Verfahren zum Welehmachen Schuhspitzen vor dem Aufzwicken: Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Weichmachen von Schuh spitzen vor dem Aufzwicken. Verfahren dieser Art sind bestimmt zur Behandlung von Ober leder, dem Versteifungsmaterial einverleibt ist, das Hitze erfordert, um es weich zu machen und in einen Zustand zu bringen, in dein es mittelst Greifzangen und Wischern von Leistenmaschinen bearbeitet werden kann, welches aber sofort wieder ganz hart wird, sobald es kalt ist.
Die Verwendung solchen Materials ist in der Schuhindustrie gut bekannt, erfordert aber Sorgfalt in der Wahl oder Anordnung der Mittel, die zum Weichmachen. gebraucht werden, damit irgend ein in der Schuhindustrie gewöhnlich vorkommender Schuh (welches auch. die Art des obern oder untern an ihm befindlichen 11Iaterials sein möge) sauber, rasch und ohne Beschädigung der Innensohle oder des Oberleders, mit dem das Steifinate- rial vereinigt ist, behandelt werden kann.
Es sind schon viele für diesen Zweck be stimmte Verfahren vorgeschlagen worden und einzelne davon haben unter gewissen Um- ständen befriedigt, jedoch kann mit ihnen eine gewisse Art von Arbeitsstücken nicht- rasch oder vollständig genug (d. h. an allen Stellen, die ein Weichmachen nötig haben), oder ohne Beschädigung des Arbeitsstückes erhitzt werden.
Das Erfordernis von Steifheit und Härte im Gebrauchszustand verlangt, dass das Ver steifungsmaterial eine verhältnismässig hohe Temperatur des Weichwerdens besitze und in Wirklichkeit ist diese so, dass sich in manchen Fällen die blosse Verwendung von trockener Hitze, mit Rücksicht auf die Zerstörbarkeit von andern Teilen des Schuhes oder des Hauptteiles des Versteifungsmaterials selbst verbietet.
Anderseits lässt sich die erforder liche Temperatur kaum erreichen, oder ist die dafür beanspruchte Zeit zu gross, wenn mau Dampf auf den Schuh spielen lässt, und in sehr vielen Fällen wirkt die unvermeidliche Kondensation sehr zerstörend auf Teile des Arbeitsstückes ein. Dasjenige Medium, das in den meisten Fällen den Anforderungen genügt, ist eine Mischung von heissem Gas und- Wasserdampf bei einer' Temperatur von reichlich über 100 C, und eine solche Mischung wird auch bei dein Verfahren nach vorliegen der Erfindung benutzt.
Nach diesem -Verfahren wird das Dampf Gasgemisch durch Vermischung von Wasser dampf mit einem durch eine Heizvorrichtung hoch erhitzten Gase gebildet und sodann in eine das Spitzenende des Werkstückes auf nehmende Kammer geleitet.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele eines zur Ausführung des neuen Ver fahrens dienenden Apparates dargestellt. Das eine eignet sich für Gasheizung und das andere für elektrische Heizung und die zwei Bauarten zeigen verschiedene Arten, um die gewünschte Einwirkung auf die Schuhspitze zu sichern.
Die Fig. 1-3 zeigen in Vorder- und in Seitenansicht, sowie im Grundriss das erste Ausführungsbeispiel.
Fig. 4 ist eine Vorderansicht des zweiten Ausführungsbeispieles, Fig. 5 ein senkrechter Schnitt nach der Linie 5-5 von Fig. 4, Fig. 6 ein solcher Schnitt nach der Linie 6-6 von Fig.5. Fig. 7 ein wagrechter Schnitt nach der Linie 7--7 von Fig. 6, und Fig. 8 ein senkrechter Schnitt nach der Linie 8-8 von Fig. 4.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1-3, die der Hauptsache nach aus Blech besteht, sitzt auf dem geschlossenen Oberteil eines länglichen Siedekessels 3 ein Aufbau 5, be stehend aus einem Wasserbehälter 7 und einer darunter befindlichen Reihe von Räumen zur Aufnahme von Schuhvorderkappen. Der Auf bau ist am Siedekessel so befestigt, dass er als ein Ganzes von ihm abgenommen werden kann, nämlich vermittelst eines biegsamen Metallbandes 9, das mit jedem Ende an einem Bolzen 11 festgelegt ist, der frei<B>.</B> durch ein an dein Untergestell befindliches Auge 13 geht und eine Flügelmutter trägt. Im Oberteil des Aufbaues befindet sich eine Einfüllöffnung für den Behälter, die durch einen Klappdeckel 15 abgeschlossen ist.
Der flache Boden 17 des Behälters steigt gegen die Rückseite des Aufbaues hin an und unmittelbar unter ihm erstreckt sich auf die ganze Länge der Rück- wandeng des Aufbaues eine längliche Öffnung 19 für den Austritt von Dampf und heil.;em Gas. Ein Hahn 21 regelt den sichtbaren Durchfluss von Wasser aus dem Behälter 111 den offenen Kenriel 23 an der Vorderseite des Siedekessels.
Zwischen den Endwänden des Aufbaues 5 ist eine Längsscheidewand 24 angebracht, die sich vom offenen Boden des Aufbaues bis zii einer solchen Höhe er streckt, dass zwischen ihrem verstärkten obern Rande 25 und dem Boden des Behälters 7 eine dem Auslafä 19 ähnliche Öffnung frei bleibt. Die Vorderwand des Aufbaues enthält vier im obern Teil halbkreisförmige Öffnungen mit versteiften Rändern 27, welch letztere das in die Öffnungen eingesteckte Sohuliober- leder gegen Beschädigung schützen.
Hinter jeder Öffnung befindet sich für jeden Schuh eine besondere Kammer, die gebildet wird durch eine aus Asbesttafel bestehende Haube 29, die sich von der Vorderwand des Auf baues bis zur Scheidewand 24 erstreckt und aus einem flachen Boden 31 aus Drahtgaze. Diese Kammern können schon zum voraus angefertigt und in den Aufbau durch dessen offenen Boden eingeführt werden.
Sie werden gegen Verschiebung nach vorn und hinten gesichert durch die Vorderwand des Aufbaues und die Scheidewand 24; gegen Verschiebung in der Längsrichtung des Aufbaues durch ihre gegenseitige Berührung und kleine (nicht gezeichnete) Ansätze, die sich von der Vorder wand des Aufbaues aus nach hinten erstrecken. Die aus Asbesttafel bestehenden Hauben sind durch eine dünne Kupferverkleidung 32 ver steift und ruhen mit ihren Bodenrändern auf dem Oberteil des Siedekessels.
Der aus Gzaze bestehende Boden 31 der Kammern ist mit- telst seiner abwärts gebogenem Enden 33, 35 ebenfalls auf diesen Oberteil aufgesetzt. Die Kammer erstreckt sich, wie ersichtlich, oben über die Scheidewand 24 hinaus, so dass au ihrem hintern obern Ende eine Öffnung 37 gebildet wird.
Durch den Siedekessel hin erstrecken sich vier Züge 39, die im Oberteil des Kessels je unterhalb eines der Böden 31 ausmünden. Sie führen heisse Luft und (im dargestellten Falle, wo ein Gasbrenner als Wärmequelle dient) Verbrennungsgase von der unterhalb des Siedekessels angeordneten Wärmequelle aus fort. Der Kesselboden ist, wie gezeigt, so dachartig geformt, dass er diese Gase den Zügen zuleitet.
Im Siedekessel befindet sich ein an beiden Enden geschlossenes Rohr 41, mit vier Ab zweigungen 43, von denen jede mit einem der Züge nahe dessen Boden verbunden ist. Das Rohr 41 lässt sich mit dem Dampfraum des Siedekessels in Verbindung setzen ver mittelst eines umlaufenden Ventiles, dessen Kücken 45 an seinem Ende 47 gegen den Dampfraum hin offen ist und am Umfange eine Ausnehmung besitzt, von solcher Länge, dass das Ventil niemals den Austritt von Dampf aus dem Siedekessel verhindert, indem die Ausnehmung entweder gegen das Rohr 41 oder gegen ein kurzes Rohr 49, das durch den Kesseloberteil in den Raum 51 des Auf baues 5 mündet, offen ist, oder teilweise mit beiden in Verbindung steht.
Das Ventil wird durch einen auf dem Kücken steckenden Zapfen 53 beherrscht, der durch eine in die Vorder wand des Kessels eingesetzte Stopfbüchse geht und aussen einen Handgriff 55 trägt, der über einer Skala spielt.
Der Siedekessel ist mit einem Wasser- standszeiger 57 ausgerüstet und der Kennel 23 endet bei 59 in einer solchen Höhe, dass der Austritt von Dampf aus dem Kennel und infolgedessen die Warnung vor Wassermangel geschehen wird, bevor der Wasserspiegel so tief gefallen ist, dass eine Beschädigung des Kexsels eintreten kann.
Das Untergestell, an dem der Siedekessel mit Aufbau durch das Band 9 befestigt ist, enthält zwei Röhren 61 und 63, die in End ständer 65 und 67 geschraubt sind. Diese zwei Röhren 61 und 63 sind ihrer ganzen Länge nach gelocht, um die übliche Reihe von Strahlenbündeln zu erhalten, und an ihren Enden durch Bohrungen in den Ständern 65 und 67 miteinander verbunden. Die Wan dungen dieser Bohrungen sind ebenfalls durch brochen, so dass eine rechteckige Anordnung von heizenden Strahlen erzielt ist. Das Gas wird durch eine Bunsengarnitur.69 zugeführt, an der sich eine Skalenscheibe befindet, über der ein vom Gashahn getragener Finger 71 spielt.
Auf einem im Ständer 67 gelagerten senkrechten Bolzen 73 sitzt ein Hebel, von dein der eine Arm mit einem Handgriff 75 und einem Zeiger 77 versehen ist, der über einer Skala 79 spielt, während der andere Arm 81 gegabelt ist und ein Zapfen 83 er fasst, der aus einem Blechschieber 85 vorsteht, welcher in Bahnen 87 am Boden des Siede kessels geführt und mit Offnungen 89 ver sehen ist, so dass die Züge nach Belieben mehr oder weniger geschlossen werden können.
Ein Auflager 91 für die Absatzenden der Schuhe erstreckt sich längs der Vorderwand des Apparates und besitzt an jedem Ende einen Drehzapfen 93, der in einem offen enden den Schlitz 95 eines am Ende des Siede, kessels befestigten Armes 97 liegt. Das Auf lager 91 lässt sieh unter jedem beliebigen Winkel halten mittelst Ketten 101, die in Haken 99 eingehängt sind.
Das zu behandelnde Oberleder wird mit der weich zu machenden Spitze von der Vorder seite des Apparates her in eine der durch die Hauben 29 und die Gazeböden 31 gebildeten Aufnahmekammern gesteckt, der Brenner in Betrieb gesetzt und dadurch im Siedekessel 3 Dampf erzeugt. Solchen lässt man durch das Rohr 41 und die Abzweigungen 43 in die Züge 39 gelangen, wo er sich mit den Verbrennungsgasen des Gasbrenners mischt. Die Zusammensetzung des Gemisches lässt sich durch die Handgriffe 55 und 75 regeln.
Das Gemisch gelangt durch die Gazeböden 31 in die genannten Kammern und damit an die Schuhspitzen und zwar dank der ver hältnismässig grossen Weite der Züge 39 und des Durchganges durch die Gaze in gleich mässiger Verteilung.. Meistens wird für das Gemisch eine Temperatur von etwa 115 ge wählt. Auf diese Weise kann ein gleich mässig feuchtes Medium erzielt werden, das Hitze und Feuchtigkeit an @ alle gewünschten Stellen bringt, ohne dass Gefahr vorliegt, dass das Arbeitsstück stellen weise Schaden leidet durch ungewollte Trockenhitze-Wirkung oder Ab- lagereng von kondensiertem Dampf.
Die ver schiedenen Reguliervorrichtungen und Skalen für die Gasbrenner, die Züge und den Dampf bieten Gewähr, dass, wenn einmal für irgend eine bestimmte Arbeit die richtigen Bedin gungen des Mediums erreicht sind, diese Be dingungen nicht nur bezüglich Temperatur (durch Regulierung des Gasbrenners), sondern auch bezüglich Zusammensetzung aufrecht er halten oder leicht wieder hergestellt werden können.
Die Hauben 29 und die Wand 24 be grenzen das .Medium um die Schuhspitzen und sichern deren vollständige Einhüllung durch das Medium. Gleichzeitig wird ein ständiger Durchfluss von Medium durch die Kammer aufrecht erhalten, wobei jenes durch den Boden eintritt ui il die Kammer durch die Öffnung 37 verlässt. Dies sichert gegen Stillstand des Mediums in der Kammer, welcher für einige Arten von Arbeiten schädlich wäre wegen des sich daraus ergebenden ',Nieder- schlagens von kondensiertem Dampf auf dem Schuh.
Der Durchfluss wird unterstützt durch die Aufwärts- und Vorwärtsneigung der Züge, die das Medium in einer leichten Vorwärts richtung in die Kammer abgeben, durch die Anordnung des Auslasses 37 am hintern obern Ende des Behältnisses und dadurch, dass durch die Öffnung in der Vorderwand, durch welche der Schuhoberteil eingeschoben wird, um diesen herum etwas kalte Luft in die Kammer eintreten kann, ohne dass aber einerseits diese Luft eine schädliche Kühlung des obern Teils der Schuhkappe in der Kammer nahe der Eintrittsöffnung bewirkte oder anderseits durch jene Öffnung ein nennens werter Teil des Dampf-Gasgemisehes aus treten könnte.
Das Wasser, das sich im Behälter 7 un mittelbar über den Aufnahmekammern und dein Rauine 51 befindet, wird schnell erhitzt, und so wird rasch eine Reserve von heissem Wasser verwendbar. Es ist vorgesehen, den Siedekessel nur mit verhältnismässig geringem Wasserinhalt zu betreiben, so dass bei Beginn der Tagesarbeit der Apparat schnell angeheizt werden kann. Befindet sich das Wasser auf dem Siedepunkt, so lässt sich der Wasser spiegel leicht allmälich erhöhen ohne Unter brechung der Dampfentwicklung, oder gleich bleibend erhalten durch einen geregelten Lauf von Wasser aus dem Behälter in den Kenne].
Da die verschiedenen Teile durch das Band 9 zusammengehalten sind und der Boden des Aufbaues 5 offen ist, lässt sich der ganze Apparat leicht auseinandernehmen zwecks Er satz oder Reinigung von Teilen.
Iin allgemeinen wird es nicht erwünscht sein, die Länge des Zuges 39 zwischen der Stelle, wo der Dampf in ihn eintritt und der Aufnahmekammer ungebührlich zu kürzen, denn je länger diese Strecke, desto besser ist es für die Sicherung der gründlichen Über hitzung des Dampfes durch die heissen Gase und dessen Mischen mit diesen.
Ebenso ist es nicht wünschenswert, die Länge der Haupt leitung, von der die Dampfstutzen 43 ab zweigen, ungebührlich zu vermehren, indem dies zu Schwierigkeiten in der Sicherung gleichmässiger Verteilung des Dampfes auf die A.cifuahmekainniern führt: In manchen Fällen kann es tatsächlich vorzuziehen sein, vom Dampfraum aus zu den verschiedenen Aufnahmekammern direkte Leitungen mit be sonderen Regulierhahnen anzubringen.
Der durch die Fig. 4-8 dargestellte Ap parat besitzt ein Gehäuse aus Metallblech mit dein Boden 120, der Rückwand 121, der Vorderwand 122 und den Seitenwänden 123 und 124. Das Deckblech<B>125</B> ist dachförmig ausgebildet und am First mit einem Offnuno, 126 versehen, die zii einem Kamin 14 iüiäi t'. Die Vorderwand 122 enthält eine Reibe halb kreisförmiger Öffnungen 123 zur Aufnahme des Vorderteils eines aufgezogenen Schuhes.
Durch die Seitenwände des Gehäuses ist nahe dein Boden und der Rückwand des letzteren ein Rohr 129 geführt (Fig. 5), das mit T-Stutzen ausgerüstet ist, an denen wagrecht liegende Hülsen<B>131</B> befestigt sind, die durch die Vorder wand des Gehäuses hinausragen.
Teleskop artig in diese Hülse<B>131</B> gesteckt sind Rohre 132, die an ihrem vordern hnde niit T-Stutzen 133 ausgestattet sind zwecks Aufnahme von Stehrohren 134, die darin in senkrechter Richtung einstellbar sind und nach der Ein stellung durch Flügelschrauben 135 festge stellt werden. Auf die obern Enden der Stehrohre 134 sind T-Stutzen 137 geschraubt, deren wagrechte Schenkel Rohrstücke 136 tragen.
Auf diese Weise ist eine Stütze ge schaffen, auf der der Schaft von Schuhen Auflage findet, die mit ihrem Vorderteil in das Gehäuse eingeführt sind, und diese Stütze lässt sich in vertikaler Richtung sowohl, als auch in der Richtung gegen das Glehäuse hin und von diesem weg einstellen.
Der Siedekessel 139 ist im Grundriss recht eckig und ruht auf dein Rohre 129 und den Hülsen 131 im hintern Teil des Gehäuses. Sein Oberteil ist von vorn nach hinten ge neigt, wie am besten aus Fig. 5 ersichtlich. Über dem Siedekessel ist im Gehäuse ein Behälter 140 angebracht, in dem ein Wasser vorrat für den Siedekessel vorgewärmt wird. Zwischen Siedekessel und Behälter sind Stan gen 141 gelegt, um einen Raum freizuhalten für den Abzug von Feuchtigkeit, die sich auf den Wänden des Behälters abschlägt.
Der Be hälter 140 ist offen, damit ihm von oben her Wasser zugeführt werden kann durch eine im Gehäusedeckel befindliche Öffnung, die für gewöhnlich durch einen mit Handgriff 145 versehenen, uni einen Zapfen 144 drehbaren, schwingenden Deckel 143 abgeschlossen ist. Ein aus dein Behälter wegführendes Rohr 146 endet in einem abwärts mündenden Hahn 147. Der Siedekessel besitzt ein Einlassrohr 148, an dessen äusserem Ende ein T-Stutzen so angebracht ist, dass aus dem Hahn 147 fliessendes i@Vasser in die Öffnung 150 dieses Stutzens fällt.
Unmittelbar ausserhalb des letzteren befindet sich ein offenes Rohrbogen stück 151, durch dessen nach oben ge richtetes Ende hindurch der Wasserstand im Siedekessel festgestellt werden kann. Der letztere ist etwas kürzer als der Behälter,' so dass zwischen seinen Enden und den Seiten wänden des Gehäuses Räume frei bleiben für die elektrischen Anschlüsse der im Siedekessel befindlichen Heizelemente.
Durch den Siedekessel hindurch und etwas über dessen Seitenwände hinaus erstrecken sich zwei Metallröhren 152; die gegen die ge nannten Wände wasserdicht abgeschlossen sind. Gegen die Enden dieser Röhren legen sich Träger 153, die an der Hinterwand des Gehäuses befestigt sind, sich von hier weg nach vorn erstrecken und die elektrischen Heizele- mente 157 und 571 tragen. Der Arbeiter stellt den Hahn 147 so ein, dass das Wasser aus dem Behälter ungefähr im gleichen Masse in den Siedekessel tropft, wie das Wasser durch die elektrischen Heizelemente verdampft wird, so dass im Siedekessel das Wasser annähernd auf der vorbestimmten Höhe gehalten wird.
Ist der Wasserzufluss zu stark, so überfliesst das Wasser am Bogenstück <B>151</B> und zeigt dadurch dem Arbeiter an, dass<U>der</U> Fluss durch den Hahn verringert werden sollte. Ist der Wasserzufluss zu gering, um den durch Ver dampfung entstehenden Wasserverlust auszu gleichen, so dass der Wasserspiegel im Siede kessel unter denjenigen im Rohre 148 fällt, so zeigt das Ausblasen von Dampf aus dem Bogenstück 151 dem Arbeiter an, dass der Zufluss von Wasser aus dem Hahn 147 un genügend ist.
Der im Siedekessel erzeugte Dampf wird zu Aufnahmekammern geführt, die im Ge häuse angeordnet sind und von denen jede die Spitze -eines Schuhes erhält. Vor dem Siedekessel sind leicht nach oben und vorn geneigte Platten 170 angebracht, die je an den untern Rand einer der halbkreisförmigen Öffnungen 128 in der Vorderwand des Ge häuses reichen. Über jeder Platte 170 be findet sich eine zweite Platte 171. Die Platten 170, 171 eines jeden Paares sind miteinander verbunden durch Platten 172, die sich nach vorn gegen die Vorderwand des Gehäuses erstrecken, und durch eine einwärts gebogene Vorderwand 173 der in Fig. 7 gezeigten Ge stalt, die zwischen sich und der Vorderwand 122 des Gehäuses eine Kammer 174 freilässt.
Jede Kammer 174 ist am Boden offen zwecks Aufnahme von erhitzter Luft und mit dem zwischen den Wänden 170, 171, 172 und 173 befindlichen Dampfraum verbunden durch zwei enge Durchlässe 176, die durch eine Schutzplatte 177 überdeckt sind, so dass in die Kammer 174 eingelassener Dampf auf wärts und nicht gegen den Unterteil eines in die Kammer 174 eingesetzten Schuhes gerichtet wird. DieKammern 174besitzen einegewölbte Decke 178 und eine Rückwand 179, in der sich unmittelbar über der Wand 171 ein Durchlass 180 befindet. Diesem gegenüber befindet sich eine Schutzplatte 181 (Fig. 8).
Aus dem Siedekessel kommender Dampf strömt durch die Durchlässe<B>176</B> in die die Schuhe aufnehmende Kammer 174, und indem er hier aufsteigt, wird er schliesslich durch den Durch lass 180 in das Innere des Gehäuses austreten. Um zu vermeiden, dass Kondenswasser, das sieh an der Vorderwand des Gehäuses an sammeln sollte, auf einen durch eine der darin befindlichen Öffnungen 128 eingeführten Schuh niedertropft, ist rings um den obern Rand der letzteren auf der Innenseite der Vorder wand eine Rinne 182 gebildet,
so dass die Tropfen seitwärts abgelenkt werden und auf den Boden des Gehäuses fallen, ohne mit dein Schuh in Berührung zu kommen. Unterhalb der Kammer 174 ist ein elektrisches Heiz- element 185 angeordnet. Es wird durch die Träger 153 gestützt und liegt unmittelbar unterhalb der Kammer 174, so dass ein in letz terer eingesetzter Schuh der von ihm ausge strahlten Wärme ausgesetzt ist. Durch das Bodenblech 120 des Gehäuses, die Vorder wand 122 und eine abwärts und nach hinten geneigteWand 189 ist eine Luft- Vorwärmungs- kammer 188 gebildet.
Die Wand 189 befindet sich in solch unmittelbarer Nähe des Heiz- elementes 185, dass sie durch die von diesem ausgestrahlte Hitze erwärmt wird. Der untere Teil der Gehäuse-Vorderwand enthält eine Reihe von Öffnungen 190, die zur Kammer 188 führen, Lind die schräge Wand 189 ist nahe ihrem hintern untern Rande mit einer Mehrzahl von Öffnungen 191 ausgestattet, durch welche Luft aus der Vorwärmkammer 188 in das Innere des Gehäuses treten kann.
Von den Öffnungen <B>191</B> weg strömt die Luft aufwärts durch den zwischen der Vorderwand des Siedekessels und der des Gehäuses be findlichen Raum und an den Heizelementen 185 vorbei in die Schuh-Aufnahmekammer 174. Dort wird sie mit dem aus dem Siede kessel 139 kommenden Dampf gemischt und tritt gegebenenfalls durch die Öffnung 180 in den obern Teil des Gehäuses über und dann durch das Kamin 127. Es strömt aber nicht alle erhitzte Luft durch die Kammer 174, indem ein Teil durch den zwischen den Wän den 172 befindlichen Raum aufwärts geht.
Der Oberteil des Gehäuses enthalt also heisse Luft und ebenfalls solchen Dampf, wie er durch die Durchbisse 180 abgelassen wird. Daher steht das Innere des Gehäuses auf einer ordentlich hohen Temperatur, so dass das im Behälter 140 befindliche Wasser vor seiner Ablieferung an den Speisekessel vorerwärmt wird. Auf einem Schaltbrett 200 befinden sich Sicherungen 201, ein Sockel für eine elektrische Kontrollampe 202 und ein Mehr- fach - Lainellendrehschalter 203, vermittelst dessen die Stromkreise der Heizeleinerite be herrscht werden.
Die Einrichtung kann so getroffen sein, dass durch Drehen des Schalters auf verschiedene Stellungen die an den Siede kessel abgegebene Wärme und der zu den Heizelementen 185 fliessende Luft-Strom ab gestellt oder gemeinsam oder einzeln geregelt werden können, um verschiedene Tempera turen und Zusammensetzungen des in der Kammer 17.1 befindlichen Heizinediunis zti erzielen. Die Kontrollampe gibt durch Ände rungen der Lichtstärke die verschiedenen be stehenden Regelungszustände an.
Ein Heiz- medium aus gemischter beisserLuft und Dampf mit einer Temperatur von beispielsweise 150 C lässt sich leicht erhalten.
Am Boden des Gehäuses befindet sich eine schwache Vertiefung 210, von der aus ein Abzugsrohr 211 wegführt. Die Wand 189 dient nicht nur zur Begrenzung der Vorwärm- kammer gegen die Luft, sondern, da sie sich unter den die Schuhe aufnehmenden Kammern befindet, erhält sie alles Kondenswasser; das von der Vorderwand des Gehäuses oder der Vorderwand des Siedekessels niedertropft, und leitet.es in die Vertiefung 210 ab.