DE3633181A1 - Verfahren zur herstellung eines optokopplers bzw. einer reflexlichtschranke und zugehoeriger optokoppler bzw. zugehoerige reflexlichtschranke - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines optokopplers bzw. einer reflexlichtschranke und zugehoeriger optokoppler bzw. zugehoerige reflexlichtschrankeInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Optokopplers bzw. einer
Reflexlichtschranke und zugehöriger Optokoppler bzw. zu
gehörige Reflexlichtschranke.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Optokopplers bzw. einer Reflexlichtschranke nach dem Ober
begriff des Anspruchs 1, einen Optokoppler nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 7 und eine Reflexlichtschranke nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 12.
Die Herstellung von Reflexlichtschranken bzw. von Optokopplern
soll möglichst einfach, rationell und günstig erfolgen. Reflex
lichtschranken bzw. Optokoppler sollen für besondere Anwen
dungsfälle mit besonders kleinen Abmessungen (Minibauformen)
gefertigt werden können.
Nach dem Stand der Technik werden bei einer Reflexlichtschran
ke mit Hilfe der Bandleitertechnik in Einbandtechnik oder in
Zweibandtechnik optische Sender und optische Empfänger durch
eine lichtundurchlässige Schicht aus gefülltem Kunststoff
getrennt. Das Austrittsfenster beim Sender bzw. das Ein
trittsfenster beim Empfänger wird bei einer solchen Reflex
lichtschranke mit transparenter Plastik gefüllt. Bei Opto
kopplern in Einbandtechnik und in Zweibandtechnik werden
nach dem Stand der Technik Lichtsender und Lichtempfänger
mit transparentem Harz optisch gekoppelt und dann wird die
ses optisch gekoppelte System mit lichtundurchlässiger Plastik
umpreßt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zur Herstellung eines Optokopplers bzw. einer
Reflexlichtschranke, einen Optokoppler und eine Reflexlicht
schranke der eingangs genannten Art anzugeben, mit denen Opto
koppler bzw. Reflexlichtschranken besonders rationell herge
stellt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren nach
dem Anspruch 1, durch einen Optokoppler nach einem der An
sprüche 7-9 und durch eine Reflexlichtschranke nach einem
der Ansprüche 12-13 gelöst.
Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind in Unter
ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung dargestellt.
Die Erfindung ermöglicht neben anderen Ausführungsbeispielen
die Herstellung von Reflexlichtschranken bzw. Optokopplern
in einer Kombination von monolithischer und hybrider Technik.
Dabei können sämtliche Verfahren und Maßnahmen verwendet
werden, die einem Fachmann im Zusammenhang mit monolithischer
und im Zusammenhang mit hybrider Technik einfallen.
Ein Bauelement nach der Erfindung kann beispielsweise als ein
hybridgerechtes Bauelement gefertigt werden. Ein Bauelement
nach der Erfindung kann auch als ein SMD-Bauelement gefertigt
werden, das für die Oberflächenmontage geeignet ist. Ein Bau
element nach der Erfindung kann auch in ein beliebiges, sonst
wie geeignetes Gehäuse eingebracht werden. Sämtliche Techniken,
die dabei einem Fachmann geeignet erscheinen, können verwendet
werden.
Bei einem Bauelement nach der Erfindung werden Lichtsender
und Lichtempfänger auf ein gemeinsames Substrat aufgebracht.
Das gemeinsame Substrat kann beispielsweise aus Glas, aus
Keramik oder aus Kunststoff bestehen. Das gemeinsame Substrat
kann Leiterbahnen und/oder andere für eine elektrische Verbin
dung geeignete Einrichtungen wie z. B. Bond-Pads, aufweisen.
Lichtsender und Lichtempfänger können auf einer einzigen
Seite des Substrates oder auch getrennt auf Vorder- und Rück
seite des Substrats angeordnet sein.
Insbesondere kann der Lichtempfänger monolithisch im Substrat
ausgebildet sein. Lichtempfänger bzw. Lichtsender können in
mindestens einer Nut des Substrats angeordnet sein.
Die optische Kopplung bzw. die optische Trennung von Licht
sender und Lichtempfänger kann über das Substrat erfolgen.
Wenn der Lichtempfänger monolithisch in einer Lichtempfänger-
Halbleiterscheibe ausgebildet ist, kann der Lichtsender direkt
elektrisch isoliert auf die Lichtempfänger-Halbleiterscheibe
aufgebracht werden. Die elektrische Isolation des Lichtsenders
kann dabei z. B. über eine Passivierungsschicht wie bei
spielsweise eine Oxidschicht oder eine Kombination aus
Oxidschicht und Nitridschicht, über eine Einrichtung aus
Kunststoff oder über Sintergläser erfolgen. Bei einer Re
flexlichtschranke können Lichtsender und Lichtempfänger da
bei durch mindestens eine Blende getrennt sein. Diese Blende
kann z. B. aus einem in 100-Kristallrichtung orientierten
Siliziumkristall mit geeigneten Ätzstrukturen bestehen.
Eine Reflexlichtschranke nach der Erfindung kann als eine
Mehrfach-Reflexlichtschranke mit mehrfachen Fotodetektoren
ausgebildet sein.
Als Lichtsender kann jede geeignete Halbleiterdiode verwen
det werden. Als Lichtempfänger kann jeder geeignete Licht
detektor wie beispielsweise ein Fototransistor oder eine
Fotodiode verwendet werden.
Wesentlich bei der Erfindung ist, daß die optische Kopplung
bzw. die optische Trennung von Lichtsender und Lichtempfänger
im Nutzen erfolgt. Dies bedeutet, daß auf einem Substrat
gleichzeitig mehrere Bauelemente hergestellt werden, wobei
eine Vereinzelung dieser Bauelemente erst nach der optischen
Kopplung bzw. nach der optischen Trennung von Lichtempfänger
und Lichtsender, die zu einem erfindungsgemäßen Bauelement
gehören, erfolgt.
Vorteilhafterweise erfolgt die Prüfung auf Funktionsfähig
keit der erfindungsgemäßen Bauelemente ebenfalls im Nutzen
und noch vor der Vereinzelung.
Ein erfindungsgemäßes Bauelement kann nach der Vereinzelung
mit Verfahren weiter verarbeitet werden, die einem Fachmann
von der Weiterverarbeitung von Halbleiterchips nach der Ver
einzelung dieser Halbleiterchips bekannt sind. Dies bedeutet,
daß ein erfindungsgemäßes Bauelement wie ein Halbleiterchip
in ein Gehäuse oder in eine Fassung eingebracht, gebondet und
verkapselt werden kann.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Fig. 1-19
dargestellt.
Die Fig. 1-7 zeigen Reflexlichtschranken nach der Erfindung.
In einem Siliziumsubstrat 1 ist ein Fototransistor 2 als
npn-Transistor ausgebildet. Der Fototransistor 2 besitzt
den Emitter 13, die Basis 14 und den Kollektor 15. Das Sili
zium-Substrat 1 kann auch als integrierte Schaltung ausge
führt sein, die beispielsweise auch eine Steuerung für den
Lichtsender 3 und/oder für den Fotodetektor 2 enthält. Als
Fotodetektor 2 kann grundsätzlich auch eine Fotodiode ver
wendet werden.
Auf das Siliziumsubstrat 1 ist teilweise eine Isolierschicht 4
aufgebracht. Die Isolierschicht 4 kann beispielsweise eine
Oxidschicht sein. Auf dieser Isolierschicht 4 ist ein Licht
sender 3 angeordnet. Der Lichtsender 3 kann eine planare
GaAs-IRED sein. Ein solcher Lichtsender 3 besitzt eine Anode
12 mit einer p-leitfähigen Zone und eine Kathode 11 mit einer
n-leitfähigen Zone. Der Lichtsender 3 kann auf Metallisierungen
10, die auf der Isolierschicht 4 angeordnet sind, mittels
Lötung oder mittels Klebung angebracht werden.
Der Lichtsender 3 ist in Fig. 1 direkt auf der Lichtempfänger-
Halbleiterscheibe aufgebracht. Der Lichtsender 3 und der Licht
empfänger 2 sind durch Blenden 5 optisch getrennt. Die Blenden
5 können aus Silizium, das in 100-Kristallrichtung orientiert
orientiert ist, mit geeigneten Ätzstrukturen bestehen. Die
Blenden sind mit einer Klebung 9 auf dem Substrat 1 befestigt.
Die Blenden besitzen an geeigneten Stellen einen Reflektor 7,
der aus Gold, Aluminium oder einem anderen geeigneten Material
bestehen kann. Das Lichtaustrittsfenster und das Lichteintritts
fenster können mit einem transparenten Kunststoff 6 gefüllt
sein. Das vom Lichtsender 3 emittierte Licht kann bei der
Anwendung der Reflexlichtschranke an einem Spiegel 8 reflek
tiert werden und schließlich auf den Lichtempfänger 2 auf
treffen.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Draufsicht auf den Gegenstand
nach Fig. 1. Die inneren Berandungen der transparenten Licht
eintrittsfenster bzw. Lichtaustrittsfenster sind in Fig. 2
mit 16 bezeichnet.
Fig. 3 zeigt Bond-Pads, die lötbar oder bondbar sind. Die
in den Fig. 1 und 2 vorhandenen Metallisierungen für die
Kathode 11, für die Anode 12, für den Emitter 13 und für
den Kollektor 15 können an geeigneter Stelle an die Ober
fläche des Bauelements nach Fig. 1 geführt werden und dort
zu Kontaktflecken ausgebildet werden. Diese Kontaktflecken
(Bond-Pads) können beispielsweise an der Oberseite des Bau
elementes, an der Unterseite oder an einer oder an mehreren
Seitenflächen angeordnet sein. Die Kontaktflecken können
auch auf mehrere Flächen der Oberfläche des Bauelementes
verteilt sein.
Eine Anordnung nach Fig. 1 kann auch so ausgeführt werden,
daß mehrere Fotodetektoren vorhanden sind. Fig. 4 zeigt
zwei Möglichkeiten auf, wie beispielsweise 2 Fotodetektoren
bezüglich eines einzigen Lichtsenders angeordnet sein können.
Beispielsweise kann ein Sender 2 in der Mitte von zwei
Detektoren 2 angeordnet sein. Oder ein Sender 3 und zwei De
tektoren 2 können die Ecken eines Dreiecks bilden.
Fig. 5 zeigt, daß bei einer Anordnung nach Fig. 1 anstelle einer
planaren IRED als Lichtsender 3 auch eine Mesa-IRED als
Lichtsender 17 angeordnet sein kann. Der Lichtsender 17
kann ein GaAs- bzw. ein GaAlAs-Bauelement sein. Der Licht
sender 17 kann auf der Isolierschicht 4 mittels eines iso
lierenden Klebers 19 befestigt sein. Der Lichtsender 17
kann mittels Lot bzw. Leitkleber 18 kontaktiert sein.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine Reflexlichtschranke, bei der
ein Lichtsender 20 mit Draht auf eine Leiterbahn 21 gebon
det ist. Als Lichtsender 20 kann dabei eine planare oder
eine Mesa-IRED dienen. Auf der Isolierschicht 4, die aus
Fig. 1 bekannt ist, ist eine Metallisierung 22 für die Katho
de des Lichtsenders 20 angeordnet. Auf dieser Metallisierung
22 ist der Lichtsender 20 befestigt. Die Anode 23 des Licht
senders 20 ist mit Draht an die Leiterbahn 21 gebondet, die
ihrerseits ebenfalls auf der Isolierschicht 4 angeordnet ist.
Die Metallisierungen 21 und 22 können zu geeigneten Kontakt
einrichtungen geführt werden.
Die Fig. 8-19 zeigen Optokoppler nach der Erfindung.
Fig. 8 zeigt schematisch einen Schnitt durch einen Optokoppler.
Ein Substrat 30 verbindet optisch den Lichtsender 32 mit dem
Lichtempfänger 31. Als Lichtsender 32 kann eine IRED dienen,
die in einer Nut des Substrats 30 angeordnet ist. Das Substrat
30 kann aus Glas, transparenter Keramik oder aus Kunststoff
bestehen. Der Lichtsender 32 ist mittels eines transparenten
Kunststoffes 40 in dem Substrat befestigt. Kathode 36 und
Anode 37 des Lichtsenders 32 sind mittels Lot oder Leit
kleber an Kontaktflecken 50, 49 elektrisch kontaktiert, wie
dies aus Fig. 9, die eine Draufsicht auf die Anordnung nach
Fig. 8 darstellt, ersichtlich ist.
Das vom Lichtsender 32 emittierte Licht wird auf der vom
Lichtempfänger 31 abgewandten Seite mittels einer reflek
tierenden Einrichtung 38 reflektiert. Als reflektierende
Einrichtung 38 kann ein Kunststoff, z. B. ein mit Titandioxid
gefülltes Kunstharz, dienen. Das Bauelement nach Fig. 1 kann
schließlich noch mit einem Schutzlack 39 abgedeckt sein.
Das vom Lichtsender 32 emittierte Licht gelangt durch das
Substrat 30 und durch eine zwischen dem Substrat 30 und dem
Lichtempfänger 31 angeordnete transparente Kunststoffschicht
41 zum Lichtempfänger 31. Der Lichtempfänger 31 besitzt den
Emitter 33, die Basis 34 und den Kollektor 35. Emitter 33 und
Kollektor 35 sind mit Lot 45 elektrisch mit Metallisierungen
46 verbunden. Diese Metallisierungen 46 können mittels Durch
kontaktierungen 43 durch das Substrat 30 hindurch an die Ober
seite des Substrats 30 geführt werden, an der sich bereits
die Kontaktflecken 49, 50 für den Lichtsender befinden. Fig. 9
zeigt bei Verwendung von solchen Durchkontaktierungen 43 an
der Oberseite des Substrats 30 den Kontaktflecken 47 für den
Kollektor 35 und den Kontaktflecken 48 für den Emitter 33.
Der Optokoppler nach den Fig. 8 und 9 besitzt zwischen den
Kontaktflecken 49, 50 für den Lichtsender 32 und den Kontakt
flecken 47, 48 für den Lichtempfänger 31 eine Vertiefung 42
im Substrat 30, die zur Erhöhung der Spannungsfestigkeit
zwischen Lichtsender und Lichtdetektor dient.
Die Kontaktflecken 47-50 sind lötbar oder bondbar.
Die Kontakte 47-50 können auch wie andere Kontakte bei
anderen Bauelementen nach der Erfindung mit sogenannten
Kontakthügeln (bumps) 44 versehen sein. Solche Kontakthügel 44
sind beispielsweise aus der "face-down-Montage" bekannt.
Dieses Verfahren dient zur Kontaktierung und gleichzeitigen
Befestigung von ungekapselten Halbleitern in Hybridschal
tungen. Dazu ist die Ausführung des Bauelements als "flip
chip" erforderlich. Dabei sind die auf der Systemseite
liegenden Anschlüsse als warzenförmige Erhöhungen "bumps"
ausgebildet. Letztere werden durch Löten oder Schweißen
mit den vorgesehenen Kontaktflächen auf dem Substrat ver
bunden. Die Systemseite des Halbleiters ist dabei dem Sub
strat zugewandt.
Der Lichtsender 32 kann gegenüber der Anordnung nach den
Fig. 8 und 9 in der Draufsicht um 90° gedreht werden, wie
dies in Fig. 10 dargestellt ist. Dies ermöglicht eine Varia
tion der Anordnung der Kontaktflecken 49, 50 in einfacher
Weise.
Die Fig. 11 zeigt eine Anordnung nach Fig. 8 in der Drauf
sicht, wobei als Lichtsender jedoch eine planare IRED 51
verwendet wird. Der planare Lichtsender 51 ist zu großen
Teilen von transparentem Kunstharz 54 umgeben. Der planare
Lichtsender 51 besitzt die Anode 52 und die Kathode 53.
Eine Anordnung nach Fig. 11 besitzt den Vorteil, daß die
Metallkontakte des planaren Lichtsenders 51 direkt als
Kontaktflecken verwendet werden können.
Fig. 12 zeigt einen Schnitt durch einen Optokoppler nach
Fig. 11. Die optische Kopplung zwischen dem Lichtsender 51
und dem Lichtdetektor 56 erfolgt dabei über transparentes
Kunstharz 54 und über das transparente Substrat 55. Auch
zwischen dem Detektor 56 und dem Substrat 55 befindet sich
transparentes Harz 54.
Fig. 13 zeigt einen Optokoppler, bei dem der Sender 56 direkt,
isoliert mittels des transparenten Isolators 58, auf die
Lichtempfänger-Halbleiterscheibe aufgebracht ist. In der
Halbleiterscheibe sind dabei mehrere Lichtempfänger 57 mit
einem Emitter 59, einem Kollektor 60 und einer Basis 61 aus
gebildet. Zur Herstellung des Lichtempfängers 57 können die
einem Fachmann vertrauten Technologieschritte wie Diffusion,
Kontaktdiffusion, Metallisierung usw. verwendet werden. Noch
bevor nach Abschluß der zur Herstellung der Lichtempfänger
57 erforderlichen Technologieschritte die Halbleiterscheibe
in die einzelnen Lichtempfänger 57 zersägt wird, wird auf
die einzelnen Lichtempfänger 57 im Nutzen jeweils ein trans
parenter Isolator 58 aufgebracht und auf diesem Isolator 58
der Lichtsender 56 befestigt. Bei diesem Verfahren wird nicht
nur die Herstellung eines Bauelementes nach der Erfindung
vereinfacht, sondern wird auch die Prüfung solcher Bauelemente
erheblich dann vereinfacht, wenn eine Vermessung dieser Bau
elemente ebenfalls noch vor der Vereinzelung der Optokoppler
erfolgt.
Die Lichtsender 56 werden auf eine fertige Silizium-Licht
empfänger-Halbleiterscheibe (Wafer) aufgeklebt. Erst dann
wird der Wafer vereinzelt.
Der Lichtsender 56 in Fig. 13 kann eine IRED-Diode mit einer
Kathode 62 und einer Anode 63 sein.
Die Fig. 14 und 15 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Optokopplers. In einem Silizium (100)-Substrat ist
ein besonders strukturierter Lichtempfänger 67 ausgebildet.
Im Bereich des Lichtsenders 64 besitzt das Silizium-Substrat
eine Vertiefung, in welcher eine Fotodiode 69 ausgebildet ist.
Diese Fotodiode 69 besteht im Bereich der Vertiefung aus dem
Kollektor 72 und einer weiteren Zone, die dieselbe Leitfähig
keit wie die Basis 71 des Lichtempfängers 67 aufweist und mit
der Basis 71 elektrisch über eine Halbleiterzone desselben
Leitfähigkeitstyps, wie ihn die Basis 71 aufweist, oder über
einen Metallstreifen 73 verbunden ist. Der Lichtempfänger 67
besitzt also einen Emitter 70, die Basis 71 und den Kollektor
72.
In der Vertiefung des Substrats ist der Lichtsender 64 ange
ordnet, der die Anode 65 und die Kathode 66 besitzt. Zwischen
Lichtsender 64 und der Fotodiode 69 befindet sich ein trans
parenter Kunststoff 68.
Fig. 15 zeigt eine Draufsicht auf eine leicht abgewandelte
Anordnung nach Fig. 14.
Wie bei allen Bauelementen nach der Erfindung erfolgt auch bei
einem Optokoppler nach den Fig. 14 und 15 die Bestückung und
Prüfung der Optokoppler auf dem Wafer, der erst danach ver
einzelt wird.
Die Größe des fertigen Chips eines Bauelements nach der
Erfindung hängt von der geforderten Spannungsfestigkeit
ab. Ein Bauelement nach der Erfindung bietet dabei viele
Möglichkeiten, die Spannungsfestigkeit in einfacher Weise
zu variieren. Die optische Kopplung über ein Substrat oder
über einen Isolator auf einem Substrat ermöglicht in ein
facher Weise über eine Variation von Längenabmessungen oder
über eine Variation von Vertiefungen im Substrat oder über
eine Variation bei der Materialauswahl eine Variation der
Spannungsfestigkeit.
Optokoppler nach den Fig. 13 und 14 können anstelle von pla
naren Lichtsendern 56 bzw. 64 auch mit einer Mesa-IRED ver
sehen sein. Fig. 16 entspricht dabei der Fig. 13. Anstelle
des Lichtsenders 56 in Fig. 13 kann die Mesa-IRED 74 mit den
Kontakten 75 verwendet werden.
Der Fig. 14 entspricht einer Anordnung nach Fig. 17. Anstelle
des Lichtsenders 64 in Fig. 14 kann die Mesa-IRED 79 mit den
Kontakten 80 nach Fig. 17 verwendet werden.
Die Fig. 18 und 19 zeigen einen weiteren Optokoppler, bei dem
die optische Kopplung zwischen Lichtsender 87 und Lichtem
pfänger 88 vorteilhaft im Nutzen erfolgt. Das Substrat 83
besitzt eine Vertiefung 84 zur Aufnahme des Lichtsenders 87,
eine Vertiefung 86 zur Aufnahme des Lichtempfängers 88 und
eine Vertiefung 85 zur Erhöhung der Hochspannungsfestigkeit.
Zwischen Lichtsender 87 und Substrat 83 befindet sich in der
Vertiefung 84 ein reflektierender Kunststoff. Zwischen Licht
empfänger 88 und Substrat 83 befindet sich in der Vertiefung
86 ebenfalls ein reflektierender Kunststoff. Die optische Kopp
lung zwischen Lichtsender 87 und Lichtempfänger 88 erfolgt
über einen Lichtleiter 89, der auf der Oberseite des Substrats
83 angebracht ist. Der Lichtleiter 89 kann mittels eines Glas
deckels 90 gegen die Oberseite des Substrats 83 gepreßt sein.
Der Lichtleiter 89 kann aus Kunststoff bestehen, der in eine
Vertiefung des Glasdeckels 90, beispielsweise in eine Nut des
Glasdeckels 90, eingebracht wird. Der Glasdeckel 90 kann auf
seiner Oberseite mit einer reflektierenden Schicht 92, bei
spielsweise einem Anstrich, welcher Titandioxid enthält,
versehen sein. Der Glasdeckel 90 kann auf dem noch nicht
vereinzelten Wafer als eine einstückige Glasplatte aufge
bracht werden. Diese Glasplatte kann auf ihrer Unterseite,
auf der der Lichtleiter 89 angeordnet ist, weitere Nuten auf
weisen, welche an den Innenseiten ebenfalls mit einer re
flektierenden Schicht versehen sind und welche so auf dem
Substrat 83 angeordnet sind, daß die dabei vorhandenen Hohl
räume es ermöglichen, daß die Glasplatte 90 durch Ritzen oder
Sägen oder andere Einwirkungen so strukturiert wird, daß in
der Draufsicht nach Fig. 19 der fertige Optokoppler an seiner
Oberseite (Draufsicht) nur teilweise von dem endgültig auf dem
Optokoppler verbleibenden Glasdeckel 90 bedeckt ist. Dies
ermöglicht das Herausführen von Metallisierungen 91 zur
Kontaktierung von Lichtsender 87 und Lichtempfänger 88.
Ein Optokoppler nach den Fig. 18 und 19 besitzt den großen
Vorteil, daß in einfacher Weise in einem Substrat, das
aus Keramik bestehen kann, verschiedene Vertiefungen ge
ätzt werden, daß sodann die Halbleiterchips der Sender 87
und der Empfänger 88 in die Vertiefungen eingebracht werden,
daß sodann das Substrat 83 als ganzes in ein Lötbad gegeben
wird, wo die Halbleiterchips der Sender 87 und 88 verlötet
werden. Bei einem Optokoppler nach den Fig. 18 und 19 kann
der ganze Nutzen durch Tauchlöten verlötet werden. Ein Bonden
ist dabei nicht nötig. Dabei können sehr kleine Halbleiter
chips für die Sender 87 und für die Empfänger 88 verwendet
werden. Beispielsweise können 100 micm-Chips eingesetzt
werden. Die Befestigung eines Senders 87 ist beispielsweise
ähnlich zur Befestigung eines Senders 32 in Fig. 8 möglich.
Als reflektierender Kunststoff in den Gräben 84 und 86 im
Substrat 83 in Fig. 18 kann beispielsweise ein titandioxid
gefüllter Kleber verwendet werden.
Als Lichtempfänger 88 kann ein Fototransistor oder eine
Fotodiode verwendet werden.
Als Substrat 83 kann eine Dünnschicht- oder eine Dickschicht-
Keramik verwendet werden. Diese Keramik wird mit Nuten oder
beliebig, aber geeignet geformten Vertiefungen 84, 85, 86
versehen. Diese Nuten werden mit reflektierendem Kleber be
stückt. In diesem Kleber werden die Sender 87 bzw. Empfänger
88 befestigt. Die Sender 87 und Empfänger 88 werden sodann
festgelötet. Die Sender 87 und Empfänger 88 werden sodann mit
einer transparenten Masse optisch verkoppelt. Diese trans
parente Masse kann vorteilhafterweise in eine Kavität ein
gefüllt sein. Diese Kavität befindet sich vorteilhafter
weise in einer Platte oder in einem anderen Gegenstück zur
Keramik 83. Als optischer Leiter 89 eignet sich Kunststoff.
Ein Glasdeckel 90 besitzt den Vorteil eines kleinen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten.
Nach Vereinzelung einer Keramikscheibe können die einzelnen
Optokoppler nach Fig. 18 in ein Leadframe eingebracht werden
und elektrisch mit Wirebonding angeschlossen werden. Ein
solcher Optokoppler ist für jede Spritzmasse zur Kapselung
des Bauelements geeignet. Wenn elektrische Kontakte bei
spielsweise auf der Rückseite des Bauelements angeordnet
werden, erhält man ein SMD-Bauelement, das zur Oberflächen
montage geeignet ist.
Claims (15)
1. Verfahren zur Herstellung eines Optokopplers bzw. einer
Reflexlichtschranke, dadurch gekennzeich
net, daß Halbleiter-Lichtsender und Halbleiter-Licht
empfänger auf einem einzigen Substrat angeordnet werden, daß
die optische Kopplung bzw. optische Trennung von Lichtsender
und Lichtempfänger im Nutzen erfolgt und daß erst dann die
Vereinzelung vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Prüfung von Optokoppler bzw. von
Reflexlichtschranke ebenfalls im Nutzen und noch vor der
Vereinzelung vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß nach der Vereinzelung Opto
koppler bzw. Reflexlichtschranke wie Halbleiterchips nach
deren Vereinzelung weiterverarbeitet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß Optokoppler bzw. Reflexlichtschranke
in ein Gehäuse oder in eine Fassung eingebracht und gebon
det bzw. gelötet oder geklebt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß Optokoppler bzw. Reflexlichtschranke
auf ein Leadframe aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß Optokoppler bzw. Reflexlicht
schranke verkapselt werden.
7. Optokoppler mit einem Halbleiter-Lichtsender und einem
Halbleiter-Lichtempfänger, dadurch gekenn
zeichnet, daß Lichtsender und Lichtempfänger auf
einem gemeinsamen Substrat angeordnet sind ,und daß die
optische Kopplung durch das Substrat erfolgt (Fig. 8-12).
8. Optokoppler mit einem Halbleiter-Lichtsender und einem
Halbleiter-Lichtempfänger, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Lichtempfänger in einem Substrat
ausgebildet ist, daß der lichtempfangende Bereich dieses
Lichtempfängers wenigstens teilweise mit einem transparenten
Isolator bedeckt ist, und daß auf diesem transparenten Iso
lator der Lichtsender angeordnet ist (Fig. 13, 16).
9. Optokoppler mit einem Halbleiter-Lichtsender und einem
Halbleiter-Lichtempfänger, dadurch gekenn
zeichnet, daß Lichtsender und Lichtempfänger auf
ein und derselben Seite eines Substrats in Vertiefungen
dieses Substrats oder im Substrat angeordnet sind und daß
die optische Kopplung zwischen Lichtsender und Lichtem
pfänger durch einen Lichtleiter realisiert ist, der auf
das Substrat aufgebracht ist oder der sich zwischen Licht
sender und Substrat befindet (Fig. 14, 15, 17-19).
10. Optokoppler nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß wenigstens eines der Halb
leiter-Bauelemente Lichtsender, Lichtempfänger im Sub
strat ausgebildet ist (Fig. 14, 15, 17).
11. Optokoppler nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß Lichtsender und Lichtempfänger
in Vertiefungen des Substrats angeordnet sind (Fig. 18, 19).
12. Reflexlichtschranke mit einem Halbleiter-Lichtsender und
einem Halbleiter-Lichtempfänger, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Lichtsender und der Lichtempfänger
auf einem Substrat angeordnet sind, und daß die Lichttrennung
zwischen Lichtsender und Lichtempfänger durch das Substrat
erfolgt.
13. Reflexlichtschranke mit einem Halbleiter-Lichtsender und
einem Halbleiter-Lichtempfänger, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Lichtempfänger in einem Substrat
ausgebildet ist, daß der Lichtsender über einem elektrischen
Isolator auf dem Substrat angeordnet ist, und daß die
optische Trennnung zwischen Lichtsender und Lichtempfänger
durch wenigstens eine Blende erfolgt (Fig. 1-7).
14. Optokoppler bzw. Reflexlichtschranke nach einem der
Ansprüche 7-13, gekennzeichnet durch
Kontakthügel (bumps) (44) (Fig. 8).
15. Optokoppler bzw. Reflexlichtschranke nach einem der
Ansprüche 7-13 , gekennzeichnet durch
eine Ausführung in SMD-Technik.
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