DE358968C - Verfahren zum Reinigen von Schmutzoel mittels Dampf - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von Schmutzoel mittels DampfInfo
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Description
- Verfahren zum Reinigen von Schmutzöl mittels Dampf. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Entfernen von Schmutz aus gebrauchtem Schmieröl uad zur Wiedergewininn7.g von gebrauchsfähigem Öl.
- Der Konstruktion ist der Gedanke zugrunde gelegt, Dampf durch das gebrauchte Schmutzöl hindurchzupressen, das Öl mittels des dadurch entstehenden Niederschlagwassers kräftig durchzuwirbeln, den Schmutz und insbesondere harzige Bestandteile zu lösen und das 01 @schließlich dadurch zu reinigen, @daß es unter dem Druck derselben Dampfzufuhr dcrarti;g durch ein Siebgewebe hindurchgepreßt wird, daß :die Schmutzteile des Öles zurückbleiben, während Öl und Wasser immer noch unter dem Druck des Dampfes stehend, noch vor dem Austritt aus dem Reiniger zur Scheidung gezwungen werden. Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeich-_iang wiedergegeben, welche einen Aufriß des ltcinigers im Schnitt darstellt.
- Der Reiniger besteht aus zwei Hauptteilen, nämlich einem zylinderischen Außenmantel a, in dessen unterem Teil bis zu einer gewissen Höhe dauernd sich N iederschlagwasser be- findet und einem trichterförmigen Innengefäß b, dessen Boden von einem Siebgewebe c gebildet wird. Dieser Trichter wird in das Außengefäß eingehängt und ist in seiner Länge @so bemessen, daß :das Siebgewebe ,dauernd sich unter Wasser befindet. Auf diese Weise wird es ununterbrochen in genuallenem Zustande erhalten und die Siebwirkung bis zum Höchstgrad gesteigert.
- Der Trichter b ist ungefähr in der Mitte durch eine Scheid--wand d in zwei Kammern zerlegt, von denen die obere Kammer e zur .Aufnahme des Schmutzöles dient und durch den klappbaren Deckel f die Zuführung desselben ermöglicht, während die untere Kammer g als eigentliche Reinigungskammer gedacht ist. Die Verbindung der beiden Kaminern, idurch die Löcher la der Scheidewanid cl hindurch, wird durch einen Blechschwimmer i gebildet, der zunächst den Eintritt des Schmutzöles aus der Vorratskammer e in die untere Reinigungskammer g gestattet, aber allmählich von der ansteigenden Ölmenge 1nit in die Höhe gehoben wird und schließlich ventilartig die Öffnung zum Abschluß bring.
- In diese Olmenge wird mitten durch der: ganzen Apparat hindurch mittels der Röhre 1z .vier Dampf derart zugeführt, daß er von unten her in das Öl eintritt. Er muß also zunächst durch das auf dem Siebboden lagernde Nieclerschlagwasser hindurchgehen, oder er wirf überhaupt zunächst kondensiert werden und <las Niederschlagwasser bilden, aber bei weiterer Dampfzufuhr wird das Niederschlagwasser und .das Öl erwärmt, der Dampf bahnt sich allmählich seinen Weg durch das Öl hindurch, reißt das Niederschlagwasser mit und bewirkt gemeinsam mit ihm eine so starke Durchwirbelung des Öles, daß die Loslösung aller schmutzigen und harzigen Bestandteil restlos zur Durehführurg kommt.
- Der Dampf sammelt sich oberhalb des Ölspiegels und der steigende Druck desselben bewirkt die allmähliche Durchpressunder gesamten tilmenge durch das Siebgewebe c.
- Unterstützt wird diese Wirkung noch durch den Einbau eines durchlochten Tellers o, welcher sich (lern Wege des Öles quer entgegercstullt und so eine weitere feine Verteilung desselben. über seine Oberfläche und durch seine Löcher hindurch erzwingt.
- Das 0I gelangt in den äußeren Behälter a, die Dampfteile kadensieren sich durch die Abkühlung und heben als Niederschlagwasser (las Ü[ über sich empor.
- Das Ü1 tritt schließlich durch Iden Stutzen L " aos, während das Was"er selbst durch da; Steigrohr in und die Mündung yi ins Freie gelangt. Es muß nur dafür gesorgt werden, daß die Ölmündung l um einige Millimeter, vielleicht 3 bis io mm, höher gelagert ist als die Wasserinünaung 1a, u.n die Scheia:.in-- zwi-, schen Cal und Wasser mit Zuverlässigkeit (Itirchzuführen.
- Das N iederschlagw@tq:=,er hindert nicht etwa, (laß weiterhin Lurch das Siebgewetc durchdringendes Öl immer wieder zur Oberfliicliegelangt. Dies erfolgt vielmehr ganz von selbst auf Grund des kleineren Gewichtes des Öles.
- Durch die allmähliche Entleerung der Reinigungskammer g läßt nicht nur der Dampfdruck nach, sonldern es sinkt schließlich auch der Schwimmer i und gibt den Eintritt für neues Reinigungsöl - frei. Da gleichzeitig der Dampf durch diese Öffnungen auszutreten versucht, wird er durch das entgegentretende kalte Reinigungsöl zur Kondensation gezwungen, und so entsteht augenblicklich in der Reiaigungskam;merg einUnterdruck, welcher den Öleintritt äußerst beschleunigt und ebenso schnell den Abschlußdurch den Schwimmer i wieder herib-eifü'hrt. Der Dampfdruck steigt mit zunehmender Erwärmung des Ölinhaltes, das Durchpressen des Öles beginnt von neuem und so wickelt sich der beschriebene Vorgang fortwährenid hintereinanider ab, solange Dampf einströmt und Schmutzöl vorhanden ist.
- Für Dauerbetriebe könnte man in den oberen Schmutzölraum eine Schmutzölkluckerleitung nach Art der Sturzflasche einmünden lassen, und man hätte dann einen selbsttätig arbeitenden Apparat, der ununterbrochen und ohne Aufsicht die Reinigung des Öles durchführt.
Claims (1)
- PATENT-ANspRÜcHE: x. Verfahren zum Reinigen von Schmutzöl mittels Dampf, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmutzöl durch Eirnblasen von Dampf durchgewirbelt und gleichzeitig erwärmt wird, sodann unter der Druckwirkung dieses Dampfserornes durch ein Filtriersieb .hindurchgepreßt und schließlich zur Scheidung vom Niederschlagwasser gebracht wird. z. Vorrichtung zur Ausübung -des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus drei in einem Gefäß (a) bindlichen Kammern, von denen die erste (e) zur Aufnahme des Schmutzöles, die zweite (g) zur Behandlung des Schmutzöles mit Dampf, und idie dritte Kammer zur Scheidung von 01 und Wasser unmittelbar vor ,dem Ausfluß dient. 3. Vorrichtung nach Anspruch -, 'bestehenrd aus einem Außengefäß (a) und einem eingehängten trichterförmigen Innengefäß (b), das durch eine Scheidewand (d), in zwei übereinander gelagerte Kammern zerlegt ist, zwischen denen die Verbindung oder die Trennung durch einen Schwimmer selbsttätig hergestellt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM71364D DE358968C (de) | 1920-11-07 | 1920-11-07 | Verfahren zum Reinigen von Schmutzoel mittels Dampf |
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| DE358968C true DE358968C (de) | 1922-09-18 |
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|---|---|---|---|
| DEM71364D Expired DE358968C (de) | 1920-11-07 | 1920-11-07 | Verfahren zum Reinigen von Schmutzoel mittels Dampf |
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| DE (1) | DE358968C (de) |
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1920
- 1920-11-07 DE DEM71364D patent/DE358968C/de not_active Expired
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