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Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Kühlen und Reinigen von Gasen
oder Dämpfen.
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Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen, Kühlen
und Reinigen von Gasen oder Dämpfen und zum Ausscheiden einzelner Bestanditeile
aus Gasen oder Dämpfen unter Verwendung eines zwischen den Kühl- u. dgl. Röhren
konzentrisch sich bewegenden. die Gase oder Dämpfe zwischen sich hindurchtreiben,
den Schleuderorganes.
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Die Verwendung eines derartigen Sahleuderorganes ist bei, desintegratorartigen
Vorrichtungen bereits bekannt, bei denen die Behandlung des Gase unter Flüssigkeitxzuführung
erfolgt. In desem Fall bewegt sich das Schleuderorgan zwischen gelochten, die Wasch-
oder Kühlflüssigkeit zuführenden Einzelröhren, die in größeren Abständen voneinander
konzentrisch zu dem Schleuder-Organ angeordnet sind.
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Diesem gegenüber wird erfindugsgemäß derart verfahren, daß man das
Schleuderorgan sich. zwischen Röhren bewegen läßt,
die innerhalb
des Behanldlungsraumes einen oder mehrere geschlossene, das Schleuderorgan mantelartig
umgebende Zirkulationskörper bilden. auf diese Weise bleibt as Kühl- oder Trockenmedium
von Iden zu behandelnden Gasen getrennt und erhält innerhlb des Gasbehandlungstraumes
einen langen Bewegunsweg, der zusammen mit dem Umstande, daß die Gase oder Dämpfe
mit der vollen durch das Schleuderorgen erzeugten Geschwindingkeit und somit uner
hohem Druck in radialer und tangentialer Richtung wiederholt auf die Röhren treffen,
eine vollkommene Ausnützung des Kühl- oder Trockenmnedium sergibt Außerordentlich
wirksam gestaltet sich die Einrichtung bei Desintegratoren mit geheizen oder gekühlten
Desintegratorkörben, wobei die die Desintegratorkörbe bildenden Zirkulationskörper
selbst die Schleuderorgane bilden.
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Dabei können sowohl Desintegratoren mit vertikaler als auch mit horizontaler
Welle sowie Desintegratoren mit teils feststehenden und teils gleich- oder gegenläufing
roteierenden Desintegratorkörben benutzt werden. Auch können z. B. sämtliche Desintegratorkörbe
geheizt od'er gekühlt werden oder nur die feststehenden. In gleicher Weise können
bei den gegenläufigen Desintegratoren beid Desintegratorköber oder nur einer geheizt
oder gekühlt werden. Die Gase oder Dämpft könen die Desintegratorvorrichtung von
außen nach innen oder von innen nach außen passieren.
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Das Heizmittel kann sein: Wanmwasser, Dampf, heiße Gase o.dg. Das
Kühlmittel kann sein: gekühlte Soole, gekühlte oele, Ammoniakdämpfe u. dgl.
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Der Erfindungsgegenstand kann beispielsweise Anwendung bei der Ausscheidung
des Teeres aus Gasen findin, um z. B. den Teer wasserfrei zu gewinnen. Damit adbei
der Teer flüssig bleibt, werden die Zirkulationskörper oder die Desintegratorkörbe
z. B. mittels warmen Wassers oder Dampfes von innen geheizt und beispielsweise auf
einer Temperatur von etwa 60 bis 80°C gehlten, während außen herum die Gase geleitet
bzw. durch die Schleuderorgane auf die geheizten Flächen geschleudert werden.
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Ferner kann der Erfindungsgegenstand beispielsweise Anwendung bei
der direkten Ammoniakgewinnung finden, wobei das von Teer gereingte Gas in Schwefelsäure
geleite wird. Hierbei ist es unter Umständen notwendig, den Teer ohne Wassereinspritzung
herauszuwaschen und das Gas auf etwa 60 bis 80°C zu halten.
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Auch wenn es sich z. B. um eine rasche intensive Kühlung oder Trocknung
des Gases handelt, beispielsweise auch bei bereits reinen Gasen, wobei es sich also
nicht gerade um die Ausscheidung von Bestandtilen handeln muß, kann Ider Erfindungsgegenstand
benutzt werden.
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Derselbe kann außerdem auch angewendet werden zum Ausscheiden bestimmter
Bestandteile aus Gasen bei niederen Temperaturen.
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Im allgemeinen wind bei Anwendung der Vorrichtung Gegenstromführung
gewahrt, um z. B. bei Kühlung heiße Gase mit den am misten angewärmten Zirkulationskörper-oder
Desintegratorflächen, kälter werdende Gase mit Iden weniger angewärmten Flächen
und kalte Gase mit den kältesten Flächen zusammenzuführen.
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In Ider Zeichnung sind in Abb. I bis 28 verschieden Ausführungsformen
zur Durchführung des eben beschriebene Verfahrens dargestellt.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 bis 3 sind z. B. die bisher meist
aus Rund-oder Vierkanteisen hergestellten feststehenden Desintegratorflächen aus
einem fortlaufenden, schlagenförmig gebogenen Rohr gebildet, das zwischen den rotierenden,
z. B. aus kleinen Winkeleisen cn gebildeten Desintegratorflächen angeordnet ist.
In Abb. 2 ist ein Stück dieser schlangenförmig gebogenen Rohre, beispielsweise U-förmig
gebogenenRohre, in Draufsicht dargestellt, während. Abb. 1 schematisch die Seitenansicht
bei beispielsweise vier und Abb 3 einen Seitenschnitt bbi beispielsweise drei Desintegratorzylinderflächen
zeigt. Das Heiz- oder Kühlmittel wird bei der Ausführungsform nach Abb. 1 z. B.
bei b zugeleitet, durchfleßt dann im Sinne des Pfeiles I zunächst die Schlangenrohre
Ides äußeren Ringes, und zwar im ganzen Umfang, worauf dasselbe durch das kurze
Verbindungsstüch b2 (vg1. Abb. 1 und 3) in die Schlangenrohre, beispielsweise U-Rohre
des zweiten Ringes übertritt, diese dann auf dem ganzen Umfang durchläuft, bei b3
in Ident, dritten Ring übertritt usw. Auf diese Weise durchläuft das Heiz- oder
Kühlmedium also das gesamte Rohrsystem von Ringfläche zu Ringfläche von außen nach
innen. Wenn nun das Gas den Desintegrator von innen nach außen passiert, entsteht
zunächst ein Gegenstrom in raialer Richtung, wenn ferner die rotierenden Desintegratorflächen
bzw. die Winkeleisen a entgegengestzt zu der hauptrichtung des Heiz- oder Kühlmittels,
also in der Richtung des Pfeiles 2, rotieren und dadurch auch die Gasumdrehungsrichtung
bestimmt wird, so entsteht ferner ein zweiter Gegenstrom in der Umdrehungsrichtung.
Da endlich das Medium,
wie namentifch aus Abb. 2 ersichtlich ist,
in den einzelnen Schlangenrohren abwechseln sich in entgegengesetzter Richtung bzw.
quer zu dem Gas bewegt, entsteht hierdurch ein dritter Gegen oder richtiger Querstrom,
welcher ebenfalls günstig ist. Die ohrschlangen bzw. Rohrschlangenzylinder sind,
beilspielsweise durch Rohrschellen S an der Tragplatte G befestigt.
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsfrom nach Abb. 1 bis 3 mit
einem druchlaufenden, schlangenförmig gebogenen Rohr wird die Gesamtilänge des Rohres
groß, und es sind damit sowohl Schwierigkeiten bezüglich der Herstellung als auch
bezüglich Querschritttsbestimmung, Druck usw. verbunden.
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Bei der in Abb. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform ist die Schwierigkeit
in der Herstellung beseitigt, aber nicht die Nachteile der fortlaufenden Stromführung
des Mediums, und zwar werden bei Abb. 4 bis 6 an Stelle eines Rohres einzelne U-förmig
gebogene Rohre (vgl. insbesondere Abb. 5) verwendet und an Ider Desintegratorwand
in Aussparungen bzw. Verbindungs- oder Umleitungskanälen derartig befestigt, daß
diese Kanäle je zwei U-Rohre verbinden. Bie der Ausführungsform nach Abb. 4 bis
6 sind die U-förmigen Rohre an einer besonders ausgebildeten Ringplatte G befestigt,
welche auf der inneren Seite mit den in Abb. 4 punktiert angedeuteten, in Abb 5
und 6 im Läbngs- und Seitenschnitt ersichtlichen Kanälen so versehen sind, daß beim
Abdecken bzw. Abdichten dieser Kanäle mittels einer aufgeschrabten Blech 0. dgl.
Platte c die obenerwähnte fortlaufende Verbindung der einzelnen U-förmigen rohre
entsteht. Das Heiz-oder Külmedium wird dabei, wie oben bie Abb. 1, 2 und 3 bereits
beschrieben, bei b zugeführt und dann nach dem Durchlaufen eines Rohrringes in der
Richtung des Pfeiles durch die in Abb. 4 punkiter eingezeichneten radialen Kanäle
b2, b3, b4 in den nächstinnerne Rohrring übergeführt und aus dem innersten Ring
abgeführt. Der Abstand der Schenkel aller U-förmig gebogenen Rohre ist gleich, so
daß daducrhc eine gleiche Teilung des Ringes erzielt wird. Damit das Medium nicht
in einem fortlaufenden, ununterbrochenen Strome geführt wrid, kann das Medium jedem
Rohrsystem an einer Stellc stelbständig zugeführt und nach dem Durchlaufen des betreffenden
Rohrringes wieder selbständig abgeleite werden; evtl. können jedoch auch die einzelnen
Rohrringe mit mehrenen Zu-und Ableitungssturzen versehen und so eine beliebige Unterteilung,
des Heiz- oder Kühlstromes erreicht werden, wodurch zwar die Gegenstromführung nicht
mehr gewahrt ist, die aber nicht immer notwendig ist.
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Um den Gegenstrom zu wahren und eine symmetrische Unterteilung Ides
Mediums zu erreichen, wird Idie Sektorenführung gewählt.
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Diese Ausführungsform zeigt die Abb. 7, wobei eine Sammelleitung d
außen und eine Sammelleitung e innen erforderlich ist. Die Teilung der Kreisfläche
der Tragplatte kann, je nach Erfordernis, groß oder kelin sein, z. B. 2-, 5-, 6-,
12teilig; z. B. in Abb. 7 rechts I2teilig; und jedes dieser Sechstel, Zwölftel o.
gdgl. wird mit dem Abstand x der U-Schenkel in konzentrische Ringe unterteilt. Die
kleinstmögliche Sektorenlänge y erhält man, wenn man die Länge y der konzentrischen
Ringabschnitte dem Abstrand x der U-Schenkel geleichsetzt (s. Abb. 7 links0. Bei
Abb. 7 rechts wird das heiz- bzw. Kühlmedium ein Stück, z.B. ein Zwölftel d1 in
der Umfangsrichtung, dann mittels Rohrstücks an der Tragplatte radial nach innen
zu dem innerhalb des Sektors liegenden Rohrring d2 in der Umfangstrichtung zurück,
dann wieder radial nach innen zu d3 use. geleitet. Das Rohrringst2ck d1 (bzw. d2,
d3, d4) ist dabei entweder fortlaufend schlangenförmig wie in Abb. 2 oder besteht
aus einzelnen U-Stücken mit Umleitungskanälen, wie in Abb. 5 dargestellt ist. Bei
fortlaufendem Rohr nach Abb. 2 erfolgt die Befestigung an der Tragplatte beispielsweise
durch Rohrschellen. Die Zuleitung erfolgt, wie bereits erwähnt, bei dieser Ausführungsfrom
z B. durch ein gemeinsames Ringrohr d und die Ableitung durch das Rohr e. Diese
Ausührungsform hat den wesentlichen Vorteil, daß der notwendige Querschnitt für
die Aufnahme des Mediums entsprechend. groß gewählt werden kann, weil die Sammelleitungen
d und e außerhalb Ides Bereiches der Desintegratorvorrichtung gelegt werden können
und von diesen Sammelleitungen die Rohrstränge mit dem kleinern Querschnitt abzweigen,
wodurch die eigentilche Desintegratorvorrichtung nicht zu groß und in ihrer Wirkung
intensiver wird. Durch diese Anordnung wird auch der notwendige Druck zum Durchleiten
des Heiz- oder Kältemediums verhältnismäßig gering werden.
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Der Gegenstrom des Heiz- oder Kältemediums von außen nach innen zu
einem von innen nach außen geführten Gas kann bei dieser Ausführung naturgemäß besonders
volkommen durchgeführt werden.
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In Abb. 8 bis 10 ist noch eine witere Ausführungsform dargestellt,
bei welcher an Stelle von U-förmig gebogenen. Rohren einzelne gerade Rohrstücke
h verwendet werden, die die Stelle der früheren mastsiven Desintegratorstäbe vertreten.
Bei der in Abb. 8 bis 10 dargestllten Anordnung münden die Rohre h in rohrobgenstücke
f und g. Wie
aus Abb. 9 ersichtlich ist, entsteht ebenfalls ein
fortlaufender Strom des Heiz- oder Kältemediums, wenn an jeder Vebindungsstelle
er Rohrbogenstücke durch einen Blindfianseh m biw. n die Rohrleitung t bzw. g unterbrochen
wird Diese Ausführungsfonm ergibt ebenfalls den Vorteil, daß durch die mehrfache
Unterteilung in den Verbindungstrohren h der Durchgangswiderstand für das Heiz-
oder Kältemedium verhältnismßlg gering ist. Außerdem ergibt auch der äußere Rchrring
g eine erwünschte Versteifung und dadurch eine gute Stabilität.
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Die evtl. notwendigen größeren Querschnitte liegen aber bei dieser
Ausführungsform im Bereiche der Desintegratorvorrichtung.
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In Abb. 11 bis I3 ist eine Ausführungsform dargestellt, welche sich
von der vorher beschriebenen Ausführungsform nach Abb. 8 bis 10 nur dadurch unterscheidet,
daß an Stelle des inneren Rohres f entsprechende Kanäle in der Tragplatte bzw. der
Ringscheibe G angeordnet sind, in welche die Verbindungsrohre h münden. Der Stromlauf
des Heiz- oder Kältemediums ist im übrigen der gleiche, wie vorher beschrieben.
Die äußere Verbindung kann, wie aus Abb. I2 und I3 ersichtlich, an Stelle von Flanschrohren
auch durch einzelne angeschweißte oder angelögtete Rohrstutzen k erfolgen.
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In Abb. 14 ist noch eine andere Ausführungsform eines Desintegrators
schematisch dargestellt, bei welcher zwischen den rotierenden Desintegratorflächen
ebenfalls fortlaufende Schlangenrohre angeordnet sind, die jedoch in diesem Fall
schraubenförmig verlaufen bzw., wie in Abb. I4a dargestellt, ringförmig mit einzelnen
achsialen Ver1bindungsstücken,, d. h. an Stelle der achsial verlaufenden hohlen
Desintegratorstäbe tritt eine schraubenförmig verlaufende bzw. ringförmige, Rohrschlange.
In Abb. 14 wird das Medium bei b zugeführt und durch das einzelne Rohr b2 von links
nach rechts geführt und dann durch die schraubenförmige Rohrschlange von rechts
nach links, und von hier geht das Medium radial an Ider Tragplatte durch b3 zum
inneren Desintegratorzylinder.
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Das Medium könnte nun wiederum mittels eines einzelnen Rohres von
links nach rechts geführt werden. Durch dieses einzelne Rohr wird aber an Raum verloren.
Um dieses zu vermeiden, mrnmt man zur Führung von links nach rechts ebenfalls eine
schrauben förmige Rohrschlange; jeder Desintegratorzylinder besteht also vorteilhaft
aus zwei schraubenförmigen Rohrschlange. Diese letztere Anordnung zeigt in Abb.
14 den inneren desintegratoryzlinder, bei welchem durch eine (nach der Zeichnung
durch die mittlere) schraubenförmige RohrschLange das Medium zuerst von links nach
recht und dann durch die zweite (nach der Zeichnung innere) Rohrschlange von rechts
nach links geführt wird.
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In Abb. 15 ist noch eine Ausführungsform dargestellt, und zwar ein
Querstromdesintegrator, bei welchem die rotierenden Desintegratorflächen z sternförmig
auf der Achse angeordnet werden, während die Heiz- oder Kühlschlangen zwischen diesen
in Form einer Scheibe, bestehend aus radial oder in konzentrischen Ringen oder spiralförmig
oder sternförmig angeondneten Rohren, ausgebildet sind. Die Zu- und Abführung des
Heiz-oder Kühlmediums ist entsprechend zu wählen. Es würde zu weit führen, die verschiedenen
Möglichkeiten einzeln auszuführen. In Abb. 15 handelt es sich nur um eine schematische
Darstellung.
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Die leingangs erwähnte charakteristische wielderholte innige Berührung
mit Iden Heiz-oder Kühldesintegratorflächen ist auch bei diesen beiden Ausführungsformen
gegeben.
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Die Gase oder Dämpfe können auch in bei Gasreinigungsdesintegratoren
an sich bekannter Weise zwei oder mehrere solcher Desintegratoren oder Desintegratorvorrichtungen
nacheinander passieren, beispiels, weise um eine intensive Kühlung oder Anwärmung
zu erreichen, oder beispiels-weise um eine allmähliche Abkühlung von hoher Temperatur
auf niedrige Temperatur zu erzielen, oder beispielsweise Bestandteile durch allmähliche
oder intensive Kühlung auszuscheiden, oder verschiedene Bestandteile bei verschiedenen
Temperaturen niederzuschlagen bzw. auszuscheiden.
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In Abb. I6 ist zeine beispiels, weise besonders zweckmäßige Ausführungsform
eines z. B. dreifachen Desintegrators dargestellt.
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Das Gas tritt bei A ein und passiert dann im Sinne der eingezeichnete.
pfeile nacheinander die Desintegratore I, II, III jeweils von innen nach außen und
wird bei B abgefürt. Das Heiz- oder Kältemedium wird z. B. bei C in den Desintegrator
III geleitet, tritt dann durch die Leitung C1 in Iden Desintegrator II über und
wird endlich dadurch die Leitung C auch noch durch den Desintegrator I geführt.
Die Desintegratorvorrichtungen I, II, III können beispielsweise nach Aibb. I bis
14 gebaut sein; beispielsweise ist Desintegrator III und II nach Abb. 7 gebaut;
Desintegrator I ist ebenfalls ähnlich Abb. 7 gebiaut, aber mit Umleitungskanälen
und die Samelleitungen d und e sind ersetzt durch Kanäle d3 und e.
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Durch die Führung des Gases von I nach II nach III und Führung des
Mediums von III nach II nach I entsteht der erste Gegen strom bzw. Hauptgegenstrom.
Durch die Führung
des Gases von innen nach außen und die Führung
des Mediums von außen nach innen entsteht dann in jeder Desintegratorovorrichtung
I, II oder III ein zweiter Gegenstrom, der radiale Gegenstrom, s. Seite 2 r. Sp.
unten.
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Dann kommt ein dritter Gegenstrom, auf Seite 2 r. Sp. unten mit Gegenstrom
in der Umdrehungsrichtung bezeichnet, und schließlich kommt eine vierte Art von
Gegenströmen, nämlich die Querführung in den einzelnen hohlen Stäben.
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Damit ein solcher mehrteiliger Desintegrator nach Abb, 16 einfach
montier und demontiert werden kann, sind die heiz- oder kühlbaren Desintegratorflächen,
wie oben schon bescribebn, an Ringscheiben G befestigt; außerdem ist das ganze Desintegratorgehäise
in der horizontalen Mittelebene zweiteiling ausgeführt. Zungächst werden die Ringscheiben
G vom Gehäiusetel abgeschraubt und dann durch Druckschrauben abgedrükt. nun werden
die Schrauben der Mitelverflanschung des Gehäuses gelöst, und der Gehäuseoberteil
wird hochgehoben. Nunmehr befinden sich die feststehenden Desintegratoren in den
drehbaren Desintegratorkörben eingehängt. Nun wird ilie ganze Trommel, d. h. Welle
mit drehbaren Desintegratorkörben, mit den feststehenden Desintegratorkörben hochgehoben.
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Um die Ringscheiben G an den eingebauten Querwänden des Gehäuses
einfach festbchrauben bzw. bei der Demontage abschrauben und abdrücken zu können,
sind bei E jeweils abdeckbare Einsteiglöcher vorgesehen. Damit ferner das Heiz-
oder Kühlmedium beim Demontieren des Apparates aus den Heiz- bzw. Kühlleitungen
nicht ausläuft und sich bei D2, D Ds mit den ausgeschiedenen, unter Umständen wertvollen
Bestandteilen vermischt, sind ferner beispielsweise bei F an Gehäuse oder beispielsweise
bei H an den Querwänden abschraubbare Deckel so vorgesehen, daß die hinter denselben
angebrachten zwei Abschlußorgane K (Hähne, Ventil, Schieber) der Zuleitung d vor
dem Auseinandernehmen j eweils abgesperrt werden können. Aus dem gleichen Grund
sind auch bei der Sammelleitung e gut zugänglich zwei Abschluß organe K1 in die
Heiz- bzw. Kühlleitung jedes Desintegrators eingeschaltet. Zweckmäßig wird zwischen
den beiden Absperrorganen K und den beiden Absperrorganen K1 je ein Zwischenstück
Z angeordnet, welches nach dem Absperren der beiden Hähne K und K, herausgenommen
wird. Auf diese Weise gelangt das Rohrsystem jedes Desintegrators bzw. jeder Die
integratorableitung als abgeschlossenes Ganzes zur Herausnahme.
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In Abb. 17 ist noch eine weitere Ausführungsform, z. B. mit vier
Desintegratoren I, II, III, IV dargestellt, Wobei jede drehbare Scheibe in an sich
bekannter Weise zwei Desintegratorkörbe trägt, und wobei einEinsteigschacht zur
Montalge und Demontage genügt. Das bei A eintretende Gas passiert die Desintegratorabetilung
I, II, III und IV in Richtung der eingezeichneten Pfeile, während das Medium von
IV nach III, II und I geleitet wird. Je nachdem das Heiz- oder Kältemedium durch
die einzelnen Desintegratoren IV bis I von innen nach außen oder von außen nach
innen geleitet wird, wird in den einzelnen Abteilungen auch der radiale Gegenstrom
erhalten. Die ausgeschiedenen Bestanditeil werden bei D1, D2, D4, D5 abgeleitet,
wobei in D3 noch die evtl. migersisenen und in dem Einsteigschacht niederfallenden
Bestandteile abgeführt werden können.
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Erwähnt sei ferner, daß bei den beiden letzterwähnten Ausführungsfromen
Abb. 16 und 17 nach Bedarf auch einzelne Desintegratoren geheizt und die anderen
Desintegratoren gekühlt werden können, ferner daß zwei oder mehrere Apparate nach
Abb. I6 und 17 nebeneinander oder hintereinander geschalter werden können.
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Die bei vorstehend beschriebenen Ausfillhrungsformen nach Abb. I6
und I7 erwähnte, sonst bei Desintegratoren bereits bekannte Befestigung der Desintegratorkörbe
an Ringscheiben, G, welche nach Lösen von der Gehäusewandung und nach Abheben. des
oberen Gehäuseteiles mitsamt den Desintegratorkörben nach oben aus dem Desintegratorgehäuse
herausgenommen werden können, kann selbstverständlich auch bei den anderen Ausführungsformen,
insbesondere bei den zuvor beschriebenen einteiligen Desintegratoren in bekannter
Weise Verwendung finden. Es kann somit in allen Fällen die Tragplatte G durch eine
solche Ringscheibe gebildet werden.
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In Abb. I8 und 19 sind ferner noch verschiedene Ausführungsformen
von Desintegratoren veranschaulicht. bei welchen zur Erhöhlung der Wirkung außer
den Desintegratorfläche auch noch die Gehäuse, und zwar namentlich an den Stellen,
wo das aus dem Desintegrator augeschleuderte Gas bzw. die ausgeschiedenen Bestandteile
mit der Wand in Berührung kommen, geheizt bzw. gekühlt werden können. Bei der Ausführungsfrom
nach Abb. I8 sind zu diesem Zweck z. B. bei M. N, 0 heiz- oder kühlbare Mäntei angeordnet,
während bei der Ausführungsfrom nach Abb. 19 der ganze äußere Teil des Desintegrators
mittels eines gemeinsament Mantels P geheizt bbzw. geküblt werden kann, Das eingangs
genannte Verfahren kann selbstverständlich auch in einem Desintegrator
mit
gegenläufing bewegten Desintegratorflächen ausgeführt werden (s. Abb. 20 und 21).
Die Anordnung und Ausbildung der heiz- bzw. kühlbaren Desintegratorflächen kann
hierbei ähnliah wie oben beschrieben erfolgen, nur ist dafür zu sorgen, daß die
Zufuhr und die Abletiung des Heiz- bzw.
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Kältemediums jeweils durch doppelt hohle Wellen erfolgt. Handelt es
sich hier beispielsweise um Dampf als Heizmedium, so genügt unter Umständen vielleicht
auch nur eine Zufuhr für den Dampf und somit eine Welle mit einer Höhlung, wobei
für entsprechende Abführung des Kondenzwassers Sorge zu tragen ist Abb. 22 zeigt
einen desintegratorartigen Apparat mit vertikaler Welle, und zwar links mit konisch
gestalteten Desintegratorflächen und rechts Des'integratorfläcben ähnlich Abb. 15
aber vertikal gestellt.
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Albb. 23 zeigt eine konische Desintegratorfläche zu Abb. 22 links
gehörig, wobei der hohle Kegel durchbrochen und mit Führungsabteilungen versehen
ist. Auch Abb. 22 rechts unten zeigt ähnliche Flächen, nämlich hohle durchbrochene,
mit Führungsabteilung versehene Scheiben.
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Es ist wohl selbstverständlich, daß hierbei die Durchbrechungen mit
Wandungen versehen sind, da ja z. B. der Hohlkegel Abb. 23 als ein geschlossenes,
dichtes Gefäß anzusprechen ist, für die Aufnahme des Kühl-oder Heizmediums. In gleicher
Weise könnten' z. B. bei Abb. 6, IO, I3 usw. durchbrochene Hohlzylinder verwendet
werden mit oder ohne besondere Zirliulations oder Führungsabteliumgen.
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Abb. 24 zeigt links einen. besonders gestalteten, vertikalen Desintegrator
mit langgestreckten Desintegratorkörpern, während Abb. 24 rechts ungefähr den Apparat
der Abb. I6 in vertikaler Stellung darstellt.
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Abb. 25, 26, 27 und 28 sind nicht mehr als Desintegra'toren anzusprechen,
weil die Schleuder- bzw. Zentrifugierorgane nicht mehr konzentrisch ineinander angeordnet
sind.
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In Abb. 25 links, Abb. 26, 27 und 28 sind nur einfache Flügel räder
als Zentrifugier-Organe dargestellt, während in Abb. 25 rechts mehrere Flügelräder
übereinander angebracht sind. Di einfachste Ausfühung ist die nach Abb. 27, wobei
um das Flügelrad eines gewöhnilihen Ventilators ein z. B. aus drei Ringen bestehendes
Rohrsystem, ähnlich wie in Abb. I, angeordnet ist. Eine sehr einfache Ausführung
zeigt auch Abb. 28, bei welcher ein Theisenscher Zentrifugalwascher verwendet wird,
um dessen rotierende Flügeltrommel mehrere Rohrzylinder angeordnet sind. Diese Rohrzylinder
mit Zwischen-