DE35724C - Verfahren zur Darstellung von Pepton aus Nucleoproteinen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Pepton aus Nucleoproteinen

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DE35724C
DE35724C DENDAT35724D DE35724DA DE35724C DE 35724 C DE35724 C DE 35724C DE NDAT35724 D DENDAT35724 D DE NDAT35724D DE 35724D A DE35724D A DE 35724DA DE 35724 C DE35724 C DE 35724C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
    • A23J3/30Working-up of proteins for foodstuffs by hydrolysis

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  • Food Science & Technology (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Als Nucleoproteine bezeichnet der Erfinder Stoffe, welche bei geeigneter Spaltung, z. B. durch Kochen mit Wasser unter Druck, durch Säuren, Alkalien oder Fermente in Nuclein und in Eiweifs bezw. Pepton zerfallen.
Um nun derartige Stoffe unter Elimination des Nuclems zu peptonisiren, verfährt man folgendermafsen.
Die Nucleoproteine, ζ. B.' das Vitellin des Eigelbs oder das Casein der Milch, werden:
1. entweder mit Wasser unter Druck bei 150 bis 1700 so lange digerirt, bis die Menge des abgespaltenen Nuclei'ns sich nicht mehr vermehrt. Hierfür sind z. B. ■ bei Anwendung von 100 g Casein und 1 1 destillirten Wassers ca. 10 Stunden nöthig. Das ausgeschiedene Nuclein wird durch Filtration entfernt, die Peptonlösung noch weiter mit Wasser unter Druck bei 150 bis 1700 digerirt, falls noch gröfsere Mengen unveränderten Eiweifses in der Lösung enthalten sein sollten.
Die zuletzt erhaltene Lösung enthält Case'inpepton. Dasselbe wird aus der Lösung nach den im Patent No. 29714 (Patentschrift Spalte 4 oben) angegebenen Methoden abgeschieden; oder
2. das Nucleoprotei'n wird mit verdünnter Natronlauge (z. B. von 0,1 pCt.) so lange bei 80 bis 900 digerirt, bis der nach Neutralisation mit Säure auftretende Nücle'inniederschlag sich nicht weiter vermehrt. Hierzu sind bei Anwendung von 100 g Casein und 1 1 der verdünnten Natronlauge ca. 8 Stunden nöthig. Die alkalische Lösung wird neutralism und nach erfolgter Filtration, wie oben unter 1., mit Benutzung von Patent No. 29714 auf Pepton verarbeitet; oder
3. das Nucleoprote'in wird in destillirtem Wasser mit oder ohne Zusatz von ca. .1 pCt. Alkali (z. B. Aetzkali) suspendirt, einige Zeit bei 400 digerirt, dann mit einem Fermente, welches in alkalischer Lösung peptonisirend wirkt, z. B. mit Trypsin (Pankreasferment) versetzt und so lange bei 400 gehalten, bis sich der bei der Neutralisation auftretende Nucleinniederschlag nicht mehr vermehrt.
Nachdem das Nuclei'n abfiltrirt ist, wird die erhaltene Lösung, wie oben unter 1. angegeben ist, mit Benutzung von Patent No. 29714 auf Pepton verarbeitet.

Claims (3)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren zur Herstellung von Pepton aus Nucleoprote'inen unter Beseitigung des bei der Peptonisation auftretenden Nuclems:
    ι. durch Digestion mit Wasser unter Druck bei 150 bis 1700;
  2. 2. durch Digestion mit Alkali und nachfolgender Ausfällung des Nucleins mit Säure;
  3. 3. durch Digestion mit einem in neutraler oder alkalischer Lösung wirkenden Fermente und nachfolgender Neutralisation durch Säure.
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