DE3703884C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verzögerungsschaltung, ins
besondere eine Schaltung zur zeitlich verzögerten Ein-,
Aus- oder Umschaltung elektrischer Geräte mit den weite
ren Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
Es ist Stand der Technik, elektrische Geräte, die einen
elektrischen Verbraucher und eine den Stromfluß durch
den Verbraucher zu dessen Leistungsregelung intermittie
rend ein-/ausschaltende Leistungstaktvorrichtung aufwei
sen, mit einer Verzögerungsschaltung zu versehen, die -
abhängig von unterschiedlichen Betriebsparametern - die
Leistung der Geräte nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit
abschaltet oder reduziert. Dadurch lassen sich Brandun
fälle durch unbeaufsichtigte (vergessene) heizende Gerä
te, wie beispielsweise Bügeleisen vermeiden; bei Gerä
ten, von denen keine Brandgefahr ausgeht, ist eine zeit
lich verzögerte Abschaltung ebenfalls wünschenswert, um
unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
Wenn vorstehend von Leistungstaktvorrichtung gesprochen
wird, so wird darunter eine Taktvorrichtung verstanden,
die den geräteinternen Verbraucher - abhängig von der
eingestellten Soll-Leistung - über mehr oder weniger
lange Zeitphasen ein- und ausschaltet, wodurch sich
jeweils eine mittlere (Soll)-Leistung ergibt. Derartige
Leistungstaktvorrichtungen sind beispielsweise als elek
tromechanische Bimetallregler bekannt, Leistungstaktung
läßt sich allerdings auch durch elektronische Vorrich
tungen erreichen, die mit entsprechend langsamer Takt
zahl den Verbraucher ein- und ausschalten.
Die als Stand der Technik bekannten Verzögerungsschal
tungen bestehen meist aus einer Zeitbasis und einer
nachgeschalteten Zählerstufe, wobei als Zeitbasis oft
mals die Frequenz des Netzes (50 Hz) herangezogen wird.
Eine derartige Verzögerungsschaltung geht beispielsweise
aus DE-OS 27 31 782 hervor. Der dort vorgesehene Zähler
zählt Netzhalbwellen.
Da die Sicherheitsabschaltung der infragestehenden Gerä
te nach relativ langen Perioden (verglichen mit der
Schwingungszeit herkömmlicher Zeitbasen für Verzöge
rungsschaltungen) angestrebt wird, sind Zähler mit einer
Mehr-/Vielzahl von Zählerstufen erforderlich. Derartige
Zähler sind teuer und insbesondere störanfällig, was
sich bei Sicherheitsschaltungen an elektronischen Gerä
ten u. U. fatal auswirken kann. Je mehr Zählerstufen
hintereinander geschaltet sind, desto größer wird die
Wahrscheinlichkeit, daß eine Stufe ausfällt und somit
die Sicherheitsabschaltung unterbleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verzöge
rungsschaltung an Geräten mit den Merkmalen des Oberbe
griffes des Anspruches 1 derart weiterzubilden, daß sie
unter Verwendung relativ einfacher Schaltmittel preis
günstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, vor
teilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Als Kern der Erfindung wird es angesehen, als Zeitbasis
für die Verzögerungsschaltung zur Einsparung von Zähler
stufen, mit anderen Worten zur Vereinfachung des Zäh
lers, eine relativ langsam taktende Vorrichtung heranzu
ziehen, die in dem elektrischen Gerät ohnehin vorhanden
ist, nämlich die Leistungstaktvorrichtung, deren Ausgang
der elektrische Verbraucher nachgeschaltet ist. Dadurch
können teuere Alternativen entfallen, nämlich entweder
bei Heranziehung der Netzfrequenz von 50 Hz zusätzliche
Zählerstufen, oder bei einfacher Zählerausbildung mit
nur einer Stufe eine gesondert ausgebildete, langsam
taktende Zeitbasisschaltung. Der vorhandenen Leistungs
taktvorrichtung kommt somit eine Doppelfunktion zu,
nämlich die Leistungsregelung des Verbrauchers einer
seits und die Zeitbasisfunktion andererseits. Schal
tungstechnisch braucht lediglich der Taktimpuls (entwe
der die aufsteigende oder die abfallende Flanke des
Impulses) am Ausgang der Taktvorrichtung abgegriffen
werden und - ggf. nach einfacher elektronischer Aufbe
reitung - in den Eingang eines elektronischen Zählers
eingezählt werden. Bei jedem Takten wird der Zählerstand
um "1" hochgezählt. Da die zur Zählimpulserzeugung
herangezogenen Flanken des Leistungstaktimpulses je nach
Ausbildung der Taktvorrichtung 10 s-30 s auseinander
liegen können, ergibt sich bei einem Binärzähler mit
acht Zählerstufen etwa eine Verzögerungszeit von 20
Minuten bis zu maximal einer Stunde - abhängig von der
Taktgeschwindigkeit des Zählers, die nicht notwendiger
weise konstant zu sein braucht.
Ohne weitere Zusatzvorrichtungen läßt sich als Zeitbasis
ein bimetallgesteuerter Temperaturregler heranziehen,
wie er beispielsweise in Heizplatten, Bügeleisen, Haar
trocknern, Heizgeräten u. dgl. verwendet wird. Weist das
mit der Verzögerungsschaltung versehene elektrische
Gerät eine elektronische
Leistungstaktvorrichtung auf, die dann allerdings lang
sam takten sollte (vgl. oben), so läßt sich diese eben
falls heranziehen.
Herkömmliche Zähler weisen eine Mehrzahl von Ausgängen
auf. Es kann nun für unterschiedliche Anwendungszwecke
vorteilhaft sein, diesen Zählerausgängen eine Auswahl
schaltung nachzuschalten, so daß auf einfache Weise ein
bestimmbarer Zählerausgang an die Schaltvorrichtung
durchschaltbar ist. So läßt sich erreichen, daß abhängig
von unterschiedlichen Betriebszuständen des Gerätes
kürzere oder längere vorwählbare Verzögerungszeiten,
beispielsweise Ausschaltzeiten zur Verhinderung eines
Brandfalles u. dgl. erzielt werden können.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung soll
die Auswahlschaltung einen Steuereingang aufweisen, mit
dem eine manuell bedienbare Eingabevorrichtung verbunden
ist, mit der ein Ausgang festgelegt und so eine bestimm
te Verzögerungszeit ausgewählt werden kann.
Mit dem gleichen oder einem weiteren Steuereingang der
Auswahlschaltung kann auch eine Raumlagesensorschaltung
verbunden sein, die unterschiedliche kritische Raumlagen
des elektrischen Gerätes bestimmt und abhängig von der
Raumlage ein Schaltsignal abgibt, durch welches dann in
der Schaltvorrichtung ein Schaltvorgang nach vorausge
wählter Verzögerungszeit ausgelöst wird. Dies kann sich
insbesondere bei elektrischen Geräten als nützlich er
weisen, die in einer Arbeitsstellung betätigt oder be
trieben werden, die sich sehr deutlich von einer Be
reitschaftsstellung unterscheidet. Liegt beispielsweise
die beheizte Sohle eines Bügeleisens auf einem Unter
grund auf, so befindet sich das Gerät in einer Arbeits
stellung. Wird das Bügeleisen so zurückgekippt, daß die
beheizte Sohle i. w. senkrecht nach oben weist, spricht
man von einer Bereitschaftsstellung. Das Bügeleisen ist
zur weiteren Handhabung aufgestellt, ohne daß die be
heizte Sohle Hitze an einen Untergrund abgeben und ggf.
Schaden verursachen kann. In beiden Stellungen (Arbeits-
und Bereitschaftsstellung) kann es vorteilhaft sein, das
Gerät nach unterschiedlichen Verzögerungszeiten abzu
schalten. In Arbeitsstellung soll das Gerät nach ca.
10 s abschalten, um ein Verbrennen des Untergrundes und
ggf. Auslösen eines Brandes zu vermeiden. Wird hingegen
das Gerät in der Bereitschaftsstellung vergessen, so
reicht es aus, das Gerät ca. nach 20 Minuten abzuschal
ten, um nicht unnötig Energie zu vergeuden. Es kann auch
zweckdienlich sein, über einen ggf. weiteren Steuerein
gang der Auswahlschaltung eine Temperatursensorvorrich
tung anzuschließen, durch die unterschiedlich kritische
Temperaturbereiche bestimmbar und ein Schaltvorgang
(Abschalten des Gerätes mit temperaturabhängig ausge
wählter Verzögerungszeit) auslösbar ist.
Um zu vermeiden, daß das elektrische Gerät während der
Handhabung laufend erneut durch die Bedienungsperson
aktiviert werden muß, ist es zweckmäßig, mit einem Rück
setzeingang (Nullungseingang) des Zählers der Verzöge
rungsvorrichtung einen Bewegungssensor zu verbinden.
Wird das Gerät bewegt, wird der Zähler der Verzögerungs
vorrichtung laufend auf Null gesetzt oder gehalten, so
daß das Verzögerungsintervall überhaupt nicht "anlaufen"
kann. Wird das Gerät hingegen in einer Ruhestellung
belassen oder vergessen, bleibt der Nullungseingang
unaktiviert, der Zähler zählt hoch, bis er bei einem
voreinstellbaren Zählerstand die nachgeschaltete Schalt
vorrichtung anspricht. Unter Umständen kann es auch
zweckdienlich sein, wenn der Bewegungssensor ausschließ
lich auf Bewegungen reagiert, die das Gerät in Arbeits
stellung vollzieht. So lassen sich beispielsweise Gerä
tebewegungen, die durch unbeabsichtigte Erschütterungen
usw. hervorgerufen werden, von Arbeitsbewegungen des
Gerätes selektieren. Zusätzlich kann es vorteilhaft
sein, wenn mit dem Rücksetzeingang des Zählers eine
manuell bedienbare Rücksetzeinrichtung in Form eines am
Griff des Gerätes angeordneten Tasters verbunden ist.
Dieser Rücksetztaster kann eine Doppelfunktion ausüben,
nämlich einmal den Zählerstand auf Null setzen, und
darüber hinaus auch noch das Gerät von der Ausschalt- in
die Einschaltstellung rücksetzen.
Viele elektrische Geräte, die mit einer Heizvorrichtung
versehen sind, die stark genug ist, um u. U. einen Brand
zu verursachen, weisen als Temperaturbegrenzer einen
Bimetallunterbrecherschalter auf. Derartige Bimetall
unterbrecherschalter haben oft auch ein Heizelement, das
bei Stromdurchgang den thermokinetischen Vorgang im Bime
tallunterbrecherschalter auslöst und den Strompfad zur
Heizvorrichtung unterbricht. Ein derartiger Bimetall
unterbrecherschalter eignet sich sehr gut als Schaltvor
richtung, wenn sein integriertes Heizelement über den
Ausgang des Zählers oder den Ausgang der Auswahlschal
tung mit Strom versorgt wird. Sobald am Zählerausgang und/oder am
Ausgang der Auswahlschaltung ein Signal anliegt, wird
nach einer kurzen zusätzlichen Verzögerungszeit der
Hauptstromkreis unterbrochen.
Wird das Heizelement des Bimetallunterbrecherschalters
sowohl über den Ausgang der Auswahlschaltung als auch
zusätzlich über den Taktausgang der
Leistungstaktvorrichtung mit Strom versorgt, so wird mit der Ver
zögerungszeit des Bimetallunterbrecherschalters der
Schaltvorgang auch dann ausgelöst und dabei ggf. das
Gerät abgeschaltet, wenn die als Zeitbasis dienende
Leistungstaktvorrichtung einmal defekt werden sollte und
dabei in Einschaltstellung hängen bleibt. Die Dauerversorgung mit
Strom des Heizelementes des Bimetallunterbrecher
schalters führt dann dazu, daß dieser anspricht und das
Gerät abschaltet. Taktet hingegen die Leistungstaktvor
richtung in vorschriftsmäßiger Weise, so reicht die dem
Heizelement zugeführte mittlere elektrische Energie
nicht aus, um den Sicherheitsschaltvorgang auszulösen.
Die Ansprüche 14-26 lehren besonders vorteilhafte
Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Verzöge
rungsschaltung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand
der Zeichnungsfigur näher erläutert. Diese zeigt
ein schematisches Blockschaltbild einer Verzöge
rungsschaltung zur Unterbrechung des Heizstrom
pfades eines elektrischen Bügeleisens.
Die Verzögerungsschaltung 1 dient zur Abschaltung eines
elektrischen Bügeleisens, das einen elektrischen Ver
braucher 2 und eine den Stromfluß durch den Verbraucher
2 zu dessen Leistungsregelung intermittierend ein- und
ausschaltende Leistungstaktvorrichtung 3 aufweist.
Der Spannungsverlauf am Ausgang 4 der Leistungstaktvor
richtung 3 ist in der Teildarstellung 5 gezeigt.
Dem Ausgang 4 der Leistungstaktvorrichtung 3 ist der
Eingang 6 eines elektronischen Zählers 7 nachgeschaltet,
der eine Reihe von Zählausgängen 8 (8 0-8 7) aufweist,
die mit den Eingängen 10 einer Auswahlschaltung 9 ver
bunden sind. Mit dem Schaltausgang 11 der Auswahlschal
tung 9 ist eine Schaltvorrichtung 12 aktivierbar, die
den Leistungsstromkreis 13 durch den Unterbrecherschal
ter 14 abschaltet, wenn vom Zähler 7 über einen der
Ausgänge 8 ein Signal abgegeben wird, welches anzeigt,
daß ein vorbestimmbarer Zählerstand erreicht ist.
Die Leistungstaktvorrichtung 3 ist beim Ausführungsbei
spiel ein bimetallgesteuerter Temperaturregler, dessen
Bimetall thermisch an den als Heizspirale ausgebildeten
elektrischen Verbraucher gekoppelt ist. Sobald die Heiz
spirale (Verbraucher 2) eine bestimmte Temperatur er
reicht hat, wird durch den Temperaturregler (Leistungs
taktvorrichtung 3) der Leistungsstromkreis 13 solange
unterbrochen, bis die Temperatur des Verbrauchers 2 auf
einen unteren Einschaltwert abgesunken ist, bei welchem
die Leistungstaktvorrichtung den Leistungsstromkreis 13
wieder schließt.
Die Taktfrequenz am Ausgang 4 der Leistungstaktvorrich
tung 3 beträgt beim Ausführungsbeispiel beispielsweise
0,1 Hz. Impulse mit dieser Frequenz werden als Zählim
pulse in den Eingang des Zählers eingezählt und lösen
bei einer entsprechenden Impulsanzahl den Schaltvorgang
aus.
Mit einem Steuereingang 15 der Auswahlschaltung 9 ist
eine manuell bedienbare Eingabevorrichtung 16 verbunden,
durch welche die Bedienungsperson einen der Zähleraus
gänge anwählen und damit die Verzögerungszeit gezielt
auswählen kann, was für unterschiedliche Einsatzbereiche
der Verzögerungsschaltung vorteilhaft sein kann. Über
denselben oder ggf. einen weiteren Steuereingang 17 der
Auswahlschaltung 9 ist eine Raumlagesensorschaltung 18
angeschlossen, durch die unterschiedlich kritische Raum
lagen des elektrischen Gerätes detektiert werden können
und der Schaltvorgang in der Schaltvorrichtung 12 aus
lösbar ist. Der Raumlagesensor ist so ausgebildet, daß
er in einer ersten Gerätestellung (Arbeitsstellung)
beispielsweise den Ausgang 8 1 und in einer davon unter
schiedlichen Raumlage (Bereitschaftsstellung) den Aus
gang 8 7 auswählt und das entsprechende Zählerausgangs
signal an die Schaltvorrichtung 12 durchschaltet.
Mit dem Steuereingang 17 der Auswahlschaltung 9 ist
schließlich noch eine Temperatursensorvorrichtung 19
verbunden, durch die unterschiedlich kritische Tempera
turbereiche des Verbrauchers 2 bestimmt werden können
und der Schaltvorgang abhängig von unterschiedlichen
Temperaturen mit unterschiedlicher Verzögerungszeit
erfolgt. So wird beispielsweise bei hohen (kritischen)
Temperaturen des Verbrauchers beispielsweise der Zähler
ausgang 8 1 und bei relativ niedrigen Verbrauchertempera
turen der Zählerausgang 8 4 an die Schaltvorrichtung 12
durchgeschaltet. Daraus resultieren unterschiedliche
Verzögerungszeiten.
Mit einem Rücksetzeingang 20 des Zählers 7 ist ein Bewe
gungssensor 21 verbunden, der auf Bewegungen reagiert,
die das Gerät in Arbeitsstellung vollzieht. Wird das
Gerät beispielsweise in Bereitschaftsstellung bewegt
oder transportiert, so wird über den Ausgang 22 des
Bewegungssensors 21 kein Signal an den Rücksetzeingang
20 des Zählers 7 abgegeben, so daß dieser hochzählen und
das Gerät bei Erreichen des vorbestimmten Zählerstandes
abschalten kann. Raumlagesensor und Bewegungssensor
können aus ein und demselben Element, nämlich einem
Quecksilberschalter bestehen.
Ferner ist mit dem Rücksetzeingang 20 des Zählers 7 eine
manuell bedienbare Rücksetzeinrichtung in Form eines
Rücksetztasters 23 verbunden. Dieser kann beispielsweise
im Griffbereich des Gerätes angeordnet sein und bei
Bedarf von der Bedienungsperson aktiviert werden.
Die Schaltvorrichtung 12 ist ein thermisch gesteuerter
Bimetallunterbrecherschalter, dessen Heizelement 12′
mittels eines Schalters 24 über den Ausgang 11 der Aus
wahlschaltung 9 dann bestromt wird, wenn der Zähler über
einen seiner Ausgänge 8 ein Überlaufsignal abgibt. Die
Stromversorgung des Heizelementes 12′ führt dazu, daß der
Unterbrecherschalter 14 ggf. mit geringer Verzögerungs
zeit geöffnet wird.
Über Leitung 25 steht das Heizelement 12′ ferner mit dem
Ausgang 4 der Leistungstaktvorrichtung 3 in Verbindung
und wird intermittierend mit Strom versorgt. Durch Wahl des Lei
tungswiderstandes oder Dimensionierung eines nicht dar
gestellten Vorwiderstandes wird erreicht, daß durch die
Stromversorgung über Leitung 25 der Bimetallunterbrecher
schalter 12 nicht anspricht, solange die Leistungstakt
vorrichtung 3 vorschriftsmäßig arbeitet und damit tak
tet. Bleibt die Leistungstaktvorrichtung 3 allerdings in
eingeschalteter Stellung hängen (wodurch keine weiteren
Zählimpulse in den Zähler 7 eingezählt werden), wird das
Heizelement 12′ über Leitung 25 dauernd mit Strom versorgt. Dieser
Dauerstrom reicht aus, um das Heizelement 12′ so zu
erwärmen, daß der Unterbrecherschalter 14 geöffnet wird
und eine Sicherheitsabschaltung des Bügeleisens auch
dann erfolgt, wenn die Verzögerungsschaltung mangels
weiterer Zählerimpulse nicht mehr vorschriftsmäßig ar
beiten kann.
Claims (16)
1. Verzögerungsschaltung, insbesondere Schaltung
zur zeitlich verzögerten Ein-, Aus- oder
Umschaltung elektrischer Geräte, die einen elek
trischen Verbraucher und eine den Stromfluß
durch den Verbraucher zu dessen Leistungsrege
lung intermittierend ein-/ausschaltende Lei
stungstaktvorrichtung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang (4) der Leistungstaktvorrichtung
(3) zur Einzählung der aufsteigenden und/oder
der abfallenden Flanke des Leistungstaktimpulses
mit dem Eingang eines elektronischen Zählers (7)
verbunden ist, der mindestens einen Zählausgang
(8) aufweist, der mit einer Schaltvorrichtung
(12) verbunden ist und bei Erreichen eines vor
bestimmten Zählerstandes den Schaltvorgang ein
leitet.
2. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leistungstaktvorrichtung (3) ein bime
tallgesteuerter Temperaturregler ist, der mit
dem als Heizelement ausgebildeten Verbraucher
(2) zusammenwirkt und dessen Taktimpulse in den
elektronischen Zähler (7) eingezählt werden.
3. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leistungstaktvorrichtung (3) eine lang
sam taktende elektronische Schaltung ist.
4. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Frequenz der Taktvorrichtung (3) kleiner
als 0,5 Hz, vorzugsweise kleiner als 0,1 Hz ist.
5. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zähler (7) eine Mehrzahl von Ausgängen
(8) aufweist, die zumindest teilweise mit einer
Auswahlschaltung (9) verbunden sind, durch die
ein auswählbares Zählerausgangssignal (2 0-2 7)
an die Schaltvorrichtung (12) durchschaltbar
ist.
6. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit einem Steuereingang (15) der Auswahl
schaltung eine manuell bedienbare Eingabevor
richtung (16) verbunden ist.
7. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit einem weiteren Steuereingang (17) der
Auswahlschaltung eine Raumlagesensorschaltung
(18) verbunden ist, durch die unterschiedlich
kritische Raumlagen des elektrischen Gerätes
bestimmbar und davon abhängig ein Schaltvorgang
(Abschaltung des Gerätes mit ausgewählter Verzö
gerungszeit) auslösbar ist.
8. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit einem weiteren Steuereingang (17) der
Auswahlschaltung (9) eine Temperatursensor
vorrichtung (19) verbunden ist, durch die unter
schiedlich kritische Temperaturbereiche bestimm
bar und davon abhängig ein Schaltvorgang (Ab
schalten des Gerätes mit ausgewählter Verzöge
rungszeit) auslösbar ist.
9. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit einem Rücksetz-Eingang (20) (Nullungs
eingang) des Zählers ein Bewegungssensor (21)
verbunden ist.
10. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bewegungssensor (21) ausschließlich auf
Bewegungen reagiert, die das Gerät in Arbeits
stellung vollzieht.
11. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem Rücksetzeingang (20) (Nullungsein
gang) des Zählers (7) eine manuell bedienbare
Rücksetzeinrichtung (Rücksetztaster 23) verbun
den ist.
12. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 1 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltvorrichtung (12) aus einem ther
misch gesteuerten Bimetallunterbrecherschalter
besteht, dessen Heizelement (12′) über den Aus
gang des Zählers (7) oder der Auswahlschaltung
(9) unmittelbar oder mittelbar mit Strom versorgt wird.
13. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß neben der Stromversorgung des Heizelementes
(12′) über den Ausgang (11) der Auswahlschaltung
(9) eine zusätzliche Stromversorgung des Heiz
elementes (12′) über den Taktausgang (4) der
Leistungstaktvorrichtung (3) erfolgt.
14. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
die Verwendung in manuell bewegten Geräten,
insbesondere Haushaltsgeräten wie Heizkissen,
Haartrockner, elektrische Lockenwickler,
Küchen-Handgeräte, Kochgeräte, Heizstäbe, Bügel
eisen.
15. Verzögerungsschaltung nach einem der Ansprüche 1
-13,
gekennzeichnet durch
die Verwendung in unbewegten elektrischen Gerä
ten, insbesondere Haushaltsgeräten wie Kaffee
maschine, Waschmaschine, Trockner, Elektrokoch
topf, Friteuse, Herdplatte, Mikrowellenherd.
16. Verzögerungsschaltung nach einem der Ansprüche 1
-13,
gekennzeichnet durch
ihre Verwendung in Raumheizgeräten wie Heizlüf
tern, Heizstrahlern, Radiatoren, durch Taktung
geregelten Direktheizelementen an Speicheröfen
sowie an/in Thermostaten in Verbindung mit Raum
heizgeräten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873703884 DE3703884A1 (de) | 1987-02-09 | 1987-02-09 | Verzoegerungsschaltung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19873703884 DE3703884A1 (de) | 1987-02-09 | 1987-02-09 | Verzoegerungsschaltung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3703884A1 DE3703884A1 (de) | 1988-08-18 |
| DE3703884C2 true DE3703884C2 (de) | 1988-11-10 |
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ID=6320545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873703884 Granted DE3703884A1 (de) | 1987-02-09 | 1987-02-09 | Verzoegerungsschaltung |
Country Status (1)
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| Publication number | Publication date |
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| DE3703884A1 (de) | 1988-08-18 |
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