DE3632840C2 - - Google Patents
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- G08C19/02—Electric signal transmission systems in which the signal transmitted is magnitude of current or voltage
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- Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung binär
codierter Informationen in einer Meßanordnung gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie eine Anordnung zur
Durchführung des Verfahrens.
Es gibt zahlreiche Meßanordnungen, bei welchen der Meßum
former und das Auswertegerät räumlich voneinander getrennt
und nur durch eine Zweidrahtleitung miteinander verbunden
sind, über die einerseits der für den Betrieb des Meßum
formers erforderliche Versorgungsgleichstrom vom Auswer
tegerät zum Meßumformer und andererseits das Meßwertsignal
vom Meßumformer zum Auswertegerät übertragen werden. Bei
solchen Meßanordnungen hat sich ein international weit ver
breiteter Standard durchgesetzt, wonach das Meßwertsignal
ein zwischen 4 und 20 mA veränderliches Gleichstromsignal
ist. Bei solchen Meßanordnungen beeinflußt der Meßumformer
den über die Zweidrahtleitung fließenden Gesamtstrom, der
auch den Versorgungsgleichstrom enthält, derart, daß er
das Meßwertsignal darstellt.
Durch die Anwendung von Mikroprozessoren lassen sich heut
zutage Meßanordnungen realisieren, die wesentlich lei
stungsfähiger sind als herkömmliche analoge Geräte. Der
Fortschritt in der Mikroelektronik (höhere Integrations
dichten, kleinere IC-Gehäuse, CMOS-Technologie bei hoch
integrierten Schaltungen) macht es möglich, vollständige
Mikrocomputer in einem Sensor unterzubringen. Dadurch ent
steht die Notwendigkeit einer zusätzlichen Übertragung
digitaler Informationen in Form von Kommunikationssignalen
zwischen dem Meßumformer und dem Auswertegerät. Es besteht
jedoch die Forderung, daß außer der Zweidrahtleitung keine
zusätzlichen Verbindungen zwischen dem Meßumformer und dem
Auswertegerät vorhanden sein sollen. Die digitalen Kommu
nikationssignale müssen daher zusätzlich zum Meßwertsignal
über die Zweidrahtleitung übertragen werden. Die Übertra
gung der digitalen Kommunikationssignale über die Zwei
drahtleitung soll auch unter industriellen Bedingungen
störsicher sein, darf aber das über die Zweidrahtleitung
übertragene Meßwertsignal nicht beeinträchtigen. Die Zwei
drahtleitung soll eine beträchtliche Länge haben können
(bis zu 1 km), doch soll die Verwendung eines Spezialka
bels nicht notwendig sein.
Die Übertragung digitaler Kommunikationssignale über die
Zweidrahtleitung ermöglicht auch die Verwendung von Kommu
nikationseinheiten, die als zusätzliche Teilnehmerstellen
an die Zweidrahtleitung anschließbar sind und Kommunika
tionssignale über die Zweidrahtleitung senden und empfan
gen können, so daß die Kommunikationseinheiten ebenfalls
binäre Informationen mit dem Meßumformer, dem Auswertege
rät und gegebenenfalls auch miteinander austauschen können.
Dadurch ist es möglich, von einer beliebigen Stelle aus
Abgleich-, Einstell-, Überprüfungs- oder Wartungsarbeiten
vorzunehmen.
Bei einem aus der DE-OS 35 19 709 bekannten Verfahren dieser
Art werden über eine einzige Zweidrahtleitung Informationen
zwischen einer zentralen Einheit und einer oder mehreren ex
ternen Einheiten dadurch übertragen, daß in der einen Rich
tung Änderungen des Stroms und in der anderen Richtung Ände
rungen der Spannung vorgenommen werden und daß zur Übertra
gung binär codierter Informationen diesen analogen Strom-
und Spannungsänderungen zusätzlich digiale Strom- und Span
nungsänderungen überlagert werden. Dabei werden die Digital
signale durch Impulse dargestellt, die eine gleiche Änderung
in positiver und negativer Richtung aufweisen, wobei der er
ste Binärwert jedes Bits (z. B. der Binärwert "0") durch eine
Änderung in positiver Richtung und der zweite Binärwert jedes
Bits (z. B. der Binärwert "1") durch eine Änderung in negati
ver Richtung dargestellt wird. Demzufolge sind die Empfangs
schaltungen so ausgebildet, daß sie bei jeder Feststellung
einer impulsförmigen Änderung in positiver Richtung den Emp
fang des ersten Binärwerts und bei jeder Feststellung einer
impulsförmigen Änderung in negativer Richtung den Empfang
des zweien Binärwerts anzeigen. Dadurch besteht die Gefahr
von Übertragungsstörungen, denn jeder auf der Zweidrahtlei
tung in der einen oder anderen Richtung auftretende Störim
puls wird als ein Bit des binär codierten Signals mit dem
entsprechenden Binärwert interpretiert, und beim störbeding
ten Ausfall einer impulsförmigen Änderung ist nicht mehr
feststellbar, welchen Binärwert das betreffende Bit des binär
codierten Signals hatte.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens,
das in einer Meßanordnung der angegebenen Art eine stör
sichere Übertragung binär codierter Informationen zwischen
beliebig vielen an die Zweidrahtleitung angeschlossenen
Teilnehmerstellen ermöglicht, ohne daß die Übertragung
des Meßwertsignals über die gleiche Zweidrahtleitung be
einträchtigt wird, und das selbst bei beträchtlicher Länge
der Zweidrahtleitung kein Spezialkabel erfordert.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren ergibt die Wirkung, daß
empfangsseitig der richtige Binärwert auch dann erkannt
wird, wenn in einer den einen Binärwert anzeigenden Pe
riodengruppe mehrere Perioden infolge von Störungen feh
len oder nicht detektierbar sind, und wenn in einem den
anderen Binärwert darstellenden Zeitabschnitt des fehlen
den periodischen Signals Störsignale erscheinen, die als
Perioden des periodischen Signals detektiert werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Ver
fahrens sowie eine Anordnung zur Durchführung des Verfah
rens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 das Prinzipschema einer Meßanordnung, bei
der die Erfindung anwendbar ist,
Fig. 2 das Schaltbild der drei Schnittstellen der
Meßanordnung von Fig. 1 in näheren Einzel
heiten,
Fig. 3 das Blockschaltbild eines der Signalgeber
in den Schnittstellen von Fig. 2,
Fig. 4 das Blockschaltbild eines der Signalempfän
ger in den Schnittstellen von Fig. 2 und
Fig. 5 Diagramme des zeitlichen Verlaufs von Si
gnalen, die an den mit den gleichen Buch
staben bezeichneten Schaltungspunkten im
Signalgeber von Fig. 3 bzw. im Signalemp
fänger von Fig. 4 auftreten.
Fig. 1 zeigt eine Meßanordnung mit einem Meßumformer 10,
der durch eine Zweidrahtleitung 11 mit einem entfernt da
von angeordneten Auswertegerät 12 verbunden ist. Der Meß
umformer 10 enthält einen Sensor 13 zur Erfassung einer
zu messenden physikalischen Meßgröße (z. B. Temperatur,
Druck, Feuchtigkeit, Füllstand) und einen mit dem Sensor
13 verbundenen elektronischen Meßwandler 14, der ein den
Augenblickswert der Meßgröße darstellendes elektrisches
Signal abgibt. Der Meßumformer 10 enthält keine eigene
Energiequelle, sondern bezieht die für seinen Betrieb er
forderliche Gleichstromenergie über die Zweidrahtleitung 11
von einer im Auswertegerät 12 enthaltenen Spannungsquelle
15. Über die gleiche Zweidrahtleitung wird ein den Augen
blickswert der Meßgröße darstellendes Meßwertsignal vom
Meßumformer 10 zum Auswertegerät 12 übertragen. Der Meß
umformer 10 ist mit der Zweidrahtleitung 11 über eine Meß
umformer-Schnittstelle 16 verbunden, die einerseits die
Energieversorgung des Meßumformers 10 aus der Zweidraht
leitung 11 sicherstellt und andererseits das Ausgangssi
gnal des Meßwandlers 14 in ein zur Übertragung über die
Zweidrahtleitung 11 geeignetes Meßwertsignal umsetzt. Einer
üblichen Technik entsprechend ist das Meßwertsignal der
über die Zweidrahtleitung 11 fließende Gleichstrom I M , der
sich aus dem Versorgungsgleichstrom I O des Meßumformers
und einem Korrekturstrom I K zusammensetzt. Der Korrektur
strom I K wird gleichfalls der Spannungsquelle 15 entnommen
und vom Meßumformer 10 unter Berücksichtigung der jeweili
gen Größe des Versorgungsgleichstroms I O so eingestellt,
daß der Gesamtstrom I M zwischen den Stromwerten 4 und 20 mA
den zu übertragenden Meßwert darstellt. Schließlich enthält
der Meßumformer 10 eine Kommunikations-Elektronik 17, die
ebenfalls über die Meßumformer-Schnittstelle 16 mit der
Zweidrahtleitung 11 verbunden ist. Der Meßwandler 14 und
die Kommunikations-Elektronik 17 können durch einen Mikro
computer gebildet sein.
Zur Verbindung des Auswertegeräts 12 mit der Zweidrahtlei
tung 11 dient eine Auswerte-Schnittstelle 18, die einer
seits die Übertragung der vom Meßumformer 10 benötigten
Gleichstromenergie von der Spannungsquelle 15 zur Zwei
drahtleitung 11 bewirkt und andererseits aus dem über die
Zweidrahtleitung 11 fließenden Gesamtstrom I M ein für die
Anzeige des Meßwerts oder für die Weiterverarbeitung ge
eignetes Signal ableitet. Das Auswertegerät 12 enthält
ferner eine Kommunikations-Elektronik 19, die über die
Auswerte-Schnittstelle 18 mit der Zweidrahtleitung 11 ver
bunden ist. Die Kommunikations-Elektronik 19 kann durch
einen im Auswertegerät enthaltenen Mikrocomputer gebildet
sein.
In Fig. 1 ist weiterhin eine Kommunikationseinheit 20 dar
gestellt, die parallel zum Meßumformer 10 an die Zweidraht
leitung 11 angeschlossen und so ausgebildet ist, daß sie
mit dem Meßumformer 10 oder mit dem Auswertegerät 12 einen
Informationsaustausch durchführen kann, ohne daß der nor
male Betrieb der Meßanordnung dadurch beeinträchtigt wird.
Die Kommunikationseinheit 20 ist ein taschenrechnerähnli
ches Gerät mit einer Tastatur 21 und einer Digitalanzeige
22 sowie mit der erforderlichen Kommunikations-Elektronik,
die durch einen Mikrocomputer gebildet sein kann. Die Ver
bindung mit der Zweidrahtleitung 11 erfolgt über eine Kom
munikations-Schnittstelle 23 und eine zweiadrige Anschluß
leitung 24, die mittels Anschlußklemmen 25, 26 nach Bedarf
an die Zweidrahtleitung 11 angeklemmt werden kann.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird angenommen,
daß die Kommunikationseinheit 20 mit einer eigenen Ener
giequelle (z. B. Batterie) ausgestattet ist. Es wäre jedoch
auch möglich, den zur Energieversorgung der Kommunikations
einheit erforderlichen Gleichstrom ebenfalls der Spannungs
quelle 15 im Auswertegerät 12 über die Zweidrahtleitung 11
zu entnehmen.
Fig. 2 zeigt die Schaltbilder der drei Schnittstellen 16,
18 und 23 von Fig. 1 in näheren Einzelheiten.
In der Meßumformer-Schnittstelle 16 ist ein Spannungsreg
ler 27 vorgesehen, der unabhängig von Spannungsschwankun
gen auf der Zweidrahtleitung 11 eine konstante Betriebs
spannung für den Meßwandler 14 und für die übrigen Schal
tungen im Meßumformer 10 aufrechterhält. Zur Erzeugung
eines den Meßwert darstellenden Meßstroms I M enthält die
Meßumformer-Schnittstelle 16 einen Nebenschlußzweig 28,
der einen steuerbaren Konstantstromgenerator 29 enthält.
Über den Nebenschlußzweig 28 fließt ein kontinuierlicher
Gleichstrom, der gleichfalls aus der Spannungsquelle 15
entnommen wird und sich auf der Zweidrahtleitung 11 dem
Versorgungsgleichstrom I O überlagert. Der Konstantstrom
generator 29 wird durch ein stetig veränderliches Aus
gangssignal des Meßwandlers 14 so gesteuert, daß der über
den Nebenschlußzweig 28 fließende Gleichstrom den Korrek
turstrom I K bildet, der zusammen mit dem Versorgungs
gleichstrom I O den zwischen 4 und 20 mA veränderlichen
Meßstrom I M bildet.
Ferner enthält die Meßumformer-Schnittstelle 16 einen
Signalgeber 30 und einen Signalempfänger 31, die parallel
an die Zweidrahtleitung 11 angeschlossen sind. Ein Steuereingang
des Signalgebers 30 ist an einen Ausgang der Kommunikations
Elektronik 17 angeschlossen. Der Ausgang des
Signalempfängers 31 ist mit einem Eingang der Kommunikations-
Elektronik 17 verbunden.
In der Auswerte-Schnittstelle 18 ist in den einen Leiter
der Zweidrahtleitung 11 ein Widerstand 32 eingefügt, über
den der Meßstrom I M = I O + I K fließt. Am Widerstand 32
kann somit eine Spannung abgegriffen werden, die dem Meß
strom I M proportional ist und die Meßwertinformation ent
hält. Diese Spannung kann zur Anzeige des Meßwerts verwen
det oder in beliebiger Weise zur Auswertung der Meßwert
information verarbeitet werden. Ferner enthält die Aus
werte-Schnittstelle einen Signalgeber 33 und einen Signal
empfänger 34, die parallel an die Zweidrahtleitung 11 an
geschlossen sind. Ein Steuereingang des Signalgebers 33
ist an einen Ausgang der Kommunikations-Elektronik 19 an
geschlossen. Der Ausgang des Signalempfängers 34 ist mit
einem Eingang der Kommunikations-Elektronik 19 verbunden.
Schließlich enthält die Kommunikations-Schnittstelle 23
einen Signalgeber 35 und einen Signalempfänger 36, die
über die Anschlußleitung 24 parallel an die Zweidrahtlei
tung 11 angeschlossen sind. Ein Steuereingang des Signal
gebers 35 ist an einen Ausgang der Kommunikations-Elektro
nik 37 der Kommunikationseinheit angeschlossen. Der Aus
gang des Signalempfängers 36 ist mit einem Eingang der
Kommunikations-Elektronik 37 verbunden.
Die Signalgeber 30, 33 und 35 in den verschiedenen Schnitt
stellen sind völlig gleich ausgebildet. Es wird daher nur
einer der Signalgeber, dessen Blockschaltbild in Fig. 3
dargestellt ist, näher beschrieben. Diese Beschreibung
gilt für alle Signalgeber.
Der in Fig. 3 dargestellte Signalgeber enthält einen
Quarz-Oszillator 40, dessen Ausgang über einen Schalter 41
mit dem Eingang eines Wechselspannungs-Treiberverstärkers
42 verbunden werden kann. Der Schalter 41 ist symbolisch
als mechanischer Kontakt dargestellt. In Wirklichkeit han
delt es sich dabei um einen schnellen elektronischen
Schalter, beispielsweise um einen Feldeffekt-Transistor.
Der Schalter 41 wird durch ein binäres Steuersignal be
tätigt, das von der zugehörigen Kommunikations-Elektronik
an den Steuereingang 43 des Signalgebers angelegt wird.
Das Diagramm A von Fig. 5 zeigt den zeitlichen Verlauf
eines von der Kommunikations-Elektronik an den Steuerein
gang 43 angelegten Steuersignals, das entsprechend der zu
übertragenden Nachricht binär codiert ist. Jedes Bit des
Binärwerts 1 ist durch einen Impuls der Dauer T mit kon
stanter Amplitude I dargestellt, jedes Bit des Binärwerts 0
durch eine Impulspause der gleichen Dauer T im Impulsra
ster. Die Impulse oder Impulspausen für zwei oder mehr auf
einanderfolgende Bits des gleichen Binärwerts schließen
sich lückenlos aneinander an. Der Schalter 41 ist ge
schlossen, wenn die Impulsamplitude I anliegt, während
er in jeder Impulspause offen ist. Somit bewirkt der Schal
ter 41 eine impulsförmige Tastung der vom Oszillator 40
erzeugten Schwingung.
Das Diagramm B von Fig. 5 zeigt den zeitlichen Verlauf des
Kommunikationssignals, das auf diese Weise durch den Si
gnalgeber über die Zweidrahtleitung 11 geschickt wird.
Jedes Bit des Binärwerts 1 ist durch einen Schwingungszug
der Dauer T dargestellt, jedes Bit des Binärwerts 0 durch
das Fehlen der Schwingung auf der Zweidrahtleitung für die
gleiche Dauer T.
Die Dauer T ist konstant und wesentlich größer als die
Periodendauer der Schwingung des Oszillators 40. Somit
enthält jeder Schwingungszug, der ein Bit des Binärwerts 1
darstellt, eine vorgegebene konstante Anzahl von Perioden.
Jedes Bit des Binärwerts 0 ist durch das Fehlen der glei
chen konstanten Anzahl von Perioden dargestellt.
Vorzugsweise liegt die Frequenz der vom Oszillator 40 er
zeugten Schwingung in der Größenordnung von 40 kHz. Bei
dieser Frequenz haben die meisten Kabel einen so hohen
induktiven Anteil, daß die Leitung nahezu verlustfrei ist.
Zugleich ist eine solche Frequenz niedrig genug, um zu
gewährleisten, daß die kapazitiven Verluste oder Verluste
durch den Skin-Effekt weitgehend ausgeschaltet sind.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird daher an
genommen, daß die Frequenz der vom Oszillator 40 erzeugten
Schwingung 40 kHz beträgt. Weiter wird angenommen, daß die
Dauer eines Bits T = 0,4 ms beträgt. In jede Dauer T fallen
dann 16 Perioden der vom Oszillator T erzeugten Schwingung.
Der Treiberverstärker 42 begrenzt den Pegel der an seinem
Ausgang abgegebenen Schwingungszüge auf maximal 100 mV.
In dieser Form wird das getastete Kommunikationssignal
der von der Spannungsquelle 15 an die Zweidrahtleitung 11
angelegten Gleichspannung überlagert. Vorzugsweise ist
die Übertragungsleitung an jeder Schnittstelle mit einem
Widerstand abgeschlossen, der deutlich größer als der
Wellenwiderstand ist. Dadurch ist die empfangene Signal
spannung trotz gewisser Leitungsverluste selbst bei 1 km
Kabellänge am Ausgang mindestens genauso groß wie am Ein
gang.
Fig. 4 zeigt das Blockschaltbild eines der Signalempfän
ger 31, 34, 36 in den Schnittstellen. Alle Signalempfän
ger sind in der gleichen Weise ausgebildet.
Der Signalempfänger enthält als Eingangsstufe einen Wech
selspannungsverstärker 50, der das über die Zweidrahtlei
tung 11 übertragene Kommunikationssignal selektiv ver
stärkt. An den Ausgang des Wechselspannungsverstärkers 50
ist ein Signalformer 51 angeschlossen, der die sinusför
migen Schwingungszüge des Kommunikationssignals in Recht
eckimpulsfolgen der gleichen Folgefrequenz umwandelt. Der
Signalformer 51 ist beispielsweise ein Schmitt-Trigger.
Am Ausgang des Signalformers 51 erscheint somit für jeden
vollständigen Schwingungszug der Dauer T eine Impulsgrup
pe von 16 Rechteckimpulsen der Folgefrequenz 40 kHz. Die
se Rechteckimpulse werden über eine Zeitfensterschaltung
52 an den Zählrichtungs-Steuereingang U/D (Up/Down) eines
Aufwärts-Abwärts-Zählers 53 angelegt. Die Zeitfenster
schaltung 52, die beispielsweise durch ein nicht retrig
gerbares Monoflop gebildet ist, spricht auf Impulse nur
innerhalb eines bestimmten Zeitrasters an und sorgt da
durch für eine zusätzliche Störsicherheit.
Die am Ausgang des Signalformers 51 vorhandenen Rechteck
impulse werden außerdem an den Synchronisiereingang eines
Taktgebers 54 angelegt, der eine kontinuierliche Recht
eckimpulsfolge mit der Folgefrequenz der Signalimpulse,
also von 40 kHz, als Taktsignal erzeugt. Der Taktgeber
wird durch die an seinen Synchronisiereingang angelegten
Rechteckimpulse synchronisiert, und er behält diese Syn
chronisation auch in den Zeitintervallen bei, in denen
keine Rechteckimpulse vom Signalformer 51 abgegeben wer
den. Das Taktsignal wird an den Takteingang CK (Clock)
des Aufwärts-Abwärts-Zählers 53 angelegt.
Für die Steuerung des Aufwärts-Abwärts-Zählers 53 ist
ferner eine Steuerlogik 55 vorgesehen, von der ein Aus
gang mit dem Freigabe-Eingang E (Enable) des Aufwärts-
Abwärts-Zählers 53 verbunden ist. Ein Eingang der Steuer
logik 55 ist mit dem Ausgang der Zeitfensterschaltung 52
verbunden. Drei weitere Eingänge der Steuerlogik 55 sind
an die Zählerstufenausgänge Q 0, Q 1, Q 2 des Aufwärts-Ab
wärts-Zählers 53 angeschlossen. Der Zählerstufenausgang
Q 3 des Aufwärts-Abwärts-Zählers 53 ist über eine Oder-
Schaltung 56 mit dem Eingang D eines D-Flipflops 57 ver
bunden. Der Ausgang Q des D-Flipflops 57 ist mit dem
zweiten Eingang der Oder-Schaltung 56 sowie mit einem
weiteren Eingang der Steuerlogik 55 verbunden. Der Rück
stelleingang R (Reset) des D-Flipflops 57 ist an einen
zweiten Ausgang der Steuerlogik 55 angeschlossen. Schließ
lich empfängt der Takteingang CK (Clock) des D-Flipflops
57 das Taktsignal vom Ausgang des Taktgebers 54.
Die Funktionsweise des Signalempfängers von Fig. 4 soll
anhand der Diagramme C bis F von Fig. 5 erläutert werden.
Diese Diagramme zeigen den zeitlichen Verlauf von Signa
len, die an den mit den gleichen Buchstaben bezeichneten
Schaltungspunkten des Blockschaltbilds von Fig. 4 auf
treten.
Das Diagramm C von Fig. 5 zeigt einen Abschnitt des über
die Zweidrahtleitung 11 übertragenen und an den Eingang
des Wechselspannungsverstärkers 50 angelegten Kommunika
tionssignals, jedoch in einem größeren Zeitmaßstab als im
Diagramm B. Es ist ein den Binärwert 1 darstellender
Schwingungszug der Dauer T dargestellt, der zwischen zwei
dem Binärwert 0 entsprechenden Zeitabschnitten liegt, in
denen keine Schwingungszüge über die Zweidrahtleitung 11
übertragen werden. Ferner ist angenommen, daß infolge von
Störungen einige Perioden der Schwingung an den Stellen a
und b im Schwingungszug fehlen oder stark gedämpft sind.
Ferner ist angenommen, daß in dem auf den Schwingungszug
folgenden schwingungsfreien Zeitabschnitt zwei Störimpul
se c und d vorhanden sind.
Das Diagramm D zeigt die entsprechenden Rechteckimpulse
am Ausgang des Signalformers 51. Für jede Schwingung des
Schwingungszugs, deren Amplitude die Ansprechschwelle des
Signalformers 51 überschreitet, wird ein Rechteckimpuls
erzeugt. An der Stelle a fehlen zwei Rechteckimpulse,
und an der Stelle b fehlt ein Rechteckimpuls. Dagegen
erscheinen im anschließenden schwingungsfreien Zeitab
schnitt zwei Rechteckimpulse c und d, die aufgrund der
Störimpulse erzeugt werden. Die Rechteckimpulse des Dia
gramms D werden über die Zeitfensterschaltung 52 an den
Zählrichtungssteuereingang U/D des Aufwärts-Abwärts-
Zählers 53 angelegt. Während des Anliegens der Impuls
spannung ist der Aufwärts-Abwärts-Zähler 53 auf Aufwärts
zählung geschaltet. Wenn keine Impulsspannung anliegt,
ist der Aufwärts-Abwärts-Zähler 53 auf Abwärtszählung
geschaltet. Somit bilden der Signalformer 51 und die Zeit
fensterschaltung 52 eine Zählrichtungs-Steuerschaltung.
Das Diagramm E von Fig. 5 zeigt das Taktsignal am Ausgang
des Taktgebers 54. Dieses Taktsignal ist eine kontinuier
liche Folge von Rechteckimpulsen, die infolge der Synchro
nisation zeitlich mit den Rechteckimpulsen des Diagramms D
zusammenfallen, soweit diese vorhanden sind. Da dieses
Taktsignal an den Takteingang CK des Aufwärts-Abwärts-
Zählers 53 angelegt ist, werden die Taktimpulse in diesem
Zähler folgendermaßen gezählt:
- - Alle Taktimpulse, die zeitlich mit Signalimpulsen des Diagramms D zusammenfallen, werden im Aufwärts-Abwärts- Zähler 53 aufwärts gezählt, vorausgesetzt, daß die Zäh lung durch das von der Steuerlogik 55 an den Freigabe- Eingang E angelegte Steuersignal zugelassen ist;
- - alle Taktimpulse, für die keine Signalimpulse im Dia gramm D vorhanden sind, werden im Aufwärts-Abwärts- Zähler 53 abwärts gezählt, vorausgesetzt, daß die Zäh lung durch das von der Steuerlogik 55 an den Freigabe- Eingang E angelegte Steuersignal zugelassen ist.
Diese Funktionsweise ist gleichbedeutend damit, daß im
Aufwärts-Abwärts-Zähler 53 vorhandene Signalimpulse auf
wärts und fehlende Signalimpulse abwärts gezählt werden.
Entsprechend der bekannten Funktionsweise eines D-Flip
flops nimmt das D-Flipflop 57 bei jedem an den Taktein
gang CK angelegten Taktimpuls den Zustand an, der durch
den am Eingang D anliegenden Signalwert bestimmt ist.
Beim Beginn der Zählung befindet sich das D-Flipflop im
Zustand 0, und es bleibt solange in diesem Zustand, wie
der Ausgang Q 3 des Aufwärts-Abwärts-Zählers 53 den Signal
wert 0 führt. In diesem Zustand hat auch das Ausgangssi
gnal am Ausgang Q des D-Flipflops 57 den Zustand 0. Wenn
jedoch bei der Aufwärtszählung der Zählerstand 8 erreicht
wird, geht das Ausgangssignal am Ausgang Q 3 auf den Si
gnalwert 1. Dadurch wird das D-Flipflop in den Zustand 1
gebracht, und am Ausgang Q des D-Flipflps erscheint der
Signalwert 1. Dieser Signalwert 1 wird über die Oder-
Schaltung 56 an den Eingang D angelegt, so daß sich das
D-Flipflop bei allen folgenden Taktimpulsen selbst im Zu
stand 1 hält, selbst wenn der Ausgang Q 3 wieder auf den
Signalwert 0 geht. Das D-Flipflop 57 wird erst durch einen
von der Steuerlogik 55 an den Rückstelleingang R angeleg
ten Rückstellimpulse wieder in den Zustand 0 zurückgestellt.
Das D-Flipflop 57 bildet somit in diesem Fall eine Halte
schaltung; es könnte auch durch eine andere Halteschaltung
von an sich bekannter Art ersetzt werden.
Die Steuerlogik 55 steuert den Betrieb des Aufwärts-
Abwärts-Zählers 53 durch das an den Freigabe-Eingang E
angelegte Steuersignal in der folgenden Weise:
- - Im Zählbereich zwischen den Zählerständen 0 und 8 gibt die Steuerlogik die Aufwärtszählung vorhandener Signal impulse und die Abwärtszählung fehlender Signalimpulse unabhängig vom Signalwert am Ausgang Q des D-Flipflops 57 frei.
- - Wenn bei Aufwärtszählung der Zählerstand 8 erreicht wird, sperrt die Steuerlogik 55 eine weitere Aufwärts zählung vorhandener Signalimpulse, sie läßt aber eine Abwärtszählung fehlender Signalimpulse zu. Sie empfängt zu diesem Zweck die Impulse vom Ausgang der Zeitfenster schaltung 52 und legt bei jedem dieser Impulse ein Sperrsignal an den Freigabe-Eingang E an, während sonst ein Freigabesignal anliegt.
- - Wenn bei Abwärtszählung der Zählerstand 0 erreicht wird, schickt die Steuerlogik 55 zum Rückstelleingang R des D-Flipflops 57 einen Rückstellimpuls, der das D- Flipflop 57 in den Zustand 0 zurückstellt. Der Ausgang Q nimmt dann den Signalwert 0 an. Ferner sperrt die Steuer logik 55 eine weitere Abwärtszählung fehlender Signal impulse, sie läßt aber eine Aufwärtszählung vorhandener Signalimpulse zu. Sie legt zu diesem Zweck jedesmal dann ein Freigabesignal an den Freigabe-Eingang E an, wenn ein Impuls am Ausgang der Zeitfensterschaltung 52 vorhanden ist, während sonst ein Sperrsignal anliegt.
Die Steuerlogik 55 erkennt das Erreichen der Zählerstände
8 und 0 in der einen bzw. anderen Zählrichtung aufgrund
der Signale, die sie von den Zählerstufen-Ausgängen Q 0,
Q 1 und Q 2 des Aufwärts-Abwärts-Zählers 53 empfängt.
Das Signal am Ausgang Q des D-Flipflops 57 stellt das Aus
gangssignal des Signalempfängers dar. Die geschilderte
Funktionsweise des Signalempfängers ergibt für die Bildung
des Ausgangssignals die folgende Wirkung:
- - Das Ausgangssignal geht vom Signalwert 0 auf den Signal wert 1, wenn seit dem letzten Übergang auf den Signal wert 0 acht vorhandene Signalimpulse mehr gezählt worden sind als fehlende Impulse;
- - das Ausgangssignal geht vom Signalwert 1 auf den Signal wert 0, wenn seit dem letzten Übergang auf den Signal wert 1 acht fehlende Signalimpulse mehr gezählt worden sind als vorhandene Impulse.
In beiden Fällen bleiben die während des Bestehens der Zäh
lerstände 0 und 8 nicht gezählten fehlenden bzw. vorhande
nen Signalimpulse unberücksichtigt.
Das Diagramm F von Fig. 5 zeigt das durch diese Funktions
weise erhaltene Ausgangssignal des Signalempfängers für
das in Diagramm C dargestellte Eingangssignal, wenn ange
nommen wird, daß der Aufwärts-Abwärts-Zähler 53 beim Be
ginn des Schwingungszugs, also beim Beginn der Signalim
pulsgruppe des Diagramms D, den Zählerstand 0 hatte. Zu
nächst werden fünf Taktimpulse des Diagramms E aufwärts
gezählt, und dann werden die beiden Taktimpulse in der
Lücke a abwärts gezählt. Die nächsten drei Taktimpulse
werden wieder aufwärts gezählt, und dann wird ein Takt
impuls in der Lücke b abwärts gezählt. Schließlich wird
nach Aufwärtszählung von drei weiteren Taktimpulsen der
Zählerstand 8 erreicht. In diesem Augenblick geht das
Ausgangssignal (Diagramm F) auf den Signalwert 1. Für die
beiden restlichen Signalimpulse erfolgt dann keine weite
re Zählung von Taktimpulsen.
Die Abwärtszählung beginnt mit dem ersten fehlenden Si
gnalimpuls. Zunächst werden vier Taktimpulse in der Ab
wärtsrichtung gezählt, und dann wird für den Störimpuls c
ein Taktimpuls in der Aufwärtsrichtung gezählt. Die näch
sten beiden Taktimpulse werden wieder abwärts gezählt,
und dann wird ein Taktimpuls für den Störimpuls d aufwärts
gezählt. Schließlich wird nach der Abwärtszählung von vier
weiteren Taktimpulsen der Zählerstand 0 erreicht. In die
sem Augenblick geht das Ausgangssignal auf den Signalwert 0.
Für die folgenden fehlenden Signalimpulse erfolgt dann
keine weitere Zählung von Taktimpulsen, bis wieder ein
Impuls am Ausgang der Zeitfensterschaltung erscheint.
Aufgrund dieser Funktionsweise werden die übertragenen
Binärwerte zwar mit einer geringfügigen Verzögerung, aber
mit großer Fehlersicherheit richtig erkannt. Dadurch ist
eine störsichere Übertragung von digitalen Informationen
auf einer von einem Meßstrom durchflossenen Zweidrahtlei
tung unter industriellen Anwendungsbedingungen möglich,
ohne daß das analoge Meßsignal unzulässig gestört wird.
Die Übertragungsleitung kann eine beträchtliche Länge
haben, ohne daß ein Spezialkabel erforderlich ist.
Der Meßumformer 10 und das Auswertegerät 12 bilden zwei
dauernd an die Zweidrahtleitung 11 angeschlossene Teil
nehmerstellen, die mittels der beschriebenen Kommunika
tionseinrichtungen über die das Meßwertsignal führende
Zweidrahtleitung Informationen austauschen können. Bei
spielsweise kann das Auswertegerät zum Meßumformer Steuer
befehle für die Steuerung des Betriebs des Meßumformers
schicken, und der Meßumformer kann die Steuerbefehle be
stätigen und angeforderte Zusatzinformationen zum Aus
wertegerät übertragen. Durch Anklemmen der Kommunika
tionseinheit 20 an die Zweidrahtleitung kann eine Be
dienungsperson den Informationsaustausch zwischen Meß
umformer und Auswertegerät überwachen und selbst Infor
mationen mit diesen beiden Teilnehmerstellen austauschen.
Dadurch ist es beispielsweise möglich, von jeder beliebi
gen Stelle aus Abgleich-, Einstell- oder Überprüfungsar
beiten vorzunehmen, ohne daß der normale Betrieb der
Meßanordnung dadurch gestört wird. Die Anzahl der Teil
nehmerstellen, die auf diese Weise miteinander in Verbin
dung treten können, ist nicht beschränkt. Es ist ohne
weiteres möglich, mehrere Kommunikationseinheiten nach
Art der Kommunikationseinheit 20 gleichzeitig an die
Zweidrahtleitung 11 anzuklemmen. Alle Kommunikationsein
heiten können dann mit dem Meßumformer 10, dem Auswerte
gerät 12 und mit jeder anderen Kommunikationseinheit In
formationen austauschen. Nach einer an sich bekannten
Technik kann durch geeignete codierte Adressensignale
erreicht werden, daß jede Teilnehmerstelle nur die für
sie bestimmten Informationen auswertet.
Es sind natürlich zahlreiche Abänderungen des beschriebe
nen Verfahrens und der Anordnung zu seiner Durchführung
möglich. Insbesondere sind die angegebenen Zahlenwerte
nur als Beispiele anzusehen, die nach Bedarf geändert
werden können. So ist es nicht notwendig, den Zählbereich
zwischen den beiden Grenzzählerständen gleich der Hälfte
der Perioden pro Bitlänge zu machen. Auch wäre es möglich,
bereits im Signalgeber für jedes Bit des Binärwerts 1 an
stelle eines Sinusschwingungszugs eine Impulsgruppe zu
erzeugen und diese als Kommunikationssignal über die Zwei
drahtleitung zu übertragen.
Claims (12)
1. Verfahren zur Übertragung binär codierter Informationen
zwischen Teilnehmerstellen und analoger Meßwertsignale in
einer Meßanordnung mit einem Meßumformer, der mit einem ent
fernt davon angeordneten Auswertegerät durch eine Zweidraht
leitung verbunden ist, über die einerseits die für den Be
trieb des Meßumformers erforderliche Gleichstromenergie vom
Auswertegerät zum Meßumformer übertragen wird und anderer
seits das die Meßgröße darstellende Meßwertsignal vom Meßum
former zum Auswertegerät dadurch übertragen wird, daß der
über die Zweidrahtleitung fließende Gleichstrom in Abhängig
keit von der Meßgröße zwischen zwei Gleichstrom-Grenzwerten
verändert wird, wobei jede an der Informationsübertragung be
teiligte Teilnehmerstelle einen Signalgeber zum Senden eines
vom analogen Meßwertsignal unterscheidbaren binär codierten
Teilnehmersignals über die Zweidrahtleitung und einen Signal
empfänger zum Empfang der von anderen Teilnehmerstellen kom
menden Teilnehmersignale enthält, dadurch gekennzeichnet, daß
in den Teilnehmersignalen der erste Binärwert jedes Bits
durch eine Gruppe aus einer vorbestimmten Anzahl von aufein
anderfolgenden Perioden eines Signals und der zweite Binär
wert jedes Bits durch das Fehlen des Signals dargestellt
wird und daß im Signalempfänger jeder Teilnehmerstelle zur
Erkennung der übertragenen Binärwerte die folgenden Verfah
rensschritte durchgeführt werden:
- a) in einem zwischen zwei Grenzzählerständen liegenden Zähl bereich, der kleiner als die Anzahl der Signal-Perioden in jeder Gruppe ist, werden empfangene Signal-Perioden in der einen Zählrichtung bis zum Erreichen des ersten Grenzzählerstandes und fehlende Signal-Perioden in der anderen Zählrichtung bis zum Erreichen des zweiten Grenz zählerstandes gezählt;
- b) nach dem Erreichen des ersten Grenzzählerstandes wird der Empfang des ersten Binärwerts angezeigt, solange der zwei te Grenzzählerstand noch nicht wieder erreicht ist;
- c) nach dem Erreichen des zweiten Grenzzählerstandes wird der Empfang des zweiten Binärwerts angezeigt, solange der erste Grenzzählerstand noch nicht wieder erreicht ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zählbereich gleich der Hälfte der Anzahl der Pe
rioden in jeder Gruppe ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kommunikationssignal durch getastete
Schwingungszüge einer Sinusschwingung gebildet wird.
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß jeder Signalempfänger einen Aufwärts-Abwärts-
Zähler enthält, an dessen Zähleingang Taktimpulse ange
legt sind, die von einem durch das empfangene Kommuni
kationssignal synchronisierten Taktgeber erzeugt werden,
sowie eine Steuerlogik, die in dem Zählbereich zwischen
den Grenzzählerständen die Zählung der Taktimpulse bei
Empfang des periodischen Signals in der einen Zählrich
tung und bei Nichtempfang des periodischen Signals in
der anderen Zählrichtung bewirkt und eine Zählung von
Taktimpulsen über die Grenzzählerstände hinaus verhin
dert.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zählrichtung-Steuerschaltung an den Zählrich
tungs-Steuereingang des Aufwärts-Abwärts-Zählers für jede
Periode des Empfangs des periodischen Signals ein die
eine Zählrichtung bestimmendes Steuersignal und für jede
Periode des Nichtempfangs des periodischen Signals ein
die andere Zählrichtung bestimmendes Steuersignal anlegt
und daß die Steuerlogik an den Freigabe-Eingang des Auf
wärts-Abwärts-Zählers bei Empfang des periodischen Si
gnals ein Freigabesignal und bei Nichtempfang des perio
dischen Signals ein Sperrsignal anlegt, wenn sich der
Aufwärts-Abwärts-Zähler im einen Grenzzählerstand befin
det, und bei Empfang des periodischen Signals ein Sperr
signal und bei Nichtempfang des periodischen Signals ein
Freigabesignal anlegt, wenn sich der Aufwärts-Abwärts-
Zähler im anderen Grenzzählerstand befindet.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens die für die Grenzzählerstände kennzeich
nenden Zählerstufenausgänge des Aufwärts-Abwärts-Zählers
mit Eingängen der Steuerlogik verbunden sind.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zählrichtungs-Steuerschaltung einen Si
gnalformer enthält, der für jede Periode des Empfangs des
periodischen Signals einen Rechteckimpuls erzeugt.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Ausgang des Signalformers und den Zähl
richtungs-Steuereingang des Aufwärts-Abwärts-Zählers eine
Zeitfensterschaltung eingefügt ist, die die Übertragung
der vom Signalformer erzeugten Rechteckimpulse nur in
einem vorgegebenen Zeitraster zuläßt.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Aufwärts-Abwärts-Zähler eine Hal
teschaltung nachgeschaltet ist, die durch die für die
Grenzzählerstände kennzeichnenden Zählerstufenausgänge
derart gesteuert wird, daß sie beim Erreichen des einen
Grenzzählerstands in den einen Zustand und beim Erreichen
des anderen Grenzzählerstands in den anderen Zustand ge
bracht wird, während sie sich bei den anderen Zählerstän
den in dem jeweils zuletzt eingestellten Zustand hält,
und daß der Ausgang der Halteschaltung den Ausgang des
Signalempfängers bildet.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteschaltung durch ein D-Flipflop gebildet ist,
das am Takteingang die Taktimpulse empfängt, dessen D-Ein
gang ein das Erreichen des einen Grenzzählerstands kenn
zeichnendes Signal empfängt und das durch eine Verbindung
vom direkten Ausgang zum D-Eingang selbsthaltend ausge
bildet ist, und daß an den Rückstelleingang des D-Flip
flops ein Rückstellimpuls von der Steuerlogik angelegt
wird, wenn diese das Erreichen des anderen Grenzzähler
stands feststellt.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Signalgeber einen das periodische
Signal erzeugenden Oszillator enthält, dessen Ausgangs
signal durch einen Schalter getastet wird, der durch ein
die binär codierten Informationen darstellendes binäres
Steuersignal betätigt wird.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das vom Schalter getastete periodische Signal an die
Zweidrahtleitung über einen Treiberverstärker angelegt
wird, der den Signalpegel auf einen vorgegebenen Wert be
grenzt.
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