DE3633471C2 - - Google Patents
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- DE3633471C2 DE3633471C2 DE19863633471 DE3633471A DE3633471C2 DE 3633471 C2 DE3633471 C2 DE 3633471C2 DE 19863633471 DE19863633471 DE 19863633471 DE 3633471 A DE3633471 A DE 3633471A DE 3633471 C2 DE3633471 C2 DE 3633471C2
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B38/00—Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
- C04B38/02—Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by adding chemical blowing agents
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/18—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing mixtures of the silica-lime type
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- Y02W30/91—Use of waste materials as fillers for mortars or concrete
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- Porous Artificial Stone Or Porous Ceramic Products (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
autoklavengehärtetem Gasleichtbeton (light weight aerated
concrete, nachfolgend abgekürzt ALC) mit einem spezifischen
Gewicht von 0,20 bis 1,20 g/cm³.
Die Produktion von ALC umfaßt die Schritte Mischen, Schäumen
und Dampfhärten. Im Mischungsschritt werden die Rohmaterialien
vermischt. Die Rohmaterialien schließen kalkhaltige
Pulver wie Kalk und Zement, siliciumhaltige Pulver wie
Quarzsand und Quarzgestein, Wasser und Zusätze wie Aluminiumpulver,
ein. Die entstehende Mischung ist eine Aufschlämmung.
Beim Schäumen wird die Aufschlämmung durch die Erzeugung von
Blasen halbplastifiziert. Die Dampfhärtung wird in einem
Autoklaven bei hoher Temperatur und hohem Druck durchgeführt.
Die Produktion von ALC erfordert strenge Qualitätskontrolle
der natürlich vorkommenden Rohmaterialien wie Quarzgestein,
damit ALC die physikalische Leistung und Haltbarkeit erhält,
die für Baumaterialien notwendig ist. Bei der ALC-
Herstellung ist es das wichtigste, im Produkt möglichst
viel und möglichst gleichmäßigen, hochkristallinen Tobermorit
zu bilden. Um das zu erreichen ist es notwendig, daß das
Verhältnis (Gewichtsverhältnis) von CaO im kalkhaltigen
Material zu SiO2 im siliciumhaltigen Material größer als
0,45 sein soll. (Dieses Verhältnis wird im folgenden C/S-
Verhältnis abgekürzt). Bei einem kleineren C/S-Verhältnis
als 0,45 tritt im Produkt eine große Menge von niedrigkristallinen
Hydraten auf, was die Bildung von hochkristallinem
Tobermorit verhindert. Dies verschlechtert die Druckfestigkeit
und Haltbarkeit des Produkts. Jedoch ist das
C/S-Verhältnis nicht alleine verantwortlich für die Bildung
von niedrigkristallinen Hydraten. Verunreinigungen,
wie alkalische oder Aluminium enthaltende Substanzen, bilden
niedrigkristalline Hydrate, auch wenn das C/S-Verhältnis
größer als 0,45 ist. Dies verhindert die Bildung von Tobermorit
und führt dadurch zur Verschlechterung der physikalischen
Eigenschaften und der Haltbarkeit des Produkts. Aus den
obengenannten Gründen war die strenge Qualitätskontrolle der
Rohmaterialien und der C/S-Verhältnisse wichtig bei der
Produktion von ALC.
In der folgenden Erklärung ist das C/S-Verhältnis auf die
Berechnung von Zement und Kalk in kalkhaltigem Material
- ausgenommen Gips und Calcium -, welches erfindungsgemäß
zugegeben wird und von Calciumoxid in Calciumcarbonat gerichtet.
Mehrere verbesserte Methoden für die Unterdrückung der Bildung
von niedrigkristallinen Hydraten sind bekannt. Die
Methoden der ersten Gruppe beinhalten die Zugabe von Gips
und die Methoden der zweiten Gruppe die Zugabe von Aluminium
enthaltenden Substanzen wie z. B. Kaolin. Gemäß einer Methode
der ersten Gruppe (japanische Patentpublikation
Nr. 27 030/1980) wird Gips in einer solchen Menge
zugegeben, daß Calciumsulfat 6,5 bis 12 Gew.-% der Gesamtfeststoffe
im Rohmaterial darstellt, wodurch die Druckfestigkeit
um 52 bis 65% erhöht wird. Gemäß einer anderen der
Methoden der ersten Gruppe (japanische Offenlegungsschrift
Nr. 30 754 1984) wird Gipsdihydrat
in einer solchen Menge zugegeben, daß Calciumsulfat
8 bis 16 Gew.-% der Gesamtfeststoffe im Rohmaterial
ausmacht, wobei das siliciumhaltige Rohmaterial
aus zumindest einer der Substanzen Quarzsand, Quarzstein und
Sand, der als Abfall beim Glaspolieren anfällt, zusammengesetzt
ist und mehr als 0,5 Gew.-% Alkalimetalloxide enthält.
Die Zugabe von Gipsdihydrat erhöht die Druckfestigkeit
um 44 bis 50%. Diese zwei Methoden sind einigermaßen
wirkungsvoll, haben aber einige Nachteile. Sie werden weniger
wirkungsvoll, wenn das C/S-Verhältnis niedrig ist und die
Rohmaterialien größere Mengen von Verunreinigungen enthalten.
Unter solchen Bedingungen werden niedrigkristalline Produkte
(welche nicht umgesetztes Material enthalten) gebildet und
der zweckmäßige Bereich des C/S-Verhältnisses wird enger,
wenn die Beschaffenheit der Rohmaterialien berücksichtigt
wird.
Die Methoden der zweiten Gruppe beinhalten die Zugabe einer
kleinen Menge einer Aluminium enthaltenden Verbindung, wie
gekörnter Hochofenschlacke, Bauxit, Kaolin, Aluminiumhydroxid
und Aluminiumsulfat, wodurch die Kristallisation von Tobermorit
vorangetrieben wird. Sie sind einigermaßen wirksam,
haben aber noch Nachteile. Gekörnte Hochofenschlacke ist
billig, aber nicht beständig in ihrer Qualität, abhängig vom
unterschiedlichen Grad des Glasflusses. Außerdem gibt sie
während der Härtung im Autoklaven einen schlechten Geruch
nach Sulfiden ab. Das sulfidische Gas korrodiert Metalle und
erfordert kostspielige Vorrichtungen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung.
Dagegen sind Aluminium enthaltende Verbindungen
wie Bauxit und Kaolin teuer und haben einige Nachteile.
Sie geben dem Produkt ein rotbraunes Aussehen, erhöhen
die Viskosität der Aufschlämmung, beeinträchtigen die physikalischen
Eigenschaften des Produkts und reagieren übermäßig
schnell unter Bildung unerwünschter Verbindungen. Diese Nachteile
sind eine Behinderung für die Kristallisation von
Tobermorit.
Die DE-AS 27 44 365 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung
von Gasbeton, bei dem ein Gemenge aus einer
calcium- und/oder magnesiumhaltigen Komponente, Wasser,
einer Sandkomponente sowie einem Treibmittel, insbesondere
Aluminiumpulver, verwendet wird, dem Primärcarbonate
von Calcium und/oder Magnesium zugesetzt werden.
Dies soll im Vergleich zu üblichen Gasbetonteilen zu
einer erhöhten Tobermoritbildung führen. Der Offenlegungsschrift
sind jedoch keine genauen Angaben über die
benötigten Mengen der einzelnen Komponenten, sowie über
die physikalischen Eigenschaften des erhaltenen Betons
zu entnehmen.
Ein Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren für die Herstellung
von ALC mit befriedigenden physikalischen Eigenschaften
zu schaffen, auch wenn das C/S-Verhältnis auf ungefähr 0,30
verringert ist.
Um die zuvor geschilderten Nachteile auszuschließen, haben die
Erfinder eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt, die zu dem
Ergebnis geführt haben, daß es möglich ist, die Bildung von
niedrigkristallinen Hydraten zu verhindern und die Bildung
von hochkristallinem Tobermorit voranzutreiben und dabei
ALC mit stabilen physikalischen Eigenschaften zu produzieren
auch wenn die Mischung ein niedriges C/S-Verhältnis
hat und aus Rohmaterialien, die große Mengen von Verunreinigungen
enthalten, zusammengesetzt ist, wenn die Rohmaterialien
für ALC mit mindestens einer Art eines pulverförmigen
Erdalkalimetallcarbonate in bestimmter Menge inkorporiert werden.
Weitere Untersuchungen führten zu der Erkenntnis, daß es
möglich ist, die physikalischen Eigenschaften von ALC weiter
zu verbessern, wenn die Erdalkalimetallcarbonate in
Kombination mit einer geeigneten Menge von Calciumsulfat benutzt
werden. Auf der Basis dieser Erkenntnisse wurde die vorliegende
Erfindung vervollständigt.
Erfindungsgemäß wird ein verbessertes Verfahren zur Herstellung
von ALC aus, als dem Hauptrohmaterial, siliciumhaltigem
Pulver wie Quarzsand und Quarzstein und kalkhaltigem Pulver
wie Zement und Kalk geschaffen, wobei die Verbesserung darin
besteht, daß 1 bis 20 Gew.-% mindestens einer Art von pulverförmigen
Erdalkalimetallcarbonaten (ausgenommen
3 bis 20 Gew.-% Calciumcarbonat)
und 3 bis 10 Gew.-% Calciumsulfat zugegeben wird, wobei
sich die Mengenangaben auf die Menge der Gesamtfeststoffe im
Rohmaterial beziehen.
Die erfindungsgemäß benutzten Erdalkalimetallcarbonate
umfassen Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, das Doppelsalz
von Magnesiumcarbonat und Calciumcarbonat (Dolomit), Strontiumcarbonat
und Bariumcarbonat. Es können natürlich vorkommende
oder synthetisch hergestellte Carbonate verwendet
werden.
Die Erfinder haben früher bereits eine Patentanmeldung für
die Erfindung eines Verfahrens zur Herstellung von ALC,
welches die obengenannten Nachteile des Standes der Technik
vermeidet, getätigt. (Japanische Offenlegungsschrift
Nr. 74 553/1983). Gemäß diesem Verfahren werden 3
bis 20 Gew.-% pulverförmiges Calciumcarbonat und 3 bis 10
Gew.-% Calciumsulfat zu den Rohmaterialien zugegeben, wobei
die Mengenangaben auf die Menge der Gesamtfeststoffe in den
Rohmaterialien bezogen sind. Das Verfahren erlaubt die Bildung
von hochkristallinem Tobermorit, was zur Bildung von
ALC mit ausreichenden physikalischen Eigenschaften führt,
auch wenn das C/S-Verhältnis so niedrig wie 0,29 ist. Die
vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung dieser älteren
Erfindung dar.
Erfindungsgemäß wird die Menge an Carbonat auf 1 bis 20 Gew.-%
begrenzt. Mit weniger als 1 Gew.-% ruft das Carbonat nicht
den Effekt der Förderung der Kristallisation von Tobermorit
hervor; und mit mehr als 20 Gew.-% hat das entstehende ALC
eine extrem niedrige Druckfestigkeit. (Vermutlich deshalb,
weil die Menge der Rohmaterialien für Tobermorit abnimmt und
daher die Bildung von Tobermorit abnimmt.)
Erfindungsgemäß werden die Fälle, bei denen 3 bis 20 Gew.-%
Calciumcarbonat alleine zugegeben werden, ausgeschlossen
(mit anderen Worten die Menge an Calciumcarbonat wird, wenn
es alleine benutzt wird, auf mehr als 1 Gew.-% bis weniger
als 3 Gew.-% begrenzt). Der Grund hierfür ist folgender:
Mit weniger als 1 Gew.-% ruft Calciumcarbonat nicht den
Effekt der Förderung der Kristallisation von Tobermorit
hervor. Mit mehr als 3 Gew.-% wird das entstehende ALC allmählich
schlechter in Bezug auf seine Druckfestigkeit. (Wahrscheinlich
deshalb, weil die Menge an Rohmaterialien für
Tobermorit abnimmt und dadurch die Bildung von Tobermorit
abnimmt. Dies wurde von den Erfindern festgestellt.)
Erfindungsgemäß wird Calciumsulfat in einer Menge von 3 bis
10 Gew.-% zugegeben. Mit weniger als 3 Gew.-% hat Calciumsulfat
überhaupt keinen Effekt; und mit mehr als 10 Gew.-%
hat das entstehende ALC schlechte Druckfestigkeit.
In ALC, welches erfindungsgemäß hergestellt ist, wird die
Bildung von niedrigkristallinen Hydraten unterdrückt und
die Bildung von hochkristallinem Tobermorit gefördert. Der
Mechanismus ist noch nicht vollständig aufgeklärt; aber die
folgende Erklärung wäre möglich: Wenn das C/S-Verhältnis
niedrig ist oder die Rohmaterialien eine große Menge von
Unreinheiten wie Alkalimetallverbindungen enthalten, wird
die Lösung von siliciumhaltigen Substanzen in der Mischung
gefördert und das gelöste SiO2 reagiert mit CaO im Anfangsstadium
des Dampfhärtens. Die Reaktion bildet genau getrennte,
aus Einzelteilen bestehende Produkte. Diese Produkte
verhindern die folgende Zersetzung und verlangsamen
dadurch die Reaktion. Auf diese Art und Weise bildet die
Hydratisierung von Silikat niedrigkristalline Hydrate und
die dadurch geformten niedrigkristallinen Hydrate verbleiben
als solche, auch nachdem die Dampfhärtung vollendet ist.
Falls Erdalkalimetallcarbonat zugegeben wird, fungiert
es als Puffer zur Unterdrückung der übermäßigen Zersetzung
von silikathaltigen Substanzen, wodurch bewirkt wird, daß
die normale Hydratisierung fortlaufen kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf Rohmaterialien angewendet
werden, die zerkleinerten Abfall von gehärtetem ALC
oder Stücke von halbplastifiziertem ungehärtetem Produkt
enthalten. Das erstere dient als Streckmittel, Zuschlag und
zur Verminderung von Trockenschwund, das zweite dient als
Streckmittel und Schäumungshilfsmittel. Das erfindungsgemäße
Verfahren kann äußerst vorteilhaft zur Herstellung von ALC,
welcher eine Schüttdichte von 0,45 bis 0,55 g/cm3 hat, angewandt
werden; es kann aber auch zufriedenstellend zur
Herstellung von ALC, welcher eine Schüttdichte von 0,2 bis
1,2 hat, angewendet werden.
ALC mit einer Schüttdichte von 0,50 wurde in der üblichen
Weise aus einer Mischung, bestehend aus Quarzstein, Kalk und
Zement als den Hauptrohmaterialien und verschiedenen Arten von
Carbonat, Calciumsulfat, Aluminiumpulver, Wasser und üblichen
Zusätzen hergestellt. Die Mengen der Hauptrohmaterialien
wurden so ausgesucht, daß ein C/S-Verhältnis von 0,3 bis
0,45 eingestellt wurde. Das entstandene ALC wurde hinsichtlich
seiner physikalischen Eigenschaften untersucht. Die Druckfestigkeit
wurde gemäß JIS A/5416, Sektion 7 und der Trockenschwund
gemäß dem schwedischen Standard SS/137310 gemessen.
In Tabelle 1 ist die Zusammensetzung des für die Experimente
benutzten Dolomits gezeigt. Die Ergebnisse der Experimente,
in denen Dolomit als Carbonat benutzt wurde, sind in den
Tabellen 2 und 3 gezeigt. Die Resultate der Experimente, in
denen andere Erdalkalimetallcarbonate benutzt wurden,
sind in den Tabellen 4 und 9 gezeigt. Um einen schnellen
Vergleich zu ermöglichen, sind auch die Resultate vergleichbarer
Beispiele in jeder Tabelle gezeigt.
Aus den Tabellen 2 bis 9 kann entnommen werden, daß erfindungsgemäß
hergestelltes ALC eine Schüttdichte von 0,50
g/cm3, eine höhere Druckfestigkeit als 3,9 N/mm² (40 kg/cm2) und einen
niedrigeren Trockenschwund als 0,040% aufweist. Diese Werte
stellen die gewünschten physikalischen Eigenschaften von
ALC dar.
ALC-Proben, die in ihrer Schüttdichte von 0,2 bis 1,2 variieren,
wurden hergestellt. In vergleichbaren Beispielen
(ausgenommen eines) wurden keine Erdalkalimetallcarbonate
und Calciumsulfat zu den Rohmaterialien zugegeben.
Die Resultate werden in den Tabellen 10 und 11 gezeigt. Die
physikalischen Eigenschaften von ALC wurden auf dieselbe
Weise wie in Beispiel 1 gemessen und der Dolomit hat die
selbe Zusammensetzung wie in Tabelle 1 gezeigt.
Aus den Tabellen 10 und 11 kann man erkennen, daß erfindungsgemäß
hergestellte ALC-Produkte einen breiten Schüttdichtebereich
von 0,2 bis 1,2 und dennoch eine zwei- bis dreifach
höhere Druckfestigkeit als ALC-Produkte aufweisen, die aus
Rohmaterialien hergestellt wurden, welche keine Erdalkalimetallcarbonate
und Calciumsulfat enthielten. Die erfindungsgemäß
hergestellten ALC-Produkte sind wesentlich verbessert
in Bezug auf den Trockenschwund. Zufällig wurde Experiment
Nr. 7.1, welches in Tabelle 11 gezeigt ist, mit
mehr Calciumcarbonat, als erfindungsgemäß spezifiziert,
ausgeführt; deshalb hatte das ALC aus diesem Experiment
eine etwas geringere Druckfestigkeit als das erfindungsgemäß
hergestellte.
Man kann erkennen, daß die Verwendung von Kaliumcarbonat in
Verbindung mit Calciumsulfat ein ALC hervorbrachte, das eine
niedrige Druckfestigkeit und einen hohen Trockenschwund zeigt.
Erfindungsgemäß ist es möglich, ALC, das eine hohe Druckfestigkeit
und einen geringen Trockenschwund zeigt, ohne die
strenge Kontrolle des C/S-Verhältnisses herzustellen.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von autoklavengehärtetem
Gasleichtbeton aus siliciumhaltigem Material und
kalkhaltigem Material als den Hauptrohmaterialien,
dadurch gekennzeichnet,
daß 1 bis 20 Gew.-% pulverförmige Erdalkalimetallcarbonate
(ausgenommen 3 bis 20 Gew.-% Calciumcarbonat)
und 3 bis 10 Gew.-% Calciumsulfat zugesetzt
werden, wobei die Gewichtsangaben sich auf die
Menge der Gesamtfeststoffe im Rohmaterial beziehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Erdalkalimetallcarbonat
Magnesiumcarbonat, Dolomit, Strontiumcarbonat
oder/und Bariumcarbonat verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Erdalkalimetallcarbonat
Calciumcarbonat in einer Menge von mehr
als 1 Gew.-% bis weniger als 3 Gew.-% verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rohmaterialien
mit zerkleinertem Abfall von dampfgehärtetem
ALC oder mit Stücken von halbplastifiziertem ungehärtetem
Produkt versetzt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als siliciumhaltiges
Material Quarzsand oder Quarzgestein verwendet
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als kalkhaltiges
Material Zement oder Kalk verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß ein C/S-Verhältnis
(das Verhältnis von siliciumhaltigem Material
zu kalkhaltigem Material) von 0,3 bis 0,54 eingestellt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß für das
Produkt eine Schüttdichte von 0,45 bis 0,55 g/cm3
erreicht wird.
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