DE3689357T2 - Digitaler Lese-/Schreibspeicher. - Google Patents

Digitaler Lese-/Schreibspeicher.

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Description

  • Die am weitesten verbreitete Art eines digitalen Schreib-/Lese- Speichers ist der Direktzugriffsspeicher (RAM). Der RAM reagiert auf einen Adreßbus und einen Steuerbus und weist im allgemeinen einen bidirektionalen Datenbus auf. Zur Spezifizierung einer eindeutigen Speicherstelle in dem RAM wird von einer Zentralverarbeitungseinheit (CPU), einer Direktspeicherzugriffsvorrichtung (DMA) oder einer anderen Adressiervorrichtung eine Adresse auf den Adreßbus gesetzt. Der Adressiermechanismus eines RAM soll eindeutig sein, da jede Adresse auf jedem Adreßbus eine und nur eine Speicherstelle in dem RAM spezifiziert.
  • Zwar ist der RAM für viele digitale Anwendungsbereiche gut geeignet, doch zur Verwendung in Systemen zur Verarbeitung von Assoziativdaten nicht besonders. Beispielsweise kann der sequentielle Zugriff auf Daten beim Adressieren des RAMs bei bei der Strukturerkennung, der natürlichen Spracherkennung, der Verarbeitung spärlich besetzter Matrizen und der Datenbasisabfragung beteiligten Systemen unzulänglich sein.
  • Eine Art von digitalem Lese-/Schreib-Speicher, die besser für solche Systeme geeignet ist, die Assoziativdaten verarbeiten, ist als inhaltsadressierbarer Speicher (CAM) bekannt. Speicherstellen in dem CAM werden gleichzeitig und parallel von einer als Komparand bezeichneten Eingabebitstruktur adressiert. Ein Teil des Inhalts jeder Speicherstelle in dem CAM kann als Adreßfeld betrachtet werden, während der Rest der Speicherstelle als zugehöriges Datenfeld betrachtet werden kann. Wenn das zugehörige Datenfeld zur Adressierung einer anderen Vorrichtung verwendet wird, wird es manchmal als Zeigerfeld bezeichnet und soll eine Zeigeradresse enthalten.
  • Bei einem CAM wird der Komparand parallel mit den Adreßfeldern aller Speicherstellen verglichen, und wenn die Adreßfelder die gewünschte Beziehung zu dem Komparanden haben, kann auf das zugehörige Datenfeld an dieser Stelle zugegriffen werden. Alternativ kann der Komparand mit der Gesamtheit jeder einzelnen Speicherstelle verglichen werden, um zu ermitteln, ob das dem Komparanden entsprechende bestimmte Bitmuster in dem CAM gespeichert ist, wobei in diesem Fall das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein des Komparanden unter dem Inhalt durch ein Boolesches Ausgangssignal (Flagge) angezeigt wird.
  • Ein typischer CAM weist einen Komparandeneingangsbus, einen Steuereingangsbus, einen Übereinstimmungsgültigkeitsausgang und einen bidirektionalen Bus auf. Eine Reihe von in den CAM eingebauten und von dem Steuerbus ausgewählten Vergleichsoperationen sind zulässig, einschließlich Gleichheit, Ungleichheit, kleiner als, größer als, usw.
  • Der CAM kann im Gegensatz zum RAM mehrdeutige Adressen aufweisen. Mit anderen Worten, eine Reihe von Adreßfeldern in dem CAM kann denselben Inhalt halten. Wenn eine mehrdeutige Adressierung zugelassen ist, ergeben sich bei einem Vergleich Mehrfachreaktionen. Üblicherweise wird auf Mehrfachreaktionen von einem CAM seriell zugegriffen.
  • Die bei einem digitalen System erforderliche Speicherkapazität ist häufig größer als die in einer einzigen Vorrichtung verfügbare. Darüber hinaus ist der Aufbau des Speichersystems nicht durch den Aufbau der Speichervorrichtung begrenzt, da die Möglichkeit besteht, ein Speichersystem aus einer Reihe von Speichervorrichtungen aufzubauen. Folglich sind eine Reihe einzelner Speichervorrichtungen horizontal und/oder vertikal in einer Matrixkonfiguration untereinander verbunden. Die horizontale Verbindung der Speicherelemente erhöht die effektive Breite eines gespeicherten Speicherwortes und die vertikale Verbindung erhöht die Anzahl der in dem Speichersystem verfügbaren Speicherstellen.
  • Bei dem RAM-Speicher sind die Verfahren zum horizontalen und vertikalen Verbinden von Speichervorrichtungen bekannt. Das vertikale Verbinden von CAM-Elementen ist ebenfalls recht einfach. Jedoch hatte man bei dem Versuch, CAM-Elemente horizontal zu kaskadieren, Schwierigkeiten beim Erreichen dieses Zieles aufgrund der Probleme bei der Weitergabe von Übereinstimmungsinformationen zwischen den CAM-Elementen. In der Vergangenheit erforderte die Weitergabe von Übereinstimmungsinformationen Mehrzyklusvergleiche der einzelnen Vorrichtungen oder eine unzulässig hohe Anzahl an Zwischenunterfeld-Busleitungen.
  • Die einzige bekannte, auf dem Markt befindliche CAM-Vorrichtung, die eine Lösung des Horizontalkaskadierproblems liefert, ist der Fairchild F100142 4·4-CAM, der eine offene Emitterleitung aufweist, die zur Übertragung von Zwischenunterfeld-Bindeinformationen mit jeder Speicherstelle verbunden ist. Bei dieser Lösung ist ein Pin pro Speicherstelle zur Zwischenunterfeld-Kommunikation erforderlich, woraus sich ein Chip mit sehr geringer Datenspeicherkapazität ergibt. Beispielsweise wären bei der Verwendung der Fairchild F100142-Vorrichtung bei einem (mittelgroßen) 1K · 16-CAM-System 1024 Vorrichtungen erforderlich, die sich jeweils in einem Paket von 28 Pins befänden und bei 4,2 V bis zu 288 mA verbrauchen würden. Dieses hypothetische Speichersystem verbrauchte daher mehr als 1,2 Kilowatt an Energie. Ein derartiges System ist für die meisten Anwendungsbereiche ungeeignet.
  • CAM-Vorrichtungen sind relativ teurer als RAM-Vorrichtungen mit derselben Speicherkapazität. Ein Grund dafür ist, daß der Schaltungsaufbau des CAM an sich viel komplizierter ist als der Schaltungsaufbau des RAM. In einem CAM muß jede Speicherzelle sowohl Speicher- als auch Vergleichsfähigkeiten haben, während ein RAM lediglich über Speicherfähigkeiten verfügen muß. Ferner ist die Steuerlogik eines CAM komplizierter als diejenige eines RAM. Ein weiterer Grund für die Kostendifferenz zwischen den beiden Vorrichtungsarten besteht darin, daß viel mehr RAM- als CAM-Vorrichtungen hergestellt werden, wodurch die Herstellungskosten des RAM niedriger sind.
  • JP-A-59220838 offenbart eine Assoziativspeichervorrichtung, die eine CAM-Einheit, eine RAM-Einheit, eine Adressenmodifizierungseinheit und eine Steuereinheit aufweist.
  • Das IBM Technical Disclosure Bulletin, Band 25, Nr. 5, Oktober 1982, Seiten 2341-2342, offenbart einen Assoziativspeichermodul mit sequentieller Logik, der als normaler RAM oder als Assoziativspeicher verwendet werden kann.
  • Assoziativspeicherchips sind ferner in Electronics, Band 43, Nr. 17, 17. August 1970, Seiten 96-100, beschrieben.
  • In der vorliegenden Beschreibung wird ein Speicheraufbau beschrieben, der in hohem Maße die Eigenschaften eines inhaltsadressierbaren Speichers aufweist, dessen Kosten jedoch eher denen eines Direktzugriffsspeichers entsprechen.
  • Ferner gestattet der Speicheraufbau das einfache und kosteneffektive horizontale Kaskadieren CAM-ähnlicher Vorrichtungen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung mit einer CAM-Einrichtung und einem zugeordneten RAM-Speicher vorgesehen, dadurch gekennzeichnet, daß die CAM-Einrichtung auf einen ersten Bereich eines Komparanden zur Lieferung einer Zeigeradresse reagiert, wenn der erste Bereich des Komparanden eine vorbestimmte Beziehung zu dem Inhalt wenigstens eines der CAM-Speicherplätze hat, wobei der RAM- Speicher auf die Zeigeradresse zur Erzeugung eines RAM-Datenausgangssignals an dem von der Zeigeradresse adressierten RAM-Speicherplatz reagiert, und daß ein Komparator einen zweiten Bereich des Komparanden mit dem RAM-Datenausgangssignal zur Erzeugung einer Übereinstimmungsflagge vergleicht, wenn der zweite Bereich eine vorbestimmte Beziehung zu dem RAM-Datenausgangssignal hat.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung liefert die CAM- Einrichtung ein Zeigergültigkeitssignal zum Freigeben und Sperren des Komparators, und der Komparator und der RAM bilden eine erste Komparator-RAM-Schaltung, die auf einen Teil des zweiten Bereichs des Komparanden, das Zeigergültigkeitssignal und die Zeigeradresse reagiert. Die erste Komparator-RAM-Schaltung erzeugt dann ein Übereinstimmungssignal, wenn sie von dem Zeigergültigkeitssignal freigegeben worden ist und wenn der Inhalt einer von der Zeigeradresse adressierten Speicherstelle eine vorbestimmte Beziehung zu dem Teil des zweiten Bereiches des Komparanden hat. Zusätzliche Komparator-RAM-Schaltungen reagieren dann auf jeweilige weitere Teile des zweiten Bereiches des Komparanden, ein Übereinstimmungssignal von einer anderen Komparator-RAM-Schaltung und die Zeigeradresse, wobei die zusätzlichen Komparator-RAM-Schaltungen jeweilige Übereinstimmungssignale erzeugen, wenn der Inhalt einer ihrer von der Zeigeradresse adressierten Speicherstellen eine vorbestimmte Beziehung zu dem Teil des zweiten Bereiches des Komparanden hat, auf den sie reagieren.
  • Ein Vorteil dieser Schaltung besteht darin, daß die kostengünstigen RAM-Vorrichtungen zum Implementieren eines Speichersystems verwendet werden können, das sich in mancher Hinsicht wie ein inhaltsadressierbares Speichersystem verhält, doch zu wesentlich niedrigeren Kosten.
  • Ein weiterer Vorteil dieser Schaltung besteht darin, daß C-RAMs auf einfache Weise horizontal in Kaskade geschaltet werden können, um sämtlichen Anforderungen beim Speicherentwurf gerecht zu werden.
  • In den beigefügten Zeichnungen zeigen, lediglich als Beispiel:- Fig. 1 ein Blockschaltbild einer die vorliegende Erfindung verkörpernden quasi-inhaltsadressierbaren Speicherschaltung (Q- CAM);
  • Fig. 2 eine alternative Ausführungsform des in Fig. 1 gezeigten CAM-Abschnitts;
  • Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Komparator-RAM (C-RAM), der die Funktionen des RAM-Abschnitts erfüllt und den in Fig. 1 gezeigten Komparator enthält; und
  • Fig. 4 ein Blockschaltbild, das das horizontale Kaskadieren zweier der in Fig. 3 gezeigten C-RAMs mit einer CAM-Vorrichtung veranschaulicht.
  • Gemäß Fig. 1 weist eine quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung 10 einen CAM-Abschnitt 12, einen RAM-Abschnitt 14 und einen Komparator 16 auf. Der Kürze wegen wird die quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung 10 im folgenden als Q-CAM 10 bezeichnet.
  • Q-CAM 10 reagiert auf einen über einen Komparandenbus 18 geleiteten Komparanden P. Der Komparandenbus ist in einen ersten Bereich 20, der ein Komparanden-CAM-Feld PC leitet, und einen zweiten Bereich 22, der ein Komparanden-RAM-Feld PR leitet, aufgeteilt. PC wird in den CAM-Abschnitt 12 und PR in einen Port A des Komparators 16 eingegeben.
  • Der CAM-Abschnitt 12 weist r Speicherstellen auf, die jeweils ein Inhalts-CAM-Feld TC speichern können. Jedem Inhalts-CAM-Feld TC ist ein Zeiger PTR zugeordnet. Da sich in dem CAM-Abschnitt 12 r Speicherstellen befinden, kann das Inhalts-CAM-Feld als TC(R) bezeichnet werden, wobei 0 < = R < = r-1 ist. In ähnlicher Weise kann der Zeiger als PTR(R) bezeichnet werden.
  • Wenn der CAM-Abschnitt 12 zum Vergleich freigegeben ist, wird das Komparanden-CAM-Feld PC parallel mit sämtlichen Inhalts-CAM- Feldern TC in dem CAM verglichen. Wenn sich ein positiver Vergleich zwischen dem Komparanden-CAM-Feld PC und einem der Inhalts-CAM-Felder TC ergibt, wird auf einer Leitung 24 ein Zeigergültigkeitssignal (VALPTR) erzeugt. Der CAM-Abschnitt 12 erzeugt ferner einen Zeiger PTR auf einem Zeiger-/Adreßbus 26, der entsprechend dem Inhalts-CAM-Feld TC, das mit einem Komparanden-CAM-Feld PC übereinstimmt, von dem PTR(R) abgeleitet wird. Wenn beispielsweise PC mit TC(5) übereinstimmt, wird auf dem Bus 26 ein PTR erzeugt, das von PTR(5) abgeleitet wird, und auf Leitung 24 wird ein VALPTR-Signal erzeugt, um anzuzeigen, daß sich eine gültige Übereinstimmung ergeben hat.
  • Der RAM-Abschnitt 14 kann die RAM-Standardkonstruktion aufweisen und weist vorzugsweise ebenfalls r Speicherstellen auf. In dem RAM 14 sind Inhalts-RAM-Felder TR gespeichert, die als TR(R) bezeichnet werden. Es sei darauf hingewiesen, daß der CAM-Abschnitt 12 und der RAM-Abschnitt 14 bei diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel zwar dieselbe Anzahl an Speicherstellen aufweisen, daß dies jedoch für das System nicht erforderlich ist.
  • Es sei angenommen, daß der RAM-Abschnitt 14 in Fig. 3 für einen Lesezyklus gewählt ist; und er kann durch das Zeigergültigkeitssignal VALPTR auf Leitung 24 freigegeben werden. Wenn der RAM- Abschnitt 14 durch VALPTR freigegeben worden ist, veranlaßt der Zeiger/die Adresse auf Bus 26 den RAM-Abschnitt 14, ein Inhalts- RAM-Feld TR auf einem RAM-Datenbus 28 auszugeben. Um das vorhergehende Beispiel zu verwenden: Wenn das PTR-Signal auf dem Bus 26 gleich PTR(5) ist, das ist das TR-Signal auf dem RAM-Datenbus 28 gleich TR(5).
  • Der Komparator 16 vergleicht das Komparanden-RAM-Feld PR, das an einem Port A eingegeben wird, mit dem Inhalts-RAM-Feld TR, das an einem Port B eingegeben wird. Der Komparator 16 wird durch das VALPTR-Signal auf Leitung 24 freigegeben. Die von dem Komparator 16 durchgeführte Vergleichsfunktion kann eine beliebige arithmetische Logikfunktion sein, wie beispielsweise gleich, größer als, kleiner als, im Bereich von, usw., wie es auch die in dem CAM-Abschnitt 12 durchgeführten Vergleiche sein können. Wenn sich zwischen dem Komparanden-CAM-Feld PC und einem Inhalts-CAM-Feld TC(R) in dem CAM-Abschnitt 12 und zwischen dem Komparanden-RAM-Feld PR und einem Inhalts-RAM-Feld TR(R) in dem Komparator 16 ein positiver Vergleich ergibt, erzeugt der Komparator 16 auf einer Leitung 30 eine Übereinstimmungsflagge.
  • Eine Übereinstimmung innerhalb des CAM-Abschnitts 12 stellt keine Garantie für eine Übereinstimmung zwischen dem gesamten Komparanden P und dem gesamten gespeicherten Inhalt T an einer bestimmten Speicherstelle R dar, an der T über TC(R) und TR(R) gespeichert ist. Es ist daher die Aufgabe des Komparators, das Kornparanden-RAM-Feld PR mit dem Inhalts-RAM-Feld TR zu vergleichen, um sicherzustellen, daß der Vergleich des gesamten Komparanden P mit dem gesamten gespeicherten Inhalt T positiv ausfällt.
  • Tatsächlich erhöht die Hybrid-CAM/RAM-Schaltung von Fig. 1 die Effizienz des Durchsuchens des RAMs auf einen speziellen Inhalt hin. Es sei angenommen, daß es bei der Schaltung von Fig. 1 keine Mehrfachreaktionen zu dem CAM gibt; dann wird bei einer Übereinstimmung lediglich ein Zeiger PTR erzeugt und die Schaltung verhält sich wie eine reine CAM-Schaltung. Wenn in den Inhalts-CAM-Feldern TC mancher Inhalt doppelt gespeichert ist, sind Mehrfachreaktionen des CAM-Abschnitts 12 unvermeidlich.
  • In Fig. 2 ist ein CAM-Abschnitt 12' offenbart, der mehrere CAM- Speicherstellen TC(R) aufweist sowie eine Mehrfachreaktionsabwicklungsschaltung 34, die den Zeiger PTR erzeugt. In diesem Fall ist die Mehrfachreaktionsabwicklungsschaltung 34 ein Prioritätskodierer, obwohl auch andere Arten von Mehrfachreaktionsabwicklungsschaltungen möglich sind.
  • Gemäß Fig. 2 wird bei Anlegen des Komparanden-CAM-Felds PC an die CAM-Speicherstellen TC(R) auf einer Leitung 36 ein Übereinstimmungsflaggensignal entsprechend jeder Speicherstelle TC(R), die mit dem Komparanden-CAM-Feld PC übereinstimmt, erzeugt. Der Prioritätskodierer 34 priorisiert die Übereinstimmungsflaggensignale und gibt auf dem Zeiger-/Adressbus 26 sequentiell PTR- Werte aus. Wenn wenigstens ein Flaggensignal für eine gültige Übereinstimmung von dem CAM-Abschnitt 12' erzeugt wird, erzeugt der Prioritätskodierer 34 ferner auf der Leitung 24 ein Zeigergültigkeitssignal VALPTR.
  • Es sei angemerkt, daß Mehrfachreaktionen seriell abgewickelt werden müssen. Der von dem CAM erzeugte Zeiger PTR stellt eine "Vermutung" hinsichtlich des über den CAM und den RAM gespeicherten Inhalts T dar. In einem System, in dem mehrdeutige Schreiboperationen unterdrückt werden, d. h. bei dem der gespeicherte Inhalt T einmalig vorhanden ist, gibt es so viele Vermutungen wie positive Vergleiche zwischen dem Komparanden-CAM- Feld PC und dem Inhalts-CAM-Feld TC. Somit erzeugt jegliche Mehrdeutigkeit in dem CAM-Abschnitt falsche Vermutungen, wodurch mehrere sequentielle Zugriffe auf den RAM-Abschnitt erforderlich werden.
  • Wenn der gespeicherte Inhalt T D Bits breit ist, das Inhalts- CAM-Feld TC c Bits breit ist und der Q-CAM 10 A Wörter lang, besteht die Möglichkeit, eine Schätzung der zum Vergleich des Komparanden P mit dem gesamten gespeicherten Inhalt T erforderlichen durchschnittlichen Anzahl an Vermutungen durchzuführen. Es sei angenommen, daß die Verteilung der Werte der Inhalts-CAM- Felder TC unter den A Wörtern völlig willkürlich ist; dann beträgt die durchschnittliche Anzahl k des Auftretens jedes Wortes k = A/2c. Bei Zugriff auf den gesamten Speicher beträgt die zur Erstellung eines gültigen Inhalts in dem gesamten System durchschnittliche Anzahl von sequentiellen Zugriffen in den CAM-Abschnitt k für mehrdeutig eingeschriebenen Inhalt und k/2 für nicht-mehrdeutig eingeschriebenen Inhalt.
  • Die Breite c des Inhalts-CAM-Feldes TC ist sowohl eine Funktion der Wörter A in dem System als auch der gewünschten durchschnittlichen zahlenmäßigen Häufigkeit k des Auftretens jedes Wortes. Im einzelnen ist c = log&sub2;A-log&sub2;k. Wenn k = 1 ist, reduziert sich diese Gleichung auf c = log&sub2;A, wobei die Zahl der Bits in dem Inhalts-CAM-Feld PC gleich der Zahl der Bits zum willkürlichen Adressieren des CAM ist. Unter diesen Umständen ist der CAM als "logarithmisch quadratisch" bekannt.
  • Die Wahrscheinlichkeit Pr(x) des x-maligen Auftretens eines bestimmten Wertes von 2c Werten, der willkürlich A-mal gewählt worden ist, kann näherungsweise durch Pr(x) (kx/x!)(1/e)k angegeben werden. Daher führt eine lineare Zunahme in der Breite des Inhalts-CAM-Felds TC zu einer logarithmischen Verringerung von k, während eine lineare Zunahme von A lediglich eine lineare Zunahme von k bewirkt. In einem logarithmisch quadratischen CAM, bei dem k=1 ist, beträgt die Wahrscheinlichkeit von 0 oder 1 Mehrfachreaktion ungefähr 74%, während die Aussicht auf fünf Mehrfachreaktionen lediglich 0,31% beträgt. Die Wahrscheinlichkeit fehlerhafter CAM-Übereinstimmungen nimmt mit der Abnahme von k ab, was in manchen Fällen einen geringen Wert von k wünschenswert erscheinen läßt.
  • In Fig. 3 weist ein Komparator-RAM (C-RAM) 38 einen RAM 14' und einen Komparator 16' auf, die dem RAM-Abschnitt 14 bzw. dem Komparator 16 von Fig. 1 entsprechen. Der C-RAM 38 weist ferner einen Bidirektionalbus-Treiber 40 und eine Funktionssteuerlogik 42 auf.
  • Der RAM 14' wird von dem Zeigersignal PTR auf dem Zeiger-/Adreßbus 26 adressiert und gibt auf einem bidirektionalen RAM-Datenbus 44 Daten ein und aus. Durch ein R/W-Signal auf einer Leitung 46 wird der RAM 14' in einen Lese- oder Schreibmodus versetzt.
  • Der Komparator 16' wird von einem ENABLE-Signal auf einer Leitung 48, die von einem ODER-Gatter 50 abzweigt, freigegeben. Die Eingangssignale zu dem ODER-Gatter 50 hin sind ein Vergleichssignal (COMP) auf Leitung 52 und ein Freigabe-Vergleich-Signal (ENCOMP) auf einer Leitung 54. Somit wird der Komparator 16' unter Verwendung von negativer Logik lediglich dann freigegeben, wenn sowohl COMP als auch ENCOMP aktiviert sind.
  • Wenn der Komparator 16' freigegeben ist, vergleicht er den PR- Wert auf einem bidirektionalen PR-/Daten-Bus 55 mit dem TR-Wert auf dem bidirektionalen RAM-Datenbus 44. Das Ergebnis des Vergleichs kann auf den Resultantenleitungen 56, 58 und 60 ausgegeben werden, die kleiner als, gleich und größer als entsprechen. Selbstverständlich können, falls erwünscht, mehr oder weniger Resultantenausgänge erzeugt werden.
  • Der Bidirektionalbus-Treiber 40 wird von einem Logikpegel LO auf der Leitung 52 für das COMP-Signal gesperrt. Durch das R/W-Signal auf Leitung 46 wird der Bidirektionalbus-Treiber 40 in den Sende- oder Empfangsmodus (T/R) versetzt und er wird freigegeben, wenn das Eingangssignal COMP ein logischer HI-Pegel ist.
  • Somit kann auf den RAM über den externen Datenbus lediglich während eines Speicherlese- oder -schreibzyklus, aber nicht während eines Vergleichszyklus zugegriffen (ausgelesen oder eingeschrieben) werden. Ein Inverter 59 und ein ODER-Gatter 61 gewährleisten, daß der RAM 14' erzwungenermaßen in den Lesemodus gebracht wird, wenn die COMP-Leitung 52 LO ist, wie für den korrekten Betrieb des C-RAM 38 erforderlich. Im Sendemodus wird die Richtung des Datenstroms durch die Pfeilspitze 62 angegeben, und im Empfangsmodus verläuft die Richtung des Datenstroms in die durch die Pfeil spitze 64 angegebene Richtung. Wenn der Bustreiber nicht freigegeben ist (d. h. während eines Vergleichszyklus), sind seine Ausgänge im Dreifachzustand.
  • Die Funktionswähllogik 42 wird von einem Funktionssteuerwort F auf einem Funktionssteuerbus 66 gesteuert. Wenn der Funktionssteuerbus 66 drei Leitungen aufweist, können acht mögliche Vergleiche gewählt werden. Bei dem Komparator 16' sind jedoch nur fünf Vergleiche möglich, darunter kleiner als, kleiner oder gleich, gleich, größer als und größer oder gleich. Zum Implementieren anderer Vergleiche, wie beispielsweise "zwischen den Grenzen von" wären zusätzlich ein Komparator, eine Halteeinrichtung und eine kombinatorische Logik erforderlich. Wenn die kombinierten Signale auf den Resultantenleitungen 56-60 den von F gewählten Anforderungen entsprechen, wird von der Funktionswähllogik 42 auf einer Leitung 68 ein Übereinstimmungsflaggensignal MATCH erzeugt.
  • Zum direkten Zugriff auf den RAM 14' wird das Eingangssignal COMP in einen HI-Zustand versetzt, um den Bustreiber 40 freizugeben und den Komparator 16' zu sperren. Wenn auf der R/W- Leitung 46 ein HI-Signal angeordnet ist, wird an dem RAM 14' der Lesemodus und an dem Bidirektionalbus-Treiber der Sendemodus gewählt. Wenn sich alternativ ein LO-Signal auf der R/W-Leitung 46 befindet, wird für den RAM 14' der Schreibmodus und für den Bustreiber 40 die Empfangsrichtung gewählt.
  • In Fig. 4 ist das horizontale Kaskadieren einer Reihe von C-RAMs 38 dargestellt. Zunächst wird der Komparandenbus 18 in das Komparanden-CAM-Feld PC und das Komparanden-RAM-Feld PR aufgeteilt und dann wird das Komparanden-RAM-Feld PR in ein erstes Komparanden-RAM-Unterfeld PR&sub0; und ein zweites Komparanden-RAM-Unterfeld PR&sub1; aufgeteilt. Das Komparanden-CAM-Feld wird an einen CAM 12" angelegt, der im wesentlichen genauso funktioniert wie die zuvor beschriebenen CAM-Abschnitte 12 und 12'.
  • Der CAM 12" reagiert auf den Funktionssteuerbus 66 und die R/W- Leitung 46. Wenn von dem Funktionssteuerbus 66 eine Vergleichsfunktion gewählt wird und zwischen PC und dem gewählten Inhalt ein gültiger Vergleich gefunden wird, erzeugt CAM 12" ein Zeigergültigkeitssignal (VALPTR) auf einer Leitung 54a und einen Zeiger PTR auf dem Zeiger-/Adreßbus 26.
  • Der C-RAM 38a wird von dem Zeiger-/Adreßbus 26 adressiert und seine Funktion von dem Funktionssteuerbus 66 gewählt. Der C-RAM 38a reagiert ferner auf die R/W-Leitung 46 und die COMP-Leitung 52. Der C-RAM 38a wird zum Vergleich von dem VALPTR-Signal auf Leitung 54a freigegeben und führt den Vergleich auf dem Komparanden-RAM-Unterfeld PR&sub0; durch. Wenn sich in dem C-RAM 38a ein positiver Vergleich ergibt, wird auf einer Leitung 54b ein MATCH-Signal erzeugt, das den ENCOMP-Eingang des C-RAM 38b freigibt. Der C-RAM 38b wird in ähnlicher Weise von dem Zeiger/Adreßbus 66 adressiert und funktionsmäßig vno dem Funktionssteuerbus 66, der R/W-Leitung 46 und der COMP-Leitung 52 gesteuert. Auf einer Leitung 54c wird ein MATCH-Signal erzeugt, wenn sich ein positiver Vergleich zwischen dem Komparanden-RAM-Unterfeld PR&sub1; und dem Inhalt des von dem Zeiger-/Adreßbus 26 adressierten C-RAM 38b ergibt. Auf diese Weise kann praktisch eine beliebige Anzahl von C-RAMs 38 horizontal kaskadiert werden.

Claims (8)

1. Quasi-inhaltsadressierbare Speicher-(CAM)-Schaltung mit einer CAM-Einrichtung (12) und einem zugeordneten RAM-Speicher (14), dadurch gekennzeichnet, daß die CAM-Einrichtung auf einen ersten Bereich (PC) eines Komparanden (P) zur Lieferung einer Zeigeradresse (PTR) reagiert, wenn der erste Bereich (PC) des Komparanden eine vorbestimmte Beziehung zu dem Inhalt wenigstens eines der CAM-Speicherplätze (TC) hat, wobei der RAM-Speicher (14) auf die Zeigeradresse (PTR) zur Erzeugung eines RAM-Datenausgangssignals (TR) an dem von der Zeigeradresse (PTR) adressierten RAM-Speicherplatz (TR) reagiert, und daß ein Komparator (16) einen zweiten Bereich (PR) des Komparanden mit dem RAM-Datenausgangssignal (TR) zur Erzeugung einer Übereinstimmungsflagge (30, 68) vergleicht, wenn der zweite Bereich (PR) eine vorbestimmte Beziehung zu dem RAM-Datenausgangssignal (TR) hat.
2. Quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung nach Anspruch 1, bei der die CAM-Einrichtung (12) ferner ein Zeigergültigkeitssignal (VALPTR) zum Freigeben und Sperren des Komparators (16) aufweist.
3. Quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung nach Anspruch 2, bei der die CAM-Einrichtung (12) ferner eine Mehrfachreaktionabwicklungseinrichtung (34) aufweist, die auf die Vergleiche zwischen dem ersten Komparandenbereich und den CAM-Speicherplätzen (TC) reagiert und zur Erzeugung einer Serie von RAM-Zeigeradressen (PTR) wirksam ist, wenn mehrere Vergleiche mit der vorbestimmten Beziehung existieren.
4. Quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung nach Anspruch 3, bei der die Mehrfachreaktionabwicklungseinrichtung einen Prioritätskodierer (34) aufweist, der die Serie der RAM- Zeigeradressen priorisiert und sequentiell ordnet.
5. Quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner mit einer Funktionssteuerlogik (42), die auf ein Funktionssteuerwort (F) zum Auswählen einer von mehreren vorbestimmten Beziehungen reagiert, wenn das RAM-Datenausgangssignal (TR) mit dem zweiten Bereich (PR) des Komparanden verglichen wird.
6. Quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner mit einer Bidirektionalbus-Treibereinrichtung (40), die einen RAM-Komparandbus (55) mit einem RAM-Datenbus (44) koppelt, wobei die Bustreibereinrichtung auf ein Vergleichssignal (52) und ein Lese-/Schreibsignal (46) zum Bestimmen entweder eines Vergleichs- oder Lese-/Schreibbetriebsmodus reagiert.
7. Quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung nach Anspruch 1, bei der der Komparator (16) und der RAM-Speicher (14) eine erste Komparator-RAM-Einrichtung (38a) bilden, die ein erstes Übereinstimmungssignal erzeugt, und die ferner eine zweite Komparator-RAM-Einrichtung (38b) aufweist, die auf einen dritten Bereich (PR1) des Komparanden (P), die Zeigeradresse (PTR) und das erste Übereinstimmungssignal (54b) der ersten Komparator-RAM-Einrichtung reagiert; wobei die zweite Komparator-RAM-Einrichtung ein zweites Übereinstimmungssignal (54c) erzeugt, wenn sie von dem ersten Übereinstimmungssignal freigegeben worden ist und wenn der Inhalt eines von der Zeigeradresse adressierten Speicherplatzes eine vorbestimmte Beziehung zu dem dritten Bereich des Komparanden hat.
8. Quasi-inhaltsadressierbare Speicherschaltung nach Anspruch 2, bei der der Komparator (16) und der RAM-Speicher (14) eine erste Komparator-RAM-Schaltung (38a) bilden, die auf einen Teil (PR&Phi;) des zweiten Bereichs des Komparanden (P), das Gültigkeitszeigersignal und die Zeigeradresse reagiert, wobei die erste Komparator-RAM-Schaltung ein Übereinstimmungssignal (54b) erzeugt, wenn sie von dem Gültigkeitszeigersignal freigegeben ist und wenn der Inhalt einem von der Zeigeradresse adressierten Speicherplatzes eine vorbestimmte Beziehung zu dem besagten Teil (PR&Phi;) des zweiten Bereichs des Komparanden hat; und wobei zusätzliche Komparator-RAM-Schaltungen (38b) auf jeweilige weitere Teile (PR1) des zweiten Bereichs (PR) des Komparanden (P), ein Übereinstimmungssignal von einer anderen Komparator-RAM- Schaltung und die Zeigeradresse reagieren; wobei die zusätzlichen Komparator-RAM-Schaltungen jeweilige Übereinstimmungssignale (54c) erzeugen, wenn der Inhalt einer ihrer von der Zeigeradresse adressierten Speicherplätze eine vorbestimmte Beziehung zu dem Teil des zweiten Bereichs des Komparanden hat, auf den sie reagieren.
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