DE363264C - Schachtofen zur trockenen Destillation fester Brennstoffe - Google Patents

Schachtofen zur trockenen Destillation fester Brennstoffe

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DE363264C
DE363264C DEC29639D DEC0029639D DE363264C DE 363264 C DE363264 C DE 363264C DE C29639 D DEC29639 D DE C29639D DE C0029639 D DEC0029639 D DE C0029639D DE 363264 C DE363264 C DE 363264C
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shaft furnace
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DEC29639D
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Colombo & Ing De Bartolomeis
REMO DE BARTOLOMEIS
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Colombo & Ing De Bartolomeis
REMO DE BARTOLOMEIS
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/02Stationary retorts
    • C10B1/04Vertical retorts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Schachtofen zur trockenen Destillation fester Brennstoffe. Die Erfindung betrifft einen Schachtofen zur trockenen Destillation fester Brennstoffe, wie Kohle, Braunkohle, Torf usw., bei dem die in dem glühenden Ofen enthaltene Wärme in einer an sich bekannten Weise derart nutzbar gemacht wird, daß man einen kalt unten in den Ofen eingeführten Strom sauerstofffreien Brenngases durch die ganze Brennstoffsäule ziehen läßt und die Steigerung der aus dem Koks aufgenommenen Wärme tauf den für die Destillation erforderlichen Grad durch Einführung von Luft am unteren Ende der Destillationszone herbeiführt, wodurch ein Teil des aufsteigenden Gasstromes oder des Brennstoffes selbst zur Verbrennung gebracht wird.
  • Die Wärmesteigerung kann auch auf andere an sich bekannte Weise, nämlich durch elektrische Heizkörper, erzielt werden. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, die Beschaffenheit des erzeugten Gases nach Belieben zu ändern und mit dem gleichen Ofen Gase von verschiedener Beschaffenheit zu gewinnen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel eines solchen Ofens in einem Achsialschnitt.
  • Der Querschnitt des Schachtraumes nimmt in bekannter Weise von oben nach unten zu. Dabei ist noch die Kühlzone 4 gegenüber der Destillationszone i absatzartig erweitert. An die Kühlzone 4 schließt sich unten ein Kanal 5 an, der mit einer Vorrichtung zum ununterbrochenen oder absatzweisen Austragen des Destillationsrückstandes versehen sein kann.
  • Am unteren Ende der Destillationszone i sind die elektrischen Heizkörper, die bei 7 schematisch angegeben sind, vorgesehen. Außerdem münden in den unteren Teil dieser Zone Kanäle 8, die an einen Ringkanal g angeschlossen sind, in den brennbare Fremdgase oder auch die im Ofen selbst erzeugten Gase eingeführt werden können, die außerhalb des Ofens auf eine hohe Temperatur erhitzt worden sind. Durch die Kanäle 8 können auch flüssige zerstäubte Kohlenwasserstoffe allein @ oder in Mischung mit heißen Gasen oder Luft in den Ofen eingeführt werden, die dann selbst zum Zerstäuben des Kohlenwasserstoffes benutzt werden. Unmittelbar unterhalb der Kanäle 8 münden Kanäle io, die in dem die Kühlzone umschließenden Mauerwerk liegen und an den unteren Ringkanal i i angeschlossen sind. In diesen Kanal i i kann man Verbrennungsluft einführen, die dann in bekannter Weise mittelbar durch das in dem Schachtteil 4 befindliche glühende Gut erhitzt wird. Schließlich münden noch in den unteren Teil der Zone 4 Kanäle i-, die in Verbindung mit dem Ringkanal 13 stehen, und durch die man indifferente Gase oder Wasserdampf oder eine Mischung beider zuführen kann. Die zur Destillation des in den Schachtofen eingebrachten festen Brennstoffs erforderliche Hitze kann demnach entweder durch die elektrischen Heizkörper 7 oder mittels durch die Kanäle 8 eingeführter heißer brennbarer Gase geliefert werden oder schließlich dadurch, daß man einen Teil des Destillationsgutes selbst und die aus der Kühlzone aufsteigenden Gase durch Einführung erwärmter Luft durch die Kanäle io verbrennen läßt. Die Hitze kann auch durch gleichzeitige Anwendung von zwei oder allen drei der angegebenen Mittel geliefert werden.
  • Wird die Erhitzung durch heiße Gase oder auf elektrischem Wege bewirkt, so erhält man ein Gas, das alle oder fast alle Eigenschaften reinen Destillationsgases hat. Wenn man dagegen im Ofeninnern eine Verbrennung unterhält, so ist das Destillationsgas mit den Verbrennungsgasen gemischt.
  • Dadurch; daß man schließlich für sich oder mit den heißen Gasen durch die Kanäle 8 zerstäubte Kohlenwasserstoffe einführt, erhält man infolge ihrer Zersetzung permanente Gase, die sich den anderen Gasen beimischen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schachtofen zur trockenen Destillation fester Brennstoffe mittels eines in der Brennstoffsäule aufsteigenden Stromes bei dem Durchgang durch den garen Koks vorgewärmter Gase, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Steigerung der Heizwirkung am unteren Ende der Destillationszone ein Verteilungskanal (io) zur Einführung von Luft für die Verbrennung der aufsteigenden Gase und eines Teiles des Destillationagutes selbst sowie ein Verteilungskanal (8) zur Einführung vorgewärmter Gase oder zerstäubter Kohlenwasserstoffe vorgesehen sind.
  2. 2. Ausführungsform des Schachtofens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Kanäle (8 und io) in der Schachtwandung elektrische Heizkörper (7) eingebaut sind.
DEC29639D 1919-10-18 1920-09-15 Schachtofen zur trockenen Destillation fester Brennstoffe Expired DE363264C (de)

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