DE368969C - Verfahren zur Nutzbarmachung von Abfaellen und Abwaessern der Viskoseseidenfabrikation - Google Patents

Verfahren zur Nutzbarmachung von Abfaellen und Abwaessern der Viskoseseidenfabrikation

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DE368969C
DE368969C DEH83165D DEH0083165D DE368969C DE 368969 C DE368969 C DE 368969C DE H83165 D DEH83165 D DE H83165D DE H0083165 D DEH0083165 D DE H0083165D DE 368969 C DE368969 C DE 368969C
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waste
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sewage
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Herminghaus & Co GmbH
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Herminghaus & Co GmbH
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    • C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/02—Treatment of water, waste water, or sewage by heating
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F2101/00—Nature of the contaminant
    • C02F2101/10—Inorganic compounds
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    • Y02W10/00—Technologies for wastewater treatment
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Description

  • Verfahren zur Nutzbarmachung von: Abfällen und Abwässern der Viskoseseidenfabrikation. Die Abwässer der Viskoseseiidenfäbrikation wurden: bisher in der Regiel .einfach abgeleitet, höchstens neutralisierte man sie-Hierbei entstehen aber Produkte, wie Schwefelwasserstoff, welche schwer zu entfernen sind.
  • Es hat sich nun gezeigt" idaß - sich -die der bisherigen Beseitigung der Abwässer anhaftenden Übelstände wirksam ibeseitigen lassenunter gleichzeitiger Wiedergewinnung oder Nutzbarmachung; wertvoller Produkte, wie Schwefel und Natronlauge; wenn man in folgender Weise arbeitet: Die gesamten alkalische Schwefelverbin düngen der Zelülose enthaltenden Abfälle und Abwässer werden erhitzt, wodurch eine KoagtÜation ider Xanthate eintritt. Zweckmäßig setzt man vor dem Köchen Salze, welche keine unlöslichen Xanthate bilden,. hinzu, insbesondere neutrale Alkalisalze der verschiedenen. anorganischen Säuren, wie Kochsalz, Natriumsulfat u. dgl.= Abraumsalze .bzw. Mischungen derartiger Salze.
  • Das neben dem wasiserunlöslichen Xanthogenat entstehende, bis zum Zellulosehydrat aSgebaute gelatinöse Produkt wird abfltriert oder aabgenutscht und mit heißem Wasser gut ausgewaschen. Das gewonnene, Schwefelalkalien enthaltende Filtrat -wird entweder in verdünntem oder in eingeengtem Zustande zur-Absorptiön von Schwefelkohlerns,toff- oder Sehwefelwasserstoffabgasen benutzt. '-Man erhält dann. ein Pradiükt, das unmittelbar zur` Fabrikation; insbesondere zum Entschwefeln- der Kunstseide, wieder' verwendet werden kann..
  • Eine andere Art der Aufarbeitung besteht darin, diaß die - entstehenden Thiakarbonate, Sulfide und Polysulfide nach beendigter Anreicherung durch Schwefeldioxyd; oder schwefligs@aure Salze zersetzt werden. ' Hierdurch. wird .der Schwefel abgeschieden-"der auf diese Weise wiedergewonnen werden. kann.
  • Das Verfahren gestattet auf einfache und billige Weise die wertvollen Produkte der Ab'-fälle so gut wie restlos wiederzugewinnen und gleichzeitig die Abfälle derart unsdhädlich zu machen, daB jede Schädigung oder Umgeburng -durch (Geruchsb'elä'stigung vermieden wird.. Die Abwässer können fd@afer ohne Schaden einfach abgelassen werden.
  • Man hat bereits vorgesdhlagen, Schwefelwasserstoff -und schweflige Säure aus Gasen und Dämpfen dadurch auszuscheiden, daß: man beide Ga;sarterl auf Verhnnduiigen solcher Metalle einwirken läßt, d eren Sulfide unlöslich sind(, und dann die Sulfide durch schweflige Säure zersetzt. - .Als derartige Metalle kommen Schwermetalle, wie Zink, Mangan und Eisen .in Frage. Diese Metallebilden. aber unlösl.i.he Xanthate. Charakteristisch für das vorliegende Verfahren ist j-edooh die Verwendung solcher Körper, welche lösliche Schwefelverbnndurngien ergobei. Infolgedessen sind, auch !die in beiden Fällen entstehenden Schwefelverbindungen verschieden. In einem Falle entstehen unlösliche Verbindungen- von Schwermetallen, im anderen Falle lösliche Schwefelve7rbindungen vorie'Alkäl.ien.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSpRÜCHE: i. Verfahren zur Nutzbarmachung von Abfällen und AUwässern der Viskosesedenfa'brikation, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfälle und Abwässer zunächstdurch Erhitzen koaguliert und die nach Trennung von den entstandenen unlöslichen Produkten gewonnenen Filtrate zur Absorption von Schwefelkohlenstoff-oder Schwefelwasserstoffabgasen benutzt wenden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Masse vor dem Erhitzen Salze, welche .keine unlöslichen Xanthate bilden, oder .andere Stoffe, welche die Koagulation befördern, zugesetzt werden.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieentstehenden Thiokarbonate, Sulfide und Polysulfide nach beendigter Anreicherung Jurah Schwefeldioxyd oder schwefli@gsaure Salze zersetzt und ,dien abgeschiedene Schwefel wiedergewonnen wind.
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