DE3625041C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Ultraschall-Blutströmungs
mengenmeßgerät nach dem Oberbegriff des Patentanspru
ches 1 bzw. 2.
Bei einem bisherigen, den Ultraschall-Dopplereffekt
ausnutzenden Blutströmungsmengenmeßgerät emittiert ein
Ultraschall-Wandler einen Ultraschallstrahl einer Fre
quenz fo zu einer Blutströmung z. B. einem Blutgefäß,
wobei der Ultraschallstrahl tatsächlich von den Blut
zellen in dem das Blutgefäß durchströmenden Blut zu
rückgeworfen wird. Dabei ändert sich die Frequenz des
Echosignals entsprechend der Blutströmungsgeschwindig
keit aufgrund eines von einer Relativbewegung zwischen
dem Ultraschallstrahl und dem Blutstrom herrührenden
Dopplereffekts. Wenn dabei die Dopplerverschiebungsfre
quenz des Echosignals mit fd bezeichnet wird, ergibt
sich die folgende Beziehung zwischen fd und fo:
Der Winkel R steht dabei für einen Winkel zwischen der
Emissionsrichtung der Ultraschallwelle und der Richtung
der Blutströmung. Die Geschwindigkeit v der Blutströ
mung berechnet sich nach der obigen Gleichung durch
Messung des Winkels R, und eine Blutströmungsmenge
(in ml/s) berechnet sich daher durch Multiplizieren der
Blutströmungsgeschwindigkeit v mit der Innenquer
schnittsfläche S des Blutgefäßes.
Beim bisherigen Blutströmungsmengenmeßgerät muß der
Winkel R zwischen der Emissionsrichtung des Ultra
schallstrahls und der Richtung der Blutströmung gemes
sen werden. Dieser Winkel muß dabei unter Beobachtung
eines Blutgefäß-Schnittbilds auf einem Monitor-Bild
schirm ermittelt werden; die Messung des Winkels R er
weist sich aber als schwierig, so daß die Blutströ
mungsmenge durch z. B. das Herz kaum genau meßbar ist.
In der US-PS 42 57 278 ist ein Blutströmungsmengenmeß
gerät beschrieben, bei dem an der Aorta die Anzahl ak
tiver Sende- und Empfangswandler verändert wird, um so
auf elektronische Weise den Querschnitt des Ultraschall
strahles auf einen Bereich im wesentlichen gleich dem
Querschnitt dieses Gefäßes einzustellen, wobei der
Dopplerstrahl mit der Gefäßachse ausgerichtet ist. Eine
mittlere Strömungsgeschwindigkeit wird durch Mittel
wertbildung der aus einem Probenvolumen ausgesiebten
spektralen Komponenten gebildet, und die Strömungsmenge
wird durch Multiplizieren der mittleren Strömungsge
schwindigkeit und einer geschätzten Fläche berechnet.
Weiterhin beschreibt die US-PS 45 01 279 ein Ultra
schall-Blutströmungsmengenmeßgerät, bei dem Detektoren
den Radius eines Blutgefäßes und den Winkel zwischen
der Blutströmungsrichtung und einem Ultraschallstrahl
erfassen. Die von einem Ultraschall-Doppler-Blutströ
mungsmesser ausgewerteten Echosignale werden in Blut
strömungsdaten umgesetzt und in einem Speicher mit
wahlfreiem Zugriff abgespeichert. Eine Recheneinheit
berechnet dann eine mittlere Blutströmungsgeschwindig
keit für einige Herzschläge aus den abgespeicherten
Blutströmungsdaten, dem erfaßten Winkel und dem Radius
des Blutgefäßes.
Die US-Z: IEEE Transactions on Sonics and Ultrasonics,
Vol. SU-32, Mai 1985, No. 3, Seiten 558 bis 564, be
schreibt ein Blutströmungsabbildungssystem und gibt
insbesondere mathematische Grundlagen für die Ermitt
lung der Strömungsrichtung und der mittleren Strömungs
geschwindigkeit aus der Doppler-Frequenzverschiebung
an.
Schließlich ist aus der EP 00 35 213 A1 eine Ultra
schalldiagnosevorrichtung bekannt, bei der mehrere er
ste Wandler Ultraschallstrahlen in einer gegebenen
Richtung aussenden und Echos empfangen und mehrere
zweite Ultraschallwandler, die in einer Richtung senk
recht hierzu angeordnet sind, Ultraschallstrahlen im
spitzen Winkel zu den Ultraschallstrahlen der ersten Ul
traschallwandler aussenden und empfangen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Ultra
schall-Blutströmungsmengenmeßgeräts zu schaffen, bei dem
die Blutströmungsmenge auch bei Ausrichtung der Ultra
schall-Wandler etwa in oder entgegen der Strömungsrich
tung des Blutstromes genau gemessen werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Ultraschall-Blutströmungs
mengenmeßgerät nach dem Oberbegriff des Patentanspru
ches 1 bzw. 2 erfindungsgemäß durch die jeweils in des
sen kennzeichnendem Teil enthaltenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Patentansprüchen 3 bis 6.
Ein Ultraschall-Wandler steuert einen interessierenden
Bereich eines menschlichen Körpers mit einem Ultra
schallstrahl an, und er nimmt ein Echosignal von diesem
Bereich ab. Eine Dopplerrecheneinheit erfaßt ein Dopp
lersignal auf einer orthogonal zum Ultraschallstrahl
liegenden Linie aus dem Echosignal. Die Geschwindig
keitskomponente v der Blutströmung längs des Ultra
schallstrahls auf dieser Linie
wird aus dem Dopplersignal berechnet, so daß eine Blut
strömungsmenge aus der Geschwindigkeitskomponente v und
dem Blutströmungsquerschnitt berechnet wird.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Er
findung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ultraschall
ansteuerung zur Erläute
rung des der Erfindung zugrundeliegenden Prinzips,
Fig. 2 bis 5 schematische Darstellungen zur Verdeut
lichung des Grundprinzips der Erfindung,
Fig. 6 eine teilweise in Blockschaltbildform gehaltene
Darstellung eines Ultraschall-Blutströmungsmengen
meßgeräts gemäß einer Ausführungsform der Er
findung,
Fig. 7 ein Blockschaltbild eines Blutströmung-Rechenteils
gemäß Fig. 6,
Fig. 8 ein Zeitsteuerdiagramm eines Ansteuer- oder
Treiberimpulses und
Fig. 9 eine schematische Darstellung eines mit linearer
Ansteuerung arbeitenden Geräts.
Gemäß Fig. 1 emittiert ein in enger Berührung mit einer
Brustkorbwand 5 stehender Ultraschall-Wandler 10 in
einem Sektoransteuermodus einen
Ultraschallstrahl durch einen Zwischenraum zwischen den
Rippen eines menschlichen Patienten zu dessen Herz. Dabei
wird der Ultraschallstrahl n-mal (z. B. 8mal) in
Synchronismus mit Nenn- bzw. Geschwindigkeitsimpulsen
der Wiederholungsfrequenz fr für jede der
Ansteuerlinien L1, . . ., Ln ausgesandt und empfangen.
Empfangssignale entsprechend 8 Frequenzimpulsen in Richtung
der Ansteuerlinie L1 werden nach Phasendetektion
in Digitalsignale umgewandelt, aus denen die Doppler
signalkomponenten ausgesiebt werden. Aus der Empfangs
information entsprechend den 8 Nennwerten oder Ge
schwindigkeiten wird eine Dopplerfrequenz fd er
mittelt und im vorliegenden Fall in einem Zeitintervall
(d. h. 800 ns) entsprechend einer Taktfrequenz eines A/D-
Wandlers, z. B. 1,25 MHz, längs des vom Ultraschall-
Wandler emittierten Strahls gemessen. Das Zeitintervall
von 800 ns entspricht einer Strecke von 0,6 mm. Dies
bedeutet, daß die Dopplerfrequenz fd für jede Strecke
(etwa 0,6 mm) gemessen wird. Eine Beziehung zwischen der
Dopplerfrequenz fd an der Meßstelle und der Blutströmungs
geschwindigkeitskomponente vB an der Meßstelle in Ultra
schallstrahlrichtung ergibt sich wie folgt:
Darin bedeuten fo und C = Übertragungsfrequenz bzw.
Schallgeschwindigkeit (etwa 1500 m/s) des Ultraschall
strahls. Im allgemeinen ist die Richtung des Ultraschall
strahls von derjenigen der Blutströmung verschieden;
wenn dabei der Winkel R einen Winkel zwischen diesen
Größen angibt und die Absolutgröße der Blutströmungsge
schwindigkeit mit vO bezeichnet wird, gilt die folgende
Gleichung:
vB = vO · cos R. (2)
In Beziehung zu den Richtungen der Ansteuerlinien
L1, . . ., Ln wird die entsprechende Dopplerfrequenz fd
an den betreffenden Positionen ermittelt.
Es sei angenommen, daß die Dopplerfrequenzen an den
Schnittpunkten zwischen den jeweiligen Ultraschall
strahlen und einer Linie a-a (entsprechend einem Kreis
bogen mit dem Ultraschall-Wandler als Zentrum im Sektor
führungsmodus), die orthogonal oder senkrecht zu den
betreffenden Ultraschallstrahlen verläuft, durch fd1,
fd2, . . . fdN angegeben sind. Hierbei vergrößert sich
die Geschwindigkeit der Blutströmung
zu ihrem Zentrum hin, so daß die Größe der
Dopplerfrequenz fd zum Zentrum der Blutströmung hin zunimmt.
Wenn das Zentrum der Blutströmung durch eine M-te
Position bezeichnet ist, läßt sich die Dopplerfrequenz
fdM in dieser Position wie folgt ausdrücken:
In obiger Gleichung bedeuten:
l = Abstand vom Ultraschall-Wandler zur Linie a-a
δ = Winkel zwischen benachbarten Führungslinien
A = Korrekturkoeffizient.
l = Abstand vom Ultraschall-Wandler zur Linie a-a
δ = Winkel zwischen benachbarten Führungslinien
A = Korrekturkoeffizient.
Die Auflösung von Gleichung (3) ergibt eine von der
linken Herzkammer 1 in eine Aorta 4 strömende Blutmenge.
Die Ableitung von Gleichung (3) ist nachstehend näher
erläutert.
Die pro Zeiteinheit durch einen interessierenden, von
einer Linie g umrahmten Bereich S strömende Blutmenge
ist im allgemeinen eine Größe, die durch Integrieren der
Größe eines inneren Produkts eines sehr kleinen
Flächenabschnitts im Bereich S und der Geschwindigkeit
des durch den sehr kleinen Flächenabschnitt strömenden
Bluts in bezug auf den gesamten Bereich S ausgewertet
oder ermittelt wird.
Wenn mit dS, vO oder R der sehr kleine oder kleinste
Flächenabschnitt, die Absolutgröße der Blutströmung bzw.
der zwischen einer Lotrechten auf dem kleinsten Flächenabschnitt
und einem Blutströmungsvektor festgelegte
Winkel bezeichnet werden, läßt sich die Blutströmungs
menge durch folgende Gleichung ausdrücken:
Wenn gemäß den Fig. 3 und 4 das Blut durch ein Blutgefäß
mit dem Radius ro in z-Achsen-Richtung strömt, läßt sich
die Absolutgröße vO(r) der Blutströmungsgeschwindigkeit
als Funktion eines Abstands r vom Zentrum des Blutgefäßes
ausdrücken.
Unter Berücksichtigung eines Bereichs oder Abschnitts S
orthogonal zur Blutströmungsrichtung in Fig. 3 bestimmt
sich die durch diesen Abschnitt fließende
Blutmenge zu:
Unter Berücksichtigung eines Abschnitts S′, dessen
y-Achse gemäß Fig. 4 unter einem Winkel R zur Blut
strömungsrichtung geneigt ist, wird eine durch den Ab
schnitt S (S′) in Fig. 4 strömende Blutmenge natürlicher
weise gleich der durch den Abschnitt S in Fig. 3 fließen
den Blutmenge, wenn die Absolutgröße vO der Blutströ
mungsgeschwindigkeit dieselbe ist wie in Fig. 3. Da der
Abschnitt oder die Ebene S in Fig. 4 eine Ellipse darstellt,
wird die Blutströmungsmenge , genauer gesagt,
entgegen Gleichung (5) nach einem Doppel- oder Flächen
integral ausgewertet. Hierbei werden in Gleichung (5)
für die angenäherte Auswertung der
Blutströmung die Größen x und y′ nach Fig. 4 anstelle
von r eingesetzt. In diesem Fall sind X und Y′ durch folgende Gleichung definiert:
Da y′ = r · secR, kann Y′ wie folgt umgeschrieben werden:
Anhand von Gleichungen (6) und (8) läßt sich r nach
folgender Gleichung bestimmen:
Wenn R ausreichend kleiner ist als 1, kann r nach der
folgenden Gleichung bestimmt werden:
Selbst wenn der Abschnitt oder Schnitt S′ nicht senk
recht zur Blutströmungsrichtung liegt, kann anhand von
Gleichung (10) die Blutströmungsmenge durch einfaches
bzw. eindimensionales Integrieren der Haupt- und Neben
achsen dieses Abschnitts angenähert ausgewertet bzw.
bestimmt werden. Wenn bei einer achssymmetrischen Blut
strömung der Abschnitt oder Schnitt senkrecht zur Blut
strömungsrichtung liegt, kann die Blutströmungsmenge an
hand von Gleichung (5) bestimmt werden. Mithin kann eine
durch diesen, achssymmetrisch zur Blutströmung geneigten
Abschnitt strömende Blutmenge aus der Größe der Haupt-
und Nebenachsen oder eines Mittelwerts beider Achsen
bestimmt werden.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Blutströmung durch das Herz
strömt das Blut in der Systole als Herzminutenvolumen
von der linken Herzkammer 1 in die
Aorta 4. Wenn die Linie a-a z. B., von der linken Herz
kammer 1 aus gesehen, unmittelbar vor der Aortaklappe 7
eine ausreichend größere Linie ist, passiert das Blut
den die Linie a-a einschließenden Bereich.
In Fig. 5 steht vO(r) für die Absolutgröße einer Blut
strömungsgeschwindigkeit an den Schnittpunkten zwischen
den Führungslinien L1-Ln und der Linie a-a, wobei mit
r ein Abstand bezeichnet ist, der von einer Mittenposi
tion M entsprechend der größten Blutströmungsgeschwin
digkeit von allen Schnittpunkten gemessen ist. Der
kleinste Abschnitt, in der Richtung r senkrecht
zur Ansteuer- oder Führungsrichtung definiert, ist mit
dr bezeichnet, während der Winkel zwischen dem Blut
strömungsgeschwindigkeitsvektor 8 und der Führungslinie
mit R angegeben ist. Unter diesen Bedingungen wird die
Blutströmungsmenge nach den im folgenden angegebenen
Gleichungen ausgewertet oder bestimmt. Gleichung (11)
ist in bezug auf einen Schnitt durch eine Hauptachse des
Herzens abgeleitet:
Dabei steht R für einen Winkel zwischen dem Ultraschallstrahl
und dem Blutströmungsvektor 8. || wird nach der
folgenden Gleichung (12) durch Einsetzen von Gleichungen
(1) und (2) in Gleichung (11) ermittelt):
dr wird durch einen Abstand zwischen den Führungslinien
auf der Linie a-a ersetzt und nach Gleichung (13) berechnet.
In diesem Fall stehen l für einen Abstand vom
Ultraschall-Wandler zur Linie a-a und δ für einen Winkel
zwischen benachbarten Führungslinien:
dr = l · δ. (13)
Durch Einsetzen von Gleichung (13) in Gleichung (12)
ergibt sich folgende Gleichung:
Wenn die Linie a-a um die mittlere Führungslinie LM als
Achse gedreht wird, wird eine Menge 1 auf einem Kreisbogen
a-a, wie durch die folgende Gleichung (15) ausgedrückt,
bestimmt. Wenn α einen Winkel zwischen der Linie
a-a und einer praktisch parallel zur Aortaklappe 7 und
senkrecht zu einer Achse der Aorta 4 verlaufenden Linie
b-b, als Größe in einer Mittenposition, angibt, so gilt:
Die Menge der Blutströmung läßt sich mithin nach folgender
Gleichung ableiten:
Wenn α kleiner ist, läßt sich wie folgt ableiten:
|| ┴. (18)
Es kann berücksichtigt werden, daß die Blutströmung aus
der linken Herzkammer 1 in die Aorta 4 an der Seite der
linken Herzkammer (linker Herzkammerauslaß) praktisch
achssymmetrisch wird. In diesem Fall ist jedoch eine
solche Symmetrie nicht notwendigerweise adäquat, so daß
es nötig ist, die Blutströmungsmenge etwas zu korrigieren.
Mit diesem mit A bezeichneten Korrekturfaktor kann die
Blutströmungsmenge nach derselben Gleichung wie Gleichung
(3) bestimmt werden. Dabei ist A eine der Einheitsgröße
oder 1 angenäherte Größe, die auf der Grundlage
klinischer Daten bestimmt wird, wobei darauf hinzuweisen
ist, daß diese Größe als in einem Bereich von 0,5 ≦ωτA <2
liegend angesehen werden kann.
In einem Blutdurchgang eines großen Querschnitts, z. B.
in der Herzhöhle, kann die Blutströmungsmenge nach
Gleichung (3) zweckmäßig bestimmt werden.
In einem Durchgang, z. B. einem Blutgefäß, dessen Querschnitt
kleiner ist und innerhalb der Breite des Ultraschallstrahls
liegt, läßt sich andererseits die Blutströmungsmenge
durch das Blutgefäß nach der folgenden
Gleichung berechnen:
Darin bedeuten:
D = Durchmesser des Blutgefäßes
L = Korrekturfaktor für Asymmetrie der Blutströmung
D = Durchmesser des Blutgefäßes
L = Korrekturfaktor für Asymmetrie der Blutströmung
Im folgenden ist eine Ausführungsform der Erfindung auf
der Grundlage des vorstehend erläuterten Prinzips beschrieben.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Anordnung liefert ein
Taktgenerator 11 einen Grundtakt von z. B. 40 MHz zu
einem Nenn- bzw. Geschwindigkeitsimpulsgenerator
12, der seinerseits einen Nenn- bzw.
Geschwindigkeitsimpuls von 5 kHz auf der Grundlage des
Grundtakts vom Taktgenerator 11 zu einem Übertragungs-
oder Sendeverzögerungskreis 13 liefert, der seinerseits
die Impulsrate nach Maßgabe der Führungsrichtung verzögert
und der mit einem Treiberimpulsgenerator 15 verbunden
ist. Der Treiberimpulsgenerator 15 besteht aus
einer Anzahl von Impulsgebern, die über ein Kabel 16
mit dem Ultraschall-Wandler 10 verbunden sind.
Der Ultraschall-Wandler 10 wird durch den Ansteuer- oder
Treiberimpuls des Impulsgebers angesteuert und sendet
einen Ultraschallstrahl zum interessierenden Bereich
oder Untersuchungsbereich aus und empfängt Echos vom
Untersuchungsobjekt. Das Echosignal vom Ultraschall-
Wandler 10 wird über ein Verstärker 17 einem Empfangsverzögerungskreis
14 aufgeschaltet, der auf eine Verzögerungs-
oder Laufzeit entsprechend der Verzögerungs-
oder Laufzeit des Verzögerungskreises 13 eingestellt ist
und ein Empfangssignal entsprechend der betreffenden
Führungslinie auszieht. Das Ausgangssignal des Verzögerungskreises
14 wird an einen Mischer 19 angelegt, der
seinerseits ein Empfangssignal durch Multiplikation eines
Bezugssignals (von z. B. 2,5 MHz) von einem Bezugssignalgenerator
18 mit dem Empfangssignal vom Verzögerungskreis
14 erfaßt. Der Mischer besteht aus
einem Zweikanal-Mischkreis zur Bestimmung der Normal-
und Gegenrichtung eines Dopplersignals aus dem Empfangssignal.
Gleiche Empfangssignale werden beiden Kanälen
des Zweikanal-Mischkreises zugeführt, wobei zu beachten
ist, daß Bezugssignale, deren Phasen um genau 90° zueinander
verschoben sind, an die Bezugseingangsklemmen des
Zweikanal-Mischkreises angelegt werden.
Die Ausgangsklemme des Mischers 19 ist an ein MTI-Filter
22 (Moving Target Indication filter) über ein Tiefpaßfilter
20 und einen A/D-Wandler 21 angeschlossen. Das
Tiefpaßfilter 20 ist vorgesehen, um eine unerwünschte
Hochpaßkomponente aus dem Signal vom Mischer 19 zu beseitigen.
Das MTI-Filter 22 dient zur Beseitigung einer
Echowellenkomponente, die von einem sich langsam bewegenden
Bereich, etwa vom Herzmuskel, stammt. Die Ausgangsklemme
des MTI-Filters 22 ist mit einem Dopplerrechenteil
23 zum Berechnen einer Dopplerverschiebungsfrequenz
fd verbunden. Die Ausgangsklemme des Dopplerrechenteils
23 ist an einen Blutströmungsmengen-Rechenteil
24 angeschlossen, der auf der Grundlage des Dopplerfrequenzsignals
vom Dopplerrechenteil 23 anhand der
Gleichungen (3) und (17) oder (19) die Größe der Frequenz
fd eines Dopplersignals auswertet oder bestimmt, das
für jeden gegebenen Abstand von der Oberfläche eines
menschlichen Körpers oder für jedes gegebene Zeitintervall
ab der Erzeugung eines Geschwindigkeitsimpulses
erhalten wird. Der Blutströmungsmengen-Rechenteil 24 ist
an seinem Ausgang mit einem Streifenschreiber 25 und
einer Anzeigeeinheit 26 verbunden. Eine Zentraleinheit
(CPU) 27 steuert den Blutströmungsmengen-Rechenteil 24
sowie die Sende- und Empfangsverzögerungskreise 13 bzw.
14.
Gemäß Fig. 7 umfaßt der Blutströmungsmengen-Rechenteil
24 einen ersten Speicher 32 zur Ermöglichung der
Speicherung eines noch zu beschreibenden, von der
Zentraleinheit 27 eingegebenen Faktors nach Maßgabe
des Takts von einem ersten Taktgenerator 31. Der erste
Speicher 32 ist an seiner Ausgangsklemme mit einem
ersten Multiplizier- oder Vervielfacherkreis 33 verbunden,
und der Dopplerrechenteil 23 ist mit seiner
Ausgangsklemme an die andere Eingangsklemme des Vervielfacherkreises
33 angeschlossen, der seinerseits mit
einer Eingangsklemme eines zweiten Multiplizier- oder
Vervielfacherkreises 34 verbunden ist.
Ein Komparator 35 vergleicht das Ausgangssignal des
zweiten Speichers 36 mit der Dopplerverschiebungsfrequenz
fd, die durch den Dopplerrechenteil 23 berechnet
worden ist. Der zweite Speicher 36 ist an die
Ausgangsklemme des Komparators 35 angeschlossen und
speichert somit ein Vergleichsergebnis vom Komparator 35.
Die Ausgangsklemme des zweiten Speichers 36 ist mit der
Eingangsklemme eines dritten Speichers 37 verbunden,
welcher die Zahlendaten der Führungslinie entsprechend
den Dopplerfrequenzdaten im zweiten Speicher 36 speichert.
Die Ausgangsklemme des dritten Speichers 37 ist
mit der Eingangsklemme eines vierten Speichers 38 verbunden,
der eine Größe |i-M| speichert. Die gespeicherte
Größe wird nach Maßgabe eines Takts von einem zweiten
Taktgenerator 39 in den zweiten Vervielfacherkreis 34
ausgelesen, der das Ausgangssignal vom ersten Vervielfacherkreis
33 und das Ausgangssignal vom vierten
Speicher 38 multipliziert und als Ergebnis der Multiplikation
ein Signal zu einem fünften Speicher 40 liefert,
der seinerseits an seiner Ausgangsklemme mit dem Streifenschreiber
25 und der Anzeigeeinheit 26 verbunden ist.
Das beschriebene automatische Blutströmungsmengenmeßgerät
arbeitet wie folgt:
Der Taktgenerator 11 liefert einen Takt zum Nenn- bzw.
Geschwindigkeitsimpulsgenerator 12, der seinerseits
einen Nenn- bzw. Geschwindigkeitsimpuls
von 5 kHz auf der Grundlage dieses Takts erzeugt und
diesen Geschwindigkeitsimpuls zum Sendeverzögerungskreis
13 überträgt, wo er mit einer in Sektorführungsrichtung
(L1-Ln) bestimmten Verzögerungszeit verzögert
wird. Der verzögerte Geschwindigkeitsimpuls wird
dem Treiberimpulsgenerator 15 zugeführt, der einen
Treiberimpuls entsprechend dieser Verzögerungszeit
liefert. Der Treiberimpuls wird dem Ultraschall-Wandler
10 zugeführt, der seinerseits einen entsprechenden
Ultraschallstrahl in Richtung der Führungslinie L1 aussendet.
Der Ultraschallstrahl tritt in das Herz ein,
wobei Echos vom lebenden Gewebe entsprechend der
Tiefenlage des lebenden Gewebes sequentiell in den
Ultraschall-Wandler 10 eintreten, der diese Echos in
Echosignale umsetzt.
Die Echosignale werden nach Verstärkung durch den Verstärker
17 dem Empfangsverzögerungskreis 14 zugeführt
und in diesem sequentiell um eine Verzögerungszeit,
welche derjenigen des Sendeverzögerungskreises 13 gleich
ist, verzögert. Zu diesem Zeitpunkt werden die Echosignale
addiert. Das Ausgangssignal vom Empfangsverzögerungskreis
14 wird dem Mischer 19 eingegeben und in
diesem einer Phasendetektion unterworfen. Das Ausgangssignal
vom Empfangsverzögerungskreis 14 wird durch eine
nicht dargestellte Amplitudendetektorschaltung einer
Amplitudendetektion unterworfen und sodann der Anzeigeeinheit
eingespeist, in welcher es in einem B-Modus
wiedergegeben wird.
Nach der Phasendetektion oder -erfassung durch den
Mischer 19 wird das Echosignal über das Tiefpaßfilter 20
dem A/D-Wandler 21 zugeführt, der das Echosignal nach
Maßgabe eines Takts einer Frequenz von 1,25 MHz in ein
Gleichspannungssignal umwandelt. Die Abtastung
des Echosignals mit 1,25 MHz ist analog der Abtastung
des Echosignals für jeweils 0,6 mm, in Tiefenrichtung
von der Oberfläche des Untersuchungsbereichs aus gesehen,
mit der zu 1500 m/s berechneten Schallgeschwindigkeit
bezüglich seines Abstands oder seiner Strecke.
Wenn ein Zyklus des Aussendens und Empfangens des Ultraschallstrahls
abgeschlossen ist, wird der nächste Zyklus
auf ähnliche Weise durchgeführt. Auf diese Weise werden
acht Zyklen solcher Sende- und Empfangsoperationen in
Ansteuerrichtung (L1) durchgeführt, so daß acht Echodaten
in einem gegenseitigen Abstand von 0,6 mm in den
betreffenden Positionen des Untersuchungsbereichs abgegriffen
werden.
Die an der Ansteuerlinie L1 erhaltenen
Echodaten werden nach Filterung mittels des MTI-Filters
dem Dopplerrechenteil 23 eingegeben, welcher auf der
Grundlage von Gleichungen (1) und (2) die Dopplerverschiebungsfrequenz
fd aus den so abgegriffenen Echodaten
auswertet oder ermittelt. Die Verschiebungsfrequenzdaten
(fd) als Ergebnis der Berechnung werden dem
Blutströmungsmengen-Rechenteil 24 zugeliefert, in welchem
die Blutströmungsmenge anhand
der Verschiebungsfrequenzdaten (fd) nach Gleichung (3)
oder (19) berechnet wird, um eine Auswertung oder Bestimmung
von fd, d. h. fd1 am Schnittpunkt der Führungslinie
L1 mit der senkrecht zu ihr definierten Linie a-a
zu ermöglichen.
Wenn fd1 am genannten Schnittpunkt auf diese
Weise ausgewertet oder ermittelt worden ist, wird auf
ähnliche Weise fd2 am Schnittpunkt zwischen der Führungslinie
L2 und der Linie a-a ermittelt. Auf
diese Weise werden die Blutströmungsmengen an den
Schnittpunkten zwischen der Führungslinie L1-L2 und
der genannten Linie a-a sequentiell ausgewertet oder ermittelt.
Die Blutströmungsmengen
an diesen Schnittpunkten werden zusammenaddiert,
so daß eine Blutströmungsmenge vom Herzen in die Aorta
anhand dieser Additionsgröße bestimmt werden kann.
Bei der Bestimmung der Blutmenge in bezug auf die Linie
a-a werden die Dopplerdaten aus z. B. 256 Positionen über
die Tiefe des Untersuchungsbereichs in gegenseitigen
Abständen von 0,6 mm abgegriffen. Wenn die Dopplerdaten
in bezug auf z. B. acht Linien a-a bis a′-a′ abgegriffen
werden, kann eine Blutströmungsmenge genauer aus einem
Mittelwert der Blutströmungsmengen in bezug auf die acht
Linien berechnet werden. Es sei beispielsweise angenommen,
daß der Ultraschallstrahl wiederholt mit einer Puls- oder
Impulsratenfrequenz von 5 kHz ausgesandt und empfangen
wird, wobei die Zahl N der Ansteuerlinien
mit 16 und eine Führungslinie zu acht Raten
vorausgesetzt sind. Da in diesem Fall eine Dateneinheit
pro 25,6 ms in bezug auf eine Linie a-a, d. h. 39 Daten
pro Sekunde, vom Blutströmungsmengen-Rechenteil 24
erhalten wird, können dann, wenn die Daten in bezug
auf die acht Linien a-a bis a′-a′ abgegriffen werden,
die achtfachen Datenmengen über dasselbe Intervall
wie im Fall einer Linie gewonnen werden.
Gleichungen (3) und (19), bestehend aus einer Kombination
aus einer Summe und Produkt, können schnell berechnet
oder aufgelöst werden; auf die im folgenden beschriebene
Weise kann aber die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht
werden. Die Größen A, π, C, fo und δ in
Gleichung (3) werden als bekannte Größen bestimmt, unabhängig von der
Blutströmungsmenge am oder im Untersuchungsbereich.
Während der Messung der Blutsrömungsmenge wird l durch
Bezeichnung der Linie a-a als konstant betrachtet. Aus
diesem Grund ist es nicht unbedingt erforderlich, daß
die erwähnten Faktoren schnell auf Echtzeitbasis berechnet
werden. Es ist nur nötig, die Blutströmungsmenge
mittels der Zentraleinheit 27 zunächst durch Berechnung
oder Auflösung der nachstehenden Gleichung (20) und Einsetzen
eines Rechenergebnisses B in die nachstehende
Gleichung (21) zu bestimmen:
Hierbei ist darauf hinzuweisen, daß die Berechnung nach
Gleichung (21) mittels der Schaltung gemäß Fig. 7 erfolgt.
Die Arbeitsweise der Schaltung nach Fig. 7 ist nachstehend
erläutert:
Die Schaltung gemäß Fig. 7 spricht auf einen Takt an,
dessen Taktfrequenz gleich 1,25 MHz ist, um Dopplerdaten
an Positionen über die Tiefe des Untersuchungsbereichs
in einem Intervall (oder Abstand) von 0,6 mm,
d. h. 0,8 µs, in Richtung der Führungslinie L1 gemäß
Fig. 1 abzugreifen. Bei fd = 256 werden Dopplerfrequenzdaten
(fd, fd, . . ., fd) über einen Abstand von
15,4 cm für eine Zeitspanne von 0,8 µs × 256 ≒ 205 µs
gewonnen. Die Dopplerfrequenzdaten werden dem ersten
Rechen- oder Vervielfachungskreis 33 eingegeben und
darin mit dem aus dem ersten Speicher 32 ausgelesenen
Faktor B multipliziert. Der Faktor B enthält einen Abstand
l vom Ultraschall-Wandler 10, wobei der Abstand l
mit einer Rate von 0,6 mm für jeden Taktimpuls von
1,25 MHz vom ersten Taktgenerator 31 vergrößert wird. Das
Ausgangssignal vom Dopplerrechenteil 23 wird durch den
Komparator 35 mit dem Ausgangssignal vom zweiten Speicher
36 verglichen. Wenn das Ausgangssignal des Dopplerrechenteils
23 größer ist als dasjenige des zweiten Speichers
36, wird letzterer auf die Doppelfrequenzdaten des
Dopplerrechenteils 23 aktualisiert. Da der zweite Speicher
36 anfänglich in einen "0"-Zustand gesetzt ist, werden
Daten fd, fd, . . ., fd entsprechend
einer anfänglich eingegebenen Führungslinie (i=1) im zweiten Speicher
36 gespeichert.
Sodann werden Daten entsprechend der Führungslinie L2 in
den Komparator 35 eingegeben, wobei nur die Daten fd,
die höherwertiger sind als die Daten auf der vorher gespeicherten
Ansteuerlinie L1, im zweiten Speicher 36 gespeichert
werden. Die Ansteuer- bzw. Führungslinienzahl i entsprechend den
in den zweiten Speicher 36 eingeschriebenen Daten wird
im dritten Speicher 37 gespeichert. Eine Größe |i-M|
wird in den vierten Speicher 38 eingeschrieben, wo sie
in Abhängigkeit vom Takt des zweiten Taktgenerators 39
von 1 bis N variiert wird. Die Größe M wird anfänglich
in einen Zustand N/2 oder (N+1)/2 gesetzt, doch wird
nach Abschluß einer Ansteuerung (i=1-N) die
Größe M im dritten Speicher 37 gespeichert, so daß sie
in den vierten Speicher 38 eingeschrieben wird. Der Inhalt
des vierten Speichers 38 wird jedesmal aktualisiert,
wenn ein Abschnitt eines Untersuchungsbereichs angesteuert
wird.
Bei der ersten Rate werden 256 Daten Bfd, Bfd,
. . . Bfd sequentiell mit einem Abstand von 0,8 µs zum
zweiten Vervielfacherkreis 34 geliefert, damit eine
Multiplikation des Ausgangssignals vom ersten Vervielfacherkreis
33 mit den im vierten Speicher 38 gespeicherten
Daten |1-M| stattfinden kann. Das Multiplikationsergebnis
wird im fünften Speicher 40 gespeichert. Bei
der zweiten Rate liefert der erste Vervielfacherkreis 33
die Daten Bdf, Bfd, . . . Bfd zum
zweiten Vervielfacherkreis 34, in welchem - wie im Fall der ersten
Rate - eine Multiplikation dieser Daten mit den Daten
|2-M| vom vierten Speicher 38 erfolgt. Das
Multiplikationsergebnis wird dem fünften Speicher 40 zugeliefert
und in diesem zu den ersten Raten- oder Geschwindigkeitsdaten
addiert. Auf diese Weise erfolgen Berechnungen
bis zur N-ten Rate, um ein Rechenergebnis
nach Gleichung (21) zu erhalten. Dies bedeutet, daß
schließlich Gleichung (3) aufgelöst worden ist.
Das im fünften Speicher 40 gespeicherte Rechenergebnis
wird dem Streifenschreiber 25 und der Anzeigeeinheit 26
für Wiedergabe zugeliefert.
Da für die Durchführung der Berechnung bis zur N-ten Rate
25,6 ms nötig sind, kann eine entsprechende Blutströmungsmenge
alle 25,6 ms bestimmt und auf der Anzeigeeinheit
angezeigt werden. Das Herzminutenvolumen
kann entweder durch Berechnen einer
mittleren Blutströmungsmenge oder Integrieren einer
Blutströmungsmenge pro Herzschlag und Multiplizieren
dieser integrierten Größe mit der Herzfrequenz berechnet
werden.
Wie erwähnt, werden die Dopplersignale aus Wellen erfaßt,
die im Untersuchungsbereich als Ergebnis der
Aussendung des Ultraschallstrahls zurückgeworfen werden,
und somit werden die Dopplersignale auf der in einer
Richtung orthogonal zur Ansteuer- bzw. Führungslinie des Ultraschallstrahls
definierten Linie berechnet, mit dem Ergebnis,
daß nicht nur eine Blutströmungsmenge durch z. B. das
Blutgefäß, sondern auch eine Blutströmungsmenge durch
eines der inneren Organe, dessen Blutströmungsrichtung
nicht bestimmt ist, wie beim Herzen, auf Echtzeitbasis
automatisch gemessen und als Meßwert auf der Anzeigeeinheit
wiedergegeben werden kann. Es ist dabei auch
möglich, gleichzeitig die Herzbewegung und den Raumzustand
des Blutstroms in das Herz zu beobachten. Da ein
gewöhnliches Ultraschall-Schnittbild, d. h. das B-Modusbild,
erfindungsgemäß wiedergegeben werden kann, kann
unter Einhaltung des B-Modus die Blutströmungsmenge im
Untersuchungsbereich gemessen werden, wodurch dem
Mediziner sehr wertvolle diagnostische Informationen
geboten werden.
Obgleich bei der beschriebenen Ausführungsform die Blutströmungsmenge
im Sektoransteuermodus gemessen werden
kann, kann auch eine Blutströmungsmenge in der Karotis
oder in einem Unterleibsblutgefäß oder eines Fötus gemessen
werden, wenn mittels eines Lineararraywandlers
eine Diagonalansteuerung vorgenommen
wird. Genauer gesagt: gemäß Fig. 9 wird ein Lineararraywandler
41 in enge Berührung mit der Oberfläche 42
eines menschlichen Untersuchungsobjekts gebracht, wobei
ein Ultraschallstrahl in einem Linearansteuermodus in
die hepatische Venen 44 enthaltende Leber 43 emittiert
wird. Unter Beobachtung des auf Echtzeitbasis mittels
der Echosignale wiedergegebenen B-Modusbilds kann die
Blutströmungsmenge durch die hepatischen Venen gemessen
werden, indem die Linien a-a bis a′-a′ in bestimmter
Weise diagonal zu den Linien L1 bis Ln im B-Modus
eingestellt oder festgelegt werden. In diesem Fall wird
die Blutströmungsmenge auf der Grundlage der folgenden
Gleichung bestimmt:
Darin bedeutet:
d = Abstand zwischen den Ansteuerlinien in einem Linear ansteuermodus.
d = Abstand zwischen den Ansteuerlinien in einem Linear ansteuermodus.
Obgleich bei der beschriebenen Ausführungsform angegeben
ist, daß die Blutströmungsmenge in einer Richtung,
d. h. orthogonal zur Ansteuerlinie, bestimmt wird, kann
auch eine Blutströmungsmenge in einer zweiten Richtung
orthogonal zur genannten Richtung berechnet werden, so
daß eine Gesamtblutmenge auf der Grundlage beider
Linien bestimmt werden kann. Wenn die
Ansteuerung mit dem Ultraschallstrahl über die Tiefe des
Untersuchungsbereichs, d. h. über das Zentrum und nahe
des Zentrums des Bereichs, durch den das gesamte Blut
strömt, erfolgt, oder auch wenn die Ansteuerung über einen
Abschnitt des Untersuchungsbereichs vorgenommen wird,
kann dennoch die Gesamtblutströmungsmenge in diesem Bereich
bestimmt werden.
Claims (8)
1. Ultraschall-Blutströmungsmengenmeßgerät, mit:
- - einem Ultraschall-Wandler (10) zum Ansteuern eines interessierenden Bereichs eines Untersuchungsob jekts mit einem Ultraschallstrahl zur Ermöglichung einer Messung des in diesem Bereich strömenden Bluts und zur Lieferung von Echos von diesem Be reich als Echosignale,
- - einer Dopplerrecheneinheit (23) zum Berechnen eines Dopplersignals aus den vom Ultraschall- Wandler (10) gelieferten Echosignalen und
- - einer Blutströmungsmengen-Recheneinheit (24) zum Berechnen einer Blutströmungsmenge durch den in teressierenden Bereich auf der Grundlage von in dem von der Dopplerrecheneinheit (23) erhaltenen Dopplersignal enthaltenen Signalkomponenten,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Blutströmungsmengen-Recheneinheit (24) die Bluströmungsmenge auf der Grundlage der Signal komponenten auf mindestens einer orthogonal zur Ansteuerrichtung liegenden Linie berechnet,
- - der Ultraschall-Wandler Mittel (10) zum Sektor ansteuern des interessierenden Bereichs des Un tersuchungsobjekts umfaßt und
- - die Blutströmungsmengen-Recheneinheit (24) die
Blutmenge mittels Berechnung nach folgenden Glei
chungen ermittelt:
in welchen bedeuten:
A = ein Korrekturkoeffizient,
fo = Frequenz des Ultraschallstrahls,
l = Abstand vom Ultraschall-Wandler zu der min destens einen Linie,
δ = ein Winkel zwischen benachbarten Ansteuerlinien,
i = Zahl der Ansteuerlinie,
M = Zahl einer zentralen Ansteuerlinie,
fdi = eine einer i-ten Ansteuerlinie zugeordnete Dopplerverschiebungsfrequenz.
2. Ultraschall-Blutströmungsmengenmeßgerät, mit:
- - einem Ultraschall-Wandler (10) zum Ansteuern eines interessierenden Bereichs eines Untersuchungsob jekts mit einem Ultraschallstrahl zur Ermöglichung einer Messung des in diesem Bereich strömenden Bluts und zur Lieferung von Echos von diesem Be reich als Echosignale,
- - einer Dopplerrecheneinheit (23) zum Berechnen eines Dopplersignals aus den vom Ultraschall- Wandler (10) gelieferten Echosignalen und
- - einer Blutströmungsmengen-Recheneinheit (24) zum Berechnen einer Blutströmungsmenge durch den in teressierenden Bereich auf der Grundlage von in dem von der Dopplerrecheneinheit (23) erhaltenen Dopplersignal enthaltenen Signalkomponenten,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Blutströmungsmengen-Recheneinheit (24) die Blutströmungsmenge auf der Grundlage der Signal komponenten auf mindetstens einer orthogonal zur Ansteuerrichtung liegenden Linie berechnet,
- - der Ultraschall-Wandler Mittel (10) zum linearen Ansteuern des interessierenden Bereichs des Unter suchungsobjekts umfaßt und
- - die Blutströmungsmengen-Recheneinheit (24) die
Blutströmungsmenge mittels Berechnung nach folgen
der Gleichung ermittelt:
in welcher bedeuten:
A = ein Korrekturkoeffizient,
C = Schallgeschwindigkeit des Ultraschall strahls,
fo = Frequenz des Ultraschallstrahls,
i = Zahl der Ansteuerlinie,
M = Anzahl einer zentralen Ansteuerlinie,
N = Zahl der Ansteuerlinien,
fdi = eine einer i-ten Ansteuerlinie zugeordnete Dopplerverschiebungsfrequenz.
3. Meßgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ultraschall-Wandler Mittel (10) zum Ansteu
ern des interessierenden Bereichs des Untersuchungs
objekts in einer Richtung umfaßt (Fig. 9).
4. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ultraschall-Wandler Mittel
(10) zum mittels des Ultraschallstrahls erfolgenden
Ansteuern des interessierenden Bereichs des Unter
suchungsobjekts in einer Richtung und in einer ande
ren, die genannte eine Richtung schneidenden Rich
tung umfaßt.
5. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blutströmungsmengen-Rechen
einheit (24) Einrichtungen zum Berechnen der Blut
strömungsmenge durch den interessierenden Bereich
des Untersuchungsobjekts auf der Grundlage von Si
gnalkomponenten auf einer Anzahl von orthogonal zu
den Ansteuerlinien liegenden Linien umfaßt.
6. Meßgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blutströmungsmengen-Recheneinheit (24) auf
einen Mittelwert von Blutströmungsmengen, die auf
der Grundlage von Signalkomponenten auf einer Anzahl
von orthogonal zu den Ultraschall-Ansteuerlinien
liegenden Linien berechnet werden, bezogen ist.
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