DE357768C - Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen - Google Patents

Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Info

Publication number
DE357768C
DE357768C DED39293D DED0039293D DE357768C DE 357768 C DE357768 C DE 357768C DE D39293 D DED39293 D DE D39293D DE D0039293 D DED0039293 D DE D0039293D DE 357768 C DE357768 C DE 357768C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohols
hydrocarbon oils
treatment
alcohol
alcoholic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED39293D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Friedrich Schick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall Dea International AG
Original Assignee
Deutsche Erdoel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Erdoel AG filed Critical Deutsche Erdoel AG
Priority to DED39293D priority Critical patent/DE357768C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE357768C publication Critical patent/DE357768C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
    • C10G21/06Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents characterised by the solvent used
    • C10G21/12Organic compounds only
    • C10G21/16Oxygen-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Behandlung von Kohlenwasserstoffölen. In der Mineralölindustrie sind aliphatische Alkohole bereits wiederholt als Raffinationsmittel für Erd- sind Teeröle sowie deren Destillate verwendet worden. Man hat sich hierbei für die Erdölindustrie die auswählende Löslichkeit, z. B. des Äthyl-. oder Methylalkohols gegenüber gewissen Bestandteilen cler fraglichen Kohlenwasserstoffgemische zunutze gemacht, um diese Bestandteile aus dem Kohlenwasserstoffgemisch herauszulösen und das Mineralöl auf diese Weise zu veredeln (F r a s c h , amerikanisches Patent 95r272 und 95r729; A i s i n m a n i i, Dinglers Polytechnisches Journal 297, S. 44 ; C h a -r i t s c h k o w , Chem, Revue 1903, S.251, 281). Anderseits ist Alkohol auch zur Abscheidung der in Mineralölen und Mineralölrückständen enthaltenen asphalt- und harzartigen Stoffe verwendet worden (Patent 12q.980, 173616, 176d.68). Diesem Zweck diente z. B. Amylalkohol, welcher. die Eigenschaft hat, Mineralöle zu lösen, dagegen die asphalt- und harzartigen Stoffe auszufällen. Schließlich wurde in der Braunkohlenteerindustrie die Löslichkeit der sauerstoffhaltigen Beimengungen des Teers oder Teeröls in Äthylalkohol benutzt, um dieselben von den Kohlenwasserstoffölen abzutrennen (Patent 232657, 272689, 302398) Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von der bereits bekannten Behandlung von Kohlenwasserstoffölen mit Alkoholen dadurch, daß es sich weder die auswählende Lös-1'chkeit für gewisse Bestandteile des Erdöls noch für die Kreosote des Braunkohlenteers zunutze macht, sondern lediglich auf eine Beseitigung der in den rohen Kohlenwasserstoffölen enthaltenen Farb-, Geruchs-, Harz- und Asphaltstoffe abzielt, indem es dieselben aus ilen rc,hen Kohlenwasserstoffölen herauslöst.
  • Die Beseitigung dieser Verunreinigungen mit Hilfe von - vorzugsweise aliphatischen-Alkoholen ist nur möglich, wenn diese Alkohole nicht in reinem Zustand, sondern mit Wasser oder anderen in Alkohol löslichen Stoffen beschwert zur Anwendung kommen. Es tritt durch solche Beschwerung nicht nur eine für die erforderliche Schichtenbildung, sondern auch für die Herauslösung der Farb-, Geruchs-, Harz- und Asphaltstoffe günstige Wirkung ein.
  • Es wurde bei der Behandlung von Spindelöl aus galizischem Erdöl, von Maschinenöl aus Wietzer Rohöl oder von Paraffinöl aus Braunkohlenurteer mit absolutem Methyl-, Äthyl-und Amylalkohol eine reinigende Wirkung in gedachtem Sinne überhaupt nicht festgestellt. Ein Zusatz von etwa 1o Prozent Wasser zu den genannten Alkoholen verlieh diesen dagegen eine deutlich reinigende Wirkung, die sich bereits bei einfachem Durchschütteln der Mineralöle mit den Alkoholen zu erkennen gab. Ein sehr beträchtlicher Raffinationserfolg trat ein, wenn den Alkoholen organische oder :anorganische, flüssige oder gasförmige Säuren zugefügt wurden. Ganz besonders gute Wirkung zeigte äthylialkoholische Salzsäure und amylalkoholische Schwefelsäure.
  • An Stelle aliphatischer Alkohole sind auch aromatische, statt einzelner Alkohole auch Alkoholgemische und an Stelle der Säuren in gewissen Fällen auch saure Salze oder in anderen Fällen Basen verwendbar. Man kann demgemäß auch Benzylalkohol verwenden und statt der sauren alkoholische Alkalilösungen oder Lösungen organischer Basen in aliphatischen oder aromatischen Alkoholen. Weiterhin können die Alkalien in Form ihrer Alkoholate verwendet werden. Auch können statt der Alkohole deren Ester mit anorganischen oder organischen Säuren zur Behandlung .der Kohlenwasserstofföle .dienen. Es sind nicht nur einwertige Alkohole sondern auch mehrwertige verwendbar, beispielsweise können Glyzerin, besonders vorteilhaft auch: Dichlorhydrin oder andere Haloidester des Glyzerins, wie überhaupt auch die Ester der ein- und mehrwertigen Alkohole verwendet werden.
  • Das Kennzeichen der vorliegenden Erfindung ist, daß in keinem Fall Alkohole als solche zur Behandlung der Kohlenwasserstofföle, sondern in allen Fällen alkoholische Lösungen zur Verwendung kommen. Wäßrige alkoholische Lösungen üben nur geringe reinigende Wirkung, saure und alkalische Lösungen eine erhöhte Wirkung. Der beste Erfolg wird erzielt, wenn- der Behandlung mit alkoholischer Säure eine solche mit alkoholischen Basen nachfolgt. Gegebenenfalls können die Kohlenwasserstofföle zunächst mit dem Alkohol gemischt und erst dieser Mischung die in Alkohol löslichen Säuren, Basen, allenfalls auch Wasser zugesetzt werden. Für den Fall der Salzsäure kann dies durch Einleiten von gasförmigem Chlorwasserstoff in das Gemisch. von Kohlenwasserstofföl und Alkohol geschehen. Vorteilhaft geht der alkoholischen Behandlung eine Raffination nach einem der bereits bekannten Verfahren voraus. - Das Verfahren ist im unterbrochenen oder ununterbrochenen Betrieb ausführbar, im letzteren Fall zweckmäßig in einer Waschkolonne, welche nach dem Gegenstromprinzip Kohlenwasserstofföl und alkoholische Lösung in innige Berührung bringt.
  • Nach vorliegendem Verfahren können Erdöl und Erdölprodukte sowie Teere aus Steinkohlen, Braunkohlen, Holz, Torf, Schiefer u. dgl. ebenso Produkte aus solchen Teeren behandelt werden.
  • Wenngleich Alkohole in der Mineralöl-Industrie als Arbeitsmittel bereits verwendet wurden, so geschah dies bisher stets unter Nutzbarmachung ihrer auswählenden Löslichkeit zur Zerlegung der rohen Kohlenwasserstofföle in einzelne Bestandteile oder Gruppen von solchen. Man hat auch zur Trennung einzelner Gruppen von Kohlenwasserstoffgei"ischen in der Mineralölindustrie Azeton vorgeschlagen. Abgesehen davon, daß, Azeton als Keton nicht zu den nach vorliegendem Patent zu verwendenden Alkoholen zählt, ist es ebenso wie der Alkohol bei den bereits bekannten Verfahren in einem derart mit Wasser verdünnten Zustand angewendet worden, daß eine Zerlegung des zu behandelnden Gemisches in einzelne große Gruppen der Rohbestandteile erfolgte. Im Gegensatz hierzu werden nach der vorliegenden Erfindung durch die Behandlung mit Alkoholen im wesentlichen nur die die Rohstoffe verunreinigenden Farb-, Geruchs-, Harz- und Asphaltstoffe entfernt. Ausführungsbeispiel. ioo kg dunkles Maschinenöldestillat aus Wietzer Rohöl werden mit ioo kg einer Lösung von konzentrierter Schwefelsäure in Amylalkohol (2o : 8o Prozent) durch kräftige Rührung bei gewöhnlicher Temperatur vermischt. In der Ruhe setzt sich unter dem entharzten und entasphaltierten Schmieröl, das in seiner Farbe" sehr weitgehend aufgehellt ist, eine dunkel gefärbte, die Farb-, Geruchs-, Harz- und Asphaltstoffe des Schmieröls enthaltende alkoholische saure Lösung ab, welche in zweckmäßiger Weise für sich aufgearbeitet wird. Das behandelte Schmieröl wird durch: eine Nachbehandlung mit alkoholischer- Pyridinlösung vollkommen entsäuert und hierbei gleichzeitig noch weiter aufgehellt.

Claims (2)

  1. RA TENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Behandlung von Kohlenwasserstoffölen mit Alkoholen oder Alkoholgemischen, gekennzeichnet durch die Verwendung von Alkoholen, denen derartig geringe Mengen von Wasser, Säuren oder Basen zugesetzt werden, daß sich eine im wesentlichen nur die Farb-, Geruchs-, Harz- und Asphaltstoffe enthaltende Schicht von den gereinigten Kohlenwasserstoffölen absetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstofföle zunächst mit einer Lösung von Säuren in Alkoholen und dann mit einer Lösung von Basen in Alkoholen oder umgekehrt behandelt .werden.
DED39293D 1921-03-19 1921-03-19 Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen Expired DE357768C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED39293D DE357768C (de) 1921-03-19 1921-03-19 Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED39293D DE357768C (de) 1921-03-19 1921-03-19 Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE357768C true DE357768C (de) 1922-08-31

Family

ID=7044657

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED39293D Expired DE357768C (de) 1921-03-19 1921-03-19 Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE357768C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE357768C (de) Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen
DE352917C (de) Verfahren zur Reinigung von Kohlenwasserstoffoelen
DE2113987A1 (de) Verfahren zur Raffination von Erdoelfraktionen
DE429444C (de) Verfahren zur Herstellung gereinigter Kohlenwasserstoffoele
DE1921917C3 (de) Verfahren zur Herstellung schwefelarmer Heizöle aus Rückstandsölen mit hohem Schwefelgehalt
DE623337C (de)
DE388467C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung konzentrierter Schwefelsaeuren und von bei Raffinationsverfahren mit solchen Saeuren entstehenden Harzen
DE185690C (de)
DE728642C (de) Verfahren zur Verarbeitung hochmolekularer schwefelhaltiger Kondensationsprodukte
DE721241C (de) Verfahren zum Entparaffinieren von Mineraloelen und Teeren in zwei Stufen
DE549451C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schmieroelen
DE958233C (de) Verfahren zum Entfernen von Merkaptanen aus einem sauren Kohlenwasserstoffdestillat, das hoeher siedet als Benzin
DE341692C (de) Verfahren zur vollstaendigen Entfernung der sauerstoffhaltigen Bestandteile aus Teeren
DE816093C (de) Verfahren zur Raffination von Kohlenwasserstoffoelen u. dgl. mit Schwefelsaeure
DE616308C (de) Verfahren zur Entfernung von korrodierend wirkenden Schwefelverbindungen aus Benzolerzeugnissen
DE733302C (de) Verfahren zur stufenweisen Extraktion von OElkreideoelen und Teeren
DE373862C (de) Verfahren zum Entasphaltieren und Entparaffinieren von Kohlenwasserstoffgemengen
DE261777C (de)
DE517196C (de) Verfahren zur Raffination von Erdoel und Erdoeldestillaten
DE421858C (de)
DE654191C (de) Verfahren zur Gewinnung von hochwertigen leichtsiedenden Kohlenwasserstoffen
DE951952C (de) Verfahren zur Herstellung von Roherdoelen oder Heizoelen mit verringerter Neigung zur Bildung stabiler Emulsionen mit Wasser
DE763695C (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsaeuren, Alkoholen und aehnlichen Stoffen durch Oxydation von mit Schwefelsaeure behandelten aliphatischen Kohlenwasserstoffen
DE701913C (de)
DE576405C (de) Verfahren zur Gewinnung von OElen und Schwefelsaeure aus der bei der Erdoelraffination anfallenden Abfallschwefelsaeure