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Gasüberdruckventil, insbesondere für Luftschifftragkörper. Die Erfindung
befaßt sich mit der Ausbildung von Übendh@ulckventilen, insbesondere für Luftfahrzeuge
mit Gastragkörper. Die bisherigen bei Luftfahrzeugen verwandten Überdruckventile
haben dien schwerwiegenden tiltellers, Nachteil, durch da,ß der eine Anpressumgsdruck
.oder mehrere Federn des 'Ven- erreicht wird, gegen deren Wirkung der Druck des
Gases den Ventitteller von ,seinem; Sitz abheben m;ttß. Durch diese Anordnung muß
der zum Heben des Ventiltellers notwendige Gasdruck mit dem Ventilhlub wachsen,
da dic Schließungsfeder immer mehr gespannt wird, je weiter der Ventilteller von
seinem Sitz abgehoben wind. Hieraus: folgt"daß der Druck, bei welchem das Gas abzublasen
beginnt, unter dem liegt, .der auftritt, wenn das Ventil sich vollständig öffnet.
Du!s bedeutet aber eine große Deansprtrclltrng der Zellenwände bzw. des Gerippes.
Es besteht bei diesen Ventilen auch der Nachteil, daß sie nur als Überdruckventil
verwendbar sind und man daher außerdem noch besondere M'anövrierv entiie am First
des Ga@straigkörpers einbauen muß. An .und für sich wären ja auch die jetzt gebräuchlichen
Ventile als durch- Seilzug zu betätigende Manövrierventile denkbar, doch verbietet
sich ihre Verwendung am First des Gastragkörpers durch ihre Bauart, indem man befürchten
muß, daß durch irgendwelche Defekte an der Schließungsvorrichtung des Ventils letzteres
sich öffnet, da der Gasdruck Im Öffnungssinne wirkt und oder ganze angeschlossene
Raum leerl'äuft. Die Ambringung der Überdruckventile .am First i hat aber den großen
Vorteil, daß die jetzt zur Abführung des Gases nach ungefährdeten Stellen, z. B.
nach dem First, notwendigen ` Gasschächte unnötig werden. Durch deren Wegfall wird
.nicht nur das Gewicht der Schächte gespart, sondern auch nutzbarer Gasraum, gewonnen.
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Diese Nachteile sollen durch das vorliegende Ventil vermieden .werden.
Bei diesem ist der Antsströmungsdruiok am First in jeder Höhenlage gleich. Es ist
zur Anbringung a -n First geeignet und öffnet sich bei einem bestimmten Gasdruck
sofort voll, so daß geringe Gasgeschwindigkeiten erreicht werden, der V entilanp.ressungsdruck
ist bei ihm bis zum Augenblick des Öffners sehr groß. Auch als 1 anövrierventil
läßt sich das erfindungsgemäß ajusge'bildete Ventil verwenden.
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Diese Vorteile werden erreicht durch ein Überdruckventil, bei welchem
das Gas aus der Zelle oder ans einem besonderen Behälter entnommene Preßluft in
oAbhängigkeit vom Druck ivahiweise in Druckkammern geleitet wird, wobei :durch:
tIiin- und, Herbewegen einer als Kolben dienenden 7,wischenwand ein Schließen oder
Öffnen des Ventils bewirkt wird. Dabei kann auch .der Ventilteller selbst als Zwischenwand
in dem vorerwähnten Sinne dienen.
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Zur wahlweisen Leitung des Gases in den Schließ- oder öffnun;gsraum
dient dabei zweckmäßig ein federbelasteter Hilfskolben oder Membran, der dauernd
mit der Gaszelle in Verbindung steht und je nach dem herrschenden Gasdruck Steuerventile
betätigt, die
das Gas bei Erreichung eines bestimniten Druckes in
den Offnungsrauim bei Unterschreitung des Druckes in den Schließraum gelangen lassen.
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In der Zeichnung ist ein. erfindungsgemäß ausgebildetes Ventil dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i das geschlossene Ventil, @lab.2 (las geöffnete Ventil, beidemal
im 1Zadialschnitt.
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Die Zellenwand rz ist an dem Ventilring b g a s'dicht angeschlossen,
dieser trägt b den ringfhr-ini,-en Ventilsitz c und vermittels der Arme d die unverrückbare
Platte e, an welcher der Balg f befestigt ist. Dieser umschließt den [Zaum B, der
nach der unteren Seite durch den topfförmigen Ventilteller g begrenzt wird. 1?in
zweiter Balg k ist an der unteren Seite qles @-entiltellers angebracht, wobei als
zweite Aliscliltißwand die Platte i. dient, welche durch die Stehbolzen
k, die an dem Ring b
befestigt sind, unverrückbar gehalten wird. Dieser
Balg bildet zusammen mit dem Ventiltellerboden und der Platte i ,den Raum A. Je
nachdem der Raum A oder B mit unter Druckstehendem Gas aus dein Zelleninnern oder
mit Preßhift aus einem besonderen Behälter gefüllt wird, wird das Ventil geschlossen
oder geöffnet. Die Regelung des Zuströmens. des Gases in den einen oder anderen
Raum erfolgt durch eine besondere, abhängig vom Gasdruck sich einstellende Steuervorrichtung,
und zwar in der dargestellten Ausführung (furch einen Balg I, dessen Bodenwand
m durch die Fe(ler st dem Gasdruck entgegengezogen wird. An der Bodenwand ist die
Steuerstange o befestigt, welche die drei Steuerventiltel@ler p, q und
r trägt.
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In der in Abb. i dargestellten Stellring ist las Ventil geschlossen.
Das Gas, welches durch den Rohrstutzen s, der gasdicht in die Zellenwand
a eingesetzt ist, in den Balg l
gelangt, hat nicht genügend Druck,
um die Kraft der Feder ar, zu überwinden.. Das Gas belangt daher durch den
Kanal t, die Öffnung « und den scblia-ucliförniigen Durch-1°itungsbalg " in den
Raum A und drückt den Ventilteller g ,gegen seinen Sitz c. Das in Klein Raum B vorhandene
Gas wird hierbei verdrängt und gelangt am Ventilteller p vorbei ins Freie.
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In rler in Ab b. 2 dargestellten Stellung ist das Ventil geöffnet.
Der Gasdruck hat den `lug der Feder f. so weit überwunden, daß (las Ventil p geschlossen
ist, das Doppelventil q die Öffnung zc, freigegeben hat, die iffnung rr geschlossen
und das Ventil r geöffnet ist. Das Gas gelangt nunmehr durch den Kanal t und die
Ventilöffnung up in den Raum B und bebt den Ventilteller g von seinem Sitz ab. Das
in dem Raune A vorhandene Gas wird verdrängt und gelangt durch die üffnung des Ventils
r ins Freie. 1)ie -Mutter x dient zur Regelung der Spannung der Feder n und damit
auch zur Regelung des Zeilengasdruckes.
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Bei Verwendung eines besonderen Hilfsgases (Preßluft) als das Ventil
bewegendes Druckmittel wäre die dargestellte Bauart derart abzuändern, daß die Leitung
s von der Leitung t getrennt lind letztere mit dem gesonderten Druckrnittelbehälter
in Verbindung gebracht wird.
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Soll das Ventil als Manävrierventil gebraucht werden, so erfolgt die
Umsteuerung des Gaszuflusses durch den Seilzug y; durch Zug an diesem vermittels
des Winkelhebels z wird die Steuerstange o verschoben, und dain it werden die Ventile
p, q und r in die Öffnungsstellung gebracht. Da hier das Öffnen auch
bei geringem Gasdruck gewünscht werden kann, ist, um ein volles öffnen schnell zu
erreichen, an den Drahtzug y ein zweiter Drahtzug i parallel angeschlossen, welcher,
an dein Ventilteller g befestigt, diesen unmittelbar abzieht. Die gasdichte Durchführung
durch die Platte i erfolgt durch Einbinden des Zuges in die aus gasdichtem Stoff
bestehende Tüte 2, die anderseits an der Platte i gasdicht befestigt ist.