DE3703884C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft eine Verzögerungsschaltung, ins­ besondere eine Schaltung zur zeitlich verzögerten Ein-, Aus- oder Umschaltung elektrischer Geräte mit den weite­ ren Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
Es ist Stand der Technik, elektrische Geräte, die einen elektrischen Verbraucher und eine den Stromfluß durch den Verbraucher zu dessen Leistungsregelung intermittie­ rend ein-/ausschaltende Leistungstaktvorrichtung aufwei­ sen, mit einer Verzögerungsschaltung zu versehen, die - abhängig von unterschiedlichen Betriebsparametern - die Leistung der Geräte nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit abschaltet oder reduziert. Dadurch lassen sich Brandun­ fälle durch unbeaufsichtigte (vergessene) heizende Gerä­ te, wie beispielsweise Bügeleisen vermeiden; bei Gerä­ ten, von denen keine Brandgefahr ausgeht, ist eine zeit­ lich verzögerte Abschaltung ebenfalls wünschenswert, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
Wenn vorstehend von Leistungstaktvorrichtung gesprochen wird, so wird darunter eine Taktvorrichtung verstanden, die den geräteinternen Verbraucher - abhängig von der eingestellten Soll-Leistung - über mehr oder weniger lange Zeitphasen ein- und ausschaltet, wodurch sich jeweils eine mittlere (Soll)-Leistung ergibt. Derartige Leistungstaktvorrichtungen sind beispielsweise als elek­ tromechanische Bimetallregler bekannt, Leistungstaktung läßt sich allerdings auch durch elektronische Vorrich­ tungen erreichen, die mit entsprechend langsamer Takt­ zahl den Verbraucher ein- und ausschalten.
Die als Stand der Technik bekannten Verzögerungsschal­ tungen bestehen meist aus einer Zeitbasis und einer nachgeschalteten Zählerstufe, wobei als Zeitbasis oft­ mals die Frequenz des Netzes (50 Hz) herangezogen wird. Eine derartige Verzögerungsschaltung geht beispielsweise aus DE-OS 27 31 782 hervor. Der dort vorgesehene Zähler zählt Netzhalbwellen.
Da die Sicherheitsabschaltung der infragestehenden Gerä­ te nach relativ langen Perioden (verglichen mit der Schwingungszeit herkömmlicher Zeitbasen für Verzöge­ rungsschaltungen) angestrebt wird, sind Zähler mit einer Mehr-/Vielzahl von Zählerstufen erforderlich. Derartige Zähler sind teuer und insbesondere störanfällig, was sich bei Sicherheitsschaltungen an elektronischen Gerä­ ten u. U. fatal auswirken kann. Je mehr Zählerstufen hintereinander geschaltet sind, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, daß eine Stufe ausfällt und somit die Sicherheitsabschaltung unterbleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verzöge­ rungsschaltung an Geräten mit den Merkmalen des Oberbe­ griffes des Anspruches 1 derart weiterzubilden, daß sie unter Verwendung relativ einfacher Schaltmittel preis­ günstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, vor­ teilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Als Kern der Erfindung wird es angesehen, als Zeitbasis für die Verzögerungsschaltung zur Einsparung von Zähler­ stufen, mit anderen Worten zur Vereinfachung des Zäh­ lers, eine relativ langsam taktende Vorrichtung heranzu­ ziehen, die in dem elektrischen Gerät ohnehin vorhanden ist, nämlich die Leistungstaktvorrichtung, deren Ausgang der elektrische Verbraucher nachgeschaltet ist. Dadurch können teuere Alternativen entfallen, nämlich entweder bei Heranziehung der Netzfrequenz von 50 Hz zusätzliche Zählerstufen, oder bei einfacher Zählerausbildung mit nur einer Stufe eine gesondert ausgebildete, langsam taktende Zeitbasisschaltung. Der vorhandenen Leistungs­ taktvorrichtung kommt somit eine Doppelfunktion zu, nämlich die Leistungsregelung des Verbrauchers einer­ seits und die Zeitbasisfunktion andererseits. Schal­ tungstechnisch braucht lediglich der Taktimpuls (entwe­ der die aufsteigende oder die abfallende Flanke des Impulses) am Ausgang der Taktvorrichtung abgegriffen werden und - ggf. nach einfacher elektronischer Aufbe­ reitung - in den Eingang eines elektronischen Zählers eingezählt werden. Bei jedem Takten wird der Zählerstand um "1" hochgezählt. Da die zur Zählimpulserzeugung herangezogenen Flanken des Leistungstaktimpulses je nach Ausbildung der Taktvorrichtung 10 s-30 s auseinander­ liegen können, ergibt sich bei einem Binärzähler mit acht Zählerstufen etwa eine Verzögerungszeit von 20 Minuten bis zu maximal einer Stunde - abhängig von der Taktgeschwindigkeit des Zählers, die nicht notwendiger­ weise konstant zu sein braucht.
Ohne weitere Zusatzvorrichtungen läßt sich als Zeitbasis ein bimetallgesteuerter Temperaturregler heranziehen, wie er beispielsweise in Heizplatten, Bügeleisen, Haar­ trocknern, Heizgeräten u. dgl. verwendet wird. Weist das mit der Verzögerungsschaltung versehene elektrische Gerät eine elektronische Leistungstaktvorrichtung auf, die dann allerdings lang­ sam takten sollte (vgl. oben), so läßt sich diese eben­ falls heranziehen.
Herkömmliche Zähler weisen eine Mehrzahl von Ausgängen auf. Es kann nun für unterschiedliche Anwendungszwecke vorteilhaft sein, diesen Zählerausgängen eine Auswahl­ schaltung nachzuschalten, so daß auf einfache Weise ein bestimmbarer Zählerausgang an die Schaltvorrichtung durchschaltbar ist. So läßt sich erreichen, daß abhängig von unterschiedlichen Betriebszuständen des Gerätes kürzere oder längere vorwählbare Verzögerungszeiten, beispielsweise Ausschaltzeiten zur Verhinderung eines Brandfalles u. dgl. erzielt werden können.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung soll die Auswahlschaltung einen Steuereingang aufweisen, mit dem eine manuell bedienbare Eingabevorrichtung verbunden ist, mit der ein Ausgang festgelegt und so eine bestimm­ te Verzögerungszeit ausgewählt werden kann.
Mit dem gleichen oder einem weiteren Steuereingang der Auswahlschaltung kann auch eine Raumlagesensorschaltung verbunden sein, die unterschiedliche kritische Raumlagen des elektrischen Gerätes bestimmt und abhängig von der Raumlage ein Schaltsignal abgibt, durch welches dann in der Schaltvorrichtung ein Schaltvorgang nach vorausge­ wählter Verzögerungszeit ausgelöst wird. Dies kann sich insbesondere bei elektrischen Geräten als nützlich er­ weisen, die in einer Arbeitsstellung betätigt oder be­ trieben werden, die sich sehr deutlich von einer Be­ reitschaftsstellung unterscheidet. Liegt beispielsweise die beheizte Sohle eines Bügeleisens auf einem Unter­ grund auf, so befindet sich das Gerät in einer Arbeits­ stellung. Wird das Bügeleisen so zurückgekippt, daß die beheizte Sohle i. w. senkrecht nach oben weist, spricht man von einer Bereitschaftsstellung. Das Bügeleisen ist zur weiteren Handhabung aufgestellt, ohne daß die be­ heizte Sohle Hitze an einen Untergrund abgeben und ggf. Schaden verursachen kann. In beiden Stellungen (Arbeits- und Bereitschaftsstellung) kann es vorteilhaft sein, das Gerät nach unterschiedlichen Verzögerungszeiten abzu­ schalten. In Arbeitsstellung soll das Gerät nach ca. 10 s abschalten, um ein Verbrennen des Untergrundes und ggf. Auslösen eines Brandes zu vermeiden. Wird hingegen das Gerät in der Bereitschaftsstellung vergessen, so reicht es aus, das Gerät ca. nach 20 Minuten abzuschal­ ten, um nicht unnötig Energie zu vergeuden. Es kann auch zweckdienlich sein, über einen ggf. weiteren Steuerein­ gang der Auswahlschaltung eine Temperatursensorvorrich­ tung anzuschließen, durch die unterschiedlich kritische Temperaturbereiche bestimmbar und ein Schaltvorgang (Abschalten des Gerätes mit temperaturabhängig ausge­ wählter Verzögerungszeit) auslösbar ist.
Um zu vermeiden, daß das elektrische Gerät während der Handhabung laufend erneut durch die Bedienungsperson aktiviert werden muß, ist es zweckmäßig, mit einem Rück­ setzeingang (Nullungseingang) des Zählers der Verzöge­ rungsvorrichtung einen Bewegungssensor zu verbinden. Wird das Gerät bewegt, wird der Zähler der Verzögerungs­ vorrichtung laufend auf Null gesetzt oder gehalten, so daß das Verzögerungsintervall überhaupt nicht "anlaufen" kann. Wird das Gerät hingegen in einer Ruhestellung belassen oder vergessen, bleibt der Nullungseingang unaktiviert, der Zähler zählt hoch, bis er bei einem voreinstellbaren Zählerstand die nachgeschaltete Schalt­ vorrichtung anspricht. Unter Umständen kann es auch zweckdienlich sein, wenn der Bewegungssensor ausschließ­ lich auf Bewegungen reagiert, die das Gerät in Arbeits­ stellung vollzieht. So lassen sich beispielsweise Gerä­ tebewegungen, die durch unbeabsichtigte Erschütterungen usw. hervorgerufen werden, von Arbeitsbewegungen des Gerätes selektieren. Zusätzlich kann es vorteilhaft sein, wenn mit dem Rücksetzeingang des Zählers eine manuell bedienbare Rücksetzeinrichtung in Form eines am Griff des Gerätes angeordneten Tasters verbunden ist. Dieser Rücksetztaster kann eine Doppelfunktion ausüben, nämlich einmal den Zählerstand auf Null setzen, und darüber hinaus auch noch das Gerät von der Ausschalt- in die Einschaltstellung rücksetzen.
Viele elektrische Geräte, die mit einer Heizvorrichtung versehen sind, die stark genug ist, um u. U. einen Brand zu verursachen, weisen als Temperaturbegrenzer einen Bimetallunterbrecherschalter auf. Derartige Bimetall­ unterbrecherschalter haben oft auch ein Heizelement, das bei Stromdurchgang den thermokinetischen Vorgang im Bime­ tallunterbrecherschalter auslöst und den Strompfad zur Heizvorrichtung unterbricht. Ein derartiger Bimetall­ unterbrecherschalter eignet sich sehr gut als Schaltvor­ richtung, wenn sein integriertes Heizelement über den Ausgang des Zählers oder den Ausgang der Auswahlschal­ tung mit Strom versorgt wird. Sobald am Zählerausgang und/oder am Ausgang der Auswahlschaltung ein Signal anliegt, wird nach einer kurzen zusätzlichen Verzögerungszeit der Hauptstromkreis unterbrochen.
Wird das Heizelement des Bimetallunterbrecherschalters sowohl über den Ausgang der Auswahlschaltung als auch zusätzlich über den Taktausgang der Leistungstaktvorrichtung mit Strom versorgt, so wird mit der Ver­ zögerungszeit des Bimetallunterbrecherschalters der Schaltvorgang auch dann ausgelöst und dabei ggf. das Gerät abgeschaltet, wenn die als Zeitbasis dienende Leistungstaktvorrichtung einmal defekt werden sollte und dabei in Einschaltstellung hängen bleibt. Die Dauerversorgung mit Strom des Heizelementes des Bimetallunterbrecher­ schalters führt dann dazu, daß dieser anspricht und das Gerät abschaltet. Taktet hingegen die Leistungstaktvor­ richtung in vorschriftsmäßiger Weise, so reicht die dem Heizelement zugeführte mittlere elektrische Energie nicht aus, um den Sicherheitsschaltvorgang auszulösen.
Die Ansprüche 14-26 lehren besonders vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Verzöge­ rungsschaltung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungsfigur näher erläutert. Diese zeigt
ein schematisches Blockschaltbild einer Verzöge­ rungsschaltung zur Unterbrechung des Heizstrom­ pfades eines elektrischen Bügeleisens.
Die Verzögerungsschaltung 1 dient zur Abschaltung eines elektrischen Bügeleisens, das einen elektrischen Ver­ braucher 2 und eine den Stromfluß durch den Verbraucher 2 zu dessen Leistungsregelung intermittierend ein- und ausschaltende Leistungstaktvorrichtung 3 aufweist.
Der Spannungsverlauf am Ausgang 4 der Leistungstaktvor­ richtung 3 ist in der Teildarstellung 5 gezeigt.
Dem Ausgang 4 der Leistungstaktvorrichtung 3 ist der Eingang 6 eines elektronischen Zählers 7 nachgeschaltet, der eine Reihe von Zählausgängen 8 (8 0-8 7) aufweist, die mit den Eingängen 10 einer Auswahlschaltung 9 ver­ bunden sind. Mit dem Schaltausgang 11 der Auswahlschal­ tung 9 ist eine Schaltvorrichtung 12 aktivierbar, die den Leistungsstromkreis 13 durch den Unterbrecherschal­ ter 14 abschaltet, wenn vom Zähler 7 über einen der Ausgänge 8 ein Signal abgegeben wird, welches anzeigt, daß ein vorbestimmbarer Zählerstand erreicht ist.
Die Leistungstaktvorrichtung 3 ist beim Ausführungsbei­ spiel ein bimetallgesteuerter Temperaturregler, dessen Bimetall thermisch an den als Heizspirale ausgebildeten elektrischen Verbraucher gekoppelt ist. Sobald die Heiz­ spirale (Verbraucher 2) eine bestimmte Temperatur er­ reicht hat, wird durch den Temperaturregler (Leistungs­ taktvorrichtung 3) der Leistungsstromkreis 13 solange unterbrochen, bis die Temperatur des Verbrauchers 2 auf einen unteren Einschaltwert abgesunken ist, bei welchem die Leistungstaktvorrichtung den Leistungsstromkreis 13 wieder schließt.
Die Taktfrequenz am Ausgang 4 der Leistungstaktvorrich­ tung 3 beträgt beim Ausführungsbeispiel beispielsweise 0,1 Hz. Impulse mit dieser Frequenz werden als Zählim­ pulse in den Eingang des Zählers eingezählt und lösen bei einer entsprechenden Impulsanzahl den Schaltvorgang aus.
Mit einem Steuereingang 15 der Auswahlschaltung 9 ist eine manuell bedienbare Eingabevorrichtung 16 verbunden, durch welche die Bedienungsperson einen der Zähleraus­ gänge anwählen und damit die Verzögerungszeit gezielt auswählen kann, was für unterschiedliche Einsatzbereiche der Verzögerungsschaltung vorteilhaft sein kann. Über denselben oder ggf. einen weiteren Steuereingang 17 der Auswahlschaltung 9 ist eine Raumlagesensorschaltung 18 angeschlossen, durch die unterschiedlich kritische Raum­ lagen des elektrischen Gerätes detektiert werden können und der Schaltvorgang in der Schaltvorrichtung 12 aus­ lösbar ist. Der Raumlagesensor ist so ausgebildet, daß er in einer ersten Gerätestellung (Arbeitsstellung) beispielsweise den Ausgang 8 1 und in einer davon unter­ schiedlichen Raumlage (Bereitschaftsstellung) den Aus­ gang 8 7 auswählt und das entsprechende Zählerausgangs­ signal an die Schaltvorrichtung 12 durchschaltet.
Mit dem Steuereingang 17 der Auswahlschaltung 9 ist schließlich noch eine Temperatursensorvorrichtung 19 verbunden, durch die unterschiedlich kritische Tempera­ turbereiche des Verbrauchers 2 bestimmt werden können und der Schaltvorgang abhängig von unterschiedlichen Temperaturen mit unterschiedlicher Verzögerungszeit erfolgt. So wird beispielsweise bei hohen (kritischen) Temperaturen des Verbrauchers beispielsweise der Zähler­ ausgang 8 1 und bei relativ niedrigen Verbrauchertempera­ turen der Zählerausgang 8 4 an die Schaltvorrichtung 12 durchgeschaltet. Daraus resultieren unterschiedliche Verzögerungszeiten.
Mit einem Rücksetzeingang 20 des Zählers 7 ist ein Bewe­ gungssensor 21 verbunden, der auf Bewegungen reagiert, die das Gerät in Arbeitsstellung vollzieht. Wird das Gerät beispielsweise in Bereitschaftsstellung bewegt oder transportiert, so wird über den Ausgang 22 des Bewegungssensors 21 kein Signal an den Rücksetzeingang 20 des Zählers 7 abgegeben, so daß dieser hochzählen und das Gerät bei Erreichen des vorbestimmten Zählerstandes abschalten kann. Raumlagesensor und Bewegungssensor können aus ein und demselben Element, nämlich einem Quecksilberschalter bestehen.
Ferner ist mit dem Rücksetzeingang 20 des Zählers 7 eine manuell bedienbare Rücksetzeinrichtung in Form eines Rücksetztasters 23 verbunden. Dieser kann beispielsweise im Griffbereich des Gerätes angeordnet sein und bei Bedarf von der Bedienungsperson aktiviert werden.
Die Schaltvorrichtung 12 ist ein thermisch gesteuerter Bimetallunterbrecherschalter, dessen Heizelement 12′ mittels eines Schalters 24 über den Ausgang 11 der Aus­ wahlschaltung 9 dann bestromt wird, wenn der Zähler über einen seiner Ausgänge 8 ein Überlaufsignal abgibt. Die Stromversorgung des Heizelementes 12′ führt dazu, daß der Unterbrecherschalter 14 ggf. mit geringer Verzögerungs­ zeit geöffnet wird.
Über Leitung 25 steht das Heizelement 12′ ferner mit dem Ausgang 4 der Leistungstaktvorrichtung 3 in Verbindung und wird intermittierend mit Strom versorgt. Durch Wahl des Lei­ tungswiderstandes oder Dimensionierung eines nicht dar­ gestellten Vorwiderstandes wird erreicht, daß durch die Stromversorgung über Leitung 25 der Bimetallunterbrecher­ schalter 12 nicht anspricht, solange die Leistungstakt­ vorrichtung 3 vorschriftsmäßig arbeitet und damit tak­ tet. Bleibt die Leistungstaktvorrichtung 3 allerdings in eingeschalteter Stellung hängen (wodurch keine weiteren Zählimpulse in den Zähler 7 eingezählt werden), wird das Heizelement 12′ über Leitung 25 dauernd mit Strom versorgt. Dieser Dauerstrom reicht aus, um das Heizelement 12′ so zu erwärmen, daß der Unterbrecherschalter 14 geöffnet wird und eine Sicherheitsabschaltung des Bügeleisens auch dann erfolgt, wenn die Verzögerungsschaltung mangels weiterer Zählerimpulse nicht mehr vorschriftsmäßig ar­ beiten kann.

Claims (16)

1. Verzögerungsschaltung, insbesondere Schaltung zur zeitlich verzögerten Ein-, Aus- oder Umschaltung elektrischer Geräte, die einen elek­ trischen Verbraucher und eine den Stromfluß durch den Verbraucher zu dessen Leistungsrege­ lung intermittierend ein-/ausschaltende Lei­ stungstaktvorrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (4) der Leistungstaktvorrichtung (3) zur Einzählung der aufsteigenden und/oder der abfallenden Flanke des Leistungstaktimpulses mit dem Eingang eines elektronischen Zählers (7) verbunden ist, der mindestens einen Zählausgang (8) aufweist, der mit einer Schaltvorrichtung (12) verbunden ist und bei Erreichen eines vor­ bestimmten Zählerstandes den Schaltvorgang ein­ leitet.
2. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungstaktvorrichtung (3) ein bime­ tallgesteuerter Temperaturregler ist, der mit dem als Heizelement ausgebildeten Verbraucher (2) zusammenwirkt und dessen Taktimpulse in den elektronischen Zähler (7) eingezählt werden.
3. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungstaktvorrichtung (3) eine lang­ sam taktende elektronische Schaltung ist.
4. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der Taktvorrichtung (3) kleiner als 0,5 Hz, vorzugsweise kleiner als 0,1 Hz ist.
5. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zähler (7) eine Mehrzahl von Ausgängen (8) aufweist, die zumindest teilweise mit einer Auswahlschaltung (9) verbunden sind, durch die ein auswählbares Zählerausgangssignal (2 0-2 7) an die Schaltvorrichtung (12) durchschaltbar ist.
6. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Steuereingang (15) der Auswahl­ schaltung eine manuell bedienbare Eingabevor­ richtung (16) verbunden ist.
7. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem weiteren Steuereingang (17) der Auswahlschaltung eine Raumlagesensorschaltung (18) verbunden ist, durch die unterschiedlich kritische Raumlagen des elektrischen Gerätes bestimmbar und davon abhängig ein Schaltvorgang (Abschaltung des Gerätes mit ausgewählter Verzö­ gerungszeit) auslösbar ist.
8. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem weiteren Steuereingang (17) der Auswahlschaltung (9) eine Temperatursensor­ vorrichtung (19) verbunden ist, durch die unter­ schiedlich kritische Temperaturbereiche bestimm­ bar und davon abhängig ein Schaltvorgang (Ab­ schalten des Gerätes mit ausgewählter Verzöge­ rungszeit) auslösbar ist.
9. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Rücksetz-Eingang (20) (Nullungs­ eingang) des Zählers ein Bewegungssensor (21) verbunden ist.
10. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungssensor (21) ausschließlich auf Bewegungen reagiert, die das Gerät in Arbeits­ stellung vollzieht.
11. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Rücksetzeingang (20) (Nullungsein­ gang) des Zählers (7) eine manuell bedienbare Rücksetzeinrichtung (Rücksetztaster 23) verbun­ den ist.
12. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung (12) aus einem ther­ misch gesteuerten Bimetallunterbrecherschalter besteht, dessen Heizelement (12′) über den Aus­ gang des Zählers (7) oder der Auswahlschaltung (9) unmittelbar oder mittelbar mit Strom versorgt wird.
13. Verzögerungsschaltung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß neben der Stromversorgung des Heizelementes (12′) über den Ausgang (11) der Auswahlschaltung (9) eine zusätzliche Stromversorgung des Heiz­ elementes (12′) über den Taktausgang (4) der Leistungstaktvorrichtung (3) erfolgt.
14. Verzögerungsschaltung nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung in manuell bewegten Geräten, insbesondere Haushaltsgeräten wie Heizkissen, Haartrockner, elektrische Lockenwickler, Küchen-Handgeräte, Kochgeräte, Heizstäbe, Bügel­ eisen.
15. Verzögerungsschaltung nach einem der Ansprüche 1 -13, gekennzeichnet durch die Verwendung in unbewegten elektrischen Gerä­ ten, insbesondere Haushaltsgeräten wie Kaffee­ maschine, Waschmaschine, Trockner, Elektrokoch­ topf, Friteuse, Herdplatte, Mikrowellenherd.
16. Verzögerungsschaltung nach einem der Ansprüche 1 -13, gekennzeichnet durch ihre Verwendung in Raumheizgeräten wie Heizlüf­ tern, Heizstrahlern, Radiatoren, durch Taktung geregelten Direktheizelementen an Speicheröfen sowie an/in Thermostaten in Verbindung mit Raum­ heizgeräten.
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