DE3604277C2 - Vorrichtung zum Einstellen der Phasenlage von Datensignalen - Google Patents
Vorrichtung zum Einstellen der Phasenlage von DatensignalenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einstellen der
Phasenlage von an einer Auswerteschaltung eintreffenden Digi
talsignalen, mit Verzögerungsleitungseinrichtungen, mit deren
Hilfe ein Digitalsignal um unterschiedliche Verzögerungszei
ten verzögerbar ist.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der US-PS 44 15 984 be
kannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung erfolgt das Synchro
nisieren der digitalen Datensignale in Abhängigkeit von spe
ziellen Rahmensignalen, bei deren Auftreten die empfangenen
und mit Hilfe von Verzögerungsleitungen um unterschiedliche
Verzögerungszeiten verzögerten Digitalsignale hinsichtlich
ihrer Synchronisation mit einem Taktsignal überprüft werden.
Diese Art der Datensynchronisierung macht einerseits die
Übertragung spezieller Rahmensignale zusammen mit den eigent
lichen Datensignalen erforderlich und ermöglicht andererseits
keine kontinuierliche Synchronisierung, da eine Änderung der
einmal ausgewählten Verzögerungszeit erst bei Eintreffen des
nächsten Rahmensignals möglich ist.
Im Hinblick auf die Tatsache, daß Datenverarbeitungs
systeme schneller und komplexer geworden sind, hat
es sich allgemein als zunehmend schwierigeres Problem erwiesen,
die verschiedenen Daten- und Taktsignale, die inner
halb des Systems verwendet werden, zu synchronisieren.
Da die Daten- und Taktfrequenzen zunehmend erhöht
werden, haben sich selbst die Verzögerungen, die sich
bei kurzen Leitungslängen ergeben, wegen der dadurch
hervorgerufenen Phasenverschiebung als wichtig er
wiesen, die auf die endliche Ausbreitungsgeschwindig
keit der Impulssignale längs der Leiterdrähte bzw.
-bahnen zurückzuführen ist. Bis zum heutigen Tage
haben sich die meisten Bemühungen im Zusammenhang
mit den vor stehend angesprochenen Problemen darauf
konzentriert, die Leiterlängen so kurz wie möglich
zu halten. Ferner hat es sich in gewissen schnellen
Datenverarbeitungssystemen als erforderlich erwiesen,
die Länge der Verbindungsdrähte oder Leiterbahnen
empirisch sorgfältig abzustimmen., um sicherzustellen,
daß die Daten- und die Taktsignale in der richtigen
gegenseitigen Phasenlage an einer Auswerteschaltung
eintreffen, um Fehler bei der Datenerkennung auszu
schließen. Die Synchronisationsprobleme verviel
fachen sich bei Multiprozessorsystemen, da es außer
ordentlich schwierig wird, die Laufzeiten zwischen
allen Kombinationen von Untersystemen anzugleichen,
obwohl verschiedene dieser Untersysteme als Bereiche
mit einem im wesentlichen synchronen Betrieb ange
sehen werden können. Während es möglich ist, ein
Taktsignal mit exakt gesteuerter Frequenz in dem
gesamten System zu verteilen, ist es andererseits
schwierig, die relative Phasenlage der Signale von
einem Bereich zum anderen zu beherrschen. Eine
weitere Quelle von Synchronisationsproblemen besteht
darin, daß die Kaufzeiten durch die verschiedenen
Ein/Ausgabe-Pufferschaltungen, welche normalerweise
jeder Datenleitung mit einer gewissen Länge zuge
ordnet sind, sich in Abhängigkeit von Temperatur
schwankungen andern.
Während das Bedürfnis für eine Phasenanpassung,
insbesondere aufgrund hoher Datenübertragungsge
schwindigkeiten sowie aufgrund der im Vergleich dazu
beträchtlichen Phasenverschiebungen, die durch
unterschiedliche Längen der Signalwege hervorgerufen
werden, entsteht, versteht es sich andererseits,
daß Änderungen in den Laufzeiten typischerweise nur
relativ langsam eintreten. Derartige Änderungen
werden beispielsweise durch Aufheizen der Transistor
übergänge in digitalen, logischen Gattern hervorge
rufen, die der Erzeugung und dem Empfang von Daten
signalen dienen. Während die anfänglich erforderliche
Anpassung möglicherweise nicht bekannt ist und außer
dem die Ursachen für die Änderungen der Phasenver
schiebung unbekannt und nicht vorhersagbar sein
können, ist es also nicht erforderlich, den Abgleich
mit einer relativ hohen Geschwindigkeit durchzuführen,
da die Änderungen relativ langsam verlaufen, wenn
das System erst einmal in Betrieb genommen ist und
arbeitet.
Ausgehend vom Stande der Technik und der vorstehend
aufgezeigten Problematik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung für den automa
tischen Phasenabgleich von Datensignalen anzugeben,
die einer Auswerteschaltung zugeführt werden, um
unkontrollierbare Phasenverschiebungen zu kompen
sieren, die außerhalb der Auswerteschaltung eintreten.
Dabei wird eine automatische Arbeitsweise der Vor
richtung angestrebt. Ferner soll die Vorrichtung
einen sehr schnellen Betrieb erleichtern. Außerdem
soll das Zusammenwirken mehrerer, in sich synchron
arbeitender Bereiche in einem digitalen Datenver
arbeitungssystem verbessert werden. Gleichzeitig
wird angestrebt, daß die dafür vorgesehene Vorrich
tung sehr zuverlässig arbeitet und gleichzeitig
relativ einfach und billig aufgebaut ist.
Die gestellte Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen
Vorrichtung gemäß der Erfindung durch die Merkmale
des Kennzeichenteils des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand von Unteransprüchen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform arbeitet eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung mit einer einstell
baren Verzögerungsleitung, welche einem Datensignal
eine Verzögerung wählbarer Dauer erteilt. Das ver
zögerte Datensignal wird mit einem intern erzeugten
Standard verglichen, und zwar für mehrere unter
schiedliche Verzögerungszeiten, und bei diesen Ver
gleichen werden Diskrepanzen festgestellt. Die Aus
wahl derjenigen speziellen Verzögerung, die für das
Datensignal vorzusehen ist, welches schließlich der
Auswerteschaltung zugeführt wird, wird dann erfindungs
gemäß in Abhängigkeit von den ermittelten Diskrepanzen
getroffen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
werden nachstehend anhand von Zeichnungen noch näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer automatisch
arbeitenden Phasenabgleichvorrichtung
gemäß der Erfindung;
Fig. 2 detailliertere Diagramme bzw.
bis 7 Schaltbilder einzelner Schaltkreise
der Vorrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 8 ein Zeitdiagramm verschiedener Takt
signale für die Vorrichtung gemäß
Fig. 1 bis 5;
Fig. 9 eine Tabelle zur Erläuterung der
verschiedenen in den Schaltbildern
gemäß Fig. 1 bis 5 verwendeten
Symbole für logische Schaltungen.
Im einzelnen zeigt Fig. 1 eine Leitung 11, auf der
Daten von einer externen Datenquelle eintreffen, wo
bei diese Daten nach einer Korrektur ihrer Phasen
lage über eine Leitung 13 einer Auswerteschaltung 15
zugeführt werden.
Zur Verzögerung der eintreffenden Daten in einem vor
gegebenen Bereich von Verzögerungszeiten sind bei der
dargestellten Schaltung mehrere Verzögerungsleitungen,
und zwar beim Ausführungsbeispiel 5 Verzögerungslei
tungen 21 bis 25 vorgesehen. Eine Wählschaltung 27,
welche durch ein automatisches Justiersystem gesteuert
wird, auf welches weiter unten noch näher eingegangen
wird, dient dazu, die Datensignale, nachdem sie einer
ausgewählten Verzögerung unterworfen wurden, auf die
Leitung 13 zu geben.
Beim Ausführungsbeispiel sind die Verzögerungsleitungen
21 bis 25 getaktete, digitale Verzögerungsleitungen,
deren Verzögerung mit Hilfe von vier Taktsignalen CL 1
bis CL 4 hoher Impulsfolgefrequenz gesteuert wird.
Vorzugsweise haben die Taktsignale CL 1 bis CL 4 eine
Frequenz, welche im wesentlichen dem Nenn- bzw. Sollwert
der Breite der eintreffenden Datenimpulse entspricht,
so daß vernünftigerweise erwartet werden kann, daß die
Impulsflanken periodisch in dem Bereich von Verzöge
rungen auftreten, welche durch die verschiedenen Ver
zögerungsleitungen ermöglicht werden. Die relative
Phasenlage der Taktsignale CL 1 bis CL 6 ist in Fig. 8
gezeigt. Bezüglich der Verzögerungsleitungen in Fig. 1
und gemäß der detaillierteren Darstellung gemäß Fig. 3
erkennt man, daß eines der Taktsignale, das Signal CL 1,
bei der Erzeugung zunehmender Verzögerungen zweimal
verwendet wird.
Zusätzlich zu den symmetrischen Taktsignalen CL 1 bis
CL 4 wird erfindungsgemäß mit zwei Taktsignalen CL 5
und CL 6 mit niedrigerer Frequenz gearbeitet. Die letzt
genannten Taktsignale bestehen aus Impuls folgen mit
Einzelimpulsen, deren zeitliches Auftreten dem zeit
lichen Auftreten von Einzelimpulsen der Taktsignale
CL 1 bzw. CL 3 entspricht, wobei die Impulse der Im
pulsfolgen CL 5 und CL 6 jedoch mit einer Impulsfolge
frequenz auftreten, welche ein Bruchteil der Impuls
folgefrequenz der Taktsignale mit der hohen Impuls
folgefrequenz ist.
Wie nachstehend noch näher erläutert wird, bestimmt
die Arbeitsweise der nachstehend beschriebenen Steuer
schaltung, ob die Impulsflanken der Daten in dem Zeit
intervall zwischen den Verzögerungszeiten auftreten,
die durch ein benachbartes Paar von Verzögerungslei
tungen erzeugt werden, wobei insgesamt vier derartige
Intervalle vorhanden sind. Bezüglich der Verzögerung
ergeben sich somit vier Wählmöglichkeiten. Die größte
Verzögerung wird im wesentlichen nur verwendet, um
einen Endpunkt für das definierte Intervall zu erhal
ten, welches der längsten der Verzögerungsleitungen
entspricht, deren Auswahl noch in Betracht gezogen
wird.
Zu aufeinanderfolgenden Zeitpunkten, die durch die
Impulsfolgefrequenz der Taktsignale CL 5 und CL 6 be
stimmt werden, wird der Zustand des Ausgangssignals
jeder der Verzögerungsleitungen 21 bis 25 in eine zu
geordnete Speicherschaltung 31 bis 35 eingespeichert.
Für jedes Paar benachbarter bzw. aufeinanderfolgender
Verzögerungsleitungen ist ein EXCLUSIVE OR-(XOR-)Gatter
36 bis 39 vorgesehen, welchem die Ausgangssignale der
den Verzögerungsleitungen 21 bis 25 zugeordneten Spei
cherschaltungen zugeführt werden und die der Erzeugung
von Ausgangssignalen ST 1b bis ST 4b dienen (vgl. Fig. 4).
Wie der Fachmann sieht, wird jeweils eines dieser Gatter
ausgangssignale erhalten, wenn in dem Zeitintervall zwi
schen den aufeinanderfolgenden Verzögerungen, die durch
die zwei dem betreffenden Gatter zugeordneten Verzöge
rungsleitungen erzeugt werden, ein Datenübergang bzw.
eine Impulsflanke auftritt. Mit anderen Worten wird
also dann eines der Signale ST 1b bis ST 4b erzeugt,
wenn ein Pegelunterschied zwischen den gespeicherten
Ausgangssignalen der betreffenden Verzögerungsleitungen
festgestellt wird, welcher durch das Auftreten einer
Impulsflanke in dem Intervall verursacht wird, welches
durch die beiden verschiedenen Verzögerungszeiten de
finiert wird. Wenn man ferner annimmt, daß die Folge
frequenz der Datensignale der Taktfrequenz der Takt
signale CL 1 bis CL 4 entspricht, dann kann in jedem
Arbeitszyklus nicht mehr als ein Gatterausgangssignal
auftreten.
Wie der Fachmann weiß, kann die Definition für das Vor
liegen eines digitalen Signals entweder so getroffen
werden, daß das Signal den Pegel NULL (niedrig) hat
oder den Zustand EINS (hoch), und zwar in Abhängigkeit
von dem jeweils verwendeten Logikschema. Mit anderen
Worten ist es also für das Vorliegen eines Signals er
forderlich, daß die eine oder andere der beiden binären
Bedingungen erfüllt ist. Bei den in Fig. 1 bis 5 ver
wendeten Signalbezeichnungen wird davon ausgegangen,
daß die Signale mit dem Kennbuchstaben "b" vorliegen,
wenn der Signalpegel "niedrig" ist, während die anderen
Signale dann vorliegen, wenn ihr Pegel "hoch" ist.
Während die Pegeländerungen der eintreffenden Daten
signale und das Takten der Verzögerungsleitungen mit
einer sehr hohen Frequenz erfolgen, wird das Abtasten
der Ausgangssignale der Verzögerungsleitungen durch
die Speicherschaltungen und das Betätigen der übrigen
Elemente der Steuerschaltung mit einer niedrigeren
Taktfrequenz durchgeführt, um sicherzustellen, daß die
verschiedenen, der Signalabtastung dienenden Speicher
schaltungen einen stabilen Zustand erreichen, ehe eine
Entscheidung getroffen wird. Dabei versteht der Fach
mann, daß die Tatsache, daß die Verzögerungsleitungen
für eine zunehmend stärkere Verzögerung sorgen, eine
sehr hohe Wahrscheinlichkeit dafür bedeutet, daß eines
der phasenverschobenen Datensignale an einer der Speicher
schaltungen genau in dem Moment eintrifft, in dem diese
getaktet wird. Folglich besteht eine gewisse Gefahr,
daß die betreffende Speicherschaltung in einen meta
stabilen Zustand überführt wird, so daß eine beträcht
lich verlängerte Zeit benötigt wird, ehe die Speicher
schaltung in einen stabilen Zustand gelangt.
Die Ausgangssignale der XOR-Gatter 36 bis 39 werden
einem Baugruppen-Untersystem zugeführt, welches der
Einfachheit halber als Vierfach-Flop bezeichnet wird.
Diese Schaltung ist insgesamt mit dem Bezugszeichen 41
bezeichnet und umfaßt vier NAND-Gatter, die so mit
einander verbunden sind, daß sie vier Signale erzeugen,
von denen zu jedem gegebenen Zeitpunkt nicht mehr als
eines die Bedingung für die Aussage "Signal vorhanden"
erfüllt.
Wie nachstehend noch näher erläutert wird, ist das eine
"vorhandene" Ausgangssignal des Vierfach-Flops 41 ein
Kriterium dafür, welche der vier verzögerten Datensignal
folgen für die weitere Verarbeitung bzw. Auswertung aus
zuwählen ist. Damit ein stabiler Betrieb erreicht wird,
bei dem eine gute, langfristige (im relativen Sinne)
Auswahl für eine kompensierende Verzögerung getroffen
wird, umfaßt die Schaltung gemäß Fig. 1 einen Schalt
kreis 43 zum Vergleichen jeder neuen möglichen Auswahl
möglichkeit (hinsichtlich der Verzögerungszeit) mit
einer zuvor ausgewählten Möglichkeit bzw. einer als
"Kandidat" für die Auswahl vorgesehenen Möglichkeit.
Das System umfaßt ferner einen Zähler 45 zur Steuerung
des Abspeicherns neuer möglicher Verzögerungszeit-
Kandidaten und zum Ändern der tatsächlich getroffenen
Wahl, jedoch erst dann, wenn eine derartige Änderung,
d. h. der Übergang zu einer anderen Verzögerung auf
grund mehrerer ermittelter Ereignisse sinnvoll er
scheint. Die endgültige Auswahl einer Verzögerung er
folgt also in Abhängigkeit von einer "Integration" bzw.
Mittelwertbildung.
Der Vergleichsschaltkreis 43 ist in Fig. 6 als detail
liertes Schaltbild dargestellt,und man erkennt, daß
dieses Untersystem vier ähnliche Gatteranordnungen
umfaßt, von denen jede in ihrem unteren Teil einen
Ringspeicher umfaßt, der geeignet ist, einen ihm an
seiner entsprechenden Eingangsleitung während aufeinan
derfolgender Arbeitszyklen zugeführten Wert bzw. Pegel
zu halten, sowie - in der oberen Serie von Gattern -
Einrichtungen zum Anlegen neuer Werte an das Speicher
element. Die Übertragung bzw. das Laden einer möglichen
neuen Wahl (für die Verzögerungszeit) von dem Vierfach-
Flop zu den Speicherschaltungen der Vergleichsschaltung
43 wird durch ein Signal LD (Laden) und durch dessen
Komplement LDb gesteuert, wobei diese beiden Signale,
wie nachstehend noch beschrieben wird, von dem Zähler
45 erzeugt werden. Für jede der vier Eingabe- und
Speicherkomponenten ist außerdem ein entsprechendes
XOR-Gattersystem vorgesehen, welches den neuen Wert mit
dem alten Wert vergleicht. Die betreffenden XOR-Gatter
sind mit den Bezugszeichen 51 bis 54 bezeichnet. In
gewissem Sinne können die Ausgangssignale der XOR-
Gatter 51 bis 54 kollektiv als ein Regelschleifen-
Fehlersignal bezeichnet werden, welches zum automa
tischen Einstellen des ausgewählten Wertes der Ver
zögerung verwendet wird, wie dies nachstehend be
schrieben wird.
Die Signale, die in den ersten beiden Abschnitten der
Vergleichsschaltung erzeugt werden, werden in einem
Feld 55 von Gattern logisch verknüpft, um die Signale
UP, DOWN und HOLD (aufwärts, abwärts und halten) zu
erzeugen, die dem Zähler 45 zugeführt werden, der eine
Integration bzw. Mittelwertbildung durchführt, wie
dies oben beschrieben wurde. Allgemein läßt sich
feststellen, daß das UP-Signal erzeugt wird, wenn die
neue, mögliche Wahlmöglichkeit mit dem gehaltenen bzw.
geltenden (Verzögerungs-)Wert übereinstimmt. Das DOWN-
Signal wird erzeugt, wenn die neue, mögliche Wahlmöglich
keit nicht mit dem geltenden Wert übereinstimmt; und
das HOLD-Signal wird erzeugt, wenn innerhalb des lau
fenden Arbeitszyklus keine Signalflanke erfaßt wurde.
Die Integrationsschaltung bzw. der Zähler 45 ist vor
zugsweise in Form eines Schieberegisters ausgebildet,
wie es in Fig. 7 detailliert gezeigt ist. Diese
Schaltung ist so ausgebildet, daß im Endergebnis ein
einziges Bit in einer linearen Anordnung von vier ähn
lichen Stufen nach oben oder unten verschoben wird.
Im allgemeinen wird das vorhandene Bit aufwärts ver
schoben, d. h. nach rechts, wenn das UP-Signal vorliegt,
und nach links bzw. abwärts, wenn das DOWN-Signal vor
liegt. Dabei ist jedoch anzumerken, daß die Gatter,
welche das UP-Signal und das DOWN-Signal erzeugen
(Fig. 6) auch das HOLD-Signal berücksichtigen, so daß
während ein es Zyklus in dem das HOLD-Signal vorliegt,
ein Bit weder nach oben noch nach unten verschoben
wird. Wie aus Fig. 6 deutlich wird, wird das HOLD-
Signal gemäß einer NOR-Verknüpfung in Abhängigkeit
von den vier Signalen erzeugt, die das Vierfach-Flop
liefert und die charakteristisch für eine neue Wahl
möglichkeit sind. Für den Fachmann ist es jedoch klar,
daß ein Datenstrom mit einer Folge von Nullen oder
Einsen nicht zu Übergängen bzw. Impulsflanken führt,
welche mit der erfindungsgemäßen Schaltung geprüft
werden können, um die Entscheidung zu unterstützen,
welche Verzögerung zu einer guten Kompensation führen
wurde. Folglich werden bei der praktischen Realisierung
der vorliegenden Erfindung diejenigen Arbeitszyklen,
in denen keine Impulsflanken auftreten, bei dem Inte
grationsprozeß, in dessen Verlauf die logische Ent
scheidung getroffen wird, nicht mitgezählt.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß
im allgemeinen die Bewegung des Bits nach rechts im
Schieberegister anzeigt, daß hinsichtlich der nach
einander ermittelten Wahlmöglichkeiten, die der Ver
gleichsschaltung angeboten werden, eine Übereinstim
mung bzw. eine Stabilität vorliegt, während das
Verschieben des Bits nach links die Reaktion auf ei
nen-Unterschied zwischen der Auswahlmöglichkeit und
der als Kandidat (gespeicherten) Wahlmöglichkeit dar
stellt. Wenn das Bit vollständig nach rechts ver
schoben ist, dann wird der "Kandidat" als tatsächlich
getroffene Auswahl akzeptiert, und das entsprechende
Signal wird über die Auswähl-Speicherschaltung 57 an
die Wählschaltung gegeben. Wenn andererseits das Bit
in die äußerste linke Position verschoben ist, dann
wird die neueste Auswahlmöglichkeit (dargestellt durch
das Ausgangssignal des Vierfach-Flops 41) in die Spei
cher der Vergleichsschaltung übertragen und wird zum
neuen "Kandidaten" für die Auswahl der Verzögerungszeit.
Wie oben beschrieben, bestimmt die Arbeitsweise der hier
beschriebenen Steuerung, ob ein Datenübergang oder ei
ne Diskrepanz in dem Intervall auftritt, welches durch
die Verzögerungszeiten definiert ist, welche durch je
zwei benachbarte Verzögerungsleitungen bewirkt werden,
wobei insgesamt vier derartige Intervalle vorhanden
sind. Dementsprechend gibt es auch vier Wahlmöglich
keiten für die Verzögerungszeit. Da die Periode der
Taktsignale CL 1 bis CL 4 der erwarteten Breite bzw.
Periode der Datenimpulse entspricht, wird deutlich,
daß die vier Wahlmöglichkeiten in gewissem Sinne ein
ringförmiges Feld bilden, welches im Endeffekt auf
sich selbst zurückgefaltet ist. Wenn man diese Ana
logie zugrunde legt, wird ferner deutlich, daß die
günstigste Wahlmöglichkeit in der Auswahl derjenigen
Verzögerungsleitung besteht, welche innerhalb dieses
kreisrunden Feldes demjenigen Verzögerungsintervall
gegenüberliegt, in dem die meisten Übergänge bzw. Dis
krepanzen auftreten. Mit anderen Worten ist also die
am meisten erwünschte Verzögerungszeit diejenige, wel
che zeitlich für ein Abrücken von den Übergängen bzw.
Impulsflanken sorgt und die Auswertung auf einen Zeit
punkt legt, in dem das Datensignal eindeutig den einen
oder anderen seiner beiden stabilen binären Zustände
einnimmt. Bei der zum Definieren der Schaltung ver
wendeten Signalnomenklatur wird diese Drehung bzw. die
Wahl des gegenüberliegenden Sektors aus der Betrach
tung des Vierfach-Flops gemäß Fig. 4 deutlich, wo man
beispielsweise erkennt, daß das Zeitintervall T3-T2
zum Erzeugen eines entsprechenden Ausgangssignals
(einer entsprechenden Wahlmöglichkeit) ST 2b führt,
während für das Intervall T1-T2 ein Signal ST 4b
erzeugt wird.
Im Hinblick auf die derzeit mögliche hohe Dichte von
Halbleiterfunktionen bei VLSI-Schaltungen ist es mög
lich, die vorstehend beschriebene Schaltung in einem
sehr kleinen Bereich der verfügbaren Chip-Fläche zu
implementieren, so daß es möglich ist, ein automati
sches Phasenkorrektursystem gemäß der Erfindung an
jeder Eingangsleitung zu realisieren, auf welcher Daten
von externen Datenquellen eintreffen, wobei eine aus
reichende Chip-Fläche für die Hauptfunktionen übrig
bleibt, nämlich für die eigentlichen Arbeitsfunktionen
der Auswerteschaltung.
Wie oben bereits erwähnt, muß das Abtasten, die Ana
lyse und die Laufzeitjustierung bei einem erfindungs
gemäßen System nicht mit einer hohen Geschwindigkeit
erfolgen. Vielmehr muß lediglich das Takten der Ver
zögerungsleitungen und das erste Abspeichern mit Hoch
geschwindigkeitsschaltkreisen erfolgen. Sobald dann
aber eine erste Auswahl getroffen ist, sollte die Not
wendigkeit, die getroffene Auswahl zu ändern, relativ
selten und nur allmählich eintreten. Während bei dem
vorstehend betrachteten Ausführungsbeispiel die ein
zelnen Schaltkreise aus diskreten Logikbausteinen und
dergleichen aufgebaut sind, versteht es sich, daß die
entsprechenden logischen Funktionen auch mit Hilfe
eines entsprechend programmierten Mikroprozessors oder
-Computers realisiert werden können. In einem solchen
Fall können Teile der Auswerteschaltung im Time-sharing-
Betrieb zusätzlich zur Erfüllung der Hauptfunktionen
der Auswerteschaltung für die Phasenjustierung einge
setzt werden.
Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
werden ferner sämtliche Impulsflanken der Signale auf
der Eingangsleitung ausgewertet. Es versteht sich je
doch, daß es einige Anwendungen gibt, bei denen es er
wünscht ist, eine vorgegebene Datenfolge auf die Ein
gangsleitung zu geben und die gestaffelt verzögerten
Varianten des Eingangssignals mit einem Bezugssignal
bzw. einem Standard zu vergleichen, der ebenfalls ein
vorgebebenes Datenmuster aufweist, statt den Vergleich
einfach mit einem Taktsignal durchzuführen, wie dies
beim Ausführungsbeispiel der Fall ist.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß
die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst
wird und daß zusätzliche weitere Vorteile erreicht
werden. Weiterhin wird deutlich, daß dem Fachmann,
ausgehend von dem speziell beschriebenen Ausführungs
beispiel, zahlreiche Möglichkeiten für Änderungen und/
oder Ergänzungen zu Gebote stehen, ohne daß er dabei
den Grundgedanken der Erfindung verlassen müßte.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Einstellen der Phasenlage von an einer
Auswerteschaltung eintreffenden Digitalsignalen, mit
Verzögerungsleitungseinrichtungen, mit deren Hilfe ein
Digitalsignal um unterschiedliche Verzögerungszeiten
verzögerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß Vergleichseinrichtungen zum
Vergleichen des um unterschiedliche Verzögerungszeiten
verzögerten, das Datensignal selbst darstellenden Digi
talsignals mit einem intern erzeugten Referenzsignal
vorgesehen sind, daß die Auswerteeinrichtungen zum Er
fassen der Unterschiede der Vergleichsergebnisse für das
unterschiedlich verzögerte Digitalsignal mit dem intern
erzeugten Referenzsignal vorgesehen sind, derart, daß
mit Hilfe der Auswerteeinrichtungen ein Fehlersignal er
zeugbar ist, daß Steuereinrichtungen vorgesehen sind,
die mit den Verzögerungsleitungseinrichtungen verbunden
sind und mit deren Hilfe in Abhängigkeit von dem Fehler
signal ein Wählsignal erzeugbar ist, daß die Auswerte
einrichtungen Mittelwertbildungseinrichtungen umfassen,
mit deren Hilfe über mehrere Pegeländerungen des Digi
talsignals hinweg als Wählsignal ein Mittelwert des Feh
lersignals erzeugbar ist, der das jeweils am häufigsten
auftretende Fehlersignal repräsentiert, d. h. die jeweils
günstigste Verzögerungszeit, und daß die Wähleinrichtun
gen derart ausgebildet sind, daß mit ihrer Hilfe in Ab
hängigkeit von diesem Wählsignal dasjenige verzögerte
Datensignal an die Auswerteschaltung anlegbar ist, wel
ches um eine Verzögerungszeit verzögert wurde, die so
gewählt ist, daß die Unterschied zwischen diesem verzö
gerten Datensignal und dem Referenzsignal auf ein Mini
mum reduziert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verzögerungsleitungseinrichtungen mehrere Verzöge
rungsleitungen umfassen, die ein Datensignal zunehmend
um eine jeweils größere Verzögerungszeit verzögern.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß Speichereinrichtungen vorgesehen sind, um je
weils den Augenblickswert jedes der verzögerten Daten
signale in Abhängigkeit von einem intern erzeugten Takt
signal zu übernehmen und zu speichern, daß Gatterein
richtungen vorgesehen sind, welche jeweils auf die ge
speicherten Werte ansprechen, um ein Signal zu erzeugen,
ob zwischen den jeweiligen Verzögerungen, die durch die
aufeinander folgenden benachbarten Verzögerungsleitungen
erzeugt wurden, eine Änderung des Signalpegels eingetre
ten ist, wobei die Ausgangssignale der Gattereinrich
tungen gemeinsam eine mögliche Auswahl von Verzögerungen
darstellen, und daß die Vergleichseinrichtungen derart
ausgebildet sind, daß sie die während eines Zeitinter
valls erzeugten Signale vergleichen und die Wähleinrich
tungen auf ein verzögertes Datensignal einstellen, wel
ches zeitlich gegenüber denjenigen verzögerten Datensig
nalen versetzt ist, bei denen die meisten Signalpegelän
derungen erfaßt wurden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
logische Schalteinrichtungen vorgesehen sind, um die ge
speicherten Datensignalwerte zu kombinieren, um ein Sig
nal zu erhalten, welches das Ausmaß der Übereinstimmung
darstellt, und daß eine Geräte-Zustandslogik vorgesehen
ist, um die Wählsignale in Abhängigkeit vom Ausmaß des
Übereinstimmungssignals zu erzeugen und zu variieren,
und zwar in dem Sinne, daß die Tendenz besteht,
dasjenige verzögerte Datensignal auszuwählen, welches am
weitesten von den Ungleichheiten in benachbarten
Datensignalen entfernt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß den Wähleinrichtungen entsprechende Gatterein
richtungen zugeordnet sind, welche ein Signal erzeugen,
das anzeigt, ob zwischen den betreffenden Verzögerungen,
die durch aufeinanderfolgende benachbarte Verzögerungs
leitungen herbeigeführt wurden, eine Signalpegeländerung
eingetreten ist, wobei die Ausgangssignale der Gatter
einrichtungen gemeinsam eine mögliche Auswahl von Ver
zögerungen darstellen, daß Einrichtungen zum Vergleichen
der Verzögerungssignale an den Ausgängen der Gatterein
richtungen für ein vorgegebenes Zeitintervall und zum
Einstellen der Wähleinrichtungen auf ein verzögertes Da
tensignal vorgesehen sind, welches denjenigen verzöger
ten Datensignalen "gegenüberliegt", welche die meisten
Ungleichheiten zwischen einem benachbarten Paar von auf
einanderfolgenden Verzögerungsleitungen mit ihren zuge
ordneten Speicherschaltungen darstellen und daß Einrich
tungen vorgesehen sind, um die mögliche Auswahl mit
einem ausgewählten "Kandidaten" zu vergleichen, und um
dann, wenn diese beiden Wahlmöglichkeiten für ein Zeit
intervall übereinstimmen, die Wahl entsprechend dem
"Kandidaten" zu treffen, und daß ferner Einrichtungen
vorgesehen sind, die dann, wenn die Wahlmöglichkeiten
während eines Zeitintervalls nicht übereinstimmen, als
gewählten "Kandidaten" die mögliche Auswahl vorgeben.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die verzögerten Digitalsignale die Datensignale selbst
sind.
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