DE3686559T2 - Verwendung von phenaethanolaminen zum verbessern des fettgehaltes von saumilch. - Google Patents

Verwendung von phenaethanolaminen zum verbessern des fettgehaltes von saumilch.

Info

Publication number
DE3686559T2
DE3686559T2 DE8686309206T DE3686559T DE3686559T2 DE 3686559 T2 DE3686559 T2 DE 3686559T2 DE 8686309206 T DE8686309206 T DE 8686309206T DE 3686559 T DE3686559 T DE 3686559T DE 3686559 T2 DE3686559 T2 DE 3686559T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen
hydroxy
day
compound
farrowing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE8686309206T
Other languages
English (en)
Other versions
DE3686559D1 (de
Inventor
David Bennett Anderson
Edward Lee Veenhuizen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eli Lilly and Co
Original Assignee
Eli Lilly and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eli Lilly and Co filed Critical Eli Lilly and Co
Application granted granted Critical
Publication of DE3686559D1 publication Critical patent/DE3686559D1/de
Publication of DE3686559T2 publication Critical patent/DE3686559T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/275Nitriles; Isonitriles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/111Aromatic compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/13Amines
    • A61K31/135Amines having aromatic rings, e.g. ketamine, nortriptyline
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P15/00Drugs for genital or sexual disorders; Contraceptives
    • A61P15/14Drugs for genital or sexual disorders; Contraceptives for lactation disorders, e.g. galactorrhoea

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Reproductive Health (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Pregnancy & Childbirth (AREA)
  • Gynecology & Obstetrics (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Dairy Products (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Feed For Specific Animals (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Fodder In General (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)

Description

  • Ferkel werden in besonders schwachen und abwehrlosem Zustand geboren. Ihre Haut und ihr Haar sind dünn und zart, verglichen mit den Jungen anderer Nutztiere, und ihre Reserven an gespeicherten Nahrungsmitteln sind sehr gering. Insbesondere sind die Fettreserven eines Ferkels sehr gering.
  • Deshalb sind die Glycogenreserven der Ferkel sehr bald nach der Geburt erschöpft. Wenn ein einzelnes Ferkel beim Saugen langsam ist oder weniger als seinen Anteil an Kolostrum und Milch bekommt, wird es bald in einem hoffnungslosen Zustand sein. Das beobachtete Ergebnis ist, daß nur etwa 75% der Ferkel bis zum Erwachsenenalter überleben.
  • Es wurde gefunden, daß das Überleben von Ferkeln meßbar verbessert werden kann durch Hilfsstoffe, die den Fettgehalt in dem Kolostrum und der Milch der Sau erhöhen. Zum Beispiel berichteten Moser und Lewis in Feedstuffs, 3. März 1980, daß die Zugabe von Fetten zu der Diät für stillende Sauen den Fettgehalt ihres Kolostrums und ihrer Milch erhöht und zu einer Zunahme von etwa 2,6% bei der Überlebensrate ihrer Ferkel führte, verglichen mit normal gefütterten Kontrollen.
  • Die Zugabe von Fetten zu Tierfutter ist jedoch ziemlich schwierig. Das physikalische Vermischen ist viel schwieriger als das einfache Vermischen von Korn- und Getreideprodukten, das bei üblichen Futterstoffen stattfindet, und das entstehende Fett enthaltende Futter ist schwierig abzumessen, zu transportieren und zu lagern. Die Mengen an Fett, die notwendig sind, um den gewünschten Effekt zu erzielen, tragen erheblich zu den Kosten des Futters für die Sauen bei. Bis jetzt gab es keinen physiologischen Weg, um den Fettgehalt von Kolostrum und Milch von Sauen zu erhöhen.
  • Die vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zur Erhöhung der Fettkonzentration von Kolostrum und Milch von Sauen, indem man ein Phenethanolamin aus einer kleinen Gruppe von Phenethanolaminen verabreicht. Die Phenethanolamine stellen eine sehr große und komplexe Gruppe von Pharmazeutika dar, die sowohl für die Human- als auch für die Veterinärmedizin nützlich sind. Verschiedene Mitglieder der breiten Klasse der Phenethanolamine haben viele verschiedene Aktivitäten und können somit für eine Anzahl pharmakologischer Zwecke verwendet werden.
  • Zum Beispiel lehrt die Europäische Patentschrift Nr. 0 117 647, daß eine Gruppe von Phenethanolaminen, einschließlich einigen von denen, die für die vorliegende Erfindung verwendet werden, effektiv an Tiere verabreicht werden kann, um die Futtereffizienz und die Fleischqualität zu verbessern. Das Patent erwähnt Schweine als bevorzugte Tiere und es wird angegeben, daß die Verwendung der Verbindungen verursacht, daß das behandelte Tier mager bleibt verglichen mit unbehandelten Tieren. Die US- Patente 4 407 819 und 4 432 995 von Kiernan et al. lehren, daß andere für die vorliegende Erfindung verwendete Verbindungen die Ablagerung von magerem Fleisch und das Verhältnis von mager zu fett erhöhen ebenso wie die Futtereffizienz und die Wachstumsrate bei Tieren einschließlich Schweinen.
  • Es wurde festgestellt, daß die einzige Lipidfraktion des Blutes, die in wesentlicher und übereinstimmender Menge von den Brustdrüsen der Sau auf genommen wird, die Triglyceridfraktion ist. Lactation, Larsen und Smith, Vol. 11, Seite 26 (Academic Press, 1974).
  • Es wurde in der Vergangenheit gezeigt, daß einige Phenethanolamine Fettablagerungen im Körper in Form von freien Fettsäuren freisetzen. Zum Beispiel wird in der oben erwähnten Europäischen Patentanmeldung auf Seite 31 angegeben, daß die Verbindungen, wenn sie an normale Schweine verabreicht werden, die Konzentration nicht-veresterter Fettsäuren im Blut verglichen mit unbehandelten Kontrolltieren erhöhten.
  • Eine andere Klasse von Phenethanolaminen, die extrem genau bezüglich ihrer Stereochemie definiert wurden, wird in US- Patent 4 391 826 von Mills et al. gelehrt. Diese Verbindungen sollen als Mittel gegen die Fettleibigkeit nützlich sein. Das Patent zeigt oben in Spalte 13, daß die Verabreichung typischer Verbindungen an Ratten einen hohen Anstieg der Konzentration freier Fettsäuren im Blut verursachte.
  • Die vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zur Erhöhung des Fettgehaltes des Kolostrums oder der Milch von stillende Sauen, umfassend, daß man der Sau 3 Tage vor dem Ferkeln bis 10 Tage nach dem Ferkeln eine milchfetterhöhende Menge einer Verbindung der Formel (I)
  • verabreicht, worin
  • R Wasserstoff, ein Hydroxy-, Methoxy- oder Aminorest ist;
  • R¹ Wasserstoff oder ein Cyanorest ist;
  • R² ein C&sub2;-C&sub4;-Alkylrest oder eine Gruppe der Formel (II)
  • ist;
  • R³ Wasserstoff oder ein Methylrest ist;
  • R&sup4; Wasserstoff, ein Hydroxyrest, Fluor, ein Nitro- oder Carbamoylrest ist;
  • mit dem Vorbehalt, daß:
  • R und R&sup4; nicht beide Wasserstoff sind;
  • R&sup4; kein Hydroxyrest ist, wenn R Wasserstoff ist;
  • R Wasserstoff oder ein Aminorest ist, wenn R¹ ein Cyanorest ist;
  • R Wasserstoff, ein Hydroxy- oder Methoxyrest ist, wenn R¹ Wasserstoff ist;
  • R² ein C&sub2;-C&sub4;-Alkylrest ist, wenn und nur wenn R¹ ein Cyanorest ist;
  • oder ein physiologisch annehmbares Säureadditionssalz davon.
  • In dem gesamten vorliegenden Dokument beziehen sich alle Angaben von Prozent, Anteilen und dergleichen auf Gewicht.
  • Die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Verbindungen sind auf den Gebieten der organischen Chemie und der Tierhaltung bekannt. Die Synthese einiger Verbindungen wird in der Europäischen Patentanmeldung 84 300 559.6, veröffentlicht am 5. Sept. 1984 unter der Veröffentlichungsnummer 0 117 647, gelehrt. Andere Verbindungen werden in US-Patent 4 407 819 und US- Patent 4 432 995 gelehrt.
  • Die Verabreichung bestimmter Klassen der oben beschriebenen Verbindungen ist bevorzugt. Jede der folgenden Beschränkungen beschreibt eine spezifische Klasse bevorzugter Verbindungen.
  • Es versteht sich, daß die folgenden Begrenzungen kombiniert den können, um weitere Klassen bevorzugter Verbindungen zu schreiben.
  • a) R ist Wasserstoff oder ein Hydroxyrest;
  • b) R ist ein Hydroxyrest;
  • c) R ist ein Aminorest;
  • d) R¹ ist Wasserstoff;
  • e) R¹ ist ein Cyanorest;
  • f) R² ist ein C&sub2;-C&sub4;-Alkylrest;
  • g) R² ist eine Gruppe der Formel (II)
  • h) R² ist sekundär oder tertiär;
  • i) R&sup4; ist ein Hydrbxy-, Fluor-, Nitro- oder Carbamoylrest;
  • j) R&sup4; ist ein Hydroxy- oder Carbamoylrest.
  • Die am meisten bevorzugten einzelnen Verbindungen zur Verwendung gemäß der Erfindung sind die folgenden:
  • 1-(4-Hydroxyphenyl)-2-[3-(4-hydroxyphenyl)-1-methylpropylamino]ethanol
  • 2-[3-(4-Aminocarbonylphenyl)-1-methylpropylamino]-1-phenylethanol
  • 2-[1-Methyl-3-4-nitrophenyl)propylamino]-1-phenylethanol
  • 1(4-Amino-3-cyanophenyl )-2-isopropylaminoethanol
  • 1-(4-Amino-3-cyanophenyl)-2-ethylaminoethanol.
  • Weitere typische Verbindungen zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung sind die folgenden:
  • 2-(1,1-Dimethyl-3-phenylpropylamino)-1-(4-hydroxyphenyl)ethanol
  • 2-[3-(4-Fluorphenyl)-1-methylpropylamino]-1-phenylethanol
  • 2-[1,1-Dimethyl-3-(4-hydroxyphenyl)propylamino]-1(4-hydroxyphenyl) ethanol
  • 2-[1,1-Dimethyl-3-(4-nitrophenyl)propylamino]-1-(4-hydroxyphenyl) ethanol
  • 2-[1,1-Dimethyl-3-(hydroxyphenyl)propylamino]-1-(4-methoxyphenyl)ethanol
  • 2-[1,1-Dimethyl-3-(4-fluorphenyl)propylamino]-1-phenylethanol
  • 2-t-Butylamino-1-(4-amino-3-cyanophenyl)ethanol
  • 2-s-Butylamino-1-(4-amino-3-cyanophenyl )ethanol
  • 1-(3-Cyanophenyl)-2-isopropylaminoethanol.
  • Die Verbindungen zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung können vorteilhafterweise in Form von Salzen verwendet werden und es versteht sich, daß alle oben spezifisch angegebenen Verbindungen in Form von physiologisch annehmbaren Salzen sein können. Am meisten bevorzugt werden die Verbindungen in Form von Hydrohalogenidsalzen verwendet, insbesondere als Hydrochloride. Jedoch kann jedes gewünschte physiologisch annehmbare Salz verwendet werden. Zum Beispiel können solche typischen Salze wie Sulfate, Acetate, Formiate, Toluolsulfonate, Methansulfonate, Lactate, Citrate, Naphthalinsulfonate, Phosphate, Succinate und dergleichen verwendet werden, falls erwünscht.
  • Ein organischer Chemiker wird sofort erkennen, daß die gemäß der Erfindung verwendeten Verbindungen ein oder zwei asymmetrische Zentren haben. Die Stereochemie der Verbindungen ist oben nicht angegeben und es ist bevorzugt, die Verbindungen als razemische Mischungen zu verwenden, die alle möglichen Stereoisomeren enthalten. Jedoch wird anerkannt, daß es manchmal vorteilhaft sein kann, die Isomeren zu trennen und zu identifizieren und nur ein Isomer zu verwenden oder die Isomere zu verwenden, die die größte Wirkung liefern. Eine solche Trennung und Identifizierung ist ein bekanntes Verfahren in der organischen Chemie und die Verwendung der getrennten aktiven Isomere wird als eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrachtet.
  • Test 1
  • Die Versuchstiere waren Hybridsauen, hauptsächlich durch Yorkshire-Extraktion, die vorher bereits 1 bis 5 Würfe geboren hatten und dabei waren zu ferkeln. Die Sauen wurden in Ferkelkisten gehalten, in einem Betonziegelbau mit Betonleisten, und wurden gefüttert mit einer Mais-Soja-Diät, die 10% Rübenbrei enthielt, was 16% Protein lieferte. Jede Ferkelkiste hatte eine einzelne Füttervorrichtung und eine automatische Wasserzuführvorrichtung und Wärmelampen und Wärmestrahler waren vorhanden, um die Ferkel zu erwärmen, falls notwendig.
  • Drei Sauen bildeten die unbehandelte Kontrollgruppe und jeweils zwei Sauen wurden in 6 Behandlungsgruppen eingeteilt. Die Testverbindung war dl-1-(4-Hydroxyphenyl)-2-[3-(4-hydroxyphenyl)-1-methylpropylamino]ethanol-hydrochlorid. Die Verbindung wurde an einige Sauen oral verabreicht, indem eine wäßrige Lösung des Arzneimittels in das Futter jeder Sau bei jeder Morgen- und Nachmittagsfütterung pipettiert wurde. Die Verbindung wurde, auch als wäßrige Lösung, subkutan in die hintere Flanke der Sauen, bei denen die Verabreichung durch Injektion erfolgte, injiziert. Die Injektionen wurden um 8, 11.30 und 15.30 Uhr verabreicht.
  • Die Behandlungen begannen um 8 Uhr am Morgen, nachdem jede Sau geferkelt hatte und wurden 3 Tage fortgesetzt. Milchproben wurden zur Zeit der Morgen- und Nachmittagsfütterung erhalten, indem Oxytocin injiziert wurde und die Sauen von Hand gemolken wurden. Die Milchproben wurden analysiert, um den Fettgehalt durch Infrarotanalyse zu bestimmen.
  • Die folgende Tabelle gibt die Ergebnisse der Milchfettanalysen an als Durchschnittswerte der Behandlungsgruppen. Eine Sau in der Gruppe, der 0,1 mg/kg subkutan verabreicht wurden, ging ein aus Gründen, die mit dem Test nichts zu tun hatten, so daß die Ergebnisse für diese Behandlung nur auf einer einzigen Sau basieren. Tabelle 1 Behandlungsgruppe Milchfettgehalt Kontrolle oral subkutan
  • Test 2
  • Eine Gruppe von 18 jungen Hybridsauen wurde in einem Test verwendet, der im wesentlichen dem Test 1 entsprach. 6 junge Sauen wurden jeweils zu einer Kontrollgruppe, einer Gruppe, die die Verbindung von Test 1 oral mit einer Rate von 0,2 mg/kg zweimal täglich mit dem Futter erhielt, und einer Gruppe, die dieselbe Verbindung mit einer Rate von 0,02 mg/kg subkutan dreimal am Tag erhielt, zusammengefaßt. Die Verabreichung der Testverbindungen begann am 4. Tag, nachdem jede junge Sau geferkelt hatte.
  • Die Tiere wurden mit einer Maus-Soja-Diät gefüttert, die 16% Rohprotein enthielt, und erhielten Futter und Wasser ad libitum.
  • Die Milchfettanalysen, als Durchschnittswerte der Behandlungsgruppen, sind in der folgenden Tabelle angegeben. Tabelle 2 Prozent Milchfett Behandlungsgruppe Kontrolle oral subkutan
  • Test 3
  • Bei diesem Versuch wurden 14 Sauen in zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt, eine Kontrollgruppe und eine Gruppe, die 0,02 mg/kg der Verbindung, die in Test 1 verwendet wurde, in drei täglichen subkutanen Injektionen erhielt, beginnend am Tag des Ferkelns. Die Sauen wurden wie in Test 1 beschrieben behandelt.
  • Die Milch der Sauen wurde analysiert und es wurde gefunden, daß der durchschnittliche Milchfettgehalt der Milch der Kontrollsauen 5,6% während der ersten drei Tage nach dem Ferkeln war. Der Milchfettgehalt der Sauen in der behandelten Gruppe war 7,7% während desselben Zeitraumes.
  • Die vorliegende Erfindung wird durchgeführt, indem eine Verbindung der oben beschriebenen Gruppe an eine Sau, die dabei ist zu ferkeln oder gerade geferkelt hat, verabreicht wird. Die Verbindungen können entweder oral verabreicht werden, zum Beispiel indem die Verbindung in das Futter der Sau gemischt wird, oder perkutan. Die Verabreichung sollte nicht mehr als drei Tage vor dem erwarteten Ferkeldatum begonnen werden. Da der Hauptpunkt der Erfindung darin liegt, die neugeborenen Ferkel mit Extraenergie auszustatten, gibt es keinen Grund, die Erfindung mehr als etwa 10 Tage nach dem Ferkeln durchzuführen. Am effektivsten sollte die Verabreichung einer erfindungsgemäßen Verbindung am Tag des Ferkelns begonnen werden und 3 bis 7 Tage fortgesetzt werden.
  • Wenn eine Verbindung oral verabreicht werden soll, kann sie mit dem Futter oder dem Wasser für die Sau vereinigt werden oder als pharmazeutische Dosierungsform wie zum Beispiel als Arzneimittel verabreicht werden. Es ist bevorzugt, die Verbindung in dem Futter der Sau zu verabreichen.
  • Für eine derartige Verabreichung ist es üblich und geeignet, eine Futtervormischung der Verbindung herzustellen. Eine Futtervormischung ist eine relativ konzentrierte Mischung der Verbindung in einem eßbaren Verdünnungsmittel, die mit einer geeigneten Menge des fertigen Futters gemischt wird. Vormischungen sind üblicherweise feste teilchenförmige Mischungen, worin die Verbindung mit Reisstroh, Sojamehl, grobgemahlenen Körnern oder ähnlichen Substanzen verdünnt wird. Eine Futtervormischung kann pelletiert werden, um Staubbildung zu kontrollieren, oder das Verdünnungsmittel kann ein Ton sein, wobei dann die Vormischung gemäß üblichen Verfahren granuliert werden kann. Eine typische Vormischung hat einen Gehalt an aktivem Inhaltsstoff im Bereich von etwa 10 bis etwa 80 Gew.-%.
  • Es ist möglich, aber unüblich, flüssige Futtervormischungen herzustellen, worin die Verbindung in einer wäßrigen oder organischen Flüssigkeit wie Wasser, Propylenglykol und dergleichen gelöst oder suspendiert wird.
  • Eine Verbindung kann natürlich mit dem Futter der Sau gemischt werden ohne die Verwendung einer Futtervormischung, indem einfach die für eine Dosis richtige Menge der Verbindung abgewogen wird und mit einem Teil des Futters vereinigt wird, von dem sicher ist, daß die Sau es fressen wird. Ein solches Verfahren kann für die vorliegenden Verbindungen geeignet sein, da die Verabreichung nur für eine kurze Zeit fortgeführt wird und zu einem bestimmten Zeitpunkt begonnen wird.
  • Die Verabreichung einer Verbindung in dem Wasser für die Sau wird durchgeführt, indem eine Formulierung der Verbindung hergestellt wird, die in Wasser gelöst oder suspendiert werden kann und in den Wasservorrat gemischt wird. Zum Beispiel kann eine Verbindung in einem physiologisch annehmbaren Glykol, einer wäßrigen Lösung eines Glykols oder eines Alkohols und dergleichen formuliert werden.
  • Schließlich kann die Verbindung in einem physiologisch annehmbaren Verdünnungsmittel gelöst oder suspendiert werden und kann oral an die Sau, zum Beispiel als Arzneimitteltrank verabreicht werden. Ein solches Verfahren ist jedoch nicht bevorzugt wegen der schwierigen Verabreichung.
  • Weiterhin können die Verbindungen der vorliegenden Erfindung wirksam perkutan verabreicht werden, zum Beispiel durch intramuskuläre oder subkutane Injektion. Die Herstellung injizierbarer Präparate ist wohlbekannt. Im allgemeinen ist es nur notwendig, die Verbindung in einem physiologisch annehmbaren flüssigen Medium, vorzugsweise einem wäßrigen Medium wie Wasser, Propylenglykol, wäßrigem Ethanol und dergleichen, zu lösen oder zu suspendieren und, falls erforderlich, das geeignete Suspensionsmittel zur Verfügung zu stellen.
  • Der Dosierungsbereich einer gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Verbindung ist im Bereich von etwa 0,001 bis etwa 2 mg/kg/Tag für die orale Verabreichung und im Bereich von etwa 0,0005 bis etwa 0,5 mg/kg/Tag für die perkutane Verabreichung. Es ist bevorzugt, die Verbindung in mehreren Dosen über den Tag zu verabreichen, statt in einer einzelnen Dosis. Zum Beispiel ist es am meisten bevorzugt, eine Verbindung in dem Futter der Sau zu verabreichen und das Futter für sie zu jeder Zeit verfügbar zu halten, so daß sie ihre tägliche Dosis in Portionen während des Tages und der Nacht verbraucht. Wenn die Verbindung perkutan verabreicht wird, ist es ebenso bevorzugt, die tägliche Dosis aufzuteilen und sie in zwei, drei oder vier Injektionen zu verabreichen.
  • Genauer ist der bevorzugte Dosierungsbereich für eine Verbindung, worin R² ein Phenylalkylrest ist, 0,05 bis 2 mg/kg/ Tag für die orale Verabreichung und 0,005 bis 0,5 mg/kg/Tag für die perkutane Verabreichung. Im Fall von Verbindungen, worin R² ein Alkylrest ist, liegt der bevorzugte orale Dosierungsbereich bei etwa 0,001 bis etwa 2,0 mg/kg/Tag und der bevorzugte perkutane Dosisbereich ist etwa 0,0005 bis etwa 0,5 mg/kg/Tag.
  • Am meisten bevorzugt liegt eine orale Dosis einer Verbindung, worin R² ein Phenylalkylrest ist, im Bereich von 0,25 bis 1 mg/kg/Tag und eine perkutane Dosis im Bereich von 0,05 bis 0,2 mg/kg/Tag. Der am meisten bevorzugte orale Dosisbereich einer Verbindung, worin R² ein Alkylrest ist, ist etwa 0,025 bis etwa 1 mg/kg/Tag und der am meisten bevorzugte perkutane Dosisbereich ist etwa 0,005 bis etwa 0,2 mg/kg/Tag.

Claims (8)

1. Verfahren zur Erhöhung des Fettgehaltes des Kolostrums oder der Milch einer stillenden Sau, umfassend, daß man der Sau in dem Zeitraum 3 Tage vor dem Ferkeln bis 10 Tage nach dem Ferkeln eine milchfetterhöhende Menge einer Verbindung der Formel (I)
verabreicht, worin
R Wasserstoff, ein Hydroxy-, Methoxy- oder Aminorest ist;
R¹ Wasserstoff oder ein Cyanorest ist;
R² ein C&sub2;-C&sub4;-Alkylrest oder eine Gruppe der Formel (II)
ist;
R³ Wasserstoff oder ein Methylrest ist;
R&sup4; Wasserstoff, ein Hydroxy-, Fluor-, Nitro- oder Carbamoylrest ist;
mit dem Vorbehalt, daß:
R und R&sup4; nicht beide Wasserstoff sind;
R&sup4; kein Hydroxyrest ist, wenn R Wasserstoff ist;
R Wasserstoff oder ein Aminorest ist, wenn R¹ ein Cyanorest ist;
R Wasserstoff, ein Hydroxy- oder Methoxyrest ist, wenn R¹ Wasserstoff ist;
R² ein C&sub2;-C&sub4;-Alkylrest ist, wenn und nur wenn R¹ ein Cyanorest ist;
oder ein physiologisch annehmbares Säureadditionssalz davon.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin R Wasserstoff, ein Hydroxy- oder Methoxyrest ist; R¹ Wasserstoff ist und R² eine Gruppe der Formel (II), wie in Anspruch 1 definiert, ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, worin die Verabreichung am Tag des Ferkelns begonnen wird und 3 bis 7 Tage nach dem Ferkeln fortgesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, worin die Verabreichung oral mit einer Dosierungsrate von 0,05 bis 2 mg/kg/Tag erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, worin die Verabreichung perkutan mit einer Dosierungsrate von 0,005 bis 0,5 mg/kg/Tag erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4, worin die Dosierungsrate 0,25 bis 1 mg/kg/Tag beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 5, worin die Dosierungsrate 0,05 bis 0,2 mg/kg/Tag beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, worin die Verbindung 1-(4-Hydroxyphenyl)-2-[3-(4-hydroxyphenyl)-1-methylpropylamino]ethanol ist.
DE8686309206T 1985-11-27 1986-11-26 Verwendung von phenaethanolaminen zum verbessern des fettgehaltes von saumilch. Expired - Fee Related DE3686559T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US80254185A 1985-11-27 1985-11-27

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3686559D1 DE3686559D1 (de) 1992-10-01
DE3686559T2 true DE3686559T2 (de) 1993-03-18

Family

ID=25183984

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE8686309206T Expired - Fee Related DE3686559T2 (de) 1985-11-27 1986-11-26 Verwendung von phenaethanolaminen zum verbessern des fettgehaltes von saumilch.

Country Status (18)

Country Link
US (1) US4904662A (de)
EP (1) EP0225165B1 (de)
JP (1) JPH06104037B2 (de)
CN (1) CN1021630C (de)
AT (1) ATE79726T1 (de)
AU (1) AU591730B2 (de)
CA (1) CA1298785C (de)
DE (1) DE3686559T2 (de)
DK (1) DK167136B1 (de)
ES (1) ES2033685T3 (de)
GR (1) GR3005962T3 (de)
HU (1) HU203031B (de)
IE (1) IE58461B1 (de)
IL (1) IL80748A (de)
NZ (1) NZ218398A (de)
PH (1) PH23714A (de)
RU (1) RU1802689C (de)
ZA (1) ZA868891B (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5216029A (en) * 1991-11-26 1993-06-01 Eli Lilly And Company Fish production
US5308870A (en) * 1992-12-21 1994-05-03 Eli Lilly And Company Ractopamine for pre-and peripubertal female bovidae
US8519008B2 (en) 2003-01-22 2013-08-27 Purina Animal Nutrition Llc Method and composition for improving the health of young monogastric mammals
US7165508B2 (en) * 2004-04-21 2007-01-23 Bryant Robert E Hog farrowing system for use in a cold environment and method of use
FR2874156B1 (fr) * 2004-08-13 2007-04-06 Univ Rennes 1 Etablissement Pu Complement alimentaire pour animaux d'elevage et procede de mise en oeuvre de celui-ci
JP6886411B2 (ja) * 2016-01-29 2021-06-16 サトーホールディングス株式会社 スタッカ、および、スタッカの制御方法

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3994974A (en) * 1972-02-05 1976-11-30 Yamanouchi Pharmaceutical Co., Ltd. α-Aminomethylbenzyl alcohol derivatives
US4391826A (en) * 1978-07-03 1983-07-05 Eli Lilly And Company Phenethanolamines, compositions containing the same, and method for effecting weight control
JPS5710864A (en) * 1980-06-23 1982-01-20 Sharp Corp Cash register
US4407819A (en) * 1980-08-25 1983-10-04 American Cyanamid Company Phenylethanolamine derivatives and acid addition salts thereof for the depression of fat deposition in warm blooded animals
US4432995A (en) * 1980-12-22 1984-02-21 American Cyanamid Company 5-[2-(Ethylamino)-1-hydroxylethyl] anthranilonitrile and the use thereof in meat producing animals
GB2133986B (en) * 1983-01-31 1987-08-26 Lilly Co Eli Animal feed compositions containing phenethanolamines
PT82120B (en) * 1985-03-01 1988-06-16 Beecham Group Plc Process for preparing veterinary formulations containing ethanolamine derivatives
US4614746A (en) * 1985-03-21 1986-09-30 American Cyanamid Company 5-fluorobenzonitrile derivatives for increasing the lean meat to fat ratio and/or enhancing the growth rate of warm-blooded animals
NZ215753A (en) * 1985-04-16 1989-10-27 Hoffmann La Roche Phenethanolamine derivatives and pharmaceutical compositions

Also Published As

Publication number Publication date
HUT41621A (en) 1987-05-28
EP0225165B1 (de) 1992-08-26
HU203031B (en) 1991-05-28
ATE79726T1 (de) 1992-09-15
IL80748A (en) 1990-11-29
IE863117L (en) 1987-05-27
CA1298785C (en) 1992-04-14
AU6572386A (en) 1987-06-04
IL80748A0 (en) 1987-02-27
CN86108047A (zh) 1987-07-08
PH23714A (en) 1989-09-27
ZA868891B (en) 1988-07-27
NZ218398A (en) 1989-04-26
DK562086D0 (da) 1986-11-24
EP0225165A3 (en) 1989-05-10
US4904662A (en) 1990-02-27
AU591730B2 (en) 1989-12-14
DE3686559D1 (de) 1992-10-01
DK562086A (da) 1987-05-28
JPH06104037B2 (ja) 1994-12-21
CN1021630C (zh) 1993-07-21
DK167136B1 (da) 1993-09-06
RU1802689C (ru) 1993-03-15
EP0225165A2 (de) 1987-06-10
IE58461B1 (en) 1993-09-22
GR3005962T3 (de) 1993-06-07
JPS62130650A (ja) 1987-06-12
ES2033685T3 (es) 1993-04-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2953334C1 (de) 3-(2,2,2-Trimethylhydrazinium)propionat,Verfahren zu dessen Herstellung und Futtermittel,welche dieses enthalten
DE69917314T2 (de) Verfahren zur abgabe von bioverfügbarem methionin an eine kuh
DE2125245B2 (de) Isoflavone und Verfahren zu deren Herstellung
DE1620113A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chinoxalin-di-N-oxyden
DE1793646C3 (de) Glyoxyldithiosemicarbazone Ausscheidung aus 1518228
DE69202632T2 (de) Zusammensetzungen gegen Coccidiosis.
DE3408768A1 (de) Immunstimulierende mittel
CA1298785C (en) Use of phenethanol amines to improve fat content of sow's milk
DE3721580A1 (de) Veterinaerzubereitungen
DE60000914T2 (de) Verfahren zur verminderung des auftretens von aszites bei geflügel durch natamycin
DE2408736C2 (de) Flüssiges Anthelminthicum
DE2449088A1 (de) Stoffzusammensetzung fuer warmbluetlern zur bekaempfung von inneren parasiten
DE3878063T2 (de) Resorcylsaeure-lacton-verbindungen zur bekaempfung von helminthes-parasiten.
EP3407732B1 (de) Tierfutterzusatz enthaltend diurnosid und/oder cestrumosid
DE3884108T2 (de) Peptid FK-565, brauchbar zur Kontrolle helminthischer Parasiten.
DE3705186A1 (de) Veterinaermedizinische zubereitungen
EP0167710A1 (de) Verwendung von Benomyl zur Herstellung eines Arzneimittels gegen Ichthyophthyriasis
DE2643672C2 (de) Neutralsalz der Fumarsäure mit 14-Desoxy-14-[(2-diäthylaminoäthyl)-mercaptoacetoxy]-mutilin, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
CH507638A (de) Verfahren zur Beeinflussung von Östrus bei weiblichen Haustieren
DE1197737B (de) Tierfuttermittel, Tierfutterzusatzmittel, Gefluegel-futtermittel oder Gefluegelfutterzusatzmittel
DE2741376A1 (de) 5-deazariboflavin oder seine derivate enthaltende zubereitungen fuer die behandlung von coccidiosis
EP0341527A2 (de) Mittel zur Wachstumssteigerung bei Tieren
AT201983B (de) Wachstumsbeschleunigendes Tierfutter
DE2113753A1 (de) Veterinaermedizinische Guanidin-Zubereitung
DE1593977C3 (de) S^-Dinitrosalicylsäure-S-nitrofurfurylidenhydrazid sowie Verfahren zu dessen Herstellung und diese Verbindung enthaltende Futtermittel und Chemotherapeutika für die Geflügelzucht

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee