DE3618480A1 - Verfahren und vorrichtung zur automatischen bestimmung des ortes und der lage eines gegenstandes - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur automatischen bestimmung des ortes und der lage eines gegenstandesInfo
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Description
DipUng.W.Dahlke
DipUng. H.-]. Lippert 28. Mai 1986 D-S/Sti .
DipUng. H.-]. Lippert 28. Mai 1986 D-S/Sti .
Patentanwälte
Frankenforstär Straße 137
5060 Bergisch Gladbach
Frankenforstär Straße 137
5060 Bergisch Gladbach
GMF Robotics Corporation
Troy, Michigan / USA
Troy, Michigan / USA
"Verfahren und Vorrichtung zur automatischen
BestJBwung des Ortes und der Lage eines Gegenstandes"
BestJBwung des Ortes und der Lage eines Gegenstandes"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Bestimmung des Ortes und der
Lage eines Gegenstandes, insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zur dreidimensionalen maschinellen
Vision zur Bestimmung des Ortes und der Lage eines Gegenstandes.
Vorrichtungen zur dreidimensionalen maschinellen Vision verwenden eine Anzahl verschiedener Systeme,
wie z.B. Entfernungsmessung, strukturiertes Licht und binokulare Vision, zur dreidimensionalen Vision. Am
einfachsten zu verwirklichen sind Entfernungsmessungssysteme und Systeme, die strukturiertes Licht verwenden.
Beide Techniken beruhen zur Tiefenbestimmung auf dem Weg, längs dessen Licht oder andere Signale, wie
Schallwellen, von der Oberfläche eines Gegenstandes reflektiert werden. Beim System der Entfernungsmessung
wird die Reflektion des Laserstrahls am Objekt, ähnlich wie beim Radar, zeitlich bestimmt.
Verschiedene Geräte zur Abstandsmessung sind zur Bildanalyse bisher verwendet worden. Diese Geräte
können in zwei Klassen eingeteilt werden. Die eine
beruht auf trigonometrischer Bestimmung und die andere
auf der Laufzeit des verwendeten Signals. Die Geräte zur trigonometrischen Abstandsbestimmung können ferner
in zwei weitere Klassen eingeteilt werden, deren eine auf einer Stereoanordnung zweier Fernsehkameras oder
einer Kamera, die alternativ in zwei verschiedene Stellungen gebracht wird, beruht. Die andere Klasse
beruht auf der Projektion einer Lichtfläche eines Abtastsenders und der Aufnahme des Bildes des reflektierten
Lichtes durch eine Fernsehkamera. Alternativ gehört zur zweiten Klasse auch die Abstrahlung von
Licht durch einen "Schwing-"Empfanger. Die erste
Klasse ist mit der Schwierigkeit des Auffindens entsprechender Punkte in zwei.. Abbildern des Urbilds
behaftet. Die beiden Klassen haben zwei weitere Nachteile: Fehlende Daten für Punkte, die durch den
Sender, aber nicht durch den Empfänger, oder umgekehrt, erkannt werden und ungenaue Wiedergabe von
Punkten, die vom Gerät weit entfernt sind.
Die oben genannten Nachteile können durch Verwendung
der zweiten Klasse von Entfernungsmeßgeräten mit einem Laserabtaster vermieden werden. Diese Klasse von
Entfernungsmeßgeräten kann in zwei verschiedene Systeme unterteilt werden, wobei das eine System auf
der Aussendung eines Laserpulses und der Messung der Ankunftszeit des reflektierten Signals beruht. Das
andere System beruht auf der Aussendung eines amplitudenmodulierten Laserstrahls und der Messung der
Vorrichtungen, die strukturiertes Licht verwenden, projizieren Licht auf gesteuerte Weise auf den
Gegenstand. Die Vorrichtung bestimmt dann die Entfernung zum Gegenstand durch Triangulation und leitet die
Gestalt des Gegenstandes von dem durch den Schnitt der Oberfläche des Gegenstandes mit dem Lichtstrahl
gebildeten Muster ab. Zum Beispiel bilden auf eine konvexe Oberfläche fallende Lichtebenen eine Klasse
von Kurven, die ein Zickzackmuster auf einem gewinkelten Gegenstand ergeben.
Binokulare Systeme verwenden zwei Kameras und beruhen auf dem gleichen System wie das menschliche Sehen
(binokulare Parallaxe). Die leichte Winkelverstellung
zwischen den beiden Ansichten desselben Urbildes wird zur Tiefenbestimmung verwendet, d.h. je größer die
Parallaxe desto näher der Gegenstand.
Ein Problem, das mit der Entwicklung eines praktikablen maschinellen Visionssystems, das auf Parallaxe
beruht, verbunden ist, besteht in dem "Korrespondenz-"Problem.
Dieses kommt dadurch zustande, daß sich die Gegenstände in jeder Ansicht voll decken müssen, ehe
die Winkelverstellung zwischen den beiden Ansichten bestimmt werden kann. Die Deckung der Gegenstände kann
ein Problem ergeben, da, als Wirkung der Parallaxe, ein Gegenstand in der rechten und linken Ansicht
unterschiedlich erscheinen kann und in einer Ansicht sogar teilweise oder gänzlich verstellt sein mag.
Die dreidimensionale Vision, die auf der Abstandsmessung oder einem System, das strukturiertes Licht
verwendet, beruhen, sind ebenfall prinzipiell eingeschränkt, da sie eine Wechselwirkung mit dem unter
Beobachtung stehenden Gegenstand erfordern. Diese Systeme können für viele Anwendungen geeignet sein.
Jedoch sollte ein Visionssystem passiv sein, um den beobachteten Gegenstand oder dessen Umgebung nicht zu
beeinträchtigen. In den US-Patenten 4 357 108 und 4 335 962 wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Gewinnung räumlicher Informationen durch Beaufschlagung eines Gegenstands mit einem Strahlungsenergiemuster
und anschließender Aufnahme der reflektierten
16
Strahlungsenergie beschrieben.
Strahlungsenergie beschrieben.
In dem US-Patent 4 105 925 ist ein optisches Ortsmeßgerät beschrieben, das den Ort und die Orientierung
eines Objekts auf einem Förderer bestimmt. Zwei Lichtebenen schneiden sich längs einer einzelnen
quer gerichteten Linie auf der Förderoberfläche. Das
Verfahren setzt einen konstanten Betrachtungsabstand
und eine konstante Perspektive voraus.
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Spezielle Probleme einer dreidimensionalen Vision treten während eines Fahrzeugzusammenbaus auf. Zum
Beispiel wird während des Zusammensetzungsprozesses eine teilweise fertiggestellte. Fahrzeugkarosserie die
Fertigungsstraße heruntergefahren, während sie relativ
lose durch eine Haltevorrichtung getragen wird. Die exakte Lage der Karosserie ist in keiner Fabrikationsstation bekannt. Die Karosserie ist vielmehr innerhalb
eines endlichen Unbestimmtheitsbereiches angeordnet, der sowohl bekannt als auch konstant ist. Dieser
Bereich ist im allgemeinen so groß, daß eine Automatisierung der Bearbeitung an der jeweiligen Station
entweder unmöglich oder äußerst kostspielig ist. Selbst bei mechanischen Zwangsführungen zum Festlegen
und Halten der Karosserie schließt die Lageunbestimmtheit gewöhnlich die Verwendung automatischer Werkzeuge
aus.
.Ein ähnliches Problem tritt bei nichtstarren Körpern
auf. In der Praxis hat sich herausgestellt, daß "identische" Fahrzeugkarosserien, die auf derselben
Fertigungsstraße hergestellt worden sind, häufig unberechenbare dimensionelle Unregelmäßigkeiten aufweisen.
Diese Unregelmäßigkeiten und die Nachgiebigkeit einer teilweise fertiggestellten Karosserie sind
zu einem akzeptierten Artefakt moderner Gestaltungsund Herstellungspraktiken geworden. Es ist Offensicht-
lieh, daß zukünftige Herstellungssysteme darauf ausgelegt
werden müssen, diese Unregelmäßigkeiten zu toleriern.
Eine mögliche Lösung dieser Probleme besteht darin, die gesamte Fertigungsstraße auf extrem hohe Toleranzen
abzustellen, um zu gewährleisten, daß die Lage der Körper im Raum von einem Körper zum nächsten invariant
bleibt. Es muß ebenfalls sichergestellt sein, daß die Körper tatsächlich "identisch" sind. Ein derartiges
System ist in dem US-Patent 4 458 628 beschrieben. Durch dieses Patent ist eine Vorrichtung zum Auftrag
eines Haftmittels auf Fahrzeugwindschutzscheiben offenbart, die eine Dreheinrichtung zum Halten und zum
Bewegen der Glasscheibe aufweist, so daß der Randbereich der Glasscheibe beständig einer das Haftmittel
auftragenden Düse eines Industrieroboters ausgesetzt ist. Ein solches System erfordert jedoch hohe Investitionen
und hohe Werkzeugaustauschkosten, um verschiedene Werkstücke zu bearbeiten.
Eine andere mögliche Lösung ist in den US-Patenten 3
618 742, 3 804 270, 4 146 924, 4 373 804 und 4 380 696
beschrieben. In jedem dieser Patente ist ein maschinelles dreidimensionales Visionssystem offenbart, das
visuelle Daten liefert, die verarbeitet und in eine Form gebracht werden, die dazu verwendet w.ird, den
vorprogrammierten Weg des Roboters so zu verändern, daß der Roboter die Bearbeitung am Gegenstand durchführen
kann.
Solche dem Stand der Technik zugehörenden maschinellen dreidimensionalen Visionsverfahren und -vorrichtungen
sind ungeeignet dazu, das Nachgiebigkeits- und Unregelmäßigkeitsproblem
von Fahrzeugkarosserien an Fabrikationsstätten zu lösen.
Ein gegenwärtiges Interesse auf dem Gebiet automatischer "Zukunftsfabriken" richtet sich auf die Abgabe
eines Haftmittels durch einen Roboter. Neue Anwendungen für Haftmittel und Dichtungen werden augenblicklieh
infolge von Antikorrosionsprogrammen der Automobil hersteller eingeführt. Die Materialien werden
beim Zusammenbau randgeflanschter Teile wie Türen,
Böden und Hauben verwendet.
In einigen Fällen werden Dichtungsmaterialien in
Verbindung mit konventionellem Punktschweißen verwendet. Dabei wird zunächst eine Dichtung aufgesetzt und
dann das Blech durch die Dichtung verschweißt. Dieses kombinierte Verfahren erlaubt es, den Abstand zwischen
den Schweißpunkten zu vergrößern, während die Anzahl der Schweißungen verkleinert wird. Einige Hersteller
haben das Verschweißen randgeflanschter Teile überhaupt
aufgegeben, indem sie strukturelle Haftmittel verwenden.
Mehrere Faktoren führen die Hersteller zu Haftverbindungen. Zum Beispiel hat die Notwendigkeit der
Treibstoffeinsparung die Automobilhersteller dazu motiviert, das Gewicht durch Verwendung leichterer
Profilmetalle zu reduzieren. Jedoch gewähren mechanische
Nähte und dünnere Metalle keine genügende strukturelle Stärke.
Die manuelle Auftragung solcher Haftmittel und Dichtungen ist jedoch im allgemeinen aufgrund des hohen
Durchsatzes und der erforderlichen hohen Genauigkeit unpraktisch. In Automobilfabrikationsstätten werden
darüber hinaus hohe Ansprüche an Vorrichtungen gestellt, die automatisch Haftmittel und Dichtungen
auftragen. Wenn diese Haftmittel und Dichtungen falsch aufgetragen werden, tritt fehlerhafts Kleben oder
Auspressen auf.
Anwendungssysteme für solche Haftmittel und Dichtungen müssen leicht an gegenwärtige Fertigungsstraßen
materialbehandelnder Anlagen anpaßbar sein. Die Arbeitszelle muß so dimensioniert sein, daß sie selbst
die größten Fahrzeugteile unterbringen kann. Weiterhin müssen die Steuersysteme mit den Fabrikkommunikationssystemen
kompatibel sein. Schließlich müssen die Systeme in der Lage sein, Abänderungen z.B. in der
Werkstückgeometrie, die durch Werkzeug- ,und Formabnutzung, Produktgestaltung und Bearbeitungsverbesserungen
hervorgerufen werden, zu kompensieren.
Bei jedem Zusammensetzungsprozeß sind mehrere Stellen auf einer Fahrzeugkarosserie festgelegt, die als
Standstellen relativ unveränderbar sind und als Basis
für Messungen dienen. Zum Beispiel sind das Fundament eines Hauses und der Kiel eines Schiffes Beispiele
solcher Standlinien. Beim Fahrzeugzusammenbau ist die gesamte Struktur der Karosserie im Hinblick auf
sorgfältig angeordnete Standstellen ausgelegt. Während die Karosserie insgesamt nicht fest sein mag, halten
die StandsteHen eine feste Beziehung untereinander ein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und aine Vorrichtung zur automatischen Bestimmung
des Ortes und der Lage eines dreidimensionalen Körpers im Raum auf schnelle und genaue Weise zu
schaffen.
Mit der Erfindung soll weiterhin ein Verfahren und eine Verdichtung zur automatischen Bestimmung des
Ortes und der Lage eines dreidimensionalen Körpers auf eine schnelle Weise geschaffen werden, wobei kleine
Veränderungen des Körpers und der Lichtbedingungen in der Umgebung ohne große Beeinträchtigung toleriert
werden.
Mit der vorliegenden Erfindung soll auch ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur automatischen Bestimmung des Ortes und der Lage eines dreidimensionalen Körpers
geschaffen werden, wobei nicht mehr als drei Kameras verwendet werden und diese nicht speziell konstruiert
sein müssen.
Mit der Erfindung soll ferner ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Bestimmung des Ortes und
der Lage eines dreidimensionalen Körpers in einer Fabrikationsstätte geschaffen werden, wobei keine
spezielle Beleuchtung, wie eine strukturierte Beleuchtung, verwendet wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Bestimmung des Ortes und der Lage eines dreidimensionalen
Körpers durch eine Bildaufnahmestation mit einem festen Koordinatensystem geschaffen wird. Es wird
vorausgesetzt, daß der Körper wenigstens drei Zielpunkte hat. Das Verfahren schließt als Schritte die
Gewinnung von Eichdaten, die sich auf die erwartete Lage des Körpers bei der Aufnahmestation beziehen, und
die Gewinnung einer einzigen Bilddatenebene für jeden der Zielpunkte ein. Jede Bilddatenebene enthält Daten,
die sich auf den betreffenden Zielpunkt beziehen. Das Verfahren schließt als weiteren Schritt die. Ortsbestimmung
der Zielpunkte innerhalb der zugehörigen Bildebenen zur Gewinnung von Ortsdaten und die
gemeinsame Verarbeitung der Eich- und der Ortsdaten zur Gewinnung von Daten, die sich auf den Ort und die
Lage des Körpers in bezug auf das feste Koordinatensystem
beziehen, ein.
Vorzugsweise wird das Verfahren zur Versorgung einer
programmierten Robotersteuerung mit Bahnkompensationsdaten verwendet, um den durch die Steuerung geleiteten
Roboter längs einer neuen Bahn zu bewegen, die von der ursprünglich in der Steuerung gespeicherten Bahn
abweicht, um einen dreidimensionalen Körper zu bearbeiten. .Die Bahnkompensationsdaten beziehen sich auf
die Differenz zwischen den aktualen und den erwarteten Ortswerten des dreidimensionalen Körpers in der
Fabrikationsstation. In dieser Weise angewandt, umfaßt die Methode als weitere Schritte die Umwandlung der
vorher gewonnenen Ergebnisdaten in einen ersten Satz von Abweichungs-Daten, die sich auf die Differenz
zwischen den aktualen und den erwarteten Ortswerten des Körpers in dem festen Koordinatensystem beziehen,
und die weitere Umwandlung des ersten Satzes der Abweichungs-Daten in einen .zweiten Satz von Abweichungs-Daten
in dem Koordinatensystem des Roboters. Schließlich umfaßt das Verfahren die Übertragung des
zweiten Satzes von Abweichungs-Daten auf die Steuerung.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur automatischen Bestimmung des Ortes und der Lage eines dreidimensionalen
Körpers mit wenigstens drei Zielpunkten durch eine Bildaufnahmestation mit einem festen Koordinatensystem
umfaßt eine Einrichtung zur Speicherung von Eichdaten, die sich auf die erwarteten Ortswerte des
Körpers an der Bildaufnahmestation beziehen. Die Vorrichtung umfaßt weiterhin wenigstens drei, räumlich
entfernt voneinander angeordnete Kameras. Jede der Kameras erzeugt eine Bilddatenebene, die Bilddaten,
die sich auf einen einzelnen Zielpunkt beziehen, einschließt. Die Vorrichtung weist ebenfalls eine Einrichtung
zur Gewinnung von Ortsdaten, die sich auf den Ort jedes Zielpunktes innerhalb der zugehörigen
Bildebene beziehen, und eine Einrichtung zur gemeinsamen Verarbeitung der Eich- und der Ortsdaten zur
Gewinnung von Daten, die sich auf den Ort und die Lage eines Körpers innerhalb des festen Koordinatensystems
beziehen, auf.
Vorzugsweise arbeitet die Vorrichtung ohne Verwendung von strukturiertem Licht.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Vorrichtung so ausgelegt, daß sie automatisch Bahnkompensationsdaten
an eine programmierte Robotersteuerung liefert, um dem durch die Steuerung gelenkten Roboter
eine Bewegung längs einer neuen Bahn zu ermöglichen, die von der ursprünglich in die Steuerung einprogrammierten
Bahn abweicht, um einen dreidimensionalen Körper zu bearbeiten. Die Bahnkompensationsdaten
beziehen sich auf die Differenz zwischen den aktualen und den erwarteten Ortswerten des dreidimensionalen
Körpers an der Fertigungsstation. Die Vorrichtung weist ferner eine Einrichtung "zur Umwandlung der zuvor
gewonnenen Ergebnisdaten in einen ersten Satz von Abweichungs-Daten, die sich auf den Unterschied
zwischen den aktualen und den erwarteten Ortswerten des Körpers in dem festen Koordinatensystem beziehen,
auf. Weiterhin sind eine Einrichtung zur Umwandlung des ersten Satzes von Abweichungs-Daten in einen
zweiten Satz von Abweichungs-Daten in dem Koordinatensystem des Roboters und eine Einrichtung zur Übertragung
des zweiten Satzes von Abweichungs-Daten auf die
Steuerung vorgesehen.
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Das erfindungsgemä'ße Verfahren und die Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens weisen zahlreiche' Vorteile
auf. Zum Beispiel werden Abweichungen eines dreidimensionalen Körpers bei Verwendung von nur drei BiId-30
ebenen gewonnen. Insbesondere kann die Vorrichtung mehrere bekannte Merkmale oder Zielpunkte auf dem
Körper aussuchen, und, wenn geortet, können diese Zielstellen zur analytischen Bestimmung des Ortes des
gesamten Körpers im Raum verwendet werden. Daraufhin 35
kann diese Ortsinformation einer automatisierten Einrichtung, wie einer Robotersteuerung, mitgeteilt
werden. Deshalb ist es nur notwendig, den Körper an der Fabrikationsstation grob anzuordnen, wodurch die
Durchsatzgeschwindigkeit stark erhöht wird und die Kosten für die Haltevorrichtung reduziert werden.
Das Verfahren und die zugehörige Vorrichtung sind relativ unempfindlich gegenüber Abänderungen in der
Fabrikationsumgebung. Kleine Änderungen in der Kamerastellung,
Veränderungen in der Anordnung der Standstellen und große Abweichungen der Lichtverhältnisse
in der Umgebung haben minimalen Einfluß auf die Gesamtgenauigkeit der Ortung.
sionalen Visions erfordern im allgemeinen mehr als
sechs Kameras oder strukturierte Beleuchtung. Das vorliegende Verfahren und die dazugehörige Vorrichtung
erfordern nur drei Kameras und keine spezielle
nicht hochspezialisiert zu sein.
A Im folgenden vjerden Aussführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung näher beschrieben und anhand der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
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Figur 1 eine perspektivische Darstellung zur Erläuterung
des Verfahrens und der zugehörigen Vorrichtung in bezug auf ein teilweise zusammengesetztes Fahrzeug in einer Fabrikationsstation
oder -zelle mit an beiden
Figur 2 eine Vorderansicht der in Figur 1 dargestellten
Vorrichtung
35
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Figur 3 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der relativen Stellung der Kameras der
* " 361848G
24
Vorrichtung und eines starren Körpers in einem Bildkoordinatensystem, wobei der
starre Körper drei Zielpunkte aufweist, die die Ursprünge dreier zugeordneter Sensorkoordinatensysteme
bilden
Figur 4 eine perspektivische Ansicht zur Veranschaulichung
der bei dem Verfahren und der Vorrichtung verwandten Eicharmatur,
Figur 5 eine schematische Ansicht der Softwaremodule und -Tasks und des dazwischen verlaufenden
Datenflusses,
1^ Figur 6 ein Flußdiagramm eines Einleitungs-Moduls,
Figur 7 ein Flußdiagramm eines Leit-Tasks,
Figur 7 ein Flußdiagramm eines Leit-Tasks,
Figur 8 ein Flußdiagramm eines Eich-Moduls, ·
20
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mathematischen Grundlagen des
Verfahrens und der dazugehörigen Vorrichtung.
.In den Figuren 1 und 2 wird der Betrieb einer
gezeigt, die nicht nur unempfindlich (d.h. relativ
unbeeinflußt durch Änderungen in der Beleuchtung,
anvisierten Körpers) sondern auch flexibel ist.
leicht gegenüber Abänderungen ihrer verschiedenen
des Körpers angepaßt werden. Die Verwendung des beschriebenen Verfahrens und der Vorrichtung führen
nicht nur zu einer erhöhten Produktivität, sondern
auch zu einer verbesserten Qualität.
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Die Vorrichtung zur maschinelle dreidimensionale Vision ist insgesamt durch 10 dargestellt. Die
Vorrichtung 10 ist dafür vorgesehen, aber nicht darauf beschränkt, in einer Fabrikationsstation- oder zelle,
die im allgemeinen mit 12 bezeichnet ist, eingesetzt zu werden. In der Fabrikationsstation 12 kann die
Vorrichtung 10 mit peripheren Einrichtungen, wie Robotern 14, programmierbaren Steuerungen, numerisch
gesteuerten Maschinen, anderen Visionsvorrichtungen,
Betriebsreglungsvorrichtungen und dergleichen, kommunizieren.
In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung 10 sind die Roboter 14 vorzugsweise zum Auftragen eines Fahrzeughaftmittels auf eine
Karosserie 16 verwendet. Jedoch kann die Vorrichtung 10 selbstverständlich für andere Aufgaben, einschließlich
der Steuerung mehrerer Fabrikationszellen durch Aufenthalt zwischen den Fabrikationszellen eingesetzt
werden.
Wie aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, .wird die
Automobilkarosserie 16 längs einer Förderlinie, die im .allgemeinen mit 18 bezeichnet ist, bewegt. Die
Automobilkarosserie 16 ist auf einem Träger 20 befestigt, der seinerseits zur Bewegung auf Schienen
22 überlicherweise angebracht ist. Im allgemeinen wird die teilweise zusammengesetzte Automobil karosserie 16
relativ lose durch den Träger 20 gehalten, so daß die exakte Position der Automobi1 karosserie 16 nicht genau
bekannt ist. Jedoch kann die Vorrichtung 10 den gesamten Unbestimmtheitsbereich bezüglich der Lage der
Automobilkarosserie übersehen. Der Unbestimmtheitsbereich
ist unterbrochen, so daß eine Automatisierung
der Bearbeitung in der Fabrikationsstation 12 mit
Hilfe der Vorrichtung 10 möglich ist.
5
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An der Unterseite der Automobilkarosserie 16 sind
mehrere sorgfältig angeordnete Standstellen 24 angebracht.
Alle Automobilhersteller setzen ihre gesamten Automobilkarosserien in bezug auf solche Standstellen
24 zusammen. Die Standstellen 24 sind relativ unveränderlich
und werden als Standlinie für alle Messungen verwendet. Während die Automobilkarosserie 16 als
Gesamtheit nicht starr zu sein braucht, halten die Standstellen 24 ein konstantes Abstandsverhältnis
zwischeneinander ein.
Im allgemeinen verwendet die Vorrichtung 10 die Standstellen 24 als visuelle Ziele oder Zielpunkte,
wodurch das Problem der Unregelmäßigkeit und Nachgiebigkeit der Automobi1 karosserie 16 auf ein Minimum
reduziert wird. Andererseits können selbstverständlich ein oder mehrere visuelle Ziele eine vorbestimmte
Kante oder Ecke der Automobilkarosserie 16 umfassen, die sich innerhalb des Sichtfeldes der Vorrichtung 10
befinden.
Die Hardware der Vorrichtung 10 schließt .mehrere
räumlich voneinander entfernte Kameras 26 ein. Die Kameras weisen vorzugsweise gewöhnliche CCDs auf, die
Standardfernsehausgangssignale liefern. Die Kameras 26 sind innerhalb von Gehäusen 28 an gegenüberliegenden
Seiten der Förderlinie 18 innerhalb der Fabrikationsstation 12 angeordnet. Die Sichtlinien jeder der
Kameras 26 sind durch 30 bezeichnet und erstrecken sich durch Schlitze 32, die in der Oberseite jedes
Gehäuses 28 ausgebildet sind. Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, sind die Standstellen 24 innerhalb
'* - ' ■· 361848Ό
des Sichtfeldes jeder der Kameras 26 angeordnet, so daß jede der Kameras eine Datenbildebene erzeugt, die
Daten einschließt, die sich auf die betreffende Standstelle 24 beziehen, v/ie noch genauer im folgenden
beschrieben werden wird.
Im allgemeinen können die Kameras 26 überall in der Fabrikationszelle 12 aufgestellt sein, solange jede
der Standstellen 24 innerhalb des Sichtfeldes der jeweiligen Kamera sich befindet. Die Kameras 26 können
über, unter oder neben der Automobilkarosserie 16 aufgestellt sein. Eine Beschränkung besteht jedoch
darin, daß keine parallelen Bildebenen zweier Kameras vorkommen dürfen. Optimale Verhältnisse liegen nur
dann vor, wenn die Normalenvektoren aller Bildebenen einen beträchtlichen Winkel zwischeneinander einschließen.
Vorzugsweise sind vier Kameras 26 in jeder Fabrikationsstation 12 aufgestellt. Jedoch werden die Kameras
26 in Dreiergruppen verwendet, wenn sie den Ort und die Lage dor Automobilkarosserie 16 feststellen.
Folglich ist selbst dann, wenn eine der Kameras 26 ausfällt, die Vorrichtung noch betriebsbereit, um den
Ort und die Lage der Automobilkarosserie 16 festzustellen.
Die Vorrichtung 10 benötigt keine spezielle Beleuchtung,
wie mit strukturiertem Licht. Relativ große Veränderungen der Umgebungsbeleuchtung haben einen
minimalen Einfluß auf die Genauigkeit der Vorrichtung 10. Jedoch wird eine künstliche Beleuchtung vorgezogen,
wenn die Kameras 26 an extrem dunklen Stellen, wie z.B. an der Unterseite einer Automobil karosserie
in einem schlecht beleuchteten Fertigungsbereich angeordnet sind. Eine künstliche Beleuchtung kann auch
dann wünschenswert sein, wenn die Fabriktionsstation
12 regelmäßig großen Veränderungen des Umgebungslichtes ausgesetzt ist, wie das bei direktem Sonnenlicht
der Fall sein kann. Jedoch kann in beiden der oben genannten Fälle eine geeignete Beleuchtung durch
relativ preiswerte Lichtarmaturen hergestellt werden. Wie in Figur 3 gezeigt ist, kann die Automobilkarosserie
16 als starrer Körper mit drei bekannten Zielpunkten (d.h. Standstellen 24) betrachtet werden,
von denen jede nur für eine der Kameras 26 sichtbar ist. Wenn die Automobilkarosserie 16 sich in einer
Null-Abweichung oder idealen Nennposition befindet, dann ist der Automobilkarosserie 16 ein lokales oder
Bildkoordinatensystem (BKS) zugeordnet, dessen Ursprung auf oder in der Nähe der Automobil karosserie 16
1^ liegt. An einem Punkt, der jedem der Zielpunkte bei
der Null-Abweichung entspricht, sind drei paarweise senkrecht aufeinander stehende Vektoren errichtet, die
Einheitslänge besitzen und parallel zu den Einheitsvektoren
des BKS angeordnet sind. Jedes der kleinen Dreibeine wird als Sensorkoordinatensystem 1, 2 bzw. 3
(SKS 1, SKS 2 bzw. SKS 3) bezeichnet. Die Transformationen zwischen diesen drei Koordinatensystemen sind
bekannt und konstant.
Das BKS wird als fest in bezug auf die Kameras 26 angeommen. Die Automobi1 karosserie 16 hat ihr eigenes
festes Koordinatensystem, das als Körperkoordinatensystem (KKS) bezeichnet werden kann. Wenn sich die
Automobil karosserie 16 in ihrer NuI1-Abweichung befindet, sind das KKS und das BKS identisch. Wenn die
Automobilkarosserie 16 sich in ihrer Null-Abweichung befindet, entsprechen weiterhin die Zielpunkte (d.h.
Standstellen) 24 genau den Ursprüngen der drei Sensorkoordinatensysterne.
Wenn die Automobil karosserie 16 aus ihrer Null-Abweichung
herausbewegt wird, ist die Bewegung des
starren Körpers gänzlich durch eine Transformation £Tj
zwischen dem BKS und dem KKS bestimmt. Diese Transformation ist bezüglich des BKS definiert und legt den
Ort und die Orientierung des KKS und folglich auch die
Die gleiche Transformation kann zur Bestimmung der neuen Lage der Zielpunkte in dem BKS verwendet werden.
Wenn die Null-Abweichungslagen der Zielpunkte und ihre
verschobenen Lagen in dem BKS gegeben sind, stehen sie durch die Transformation £Τ3 in direkter Beziehung.
Mit dem vorliegenden Verfahren soll die Transformation t~tl durch Bestimmung des Bildpunktes im Blickfeld
jeder Kamera bestimmt werden können.
15
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In Figur 4 ist eine allgemein mit 34 bezeichnete Eicharmatur dargestellt, die einen unterteilten Würfel
36 mit einer Oberflächeneinteilung aufweist, die der
Größe und Form jedes der SKS entspricht. Die Eicharmatur 34 umfaßt weiterhin einen Ständer 38, der den
Würfel 36 trägt und mit dem durch Anordnung des Ständers 38 innerhalb der Vorrichtung 12 der Würfel 36
so ausgerichtet werden kann, daß drei sich miteinander schneidende Kanten des Würfels 36 parallel zu den
paarweise aufeinander senkrecht stehenden Achsen eines der SKS angeordnet sind. Diese Ausrichtung kann
manuell oder durch einen der Roboter 14 vorgenommen werden. Die Eicharmatur 34 wird der Reihe nach
ausgerichtet, so daß jede der Kameras 26 auf einen bestimmten Schnittpunkt dreier Kanten des Würfels 36
ausgerichtet ist und die kartesischen Achsen des Würfels parallel zu dem SKS der betreffenden Kamera
angeordnet sind. Wie im folgenden noch näher beschrieben wird, wandeln die Computer- und Interface-Schaltungen
40 die Videosignale der Kameras 26 in die gewünschte Information zur Eichung um. Die Eicharmatur
34 kann einen einzelnen Würfel, so wie den Würfel 36,
bei dem mehrere Einstellungen innerhalb der Station 12
erforderlich sein können, oder mehrere Würfel umfassen, auf die gleichzeitig die Kameras 26 ausgerichtet
sein können.
Die Eichinformation, die die Lage der projizierten Vektoren des Würfels 36 einschließt, wird danach in
einer Massenspeichereinheit 42 der Vorrichtung 10 gespeichert. In der Massenspeichereinheit 42 wird
ebenfalls die Lage der Standstellen 24 in dem KKS als Teil des Eichvorgangs gespeichert.
Andererseits kann die Eichinformation auch manuell in die Vorrichtung 10 durch das Eingabegerät eines
I/0-Terminals 44 der Vorrichtung 10 eingegeben werden.
Das I/0-Terminal 44 kann Video- und Datenmonitore aufweisen, um Kamerainformationen und andere Informationen
anzuzeigen.
Die Computer- und Interface-Schaltungen 40 schaffen
einen Videoanschluß zu den drei Kameras 26. Im allgemeinen ist die Prozessoranordnung der Schaltungen
40 dazu in der Lage, Operationen, wie Faltungen, Verschiebungskopien und dergleichen auf den Videospeicher
auszuüben. Die Computer- und Interface-Schaltungen 40
weisen einen Speicher zur Aufnahme der System-Software und mehrerer Videobilder und außerdem einen Übermittlungsanschluß
zum Anschluß an verschiedene periphere Geräte auf.
Die System-Software ist in Figur 5 dargestellt. Die System-Software ist vorzugsweise in drei nebeneinander
laufenden Prozessen oder Tasks organisiert, die die diskreten Funktionen der Bildaufnahme, Übermittlung
und Steuerung durchführen, wie durch die Blöcke 46, 48 bzw. 50 angegeben ist. Der größte und komplexeste der
drei ist der Systemsupervisor oder Supervisor-Task 50.
Der Supervisor-Task umfaßt die Einleitungs-, Eich- und Laufzeit-Module 54, 56 bzw. 58. Jedes der Module 54,
56 und 58 weist ein eigenes Benutzer-Interface auf.
Der Bildaufnahme-Task 46 dient prinzipiell zur Behandlung
der zweidimensionalen Bildinformation, die durch die Kameras 26 in Antwort auf Befehle des Supervisor-Tasks
50 gehalten werden. Der Übermittlung-Task 48
weist einen Eingangs-Ausgangs-Interface-Prozeß auf, der der System-Software die Fähigkeit verleiht,
externe Geräte, wie Roboter, programmierbare Steuerungen, etc., zu erreichen, je nach Befehl durch den
Supervisor-Task 50. Die Linien 52 stellen den Datenfluß zwischen den verschiedenen Tasks, Modulen und
externen Geräten dar.
Der Bildaufnahme-Task 46 antwortet auf Befehle des Supervisor-Tasks 50, die durch die Kameras 26 erhaltene
Bildinformation zu erzeugen, zu finden und anzuzeigen. Der Task 46 liefert eine Grauleiter-Bildverarbeitung
und dient zum Auffinden vorbestimmter geometrischer Gebilde (d.h. der Standstellen 24)
innerhalb der durch die Kameras 26 erzeugten zweidimensionalen Bildebenen. Während eines Abrufs des
Bildaufnahme-Tasks 46 durch den Supervisor-Task 50 gibt der Bildaufnahme-Task 46 die Bildebenenkoordinaten
eines gefundenen Merkmals zurück. Ein üblicher Bildaufnahme-Task wird zur Durchführung dieses Prozesses
verwendet. Der Bildaufnahme-Task 46 gestattet eine direkte Wiedergabe der Kamerabilder an dem
I/0-Terminal 44 und sammelt und speichert ebenfalls Bilddaten für die Massenspeichereinheit 42.
lungen zu jeder Art und Anzahl peripherer Geräte, wie
peripheren Geräte können ebenfalls numerisch ge-
steuerte Anlagen, andere Visionseinrichtungen, Datenleitungssysteme
und dergleichen umfassen. Ein üblicher Übermittlungs-Task wird zur Durchführung dieser Aufgabe
verwendet.
Der Supervisor-Task 50 ist durch das Flußdiagramm in
Figur 7 dargestellt. Im allgemeinen steuert der Supervisor-Task 50 die Operationen aller Komponenten
der Vorrichtung 10. Wenn gestartet, startet der
*° Supervisor-Task 50 den Übermittlungs-Task 48 und den
Bildaufnahme-Task 46. Der Supervisor-Task 50 enthält
ein Modul, das eine Eichdatenstruktur genannt wird und das alle notwendigen Eich-, Projektions-, Skalen- und
Transformationsinformationen enthält, wie im folgenden
1^ noch genauer beschrieben wird. Wenn der Supervisor-Task
50 das Einleitungs-Modul 54 anruft, wird Speicherplatz für die Eichdatenstruktur durch das
Einleitungs-Modul 54 zugewiesen und vorbereitet. Das Einleitungs-Modul 54 fragt den Benutzer von dem
I/0-Terminal 44 ab, ob er eine Datei aus der
Massenspeichereinheit 42 der Vorrichtung auszusuchen wünscht. Andernfalls werden Unterlassungswerte verwendet.
Auf diese Weise bereitet das Einleitungs-Modul 54 die Eichdatenstruktur der Vorrichtung vor.
Der Supervisor-Task 50 fragt dann den Benutzer der Vorrichtung 10 am I/0-Terminal 54 ab, w.elche der
verschiedenen Betriebsarten der Vorrichtung, wie Eich- oder Durchlaufbetriebsarten, er wählen will. Der
Supervisor-Task 50 weist außerdem eine Einrichtung auf, die Vorrichtung 10 abzustellen und außer Betrieb
zu setzen. Wenn der Benutzer die vom ihm gewünschte Betriebsart gewählt hat, ruft der Supervisor-Task 50
das entsprechende Modul an, welches seinerseits alle zu dieser Betriebsart gehörenden Operationen vornimmt.
In jedem Fall wird die Eichdatenstruktur zu dem ausgewählten Modul hin- und zurückübertragen. Wie der
Übermittlungs-Task 48 kann auch der BiIdaufnahme-Task
46 entweder von dem Laufzeit-Modul 58 oder dem Eich-Modul 56 angerufen werden.
Die Eichdatenstruktur enthält die folgende Information: Die Anzahl der der Vorrichtung zur Verfügung
stehenden Kameras und die logischen Namen für jede Kamera und das dazugehörige visuelle Ziel (d.h.
Standstelle), mit jedem Paar von Ziel-Kameras verbundene Aufstellinformation, Informationen über die Größe
des Eichgegenstandes, wie des Würfels 36, die Transformation zwischen dem wirklichen Raum und dem
Kameraraum sowie Informationen bezüglich der perspektivischen Verzerrung der Kameras, Transformationen,
die das lokale Bezugssystem der Visionsvorrichtung betreffen, das Roboter- und das reale Koordinatensystem,
die Nennposition des Körpers 12 (d.h. der Automobilkarosserie, bezüglich der dem Roboter 14 die
Arbeitsbahn einprogrammiert wird).
dargestellt, das von dem Supervisor-Task 50 angerufen
wird. Das Eich-Modul 56 gestattet dem Benutzer, über das I/0-Terminal 44 manuell Eichvariablen einzugeben
und/oder zu verändern. Das Eich-Modul 56 dient den folgenden Zwicken:
a) Der Benutzer kann die kartesischen Koordinaten der Zielpunkte des starren Körpers 16, der durch die
QQ Vorrichtung 10 lokalisiert werden wird, bestimmen.
Diese Koordinaten werden im Hinblick auf das reale Bezugssystem bestimmt.
b) Das Eich-Modul 56 enthält Informationen über die g5 Projektionen der Eicharmatur 34 in die einzelnen
Bildebenen der Kameras. Dies wird entweder manuell oder durch einen Roboter bewerkstelligt, der den
Eichgegenstand in das Gesichtsfeld der Kameras 26 bringt und eine Projektionsinformation über dessen
Oberflächenmerkmale automatisch erzeugt. Dies schließt den Anruf des BiIdaufnahme-Tasks 46 und,
wenn einer der Roboter 14 verwendet wird, den Anruf des Übermittlungs-Tasks 44 ein.
c) Das Eich-Modul 56 kann die Eichinformation auf dem
I/O-Terminal 44 anzeigen.
IO
IO
d) Das Eich-Modul 56 gestattet dem Benutzer, dialogmäßig andere Eichdaten und -konstanten auszudrucken
und zu verändern.
e) Das Eich-Modul 56 bestimmt automatisch die Nennposition
des Körpers 16 in den Sichtfeldern der Kameras.
f) Das Eich-Modul 56 sorgt für den Empfang und die Speicherung der Eichdaten von der Massenspeichereinheit
42, ggfs. durch Verbindung mit einem (in der Zeichnung nicht dargestellten) Hauptrechner.
Das Laufzeit-Modul 58 ist in Figur 9 in Form eines Software-Flußdiagramms dargestellt. Im allgemeinen
nimmt das Laufzeit-Modul 58 dreidimensionale Abweichungen des Gegenstandes im Sichtfeld der Kameras
auf.
Zunächst ruft das Laufzeit-Modul 58 den Bildaufnahme-Task
46 an, die Automobilkarosserie 16 in den Sichtfeldern der Kameras 26 anzuvisieren und die
Bildebenenkoordinaten der Zielpunkte (d.h. der Standsteilen 24) auf der Automobi1 karosserie 16 zu finden.
Dann zeigt das Laufzeit-Modul 58 die aufgefundenen Merkmale auf dem Video-Monitor des I/O-Terminals 44
an. Die Bildebenenkoordinaten und die früher gewonnen
Eichdaten werden dazu verwendet, ein quadratisches Gleichungssystem für die veränderte Lage der Automobilkarosserie
16 aufzustellen. Das quadratische Gleichungssystem wird durch ein iteratives Standardverfahren,
wie das Newton'sehe Verfahren zweiter Ordnung, gelöst. Auf diese Weise werden die sechs
Freiheitsgrade, die den Ort des Körpers im Raum festlegen, bestimmt. Die dem obigen Verfahren zugrundeliegende
Mathematik wird im folgenden ausführlicher
anhand der Figuren 10 A bis K beschrieben.
Danach zeigt das Laufzeit-Modul 58 die die sechs Freiheitsgrade betreffende Information auf dem Monitor
des I/0-Terminals 44 an. Dabei, ruft das Laufzeit-Modul
1^ 58 einen anderen Algorithmus ab, um die Information in
die die sechs Freiheitsgrade betreffenden Abweichungen
von der ursprünglich gemessenen Nennposition der Automobil karosserie 16 umzuwandeln. Das Laufzeit-Modul
58 wandelt dann die Bild-Abweichungen in das Bezugssystem eines peripheren Gerätes, wie eines oder
mehrerer Roboter 14, um. Schließlich ruft das Laufzeit-Modul 58 den Übermittlungs-Tasks 48 an, um die
Abweichungen den Robotern 14 zu übermitteln, die dann die Abweichungen zum Abändern der einprogrammierten
Bahnen für die Bearbeitung des gegenwärtigen starren Körpers verwenden.
Wenn die Automobilkarosserie 16 sich in einer Abweichungs-Position
befindet, werden die Zielpunkte (d.h. Standstellen 24) in den Bildebenen im allgemeinen
aus den Ursprüngen der verschiedenen SKS, wie oben erwähnt, herausgerückt sein. Der in Figur 10 A
gezeigte Graph stellt eine Bildebene mit den dazugehörigen Eichprojektionen und P1 die Bildebenenprojektion
eines Zielpunkts, wie er von der Automobilkarosserie 16 in einer Abweichungsposition projiziert ist, dar.
Im allgemeinen kann man durch Kombination von drei
Bildebenenprojektionen mit den Eichdaten die sechs Freiheitsgrade der Abweichung der Automobilkarosserie
16 aus ihrer Nennposition bestimmen, wie im folgenden anhand der Figuren 10 A bis 10 K noch genauer
beschrieben wird.
Unter Verwendung von Einheitsvektoren U und V ergibt sich die folgende Darstellung für die einzelnen
Punkte:
IO
IO
O1 = (Un ) U + (Vn ) V.
1 O1 O1
1 O1 O1
P1 = (Un ) U + (Vn ) V.
I P1 P1
I P1 P1
Etc.
Alle Punkte haben ebenfalls (X, Y, Z)-Koordinaten in
dem Sensor-Koordinatensystem.
Unter Bezugnahme auf die Figuren 10 A und 10 B kann,
wenn angenommen wird, daß der Punkt P-, in der X-Y-Ebene des SKS 1 liegt, das Problem für jede Kamera
26 unabhängig gelöst werden. Die Vektoren A, B, und P sind in Figur 10 B definiert. Die Vektoren A und B
sind die Bildebenenprojektionen der X- und Y-Einheitsvektoren von SKS 1. Die X- und Y-Koordinaten von P1
(d.h. X1 und y,) werden aus den Gleichungen (1) bis
(4) gewonnen, wie in Figur 10 C gezeigt ist. Die .Lösungen der Gleichung (4) stellen eine einfache
Unter Bezugnahme auf Figur 10 D wird unter allgemeineren Bedingungen angenommen, daß Z jeden Wert annehmen
kann. Es ist möglich, X1 und y, in Abhängigkeit von Z1
aufzulösen. Wenn dies für alle drei Bildebenen durchgeführt wird und einige Einschränkungen verwendet
werden, kann man einen Ausdruck für das gesamte System
mit Hilfe von ζ,, ζ« und ζ- gewinnen, für die
Lösungswerte gefunden werden können. Vektoren der Gleichungen (5) bis (8) sind im Kamerasystem 1
definiert, und x, und y, können durch z^ aus den Gleichungen (9) bis (12), wie in den Figuren 10 D und
10 E dargestellt, bestimmt werden. Sowohl x-j als auch
y, sind in den Gleichungen (12) als lineare Funktionen von z, gegeben, wobei «C -j, /Jj, γ^ und f^ Konstanten
sind, die sich wie in Figur 10 E unten angegeben bestimmen. Analoge Gleichungen können für die beiden
anderen Bildebenen abgeleitet werden. Der vollständige Satz Gleichungen ist durch die Gleichungen (13) bis
(15) in Figur 10 F gegeben. Die in den Gleichungen
(12) bis (15) angegebenen Konstanten werden für jede
der Kameras 26 in dem Eich-Modul berechnet.
Die Gleichungen (13) bis (15) umfassen sechs lineare
Gleichungen mit neun Unbekannten. Die zusätzlichen Einschränkungen, die zur Lösung dieser Gleichungen
notwendig sind, werden durch bestimmte Bedingungen des starren Körpers erhalten. Da die Abstände zwischen den
drei Zielpunkten 24 konstant sind, sind diese Abstände äquivalent zu den Abständen zwischen den Ursprüngen
der SKS, wie sie in dem BKS nach Figur 10 G bemessen sind. Die drei konstanten Abstände sind durch die
Gleichungen der Figur 10 H bestimmt, wobei die Abstände nach der Verschiebung durch die Gleichung
(10) gegeben sind.
Unter Bezugnahme auf Figur 10 I ergibt das Einsetzen der Gleichungen (13), (14) und (15) in (16) den ersten
Satz Gleichungen in Figur 10 I, der in den zweiten Satz Gleichungen der Figur 10 I umgeschrieben werden
kann. Die Größen K, L und M sind Konstanten, die leicht berechnet werden können.
Aus dem Stand der Technik sind verschiedene numerische Verfahren bekannt, um den zweiten Satz Gleichungen der
Figur 10 I zu lösen. Das Newton'sche Iterationsverfahren
ist jedoch das bevorzugte Verfahren, um die Z, -, Z2 - und Z3-Werte zu finden. Wenn diese Werte erhalten
worden sind, können sie in die Gleichungen (13), (14), (15) eingesetzt werden, um die Werte für χ,, χ«>
Xo5 y ,, y2 und yg, wie in Figur 10 J dargestellt ist, zu
bestimmen. Wie oben erwähnt worden ist, stellen diese Werte die Lage der Zielpunkte oder Standstellen 24 in
jedem betreffenden SKS dar.
Die Werte der Zielpunkte 24 in den SKS können danach
in die Werte im BKS transformiert werden. Danach 1^ können die Abweichungen leicht in eine Form überführt
werden, die zur Bahnkompensation des Roboters oder dergleichen je nach Wunsch des Benutzers führt.
Mit dem Quad-Verfahren werden Abweichungen dreier
Punkte durch die Annahme orthogonaler Projektion der Punkte auf Bildebenen berechnet. Jedoch kommen die
tatsächlichen Projektionen den getreuen perspektivischen Projektionen nur nahe. Bei der tatsächlichen
perspektivischen Projektion werden die X-Y- und Z-Achsen nicht linear auf die Bildebenen abgebildet,
da die Endpunkte auf jeder Achse verschiedene Abstände von der Kamera haben.
.Um diese Fehler zu kompensieren ist es notwendig, eine
Abbildungsbeziehung zwischen jeder projizierten Achse
und der tatsächlichen Achse herzustellen, wie durch den ersten Satz Gleichungen von Figur 10 K dargestellt
ist. Diese Abbildungsbeziehung für jede Achse kann durch Messung von drei oder mehr Punkten auf jeder
Achse während der Eichung und durch darauffolgende Interpolation zur Aufstellung der gewünschten Beziehung
erhalten werden. Neue Skalenfaktoren werden dann
berechnet, wie durch den Satz von Gleichungen in Figur 10 K gezeigt ist.
Mit Hilfe dieser Kompensationsmethode werden die Abweichungen dreier Punkte nach dem nominalen Quad-Verfahren
berechnet. Zum Schluß der Quad-Berechnung werden zur Kompensation der Nichtlinearitäten die
Achsenprojektionen faktorisiert. Die in Figur 10 E angegebenen Konstanten werden durch den dritten Satz
von Gleichungen in Figur 10 K für jede Bildebene umgerechnet. Dann wird die Quad-Berechnung nochmals
durchgeführt.
Das oben beschriebene Verfahren und die dazugehörige ^ Vorrichtung ermöglichen die Bestimmung des Ortes und
der Lage eines starren Körpers im Raum, wobei ein einzelnes Punktmerkmal von jeder der drei Kameras 26
ohne das Erfordernis strukturierter Beleuchtung ausgenutzt werden kann. Durch Verwendung dreier Kameras 26
und dreier Zielpunkte auf einen Körper kann mit Hilfe der Vorrichtung 10 schnell und genau die Lage des
Körpers ermittelt werden. Diese Information kann danach jedem peripheren Gerät, wie einem Roboter,
übermittelt werden.
25
25
Die Vorrichtung zur dreidimensionalen maschinellen Vision erfordert nicht die Verwendung hochspezialisierter oder komplexer Hardware und ist weiterhin sehr
unempfindlich (d.h. toleriert kleine Veränderungen des
Werkstückes, der Kameraeinstellung und des Umgebungslichtes ohne bedeutende Verminderung der Wirkungsweise
der Vorrichtung). Die Eichung der Vorrichtung 10 ist ebenfalls schnell und leicht zu bewerkstelligen, und
bei Austausch einer Kamera oder Linse muß nur die betreffende Kamera wieder neu geeicht werden.
■ίο-
- Leerseite -
Claims (18)
1. Verfahren zur automatischen Bestimmung des Ortes und der Lage eines Gegenstandes mit wenigstens
drei Zielpunkten bei einer Bildaufnahmestation mit einem festen Koordinatensystem,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren folgende Schritte aufweist:
a) Die Gewinnung von Eichdaten, die sich auf die
erwartete Lage bei der Bildaufnahmestation beziehen,
b) die Gewinnung einer einzigen Bilddatenebene
für drei Zielpunkte (24), wobei jede Bilddatenebene Daten enthält, die sich auf den
betreffenden Zielpunkt (24) beziehen,
c) die Bestimmung des Ortes der Zielpunkte (24) innerhalb der betreffenden Bildebene zur
Gewinnung von Ortsdaten und
d) die gemeinsame Verarbeitung der Eich- und der Ortsdaten zur Gewinnung von Daten, die sich
auf den Ort und die Lage des Körpers (16) in bezug auf das feste Koordinatensystem beziehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzei chnet, daß der Schritt der
Gewinnung von Eichdaten die Schritte der Anordnung einer unterteilten Eicharmatur (34) bei der
Bildaufnahmestation und die Beleuchtung der Eicharmatur (34) mit Licht zur Erzeugung wenigstens
drei Bilder im dreidimensionalen Raum aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schritt der Gewinnung von Eichdaten den Schritt der Umwandlung
der Bilder im dreidimensionalen Raum in drei Bilddatenebenen aufweist, wobei jede der Bilddatenebenen Daten enthält, die sich auf
wenigstens vier Zielpunkte auf der Eicharmatur (34) beziehen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzei chnet, daß der Schritt der
Gewinnung der drei Bilddatenebenen den Schritt der Gewinnung eines Zwischensatzes von Daten
aufweist, die sich auf die linearen Projektionen jeder der Zielpunkte (24) beziehen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzei chnet, daß der Schritt der
Gewinnung der drei Bilddatenebenen den Schritt der Umwandlung des Zwischensatzes von Daten zur
perspektivischen Ausgleichung der Bilddaten aufweist.
6. Verfahren zur automatischen Bestimmung des Ortes und der Lage eines dreidimensionalen Körpers bei
einer Bildaufnahmestation mit einem festen Koordinatensystem ohne die Verwendung von strukturiertem
Licht, wobei der Körper mindestens drei Zielpunkte hat, gekennzei chnet
durch die folgenden Schritte:
a) Die Gewinnung von Eichdaten, die sich auf die erwartete Lage des Körpers (16) bei der
Bildaufnahmestation beziehen,
b) die Beleuchtung des Körpers (16) mit unstrukturiertem Licht zur Bildung von
wenigstens drei Bildern im dreidimensionalen Raum,
c) die Umwandlung der Bilder im dreidimensionalen Raum in drei Bilddatenebenen, wobei
jede Bilddatenebene Daten aufweist, die sich auf den betreffenden Zielpunkt (24) beziehen,
d) die Bestimmung des Ortes der Zielpunkte (24) innerhalb der betreffenden Bildebenen zur
Gewinnung von Ortsdaten und
e) die gemeinsame Verarbeitung der Eich- und der Ortsdaten zur Gewinnung von Daten, die sich
auf den Ort und die Lage des Körpers (16) in bezug auf das feste Koordinatensystem beziehen.
7. Verfahren zur Versorgung einer programmierten Robotersteuerung mit Bahnkompensationsdaten, um
einen durch die Steuerung gelenkten Roboter zur Bewegung längs einer neuen Bahn zu veranlassen,
die von der ursprünglich in die Steuerung einprogrammierten Bahn abweicht, zur Bearbeitung
eines dreidimensionalen Gegenstandes in einer Fabrikationsstation mit einem festen Koordinatensystem,
wobei die Kompensationsdaten sich auf die Differenz zwischen den tatsächlichen und dem
erwarteten Ortswerten des dreidimensionalen Kör-
pers bei der Fabrikationsstation beziehen,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a) Die Gewinnung von Eichdaten, die sich auf die erwartete Lage des dreidimensionalen Körpers
(16) bei der Fabrikationsstation (12) beziehen,
b) die Gewinnung von drei Bilddatenebenen, wobei jede Bilddatenebene Bilddaten enthält, die
sich auf einen einzelnen Zielpunkt (24) auf dem Körper (16) beziehen,
c) die Bestimmung des Ortes jeder der Zielpunkte (24) innerhalb jeder der Bildebenen zur
Gewinnung von Ortsdaten,
d) die gemeinsame Verarbeitung der Eich- und
Ortsdaten zur Gewinnung von Ergebnisdaten,
die sich auf den Ort und die Lage des Körpers
(16) in bezug auf das feste Koordinatensystem
beziehen,
e) die Umwandlung der Ergebnisdaten in einen Satz von Abweichungsdaten, die sich auf die
Differenz zwischen den tatsächlichen und den
erwarteten Ortswerten des Körpers (16) in dem festen Koordinatensystem beziehen,
f) die Umwandlung des ersten Satzes der Abweichungsdaten in einen zweiten Satz von
Abweichungsdaten in dem Koordinatensystem des Roboters (14) und
g) die Übertragung des zweiten Satzes von Abweichungsdaten auf die Steuerung.
8. Verfahren zur automatischen Versorgung einer programmierten Robotersteuerung mit Bahnkompensationsdaten,
um den durch die Steuerung gelenkten Roboter zur Bewegung längs einer neuen Bahn
zu veranlassen, die von der ursprünglich in die Steuerung einprogrammierten Bahn abweicht, zur
Bearbeitung eines dreidimensionalen Körpers in einer Fabrikationsstation mit festem Koordinatensystem,
wobei sich die Kompensationsdaten auf die Differenz zwischen den tatsächlichen und den
erwarteten Ortswerten des dreidimensionalen Körpers bei der Fabrikationsstation" beziehen,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a) Die Gewinnung von Eichdaten, die sich auf die
erwartete Lage des dreidimensionalen Körpers (16) bei der Fabrikationsstation (12) beziehen,
b) die Beleuchtung des Körpers (16) mit unstruk-
turi^rtem Licht zur Erzeugung von wenigstens drei Bildern im dreidimensionalen Raum,
c) die Umwandlung der Bilder im dreidimensionalen Raum in drei Bilddatenebenen, wobei
jede der Bilddatenebenen Bilddaten enthält, die sich auf einen einzelnen Zielpunkt (24)
auf dem Körper (16) beziehen,
d) die Ortsbestimmung jedes der Zielpunkte (24)
innerhalb jeder der Bildebenen zur Bestimmung von Ortsdaten,
e) die gemeinsame Verarbeitung der Eich- und Ortsdaten der Zielpunkte zur Gewinnung von
Ergebnisdaten, die sich auf den Ort und die Lage des Körpers (16) in bezug auf das feste
6
Koordinatensystem beziehen,
Koordinatensystem beziehen,
f) die Umwandlung der Ergebnisdaten in einen ersten Satz von Abweichungsdaten, die sich
auf die Differenz zwischen den tatsächlichen und den erwarteten Ortswerten des Körpers
(16) im festen Koordinatensystem beziehen,
g) die Umwandlung des ersten Satzes von Ab-1^
weichungsdaten in einen zweiten Satz von
Abweichungsdaten in dem Koordinatensystem des Roboters (14) und
h) die Übertragung des zweiten Satzes von Abweichungsdaten auf die Steuerung.
9. Vorrichtung zur automatischen Bestimmung des
Ortes und der Lage eines dreidimensionalen Körpers mit wenigstens drei Zielpunkten bei einer
Bildaufnahmestation mit einem festen Koordinatensystem, gekennzeichnet durch:
a) eine Einrichtung zur Speicherung von Eichdaten, die sich auf die betreffende Lage des
Körpers (16) bei der Bildaufnahmestation
beziehen,
b) wenigstens drei im Abstand voneinander angeordnete Kameras (26), deren jede eine BiIddatenebene
erzeugt, die Bilddaten, die sich
auf einen einzelnen Zielpunkt (24) beziehen, enthält,
c) eine Einrichtung zur Gewinnung von Ortsdaten, die sich auf den Ort der Zielpunkte (24)
innerhalb der betreffenden Bildebenen beziehen, und
d) eine Einrichtung zur gemeinsamen Verarbeitung der Eich- und Ortsdaten zur Gewinnung
von Daten, die sich auf den Ort und die Lage des Körpers (16) in bezug auf das feste
Koordinatensystem beziehen.
10. Vorrichtung zur automatischen Bestimmung des
Ortes und der Lage eines dreidimensionalen Körpers mit wenigstens drei Zielpunkten bei einer
Bildaufnahmestation mit einem festen Koordinatensystem ohne die Verwendung von strukturiertem
Licht, gekennzeichnet durch:
a) eine Einrichtung zur Speicherung von Eichdaten, die sich auf die erwartete Lage des
Körpers (16) bei der Bildaufnahmestation
beziehen,
b) wenigstens drei im Abstand voneinander angeordnete Kameras (26), die an vorbestimmten
Stellen an der Bildaufnahmestation angebracht
sind., wobei jede der Kameras (26) ein Sichtfeld hat,
c) eine Einrichtung zur Beleuchtung des Körpers mit unstrukturiertem Licht zur Erzeugung von
wenigstens drei Bildern im dreidimensionalen Raum,
d) eine Einrichtung zur Bewegung des Körpers (16) relativ zu den Kameras (26) in der
Bildaufnahmestation, so daß jeder der Zielpunkte (24) innerhalb des Sichtfeldes der
entsprechenden Kamera (26) angeordnet ist, wobei jede der Kameras (26) die Bilder im
dreidimensionalen Raum in drei Bilddatenebenen umwandelt und jede Bilddatenebene
Bilddaten enthält, die sich auf den ent-
8
sprechenden Zielpunkt (24) beziehen,
sprechenden Zielpunkt (24) beziehen,
e) eine Einrichtung zur Gewinnung von Ortsdaten, die sich auf den Ort der Zielpunkte (24)
innerhalb der betreffenden Bildebenen be
ziehen, und
f) eine Einrichtung zur gemeinsamen Verarbeitung der Eich- und Ortsdaten zur Gewinnung von
Daten, die sich auf den Ort und die Lage des
Körpers (16) in bezug auf das feste Koordinatensystem beziehen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
gekennzeichnet durch eine
Einrichtung zur Gewinnung der Eichdaten.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung
zur Gewinnung der Eichdaten eine unterteilte Eicharmatur (34) aufweist, die zur Anordnung bei
der Bildaufnahmestation innerhalb des Sichtfeldes jeder der Kameras (26) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Eicharmatur (34) einen kubischen Festkörper (36) aufweist.
14. Vorrichtung zur automatischen Versorgung einer programmierten Robotersteuerung durch Bahnkompensationsdaten,
um einen durch die Steuerung gelenkten Roboter zur Bewegung längs einer neuen Bahn zu veranlassen, die von der ursprünglich in
die Steuerung einprogrammierten Bahn abweicht, zur Bearbeitung eines dreidimensionalen Körpers
in einer Fabrikationsstation mit festem Koordinatensystem, wobei die Kompensationsdaten sich
auf die Differenz zwischen den tatsächlichen und
erwarteten Ortswerten des dreidimensionalen Körpers bei der Fabrikationsstation beziehen,
gekennzeichnet durch:
a) eine Einrichtung zur Speicherung von Eichdaten, die sich auf die erwartete Lage des
dreidimensionalen Körpers (16) bei der Fabrikationsstation (12) beziehen,
b) wenigstens drei im Abstand voneinander angeordnete Kameras (26), die an vorbestimmten
Stellen in der Fabrikationsstation (12) angebracht sind, wobei jede der Kameras (26)
ein Sichtfeld aufweist,
15
15
c) eine Einrichtung zur Bewegung des Körpers (16) bei der Fabrikationsstation (12), so daß
jeder der Zielpunkte (24) innerhalb des Sichtfeldes der betreffenden Kamera (26)
angeordnet ist, wobei jede der Kameras (26)
eine BiIddatenebene erzeugt, die sich auf den jeweiligen Zielpunkt (24) beziehende Bilddaten
enthält,
d) eine Einrichtung zur Gewinnung von Ortsdaten, die sich auf den Ort der Zielpunkte (24)
innerhalb der betreffenden Bildebenen beziehen,
e) eine Einrichtung zur gemeinsamen Verarbeitung der Eich- und Ortsdaten der Zielpunkte (24)
zur Gewinnung von Ergebnisdaten, die sich auf den Ort und die Lage des Körpers (16) in
bezug auf das feste Koordinatensystem beziehen,
f) eine Einrichtung zur Umwandlung der Ergebnisdaten in einen ersten Satz von Abweichungsda-
ίο
ten, die sich auf die Differenz zwischen den
tatsächlichen und den erwarteten Ortswerten
des Körpers (16) in dem festen Koordinatensystem beziehen,
g) eine Einrichtung zur Umwandlung des ersten Satzes von Abweichungsdaten in einen zweiten
Satz von Abweichungsdaten in dem Koordinatensystem des Roboters (14) und
IO
IO
h) eine Einrichtung zur Übertragung des zweiten Satzes von Abweichungsdaten auf die Steuerung.
15. Vorrichtung zur automatischen Versorgung einer
programmierten Robotersteuerung mit Bahnkompensationsdaten, um den durch die Steuerung gelenkten
Roboter zur Bewegung längs einer neuen Bahn zu veranlassen, die von der ursprünglich in die
Steuerung einprogrammierten Bahn abweicht, zur Bearbeitung eines dreidimensionalen Körpers in
einer Fabrikationsstation mit festem Koordinatensystem, wobei die Kompensationsdaten sich auf die
Differenz zwischen den tatsächlichen und den erwarteten Ortswerten des dreidimensionalen Körpers
an der Fabrikationsstation beziehen, gekennzeichnet durch:
a) eine Vorrichtung zur Speicherung von Eichdaten, die sich auf die erwartete Lage des
dreidimensionalen Körpers (16) an der Fabrikationsstation (12) beziehen,
b) wenigstens drei im Abstand voneinander angeordnete Kameras (26), die an vorbestimmten
Stellen in der Fabrikationsstation (12)
angebracht sind, wobei jede der Kameras (26)
ein Sichtfeld aufweist,
c) eine Einrichtung zur Beleuchtung des Körpers (16) mit unstrukturiertem Licht zur Erzeugung
von wenigstens drei Bildern im dreidimen
sionalen Raum,
d) eine Einrichtung zur Bewegung des Körpers (16) in der Bildaufnahmestation, so daß jeder
der Zielpunkte (24) innerhalb des Sichtfeldes der entsprechenden Kamera (26) angeordnet
ist, wobei jede der Kameras (26) die Bilder im dreidimensionalen Raum in drei Bilddatenebenen
umwandelt und jede der Bilddatenebenen
sich auf den betreffenden Zielpunkt (24) beziehende Bilddaten enthält,
e) eine Einrichtung zur Gewinnung von Ortsdaten, die sich auf den Ort der Zielpunkte (24)
innerhalb der betreffenden Bildebenen be
ziehen,
f) eine Einrichtung zur gemeinsamen Verarbeitung der Eich- und Ortsdaten der Zielpunkte (24)
zur Gewinnung von Ergebnisdaten, die sich auf
den Ort und die Lage des Körpers (16) in bezug auf das feste Koordinatensystem beziehen,
g) eine Einrichtung zur Umwandlung der Ergebnisdaten in einen ersten Satz von Abweichungsdaten,
die sich auf die Differenz zwischen den tatsächlichen und den erwarteten Ortswerten
des Körpers (16) in dem festen Koordinatensystem beziehen,
h)
eine Einrichtung zur Umwandlung des ersten Satzes von Abweichungsdaten in einen zweiten
Satz von Abweichungsdaten im Koordinaten
system des Roboters (14) und
i) eine Einrichtung zur Übertragung des zweiten Satzes von Abweichungsdaten auf die Steue
rung.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15,
gekennzeichnet durch eine
Einrichtung zur Gewinnung von Eichdaten.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch
gekennzei chnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung der Eichdaten eine unterteilte
Eicharmatur (34) aufweist, die zur Anordnung an der Bildaufnahmestation innerhalb des Sichtfeldes
jeder der Kameras (26) ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Eicharmatur
(34) einen kubischen Festkörper (36) aufweist.
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