DE481604C - Ventil fuer Luftschiffe, Ballone u. dgl. - Google Patents

Ventil fuer Luftschiffe, Ballone u. dgl.

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DE481604C
DE481604C DEL69635D DEL0069635D DE481604C DE 481604 C DE481604 C DE 481604C DE L69635 D DEL69635 D DE L69635D DE L0069635 D DEL0069635 D DE L0069635D DE 481604 C DE481604 C DE 481604C
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DE
Germany
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valve
space
shaft
container
gas
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DEL69635D
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Wasser und Luft Fahrzeug G M B
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Wasser und Luft Fahrzeug G M B
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft
    • B64B1/58Arrangements or construction of gas-bags; Filling arrangements
    • B64B1/60Gas-bags surrounded by separate containers of inert gas

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Ventil für Luftschiffe, Ballone u. dgl. An Luftschiffen und Ballonen aller Art angewendete selbsttätige Abblasvorrichtungen in Gestalt von Ventilen, Stoffklappen u. dgl., im folgenden allgemein als Ventil bezeichnet, sind derart angeordnet, daß der bewegliche Ventilteil eine Seite dem im Ballon eingeschlossenen Gase, die andere Seite dem Raum zukehrt, in den die Ausströmung erfolgt. Infolgedessen hängt die Bewegung des beweglichen Ventilteiles außer von dem Druck einer besonderen Belastungseinrichtung von dem Druckunterschied zwischen Gas- und Ausblaseraum ab. Da in dem Ausblaseraum, der häufig als den Ballonkörper durchsetzender Schacht ausgebildet ist, starke Strömung herrscht, die einen Druckabfall in ihm herbeiführt, besteht die Gefahr der unbeabsichtigten Beinflussung der Ventilteile. Beispielsweise können Strömungen im Schacht, die aus Erwärmungen o. dgl. herrühren, eine Ventilöffnung zu einer Zeit herbeiführen, wo das Ventil geschlossen sein sollte. Die bekannten Ventileinrichtungen versagen auch, wenn es sich darum handelt, die= Öffnung in einem Augenblick eintreten zu lassen, wenn ein bestimmter Druckunterschied zwischen Gasraum und einem anderen entfernten Raucri, z. B. dem Ballonett oder dem Unterzellenraum eines Prallschiffes, eintritt.
  • Die Erfindung schafft ein Ventil, das die erwähnten Nachteile der bekannten Ventile vermeidet und es mannigfaltig verwendbar macht. Gemäß der Erfindung wird der bewegliche Ventilteil mit einem leicht'zusammendrückbaren Behälter versehen oder als leicht zusammendrückbarer Behälter ausgebildet, dessen Innenraum mit dem für den Druckunterschied gegenüber dem Gasraum maßgebenden Raum verbunden ist, wozu eine Rohr- oder Schlauchleitung verwendet werden kann, wobei die dem Ventil abgekehrte Seite unbeweglich festgehalten wird. Beim Arbeiten des Ventils muß der Behälter eingedrückt werden und das Öffnen und Schließen ist nur vomDruckunterschied zwischen Gasraum und Behälterinnenraum abhängig, nicht aber vom Druck im Ausblaseraum.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise in verschiedenen Ausführungen in schematischer Form dargestellt, und zwar in Abb. z und 2 in Anwendung auf einen im Querschnitt dargestellten Freiballon, in Abb. 3 an -dem Querschnitt eines Gerippeluftschiffes, in Abb. q. an einem Pralluftschiff, in Abb. g an einem Querschnitt eines Fesselballons.
  • Abb. 6 zeigt in größerem Maßstabe einen Schnitt durch die Achse eines Freiballonventils.
  • Der Ausblaseschacht a des Freiballonkörpers B (Abb. z) ist am unteren Ende mit einem Ventil versehen, dessen beweglicher Teil b die Gestalt eines doppelwandigen zylindrischen Schlauches oder Sackes hat, der im Schacht durch Seile c in seiner Lage gehalten wird. In der Schachtwandung a ist ein ringförmiger Schlitz bzw. eine Mehrzahl von Schlitzen a' angebracht, die normal von der äußeren Wandung des Körpers b abgedeckt werden. Die innere Wandung des Körpers b wird durch Ringe e und Gehänge f im Schacht festgehalten. Unterhalb des Schlitzes a' ist der bewegliche Ventilkörper b mit seiner inneren Wandung bei b' und mit seiner äußeren Wandung bei b" an der Schachtwandung befestigt. Vom Innenraum b° des Körpers geht eine Schlauchleitung d aus, die in einiger Entfernung vom Ballonkörper ins Freie mündet.
  • Sobald aus dem wagerecht schraffierten Gasraum des Ballonkörpers B Gas austritt und infolgedessen die durch gefiederte Pfeile angedeuteten Gas- und Luftströmungen eintreten, strömt durch den Schlauch d Luft nach außen aus dem Raum b° ab, und der Ventilteil b nimmt je nach der Größe des Überdruckes im Gasraum eine weniger oder mehr zusammengedrückte Gestalt an, wie durch ausgezogene bzw. punktierte Linien in Abb. i angedeutet ist. Ersichtlich steht der im Bereich des Schlitzes a' befindliche Teil des Ventilkörpers b nur unter dem Einfluß des Druckunterschiedes zwischen Gas und ruhender Außenluft und kann seine Bewegungen unbeeinflußt von der Strömung im Schacht ausführen, so daß die Wirkung genau in dem gewünschten Umfange eintritt. Neben der Zuverlässigkeit der Ventilwirkung werden auch Vorteile bezüglich des Schachtes erzielt, der besonders in seinem unteren Teil enger gehalten werden kann als bisher, wobei gleichzeitig ein Gasausströmen nach unten mit größerer Sicherheit vermieden wird als früher.
  • Abb. a gibt eine vereinfachte, in manchen Fällen ausreichende Lösung wieder. Hier ist der Teil, der bei der Ausführung nach Abb. i die Innenwandung des Ventilkörpers. bei b' an der Schachtwand befestigte, weggelssen, und der sackartige Innenraum b° steht hier unmittelbar mit dem unteren Ende des Schachtraumes in Verbindung. Dadurch wird erreicht, daß der Druck durch die Strömung im Schacht wenigstens- nur im geringen Maße beeinfiußt wird.
  • Bei der Ausführung nach Abb. 3 durchdringt der Schacht a die Gaszelle B eines starren Luftschiffes G. Der bewegliche Ventilteil weist hier die Form eines Ventiltellers h auf, an dessen Außenseite sich ein Balgen i anschließt, der wiederum einen Raum b° umgrenzt. Der Körper i ist an einem Gestell k aufgehängt. Vom Raum b° geht wiederum eine Schlauchleitung d aus, die in den Raum o zwischen Außenhülle des Luftschiffes G und Ballonkörper einmündet. Eine Feder n sucht den Ventilkörper h auf seinem Sitz L zu halten. Ersichtlich ist auch hier, da der den Raum umgrenzende Körper i die ganze Außenseite des Ventiltellers h abdeckt, das Arbeiten des Ventils unabhängig von dem Druck im Schachtraum a und außer von der Federspannung nur abhängig von dem Druckunterschied zwischen Gasraum B und Außenraum o.
  • Die Ausführung nach Abb. q. für ein Prallluftschiff entspricht in allen wesentlichen Teilen der Ausbildung gemäß Abb. 3. Nur ist der Raum o zwischen Gasraum B und Außenhülle P des Pralluftschiffes, in den der Schlauchd ausmündet, hier unter einem höheren Druck, da es sich ja um ein Pralluftschiff handelt. Der Schachtraum a ist durch eine Leitung q am unteren Ende entweder mit der Außenluft oder dem Laufgang verbunden. Auch hier steht das Ventil lediglich unter dem Gassäulendruck. Die Ventilfedern können leicht so eingestellt werden, daß sich das Ventil bei leergewordenem Zwischenraum o bzw. leergelaufenem Ballonet öffnet oder auch etwas später. Dadurch wird ein sicher und genau wirkendes selbsttätiges Ventil geschaffen, während bisher die Gasventile bei Pralluftschifferi beim Leerlauf des Ballonets stets mit Hilfe von mechanischen Mitteln in Tätigkeit gesetzt werden mußten.
  • Abb. 5 veranschaulicht die zweckmäßige Anwendung des neuen Ventils für Fesselballone. Die Ventilausführung entspricht auch hier der Form nach Abb. 3 und q.. Der Schlauch d führt hier zum Kielwulst y, damit das Ballonet vollständig leerlaufen kann. Das Ventil öffnet sich, wenn die Gassäule s eine dem Leerzustande des Ballonets entsprechende Höhe annimmt. Das Ventil kann gleichzeitig mittels einer eine willkürliche Betätigung ermöglichenden Leine t geöffnet und somit als Manövrierventil benutzt werden.
  • Abb. 6 zeigt eine Ausbildung des Ventils, die eine Abänderung des bekannten Freiballonventils darstellt und erkennen läßt, wie die neue Einrichtung mit Vorteil für die Höhensteuerung der Freiballone o. dgl. verwendet wird. Hier ist der Raum bo von einem sackartigen Gebilde u umgrenzt, das an Bügeln k aufgehängt ist. Die untere Fläche des Gebildes u bildet einen Teller v, mit emporgezogenem Rand v' über dem sich der eine Teil der elastischen Behälterwandung u abzuwälzen vermag. Ein Rohr w verbindet den Teller v mit dem Ventilteller h, und am unteren Ende dieses Rohres w ist ein Hilfsventil x angeordnet, das eine Feder x' geschlossen zu halten sucht, das jedoch normal durch eine an einem beweglichen Teil angreifende Leine mit entsprechender Gewichtsbelastung y geöffnet gehalten wird. Es dringt also das Gas aus' dem Ballonkörper durch den Ventilteller und das Rohr w in den Raum b°. Der Ventilteller h wird durch Einwirkung der Feder z geschlossen gehalten.
  • Wird, um das Steigen des Ballons anzuhalten, durch Entfernen des Gewichts y das Ventil x geschlossen, so wird im Raum b°, weil dieser vollkommen abgeschlossen ist, eine schnellere Druckerhöhung stattfinden als im Ballonkörper, wo das Gas sich frei ausdehnen kann, und es wird der Teller h von dem auf dem Teller v lastenden höheren Druck, der auch die Zugkraft in der Feder z überwindet, von seinem Sitz abgehoben. Der Ballon hört auf zu steigen und geht langsam zum Fallen über, wobei der Druck im Raum b° wieder sinkt und eine erneute Schließung des Hauptventils veranlaßt. Wird das Ventil x nicht ganz dicht schließend ausgebildet bzw. mit einer kleinen Ausgleichöffnung versehen, so wird die Wiederschließung des Hauptventils beschleunigt und das Fallen des Ballons, vermieden. Auf diese Weise wird es möglich den Freiballon beim Steigen bequem zum Stillstand zu bringen, was sonst schwierig ist und nur bei ganz prallem Ballon einwandfrei gelingt.
  • Die konstruktive Ausgestaltung der verschiedenen Ventileinrichtungen ist nicht auf den besonderen Verwendungszweck beschränkt. Beispielsweise kann auch die Ausführung des abgeschlossenen Raumes gemäß Abb. 6 für die Anordnungen gemäß Abb. 3 bis 5 mit Vorteil Verwendung finden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Ventil für Luftschiffe, Ballone u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Ventilteil auf der dem abzuschließenden Gasraum gegenüberliegenden Seite mit einem leicht zusammendrückbaren Behälter (b°) ausgestattet ist, dessen Innenraum mit dem Gegendruckraum in Verbindung steht.
  2. 2. Ventil nach Anspruch =, gekennzeichnet durch seinen Einbau in den Schacht eines Ballonkörpers.
  3. 3. Ventil nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Ventüteit als doppelwandiger zylindrischer Schlauch ausgebildet ist, dessen Außenwandung mit dem festen Ventilteil (a') zusammenwirkt, während der innere Teil ortsfest und unbeweglich ist. q..
  4. Ventil nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Schacht eingebaute, als doppelwandiger Sack ausgebildete Behälter (b, b°) an der der Strömung zugewendeten Seite offengehalten ist.
  5. 5. Ventil nach Anspruch i oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der zusammendrückbare Behälter an der dem Gasraum abgekehrten Seite eines Ventiltellers angebracht ist.
  6. 6. Ventil nach Anspruch i oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß' der Innenraum (b°) des zusammendrückbaren Behälters mit dem Gegendruckraum durch eine Leitung verbunden ist, die Absperr- oder Drosseleinrichtungen (x) enthält.
DEL69635D 1927-09-06 1927-09-06 Ventil fuer Luftschiffe, Ballone u. dgl. Expired DE481604C (de)

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