DE3636344A1 - Verfahren und vorrichtung zur leimangabe an zu verleimende holzflaechen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur leimangabe an zu verleimende holzflaechen

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    • B27G11/00—Applying adhesives or glue to surfaces of wood to be joined
    • B27G11/005—Glue guns, glue sprayers
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C—APPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C5/00—Apparatus in which liquid or other fluent material is projected, poured or allowed to flow on to the surface of the work
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Leimangabe nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und eine Vor­ richtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Wie die DE-OS 17 28 028 beschreibt, sind Leimspritzvor­ richtungen für Leimangabemaschinen bekannt, welche einen mit einem Leimbehälter über eine druckbeaufschlagte Leimzufuhrleitung verbundenen und von einem Düsenstock umschlossenen Druckraum besitzen. Von diesem Druckraum geht eine durch eine federbelastete Düsennadel ver­ schlossene Düsenbohrung nach außen. Die Leimabgabe er­ folgt dadurch, daß durch einen Mechanismus, der in Achs­ richtung hinter der Düsennadel angeordnet ist, diese kurzzeitig von ihrem Sitz abgehoben und damit eine be­ messene Leimmenge freigegeben wird. Bei diesen bekannten Leimspritzvorrichtungen wird durch einen Antriebs­ mechanismus, der zwangsläufig die Bautiefe erhöht, die Düsennadel relativ zum stationär gehaltenen Düsenstock bewegt.
Zur Leimangabe an größere und gegebenenfalls komplex ausgebildete Holzoberflächen, wie es beispielsweise in Keilzinkenanlagen geschieht, werden Leimangabewalzen verwendet. Die Verwendung von Leimangabewalzen in solchen Fällen führt nicht zu optimalen Ergebnissen, da eine exakte Dosierung der Leimangabe nicht in dem ge­ wünschten Ausmaß möglich ist. Ferner treten dadurch, daß die Leimangabewalzen Holzspäne aufnehmen können, Ver­ schmutzungsprobleme auf. Eine zufriedenstellende Lösung des Problems, derartige Flächen mittels nadelgesteuerter Düsen dosiert mit Leim zu besprühen, ist bisher noch nicht gelungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, mit denen es möglich ist, eine Vielzahl von Düsen der zu beleimenden Oberfläche zuzustellen. Diese Vielzahl von Düsen soll, auch bei anlagebedingten, räum­ lichen Begrenzungen exakt gesteuert werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die technische Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst.
In Holzver- und bearbeitungsanlagen muß häufig die Leim­ angabevorrichtung zu einem bestimmten Zeitpunkt der beleimenden Oberfläche zugestellt und zu einem be­ stimmten Zeitpunkt wieder zurückgefahren werden.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird mit Vorteil diese Bewegung gleichzeitig zum Öffnen der Düsen ge­ nutzt. Mit Vorteil kann eine Fläche beleimt werden, die bei einem vorhergehenden Arbeitstakt einer spanabheben­ den Bearbeitung, beispielsweise einem Zerspanen und Fräsen, unterzogen wurde. Mit besonderen Vorteil kann dieses Verfahren bei Keilzinkenanlagen verwendet werden. Um die Abdichtungsprobleme in möglichst einfacher Weise lösen zu können, wird mit Vorteil der Leimdruck im Druckkanal synchron zur Bewegung des Düsenblocks derart gesteuert, daß der Leimdruck kurzzeitig je Arbeitstakt vor der Freigabe der Düsen durch die Nadeln aufgebaut und mit dem Schließen der Düsen wieder abgebaut wird. Dabei kann mittels einer Dosier-Kolbenpumpe der Leim­ druck aufgebaut werden, so daß die Möglichkeit besteht, je Arbeitstakt nur eine bestimmte Leimmenge abzugeben. Mit dem Schließen der Düsen wird der Leimdruck dadurch abgeschaltet, daß der Dosierkolben zurückfährt und dabei aus einem Leimbehälter jeweils Leim ansaugt. Das Kolben­ hubvolumen ist dabei nur für einen Beleimvorgang ausge­ legt. Lediglich der Leim im Zuführsystem steht - und dies auch nur kurzzeitig - unter Druck. Dies hat bei verschiedenen Leimsorten Einfluß auf die Aushärtzeit.
Das erfindungsgemäße Verfahren bringt noch den Vorteil mit sich, daß, da die Nadeln stationär gehalten werden, für diese kein Antrieb mehr erforderlich ist. Es ist somit möglich, eine Leimangabe mit nadelgesteuerten Düsen auch dann durchzuführen, wenn der in der Anlage zur Verfügung stehende Raum nicht ausreicht, um ein nadelgesteuertes Düsensystem mit axial hinter den Nadeln montierten Antriebsverbindungen für die Nadeln unterzu­ bringen. Dieses Problem tritt beispielsweise bei Keil­ zinkenanlagen auf, bei denen zwischen eng benachbarten Pressen eine Leimangabe zwischen den aufeinander zu weisenden Holzenden durchgeführt werden muß.
In einfacher Weise ist es lediglich erforderlich, einen relativ zur beleimenden Holzfläche hin- und herbeweg­ lichen Düsenblock vorzusehen, der einen als Längsbohrung ausgebildeten Druckkanal aufweist. Dieser Druckkanal steht mit einer unter Druck stehenden Leimquelle in Ver­ bindung. Die Zuführung zu dem Druckkanal kann von oben oder von unten an einer Stelle zwischen dessen Enden, vorzugsweise in der Mitte erfolgen. Aus diesem Druck­ kanal erstreckt sich eine Anzahl in einer gemeinsamen Ebene in einer Reihe angeordneter Düsen heraus. Es ist möglich, mit einer großen Sprühbreite zu arbeiten. Eine Anzahl stationär gehaltener Nadeln erstreckt sich von der den Düsen gegenüberliegenden Seite des Düsenblocks in diesen hinein, diametral durch den Druckkanal hin­ durch und dann, um diese zu verschließen, in die Düsen hinein.
Die Nadeln werden vorzugsweise in einer lösbaren Hal­ terung gehalten. Wenn die Sprühbreite verändert werden soll, ist es lediglich erforderlich, die den nicht be­ nutzten Düsen zugeordneten Nadeln aus ihren Halterungen zu lösen. Die Enden der den Druckkanal bildenden Bohrung sind offen. Zum Verschluß dieser Enden sind in diese je ein Sperrschieberkolben eingesetzt. Wenn die Nadeln herausgenommen werden, ist es lediglich erforderlich, den entsprechenden Sperrschieberkolben oder beide Sperr­ schieberkolben so weit innerhalb des Druckkanals zu ver­ schieben, daß die nicht mehr mit Nadeln bestückten Düsen nicht mehr mit dem Druckkanal in Verbindung stehen.
Da im Betrieb eine Kontrolle, ob alle Düsen Leim ab­ geben, nicht möglich ist, sind die Nadeln so gestaltet, daß sie eine Räumspitze für die Düse am vorderen Ende tragen. Beim Schließen der Düsen stößt diese Räumspitze Schmutzpartikel oder Leimklumpen aus der Düse nach außen. Eine verschmutzte Düse wird somit für den nächsten Arbeitsgang wieder gesäubert.
Zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen dem Düsen­ block und den Nadeln kann der Düsenblock mit Vorteil an einem hydraulisch betätigbaren Schlitten montiert sein. Zu Einstellungszwecken kann der Abstand zwischen Düsen­ block und Schlitten einstellbar sein. Der Schlitten kann quer verschiebbar gelagert sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Nadeln in eine Klemmvorrichtung eingespannt sind. Dies erleichtert das Auswechseln der Nadeln.
Mit besonderem Vorteil kann sich längs der Düsen am Düsenblock eine einstellbare Verteilerprofilleiste er­ strecken. Diese Verteilerprofilleiste wirkt auf den Sprühstrahl ein und sorgt für eine gute Verteilung des aufzusprühenden Leimes. Die Verteilerprofilleiste kann auch bei einem Vorbeifahren des Düsenblocks an der zu beleimenden Oberfläche den abgesprühten Leim gleichmäßig verteilen. Bei einer Keilzinkenanlage kann mit Vorteil die Verteilerprofilleiste ein Keilzinkenprofil aufwei­ sen.
Mit besonderem Vorteil können zwei Düsenblöcke, deren Düsen in entgegengesetzte Richtungen weisen, nebenein­ ander angeordnet sein. Diese Baugruppe kann beispiels­ weise an einer heb- und senkbaren Konsole montiert sein. Diese Leimangabevorrichtung kann insbesondere für Ma­ schinen, wie Keilzinkenanlagen verwendet werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen in der fol­ genden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figur der Zeichnung erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht durch einen Düsenblock, der für eine zweiseitige Be­ leimung ausgelegt ist,
Fig. 2 eine Schnittansicht des Düsenblocks, wobei der Schnitt durch den Druckkanal geführt ist, und
Fig. 3 + 4 Schnittansichten weiterer Ausführungsbei­ spiele.
Fig. 1 zeigt einen Düsenblock 1, der in eine Keilzinken­ anlage eingebaut ist und mit dem die Oberfläche eines Paketes 12 beleimt werden soll. Dieser Düsenblock 1 weist einen Druckkanal 2 auf, der sich in Längsrichtung des Düsenblockes 1 erstreckt. Die Längsrichtung des Düsenblockes 1 verläuft senkrecht zur Zeichenebene. Dieser Druckkanal 2 steht über die Leitung 10 mit einer nicht dargestellten Druckleimquelle, die eine Dosier- Kolbenpumpe aufweist, in Verbindung. Die Leitung 10 mündet in den Druckkanal 2 an einer Stelle zwischen dessen Enden, insbesondere in der Mitte des Druckkanals 2. Vom Druckkanal 2 aus erstrecken sich mehrere Düsen 3 nach außen. Diese Düsen 3 liegen in einer Ebene in einer Reihe nebeneinander.
Der Düsenblock 1 ist an einem Schlitten 6 montiert, welcher an einer Führung 11 gleiten kann. Zum Antrieb des Schlittens 6 kann ein nicht dargestellter Hydraulik­ kolben vorgesehen sein.
Von der den Düsen 3 gegenüberliegenden Seite erstrecken sich Nadeln 7 in den Düsenblock 1 hinein. Diese Nadeln 7 durchqueren den Druckkanal 2 diametral und erstrecken sich in die Düsen 3 hinein, um diese in der dargestell­ ten Lage zu verschließen. Die Enden der Nadeln 7 sind, wie dargestellt, in der Klemmvorrichtung 8 eingespannt. Um Leim abzugeben, wird der Hydraulikkolben betätigt. Am vorderen Ende tragen die Nadeln 7 Räumspitzen 13 für die Düsen 3. Dies bewirkt, daß der Schlitten 6 sich längs der Führung 11 zur zu beleimenden Holzfläche hin bewegt. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß die Düsen 3 ganz nahe an die zu beleimende Fläche herangeführt werden, so daß ein Leimverlust und eine Verschmutzungsgefahr ver­ ringert werden. Bei dieser Bewegung bewegt sich der Düsenblock 1 relativ zur stationär gehaltenen Nadel 7, die aus ihrer Verschließstellung herausgezogen wird und die Düse 3 freigibt.
Eine Veränderung der Sprühbreite ist in einfachster Weise möglich. Die nicht mehr benötigten Nadeln 7, die den Düsen 3 zugeordnet sind, werden aus der Klemmvor­ richtung 8 herausgenommen.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die Enden 4 des Druckkanals 2 offen. In beiden Enden 4 ist je ein Sperrschieberkolben 5 eingesetzt. Wenn die Nadeln 7, die bestimmten Düsen 3 zugeordnet sind, aus der Klemmvorrichtung 8 herausge­ nommen werden, ist es lediglich erforderlich, den Sperr­ schieberkolben 5 so zu verschieben, daß diese Düsen 3 vom Druckkanal 2 abgesperrt werden. Die Düsen 3 stehen mit der Druckleimzuführung nicht mehr in Verbindung.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die Druckleimzuführung über die Leitung 10 von oben erfolgt. Das in Fig. 3 dargestellte Aggregat weist einen Schlitten 6 auf, der vom Hydraulikkolben 12 angetrieben wird. An diesem Schlitten 6 ist der Düsenblock 1 mon­ tiert. Die Nadeln 7 werden durch die Klemmvorrichtung 8 stationär gehalten.
Fig. 4 zeigt einen Schlitten durch eine Anordnung, bei der zwei Düsenblöcke 1, deren Düsen 3 in entgegengesetzte Richtungen weisen, nebeneinander angeordnet sind. In Fig. 4 ist noch eine Stellvorrichtung 14 dargestellt, mit der der Abstand zwischen Düsenblock 1 und Schlitten 6 verändert werden kann.

Claims (12)

1. Verfahren zur Leimangabe an zu verleimende Holz­ flächen mittels nadelgesteuerter Düsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln (7), die den, von einem, in einem Düsen­ block (1) vorgesehenen gemeinsamen Druckkanal (2) ausgehenden Düsen (3) zugeordnet sind, stationär gehalten werden, und daß zur Freigabe der Düsen durch die Nadeln (7) der Düsenblock (1) relativ zu den Nadeln (7) zur Holzfläche hinbewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leimdruck im Druckkanal (2) synchron zur Be­ wegung des Düsenblocks (1) derart gesteuert wird, daß der Leimdruck kurzzeitig je Arbeitstakt vor der Freigabe der Düsen (3) durch die Nadeln (7) aufge­ baut und mit dem Schließen der Düsen wieder abgebaut wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Leimdruck mittels einer Dosier-Kolbenpumpe auf­ gebaut wird, durch deren Ansaughub Leim bei ge­ schlossenen Düsen (3) aus einem Leimbehälter ange­ saugt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß ein relativ zur zu beleimenden Holzfläche hin- und herbeweglicher Düsenblock (1) einen als Längsbohrung ausgebildeten Druckkanal (2) aufweist, von dem aus sich eine Anzahl in einer gemeinsamen Ebene in einer Reihe angeordnete Düsen (3) erstrecken, und daß eine Anzahl stationär gehaltener Nadeln (7) sich von der den Düsen (3) gegenüberliegenden Seite des Düsen­ blocks (1) in diesen hinein, diametral durch den Druckkanal (2) hindurch und in die Düsen (3) er­ streckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (7) eine Räumspitze (13) für die Düse (3) trägt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (4) der den Druckkanal (2) bildenden Bohrung offen sind, und daß in diese Enden (4) je ein Sperrschieberkolben (5) eingesetzt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenblock (1) z. B. an einem hydraulisch be­ tätigbaren Schlitten (6) montiert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Düsenblock (1) und dem hydraulisch betätigbaren Schlitten (6) einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln (7) in eine Klemmvorrichtung (8) einge­ spannt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-9, dadurch gekennzeichnet, daß sich längs der Düsen (3) am Düsenblock (1) eine ein­ stellbare Verteilerprofilleiste (9) erstreckt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerprofilleiste (9) ein Keilzinkenprofil ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-11, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Düsenblöcke (1), deren Düsen (3) in entgegen­ gesetzte Richtungen weisen, nebeneinander angeordnet sind.
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