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Vorrichtung zum Weichmachen der Schuhspitzen vor dem Aufzwicken. Für
diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom --.Juni igii die Priorität
auf Grund der Anmeldungen in den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien
vom i. April 1920 und 25, Januar igzi beansprucht. -Die Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zum Weichmachen von Schuhspitzen zur Vorbereitung des
Aufzwickens, bei welcher der auf dem Leisten befindliche, gewöhnlich bereits übergeholte
Schaft, der eine Versteifungskappe einschließt, durch Hitze zweckmäßig unter Anwendung
von Feuchtigkeit erweicht wird, so daß die Schaftspitze ciem Leisten gut angeschmiegt
werden kann.
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Derartige Vorrichtungen sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine solche Vorrichtung, die für den angegebenen
Zweck allgemein verwendbar ist. Die bisher bekannten Vorrichtungen waren für manche
Arten von Werkstücken nicht geeignet, indem sie nicht rasch genug oder vollständig
genug wirkten oder das Werkstück nachteilig beeinflußten.
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Damit die Spitze im Gebrauch des Schuhes genügend steif und hart ist,
muß ein Versteifungsmaterial angewandt werden, welches eine verhältnismäßig hohe
Temperatur zur Erweichung braucht, und diese kann der Regel nach nicht durch trockne
Hitze gewonnen werden, weil sonst eine Beschädigung des Schaftes oder der Versteifungsmasse
eintritt.' Andererseits kann man bei Verwendung von Dampf nicht ohne weiteres in
genügend kurzer Zeit die notwendige Temperatur erreichen, und die Kondensation des
Dampfes bietet Anlaß zu erheblichen Schädigungen einzelner Teile des Werkstückes.
Man verwendet daher in den meisten Fällen ein Gemisch von
heißen
Gas oder Wasserdampf bei einer Temperatur von über ioo°, und die vorliegende Erfindung
gestattet die Verwendung eines solchen Heizmittel, und zwar bei veränderlichem Verhältnis
zwischen Gas und Dampf. Die Erfindung gestattet sogar die ausschließliche Verwendung
eines dieser Stoffe.
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Bisher vorgeschlagene Vorrichtungen wandten Dampfschlangen oder Dampfkasten
an, um trockene Hitze zu erzeugen, diese haben aber erhebliche Nachteile. Eine solche
Anlage ist nur wirtschaftlich, wenn Auspuffdampf oder für andere Zwecke, z. B. für
Heizen von Fabrikräumen, benutzter Frischdampf zur Verfügung steht. Die Dampftemperatur
ist im allgemeinen nicht hoch genug. Da die Erweichungsvorrichtung in unmittelbarer
Nähe der Zwickmaschinenanlage aufgestellt werden muß, bedingt die Verwendung des
Dampfes Beschränkung in der Aufstellung der Maschinenanlage oder die Anwendung von
Rohrleitungen mit Kondenstöpfen, die bei der Anlage und Ausnutzung des Arbeitsraumes
sehr stören. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird trockne Hitze der Kammer, in
welcher die Schuhspitze erweicht werden soll, durch einen Gasstrom zugeführt, welcher
durch einen Gasbrenner oder eine elektrische Heizvorrichtung hoch erhitzt wird.
Dem Gasstrom wird die notwendige Feuchtigkeit zugesetzt.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt, deren eine mit Gas und deren andere mit Elektrizität Betrieben
wird.
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Abb. i, 2 und 3 zeigen die erste Ausführungsform in Vorder- und Seitenansicht
bzw. im Grundriß; Abb.4 zeigt in Vorderansicht die zweite Ausführungsform; Abb.5
ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. 4; Abb. 6 ist ein Schnitt nach
Linie 6-6 der Abb. 5; Abb.7 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie 7-7 der Abb.
6; Abb. 8 ist ein Schnitt nach Linie 8-8 der Abb. 4.
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Bei der in Abb. i bis 3 dargestellten Vorrichtung, die der Hauptsache
nach aus Blech angefertigt wird, ist ein länglicher rechteckiger Kessel 3 angewandt,
auf dessen geschlossener Oberwand ein Gerüst 5 angebracht ist, das einen Wasserbehälter
7 und unter diesem eine Reihe von Öffnungen zur Einführung- von Schuhspitzen umfaßt.
Das Gerüst wird abnehmbar mit dem Kessel durch einen biegsamen Blechstreifen 9 verbunden,
der an jedem Ende eine Schraube ii trägt, die durch ein Auge 13 an dem Ständer der
Vorrichtung hindurchgeführt ist und mittels einer Flügelmutter angezogen werden
kann. Ein durch Scharniere befestigter Deckel 15 schließt eine Füllöffnung im Wasserbehälter.
Der Boden 17 des Wasserbehälters ist schräg nach hinten geneigt, und unmittelbar
darunter befindet sich eine längliche öffnunb i9 längs des ganzen Gerüstes, durch
welche Dampf und heißes Gas austreten können. Durch einen Hahn 21 kann sichtbar
Wasser aus dem Behälter in einen offenen Trichter 23 tropfen. Zwischen den Stirnwandungen
des Gerüstes 5 ist eine Scheidewand 24 angebracht, die sich von dem offenen Boden
des Gerüstes bis zu einer solchen Höhe erstreckt, daß zwischen der umgefalzten Oberkante
25 und dem Boden des Behälters eine längliche Öffnung verbleibt, die dem Durchlaß
i9 ähnlich ist. Die Vorderwand des Gerüstes besitzt vier gewölbte Öffnungen mit
umgefalzten Kanten 27. Hinter jeder Öffnung ist für jede Schuhspitze ein besonderes
Nest gebildet. Jedes Nest besteht aus einer gewölbten Platte aus Asbest 29, die
von der Vorderwand des Gerüstes bis zur Scheidewand 24 reicht, und aus einem e'.--enen
Boden 31 aus Drahtgeflecht. Diese Nester können besonders hergestellt und durch
den offenen Boden in das Geriist eingeführt werden. Die Asbestplatte, die durch
eine dünne Kupferschicht 32 versteift werden kann, ruht mit den Unterkanten auf
der Decke des Kessels, und der Drahtboden 31 stützt sich mittels der abwärtsgebogenen
Enden 33, 35 gleichfalls auf diesen Deckel. Das Nest ragt bis über die Scheidewand
2.4 hinaus, so daß sich eine Öffnung 37 an der oberen hinteren Wand jedes Nestes
bildet.
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Vier parallele Feuerzüge 39 durchziehen den Kessel, die oben unter
den Drahtböden 31 münden. Diese Feuerzüge leiten heiße Luft und, wenn Gas als Wärmequelle
benutzt wird, auch die Verbrennungsgase der unter dem Kesselboden angeordneten Gasflammen
in das Nest hinein. Der Kesselboden ist in geeigneter Weise einwärts gezogen, um
die Gase den Feuerzügen zuzuleiten.
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In dem Kessel befindet sich ein Rohr 41, welches an den Enden geschlossen
ist und vier Zweige 43 besitzt, die mit den Feuerzügen in der Nähe des unteren Endes
derselben verbunden sind. Das Rohr kann mit dem Dampfraum des Kessels durch einen
Drehschieber 45 verbunden werden, dessen Schieberkörper 45 am Ende 47 offen ist
und welches einen am Umfang liegenden Durchgang solcher Länge besitzt, daß der Schieber
niemals den Austritt von Dampf verhindert, indem sich der Durchgang entweder nach
dein Rohr 41 oder nach einem kurzen Rohr,49 öffnet, das in den Raum 51 des Gerüstes
5 mündet, oder mit beiden Rohren in Verbindung steht. Die Spindel 53 des Schie''-ers
ist durch
eine Stopfbüchse in der Vorderwand des Kessels hindurchgeführt
und mit einem vor einer Skala spielenden Handgriff 55 versehen. Der Kessel ist mit
einem Wasserstandsanzeiger 57 ausgestattet. Der Trichter z3 mündet bei 59 in solcher
Höhe, daß Dampf aus dem Trichter austritt, ehe der Wasserspiegel so weit gesunken
ist, daß der Kessel Schaden erleiden kann, und dadurch ein Warnungszeichen gewonnen
wird. Der Ständer, an welchem der Kessel und das Gerüst 5 durch den Blechstreifen
befestigt ist, besitzt zwei Rohre 61, 63, die in die seitlichen Füße 65 und 67 eingeschraubt
sind. Die beiden Rohre sind in der bei Gasbrennern üblichen Weise gelocht und an
den Enden durch Kanäle in den Füßen 65 und 67 verbunden, welche ebenfalls gelocht
sind, so daß eine rechteckige Gruppe von Heizflammen gewonnen wird. Das Gas wird
durch eine Bunseneinrichtung 69 zugeführt, und der Gashahn 71 bewegt sich vor einer
Skala, um die Stellung des Hahnes erkennen zu lassen. An einem senkrechten Zapfen
73 des Fußes 67 ist ein Hebel gelagert, dessen einer Arm mit einem Handgriff 75
versehen ist, der einen vor einer Skala 79 spielenden Zeiger 77 trägt. Der
andere Arm 81 ist gegabelt und umfaßt einen Stift 83 an einem Blechschieber 85,
der in Falzen 87 am Boden des Kessels verschiebbar und mit Durchbrechungen 89 versehen
ist., Mittels dieses Schiehers können die Feuerzüge mehr oder weniger geschlossen
werden.
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Eine Auflage 9i für die Fersenenden der Schuhe ist längs der Vorderfläche
der.Heizvorrichtung angeordnet, die durch Drehzapfen 93 in offenen Schlitzen 95
gelagert ist, die in an den Enden des Kessels befestigten Armen 97 angeordnet sind.
Das Auflager kann mittels Ketten ioi in geeigneter Stellung gehalten werden, die
in Haken 99 eingehängt werden.
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Mittels des Gasbrenners wird das Wasser im Kessel am Sieden erhalten,
und jederzeit können entweder heiße Gase allein oder Dampf allein oder (wie es die
Regel ist) ein Gemisch von beiden Heizmitteln in die Nester geleitet werden, je
nach der Einstellung des Handgriffes 55 und des Handgriffes 75. In jedem Fall wird
das angewandte Heizmittel im Nest gleichförmig verteilt, indem es aus den verhältnismäßig
weiten Feuerzügen heraus durch die Drahtnetzböden hindurchtritt, so daß eine Zufuhr
an einer begrenzten Stelle vermieden wird, durch welche einzelne Teile des Werkstückes
zu sehr erhitzt werden und andere keine genügende Temperaturerhöhung erfahren würden.
Wenn ein Gemisch von heißen Gasen mit Wasserdampf benutzt wird, so werden diese
heißen Stoffe gut miteinander gemischt, ehe sie den Ausgang der Feuerzüge erreichen
und mit dem Schuh 'in Berührung kommen, und man kann ein gleichförmiges feuchtes
Heizmittel von ungefähr 115° Wärme im Nest verteilen, welches Wärme und Feuchtigkeit
zu allen zu erwärmenden Teilen führt, ohne daß einzelne Teile des Werkstückes durch
trockne Hitze oder Kondensation von Wasser beschädigt werden. Die verschiedenen
Steuervorrichtungen für Gasbrenner, Feuerzüge und Dampfrohr ermöglichen, daß für
jede bestimmte Schaftart die gewünschten Bedingungen hinsichtlich der Temperatur
und der Zusammensetzung des Heizmaterials aufrechterhalten und leicht wieder hergestellt
werden.
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Die voneinander getrennten Nester halten das Heizmittel um die Schuhspitze
zusammen, so daß sie vom Heizmittel vollständig umschlossen wird. Gleichzeitig wird
ein gleichmäßiger Durchfluß des Heizmittels durch das Nest aufrechterhalten, welches
durch die Feuerzüge eintritt und durch die Öffnung 37 austritt. Infolgedessen kann
das Heizmittel nicht im -Test stagnieren und Kondenswasser auf dem Schuh absetzen.
Der Durchfluß wird, unterstützt durch die schräge Stellung der Feuerzüge und die
Anordnung des Ausgangs 37 am hinteren oberen Ende des Nestes so aufrechterhalten,
daß verhältnismäßig wenig von dem Heizmittel an der Vorderwand, durch welche der
Schuh eingeführt wird, austritt und wenig Luft dort eindringt, so daß keine Kondensation
an kalten empfindlichen Teilen des Werkstückes außerhalb der Heizvorrichtung eintritt
und die obere Fläche der Schuhspitze nicht durch kalte eintretende Luft abgekühlt
wird.
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Das Wasser in dem Behälter unmittelbar über den Nestern und über dem
Raum 51 wird bald warm, so daß ein Vorrat heißen Wassers verfügbar ist. Der Kessel
selber soll mit verhältnismäßig wenig Wasser betrieben werden, so daß bei Beginn
der täglichen Arbeitszeit die Vorrichtung rasch betriebsbereit ist. Wenn das Wasser
am Kochen ist, kann der Wasserspiegel allmählich erhöht werden, ohne die Entwicklung
von Dampf zu unterbrechen oder in gleichmäßiger Höhe durch Reglung des Wassereintritts
aus dem Behälter in den Trichter erhalten werden.
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Infolge der Zusammenfügung der verschiedenen Teile durch den Blechstreifen
g und den offenen Boden des Gerüstes 5 kann die Vorrichtung sehr leicht auseinandergenommen,
gereinigt oder teilweise erneuert werden.
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Die Vorrichtung kann in verschiedener Hinsicht abgeändert werden,
zweckmäßig ist es aber, die Länge der Feuerzüge 39 zwischen der Eintrittsstelle
des Dampfes und dem Nest zur Aufnahme des Schuhes nicht zu verkürzen,
damit
eine wirksame Überhitzung des Dampfes und Vermischung mit den heißen Verbrennungsgasen
eintritt. Auch soll die Länge des Rohres, von welchem die Dampfkanäle 43 abzweigen,
nicht zu groß gewählt werden, um eine gleichmäßige Verteilung des Dampfes auf die
Nester zu sichern. Manchmal kann es wünschenswert sein, direkte Zuleitungen aus
dem Dampfraum zu den einzelnen Nestern anzuwenden und hesondere Regulierhähne einzufügen.
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Bei der in Abb. 4 bis 8 dargestellten Ausführungsform ist ein Gehäuse
aus Blech angewandt, welches einen Boden 120, eine Hinterwand I21, eine Vorderwand
i22 und Seitenwände 123, 124 besitzt. Die Decke 125 des Gehäuses ist dachähnlich
schräg gestellt und am First mit einer Öffnung 126 ver- I sehen, die in einen senkrechten
Kamin 127 von geeigneter Höhe leitet. Die Vorderwand 122 besitzt eine Reihe von
gleichförmigen Öffnungen 128 zur Aufnahme der Schuhspitzen. Ein Rohr 129 führt durch
die Seitenwandungen des Gehäuses in der Nähe des Bodens und der Hinterwand (Abb.
5). Das Rohr 129 ist mit T-Stücken 130 versehen, durch welche wagerechte Muffen
131 angeschlossen sind, die durch die Vorderwand des Gehäuses hindurchragen. Rohre
132 sind in den Muffen 131 verschiebbar, die an den vorderen Enden durch T-Stücke
133 mit einstellbaren senkrechten Rohren 134 verbunden sind. Diese werden durch
Klemmschrauben 135 in . eingestellter Lage gesichert. Eine Auflagerstange
136 ist mittels T-Stücken 137 an den oberen Enden der Rohre 134 befestigt. Die Auflagerstange
stützt das Gelenk der in das Gehäuse eingefügten Schuhe und kann senkrecht und wagerecht
entsprechend den Werkstücken eingestellt werden.
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Der Kessel 139 hat rechteckige Form und liegt auf dem Rohr 129 und
den Muffen 131 auf. Seine nach hinten abgeschrägte Oberwund ist am besten aus Abb.
5 ersichtlich. j Über dem Kessel ist ein Behälter 140 im Gehäuse angebracht, in
welchem ein Wasservorrat vorgewärmt wird. Der Behälter 14o wird von der Decke des
Kessels unter Einschaltung geeigneter Abstandsstücke 141 getragen, so . daß niederschlagende
Feuchtigkeit ablaufen kann. Ein Auslaßrohr 146 des Behälters endet in einer nach
unten ragenden Düse 147. Der Kessel ist mit einem Einlaßrohr 148 versehen, in welches
durch ein T-Stück 149 Wasser aus der Düse 147 eintropft. Unmittelbar hinter dem
T-Stück 149 ist ein offener Bogen 151 angebracht, dessen Öffnung die Höhe des Wasserspiegels
im Kessel begrenzt. Der Kessel ist etwas kürzer als der Vorrats-'Lehälter, so daß
an den Enden Raum verbleibt, in welchem die Anschlüsse der elektrischeu im Kessel
liegenden Heizelemente untergebracht sind.
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In der Längsrichtung erstrecken sich durch den Kessel zwei Metallrohre
152, 152, die wasserdicht in die Seitenwandungen eingesetzt sind und darüber etwas
hervorragen. Konsole 153 sind an der Hinterwand des Gehäuses befestigt und legen
sich gegen die Enden der Rohre r52 an. Diese Konsole tragen die elektrischen Heizelemente
157 und 671. Der Arbeiter stellt die Düse 147 so ein, daß das Wasser ungefähr
im selben Maße aus dem Behälter in den Kessel tropft, in dem es durch die Heizelemente
verdampft wird, so daß der Wasserspiegel im Kessel annähernd auf bestimmter Höhe
bleibt. Wenn die Wasserzufuhr zu groß ist, fließt das Wasser durch den Bogen 15
r ab und veranlaßt den Arbeiter, den Düsendurchfluß zu vermindern. Bei ungenügender
Wasserzufuhr tritt Dampf durch den Bogen 151 aus und veranlaßt den Arbeiter zur
Erhöhung des Wasserzuflusses.
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Der im Kessel erzeugte Dampf wird Nestern oder Kammern zugeführt,
die innerhalb des Gehäuses angeordnet sind und die Spitzen eines Schuhes aufnehmen.
An der Vorderwand des Kessels ist mit geringer Steigung eine Reihe von Platten 17o
angebracht, von denen jede mit der unteren Kante einer der halbkreisförmigen Öffnungen
128 zusammentrifft. Über der Platte 170 l:efindet sich eine zweite Platte 171. Jedes
Paar von diesen Platten 170, 171 ist durch Seitenwände 172, 172, welche sich bis
zur Vorderwand des Gehäuses erstrecken, und durch eine Platte 173 verbunden, welche
die aus Abb. 7 ersichtliche Gestalt hat. Dadurch wird eine Kammer 174 geschaffen.
Jede Kammer 174 ist am Boden offen, um heiße Luft aufzunehmen, und steht mit dem
Dampfraum zwischen den Wandungen 170, 171, 172 und 173 durch zwei schmale
Schlitze 176 in Verbindung, welche durch Ablenkplatten 177 gedeckt werden. Der in
die Kammer 174 eintretende Dampf wird daher nach aufwärts gerichtet und vom Boden
des in die Kammer 174 eingesetzten Schuhes abgelenkt. Die Kammer 174 hat eine gewölbte
Oberwand 178 und eine Hinterwand-179, in welcher ein Schlitz 178 unmittelbar über
der Wand 171 vorgesehen ist. Eine Ablenkplatte 181 ist (vgl. Abb. 8) vor diesem
Schlitz angebracht. Man erkennt, daß Dampf aus dem Kessel durch die Schlitze 176
in die Kammer zur Aufnahme des Schuhes eintritt, darin aufsteigt und schließlich
durch den Schlitz 18o in das Innere des Gehäuses austritt. Um zu verhindern, daß
sich Kondensationswasser an der Vorderwand des Gehäuses ansammelt und auf den durch
die Öffnung 128 eingesteckten Schuh tropft, ist eine Tropfrinne 182 um die obere
Kante
der Öffnung 128 an der Innenfläche der Vorderwand des Gehäuses
angebracht, so daß das Tropfwasser seitlich abgelenkt wird und auf den Boden des
Gehäuses fließt, ohne in Berührung mit dem Schuh zu kommen. Unter den Kanälen 174
befindet -sich eine elektrische Heizvorrichtung 185. Diese wird durch die Konsole
153 gestützt und liegt unmittelhr unter der Kammer 174, so daß der eingesetz;e Schuh
der von der Heizvorrichtung ausgestrahlten Wärme ausgesetzt ist. Eine Luftvorwärmekammer
188 ist durch die Bodenwandung 12o des Gehäuses, die Vorderwand 122 und eine schräge
Wand 189 abgetrenn-Die Wandung 189 liegt so nahe dem Heizelement 185, daß sie von
diesem durch strahlende Hitze erwärmt wird. Das untere Ende der Vorderwand des Gehäuses
besitzt eine Reihe von Löchern 19o, die in die Kammer 188 münden, und die schräge
Wand 189 besitzt eine Reihe von Löchern 1g1, durch welche die vorgewärmte Luft in
das Innere des Gehäuses eintritt. Aus den Löchern 1 g 1 geht die Luft aufwärts durch
den Raum zwischen der Vorderwand des Kessels und der Vorderwand des Gehäuses und
hinter dem Heizelement 185 vorbei in die Schuhaufnahmekammern 174. Hier wird sie
mit dem Dampf vom Kessel 139 vermengt und gemischt und tritt dann durch den Schlitz
18o in den oberen Teil des Gehäuses und fließt durch den Kamin 127 ab. Nicht alle
erhitzte Luft geht durch die Kammer 174, da ein Teil durch die Räume zwischen den
Wänden 172, 172 hindurchfließt. Der obere Teil des Gehäuses enthält somit heiße
Luft und Dampf, welch letzterer durch die Schlitze 18o hindurchtritt, und somit
hat das Innere des Gehäuses eine ziemlich hohe Temperatur, derart, daß das Wasser
im Behälter 140 vorgewärmt wird, ehe es in den Kessel eintritt.
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An einem Schaltbrett Zoo sind Schmelzsicherungen 2o1, eine Fassung
für eine elektrische Prüflampe 2o2 und ein Drehschalter 203 angebracht, durch
welchen die Stromkreise für die Heizelemente gesteuert werden. Durch verschiedene
Einstellung des Schalters kann die dem Kessel zugeführte Wärme und der Strom zum
Element 185 angestellt oder abgestellt oder einzeln oder getrennt geregelt werden,
derart, daß verschiedene Temperaturen und Zusammensetzungen des Heizmittels in den
Kammern 174 erreicht werden. Die Prüflan ipe zeigt durch Wechsel in der Helligkeit
die eingestellte Regelung.
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Auf diese Weise kann man ein Heizmittel von heißer Luft mit Dampf
gemischt bei einer Temperatur von 15o° C bequem erhalten. Am Boden des Gehäuses
befindet sich eine seichte Vertiefung 21o, von welcher ein Entwässerungsrohr 211
abführt. Die Wand 189 dient nicht nur dazu, die Vorwärmekammer für die Luft abzugrenzen,
sondern, da sie unter den die Schuhe aufnehmenden Dampfkammern angeordnet ist, nimmt--sie
auch alles an der Vorderwand des Gehäuses herabfließende Kondenswasser auf und führt
es dem Entwässerungsrohr 211 zu.