung auf
pathogene Bakterien ausübt, die in dem Intestinum auf
treten, und weist einen hohen Grad an Eisenbedarf we
gen seiner charakteristischen eisenbindenden Fähigkeit
auf. Das heißt also, daß Lactoferrin als ein wichti
ges Milchprotein angesehen werden kann, das nicht nur
als ein Nahrungsmittel dient, sondern auch eine phar
makologische Signifikans als ein Anti-Infektionsmit
tel besitzt, in gleicher Weise wie in der Milch vor
handene Immunglobuline und Lysozym.
Im Hinblick auf die vorstehend beschriebenen charakte
ristischen Eigenschaften von Lactoferrin wurden bereits
eine Anzahl von Verfahren zur Abtrennung von Lactofer
rin von Milch und seine Reinigung vorgeschlagen. Da je
doch Lactoferrin ein Protein mit einer hoch-reaktions
fähigen Molekularstruktur ist und auch zur Wechselwir
kung mit anderen Milchproteinen neigt, war es bisher
schwierig, eine hochreine Form von Lactoferrin leicht
und mit gutem Wirkungsgrad nach herkömmlichen Verfahren
zu isolieren.
So umfaßt beispielsweise ein herkömmliches Verfahren
zum Abtrennen und Reinigen von Lactoferrin, daß von
Magermilch, von der Fett abgetrennt worden ist, durch
isoelektrische Ausfällung bei pH 4,6 Kasein abgetrennt
wird, die entstehende Molkefraktion mit Ammoniumsulfat
ausgesalzt wird, die entstehende Fraktion gegen ent
ionisiertes Wasser dialysiert wird und dann das Dialy
sat mehrere Male durch ein Ionenaustauschharz geschickt
wird (Gordon et al.: Biochim. Biophys. Acta, 60, 410-411,
1962; Merton L. Gloves et al.: Biochim. Biophys. Acta,
100, 154-162, 1965; Johansson, D. G. et al.: Acta Chem.
Scand., 23, 683, 1969). Weiterhin schließen abwand
lungen des vorstehend beschriebenen Verfahrens das Ver
fahren ein, bei dem Silica-Teilchen anstelle des Ionen
austauschharzes verwendet werden (Japanische Patent-Offen
legungsschrift Nr. 28 233/1983) und das Verfahren, bei
dem, nachdem die Dialysatlösung durch ein Ionenaustausch
harz geleitet worden ist, das entstehende Produkt wei
terhin der Kupfer-Affinitätschromatographie unterworfen
wird (Norihiro Kawakata, Yoshio Yoshino, et al., Ab
stracts of Lectures at the 1983 Annual Meeting of the
Japan Biochemical Society, Seite 1053). Diese Verfah
ren besitzen jedoch alle keine praktische Brauchbar
keit, da sie mühsame Verfahrensschritte und eine unge
wöhnlich lange Behandlungszeit erfordern.
Weiterhin kann bei den vorstehend beschriebenen Verfah
ren, bei denen ein Ionenaustauschharz verwendet wird,
die Verunreinigung des Produktes mit Immunglobulinen
und anderen in der Milch vorhandenen Proteinen nicht
vermieden werden, da Lactoferrin die Eigeschaft be
sitzt, mit anderen in der Milch vorhandenen Proteinen
in Wechselwirkung zu treten. Demzufolge ist es schwie
rig, in der Praxis eine hochreine Form von Lactofer
rin zu isolieren. Darüber hinaus besitzen diese Verfah
ren auch die Nachteile, daß die wiederholte Behandlung
durch Aussalzen und Ionenaustausch nicht nur eine merk
liche Verringerung in der Rückgewinnung von Lactofer
rin bewirken, sondern es auch praktisch unmöglich ma
chen, andere Milchproteine (als Lactoferrin) und ande
re Milchbestandteile, die in den Rückständen, die wäh
rend der Separierung und Reinigung von Lactoferrin
erhalten werden, vorhanden sind, zurückzugewinnen und
widerzuverwenden.
Als ein Ergebnis der Untersuchungen, die zur Lösung
der vorstehend beschriebenen, bei den bekannten Ver
fahren zur Isolierung einer hochreinen Form von Lacto
ferrin aus Milch auftretenden Probleme durchgeführt
wurden, haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung
gefunden, daß sich ein monoklonaler Antikörper gegen
bovines Lactoferrin mit Lactoferrin spezifisch kombi
niren kann und daß solch ein monoklonaler Antikörper
gegen bonives Lactoferrin durch eine Hybridzelle, ein
Hybridoma, erzeugt wird, die durch Verschmelzen von
Milzlymphozyten von einer mit bovinem Lactoferrin im
munisierten Maus mit Mäuse-Myelomzellen gebildet wer
den kann.
Dementsprechend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfin
dung, ein Hybridoma zu schaffen, das fähig ist, einen
monoklonalen Antikörper gegen bovines Lactoferrin zu
erzeugen, der mit Vorteil für die Isolation von bovi
nem Lactoferrin aus Milch in einem hoch-reinen Zustand
und mit hoher Ausbeute verwendet werden kann.
Das Verfahren zur Bildung von Hybridomas, die monoklo
nale Antikörper erzeugen, durch Verschmelzen von Milz-
Lymphozyten von einer immunisierten Maus mit Mäuse-Mye
lomzellen wurde zuerst von G. Köhler und C. Milstein ver
öffentlich (Nature, 256, 495-497, 1975). Seit dieser
Zeit sind viele Berichte über die Bildung von Hybrido
mas durch Zellfusion erschienen und auch wissenschaft
liche Forschungen über Antikörper, die durch diese Hy
bridomas erzeugt werden, und ihre Anwendung durchge
führt worden.
Beim Anwenden dieses allgemeinen Verfahrens zur Bildung
von Hybridomas auf die Erzeugung eines neuen Hybridoma,
das zur Erzeugung eines besonderen monoklonalen Anti
körpers fähig ist, treten jedoch vom Standpunkt des Be
triebsverfahrens verschiedene Schwierigkeiten auf. So
können in Abhängigkeit von dem Typ
des als Antigen verwendeten Proteins bei der Bildung
eines Hybridoma spezielle Maßnahmen in späteren Verfah
ren für Immunisierung und Zellfusion erforderlich sein,
und es können Einflüsse auf die Auswahltechnik zum Iso
lieren des gewünschten Hybridoma ausgeübt werden.
Das zur Erzeugung eines monoklonalen Antikörpers gegen
bovines Lactoferrin fähige Hybridoma gemäß der vorlie
genden Erfindung kann gebildet werden, indem Milzlympho
zyten von der Milz aufgesammelt werden, die von einer
mit Lactoferrin immunisierten Maus herausgeschnitten
worden ist, und diese Milzlymphozyten mit Mäuse-Myelom
zellen auf die herkömmliche Weise verschmolzen werden.
Das Verfahren zur Bildung des vorstehend beschriebenen
Hybridoma wird nachfolgend beschrieben.
Eine Human-Lactoferrin-Zubereitung mit einer Reinheit
von 98% ist zwar Handelsprodukt, aber bovines
Lactoferrin ist nicht kommerziell erhältlich. Deshalb
wird Kasein von bovinem Colostrum durch isoelektrische
Ausfällung entfernt, und die entstehende Molke- oder
Milchserumfraktion wird nach einem herkömmlichen Ver
fahren behandelt (z. B. Johansson, B. G. et al.: Acta
Chem. Scand., 23, 683, 1969), um eine bovine Lactoferrin
fraktion mit einer Reinheit von etwa 60% zu erhalten.
Dann wird eine Lösung von bovinem Lactoferrin herge
stellt (üblcherweise unter Verwendung einer Phosphat
puffersalzlösung (PBS), pH 7,2, die 0,15 M Natrium
chlorid enthält) und mit einer gleichen Menge
Freundschem Adjuvans gemischt, um eine Emulsion zu bil
den. Durch Injizieren dieser Emulsion in die Bauchhöhle
wird eine Maus (die üblicherweise 6 bis 8 Wochen alt
ist) dreimal mit Intervallen von zwei Wochen immuni
siert. Für diesen Zweck muß eine hochreine Form von
bovinem Lactoferrin verwendet werden.
Zu diesem Zweck ist es wünschenswert, die Reinheit von
bovinem Lactoferrin zu erhöhen, indem ein Antiserum
gegen bovine Immunglobuline verwendet wird, um Immun
globuline aufzunehmen, die die Hauptverunreinigungen
sind, die in der bovinen Lactoferrinfraktion vorhanden
sind.
Wenn die Reinheit von bovinem Lactoferrin niedrig ist,
ist es schwierig, das gewünschte Hybridoma zu erhalten.
Der Grund hierfür ist, daß eine Maus leichter mit bo
vinem Immunglobulinen als mit bovinem Lactoferrin immu
nisiert wird, und deshalb wird der Titer des Antikör
pers gegen bovines Lactoferrin nicht vollständig ange
hoben.
Es gibt keine besondere Beschränkung für den Typ Mäuse,
die bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
Es ist jedoch üblicherweise wünschenswert eine Maus
vom BALB/c-Stamm zu verwenden.
Gemäß dem Stand der Technik werden üblicherweise Milz
lymphozyten für die Verwendung bei der Herstellung eines
zur Erzeugung eines monoklonalen Antikörpers fähigen
Hybridoma von einer Mäusemilz aufgesammelt, die 3 oder
4 Tage nach der Endimmunisierung mit einem spezifischen
Antigen herausgeschnitten worden ist. Im Falle von bo
vinem Lactoferrin, auf das die vorliegende Erfindung
gerichtet ist, erreicht der Titer des Antikörpers, der
in der Maus gemessen worden ist, nicht ein Maximum 3
oder 4 Tage nach der Endimmunisierung, und die anti
körpererzeugenden Zellen unter den Milzlymphozyten
sind zu dieser Zeit nicht ausreichend aktiviert. Dem
zufolge ist die Rate der Bildung eines gewünschten
Hybridoma, das zur Erzeugung eines monoklonalen Anti
körpers gegen bovines Lactoferrin fähig ist, unzufrie
denstellend niedrig.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben gefunden,
daß die Rate der Bildung des besagten Hybridoma stark
erhöht werden kann, indem Milzlymphozyten verwendet
werden, die von einer Milz aufgesammelt werden, die
aus einer Maus 6 oder 7 Tage nach der Endimmunisierung
mit Lactoferrin herausgeschnitten wird.
Die Milzlymphozyten (hier im folgenden als Milzzellen
bezeichnet), die von der Mäusemilz auf die vorstehend
angegebene weise aufgesammelt worden sind, werden dann
mit Mäuse-Myelomzellen (hier im folgenden als Myelom
zellen bezeichnet) verschmolzen.
Es besteht keine besondere Beschränkung für den Typ der
Myelomzellen, die bei der vorliegenden Erfindung ver
wendet werden. Wenn es jedoch gewünscht wird, sie mit
Milzzellen, die von einer Maus vom BALB/c-Stamm erhal
ten worden sind, zu verschmelzen, ist es vorzuziehen,
SP 2/O-Ag 14-Zellen (als ATCC CRL 1581 erhältlich) zu verwenden, die nicht die K-Kette
von IgG sekretieren. Die Verschmelzung kann nach irgend
einem herkömmlichen Verfahren durchgeführt werden.
Wenn jedoch SP 2/O-Ag 14-Zellen als Myelomzellen verwen
det werden, ist es wesentlich, daß die Verschmelzungs
zeit, einschließlich der Zugabe eines Verschmelzungs
beschleunigers (Verschmelzungseinleiters), des Mischens
und der Verdünnung, im Bereich von 5 bis 15 Minuten
und vorzugsweise 9 bis 11 Minuten liegen sollte.
Wenn die Verschmelzungszeit kürzer als 5 Minuten ist,
wird die Verschmelzung unvollständig sein, während dann,
wenn sie länger als 15 Minuten ist, die Zellen durch
Vergiftung durch Polyäthylenglycol, das als Verschmel
zungsbeschleuniger (Fusionspromoter) vrwendet wird,
absterben werden. In diesem Zusammehang ist zu bemer
ken, daß dann, wenn die Verschmelzungszeit im Bereich
von 9 bis 11 Minuten liegt, die Rate der Koloniebil
dung 100% annähern wird. Wenn Milzzellen von einer
Maus vom BALB/c-Stamm, die mit bovinem Lactoferrin
immunisiert ist, mit SP 2/O-Ag 14-Zellen verschmolzen
werden, kann die Rate der Koloniebildung (die Ver
schmelzungsrate) stark erhöht werden, indem Polyäthy
lenglycol von gaschromatischer Qualität (Molekularge
wicht 4000) als ein Verschmelzungs
beschleuniger mit einer Konzentration von 50% verwen
det wird.
Nach Abschluß der Verschmelzung können die verschmolze
nen Zellen auf die herkömmliche Weise behandelt werden.
Typischerweise werden die geschmolzenen Zellen in HT-
Medium (Dulbecco-modofiziertes MEM-Medium, das Hypo
xanthin, Thymidin und 10% fötales Kalbserum enthält)
dispergiert, über eine 96-Löcher-Mikrotiterplatte ge
sprüht und bei einer Temperatur von 37°C unter einer
Atmosphäre von 5% Kohlendioxid kultiviert. Von dem
folgenden Tag an wird Auswahl von Hybridomas in HAT-
Medium (Dulbecco-modifiziertes MEM-Medium, das Hypo
xanthin, Aminopterin, Thymidin und 10% fötales Kalb
serum enthält) durchgeführt.
Sobald die Kolonien bis zu einer ausreichenden Größe
angewachsen sind, werden die Hybridomas nach dem Fe
ste-Phase-Verfahren klassiert. Dann werden die Hybri
domas, die eine positive Reaktion zeigen, nach dem be
grenzten Verdünnungsverfahren
geklont.
In einer Ausführungsform wird das Feste-Phase-Verfahren
durchgeführt, indem bewirkt wird, daß ein lösliches
Antigen an einer sanft arbeitenden oder weichen 96-Lö
cher-Mikrobohrungseinheit ad
sorbiert wird, die Bohrungen mit bovinem Serumalbumin
(BSA) behandelt werden, um die Abschnitte zu blockie
ren, an denen das Antigen nicht adsorbiert ist, und
die überstehende Flüssigkeit des vorgenannten Kultur
mediums in die Bohrungen gegeben wird, um Reaktion mit
dem Antigen zu bewirken. Nach Beendigung der Reaktion
werden die Bohrungen gründlich gewaschen, und Antikör
per gegen biotinylierte Mäuse-Antikörper
werden als zweite Antikörper dort
hinzugegeben. Danach werden die Bohrungen mit Avidin
und Fluoreszein-markiertem Biotin behandelt, um die
gewünschten Antikörper durch die Erzeugung von Fluores
zenz zu erfassen und nachzuweisen.
Das lösliche Antigen, das für diesen Zweck verwendet
wird, muß bovines Lactoferrin sein, das eine Reinheit
besitzt, die so groß wie möglich ist. Der Grund dafür
ist, daß dann, wenn die Reinheit des bovinen Lacto
ferrins gering ist, die Hybridomas auch für Verunrei
nigungsantigene eine positive Reaktion zeigen, und dies
macht es schwierig, ein gewünschtes Hybridoma heraus
zufinden, das einen monokonalen Antikörper gegen bo
vines Lactoferrin erzeugt.
In einer Ausführungsform wird das begrenzte Verdünnungs
verfahren folgendermaßen durchgeführt:
Eine Dispersion
von 108 Mäuse-Thymuszellen und 50 Hybridomazellen in 10
ml HT-Medium wird über eine 96-Löcher-Mikrotiterplatte
so gesprüht, daß eine oder weniger Hybridomazellen in
jeder Bohrung vorhanden sein wird, und auf diese Weise
werden einzelne Kolonien von dem Hybridoma gebildet.
Die Mäuse-Thymuszellen werden als Beschickungszellen
oder Feeder-Zellen hinzugegeben, weil Hybridomazellen
bei niedrigen Zelldichten nicht wachsen können.
Das vorstehend bechriebene Kolonierungsverfahren wird
drei oder mehr Male wiederholt, um ein monogeklontes
Hybridoma zu erhalten.
Dann kann das entstehende Hybridoma, das zur Erzeugung
eines monoklonalen Antikörpers gegen bovines Lactoferrin
fähig ist, auf die übliche Weise weitergezüchtet werden.
Spezieller wird das Hybridoma in die Bauchhöhle von
Mäusen injiziert und deren aszitisches Fluid rückge
wonnen. Alternativ dazu wird das Hybridoma in einem
geeigneten Medium kultiviert und dessen überstehende
Flüssigkeit zurückgewonnen. Das rückgewonnene aszitische
Fluid oder die überstehende Flüssigkeit wird dann durch
Ausfällen mit Ammoniumsulfat und Ionenaustauschchroma
tographie gereinigt, um den monoklonalen Antikörper
gegen bovines Lactoferrin zu gewinnen.
In einer Ausführungsform kann der monoklonale Antikör
pr gegen bovines Lactoferrin folgendermaßen herge
stellt werden:
Zellen von dem vorgenannten Hybridoma
werden in einer Phosphatpuffer-Salzlösung (PBS) dis
pergiert und in die Bauchhöhle von Mäusen vom BALB/c-
Stamm injiziert, denen vorher Pristan (2,6,10,14-Tetra
methylpentadecan) verabreicht worden war. Nach 7 bis
10 Tagen wird hier aszitisches Fluid aufgesammelt, durch
Zentrifugieren geklärt oder gereinigt, mit PBS so ver
dünnt, daß eine Proteinkonzentration von der Größen
ordnung von 10 bis 12 mg/ml entsteht, und dann mit
45% Sättigungs-Ammoniumsulfat ausgesalzt. Eine Lösung
von der entstehenden Ausfällungsfraktion wird dialy
siert und dann durch Ionenaustauschchromatographie ge
reinigt.
Dann können die so erhaltenen monoklonalen Antikörper
gegen bovines Lactoferrin bei der Abtrennung und Rei
nigung von bovinem Lactoferrin verwendet werden. Dies
kann durchgeführt werden, indem eine Affinitäts-chroma
tographische Säule von dem Antikörper nach dem im fol
genden beschriebenen Verfahren hergestellt wird und
eine Lösung von bovinem Roh-Lactoferrin, die von Milch
abgetrennt worden ist, durch die Affinitäts-chromato
graphische Säule hindurchgeschickt wird.
Der monoklonare Antikörper gegen bovines Lactoferrin,
der auf die vorstehend beschriebene Weise hergestellt
worden ist, wird mit einer gleichen Menge eines unlös
lichen Trägers für die Verwendung bei Affinitäts-Chro
matographie (z. B. Affigel-10) gemischt,
und diese Mischung wird bei niedriger Temperatur ge
rührt, um den Antikörper an dem Träger zu binden und
zu fixieren. Nach dem Waschen werden diejenigen funk
tionellen Gruppen auf dem Träger, an denen der besagte
Antikörper nicht anhaftet oder nicht gebunden ist, in
aktiviert, und der Träger wird dann gewaschen. Das ent
stehende Affinitätsgel wird in eine Säule mit geeigne
ter Größe gepackt, um eine Affinitäts-chromatographi
sche Säule zu bilden. Bovines Roh-Lactoferrin, das von
Milch erhalten worden ist, wird in einer Phosphatpuffer-
Salzlösung (PBS) gelöst, und die entstehende Lösung
wird durch die vorstehend beschriebene Säule geleitet.
Dann wird das Affinitätsgel innerhalb der Säule mit
PBS gewaschen, um die nicht adsorbierte Fraktion zu
entfernen, woraufhin gründliches Waschen mit PBS, die
0,5 M Natriumchlorid enthält, und dann 0,15 M Natrium
chloridlösung folgt. Danach wird das adsorbierte bo
vine Lactoferrin mit einer Acetatpufferlösung, pH 2,7,
die 0,15 M Natriumchlorid enthält, eluiert. Die Eluat
fraktion, die bovines Lactoferrin enthält, wird auf
pH 7 eingestellt, gegen entionisiertes Wasser dialy
siert und dann gefriergetrocknet, um bovines Lactofer
rin mit einer Reinheit von 98% oder höher zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung wird weiterhin durch das fol
gende Beispiel näher erläutet.
Unter Verwendung eines Ionenaustauschharzes wurde eine
bovine Lactoferrinfraktion von bovinem Colostrum oder
boviner Vormilch nach dem herkömmlichen Verfahren ab
getrennt (Johansson, B. G. et al.: Acta Chem.Scand., 23,
683, 1969). Diese bovine Lactoferrinfraktion besaß eine
Reinheit von 60%.
Zu der vorstehenden bovinen Lactoferrinfraktion wurde
ein Antiserum gegen bovine Immunglobuline hinzugegeben.
Auf diese Weise wurden bovine Immunglobuline, die die
Hauptverunreinigungen bildeten, aufgenommen, um die
Reinheit des bovinen Lactoferrins auf etwa 90% zu er
höhen.
Das so erhaltene bovine Lactoferrin wurde in einer
Phosphatpuffer-Salzlösung (PBS), pH 7,2, die 0,15 M
Natriumchlorid enthielt, so gelöst, daß sich eine
Konzentration von 0,3% ergab. Diese Lösung wurde mit
einer gleichen Menge Freundschem vollsätndigem Adju
vans (Freund's complete adjuvant) gemischt,
um eine Emulsion zu bilden. Eine Maus vom BALB/c-Stamm,
die 6 bis 8 Wochen alt war, wurde durch Injizieren der
Emulsion in ihre Bauchhöhle immunisiert. Diese Immu
nisierung wurde dreimal in Intervallen von 2 Wochen
wiederholt. Sieben Tage nach der Endimmunisierung wurde
die Milz von der Maus herausgeschnitten und Milzzellen
wurden davon entnommen. Diese Milzzellen wurden in
DMEM-Medium (Dulbecco-modifiziertes-Minimum-essentiel
les-Medium) dispergiert und mit SP 2/O-Ag 14 Mäuse-Myelom
zellen in einem Verhältnis von 2 : 1 gemischt. Zu dieser
Mischung wurde eine 50%ige Lösung von Polyäthylenglycol
(gaschromatographische Qualität, Molekulargewicht 4000)
als Verschmelzungsbeschleuniger oder
Fusionspromotor hinzugegeben. Auf diese Weise wurde die
Verschmelzung der Zellen in 10 Minuten fertiggestellt.
Die entstandenen verschmolzenen Zellen wurden durch
Zentrifugieren von Polyäthylenglycol abgetrennt, in
HT-Medium so dispergiert, daß sich eine Zelldichte von
1 × 107 Zellen/ml oder weniger ergab, über 96 Löcher-
Mikrotiterplatten gesprüht und bei 37°C unter einer
Atmosphäre von 5% Kohlendioxid kultiviert. Von dem Ta
ge nach dem Beginn der Kultur (d. h. dem ersten Tag)
wurde die Hälfte des Mediums kontinuierlich mit HAT-
Medium ausgetauscht. An dem 17. Tag wurden Hybridomas
nach dem Feste-Phase-Verfahren klassiert. Als Ergebnis
hatten 100% der Hybridomas eine Kolonie gebildet und
8,3% der Hybridomas zeigten eine positive Reaktion
für bovines Lactoferrin.
Dann wurden die Hybridomas, die eine positive Reaktion
zeigten, zu 24-Löcher-Mikrotiterplatten überführt
und geklont, sobald sie zu einer Zelldichte von 1 × 105
Zellen/ml gewachsen waren. Danach wurden sie in HT-
Medium zwei Wochen lang kultiviert, und die Hybridomas,
die eine einzige Kolonie in der Bohrung bildeten, wur
den einem zweiten Klonen unterworfen.
Dieses Klonierungs- und Klassierungsverfahren wurde
dreimal wiederholt. Auf diese Weise wurden Monoklone
von einem Hybridoma erhalten, das fähig war, einen
Antikörper gegen bovines Lactoferrin zu erzeugen.
Eine Probe von dem entstandenen Hy
bridoma, das fähig ist, einen monoklonalen Antikörper
gegen bovines Lactoferrin zu erzeugen, wird in der
American Type Culture Collection, 12 301 Parklawn Drive,
Rockville, Maryland 20 852-1776 unter der Hinterlegungs
nummer (Deposition No.) ATCD HB 8852 aufbewahrt.
Claims (6)
1. Zur Erzeugung eines monoklonalen Antikörpers gegen
bovines Lactoferrin fähiges Hybridoma, das sich
spezifisch mit bovinem Lactoferrin kombinieren
kann, dadurch gekennzeichnet,
daß es durch Verschmelzen von Milzlymphozyten von
einer mit bovinem Lactoferrin immunisierten Maus
mit Mäuse-Myelomzellen erhalten worden ist.
2. Verfahren zur Bildung des Hybridomas nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
man Milzlymphozyten von einer mit bovinem Lacto
ferrin immunisierten Maus mit Mäuse-Myelomzellen
verschmilzt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Lösung
von bovinem Lactoferrin, das von der Molke- oder
Milchserumfraktion von Milch abgetrennt worden ist,
hergestellt wird; eine Maus mit einer Emulsion, die
durch Mischen gleicher Mengen der Lactoferrinlösung
und Freudschem vollständigen Adjuvans gebildet
wird, immunisiert wird;
Milzlyphozyten von der Milz der Maus entnommen werden;
Milzlympho zyten mit Mäuse-Myelomzellen verschmolzen werden und die entstehenden verschmolzenen Zellen kulti viert werden;
die gebildeten Hybridomas in HAT- Medium selektiert werden;
die selektierten Hybri domas nach dem Feste-Phase-Verfahren gesiebt oder klassiert werden, um ein Hybridoma zu erhalten, das eine positive Reaktion zeigt;
und das Hybridoma einem Klonierungsverfahren unterworfen wird, um einen Monoklon des Hybridomas zu erhalten.
Milzlyphozyten von der Milz der Maus entnommen werden;
Milzlympho zyten mit Mäuse-Myelomzellen verschmolzen werden und die entstehenden verschmolzenen Zellen kulti viert werden;
die gebildeten Hybridomas in HAT- Medium selektiert werden;
die selektierten Hybri domas nach dem Feste-Phase-Verfahren gesiebt oder klassiert werden, um ein Hybridoma zu erhalten, das eine positive Reaktion zeigt;
und das Hybridoma einem Klonierungsverfahren unterworfen wird, um einen Monoklon des Hybridomas zu erhalten.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lösung
aus bovinem Lactoferrin durch Abtrennen von bovi
nem Lactoferrin von der Molkefraktion von Rinder
vormilch oder bovinem Colostrum hergestellt wird,
ein Antiserum gegen bovine Immunglobuline zu dem
bovinen Lactoferrin hinzugegeben wird, um die
bovinen Imunglobuline und andere darin vorhandene
Verunreinigungen aufzunehmen und zu entfernen, und
das entstehende gereinigte bovine Lactoferrin in
einer Phosphatpuffer-Salzlösung (PBS) gelöst wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß Milzlymphozyten,
die von einer Mäusemilz entnommen sind, die 6 oder
7 Tage nach der Endimmunisierung mit bovinem
Lactoferrin herausgeschnitten wird, als die ge
nannten Milzlymphozyten verwendet werden, SP 2/O-
Ag 14-Zellen als die besagten Mäuse-Myelomzellen
verwendet werden und diese Zellen über eine Zeit
dauer von 5 bis 15 Minuten und vorzugsweise 9 bis
11 Minuten miteinander verschmolzen werden.
6. Verwendung des Hybridomas nach Anspruch 1 zur
Herstellung eines monoklonalen Antikörpers, der
zur Isolation von Lactoferrin aus Milch in einem
hochreinen Zustand fähig ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3524585A1 DE3524585A1 (de) | 1986-01-16 |
| DE3524585C2 true DE3524585C2 (de) | 1987-09-03 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| GB (1) | GB2162856B (de) |
| NZ (1) | NZ212690A (de) |
Families Citing this family (3)
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