DE363336C - Vorrichtung zum Weichmachen der Schuhspitzen vor dem Aufzwicken - Google Patents

Vorrichtung zum Weichmachen der Schuhspitzen vor dem Aufzwicken

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DE363336C
DE363336C DEU7464D DEU0007464D DE363336C DE 363336 C DE363336 C DE 363336C DE U7464 D DEU7464 D DE U7464D DE U0007464 D DEU0007464 D DE U0007464D DE 363336 C DE363336 C DE 363336C
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steam
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DEU7464D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D11/00Machines for preliminary treatment or assembling of upper-parts, counters, or insoles on their lasts preparatory to the pulling-over or lasting operations; Applying or removing protective coverings
    • A43D11/14Devices for treating shoe parts, e.g. stiffeners, with steam or liquid

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Weichmachen der Schuhspitzen vor dem Aufzwicken. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom --.Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldungen in den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien vom i. April 1920 und 25, Januar igzi beansprucht. -Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Weichmachen von Schuhspitzen zur Vorbereitung des Aufzwickens, bei welcher der auf dem Leisten befindliche, gewöhnlich bereits übergeholte Schaft, der eine Versteifungskappe einschließt, durch Hitze zweckmäßig unter Anwendung von Feuchtigkeit erweicht wird, so daß die Schaftspitze ciem Leisten gut angeschmiegt werden kann.
  • Derartige Vorrichtungen sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine solche Vorrichtung, die für den angegebenen Zweck allgemein verwendbar ist. Die bisher bekannten Vorrichtungen waren für manche Arten von Werkstücken nicht geeignet, indem sie nicht rasch genug oder vollständig genug wirkten oder das Werkstück nachteilig beeinflußten.
  • Damit die Spitze im Gebrauch des Schuhes genügend steif und hart ist, muß ein Versteifungsmaterial angewandt werden, welches eine verhältnismäßig hohe Temperatur zur Erweichung braucht, und diese kann der Regel nach nicht durch trockne Hitze gewonnen werden, weil sonst eine Beschädigung des Schaftes oder der Versteifungsmasse eintritt.' Andererseits kann man bei Verwendung von Dampf nicht ohne weiteres in genügend kurzer Zeit die notwendige Temperatur erreichen, und die Kondensation des Dampfes bietet Anlaß zu erheblichen Schädigungen einzelner Teile des Werkstückes. Man verwendet daher in den meisten Fällen ein Gemisch von heißen Gas oder Wasserdampf bei einer Temperatur von über ioo°, und die vorliegende Erfindung gestattet die Verwendung eines solchen Heizmittel, und zwar bei veränderlichem Verhältnis zwischen Gas und Dampf. Die Erfindung gestattet sogar die ausschließliche Verwendung eines dieser Stoffe.
  • Bisher vorgeschlagene Vorrichtungen wandten Dampfschlangen oder Dampfkasten an, um trockene Hitze zu erzeugen, diese haben aber erhebliche Nachteile. Eine solche Anlage ist nur wirtschaftlich, wenn Auspuffdampf oder für andere Zwecke, z. B. für Heizen von Fabrikräumen, benutzter Frischdampf zur Verfügung steht. Die Dampftemperatur ist im allgemeinen nicht hoch genug. Da die Erweichungsvorrichtung in unmittelbarer Nähe der Zwickmaschinenanlage aufgestellt werden muß, bedingt die Verwendung des Dampfes Beschränkung in der Aufstellung der Maschinenanlage oder die Anwendung von Rohrleitungen mit Kondenstöpfen, die bei der Anlage und Ausnutzung des Arbeitsraumes sehr stören. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird trockne Hitze der Kammer, in welcher die Schuhspitze erweicht werden soll, durch einen Gasstrom zugeführt, welcher durch einen Gasbrenner oder eine elektrische Heizvorrichtung hoch erhitzt wird. Dem Gasstrom wird die notwendige Feuchtigkeit zugesetzt.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt, deren eine mit Gas und deren andere mit Elektrizität Betrieben wird.
  • Abb. i, 2 und 3 zeigen die erste Ausführungsform in Vorder- und Seitenansicht bzw. im Grundriß; Abb.4 zeigt in Vorderansicht die zweite Ausführungsform; Abb.5 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. 4; Abb. 6 ist ein Schnitt nach Linie 6-6 der Abb. 5; Abb.7 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. 6; Abb. 8 ist ein Schnitt nach Linie 8-8 der Abb. 4.
  • Bei der in Abb. i bis 3 dargestellten Vorrichtung, die der Hauptsache nach aus Blech angefertigt wird, ist ein länglicher rechteckiger Kessel 3 angewandt, auf dessen geschlossener Oberwand ein Gerüst 5 angebracht ist, das einen Wasserbehälter 7 und unter diesem eine Reihe von Öffnungen zur Einführung- von Schuhspitzen umfaßt. Das Gerüst wird abnehmbar mit dem Kessel durch einen biegsamen Blechstreifen 9 verbunden, der an jedem Ende eine Schraube ii trägt, die durch ein Auge 13 an dem Ständer der Vorrichtung hindurchgeführt ist und mittels einer Flügelmutter angezogen werden kann. Ein durch Scharniere befestigter Deckel 15 schließt eine Füllöffnung im Wasserbehälter. Der Boden 17 des Wasserbehälters ist schräg nach hinten geneigt, und unmittelbar darunter befindet sich eine längliche öffnunb i9 längs des ganzen Gerüstes, durch welche Dampf und heißes Gas austreten können. Durch einen Hahn 21 kann sichtbar Wasser aus dem Behälter in einen offenen Trichter 23 tropfen. Zwischen den Stirnwandungen des Gerüstes 5 ist eine Scheidewand 24 angebracht, die sich von dem offenen Boden des Gerüstes bis zu einer solchen Höhe erstreckt, daß zwischen der umgefalzten Oberkante 25 und dem Boden des Behälters eine längliche Öffnung verbleibt, die dem Durchlaß i9 ähnlich ist. Die Vorderwand des Gerüstes besitzt vier gewölbte Öffnungen mit umgefalzten Kanten 27. Hinter jeder Öffnung ist für jede Schuhspitze ein besonderes Nest gebildet. Jedes Nest besteht aus einer gewölbten Platte aus Asbest 29, die von der Vorderwand des Gerüstes bis zur Scheidewand 24 reicht, und aus einem e'.--enen Boden 31 aus Drahtgeflecht. Diese Nester können besonders hergestellt und durch den offenen Boden in das Geriist eingeführt werden. Die Asbestplatte, die durch eine dünne Kupferschicht 32 versteift werden kann, ruht mit den Unterkanten auf der Decke des Kessels, und der Drahtboden 31 stützt sich mittels der abwärtsgebogenen Enden 33, 35 gleichfalls auf diesen Deckel. Das Nest ragt bis über die Scheidewand 2.4 hinaus, so daß sich eine Öffnung 37 an der oberen hinteren Wand jedes Nestes bildet.
  • Vier parallele Feuerzüge 39 durchziehen den Kessel, die oben unter den Drahtböden 31 münden. Diese Feuerzüge leiten heiße Luft und, wenn Gas als Wärmequelle benutzt wird, auch die Verbrennungsgase der unter dem Kesselboden angeordneten Gasflammen in das Nest hinein. Der Kesselboden ist in geeigneter Weise einwärts gezogen, um die Gase den Feuerzügen zuzuleiten.
  • In dem Kessel befindet sich ein Rohr 41, welches an den Enden geschlossen ist und vier Zweige 43 besitzt, die mit den Feuerzügen in der Nähe des unteren Endes derselben verbunden sind. Das Rohr kann mit dem Dampfraum des Kessels durch einen Drehschieber 45 verbunden werden, dessen Schieberkörper 45 am Ende 47 offen ist und welches einen am Umfang liegenden Durchgang solcher Länge besitzt, daß der Schieber niemals den Austritt von Dampf verhindert, indem sich der Durchgang entweder nach dein Rohr 41 oder nach einem kurzen Rohr,49 öffnet, das in den Raum 51 des Gerüstes 5 mündet, oder mit beiden Rohren in Verbindung steht. Die Spindel 53 des Schie''-ers ist durch eine Stopfbüchse in der Vorderwand des Kessels hindurchgeführt und mit einem vor einer Skala spielenden Handgriff 55 versehen. Der Kessel ist mit einem Wasserstandsanzeiger 57 ausgestattet. Der Trichter z3 mündet bei 59 in solcher Höhe, daß Dampf aus dem Trichter austritt, ehe der Wasserspiegel so weit gesunken ist, daß der Kessel Schaden erleiden kann, und dadurch ein Warnungszeichen gewonnen wird. Der Ständer, an welchem der Kessel und das Gerüst 5 durch den Blechstreifen befestigt ist, besitzt zwei Rohre 61, 63, die in die seitlichen Füße 65 und 67 eingeschraubt sind. Die beiden Rohre sind in der bei Gasbrennern üblichen Weise gelocht und an den Enden durch Kanäle in den Füßen 65 und 67 verbunden, welche ebenfalls gelocht sind, so daß eine rechteckige Gruppe von Heizflammen gewonnen wird. Das Gas wird durch eine Bunseneinrichtung 69 zugeführt, und der Gashahn 71 bewegt sich vor einer Skala, um die Stellung des Hahnes erkennen zu lassen. An einem senkrechten Zapfen 73 des Fußes 67 ist ein Hebel gelagert, dessen einer Arm mit einem Handgriff 75 versehen ist, der einen vor einer Skala 79 spielenden Zeiger 77 trägt. Der andere Arm 81 ist gegabelt und umfaßt einen Stift 83 an einem Blechschieber 85, der in Falzen 87 am Boden des Kessels verschiebbar und mit Durchbrechungen 89 versehen ist., Mittels dieses Schiehers können die Feuerzüge mehr oder weniger geschlossen werden.
  • Eine Auflage 9i für die Fersenenden der Schuhe ist längs der Vorderfläche der.Heizvorrichtung angeordnet, die durch Drehzapfen 93 in offenen Schlitzen 95 gelagert ist, die in an den Enden des Kessels befestigten Armen 97 angeordnet sind. Das Auflager kann mittels Ketten ioi in geeigneter Stellung gehalten werden, die in Haken 99 eingehängt werden.
  • Mittels des Gasbrenners wird das Wasser im Kessel am Sieden erhalten, und jederzeit können entweder heiße Gase allein oder Dampf allein oder (wie es die Regel ist) ein Gemisch von beiden Heizmitteln in die Nester geleitet werden, je nach der Einstellung des Handgriffes 55 und des Handgriffes 75. In jedem Fall wird das angewandte Heizmittel im Nest gleichförmig verteilt, indem es aus den verhältnismäßig weiten Feuerzügen heraus durch die Drahtnetzböden hindurchtritt, so daß eine Zufuhr an einer begrenzten Stelle vermieden wird, durch welche einzelne Teile des Werkstückes zu sehr erhitzt werden und andere keine genügende Temperaturerhöhung erfahren würden. Wenn ein Gemisch von heißen Gasen mit Wasserdampf benutzt wird, so werden diese heißen Stoffe gut miteinander gemischt, ehe sie den Ausgang der Feuerzüge erreichen und mit dem Schuh 'in Berührung kommen, und man kann ein gleichförmiges feuchtes Heizmittel von ungefähr 115° Wärme im Nest verteilen, welches Wärme und Feuchtigkeit zu allen zu erwärmenden Teilen führt, ohne daß einzelne Teile des Werkstückes durch trockne Hitze oder Kondensation von Wasser beschädigt werden. Die verschiedenen Steuervorrichtungen für Gasbrenner, Feuerzüge und Dampfrohr ermöglichen, daß für jede bestimmte Schaftart die gewünschten Bedingungen hinsichtlich der Temperatur und der Zusammensetzung des Heizmaterials aufrechterhalten und leicht wieder hergestellt werden.
  • Die voneinander getrennten Nester halten das Heizmittel um die Schuhspitze zusammen, so daß sie vom Heizmittel vollständig umschlossen wird. Gleichzeitig wird ein gleichmäßiger Durchfluß des Heizmittels durch das Nest aufrechterhalten, welches durch die Feuerzüge eintritt und durch die Öffnung 37 austritt. Infolgedessen kann das Heizmittel nicht im -Test stagnieren und Kondenswasser auf dem Schuh absetzen. Der Durchfluß wird, unterstützt durch die schräge Stellung der Feuerzüge und die Anordnung des Ausgangs 37 am hinteren oberen Ende des Nestes so aufrechterhalten, daß verhältnismäßig wenig von dem Heizmittel an der Vorderwand, durch welche der Schuh eingeführt wird, austritt und wenig Luft dort eindringt, so daß keine Kondensation an kalten empfindlichen Teilen des Werkstückes außerhalb der Heizvorrichtung eintritt und die obere Fläche der Schuhspitze nicht durch kalte eintretende Luft abgekühlt wird.
  • Das Wasser in dem Behälter unmittelbar über den Nestern und über dem Raum 51 wird bald warm, so daß ein Vorrat heißen Wassers verfügbar ist. Der Kessel selber soll mit verhältnismäßig wenig Wasser betrieben werden, so daß bei Beginn der täglichen Arbeitszeit die Vorrichtung rasch betriebsbereit ist. Wenn das Wasser am Kochen ist, kann der Wasserspiegel allmählich erhöht werden, ohne die Entwicklung von Dampf zu unterbrechen oder in gleichmäßiger Höhe durch Reglung des Wassereintritts aus dem Behälter in den Trichter erhalten werden.
  • Infolge der Zusammenfügung der verschiedenen Teile durch den Blechstreifen g und den offenen Boden des Gerüstes 5 kann die Vorrichtung sehr leicht auseinandergenommen, gereinigt oder teilweise erneuert werden.
  • Die Vorrichtung kann in verschiedener Hinsicht abgeändert werden, zweckmäßig ist es aber, die Länge der Feuerzüge 39 zwischen der Eintrittsstelle des Dampfes und dem Nest zur Aufnahme des Schuhes nicht zu verkürzen, damit eine wirksame Überhitzung des Dampfes und Vermischung mit den heißen Verbrennungsgasen eintritt. Auch soll die Länge des Rohres, von welchem die Dampfkanäle 43 abzweigen, nicht zu groß gewählt werden, um eine gleichmäßige Verteilung des Dampfes auf die Nester zu sichern. Manchmal kann es wünschenswert sein, direkte Zuleitungen aus dem Dampfraum zu den einzelnen Nestern anzuwenden und hesondere Regulierhähne einzufügen.
  • Bei der in Abb. 4 bis 8 dargestellten Ausführungsform ist ein Gehäuse aus Blech angewandt, welches einen Boden 120, eine Hinterwand I21, eine Vorderwand i22 und Seitenwände 123, 124 besitzt. Die Decke 125 des Gehäuses ist dachähnlich schräg gestellt und am First mit einer Öffnung 126 ver- I sehen, die in einen senkrechten Kamin 127 von geeigneter Höhe leitet. Die Vorderwand 122 besitzt eine Reihe von gleichförmigen Öffnungen 128 zur Aufnahme der Schuhspitzen. Ein Rohr 129 führt durch die Seitenwandungen des Gehäuses in der Nähe des Bodens und der Hinterwand (Abb. 5). Das Rohr 129 ist mit T-Stücken 130 versehen, durch welche wagerechte Muffen 131 angeschlossen sind, die durch die Vorderwand des Gehäuses hindurchragen. Rohre 132 sind in den Muffen 131 verschiebbar, die an den vorderen Enden durch T-Stücke 133 mit einstellbaren senkrechten Rohren 134 verbunden sind. Diese werden durch Klemmschrauben 135 in . eingestellter Lage gesichert. Eine Auflagerstange 136 ist mittels T-Stücken 137 an den oberen Enden der Rohre 134 befestigt. Die Auflagerstange stützt das Gelenk der in das Gehäuse eingefügten Schuhe und kann senkrecht und wagerecht entsprechend den Werkstücken eingestellt werden.
  • Der Kessel 139 hat rechteckige Form und liegt auf dem Rohr 129 und den Muffen 131 auf. Seine nach hinten abgeschrägte Oberwund ist am besten aus Abb. 5 ersichtlich. j Über dem Kessel ist ein Behälter 140 im Gehäuse angebracht, in welchem ein Wasservorrat vorgewärmt wird. Der Behälter 14o wird von der Decke des Kessels unter Einschaltung geeigneter Abstandsstücke 141 getragen, so . daß niederschlagende Feuchtigkeit ablaufen kann. Ein Auslaßrohr 146 des Behälters endet in einer nach unten ragenden Düse 147. Der Kessel ist mit einem Einlaßrohr 148 versehen, in welches durch ein T-Stück 149 Wasser aus der Düse 147 eintropft. Unmittelbar hinter dem T-Stück 149 ist ein offener Bogen 151 angebracht, dessen Öffnung die Höhe des Wasserspiegels im Kessel begrenzt. Der Kessel ist etwas kürzer als der Vorrats-'Lehälter, so daß an den Enden Raum verbleibt, in welchem die Anschlüsse der elektrischeu im Kessel liegenden Heizelemente untergebracht sind.
  • In der Längsrichtung erstrecken sich durch den Kessel zwei Metallrohre 152, 152, die wasserdicht in die Seitenwandungen eingesetzt sind und darüber etwas hervorragen. Konsole 153 sind an der Hinterwand des Gehäuses befestigt und legen sich gegen die Enden der Rohre r52 an. Diese Konsole tragen die elektrischen Heizelemente 157 und 671. Der Arbeiter stellt die Düse 147 so ein, daß das Wasser ungefähr im selben Maße aus dem Behälter in den Kessel tropft, in dem es durch die Heizelemente verdampft wird, so daß der Wasserspiegel im Kessel annähernd auf bestimmter Höhe bleibt. Wenn die Wasserzufuhr zu groß ist, fließt das Wasser durch den Bogen 15 r ab und veranlaßt den Arbeiter, den Düsendurchfluß zu vermindern. Bei ungenügender Wasserzufuhr tritt Dampf durch den Bogen 151 aus und veranlaßt den Arbeiter zur Erhöhung des Wasserzuflusses.
  • Der im Kessel erzeugte Dampf wird Nestern oder Kammern zugeführt, die innerhalb des Gehäuses angeordnet sind und die Spitzen eines Schuhes aufnehmen. An der Vorderwand des Kessels ist mit geringer Steigung eine Reihe von Platten 17o angebracht, von denen jede mit der unteren Kante einer der halbkreisförmigen Öffnungen 128 zusammentrifft. Über der Platte 170 l:efindet sich eine zweite Platte 171. Jedes Paar von diesen Platten 170, 171 ist durch Seitenwände 172, 172, welche sich bis zur Vorderwand des Gehäuses erstrecken, und durch eine Platte 173 verbunden, welche die aus Abb. 7 ersichtliche Gestalt hat. Dadurch wird eine Kammer 174 geschaffen. Jede Kammer 174 ist am Boden offen, um heiße Luft aufzunehmen, und steht mit dem Dampfraum zwischen den Wandungen 170, 171, 172 und 173 durch zwei schmale Schlitze 176 in Verbindung, welche durch Ablenkplatten 177 gedeckt werden. Der in die Kammer 174 eintretende Dampf wird daher nach aufwärts gerichtet und vom Boden des in die Kammer 174 eingesetzten Schuhes abgelenkt. Die Kammer 174 hat eine gewölbte Oberwand 178 und eine Hinterwand-179, in welcher ein Schlitz 178 unmittelbar über der Wand 171 vorgesehen ist. Eine Ablenkplatte 181 ist (vgl. Abb. 8) vor diesem Schlitz angebracht. Man erkennt, daß Dampf aus dem Kessel durch die Schlitze 176 in die Kammer zur Aufnahme des Schuhes eintritt, darin aufsteigt und schließlich durch den Schlitz 18o in das Innere des Gehäuses austritt. Um zu verhindern, daß sich Kondensationswasser an der Vorderwand des Gehäuses ansammelt und auf den durch die Öffnung 128 eingesteckten Schuh tropft, ist eine Tropfrinne 182 um die obere Kante der Öffnung 128 an der Innenfläche der Vorderwand des Gehäuses angebracht, so daß das Tropfwasser seitlich abgelenkt wird und auf den Boden des Gehäuses fließt, ohne in Berührung mit dem Schuh zu kommen. Unter den Kanälen 174 befindet -sich eine elektrische Heizvorrichtung 185. Diese wird durch die Konsole 153 gestützt und liegt unmittelhr unter der Kammer 174, so daß der eingesetz;e Schuh der von der Heizvorrichtung ausgestrahlten Wärme ausgesetzt ist. Eine Luftvorwärmekammer 188 ist durch die Bodenwandung 12o des Gehäuses, die Vorderwand 122 und eine schräge Wand 189 abgetrenn-Die Wandung 189 liegt so nahe dem Heizelement 185, daß sie von diesem durch strahlende Hitze erwärmt wird. Das untere Ende der Vorderwand des Gehäuses besitzt eine Reihe von Löchern 19o, die in die Kammer 188 münden, und die schräge Wand 189 besitzt eine Reihe von Löchern 1g1, durch welche die vorgewärmte Luft in das Innere des Gehäuses eintritt. Aus den Löchern 1 g 1 geht die Luft aufwärts durch den Raum zwischen der Vorderwand des Kessels und der Vorderwand des Gehäuses und hinter dem Heizelement 185 vorbei in die Schuhaufnahmekammern 174. Hier wird sie mit dem Dampf vom Kessel 139 vermengt und gemischt und tritt dann durch den Schlitz 18o in den oberen Teil des Gehäuses und fließt durch den Kamin 127 ab. Nicht alle erhitzte Luft geht durch die Kammer 174, da ein Teil durch die Räume zwischen den Wänden 172, 172 hindurchfließt. Der obere Teil des Gehäuses enthält somit heiße Luft und Dampf, welch letzterer durch die Schlitze 18o hindurchtritt, und somit hat das Innere des Gehäuses eine ziemlich hohe Temperatur, derart, daß das Wasser im Behälter 140 vorgewärmt wird, ehe es in den Kessel eintritt.
  • An einem Schaltbrett Zoo sind Schmelzsicherungen 2o1, eine Fassung für eine elektrische Prüflampe 2o2 und ein Drehschalter 203 angebracht, durch welchen die Stromkreise für die Heizelemente gesteuert werden. Durch verschiedene Einstellung des Schalters kann die dem Kessel zugeführte Wärme und der Strom zum Element 185 angestellt oder abgestellt oder einzeln oder getrennt geregelt werden, derart, daß verschiedene Temperaturen und Zusammensetzungen des Heizmittels in den Kammern 174 erreicht werden. Die Prüflan ipe zeigt durch Wechsel in der Helligkeit die eingestellte Regelung.
  • Auf diese Weise kann man ein Heizmittel von heißer Luft mit Dampf gemischt bei einer Temperatur von 15o° C bequem erhalten. Am Boden des Gehäuses befindet sich eine seichte Vertiefung 21o, von welcher ein Entwässerungsrohr 211 abführt. Die Wand 189 dient nicht nur dazu, die Vorwärmekammer für die Luft abzugrenzen, sondern, da sie unter den die Schuhe aufnehmenden Dampfkammern angeordnet ist, nimmt--sie auch alles an der Vorderwand des Gehäuses herabfließende Kondenswasser auf und führt es dem Entwässerungsrohr 211 zu.

Claims (5)

  1. PATENT-A.xspRÜcHE: 1. Vorrichtung zum Weichmachen der Schuhspitzen vor dem Aufzwicken mittels eines Gemisches %-on Wasserdampf und Gas, dadurch gekennzeichnet, daß das Dampfgasgemisch durch Vermischung von Wasserdampf mit einem durch ein Heiz-. element mit hoher Temperatur (61, 63 oder 185) hoch erhitzten Gase gebildet und in diesem Zustand in die das Spitzenende des Werkstückes aufnehmende Kammer eingeleitet wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher eine Gruppe von voneinander getrennten Aufnahmekammern vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem unteren Teil jeder zur Aufnahme eines Werkstückes geeigneten Kammer ein fein verteilter Strom eines vorher erhitzten Dampfgasgemisches eingeleitet und am oberen Ende der Kammer durch einen von der Werkstückeinsitzöffnung abgekehrten Ausgang abgeleitet wird, so daß ein Strom des Heizmittels die Werkstückspitze umhüllt, während nur ein geringer Teil des Heizmittels an der Einsetzöffnung entweicht und ein wenig kalte Luft durch diese Öffnung eintritt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i mit einem Dampferzeugerkessel und einem Behälter zur Speisung des Kessels, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (7 oder 14o) durch die Abhitze der Vorrichtung erwärmt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserdampf mit dem Gase vermengt wird, nachdem letzteres schon hoch erhitzt ist, und ehe es die Werkstückaufnahmekammer erreicht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die heißen Verbrennungsprodukte eines Gasbrenners, der auch den zuzumischenden Dampf erzeugt, mit den Dämpfen gemengt werden.
DEU7464D 1920-04-01 1921-05-03 Vorrichtung zum Weichmachen der Schuhspitzen vor dem Aufzwicken Expired DE363336C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1043143B (de) * 1956-05-08 1958-11-06 Balthasar Creter Befeuchtungsschrank
DE1100042B (de) * 1956-08-20 1961-02-23 Dry Screen Process Inc Siebdruckmaschine

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