DE359363C - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Kuehlen und Reinigen von Gasen oder Daempfen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Kuehlen und Reinigen von Gasen oder Daempfen

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DE359363C
DE359363C DET20707D DET0020707D DE359363C DE 359363 C DE359363 C DE 359363C DE T20707 D DET20707 D DE T20707D DE T0020707 D DET0020707 D DE T0020707D DE 359363 C DE359363 C DE 359363C
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centrifugal
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D45/00—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces
    • B01D45/12—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by centrifugal forces
    • B01D45/14—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by centrifugal forces generated by rotating vanes, discs, drums or brushes

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Kühlen und Reinigen von Gasen oder Dämpfen.
  • Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen, Kühlen und Reinigen von Gasen oder Dämpfen und zum Ausscheiden einzelner Bestanditeile aus Gasen oder Dämpfen unter Verwendung eines zwischen den Kühl- u. dgl. Röhren konzentrisch sich bewegenden. die Gase oder Dämpfe zwischen sich hindurchtreiben, den Schleuderorganes.
  • Die Verwendung eines derartigen Sahleuderorganes ist bei, desintegratorartigen Vorrichtungen bereits bekannt, bei denen die Behandlung des Gase unter Flüssigkeitxzuführung erfolgt. In desem Fall bewegt sich das Schleuderorgan zwischen gelochten, die Wasch- oder Kühlflüssigkeit zuführenden Einzelröhren, die in größeren Abständen voneinander konzentrisch zu dem Schleuder-Organ angeordnet sind.
  • Diesem gegenüber wird erfindugsgemäß derart verfahren, daß man das Schleuderorgan sich. zwischen Röhren bewegen läßt, die innerhalb des Behanldlungsraumes einen oder mehrere geschlossene, das Schleuderorgan mantelartig umgebende Zirkulationskörper bilden. auf diese Weise bleibt as Kühl- oder Trockenmedium von Iden zu behandelnden Gasen getrennt und erhält innerhlb des Gasbehandlungstraumes einen langen Bewegunsweg, der zusammen mit dem Umstande, daß die Gase oder Dämpfe mit der vollen durch das Schleuderorgen erzeugten Geschwindingkeit und somit uner hohem Druck in radialer und tangentialer Richtung wiederholt auf die Röhren treffen, eine vollkommene Ausnützung des Kühl- oder Trockenmnedium sergibt Außerordentlich wirksam gestaltet sich die Einrichtung bei Desintegratoren mit geheizen oder gekühlten Desintegratorkörben, wobei die die Desintegratorkörbe bildenden Zirkulationskörper selbst die Schleuderorgane bilden.
  • Dabei können sowohl Desintegratoren mit vertikaler als auch mit horizontaler Welle sowie Desintegratoren mit teils feststehenden und teils gleich- oder gegenläufing roteierenden Desintegratorkörben benutzt werden. Auch können z. B. sämtliche Desintegratorkörbe geheizt od'er gekühlt werden oder nur die feststehenden. In gleicher Weise können bei den gegenläufigen Desintegratoren beid Desintegratorköber oder nur einer geheizt oder gekühlt werden. Die Gase oder Dämpft könen die Desintegratorvorrichtung von außen nach innen oder von innen nach außen passieren.
  • Das Heizmittel kann sein: Wanmwasser, Dampf, heiße Gase o.dg. Das Kühlmittel kann sein: gekühlte Soole, gekühlte oele, Ammoniakdämpfe u. dgl.
  • Der Erfindungsgegenstand kann beispielsweise Anwendung bei der Ausscheidung des Teeres aus Gasen findin, um z. B. den Teer wasserfrei zu gewinnen. Damit adbei der Teer flüssig bleibt, werden die Zirkulationskörper oder die Desintegratorkörbe z. B. mittels warmen Wassers oder Dampfes von innen geheizt und beispielsweise auf einer Temperatur von etwa 60 bis 80°C gehlten, während außen herum die Gase geleitet bzw. durch die Schleuderorgane auf die geheizten Flächen geschleudert werden.
  • Ferner kann der Erfindungsgegenstand beispielsweise Anwendung bei der direkten Ammoniakgewinnung finden, wobei das von Teer gereingte Gas in Schwefelsäure geleite wird. Hierbei ist es unter Umständen notwendig, den Teer ohne Wassereinspritzung herauszuwaschen und das Gas auf etwa 60 bis 80°C zu halten.
  • Auch wenn es sich z. B. um eine rasche intensive Kühlung oder Trocknung des Gases handelt, beispielsweise auch bei bereits reinen Gasen, wobei es sich also nicht gerade um die Ausscheidung von Bestandtilen handeln muß, kann Ider Erfindungsgegenstand benutzt werden.
  • Derselbe kann außerdem auch angewendet werden zum Ausscheiden bestimmter Bestandteile aus Gasen bei niederen Temperaturen.
  • Im allgemeinen wind bei Anwendung der Vorrichtung Gegenstromführung gewahrt, um z. B. bei Kühlung heiße Gase mit den am misten angewärmten Zirkulationskörper-oder Desintegratorflächen, kälter werdende Gase mit Iden weniger angewärmten Flächen und kalte Gase mit den kältesten Flächen zusammenzuführen.
  • In Ider Zeichnung sind in Abb. I bis 28 verschieden Ausführungsformen zur Durchführung des eben beschriebene Verfahrens dargestellt.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 bis 3 sind z. B. die bisher meist aus Rund-oder Vierkanteisen hergestellten feststehenden Desintegratorflächen aus einem fortlaufenden, schlagenförmig gebogenen Rohr gebildet, das zwischen den rotierenden, z. B. aus kleinen Winkeleisen cn gebildeten Desintegratorflächen angeordnet ist. In Abb. 2 ist ein Stück dieser schlangenförmig gebogenen Rohre, beispielsweise U-förmig gebogenenRohre, in Draufsicht dargestellt, während. Abb. 1 schematisch die Seitenansicht bei beispielsweise vier und Abb 3 einen Seitenschnitt bbi beispielsweise drei Desintegratorzylinderflächen zeigt. Das Heiz- oder Kühlmittel wird bei der Ausführungsform nach Abb. 1 z. B. bei b zugeleitet, durchfleßt dann im Sinne des Pfeiles I zunächst die Schlangenrohre Ides äußeren Ringes, und zwar im ganzen Umfang, worauf dasselbe durch das kurze Verbindungsstüch b2 (vg1. Abb. 1 und 3) in die Schlangenrohre, beispielsweise U-Rohre des zweiten Ringes übertritt, diese dann auf dem ganzen Umfang durchläuft, bei b3 in Ident, dritten Ring übertritt usw. Auf diese Weise durchläuft das Heiz- oder Kühlmedium also das gesamte Rohrsystem von Ringfläche zu Ringfläche von außen nach innen. Wenn nun das Gas den Desintegrator von innen nach außen passiert, entsteht zunächst ein Gegenstrom in raialer Richtung, wenn ferner die rotierenden Desintegratorflächen bzw. die Winkeleisen a entgegengestzt zu der hauptrichtung des Heiz- oder Kühlmittels, also in der Richtung des Pfeiles 2, rotieren und dadurch auch die Gasumdrehungsrichtung bestimmt wird, so entsteht ferner ein zweiter Gegenstrom in der Umdrehungsrichtung. Da endlich das Medium, wie namentifch aus Abb. 2 ersichtlich ist, in den einzelnen Schlangenrohren abwechseln sich in entgegengesetzter Richtung bzw. quer zu dem Gas bewegt, entsteht hierdurch ein dritter Gegen oder richtiger Querstrom, welcher ebenfalls günstig ist. Die ohrschlangen bzw. Rohrschlangenzylinder sind, beilspielsweise durch Rohrschellen S an der Tragplatte G befestigt.
  • Bei der oben beschriebenen Ausführungsfrom nach Abb. 1 bis 3 mit einem druchlaufenden, schlangenförmig gebogenen Rohr wird die Gesamtilänge des Rohres groß, und es sind damit sowohl Schwierigkeiten bezüglich der Herstellung als auch bezüglich Querschritttsbestimmung, Druck usw. verbunden.
  • Bei der in Abb. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform ist die Schwierigkeit in der Herstellung beseitigt, aber nicht die Nachteile der fortlaufenden Stromführung des Mediums, und zwar werden bei Abb. 4 bis 6 an Stelle eines Rohres einzelne U-förmig gebogene Rohre (vgl. insbesondere Abb. 5) verwendet und an Ider Desintegratorwand in Aussparungen bzw. Verbindungs- oder Umleitungskanälen derartig befestigt, daß diese Kanäle je zwei U-Rohre verbinden. Bie der Ausführungsform nach Abb. 4 bis 6 sind die U-förmigen Rohre an einer besonders ausgebildeten Ringplatte G befestigt, welche auf der inneren Seite mit den in Abb. 4 punktiert angedeuteten, in Abb 5 und 6 im Läbngs- und Seitenschnitt ersichtlichen Kanälen so versehen sind, daß beim Abdecken bzw. Abdichten dieser Kanäle mittels einer aufgeschrabten Blech 0. dgl. Platte c die obenerwähnte fortlaufende Verbindung der einzelnen U-förmigen rohre entsteht. Das Heiz-oder Külmedium wird dabei, wie oben bie Abb. 1, 2 und 3 bereits beschrieben, bei b zugeführt und dann nach dem Durchlaufen eines Rohrringes in der Richtung des Pfeiles durch die in Abb. 4 punkiter eingezeichneten radialen Kanäle b2, b3, b4 in den nächstinnerne Rohrring übergeführt und aus dem innersten Ring abgeführt. Der Abstand der Schenkel aller U-förmig gebogenen Rohre ist gleich, so daß daducrhc eine gleiche Teilung des Ringes erzielt wird. Damit das Medium nicht in einem fortlaufenden, ununterbrochenen Strome geführt wrid, kann das Medium jedem Rohrsystem an einer Stellc stelbständig zugeführt und nach dem Durchlaufen des betreffenden Rohrringes wieder selbständig abgeleite werden; evtl. können jedoch auch die einzelnen Rohrringe mit mehrenen Zu-und Ableitungssturzen versehen und so eine beliebige Unterteilung, des Heiz- oder Kühlstromes erreicht werden, wodurch zwar die Gegenstromführung nicht mehr gewahrt ist, die aber nicht immer notwendig ist.
  • Um den Gegenstrom zu wahren und eine symmetrische Unterteilung Ides Mediums zu erreichen, wird Idie Sektorenführung gewählt.
  • Diese Ausführungsform zeigt die Abb. 7, wobei eine Sammelleitung d außen und eine Sammelleitung e innen erforderlich ist. Die Teilung der Kreisfläche der Tragplatte kann, je nach Erfordernis, groß oder kelin sein, z. B. 2-, 5-, 6-, 12teilig; z. B. in Abb. 7 rechts I2teilig; und jedes dieser Sechstel, Zwölftel o. gdgl. wird mit dem Abstand x der U-Schenkel in konzentrische Ringe unterteilt. Die kleinstmögliche Sektorenlänge y erhält man, wenn man die Länge y der konzentrischen Ringabschnitte dem Abstrand x der U-Schenkel geleichsetzt (s. Abb. 7 links0. Bei Abb. 7 rechts wird das heiz- bzw. Kühlmedium ein Stück, z.B. ein Zwölftel d1 in der Umfangsrichtung, dann mittels Rohrstücks an der Tragplatte radial nach innen zu dem innerhalb des Sektors liegenden Rohrring d2 in der Umfangstrichtung zurück, dann wieder radial nach innen zu d3 use. geleitet. Das Rohrringst2ck d1 (bzw. d2, d3, d4) ist dabei entweder fortlaufend schlangenförmig wie in Abb. 2 oder besteht aus einzelnen U-Stücken mit Umleitungskanälen, wie in Abb. 5 dargestellt ist. Bei fortlaufendem Rohr nach Abb. 2 erfolgt die Befestigung an der Tragplatte beispielsweise durch Rohrschellen. Die Zuleitung erfolgt, wie bereits erwähnt, bei dieser Ausführungsfrom z B. durch ein gemeinsames Ringrohr d und die Ableitung durch das Rohr e. Diese Ausührungsform hat den wesentlichen Vorteil, daß der notwendige Querschnitt für die Aufnahme des Mediums entsprechend. groß gewählt werden kann, weil die Sammelleitungen d und e außerhalb Ides Bereiches der Desintegratorvorrichtung gelegt werden können und von diesen Sammelleitungen die Rohrstränge mit dem kleinern Querschnitt abzweigen, wodurch die eigentilche Desintegratorvorrichtung nicht zu groß und in ihrer Wirkung intensiver wird. Durch diese Anordnung wird auch der notwendige Druck zum Durchleiten des Heiz- oder Kältemediums verhältnismäßig gering werden.
  • Der Gegenstrom des Heiz- oder Kältemediums von außen nach innen zu einem von innen nach außen geführten Gas kann bei dieser Ausführung naturgemäß besonders volkommen durchgeführt werden.
  • In Abb. 8 bis 10 ist noch eine witere Ausführungsform dargestellt, bei welcher an Stelle von U-förmig gebogenen. Rohren einzelne gerade Rohrstücke h verwendet werden, die die Stelle der früheren mastsiven Desintegratorstäbe vertreten. Bei der in Abb. 8 bis 10 dargestllten Anordnung münden die Rohre h in rohrobgenstücke f und g. Wie aus Abb. 9 ersichtlich ist, entsteht ebenfalls ein fortlaufender Strom des Heiz- oder Kältemediums, wenn an jeder Vebindungsstelle er Rohrbogenstücke durch einen Blindfianseh m biw. n die Rohrleitung t bzw. g unterbrochen wird Diese Ausführungsfonm ergibt ebenfalls den Vorteil, daß durch die mehrfache Unterteilung in den Verbindungstrohren h der Durchgangswiderstand für das Heiz- oder Kältemedium verhältnismßlg gering ist. Außerdem ergibt auch der äußere Rchrring g eine erwünschte Versteifung und dadurch eine gute Stabilität.
  • Die evtl. notwendigen größeren Querschnitte liegen aber bei dieser Ausführungsform im Bereiche der Desintegratorvorrichtung.
  • In Abb. 11 bis I3 ist eine Ausführungsform dargestellt, welche sich von der vorher beschriebenen Ausführungsform nach Abb. 8 bis 10 nur dadurch unterscheidet, daß an Stelle des inneren Rohres f entsprechende Kanäle in der Tragplatte bzw. der Ringscheibe G angeordnet sind, in welche die Verbindungsrohre h münden. Der Stromlauf des Heiz- oder Kältemediums ist im übrigen der gleiche, wie vorher beschrieben. Die äußere Verbindung kann, wie aus Abb. I2 und I3 ersichtlich, an Stelle von Flanschrohren auch durch einzelne angeschweißte oder angelögtete Rohrstutzen k erfolgen.
  • In Abb. 14 ist noch eine andere Ausführungsform eines Desintegrators schematisch dargestellt, bei welcher zwischen den rotierenden Desintegratorflächen ebenfalls fortlaufende Schlangenrohre angeordnet sind, die jedoch in diesem Fall schraubenförmig verlaufen bzw., wie in Abb. I4a dargestellt, ringförmig mit einzelnen achsialen Ver1bindungsstücken,, d. h. an Stelle der achsial verlaufenden hohlen Desintegratorstäbe tritt eine schraubenförmig verlaufende bzw. ringförmige, Rohrschlange. In Abb. 14 wird das Medium bei b zugeführt und durch das einzelne Rohr b2 von links nach rechts geführt und dann durch die schraubenförmige Rohrschlange von rechts nach links, und von hier geht das Medium radial an Ider Tragplatte durch b3 zum inneren Desintegratorzylinder.
  • Das Medium könnte nun wiederum mittels eines einzelnen Rohres von links nach rechts geführt werden. Durch dieses einzelne Rohr wird aber an Raum verloren. Um dieses zu vermeiden, mrnmt man zur Führung von links nach rechts ebenfalls eine schrauben förmige Rohrschlange; jeder Desintegratorzylinder besteht also vorteilhaft aus zwei schraubenförmigen Rohrschlange. Diese letztere Anordnung zeigt in Abb. 14 den inneren desintegratoryzlinder, bei welchem durch eine (nach der Zeichnung durch die mittlere) schraubenförmige RohrschLange das Medium zuerst von links nach recht und dann durch die zweite (nach der Zeichnung innere) Rohrschlange von rechts nach links geführt wird.
  • In Abb. 15 ist noch eine Ausführungsform dargestellt, und zwar ein Querstromdesintegrator, bei welchem die rotierenden Desintegratorflächen z sternförmig auf der Achse angeordnet werden, während die Heiz- oder Kühlschlangen zwischen diesen in Form einer Scheibe, bestehend aus radial oder in konzentrischen Ringen oder spiralförmig oder sternförmig angeondneten Rohren, ausgebildet sind. Die Zu- und Abführung des Heiz-oder Kühlmediums ist entsprechend zu wählen. Es würde zu weit führen, die verschiedenen Möglichkeiten einzeln auszuführen. In Abb. 15 handelt es sich nur um eine schematische Darstellung.
  • Die leingangs erwähnte charakteristische wielderholte innige Berührung mit Iden Heiz-oder Kühldesintegratorflächen ist auch bei diesen beiden Ausführungsformen gegeben.
  • Die Gase oder Dämpfe können auch in bei Gasreinigungsdesintegratoren an sich bekannter Weise zwei oder mehrere solcher Desintegratoren oder Desintegratorvorrichtungen nacheinander passieren, beispiels, weise um eine intensive Kühlung oder Anwärmung zu erreichen, oder beispiels-weise um eine allmähliche Abkühlung von hoher Temperatur auf niedrige Temperatur zu erzielen, oder beispielsweise Bestandteile durch allmähliche oder intensive Kühlung auszuscheiden, oder verschiedene Bestandteile bei verschiedenen Temperaturen niederzuschlagen bzw. auszuscheiden.
  • In Abb. I6 ist zeine beispiels, weise besonders zweckmäßige Ausführungsform eines z. B. dreifachen Desintegrators dargestellt.
  • Das Gas tritt bei A ein und passiert dann im Sinne der eingezeichnete. pfeile nacheinander die Desintegratore I, II, III jeweils von innen nach außen und wird bei B abgefürt. Das Heiz- oder Kältemedium wird z. B. bei C in den Desintegrator III geleitet, tritt dann durch die Leitung C1 in Iden Desintegrator II über und wird endlich dadurch die Leitung C auch noch durch den Desintegrator I geführt. Die Desintegratorvorrichtungen I, II, III können beispielsweise nach Aibb. I bis 14 gebaut sein; beispielsweise ist Desintegrator III und II nach Abb. 7 gebaut; Desintegrator I ist ebenfalls ähnlich Abb. 7 gebiaut, aber mit Umleitungskanälen und die Samelleitungen d und e sind ersetzt durch Kanäle d3 und e.
  • Durch die Führung des Gases von I nach II nach III und Führung des Mediums von III nach II nach I entsteht der erste Gegen strom bzw. Hauptgegenstrom. Durch die Führung des Gases von innen nach außen und die Führung des Mediums von außen nach innen entsteht dann in jeder Desintegratorovorrichtung I, II oder III ein zweiter Gegenstrom, der radiale Gegenstrom, s. Seite 2 r. Sp. unten.
  • Dann kommt ein dritter Gegenstrom, auf Seite 2 r. Sp. unten mit Gegenstrom in der Umdrehungsrichtung bezeichnet, und schließlich kommt eine vierte Art von Gegenströmen, nämlich die Querführung in den einzelnen hohlen Stäben.
  • Damit ein solcher mehrteiliger Desintegrator nach Abb, 16 einfach montier und demontiert werden kann, sind die heiz- oder kühlbaren Desintegratorflächen, wie oben schon bescribebn, an Ringscheiben G befestigt; außerdem ist das ganze Desintegratorgehäise in der horizontalen Mittelebene zweiteiling ausgeführt. Zungächst werden die Ringscheiben G vom Gehäiusetel abgeschraubt und dann durch Druckschrauben abgedrükt. nun werden die Schrauben der Mitelverflanschung des Gehäuses gelöst, und der Gehäuseoberteil wird hochgehoben. Nunmehr befinden sich die feststehenden Desintegratoren in den drehbaren Desintegratorkörben eingehängt. Nun wird ilie ganze Trommel, d. h. Welle mit drehbaren Desintegratorkörben, mit den feststehenden Desintegratorkörben hochgehoben.
  • Um die Ringscheiben G an den eingebauten Querwänden des Gehäuses einfach festbchrauben bzw. bei der Demontage abschrauben und abdrücken zu können, sind bei E jeweils abdeckbare Einsteiglöcher vorgesehen. Damit ferner das Heiz- oder Kühlmedium beim Demontieren des Apparates aus den Heiz- bzw. Kühlleitungen nicht ausläuft und sich bei D2, D Ds mit den ausgeschiedenen, unter Umständen wertvollen Bestandteilen vermischt, sind ferner beispielsweise bei F an Gehäuse oder beispielsweise bei H an den Querwänden abschraubbare Deckel so vorgesehen, daß die hinter denselben angebrachten zwei Abschlußorgane K (Hähne, Ventil, Schieber) der Zuleitung d vor dem Auseinandernehmen j eweils abgesperrt werden können. Aus dem gleichen Grund sind auch bei der Sammelleitung e gut zugänglich zwei Abschluß organe K1 in die Heiz- bzw. Kühlleitung jedes Desintegrators eingeschaltet. Zweckmäßig wird zwischen den beiden Absperrorganen K und den beiden Absperrorganen K1 je ein Zwischenstück Z angeordnet, welches nach dem Absperren der beiden Hähne K und K, herausgenommen wird. Auf diese Weise gelangt das Rohrsystem jedes Desintegrators bzw. jeder Die integratorableitung als abgeschlossenes Ganzes zur Herausnahme.
  • In Abb. 17 ist noch eine weitere Ausführungsform, z. B. mit vier Desintegratoren I, II, III, IV dargestellt, Wobei jede drehbare Scheibe in an sich bekannter Weise zwei Desintegratorkörbe trägt, und wobei einEinsteigschacht zur Montalge und Demontage genügt. Das bei A eintretende Gas passiert die Desintegratorabetilung I, II, III und IV in Richtung der eingezeichneten Pfeile, während das Medium von IV nach III, II und I geleitet wird. Je nachdem das Heiz- oder Kältemedium durch die einzelnen Desintegratoren IV bis I von innen nach außen oder von außen nach innen geleitet wird, wird in den einzelnen Abteilungen auch der radiale Gegenstrom erhalten. Die ausgeschiedenen Bestanditeil werden bei D1, D2, D4, D5 abgeleitet, wobei in D3 noch die evtl. migersisenen und in dem Einsteigschacht niederfallenden Bestandteile abgeführt werden können.
  • Erwähnt sei ferner, daß bei den beiden letzterwähnten Ausführungsfromen Abb. 16 und 17 nach Bedarf auch einzelne Desintegratoren geheizt und die anderen Desintegratoren gekühlt werden können, ferner daß zwei oder mehrere Apparate nach Abb. I6 und 17 nebeneinander oder hintereinander geschalter werden können.
  • Die bei vorstehend beschriebenen Ausfillhrungsformen nach Abb. I6 und I7 erwähnte, sonst bei Desintegratoren bereits bekannte Befestigung der Desintegratorkörbe an Ringscheiben, G, welche nach Lösen von der Gehäusewandung und nach Abheben. des oberen Gehäuseteiles mitsamt den Desintegratorkörben nach oben aus dem Desintegratorgehäuse herausgenommen werden können, kann selbstverständlich auch bei den anderen Ausführungsformen, insbesondere bei den zuvor beschriebenen einteiligen Desintegratoren in bekannter Weise Verwendung finden. Es kann somit in allen Fällen die Tragplatte G durch eine solche Ringscheibe gebildet werden.
  • In Abb. I8 und 19 sind ferner noch verschiedene Ausführungsformen von Desintegratoren veranschaulicht. bei welchen zur Erhöhlung der Wirkung außer den Desintegratorfläche auch noch die Gehäuse, und zwar namentlich an den Stellen, wo das aus dem Desintegrator augeschleuderte Gas bzw. die ausgeschiedenen Bestandteile mit der Wand in Berührung kommen, geheizt bzw. gekühlt werden können. Bei der Ausführungsfrom nach Abb. I8 sind zu diesem Zweck z. B. bei M. N, 0 heiz- oder kühlbare Mäntei angeordnet, während bei der Ausführungsfrom nach Abb. 19 der ganze äußere Teil des Desintegrators mittels eines gemeinsament Mantels P geheizt bbzw. geküblt werden kann, Das eingangs genannte Verfahren kann selbstverständlich auch in einem Desintegrator mit gegenläufing bewegten Desintegratorflächen ausgeführt werden (s. Abb. 20 und 21). Die Anordnung und Ausbildung der heiz- bzw. kühlbaren Desintegratorflächen kann hierbei ähnliah wie oben beschrieben erfolgen, nur ist dafür zu sorgen, daß die Zufuhr und die Abletiung des Heiz- bzw.
  • Kältemediums jeweils durch doppelt hohle Wellen erfolgt. Handelt es sich hier beispielsweise um Dampf als Heizmedium, so genügt unter Umständen vielleicht auch nur eine Zufuhr für den Dampf und somit eine Welle mit einer Höhlung, wobei für entsprechende Abführung des Kondenzwassers Sorge zu tragen ist Abb. 22 zeigt einen desintegratorartigen Apparat mit vertikaler Welle, und zwar links mit konisch gestalteten Desintegratorflächen und rechts Des'integratorfläcben ähnlich Abb. 15 aber vertikal gestellt.
  • Albb. 23 zeigt eine konische Desintegratorfläche zu Abb. 22 links gehörig, wobei der hohle Kegel durchbrochen und mit Führungsabteilungen versehen ist. Auch Abb. 22 rechts unten zeigt ähnliche Flächen, nämlich hohle durchbrochene, mit Führungsabteilung versehene Scheiben.
  • Es ist wohl selbstverständlich, daß hierbei die Durchbrechungen mit Wandungen versehen sind, da ja z. B. der Hohlkegel Abb. 23 als ein geschlossenes, dichtes Gefäß anzusprechen ist, für die Aufnahme des Kühl-oder Heizmediums. In gleicher Weise könnten' z. B. bei Abb. 6, IO, I3 usw. durchbrochene Hohlzylinder verwendet werden mit oder ohne besondere Zirliulations oder Führungsabteliumgen.
  • Abb. 24 zeigt links einen. besonders gestalteten, vertikalen Desintegrator mit langgestreckten Desintegratorkörpern, während Abb. 24 rechts ungefähr den Apparat der Abb. I6 in vertikaler Stellung darstellt.
  • Abb. 25, 26, 27 und 28 sind nicht mehr als Desintegra'toren anzusprechen, weil die Schleuder- bzw. Zentrifugierorgane nicht mehr konzentrisch ineinander angeordnet sind.
  • In Abb. 25 links, Abb. 26, 27 und 28 sind nur einfache Flügel räder als Zentrifugier-Organe dargestellt, während in Abb. 25 rechts mehrere Flügelräder übereinander angebracht sind. Di einfachste Ausfühung ist die nach Abb. 27, wobei um das Flügelrad eines gewöhnilihen Ventilators ein z. B. aus drei Ringen bestehendes Rohrsystem, ähnlich wie in Abb. I, angeordnet ist. Eine sehr einfache Ausführung zeigt auch Abb. 28, bei welcher ein Theisenscher Zentrifugalwascher verwendet wird, um dessen rotierende Flügeltrommel mehrere Rohrzylinder angeordnet sind. Diese Rohrzylinder mit Zwischen-

Claims (19)

  1. räumen zum Durchschleudern sind in Abb. 28 in einfacher Weise als Schraubengänge dargestellt, ähnlich Abb. 14. Vergleicht man diese letzterwähnten Ausführungen nach Abb. 25 bis 28 mit den z. B. aus den Patentschriften 92793 uad I04567 bekannten Einrichtungen, so tritt der charakteristische Unterschied ganz besonders hervor.
    Erwähnt sei nur noch, daß nach dem oben he'schriebenen Verfahren und mit den oben beschriebenen Vorrichtungen evtl. auch Flüssigkeiten gekühlt und gereinigt bzw. einzelne Bestandteile ausgeschieden werden können.
    Durch Idie Schleuderorgane wird dabei die Flüssigkeit zunächst intensiv zerstäubt und wird dann ähnlich wie nasse Dämpfe in den Vorrichtungen behandelt.
    PATENT-ANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zum Trocknen, Kühlen und Reinigen von Gasen oder Dämpfen und zum Ausscheiden einzelner Bestandteile aus Gasen' oder Dämpfen unter Verwendung eines zwischen den Kühl- 0. dgl.
    Röhren konzentrisch sich bewegenden, die Gase oder Dämpfe zwischen diesen hindurchtreibenden Schleurdeorgans, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhren innerhalb des Behandlungsraumes eine oder mehrere geschlossene, den oder die Schleuderorgane mantelartig ummgebende Zirkulationskörper bilden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet. daß die Zirkulationsikörper um das Flügelrad eines gewöhnlichen Ventilators mit horizontaler oder vertikaler Welle, z. B. in Form eines ein- oder mehrfachen geheizten oder gekühlten, mit Unterbrechungen versehenen Rohrsystems oder ini Form eines geheizten oder gekühlten, mit Unterbrechungen versehenen Hohlzylinders angeordnet sind (Abb. 27).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Idie Zirkulationskörper um die Flügeltrommel sines achsialen Zentrifugalwascher mit vertikaler oder horizontaler Welle, z. B. in Form eines ein- oder mehrfach geheizten oder gekühlten, mit Unterbrechungen versehenen Rohrsystems oder in Form eines geheizten oder gekühlten, mit Unterbrechungen versehenen Hchlzylinders angeordnet sind (Abb. 25 links und 28).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zirkulationskörper um gleichfalls als Zirkulationskörper ausgebildete Scheludeorgane angeordnet sind (Abb. 20 und 2I).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Idie die Zirkulationskörper bildenden Röhren die Desintegratorebenen fortlaufend schlangenförmig durchziehen (Abb. 1 bis 3, Abb. 22, Abb. 25 rechts, Abb. 27).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ziirkulationskörper aus U oder bügelförmig gebogenen Rohnstücken gebildet sind, die durch an der Tragwand vorgesehene Umleitungskanäle miteinander in Verbindung stehen (Abb. 4 bis 6).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zirkulationskörper nebenzinander auf sektorförmigen Teilflächen der Tragwand angeordnet sind (Abb. 7, Abb. 16, 17 und 21).
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Zirkulationskörper aus liegend zwischen Ringkanälen oder Ringrohren angeordneten Rohrstücken bestehen, wobei die Ringkanäle bzw. die aus rohrbögen bestehenden Ringrohre, z. B. durch Einschaltung von Querwänden, Blindflanschen o. dgl., derart unterteilt sind, daß eine Hin- und Zurückleitung des Mediums innerhalb der Desintegratorfläcjhen erzielt wird (Abb. 8 bis 10 und Abb. 11 bis 13).
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch I und 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zu-und Abführung des Heiz- oder Kältemediums sowie der unterteilte RingkanaI an der Tragwand befindet und die radiale Verbindung der einzelnen mantelförmigen Zirkulationskörper durch in der Tragwand angeordnete Kanäle bewirkt wird (Abb. II bis 13).
  10. 10. Verfahren zur Benutzung der Vorrichtung n:aoh Anspruch I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man das Heiz- oder Kältemedium in den Zirkulationskörpern entgegengesetzt zur Umdrehungsrichtung der rotieren, den Schleuderorgane bzw. der Gase oder Dämpfe leitet.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zirkulationskörper bildenden Röhren schrauben oder ringförmig zur Achse des Schleuderorganes - angeordnet sind (Abb. I4 und I4a).
  12. I2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß bei Querstromdesintegratoren mit z. B. sternförmig auf der Achse angeordneten Schleuderorganen die Zirkulationskörper zwischen diesen in Scheibenform angeordnet sind (Abb. 15).
  13. 13. Verfahren zur Benutzung der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gase oder Dämpfe hintereinander oder nebeneinwander durch mehrere solche Vorrichtungen leitet und die H'eiz- oder Kühlflächen in diesen auf Ibestimmten oder verschiedenen oder allmählich zu- oder abnehmenden Temperaturen hält.
  14. 14. Vorrichtung nach anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zirkulationskörper mit den Schleuderogranen in an sich bekannter Weise in mehrfacher Anordnung hintereinander in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind, wobei durch entsprechend eingebaute Querwände sowie durch entsprechende Anschlüsse der Heiz. oder Kühlleitungen das Gas- und das Heiz- oder Kältemendium die einzelne Abtcilc nach Wahl im Gegen- oder Mitstrom passieren kann (Abb. I6 und 17).
  15. 15. Vorrichtung nach, Anspruch 1, dacurch gekennzeichnet, da2 zur Unterstützung der Wirkung der Zirkulationskörper die Wände des Desintegrator mit Heiz- oder Kühlräumen versehen sind (Abb. I8 und I9).
  16. I6. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß z., B. für das Auseinandernehmen der Apparate zwecks Absperrung der Heiz- bzw. Kühlrohre u. dgl. Schieber, Ventile u. dgl. vorgesehen sind.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 1 un 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Umleitungskanäle auf der Rückseite der Tragwand (G) offen und durch eine Blecho. gel. Platte (c) gemeinsam abgedeckt sind (Abb. 5 und 6).
  18. I8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6. dadurch gekennzeichnet, daß jeder Umleitungskanal eine größere Anzahl Rohrstücke (113 miteinander verbindet und diese durch äußere Rohrbogen zu Gruppen vereingt sind (Abb. 11 und 12).
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 1, I3 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwisschen den in einem geminsamen Gejhäuse augeordneten Desintegratoren Einsteigschächte zum An- und Abmontieren der Zirkulationskörper bzw. deren Träger (G) sowie der Zu- und Ableitungen usw. angeordnet sind (Abb. I6 und 17).
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